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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet"
Kindesmisshandlung, ein Thema, das in Deutschland nach wie vor ein Tabu-Thema ist. "Mir hat das auch nicht geschadet", eine häufige Aussage von heutigen Erwachsenen, die selbst Gewalt in ihrer Kindheit erlebt haben, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder durch Misshandlung,...
Vor 1 Monat von Kerry veröffentlicht

versus
42 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema. Schrecklich geschrieben.
Vorweg: ich bin Familienrichter und, wie ich hoffe, einer von denen, die Herr Tsokos und Frau Guddat für eine absolute Ausnahme halten: ich kann bestätigen, was für entsetzliche Misshandlungen gerade durch Eltern und Stiefeltern gang und gäbe sind, und es schaudert mich immer noch, wenn ich Fotos von Säuglingen mit Bissverletzungen,...
Vor 4 Monaten von Joschua veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet", 22. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Kindesmisshandlung, ein Thema, das in Deutschland nach wie vor ein Tabu-Thema ist. "Mir hat das auch nicht geschadet", eine häufige Aussage von heutigen Erwachsenen, die selbst Gewalt in ihrer Kindheit erlebt haben, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder durch Misshandlung, siebzig werden so schwer misshandelt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Doch diese Zahlen sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher anzusetzen. Geht man jedoch davon aus, dass "nur" 50 Prozent der Gewaltdelikte an Kindern nicht bemerkt werden (was jede zweite Misshandlung wäre und damit eigentlich vollkommen unrealistisch, solch eine geringe Prozentzahl anzunehmen) könnte man sagen, dass jeden Tag in Deutschland ein Kind an den Folgen von Misshandlungen stirbt und mehr als 200.000 Kinder jährlich misshandelt werden.

Michael Tsokos und Saskia Guddat haben sich daran gemacht, diese Thema aus rechtsmedizinischer Sicht aufzuarbeiten, denn sie sind es, die schlussendlich die Fälle, die bekannt werden, "begutachten" bzw. obduzieren und was sie dabei Tag für Tag sehen und erleben müssen, grenzt an Unmenschlichkeit gegenüber den schwächsten Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft. Kindesmisshandlung kommt in allen Gesellschaftsschichten vor, egal, ob in Familien mit Migrationshintergrund oder Akademikerfamilien, Fakt ist, die Opfer sind immer Kinder und Jugendliche und die Täter fast immer Eltern- bzw. Stiefelternteile. Wer die Meinung vertritt "Eine Mutter tut so etwas nicht", der irrt, denn es sind nachweislich die Mütter und Väter, die ihre Kinder verletzten oder gar töten. Seit dem Jahr 2000 hat jedes Kind in Deutschland ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung - die Realität sieht anders aus.

Schlussendlich ist es die Aufgabe der Rechtsmedizin, Fakten zusammen zu tragen, wenn Eltern und ggf. das Jugendamt versagt haben und ein Kind zu Schaden/Tode kam. Doch die Rechtsmedizin kann auch entlasten. In dem Buch wird ein Fall benannt, in dem ein sechs Wochen alter Säugling 23 Knochenbrüche aufwies. Auf den ersten Blick sah alles nach Kindesmisshandlung aus, zumal der Kindsvater bereits Vorstrafen in Sachen Gewaltdelikte hatte. Hier konnte die Rechtsmedizin helfen und klären, dass dieses Kind keinesfalls von seinen Eltern misshandelt wurde, sondern an der Glasknochenkrankheit leidet, was den Eltern die Möglichkeit gab, frühzeitig mit Therapien zu Gunsten ihren Kindes zu beginnen. Doch solche Fälle sind selten, meistens sind es Verletzungen, die keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Eltern ihr eigen Fleisch und Blut misshandelt haben. Viel muss getan werden, um diesen Missstand in Deutschland (und weltweit) auszumerzen.

"Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet"! Dieses Buch klärt auf und beschönigt nichts, denn bei Kindesmisshandlung gibt es nichts zu beschönigen! An Hand diverser Fälle wird aufgeführt, wie Eltern und staatliche Stellen versagt haben, in denen schlussendlich Kinder zu Schaden/Tode kamen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass hier Lösungsansätze aufgezeigt werden. Gäbe es zum Beispiel eine generelle Obduktionspflicht für verstorbene Kinder und Jugendliche, würden viele Misshandlungen entdeckt werden und die Verursache endlich zur Rechenschaft gezogen. Wenn bekannt wäre, wie hoch die Zahl der Misshandlungen wirklich ist (was mit Hilfe einer Obduktionspflicht zumindest bei getöteten Kindern und Jugendlichen deutlichere Zahlen hervorbringen würde), müssten sich die Gerichte und die Gesellschaft sich endlich den Tatsachen stellen und zwar, wie viele Kinder und Jugendliche tatsächlich in Deutschland durch Misshandlungen sterben, ein Tabu-Thema, das endlich zur Sprache gebracht werden müsste. Ich muss gestehen, dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, denn es zeigt auch mir, als einfachem Bürger an, was ich tun kann, wenn ich mitbekommen sollte, das ein Kind in meinem Umfeld misshandelt wird und wenn ein jeder so handeln würde, wie in diesem Buch beschrieben, um Kindesmisshandlungen ein Ende zu setzen, vielleicht, nur vielleicht, wäre die Welt dann ein Bisschen besser.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein super Buch mit erschreckenden Falbeispielen, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch sollte, m. M. nach zur Pflichtlektüre in allen pädagogischen und therapeutischen Berufen werden. Aber am allerwichtigsten wäre es, wenn unsere Politiker dieses Buch lesen, damit sie endlich aufwachen und ehrlich etwas für unsere "Zukunft" tun!!!!
Ich war begeistert, schockiert und stellenweise zu Tränen gerührt, obwohl ich selbst mit "Inobhutnahme-Kindern" arbeite!
Absolut empfehlenswert!!! Danke, für diese offenen, anregenden Worte! Großartig!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!!!, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein Muss...dieses Tabu-Thema sollte endlich alle Menschen, nicht nur diese,die täglich damit zu tun haben die Augen öffnen und zur Tat schreiten lassen!!! Ich arbeite mit Kindern und kenne die langen Wege mit Zuständigkeiten nur zu gut.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Nachdenken, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Man glaubt gar nicht, was es für grausame Wahrheiten hinter vielen verschlossenen Türen in Deutschland gibt. Das Buch hat mir geholfen, über einige Dinge nachzudenken und viele Sachen besser zu verstehen und auch auf bestimmte Zeichen von Kindern zu achten.
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74 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "So etwas machen Eltern nicht", 1. Februar 2014
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Warum schreiben ausgerechnet 2 Gerichtsmediziner ein Buch über Kindesmisshandlung, und nicht etwa ein Familienrichter, oder ein Arzt oder der Leiter eines Jugendamtes? Weil die Gerichtsmediziner oft die Einzigen sind, die sehen (wollen), dass ein Unfall kein Unfall war, sondern eine Misshandlung, und die offen aussprechen, was nicht sein darf und trotzdem ist. Die Autoren klagen an, dass unsere Gesellschaft diesbezüglich immer noch mit Verdrängen und Totschweigen reagiert. Und sie wollen das mit dem Buch ändern, indem sie mit drastischen Fällen aus ihrer täglichen Praxis aufrütteln wollen und an alle gesellschaftlichen Entscheidungsträger appellieren, solche Fälle zukünftig verhindern zu helfen.

DAS GESETZ SCHÜTZT DIE TÄTER
Aber was sind die Gründe dafür, dass Kindesmisshandlung so wenig geahndet wird und deshalb so oft geschieht? Einer ist die lasche Rechtssprechung. "Das Gesetz schützt die Täter" schreiben die Autoren im Buch. Wenn Klage erhoben wird, kann sich die Staatsanwaltschaft zwar auf ein gerichtsmedizinisches Gutachten stützen, dass eindeutig bescheinigt, dass das Kind nicht etwa durch einen Unfall geschädigt wurde, sondern durch körperliche Gewalt - oftmals für sein ganzes Leben. Alle Beteiligten wissen in der Regel auch, dass nur einer der beiden Angeklagten in Frage kommen kann (Mutter, Vater bzw. Lebenspartner) Trotzdem werden sie freigesprochen, weil die Tat keinem der Angeklagten sicher zugeordnet werden kann. Beide beteuern ihre Unschuld und entlasten sich gegenseitig - und das Gericht streicht die Segel: "Im Zweifel für den Angeklagten"!

DAS SCHWEIGEN DER ÄRZTE
Was ist mit den Kinderärzten - sehen sie Misshandlungen nicht, oder wollen sie diese gar nicht sehen? Die Autoren sind hier fair zu ihren Kollegen und räumen ein, dass es durchaus Grenzfälle gibt, wo Misshandlungen wirklich schwer zu erkennen sind. Aber oft sind Kinderärzte auch unzureichend rechtsmedizinisch ausgebildet. Das Wort "Misshandlungsmedizin" ist hierzulande anders als in Amerika noch ein Fremdwort. Das muss anders werden, fordern die Autoren. Sie nehmen ihre Kollegen insoweit in Schutz, als dass es der Gesetzgeber den Ärzten oft unnötig schwer macht. Auch wenn Ärzte ein ungutes Gefühl haben, behalten sie es meist für sich, weil sie Angst vor der Reaktion der Eltern haben, die auf ihr Elternrecht pochen. Nach jetziger Rechtslage können diese schlichtweg verbieten, dass ihr Kind mit einem CT wegen Misshandlung untersucht wird. Die Ärzte dürfen ohne ihre schriftliche Genehmigung nicht mal Blut abnehmen. Im Zweifelsfall können die Eltern den Spieß sogar umdrehen und den Arzt, der ihr Kind "unerlaubt" untersucht, wegen Körperverletzung anzeigen. Auch diese Gesetzeslage muss sich ändern, fordern die Autoren.

FAZIT
"So etwas machen Eltern nicht". Diesen Satz haben die beiden Autoren oft von Jungendamtmitarbeitern, Polizisten, Ärzten, Staatsanwälten oder Familienrichtern gehört. Und doch geschieht Kindesmisshandlung in zigtausend Familien, in der Mitte unserer Gesellschaft, weil weggeschaut und totgeschwiegen wird. Das darf nicht mehr passieren, fordern die Autoren. Denn wenn die Kinder bei ihnen in der Gerichtsmedizin landen, ist es schon zu spät. Deshalb ist ihr Buch auch eine Anklage bezüglich des Versagens der Gesellschaft und eine Forderung, dass so schlimme Misshandlungsfälle, wie sie im Buch geschildert werden, zukünftig nicht mehr passieren können.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinderschutz, 22. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Ich finde, das Buch ist eher Fachliteratur. Aber trotzdem; es ist erschütternd zu wissen, was hinter manchen Türen abgeht. Gott sei Dank, ist mir so etwas noch nicht begegnet. Man fühlt sich machtlos, wenn Jugendämter nichts dagegen machen können oder wollen. Es ist dringend notwendig, die Gesetze zu ändern, denn Kinder sind unsere Zukunft!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Längst überfällig, dieses Buch!, 24. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein MUSS für alle Ärzte, Erzieher, Jugendamtmitarbeiter und Krankenpfleger. Aufrüttelnd und anklagend berichtigen die Autoren von ihrer Arbeit als Rechtsmediziner, in der sie immer wieder auch in Kindesmisshandlungsfällen konsultiert werden. Und machen damit aufmerksam auf ein Problem, das uns alle angeht. Somit ist dieses Buch auch eine wichtige Lektüre für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und sich nicht scheuen, Gewalt gegen Kinder öffentlich zu machen.

Weil jedes misshandelte Kind eins zuviel ist – und Einstellungen wie „Ein Klaps hat noch niemandem geschadet“ von Feigheit und Unfähigkeit zeugen. Nicht zuletzt seit das kindliche Recht auf gewaltfreie – psychische und physische – Erziehung im Gesetz verankert ist, sollte das Thema Kindesmisshandlung immer und immer diskutiert werden. Damit sich endlich was ändert – zehn zu Tode gequälte Kinder pro Jahr in Deutschland sind ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dank an die Autoren für dieses "unbequeme" Buch, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Dieser Beitrag war längst überfällig. Für diejenigen, die beruflich mit Jugendämtern und Familiengerichten zu tun haben, ist es nicht überraschend zu hören über den mangelnden Kinderschutz in Deutschland.
Das Ausmaß aber des Versagens der deutschen Behörden übersteigt jegliche Vorstellungskraft.
Es fällt deshalb schwer, dem Buch Sterne zuzuordnen ... für diesen "schwer verdaulichen" Inhalt.
Daß Kinder, die nachweislich von den Eltern misshandelt wurden, aber nicht klar zugeordnet werden kann, ob durch Vater / Lebensgefährten oder Mutter; daß dann beide meist freigesprochen werden, und das Kind häufig wieder zu ihnen zurückkommt, und damit seinen Misshandler wieder überlassen wird, ist unglaublich zynisch. Das scheint dem Grundsatz zu folgen "Die Kinder sind das Eigentum ihrer Eltern, und diese können mit ihnen machen, was sie wollen."
Dabei ist in vielen der genannten Fällen klar, daß einer der beiden Täter ist, und der/ die andere sich der unterlassenen Hilfeleistung oder mindestens der Verletzung der Aufsichtspflicht schuldig gemacht hat. Warum werden diese Eltern nicht bestraft, und warum wird das Kind nicht geschützt durch Inobhutnahme bzw. Unterbringung in einer Pflegefamilie. Und das Sorgerecht vorübergehend entzogen mit Auflagen für die Eltern, Beratung oder Therapie in Anspruch zu nehmen, um dann evtl. wieder das Sorgerecht oder Umgangsrecht bekommen zu können. Vermutlich waren die Eltern selbst geschlagene oder vernachlässigte Kinder, und hätten so die Chance, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten, um es nicht bei weiteren Kindern zu wiederholen.
Es wird so viel geredet über Kindeswohl-Gefährdung nach Par. 8a des KJHG und wenn es dann aber gemeldet wird beim Jugendamt z.B. von Fachleuten aus Familienberatungsstellen scheint nicht zu passieren, außer daß die Familie beobachtet wird.
Ich könnte hier einige Fälle beisteuern, wo es zum Teil sogar noch einfacher wäre, eine Maßnahme in die Wege zu leiten, weil z.B. ein Elternteil ausdrücklich darum gebeten hat, nachdem das Kind mit massiven Verletzungen vom anderen Elternteil zurückkam. Aber bei vielen Jugendämter gibt es offensichtlich klare Sparvorgaben und das heißt, es sollen Unterbringungen um jeden Preis - nicht selten eben um den Preis eines Kinder-Lebens- verhindert werden. Manche Jugendämter rühmen sich mit ihren besonders niedrigen Jugendhilfe-Kosten.
Am bittersten ist es bei Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch - das könnte eine Fortsetzungsgeschichte für die Autoren sein.
Hier wird den Opfern meist ein Glaubhaftigkeits-Gutachten zugemutet, das weniger Aussagekraft hat, als wenn man eine Münze wirft, und das dann aber oft von FamilienrichterInnen stärker für ihre Entscheidung gewichtet wird als die Einschätzung der Rechtsmediziner über das Verletzungsprofil des Kindes.
Das wichtigste Kapitel im Buch ist natürlich "Was sich ändern muß": und da werden als Forderungen aufgeführt 1. Kinder schnell von ihren Misshandlern trennen, 2. Helfer schulen und stärken 3. Kontrolle der Kontrolleure! (Es gibt bisher keine funtionierende unabhängige Kontrolle) und natürlich auch Gesetzliche Meldepflicht einführen (wie in anderen Ländern üblich).
Es wird ganz deutlich, daß Deutschland hier Entwicklungshilfe braucht i. S. Kinderschutz von anderen Ländern.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!!!!, 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Ich kann das Buch nur empfehlen!!!!! Schockierend aber wahr! Unbedingt lesen!!! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Pädagogen und Kinderärzte, 13. März 2014
Von 
Dr. Andreas Kämmerer (Waldkirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem herausragenden Beitrag zum schockierenden Phänomen der Kindesmisshandlung in Familien haben die beiden Berliner Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos bemerkenswerten Mut bewiesen. Fehlurteile und unentschuldbare Nachlässigkeiten seitens staatlicher Institutionen wie auch seitens niedergelassener und in Kliniken tätiger Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin werden schonungslos offengelegt. Für alle Erzieher/innen, Lehrer/innen sowie Haus- und Kinderärzte sollte das Buch zur Pflichtlektüre werden.
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Deutschland misshandelt seine Kinder
Deutschland misshandelt seine Kinder von Saskia Guddat (Gebundene Ausgabe - 3. Februar 2014)
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