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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich spannend
Ich muss zugeben, mir war Geschichte in der Schule immer zu langweilig und zu trocken. Als ich das Buch geschenkt bekommen habe, war ich am Thema erst mal mäßig interessiert. Das hat sich schnell geändert. Wie die italienische Journalistin die Geschichte ihrer Großmutter erzählt, die Ende des 19. Jahrhunderts einen großen Bauernhof erbt...
Vor 17 Monaten von Megalou veröffentlicht

versus
0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen keine fallaci
Aufgrund der Preispolitik hab ich's auf italienisch, der Originalfassung gelesen.
Auch die 4.99 waren noch zu viel.
Eigenartige Mischung aus Rosamunde Pilcher, . Alice Schwarzer und Rosegger. Geschichtlich ein mehr oder weniger interessantes Schicksal, aber Einzelschicksal ohne jede Repräsentanz. Offenbart eine eitle Persönlichkeit, die ihr...
Vor 17 Monaten von Artmanns Grossneffe veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich spannend, 2. Januar 2014
Ich muss zugeben, mir war Geschichte in der Schule immer zu langweilig und zu trocken. Als ich das Buch geschenkt bekommen habe, war ich am Thema erst mal mäßig interessiert. Das hat sich schnell geändert. Wie die italienische Journalistin die Geschichte ihrer Großmutter erzählt, die Ende des 19. Jahrhunderts einen großen Bauernhof erbt und die Führung selbst in die Hand nimmt, das hat mich schnell mitgerissen.

Rosa Tiefenthaler war eine ungewöhnliche Frau, die schon in jungen Jahren die Liebe ihres Lebens fand und sich mit ihrem Mann zusammen den Höhen und Tiefen des Lebens in Südtirol stellt. Das Land erleidet Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts zahllose einschneidende Veränderungen, wird vom Krieg durchgerüttelt und steht am Ende zwischen den Mussolini-Faschisten und Hitlers Nationalsozialisten. Ich hätte auch am Ende gerne weitergelesen, so sehr spiegelt Rosa Tiefenthalers Geschichte die Irrungen und Wirrungen des sich wandelnden Europa wider.

Leider endet die Biografie mit Rosa Tiefenthalers Tod, aber ich hätte von dieser klugen Frau - und damit meine ich jetzt die Ausnahmejournalistin Lilli Gruber - gerne noch mehr gelesen. Gerade ihr internationaler Blick kommt diesem Buch sehr zugute. Meiner Ansicht nach eine ebenso spannende wie informative Lektüre, die ich mit einem wesentlich besseren Bild der Geschehnisse jener Zeit aus der Hand lege.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert, 15. August 2013
Von 
Nera (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Frau Gruber, warum haben Sie dieses Buch nicht fertig geschrieben? Dieser Gedanke kam mir, als ich auf der letzten Seite von „Das Erbe“ angekommen war und soll heißen, daß ich noch ewig weiterlesen hätte können. Wie gerne hätte ich erfahren, wie es der sympathischen Familie Tiefenthaler-Rizzoli in den Kriegswirren und darüber hinaus weiter ergangen ist. Aber das Buch endet nun mal mit dem letzten Tagebucheintrag von Rosa Tiefenthaler, der Urgroßmutter der Autorin, um deren Lebensgeschichte sich diese Kombination aus Dokumentation und Roman im Zeitraum 1918 bis 1940 dreht.

Als Österreicherin hat man zwar ohnehin ein besonderes Naheverhältnis zu Südtirol und natürlich kennt man die Historie genügend aus der Schule oder von befreundeten Südtirolern aber die Geschehnisse einmal aus dieser Perspektive und auf Grundlage dieser Zeitdokumente zu erfahren war für mich besonders eindrucksvoll.

Die junge Gutsherrin Rosa Tiefenthaller, die sich mit dem, gegen den Willen des Vaters, hart erkämpften Ehemann Jakob ein heimeliges Familienglück mit sechs Kindern aufbaut, darüber hinaus nie ihre Pflichten der Nächstenliebe vergisst, sieht ihre heile Welt weitläufig zusammenbrechen, als die Heimat Südtirol nach Ende des 1. Weltkrieges plötzlich nicht mehr zu Österreich gehört. Es folgen die bodenlosen Repressionen, die sich seitens Italien über die Südtiroler ergießen und der mühsame Kampf um die Aufrechterhaltung der eigenen Kultur und Sprache. Zu allem Überfluss kommt in diesen ohnehin harten Zeiten Mussolini an die Macht und ausgerechnet im aufstrebenden Adolf Hitler sehen letztendlich viele Südtiroler sowie auch Rosas Familie ihre Chance gekommen, aus der Klammer der italienischen Faschisten zu entkommen. Leider verfällt Rosas jüngste Tochter Hella trotz der warnenden Stimme ihrer Mutter besonders intensiv der verhängnisvollen Macht der Nationalsozialisten.

Ein wunderschönes mit sehr viel Liebe geschriebenes Buch. Äußerst gelungen fand ich auch die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart am Ende der Kapitel; die Autorin war auf den Spuren der Geschichte unterwegs und besuchte zur Recherche sämtliche Orte, an denen ihre Vorfahren agierten von Südtirol über Innsbruck bis Wien und letztendlich auch den kurzfristigen Verbannungsort von Großtante Hella in Castelluccio Inferiore im tiefsten Süden Italiens. Über die Schilderung der gegenwärtigen Zugreise dorthin musste ich übrigens wirklich herzhaft lachen. Sarkasmus as its best Frau Gruber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die jüngere Südtiroler Geschichte aus dem Blickpunkt einer wohlhabenden Bürgerfamilie, 10. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Zum Buch habe ich eine geteilte Meinung. Ist der Anfang des Buchs eine (glücklicherweise nicht zu lange) brave Familiengeschichte, welche inhaltlich und sprachlich nicht sonderlich interessant ist, wird das Buch immer dann brennend interessant, wenn über die Familiengeschichte die jüngere Geschichte Südtirols aufgearbeitet wird. Angesichts der – leider immer noch zum Teil – nicht unvoreingenommenen Geschichtsschreibung und Berichterstattung der Lokalgeschichte, in welcher nach Bedarf immer wieder unliebsame Themen einfach ausgeblendet werden, ist das Buch in dieser Hinsicht eine angenehme Ausnahme. Es fällt hier auf, dass die Autorin vielmehr eine politische Journalistin als ein Romancier ist. Das Buch hat somit den Verdienst, auch den Südtirolern selbst die jüngere Geschichte ungeschönt nahezubringen, die leider oft nicht oder verfälscht vermittelt wird. Zu sagen ist allerdings, dass die Familie der Autorin zu einer gehobenen sozialen Schicht gehört hat, was den Stoff zwar einerseits ereignisreicher macht (die Familie hatte Möglichkeiten, den historischen Ereignissen gegenüberzutreten, die für einen Großteil der Bevölkerung nicht bestanden), die erzählten Begebenheiten jedoch kaum als repräsentativ für die damaligen Verhältnisse gelten kann (vor allem die Behandlung der Großtante Hella kann wohl kaum als stellvertretend für die damalige Zeit benutzt werden). Das Ende des Buches ist zu abrupt. Ein paar Sätze hätten genügt um klarzustellen, dass die Rückkehr der Optanten kein wiedergewonnener Traum war, sondern oft den Ruin bedeutet hat. Sowohl die Liegenschaften, welche den Optanten im Reich zugewiesen worden waren als auch die ursprünglich in Südtirol besessenen Besitztümer waren für die meisten Optanten verloren und die Heimkehr in das „Traumland Südtirol“ war somit meist von Mittellosigkeit und tiefster Armut geprägt. Im Buch scheint es hingegen eine lückenlose Rückkehr in die Vergangenheit.
Die Sprache ist eher elementar und es ist offensichtlich, dass das Buch aus dem italienischen übersetzt wurde. Dies könnte aber auch eine bewusste Wahl sein, um ein breiteres Publikum zu erreichen.
Trotz der hier angebrachten Kritiken ist das Buch ist zu empfehlen und sollte vor allem von Südtirolern (aller Sprachgruppen) gelesen werden...
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5.0 von 5 Sternen Spannend, informativ, authentisch, 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Die italienische Journalistin Lilli Gruber rollt die Geschichte ihrer Südtiroler-Familie im 20. Jahrhundert auf. Sie beleuchtet dabei die Zeit um und nach dem 1. Weltkrieg, als die Südtiroler plötzlich italienische Staatsbürger waren und im faschistischen Mussolini-Regime gezwungen wurden, ihre deutsche Sprache und Tradition aufzugeben. Anhand der Schicksale ihrer Urgroßmutter Rosa und ihrer Großtante Hella macht die Autorin deutlich, wie sehr die "hohe" Politik Einfluss auf das Leben jedes einzelnen hat.

Historische Fakten und private Dokumente bilden für die Autorin die Grundlage für ihre Familienbiografie. Geschickt lockert sie das Buch mit fiktiven Dialogen auf und macht das Buch dadurch flüssig, leicht lesbar und spannend.

So macht es Spaß sich mit historischen Zusammenhängen auseinander zu setzen!
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5.0 von 5 Sternen Eine neue Perspektive, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Lilli Gruber vermag sehr geschickt, die Geschichte ihrer Familie, die Geschichte Südtirols und ihre eigenen Erfahrungen so ineinander zu verweben, dass das Buch sowohl emotional berührt als auch das Wissen um die Südtirol-Problematik erweitert. Zudem ist es einfach, aber spannend (weil authentisch) geschrieben. Auch das aktuelle Agieren der SVP wird auf diesem Hintergrund etwas verständlicher.
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5.0 von 5 Sternen Spannende Biografie, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch verschenkt - und die Rückmeldung war sehr positiv! Die spannende Geschichte der Südtiroler Familie der bekannten Journalistin Lili Gruber
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chronik einer Familie, einer Zeit und einer Region, 15. August 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Lilli Gruber schreibt über ihre Urgroßmutter Rosa und deren Familie, die natürlich auch Lillis Familie ist. Die Journalistin findet alte Tagebücher ihrer Urgroßmutter und findet, dass diese bzw. das, was darin zu lesen ist, es wert ist, in einem Roman zusammengefasst zu werden.

Aber bevor sie beginnt zu schreiben, macht sie sich auf in die Vergangenheit ihrer Familie und findet eine Geschichte, die das gesamte 20. Jahrhundert ihrer Südtiroler Heimat thematisiert.

Es sind drei Schicksale, die in diesem Roman erzählt werden. Die Schicksale – die ein Erbe beinhalten. Rose Tiefenthaler war die Urgroßmutter von Lilli Gruber. Sie war eine für damalige Verhältnisse moderne Frau, die sich ihren Weg erkämpfte. Sie heiratete ihren Jakob gegen den Willen des Vaters. Sie übernimmt aber auch das elterliche Weingut – was nicht gerade alltäglich war Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Dann folgt der 1. Weltkrieg. Rosas Heimat ist nicht mehr die, die sie einmal war. Die Fronten Teilen das Land und die Rizzollis, so heißt Rosa seit ihrer Heirat mit Jakob gehören jetzt zur Minderheit und werden als Deutsche unterdrückt. Mussolini regiert Italien und das Land ist faschistisch. Das Leben wird nicht einfacherer, im Gegenteil, und dann kommt noch hinzu, dass die Tochter von Rosa und Jakob (Hella) dem Nationalsozialismus anhängig ist.

Rosa sieht nur eine Chance, sie will ihre so geliebte Heimat verlassen. Aber kann sie so einfach die familiären Bande auslöschen und vergessen ???

Ich möchte nicht mehr in den Inhalt dringen und nur abschließend so viel sagen, als das dieses Buch nicht nur einen spannende – auf Realität beruhende – Familiengeschichte, sondern ein Stück Zeitgeschichte beinhaltet, welches sich mitreißend, faszinierend bildhaft und spannend lesen lässt.

Am Beginn sieht man einen doppelseitigen Stammbaum von 1828 bis ins Jahr 1957. Es folgt eine Karte des Südtiroler Umlandes. In der Mitte des Buches ist ein vierseitiger farbiger Bildteil zu finden, der Fotos aus dem Leben der Familie zeigt.

Ansonsten nun zu meiner zusammenfassenden Meinung:

Ich finde es gut, dass solche zeitgeschichtlichen Familienchroniken geschrieben werden. Ich kannte die Familie nicht, jetzt aber, nach dem Lesen, ist sie mir ans Herz gewachsen, ich kann mich in ihrer Entwicklung im Laufe der Jahre und inmitten der historischen Entwicklung sehr gut hinein versetzen und glaube, zu verstehen, warum alles so gekommen ist, wie es kam.

Sehr intensiv wird nicht nur der zeitgeschichtliche Aspekt beleuchtet, sondern auch die Charaktere bildhaft dargestellt in ihrer Entwicklung im Lauf der Jahre, in ihren familiären und gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Immer wieder sind – kursiv gedruckt – Auszüge aus Tagebucheinträgen eingefügt, die das Geschriebene authentisch untermalen.

Kurze Leseprobe:
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Fast ein Jahrhundert später sitze ich dort, wo damals jene Militärs saßen, blättere in dem Buch mit den großen, schweren, teils ein wenig eingerissenen Seiten und spüre, wie mich ein Schauer durchläuft. Die Geschichte dieses Hauses ist mit einem Mal zum Greifen nahe. Ich bin dankbar, dass die Worte dieser Zeugen über Generationen hinweg bis zu mir gelangt sind. Und ich fühle mich jenen verbunden, die nach Rosa gekommen sind und denen es gelungen ist, die Spuren der Familienvergangenheit so sorgfältig zu bewahren.
Auf dem ersten Schnappschuss aus jener Zeit sind zwei Soldaten verewigt, in der Mitte des Dorfplatzes, während sie die Hände in den Brunnen tauchen. Die Aufnahme stammt vom März 1915, vermutlich waren die ersten Gäste in Uniform, die nach Pinzon kamen, nur eine Vorhut. …

Das Buch ist gegliedert in Vorbemerkungen, Der Riss, 19 Kapitel, Rosas letzte Seite und Dank, Anmerkungen, Glossar und Ortsnamen.

Ich habe dieses Chronik einer Familie und einer Zeit mit großem Interesse, bester Unterhaltung und vom umfangreichen Inhalt und dem Abwechslungsreich und der Art und Weise des faszinierenden und bildhaften Schreibens sehr gern gelesen und möchte irgendwie der Autorin auf diesem Weg für das absolut positive Lesevergnügen danken.
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen keine fallaci, 24. Dezember 2013
Von 
Artmanns Grossneffe "irgendwer" (Helmut Qualtinger Trinkerheilanstalt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie (Gebundene Ausgabe)
Aufgrund der Preispolitik hab ich's auf italienisch, der Originalfassung gelesen.
Auch die 4.99 waren noch zu viel.
Eigenartige Mischung aus Rosamunde Pilcher, . Alice Schwarzer und Rosegger. Geschichtlich ein mehr oder weniger interessantes Schicksal, aber Einzelschicksal ohne jede Repräsentanz. Offenbart eine eitle Persönlichkeit, die ihr Selbstvertrauen daraus bezieht, in Rom zu leben einen Franzosen geheiratet zu haben und in der Welt herum geflogen zu sein, aus einer reichen, ihrer Ansicht nach erleuchteten Familie zu stammen, ihr Vater Nummer eins auf der Entführungliste der sardischen Mafia gestanden hat. Muss ein trostloses sardisches Nest gewesen sein.Andernorts standen da Getty und der Aga Khan.
All das klingt auf italienisch schon reichlich snobistisch und arrogant, aber entspricht wenigstens einer dort noch vorkommenden Gesellschaftsschicht, dem ungebildeten Geldbürgertum, Links radikal chic, auf Deutsch einfach nur peinlich. Zumal für ein Tiroler Publikum, anderes wird sie im Deutschen Sprachraum kaum haben, solange sie nicht ohne Sauerstoffflasche einen 8000er besteigt, da man sie ja sonst zu recht nicht kennt.

Das ist die Frau, die in einem Interview allen Ernstes einen Wissenschafter gefragt hat, ob Solarzellen tatsächlich nachts nicht funktionieren würden und ein anderes Mal den römischen Bürgermeister, ob er Prostituierte frequentiere. Das hat sie offensichtlich zur Europaabgeordneten qualifiziert. Dementsprechend liest sich das Buch. Aber wenigstens das italienisch war einfach und wenig anspruchsvoll.
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Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie
Das Erbe: Die Geschichte meiner Südtiroler Familie von Lilli Gruber (Gebundene Ausgabe - 1. August 2013)
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