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Deutschland misshandelt seine Kinder
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. April 2014
Im Zuge der Aktion "Blogger gegen Kindesmißbrauch" ist dieses Buch nun auch bei mir gelandet. Es ist nüchtern und sachlich geschrieben, aber dennoch für jeden verständlich und vor allen Dingen - schockierend!
Die Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat aus Berlin greifen ein heikles Thema auf, dass man in den Medien höchstens mal am Rande erwähnt sieht: Kindesmisshandlung. Fallbeispiele unterstützen nüchterne Zahlen und auch Verbesserungsvorschläge zur Situation der Kinder werden von den Autoren gemacht.
Allein die wenigen einzelnen Fälle, die sie beschreiben, sind schockierend. Nicht nur in Bezug auf ihre Grausamkeit und Brutalität gegenüber so schwachen Geschöpfen, sondern vor allem in Bezug auf die Ignoranz von Behörden, Ärzten und Gesetzgeber. Dabei sprechen die Zahlen für sich, ungeachtet der Dunkelziffer!

Nimmt man diese Zahlen und addiert die Zahlen über sexuellen Mißbrauch (welcher, wie wir seit dem Fall Dutroux wissen, von höchsten Kreisen ausgeübt wird) sowie die Kindstötungen Neugeborener hinzu, kommt man schnell zu dem Eindruck, dass hier Krieg gegen die Hilflosesten unserer Gesellschaft geführt wird.
Die Autoren belegen außerdem, dass solche Opfer auch wiederum zu Tätern werden, so dass wir immer wieder einer neuen Generation von Gewalttätern gegenüber stehen, wenn nichts geschieht.
Aber auch die Politik beschönigt und beschwichtigt wie immer (hier wird sich lieber mit hausgemachten Krisen im Ausland beschäftigt). Dabei lege ich gerade unseren "Volksvertretern" diese Lektüre ans Herz!

Tsokos und Guddat rufen gemeinsam mit vielen Kinderschutzorganisationen dazu auf, nicht länger wegzuschauen und zu schweigen. Das gilt auch für jeden von uns! Von mir vier von fünf Punkten, auch wenn es eigentlich ein Sachbuch ist, aber dieses Buch musste geschrieben werden!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2014
DroemerKnaur Verlag zu dem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder":

Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Und erschreckend hoch ist die Zahl der Opfer, die später selbst zu Tätern werden.
Michael Tsokos und Saskia Guddat schildern aus ihrer rechtsmedizinischen Praxis die dramatischen Gewalterfahrungen von Kindern in ihren Familien. Und sie unterbreiten Vorschläge, wie das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem verbessert werden kann, um das gesetzlich verankerte Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung zu sichern. Vor allem aber fordern sie beherztes Einschreiten gegen Kindesmisshandler – und gegen all jene, die die alltägliche Misshandlung von Kindern durch Wegschauen, Verharmlosen und Tabuisieren begünstigen.

Autoren des Buches:

Prof. Michael Tsokos (Rechtsmedinziner, Professor der Charité an der Charité in Berlin und Leiter des Rechtsinstituts der Charité und des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin-Moabit)

Dr. Saskia Guddat (Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité in Berlin, Mitglied verschiedener Berliner Kinderschutzgruppen und Beraterin für Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter)

Inhalt des Buches:

A. Kindesmisshandlung – Tag für Tag in deutschen "Kinder- und Wohnzimmern"

Das Buch leitet die Leserschaft mit Fakten in die Thematik Kindesmisshandlung ein: "Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder an den Folgen ihrer Misshandlung. Jede Woche werden rund siebzig Kinder so massiv malträtiert, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Das sind 3600 krankenhausreif geprügelte, in die lebenslange Behinderung geschüttelte, mit glühenden Zigaretten verbrannte oder auf andere Weise schwerstgeschädigte Kinder Jahr für Jahr. Und das sind 160 Kinder, die alljährlich bei uns getötet werden – nicht durch Unfälle oder kindlichen Übermut, sondern durch erwachsene Täter – in aller Regel Vater oder Mutter oder der aktuelle Lebenspartner eines Elternteils."

Ein Fingerzeig der Autoren auf alle in Deutschland lebenden Eltern? NEIN.

Eine Phantasie der Rechtsmediziner? NEIN.

Es sind die Kinder, die tagtäglich ihren Arbeitsalltag bestimmen.

Es sind die Kinder, die schwerste Vernachlässigung und Misshandlung durch bspw. Wegsperren im Keller, auf in deutschen Wohnzimmern sich stapelnden "Müll- und Klamottenbergen" verbringen. Es sind die Kinder, die tage-, wochenlang keine oder kaum Nahrung von ihrer Familie bekommen. Es sind die Kinder, die von ihren Eltern brutale Gewalt erfahren (z.B. durch heißes Abbrühen des Kinderkörpers, Faustschläge, Prügelattacken u.v.m.)

B. Klinische Rechtsmedizin: CSI - immer nur die Toten (Kinder)?

Die Rechtsmedizin befasst sich v.a. mit den Formen der physischen Misshandlung und Vernachlässigung. Die psychische Misshandlung und der sexuelle Missbrauch haben keinen besonderen Raum in diesem Buch. Dennoch merken die Autoren an, dass jede physische Misshandlung auch mit einer psychischen Misshandlung für das Kind einher geht.
Damit sind Hämatome, Striemen, Knochenbrüche und Verbrennungen nur ein kleiner Ausschnitt von dem was viele Kinder alltäglich in Deutschland erleben und ertragen. Das Buch räumt mit gesellschaftlichen Klischees zur Rechtsmedizin auf. Ein kurzer Überblick erklärt:"Im Auftrag von Jugendämtern oder der Justizbehörden untersuchen wir lebende bzw. überlebende Opfer von Kindesmisshandlung, häuslicher Gewalt oder Vergewaltigung. Die Methoden, mit denen wir tote Körper untersuchen, um die Entstehung von Verletzungen zu rekonstruieren, lassen sich grundsätzlich auch bei überlebenden Gewaltopfern anwenden." Somit ist eine der Kernaufgaben der Rechtsmedizin, die "Prüfung, ob die Verletzungen durch ein Unfallgeschehen entstanden sein können (wie von den Eltern/ Betreuern meist angeführt)".

C. Reale Fallbeispiele, Studien und Statistiken stützen die Hauptaussagen des Buches:

Die Autoren berichten von realen Kinderschicksalen, so z.B. von:

- Noah Michalczik (Rippenbruch, Armbruch, Blutergüsse),
- Amon Mansouri (zahlreiche Hämatome, schwere Kopfverletzung)
- Mirko Mihajlovic (der nackte kleine Mirko allein und eingesperrt im Keller)
- Chantal, Robin und Maurice Malowsky (mehrfaches krampfartiges Erbrechen und Schreien, Hämatome, Darmwandriß)
- Nadine Küstriz (tödliche Lungenentzündung als eine Folge von Kindesmisshandlung)
- Tyler Reese (kindlicher Körper übersät von Bisswunden)

Anhand der Fallbeispiele, wissenschaftlicher Studien und Statistiken formulieren die Autoren eine umfassende Anklage und fordern die Gesellschaft zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Kindesmisshandlung auf:
Hauptaussagen zum deutschen Kinderschutzsystem:

1. Eltern oder Lebensgefährten der Elternteile sind bei Kindesmisshandlung i.d. Regel die Täter

2. Die Eltern waren i.d. Regel in ihrer Kindheit selbst Opfer von Kindesmisshandlung (Gewalt wird an die Nachwuchsgeneration vererbt)

3. Kindesmisshandlung ist ein schleichender und sich immer wieder wiederholender und (unbewusst) steigernder Akt am Kind -
bis hin zur Kindstötung.

4. Kindesmisshandlung ist nicht wie von einigen Menschen vermutet von "Hartz-IV-Empfängern gepachtet, sondern gibt es in "Brennpunktvierteln wie auch in Villengegenden". Eine von der Forschung resümierte Einschätzung ergibt, dass die psychische Kindesmisshandlung einerseits stärkere Verbreitung in "bildungsnahen" Familien einnimmt, doch andererseits auch die Möglichkeit besteht, dass die materiellen Ressourcen wie auch gesellschaftliche Anerkennung die physische Kindesmisshandlung länger bzw. auch dauerhaft unerkannt zu bleiben drohen.

5. Das milliardenschwerere Kinderschutzsystem versagt, weil

a) verantwortliche Fachkräfte (wie z.B. Sozialarbeiter, Erzieher, Kinderärzte und Richter) und die deutsche Gesellschaft sich in weiten Teilen in einer mit der eigenen Kindheitsbiographie verstrickten Verleugnung befindet, die u.a. religiösen Weltanschauungen und historischen Entwicklungslinien entspringt.

b) sich z.B. verantwortliche Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe in unüberschaubar defizitären Arbeitsplatzbedingungen ausgesetzt sehen und unzureichende Ausbildungsqualifkationen bzw. fachbezogenen Fortbildung erhalten. Hier werden u.a. Fallzahlen von Berliner Sozialarbeitern, unzureichendes Fachwissen und Gehälter von Sozialarbeitern benannt.

c) die deutsche Gesetzgebung eine Täterorientierung beinhaltet.

d) die mit Kindesmisshandlung befassten Fachkräfte wie z.B. Sozialarbeiter, Ärzte, Polizisten und Richter die bestehende Gesetzgebung nicht ausschöpfen, sondern oftmals in Form von institutionell begleiteter Misshandlung verwalten. Einige wenige Beispiele werden hierfür angeführt: so z.B. das 2000 eingeführte Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung, aber auch der bindende jedoch oftmals nicht befolgte Amtsermittlungsgrundsatz für die Gerichte.

Lösungsvorschläge:

Die Autoren Prof. Michael Tsokos und Dr. Saskia Guddat klagen nicht nur an, sie haben auch weitreichende und erfolgversprechende Lösungsvorschläge. Beispiele hierfür sind:

I) Trennung der kindlichen Opfer von den Tätern

II) Implementierung der gesetzlichen Leichenschaupflicht für Minderjährige.

III) Einführung einer unabhängigen Kontrollinstanz der Kontrolleure (Jugendämter)

IV) Aufklärung und Fortbildung von Helfern und Entscheidern

V) Einführung der ärztlichen Meldepflicht

VI) Abschaffung des „Freispruchs 2. Klasse“ und Einführung von „Begehen durch Unterlassen“ von Hilfeleistung

VII) Strukturelle Veränderungen der Kinder- und Jugendhilfe (Fallzahlenbegrenzung, Abschaffung unwirksamer Hilfen)

VIII) Mehr Realismus für das Adoptionsrecht

IX) Krippen und Kindertagesstätten angelehnt an skandinavische Modelle

X) Einführung flächendeckender Kinderschutzambulanzen

XI) Durchbrechen der kollektiven Verleugnung und transgenerationallen Transmission von Gewalt in die Nachwuchsgeneration durch „Eingreifen statt Wegschauen!“

Anm.: Profitabel wird dieser Missstand durch die betroffenen Opfer in Ermangelung ihrer Ressourcen zu klagen, denn: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Vor diesem Hintergrund fordern die Rechtsmediziner stellvertretend für die Kinder, die Opfer von Kindesmisshandlung wurden und werden, mit ihrer Streitschrift eine Debatte zum deutschen Kinderschutzsystem.

Leistung und Adressaten des Buch-Beitrages:

Anschaulich referieren die Autoren anhand von unzähligen Fallbeispielen aus dem rechtsmedizinischen Berufsalltag die gesellschaftliche Problemlage im deutschen Kinderschutzsystem. Eine breite Leserschaft wird über Mechanismen von gesellschaftlicher Verleugnung, mangelndem Fachwissen der verantwortlichen Fachkräfte und haarstäubenden interdisziplinären Kooperationen von unterschiedlichen Professionen (z.B. Sozialarbeiter, Polizei, Ärzte, Richter) und Institutionen in verständlicher Sprache aufgeklärt. Das Buch wendet sich an die Gesellschaft: also an MICH und DICH! Es ist gleichermaßen empfehlenswert für Verantwortliche, die mit Kinderschutz befasst sind: u.a. im Jugendamt oder freien Trägern tätige Sozialarbeiter, Erzieher, Lehrer, Kinderärzte, Richter und Staatsanwälte, Verfahrensbeistände, in familiengerichtlichen Verfahren tätige psychologische Sachverständigengutachter , Kinder- und Jugendlichentherapeuten und psychologische Psychotherapeuten, Kommunal, Landes - und Bundespolitiker.

Insbesondere die nicht weniger mit Kindesmisshandlung befassten Kinderärzte, psychologischen Sachverständigengutachter in Gerichtsverfahren, Kinder- und Jugendlichentherapeuten und psychologische Psychotherapeuten werden nicht hinreichend differenziert analysiert und kommen in diesem Buchbeitrag deutlich zu kurz.

DENNOCH: Der Versuch der Aufklärung der breiten Öffentlichkeit und Leserschaft zu den Missständen im deutschen Kinderschutzsystem ist den Autoren mit diesem Buch umfänglich gelungen. Eine Investition ist daher zu 100% empfehlenswert.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. März 2014
Zum Buch:

Mit “Deutschland misshandelt seine Kinder” machen Michael Tsokos und Saskia Guddat auf die erschreckend hohen Zahlen der Kindesmisshandlung in Deutschland aufmerksam. Sie schildern haarsträubende Fälle, bei denen sie selbst hinzugezogen wurden, liefern Vorschläge und stellen Forderungen zur Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland.

Michael Tsokos leitet seit 2007 das Institut für Rechtsmedizin der Charité in Berlin und ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Er hat bereits mehrere Bücher über seine spektakulärsten Fälle veröffentlicht und gemeinsam mit Sebastian Fitzek den Thriller “Abgeschnitten” geschrieben.
Saskia Guddat ist ebenfalls am Institut für Rechtsmedizin der Charité beschäftigt und ist zusätzlich Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Jedes misshandelte Kind ist eines zu viel

Das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Sozialarbeiter und Ärzte schreiten auch bei erkennbaren Misshandlungsfällen oft nicht ein. Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die Angeklagten frei.
Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat decken gravierende Missstände auf und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können.

Der erste Satz: Auf das Thema “Kindesmisshandlung” angesprochen, reagieren erstaunlich viele Menschen mit reflexartiger Abwehr.

Meine Meinung:

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 200 000 Kinder Opfer von Gewalt durch Erwachsene. 320 Kinder sterben dabei durch die körperliche Gewalt. Diese Gewalt findet fast ausschließlich in den Familien statt. Meist sind es die Mütter oder Väter selbst bzw. deren Lebensgefährten, die ihren Kindern so viel Leid antun. Und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kinder später selbst einmal zu Tätern werden, ist hoch.

Es ist bewiesen, dass chronische Misshandlung in der Kindheit zu bleibenden Gehirnveränderungen führen kann. So können viele der misshandelten Kinder auch im Erwachsenenalter ihre Emotionen nicht richtig steuern und sind unfähig, ihre Umwelt realistisch wahrzunehmen. Sogar das Hirnvolumen und die Hirnströme sind in vielen Fällen verändert. Dadurch gehen auch die vier Basisfähigkeiten verloren, die Eltern zur Erziehung brauchen: Empathie & Kommunikation, Realistische Wahrnehmung, Realistische Erwartungen und Aggressionskontrolle.

In unserer Kultur war Gewalt gegenüber Kindern und Gewalt im Allgemeinen bis vor wenigen Jahrzehnten vollkommen normal. So durften deutsche Ehemänner ihre Frauen bis in die 1950er-Jahre schlagen und das “Züchtigungsrecht für Lehrkräfte an Schulen” wurde erst 1973 abgeschafft. Das Recht auf gewaltfreie Erziehung besteht sogar erst seit 2000. Zudem gehört Gewalt in der Kultur vieler Migranten noch heute zu den gängigen Methoden.

Michael Tsokos und Saskia Guddat haben selbst schon zahlreiche Fälle massivster Misshandlung gesehen, sie kennen die Anzeichen für Misshandlung und auch die Geschichten, mit denen die Eltern die schweren Verletzungen ihrer Kinder zu erklären versuchen. Der komplizierte Oberarmbruch stammt natürlich daher, dass das Kind von der Couch gefallen ist, die zahlreichen blauen Flecken sind beim Spielen entstanden. Neben Brüchen und blauen Flecken gibt es auch Verletzungen wie Bisswunden, Scalping oder das Schütteltrauma, das für viele Säuglinge tödlich endet oder sie in eine lebenslange Behinderung stürzt.

Die beiden Autoren zeigen, was sich ändern muss, um die Rechte der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung zu wahren und die körperliche und geistige Gesundheit zu gewährleisten. Regelmäßig versagen die staatlichen Institutionen, das Jugendamt, die Ärzte und Richter. So werden viel zu oft die Täter freigesprochen und die Kinder gelangen trotz der Tatsache, dass eindeutig bewiesen wurde, dass sie Opfer von körperlicher Gewalt geworden sind, zurück in die Fänge ihrer Misshandler.

Michael Tsokos und Saskia Guddat liefern Vorschläge und stellen Forderungen zur Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland. Dazu gehören beispielsweise die rechtsmedizinische Schulung von Richtern und Kinderärzten, die Meldepflicht bei Verdacht auf Kindesmisshandlung, die Reform des Adoptionsrechts oder auch die Errichtung von Dezernaten für Kinderschutz.

“Deutschland misshandelt seine Kinder” ist wirklich ein sehr beunruhigendes Buch. An zahlreichen Stellen war ich fassungslos, was Eltern ihren Kindern für grausame physische und psychische Verletzungen zufügen. Doch genau dieser “Das tun Mütter/Väter/Eltern ihren Kindern doch niemals an”- Gedanke ist oftmals schuld, dass die Täter nicht angezeigt werden und die Kinder weiterhin leiden müssen. Umso wichtiger ist dieses Buch mit seiner augenöffnenden Funktion und dem Appell an die Leserschaft, nicht wegzuschauen.

Mein Blog: readforthethrill.wordpress
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Februar 2014
kann ich die Schilderungen der Autoren leider aus eigener Erfahrung in doppeltem Sinne nur bestätigen.

Sowohl früher - als ich mir selbst Hilfe von Außen so sehr gewünscht hätte, jedoch nicht "offensichtlich genug" kommunizieren konnte - als auch heute bei meiner Arbeit mache ich immer wieder die Erfahrung, dass so viele Menschen unserer Gesellschaft "nicht sehen" (wollen), was sie einfach nicht glauben können. Besonders in Familien aus höheren, sozialen Schichten KANN es so ein Verhalten der Eltern einfach nicht geben. Es scheint so unvorstellbar zu sein, dass manch einer lieber seine Augen vor der (häufig) so, so deutlichen Wahrheit verschließt, schweigt, ignoriert und sein "normales" Leben ungeachtet der Geschehnisse weiterführt, als dass er den Mut aufbringt, selbst tätig zu werden. Damit meine ich jetzt nicht einmal ein aktives Eingreifen. Häufig wäre für die Betroffenen schon ein Nachfragen, ein Zugehen auf den Betroffenen und immer wieder Hilfe und/oder Gespräche anbieten - einfach "Dranbleiben" und Initative zeigen - eine enorme Entlastung. Doch genau das scheint vielen Menschen einfach nicht möglich zu sein.

Warum? Aus Hilflosigkeit? Aus Überforderung? Aus Angst etwas falsch zu machen? Oder aus Angst vor der Wahrheit und all den Gefühlen, die diese Erkenntnis mit sich bringen würde?
Nahe liegt hier die Vermutung der ebenfalls Betroffenen und Autorin Lilly Lindner:

"Denn Einsicht würde ihr Gewissen haftbar machen."

Ich finde es einfach nur traurig, dass dieses Verhalten (oder auch gerade "Nicht-Verhalten") sich in unserer Gesellschaft so etabliert hat. Und, dass nur einige Wenige den Mut haben, genau hinzuschauen und nachzufragen. Stattdessen wird erwartet, dass die Betroffenen sich "doch einfach" selbst offenbaren und Hilfe suchen sollen. Genau das können sie aber eben häufig nicht.

Wen wundert bei all diesen doch so offensichtlichen Absurditäten noch die hohe Dunkelziffer in diesem Bereich? Es ist doch gerade das Problem der Dunkelziffer, dass man sie kaum erkennen kann. Meistens versteckt sie sich unerkannt in der weitläufigen Finsternis. Sie fürchtet sich vor dem Tageslicht und bleibt so eine fremde, schwarze Zahl - mit abgebrochenen Ziffern.

Ein Buch zum Nachdenken über unsere Gesellschaft. Und über unser eigenes Verhalten.
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57 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Autoren die hier schreiben, wissen sehr genau, sehen sehr genau, was täglich hinter verschlossenen Wohnungstüren abgeht. Gerade deshalb ist ihr Buch auch eine geballte Anklage an alle diejenigen, die Kinder misshandeln. Täglich werden zwei oder drei Kinder in Deutschland zu Tode misshandelt.

Im Besonderen haben die Autoren den deutschen Gesetzgeber und die Jugendämter im Visier. Einzelne Fälle werden geschildert, an denen aufgezeigt wird, was alles hätte verhindert werden können. Jugendämter in Deutschland sind völlig überlastet und handeln oft viel zu träge.

Dieses Buch sehe ich im Besonderen als Appell an alle, auch an die, die keine Kinder haben. Es muss nicht nur für Ärzte, die misshandelte Kinder in ihren Praxen behandeln eine gesetzliche Melde- und Reaktionspflicht geben, es muss auch dem lieben Nachbarn klar gemacht werden: Wenn er mitbekommt, dass in der Nachbarwohnung Kinder misshandelt werden, dann hat er einzuschreiten. Tut er dies nicht, muss es als unterlassene Hilfeleistung geahndet werden.

70 Kinder werden wöchentlich in Deutschland krankenhausreif geschlagen, so die Autoren. Mit ihrem Buch setzen sie ein Thema erneut auf die Tagesordnung, das uns seit langem über den Kopf gewachsen zu sein scheint.

Vielleicht gelingt es dem Buch ja, eine Situation in der Gesellschaft zu schaffen, die das Hinschauen zur Pflicht werden lässt. Nach dem Lesen dieses Buches wird mir klar, Gesetze und staatliche Stellen können längst nicht alles regeln. An diesem Beispiel zeigt sich in aller Betroffenheit, dass hier jeder Einzelne gefragt ist.
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Drei tote Kinder pro Woche. Das sind 160 tote Kinder im Jahr.
Siebzig schwerst misshandelte überlebende Kinder pro Woche. Das sind 3.600 im Jahr.
Das ist die Hellziffer, das sind die Fälle, die bekannt werden.
320 tote Kinder im Jahr.
200.000 schwerst misshandelte Kinder im Jahr.
Das ist die von Experten berechnete Dunkelziffer.

550 Kinder pro Tag, die misshandelt werden. Bildlich gesprochen entspricht das einer ganzen Schule. Jedes Jahr werden die Kinder mehrerer Klassen dieser Schule getötet.
Wären diese Kinder Opfer von Amokläufern, würde die Politik reagieren. Aber leider sind sie „nur“ Opfer ihrer eigenen Eltern.

„Die gefährlichsten Personen für ein Kind sind die Mutter und der Vater oder Lebensgefährte.“
„Eltern machen so etwas nicht“, das ist die gängige Auffassung von Kinderärzten und Familienrichtern. Leider ist das Gegenteil wahr.
Kinder werden geschlagen, getreten, gekratzt, mit Messern und Scheren traktiert, gewürgt, verbrüht, gebissen, verbrannt und zu Tode oder in die Schwerstbehinderung geschüttelt – und immer glaubt man den Eltern, dass ein Unfall passiert ist, denn es kann ja nicht sein, dass die eigene Mutter so etwas tut.

„Das Jugendamt hatte die Familie auf dem Schirm, trotzdem liegt das Kind tot auf meinem Tisch.“
Die Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat haben die Nase voll von der Kultur des Nichthinschauens und der unwirksamen Familienhilfen. Sie fordern „zero tolerance“ gegenüber Kindesmisshandlern.
Anhand einer Reihe von Fällen aus ihrer Praxis zeigen sie auf, wie einfach es sein könnte, Kindesmisshandlung zu erkennen und die Kinder vor schweren Schäden oder sogar dem Tod zu bewahren.
Tsokos und Guddat beschreiben die die vier Basisfähigkeiten, die Eltern brauchen, zeigen die sozialen Risikofaktoren auf, die dafür sorgen, dass Eltern diese Fähigkeiten nicht entwickeln (können), und weisen nach, dass Kindesmisshandler geisteskrank sind.
Sie beschreiben die Aufgaben der Rechtsmedizin, die sich eben nicht nur mit Toten beschäftigt, sondern auch zu Gutachten herangezogen wird, und erklären, woran man Kindesmisshandler erkennt.

„Das Jugendamt kommt seiner Wächterfunktion nicht nach.“
Warum klappt der Kinderschutz in Deutschland nicht, obwohl das Kinder- und Jugendhilfe-System mit Milliarden von Euro ausgestattet ist?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Tsokos und Guddat pauschalisieren nicht, sie sehen durchaus, dass es in den Jugendämtern auch zahlreiche engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die versuchen, mit ihren begrenzten Mitteln – und oft genug gegen den Widerstand ihrer Vorgesetzten – im Sinne der Kinder zu handeln. Leider reicht das nicht aus, denn das gesamte System ist krank, wie man an den beschriebenen Fällen unschwer erkennen kann.

„Hilfe statt Strafe“ ist das Motto der Familienhilfe. Aber nicht etwa Hilfe für das Kind, sondern für die „überforderten“ Eltern, denen „Hilfen zur Erziehung“ gegeben werden. Diese werden meist von Freien Trägern geleistet.
Alle Beteiligten haben ein Interesse daran, die Kinder in der Familie zu lassen. Die Freien Träger verdienen schließlich damit ihr Geld. Für das Jugendamt ist es ebenfalls günstiger, die Kinder in den Familien zu lassen, denn eine In-Obhutnahme kostet wesentlich mehr Geld. Die Interessen der Kinder stehen hintenan; die Jugendämter machen sich zu Komplizen der Misshandler.
Ein großes Problem sind die Fallzahlen der Jugendämter, verbunden mit einem permanenten Personalnotstand.
Vor allem aber werden die Kontrolleure des Kindeswohls, also die Jugendämter, selbst nicht kontrolliert.

Aber nicht nur die Jugendämter versagen.
Kinderärzte werden nicht rechtsmedizinisch ausgebildet, sie lernen nicht, Misshandlungsspuren zu erkennen.
Wenn die Verletzungen nicht zweifelsfrei einem der beiden Elternteile zugeordnet werden können, kommt es vor dem Strafgericht zum Freispruch, und das Kind wird seinen Peinigern wieder übergeben.
Ein weiteres Problem sind die Familiengerichte. Die rechtsmedizinischen Gutachten werden hier oft erst gar nicht gelesen, auch Fotos von den Verletzungen der Kinder möchte man sich lieber nicht ansehen.
Tsokos und Guddat schildern eindringlich, welche Konsequenzen diese Gemengelage in einzelnen Fällen hatte – und weiterhin tagtäglich hat.

Die Rechtsmediziner prangern jedoch nicht nur an, sie haben auch ganz konkrete Vorschläge und Forderungen:
Kinder schnell von Misshandlern trennen; Helfer schulen und stärken; Kontrolle der Kontrolleure; Wirkungslose Hilfen abschaffen; Ahnungslose Entscheider aufklären; „Begehen durch Unterlassen“ statt Freispruch zweiter Klasse; Ärztliche Reaktionspflicht einführen; Kinderschutzambulanzen einrichten; Leichenschaupflicht bei minderjährigen Verstorbenen; Mehr Realismus im Adoptionsrecht; Krippen und Kitas nach skandinavischem Standard; Den Teufelskreis der transgenerationalen Gewalt durchbrechen.

Das geht nicht nur die Institutionen an, sondern uns alle. Wir alle müssen uns abgewöhnen, wegzusehen. Einen Verdacht auf Kindesmisshandlung anzuzeigen, ist keine Denunziation, sondern kann das Leben eines Kindes retten.
„Für den Schutz und die Förderung der Kinder in diesem Land sind zuerst und zuletzt wir selbst verantwortlich – die bürgerliche Zivilgesellschaft.“

Dieses Buch zu lesen, ist nicht einfach, obwohl die in der Pressekonferenz gezeigten Fotos nicht enthalten sind. (Ich fände eine bebilderte Ausgabe für die Akteure im Gesundheitswesen, Kindergarten, Schule, Jugendamt und Gericht sinnvoll.)
Aber es ist ein wichtiges, kompetentes und aufrüttelndes Buch, das von möglichst vielen Menschen gelesen werden sollte, sowohl in den Institutionen, als auch privat.

Das Thema geht uns alle an. Wer nicht will, dass in jedem Jahr hunderte von Kindern getötet und hunderttausende Kinder schwer verletzt werden, muss hinsehen und reagieren. Und gegenüber der Politik, die dieses Thema tunlichst meidet, aufstehen und die Umsetzung der oben genannten Forderungen erwirken.
Wir dürfen nicht länger zulassen, das Deutschland seine Kinder misshandelt!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2014
Ich kann das Buch nur empfehlen!!!!! Schockierend aber wahr! Unbedingt lesen!!! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2014
Meine Mutter hatte nach der Schule "Eine große Überraschung" für mich.
Alles war toll hergerichtet! Ein Wohnzimmersessel war um 90 Grad verrückt und auf diesem Sessel lag eine weiße Tüte mit Inhalt.
Brutal, wie sie immer war, dachte ich als 6-jährige, dass sie ein neues Putzgerät für mich gekauft hat, denn Putzen war der Weg zur Akzeptanz.
Die Überraschung war, dass ich seit damals weiß, wie sich Totenstarre anfühlt.
Sie hat meinem Hasen das Genick gebrochen, weil er "zuviel ges*** hat.".
Jahre später, es gab noch keine Psychologen, war ich noch immer so traumatisiert, dass ich nur Wohnungen mit Clo im Keller, oder zumindest sehr weit weg akzeptierte.
Ich hatte Angst, dass mein Partner mich verlässt, weil ich Darmaktivitäten habe.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2014
Leider kann so ein Buch nur diejenigen erreichen, die sich ohnehin für die Thematik interessieren und sich damit auseinandersetzen WOLLEN!
Meine Tochter wurde von Ihrem Vater mißhandelt und trotzdem fordert unsere Rechtsprechung, dass sich die Kleine (sie ist fast 4 Jahre alt) gegen ihren Willen mit ihm treffen muss. Noch finden die Treffen mit Begleitung einer unabhängigen Person statt, aber obwohl die Kleine immer wieder weint,schreit und die Treffen abbrechen möchten, muss sie weiterhin dadurch, weil sie ja laut Gesetz einen Anspruch auf den Umgang mit ihren Elternteilen hat. Über die seelischen Konsequenzen macht sich kein Richter bei solchen Regelungen Gedanken. Wie man sich als hilflose Mutter- die sich nach den richterlichen Beschlüssen zu richten und zu verhalten hat- fühlt, kann ich nicht in Worte fassen. ...es zerreist mich schier...
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Februar 2014
Ich binden beiden Autoren sehr dankbar für dieses Buch und da es sich ja um bekannte und renomierte Wissenschaftler handelt findet es bestimmt auch die Aufmerksamkeit die es verdient!

Ich selber versuche im bescheidenen Rahmen meiner Möglichkeiten den in misshandelten Kindern in meinem (auch beruflichen) Umfeld auch eine Stimme zu geben. Ich verstehe mich (Leitung einer Kita) als eine Anwältin der uns anvertrauten Kinder und nicht als Verbündete der Eltern. Dies macht mich weder bei meinem Träger noch bei den zuständigen Behördern beliebt.

Ich wünsche mir, dass dieses Buch endlich die Aktuere im Sozial- und Gesundheitswesen wach rüttelt!!! Es gibt viele gute Ideen zur Verbesserung der Situation der Kinder, aber es gibt sie nicht zum Nulltarif.

Besonders erschüttert hat mich die Tatsache, dass es auch in Einrichtungen (Mutter-Kind-Heim) Kindesmisshandlungen gibt, da war ich bis dato immer davon ausgegangen, dass diese Maßnahme dem Schutz der Kinder dient.

Das Buch lässt sich von jedermann gut lesen, da die Autoren in "normaler" Sprache schreiben und Fachbegriffe werden verständlich erläutert.

Ich empfehle dieses Buch ohne Einschränkung bzw. würde es sehr gerne zur Pflichtlektüre erklären in den Bereichen Jugend- und Sozialhilfe, Gesundheitswesen und besonders der Politik!!!
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