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am 25. Februar 2016
Auch wenn sich der Autor hier eine sachliche Analyse der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Islam vornimmt, die nicht nur im Westen, sondern auch in der sogenannten Umma, der Glaubensgemeinschaft aller Muslime, eine verläßliche Referenz für Meinungsbildung sein könnte, so ist sie für erstere, das sei vorweggenommen, nicht unbedingt erwünscht, Muslime geraten in Rage, und dem Autor droht zweitens eine Fatwa. Das titelgebende Fazit seiner Ausarbeitung mag voreingenommen klingen; auf den Beweis ist man daher gespannt. Den vor etwa 100 Jahren entstandenen Begriff Faschismus bringt man zunächst mit dem italienischen und dem deutschen in Verbindung. Anhand von seinen Wesenszügen: Unduldsamkeit gegen andere Religionen, unbedingter Gehorsam, Meinungsdiktatur, Weltherrschaft, zeigt Abdel-Samad auf, daß der Islam schon seit seiner Einführung im siebten Jahrhundert diese Züge trägt – und: daß die wenigen Versuche einer freieren Auslegung des Koran, wie die im Kalifat Bagdad im 9.Jahrhundert oder das Zusammenleben der großen Religionen im Al-Andalus, sich nicht behaupten konnten. Die musulmanische Hochzeit im Mittelalter führte nach dem Niedergang im 15. Jahrhundert zu einer bis heute andauernden Überhöhung der Vergangenheit, die mit einer durchgehenden Unterdrückung durch die Nichtgläubigen begründet wird: von den Kreuzzüglern bis zu den Kolonialherren und, wie ich meine, wohl auch bis zu den Nahostkriegen, vor allem 1967 und 1973 gegen das vermeintlich kleine Israel. Dabei wird übersehen, daß zwischen den Kreuzzügen und Napoleons Ägypten-Feldzug über 500 Jahre liegen, in denen, interessantes Detail, im Osmanischen Reich nach Gutenberg 300 Jahre lang der Buchdruck verboten war. Es wird ja auch übersehen, daß es eine oft beschworene Einheit von Muslimen nie gegeben hat. Obwohl der aus den Lehren und Legenden des Juden- und Christentums entstandene Islam anders als Juden und Christen keiner Verfolgung unterlag und sich frei entfalten konnte, gab es schon nach Mohameds Tod die Aufspaltung in Sunna und Schia – bis heute Zankapfel für blutige Auseinandersetzungen, sieht man mal von den über siebzig sektiererischen Aufspaltungen des Islam ab. Das in dem Wort islam (von aslama: sich unterwerfen) enthaltene Gebot gilt somit nicht nur für Nicht-Muslime, sondern auch innerhalb der vielbebeschworenen umma. Sunniten, Nachfahren eines Stammesführers aus Mekka, beanspruchen deshalb als weltweit größte Gruppe und wahre Rechtgläubige die Führung, die sie zuvorderst durch Unterwerfung der Schiiten, angeblich direkter Nachfahren Mohameds, als ihre Mission ansehen. Diese faschistoide Grundhaltung ist noch heute in medersas (Islam-Schulen) sichtbar, in denen Wissensvermittlung unerbittlich durch stures Auswendiglernen des Korans und der sharia erfolgt, ein Vermächtnis, das vom al-andalus nach der reconquista mit den Entdeckern nach Amerika getragen wurde und zumindest bis in die Schulzeit meiner Kinder den Lehrplan prägte. Der Führungsanspruch der Sunniten, aber auch der Schiiten u.a. zeigt sich ferner in multiplen Diktaturen: Clan-Diktaturen der Mubarak, Ghaddafi, Hussein, Assad; Militärdikataturen; religiöse Diktatur (Bildung, Erziehung); soziale Diktatur (archaische Familien), usw. Die Überwindung des Faschismus in Europa wurde hart erkämpft. Kann dieser Kelch an der islamischen Welt vorübergehen? Abdel-Samad sagt nein. Diktaturen können sich schon alsbald nicht mehr dem Informations- und Bildungsdrang, schon gar nicht sozialer und wirtschaftlicher Not in der Bevölkerung verschließen. Die Einheit der Muslime hat sich als Illusion herausgestellt, es hat sie nie gegeben. Er zitiert den Gelehrten Abdul-Rasoud, der meint, die Ereignisse der letzten Jahre in den arabischen Ländern, wachsender Fundamentalismus, der Glaubenskrieg zwischen Saudi-Arabien und Iran, werden für eine neue Radikalisierung sorgen; noch sei ein Überschwappen des Islamismus nach Europa und USA bislang leichter zu organisieren als in islamischen Polizeistaaten.
Ein Buch mit klaren Gedanken, frei von Polemik, mit bitterem Nachgeschmack.
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Auch wenn der Titel etwas anderes erwarten lässt: das Buch ist eine sachliche Analyse und keine Anklageschrift. Der Autor schreibt und argumentiert ohne Zorn und Eifer in einem unaufgeregtem Ton. Und so stellt er auch seine These, dass der Islam faschistoide Züge trägt, nicht einfach so in den Raum, sondern benennt klar die offensichtlichen Gemeinsamkeiten zwischen Faschismus und Islam. Hier nur ein paar Beispiele:

- Der Faschismus will die Welt beherrschen - das will der Islam auch
- Der Faschismus hat seine charismatischen Führer, die unbedingten Gehorsam von ihren Anhängern fordern - die hat der Islam auch
(auch wenn sie nicht mehr Hitler heißen, sondern muslimische Namen haben)
- Der Faschismus hält sich für auserwählt und teilt die Welt in Gut und Böse - das macht der Islam auch
- Die Juden zählen für den Faschismus zu den Bösen - das tun sie für den Islam auch. Auch dort ist Antisemitismus vorherrschende Staatsideologie

Der Autor benennt aber nicht nur diese Gemeinsamkeiten, sondern auch die eigentlichen Wurzeln des aggressiven Islamismus. Und die liegen für ihn , trotz mancher wohlklingender Passagen über das Zusammenleben und den Frieden, eindeutig im Koran, also in der Jahrhunderte alten Geschichte und Lehre des Ur-Islam. Zitat: "Es waren nicht die Islamisten, die den Dschihad erfunden haben. Das war der Islam. Es waren nicht die Islamisten, die damit angefangen haben, die Welt in Gläubige und Ungläubige einzuteilen - das war der Islam."

Addel-Samed warnt den Westen davor, eine Art Appeasement-Politik gegenüber der islamischen Welt zu betreiben. Denn wenn ein Islamist an die Macht kommt, will er die islamische Gesellschaftsordnung verwirklichen, die Scharia durchsetzen. Beispiel Türkei: Erdogan hat seine Ziele und Motivation eine Weile geschickt versteckt und den Westen ausgetrickst, um zunächst seine Gegner in der Türkei auszuschalten. Als er dann alle Zügel in der Hand hielt, hat er sein anderes Gesicht gezeigt. So wie das Osmanische Reich damals den Buchdruck abgelehnt hat, verbietet Erdogan heute Twitter und YouTube.

Fazit: Eine Streitschrift, die frei von Häme und Polemik ist. Der Autor beschreibt den Islam wie er ist, und warum er so ist, wie er ist.
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am 31. März 2014
Der in Deutschland lebende Autor Hamed Abdel-Samed hat den Sturz Mubaraks in Ägypten miterlebt und in den Jahren danach erleben müssen, was daraus geworden ist. In seinem neuesten Buch setzt er sich auseinander mit dem Phänomen dessen, was er den islamischen  Faschismus nennt. Abdel-Samad zieht historische und politische Parallelen zum Faschismus Europas und warnt vor einem gerade auch in Europa immer stärker werdenden Islamismus. Zeitlich parallel zu Italien und Deutschland ist auch in Nordafrika ein Mussolini und Hitler verehrender faschistischer Islamismus entstanden, der auch heute noch unter anderem in den Muslim-Brüden weiter lebt. Immer mehr junge Menschen finden den Weg aus ihrer Perspektivlosigkeit zu den verlockenden Angeboten von ehemals für harmlos gehaltenen Salafisten und  Dschihadisten, die ihrem Leben einen Sinn zu geben scheinen. Abdel-Samad erklärt den islamischen Faschismus aber auch aus der Geschichte des Islam, der sich schon zu Zeiten des Propheten Mohammed zu einer Relgion der Eroberung und der Verteufelung Andersdenkender - besonders auch der Juden - entwickelt hatte. Der iranische Antisemitismus zum Beispiel habe keine konkret politischen Erklärungen, da die Iraner schon geografisch und als Nicht-Araber keine direkte Konfliktpartei seien. Abdel-Samad sieht das Problem in einer Religion, die vorgebe, im Besitzen der allein seligmachenden Wahrheit zu sein und dazu ermuntere, Andersdenkende zu bekämpfen. Der Dschihad sei im Islamismus tief verankert, auch wenn er sich aus taktischen Gründen oft genug bis zur Unkenntlichkeit tarne. 

Allerdings ist Abdel-Samad, der als junger Mann selbst zu den Muslim-Brüdern gehörte, als aufgeklärter Humanist keiner der Islamkritiker, die dafür andere Religionen preisen.  Für ihn sind alle Relgionen mit Totalitätsanspruch - wozu er auch das Christentum und das Judentum zählt - eine Gefahr, wenn sie nicht Privatsache bleiben.  Wo Staat und Religion nicht strikt getrennt sind, kann keine echte Demokratie entstehen, keine Gesellschaft, die auch die Rechte von Minderheiten schützt und Andersdenkende nicht ausgrenzt. So lange es an staatlichen Schulen christlichen Religionsunterricht gibt statt Unterricht in Religionskunde, werden auch die Muslime und mit ihnen die Islamisten nicht müde, die gleichen Rechte einzufordern.  
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am 14. Januar 2015
Angesichts des islamistischen Terrorangriffs in Paris ist die Lektüre dieser Analyse des Ägypters Hamed Abdel-Samad wie ein Blick hinter den Vorhang der geheimnisvollen Wirkkräfte des politischen Islams. Ein verblüffender Erklärungsrahmen öffnet sich durch die Sicht eines hochgebildeten Menschen, der ein ausgewiesener Kenner dieser Religion ist. Die kritische Analyse ist entlarvend und erschreckend zugleich. Dennoch zeigt er Möglichkeiten auf, wie die bestehenden Probleme angegangen werden könnten. Seine Prognose ist nicht gerade hoffnungsvoll, wenn er schreibt: "Es fällt vielen Muslimen schwer zu erkennen, dass Freiheit und Demokratie sich nicht vertragen mit dem Gedanken, dass der Mensch durch ein himmlisches Wesen ferngesteuert wird. Es fällt schwer zu erkennen, dass nicht der Glaube eines Menschen, sondern seine Taten entscheidend sind und dass keine Ideologie es wert ist, dafür zu töten oder das eigene Leben hinzugeben." Dieses Buch ist ausgesprochen hilfreich zum besseren Verständnis der aktuellen Situation.
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am 2. März 2016
Auch dieses Buch ist für "Westler" wichtig und interessant. Bedenklich, wenn Glaube
für "Eine Religion über alles" eingesetzt wird und kritische Fragen als
Verrat gelten.
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am 9. April 2014
Dieses Buch resp. dieser Titel von einem islamischen Autor war überfällig, es ist zu hoffen, dass es einer fundierten Islamkritik zum Durchbruch verhilft. Hamed Abdel-Samad beschreibt die Wirkmechanismen des Islamismus ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen. Leider zitiert er die eigentlichen Quellen - Koran und Sunna - nicht konsequent, aber das tut der Gesamtaussage keinen Abbruch. Auch wenn es friedliche und tolerante Phasen im Islam gegeben hat, der Terror steckt in den Grundlagen des Islam. Wie ein Virus, der unter bestimmten äußeren Bedingungen ausbricht und den ganzen Körper krank macht. (Dieser Vergleich ist einer der herausragenden Aspekte des Buches!)

Vergleiche mit dem Faschismus sind immer problematisch, in diesem Falle aber mehr als gerechtfertigt. Hoffentlich wachen dadurch endlich auch Linke und Liberale in unserem Land auf.
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am 25. Mai 2015
Es ist sehr gut, wie Abdel Samad mit den Mythen des Gutmenschentums aufräumt, der Islam sei eine ganz normale Religion unter vielen. Der Islam ist eigentlich weniger eine Religion, sondern vielmehr eine politische Anleitung zum totalitären Handeln und zur Unterdrückung von "Ungläubigen".
Das wird anhand der drei Säulen des Islam im Buch ganz gut und vor allem leicht lesbar nachvollzogen. Der Mörder und Menschenverachter Mohamed als Vorbild für alle Muslime, der vor Gewaltaufrufen und vor Hass gegen Juden und Christen nur so strotzende Koran als Bedienungsanleitung zur Machtübernahme und zur Verachtung aller "Ungläubigen", das fatale Diebes- und Vergewaltigerleben Mohameds, seine Weisheiten und die Anleitung des Propheten zur Gewalt und Machterlangung und dazu, wie man alle Lebenslagen im Rahmen dieser Ideologie bewältigen soll, die Sunna.
Letztlich ist die Schlußfolgerung daraus, dass es nur einen Islam und keinen Islamismus gibt. Warum manche Muslime in die Gewalttätigkeit umkippen und die vielen anderen dieses nicht tun, aber die Gewalt der radikalen Islamkilller auch nicht unterbinden, kann man dennoch nicht erklären.
Allein, das Buch wird leider nichts an der Dummheit der politischen Klasse hierzulande ändern, immer mehr Islamisierung zuzulassen. Den "Islamisten" wird's freuen.
Ich empfehle an dieser Stelle unbedingt die noch viel gründlichere und präzisere Ausarbeitung zum Thema von M. Kleine-Hartlage, "Das Dschihadsystem". Das ist das beste kritische Buch zum Thema Islam. Wer sich noch tiefer mit diesem Thema beschäftigen will, muss dieses Buch lesen, als Ergänzung und Vertiefung zu Abdel Samad ist es bestens geeignet.
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am 25. Juli 2014
Hamed Abdel Samad legt mit diesem Werk eine kristallklare Analyse des Islamischen Faschismus vor. Vor allem belegt er, dass dieser nicht - wie oft behauptet - ein Missbrauch der friedlichen Religion Islam durch böse Islamisten ist, sondern bereits im Koran und in der Lebensgeschichte des Propheten Mohammed angelegt ist. Im Gegensatz zu Jesus war dieser nicht nur ein Religionsgründer, sondern auch ein brutaler Eroberer, der den Kampf über alles stellte. Im direkten Vergleich mit dem europäischen Faschismus legt Abdel Samad die faschistoiden Grundzüge des Islamismus, aber eben auch (s.o.) des Islam dar.

Obwohl ich mich schon lange mit der Thematik Islam und Islamismus beschäftige, sind mir nie zuvor Zusammenhänge in einer solchen Klarheit deutlich geworden. Auch Neues gab es für mich zu lernen, z.B. die Tatsache, dass die Erfindung des Buchdrucks von Islamgelehrten verteufelt wurde und so für Jahrhunderte keinen Eingang in die islamische Welt - die damals größtenteils aus dem Osmanischen Reich bestand - fand. Mit allen negativen Folgen, wie z.B. der Stagnation des Wissens und damit des Fortschritts.

Abdel Samad ist ein sehr mutiger Mann, dem ich großen Respekt zolle. Obwohl er nach einem Vortrag in Ägypten zu diesem Thema Morddrohungen erhielt, eine Weile untertauchen musste und nun in Deutschland unter Polizeischutz lebt, legt er diese schonungslose und überzeugende Analyse vor, die ihm mit Sicherheit viele weitere Todfeinde einbringen wird.

Ich hoffe, dass das Buch auch vielen Muslimen Denkanstöße gibt, sich zu fragen, ob es wirklich sinnvoll sein kann, sich an eine glorreiche Vergangenheit und religiöse Tyrannei zu klammern. Oder ob es nicht vernünftiger wäre, der Religion Islam genau wie dem Christentum einen Platz in einem aufgeklärten Weltbild zuzuweisen. Es scheint ja - gerade unter der Facebook-Generation - viele (junge) Muslime zu gegen, die diesen Weg gerne gehen würden. Fraglich bleibt, ob ihre Anzahl große genug sein kann. Die Probleme der arabischen Welt scheinen ja erdrückend zu sein.

Der Kauf dieses wichtigen Buches lohnt sich allemal für jeden, der offen für Erkenntnisse ist. Da es ein realistisches Buch ist, dämpft es auch allzu optimistische Erwartungen. Aber es ist allemal besser, zu wissen, was auf einen möglicherweise zukommt, also sich in romantischen, aber unrealistischen Multikulti-Träumen zu wiegen. Multikulti ist nur machbar und sinnvoll mit aufgeklärten Muslimen, die die Freiheit und Sicherheit eines demokratischen Rechtsstaats zu schätzen wissen, statt sie abschaffen zu wollen.

Fazit für mich:
1. Endlich aufhören, den angeblich "moderaten" Islamisten in den Medien so viel Selbstdarstellungsfläche zu geben - denn moderate Islamisten gibt es nicht. Gottesstaat und Weltherrschaft haben sie alle zum Ziel - nur die Wege unterscheiden sich.
2. Eine ehrliche und offene Islamdebatte beginnen, die auch schon mal Empfindlichkeiten ignorieren muss. Man muss den Finger auf die Wunde legen, und das tut weh. Alles andere aber ist nicht zielführend.
3. Salafisten nicht mehr ungehindert agieren lassen. Wenn mir jetzt jemand mit dem Recht auf freie Meinung kommt: Ein Grundrecht ist dann verwirkt, wenn man es benutzt, um andere Grundrechte auszuhebeln. Wenn hier Leute offen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung agieren, tun sie aber genau das. Demokratie muss wehrhaft sein, sonst geht sie an ihrer eigenen Toleranz der Intoleranz gegenüber zugrunde.

Allen Interessierten empfehle ich dieses Buch ohne Einschränkung. Nebenbei: Auch die anderen Werke Abdel Samads sind lesenswert.
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am 15. Januar 2016
Hamed Abdel-Samad zeigt in diesem Buch bedrückende Paraleelen im Entstehen des ägyptischen Muslimbrunderschaft und etwa zeitgleich im Entstehen des deutschen Faschismus und Nationalsozialismus auf. Seine Thesen sind absolut nachvollziehbar und seine Analyse zeigt ein Höchstmaß an Scharfsinn, welches nur wenige islamische Intellektuelle so wie er aufzubringen zu vermögen.
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am 7. Dezember 2015
Jeder, der privat oder beruflich mit Muslimen zu tun hat, sollte dieses Buch lesen! Anscheinend hat es gerade auch Minister Gabriel gemacht und ist so endlich zu der Erkenntnis gekommen, die Saudis liefern weitgehend die Basis für den IS. Ideologisch wie auch finanziell. Und erweisen damit den meisten Muslimen einen Bärendienst inclusive Mord und Totschlag!
Mohammed, eine Abrechnung vom selben Autor rundet das Bild vom Islam ab und hilft beim Verstehen dieser Religion erheblich weiter. Und zwar im positiven wie im negativen Sinn. Also lesen!!!
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