Kundenrezensionen


146 Rezensionen
5 Sterne:
 (104)
4 Sterne:
 (24)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (8)
1 Sterne:
 (8)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen um's große Ganze
Wenn man dieser Tage in der Presse über die geplante Stromtrasse von Schleswig-Holstein nach Bayern liest, könnte man beinahe annehmen, die politisch Verantwortlichen hätten Dirk Müllers Buch gelesen. Denn eines der eindrucksvollsten Kapitel von „Showdown“, einem allerdings etwas martialischen Titel, befasst sich in der Tat mit der...
Vor 5 Monaten von helmut seeger veröffentlicht

versus
82 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hier stößt Müller an seine Grenzen !
Eines vorab: Auf der Amazon-Seite hier heißt es in der Kurzbeschreibung, dass das Buch „Hinweise gibt, wie man sein Geld, seine Altersvorsorge, seine Anlagen bestmöglich durch die sich zu einem dramatischen Höhepunkt hinaufschraubende Krise bringen kann.“ – Wer sich darauf verlässt, wird enttäuscht sein. Denn Dirk Müller...
Vor 14 Monaten von Jürgen veröffentlicht


‹ Zurück | 1 215 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen um's große Ganze, 8. Februar 2014
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wenn man dieser Tage in der Presse über die geplante Stromtrasse von Schleswig-Holstein nach Bayern liest, könnte man beinahe annehmen, die politisch Verantwortlichen hätten Dirk Müllers Buch gelesen. Denn eines der eindrucksvollsten Kapitel von „Showdown“, einem allerdings etwas martialischen Titel, befasst sich in der Tat mit der deutschen und europäischen Energiewende und ihrer unkonventionellen Finanzierung.
Daneben sind natürlich die klassischen Finanzthemen wie Euro- und Schuldenkrise, Griechenland, europäische Einigung, Geldpolitik und einiges andere in Müllers eigenem schnoddrig-flapsigen Stil abgehandelt, der das Buch angenehm zu lesen macht. Bei aller Lockerheit spürt man stets die Mühe, die der Autor in Recherche und Formulierung gesteckt hat. „Showdown“ ist ein Buch, das immer gut informiert klingt und eine Reihe origineller und vernünftig klingender Ideen präsentiert. Da ist es müßig, Details herausgreifen und dem Autor Mängel nachweisen zu wollen. Hier geht es ums große Ganze.
Insgesamt sind es drei Punkte, die mir an diesem Buch gefallen haben:
1. Der durchweg positive und zukunftsgewandte Ton. Dirk Müller zeigt nicht nur die Perspektiven für die Rettung Griechenlands auf der Basis eigener Öl- und Gasvorkommen auf, er zeigt auch die Perspektiven Europas insgesamt auf. Es geht gar nicht darum, ob jetzt jede hier präsentierte Einzelheit stimmt, es geht um die Vision.
2. Dirk Müller klingt bisweilen wie ein Linker, wenn er die ungerechte Vermögensverteilung in Deutschland anprangert, im Gegensatz zu den „echten“ Linken hat er aber vernünftige und praktikable Vorschläge zu bieten, wie man daran wirklich etwas ändern könnte. Diesen Teil des Buches möchte man den parlamentarischen Möchte-Gern-Umverteilern besonders ans Herz legen.
3. Auch die basisdemokratische und dezentrale Grundorientierung Müllers ist eine lobende Erwähnung wert, sein Gegenentwurf zur europäschen Zentralisierung und Bürokratisierung, die vielen immer wieder sauer aufstoßen. Seine Erwähnung von Abgeordnetenwatch.de und [...] ist ebenfalls dankenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


113 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich einmal ein kluger Plan zur Lösung der Schuldenkrise, 26. April 2013
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Beim Titel dieses Buches denkt man irgendwie an die ultimative Katastrophe, auf die wir zurasen, falls die dilettantischen Euro-Retter nicht irgendwann demnächst zur Besinnung kommen.

Aber darum geht es in diesem Buch überhaupt nicht. Vielmehr unterbreitet Dirk Müller ganz am Ende seines Textes einen sehr intelligenten Plan, um diese drohende Kapitalvernichtungsorgie doch noch zu verhindern. Dazu müssten allerdings visionäre Ideen in Europa umgesetzt werden. Ob das gegenwärtig regierende Personal dazu noch in der Lage ist, mag man angesichts der Vorgänge in Griechenland, Zypern, Italien oder anderswo dann doch etwas bezweifeln.

Aber das ist schließlich kein Hinderungsgrund dennoch einen Plan zu entwerfen. Und dieser Plan geht grob so: Versicherungen suchen händeringend nach Anlagemöglichkeiten, um die den Kunden einstmals versprochenen Renditen zu erwirtschaften. Bislang müssen sie Kundengeld vorrangig in angeblich sichere Staatsanleihen investieren, um es dann möglicherweise bei anstehenden Schuldenschnitten wie in Griechenland zu verlieren. Stattdessen sollten sie nach Müllers Plan diese Kundengelder in noch zu gründende Infrastrukturfonds stecken, für die die Staaten ähnlich wie bei ihren Anleihen garantieren.

Der Unterschied ist gewaltig. Kauft man Staatsanleihen, dann gibt man Politikern Geld in die Hand, das meistens in unproduktiven Ausgaben versandet. Ein Infrastrukturfond würde in Sachanlagen investieren, die danach noch Rendite erwirtschaften. So könnte man beispielsweise der von der Politik in Deutschland denkbar schlecht gemanagten Energiewende endlich einen Schub verleihen. Es würden Arbeitsplätze entstehen und Steuereinnahmen generiert, die dann wieder zum Schuldenabbau genutzt werden sollten, wenn dazu die Regierenden dann endlich einmal fähig wären.

Auch Griechenland und Zypern könnte so in geradezu gigantischem Ausmaß geholfen werden, was den deutschen Steuerzahler von seinen bisher abgegebenen Garantien befreien würde. Denn, so Müller, im Mittelmeer lagern gewaltige Gasvorkommen, die Griechenland und Zypern gehören, aber nicht gefördert werden. An diesen Vorkommen sind auch US-Firmen brennend interessiert. Und aus diesem Grund betreiben sie, so Müller, im Hintergrund den Weg Griechenlands in die Staatspleite mit anschließendem Euro-Austritt. Es ist darüber hinaus kein Geheimniss, dass die USA nicht an einem starken Euro interessiert sind. Ihr Dollar-Privileg steht auf dem Spiel und damit viele ökonomische Vorteile, unter anderem der, dass sie alle Rohstoffe in ihrer Währung bezahlen, die sie beliebig drucken können.

Wenn man diesem Buch etwas vorwerfen kann, dann, dass man beim Lesen nicht so recht weiß, worauf Müller eigentlich am Ende hinaus will. Er schreibt erfrischend und für ein Wirtschaftsbuch fast spannend. Und er besitzt die Fähigkeit scheinbar komplizierte Zusammenhänge für den Normalbürger verständlich zu machen.

Etwa, wenn er erklärt, warum der Euro zu extremen wirtschaftlichen Spannungen innerhalb des Währungsgebietes führen musste. Die künstlich den Euroländern aufgezwungene gemeinsame Währung passt nicht zu den völlig unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen der verschiedenen Staaten. Deshalb erzeugt sie Waren- und Geldströme, die nicht zur realen ökonomischen Lage der jeweiligen Länder passen. Müller erklärt das unter anderem an einem allgemein verständlichen Beispiel aus dem Alltagsleben.

In Deutschland, so Müller, bevorteilt der Euro beispielsweise die Exportwirtschaft, weil er für unsere Wirtschaftsleistung zu billig ist. Das genaue Gegenteil passiert mit den südeuropäischen Ländern. Er nimmt andererseits dem deutschen Verbraucher wegen seiner Schwäche die inländische Kaufkraft und macht Aufenthalte in den Südländern für uns viel zu teuer. Obendrein wird den südeuropäischen Superschuldnern nun auch noch ein Wirtschaftsvernichtungsprogramm aufgedrückt, das die Probleme erst richtig zum Kochen bringen wird.

Müller widmet sich darüber hinaus noch all den anderen Mythen, die die offizielle Propaganda um den Euro rankt. Er erklärt auch, warum die Rettungsschirme im Ernstfall nicht funktionieren werden und warum der gepriesene Fiskalpakt das Papier nicht wert ist, auf dem er steht.

Und natürlich befasst sich der Autor auch mit dem EU-Monster und dem Lobbyismus, der uns nicht nur giftige Leuchtmittel und E10 beschert hat, sondern auch drauf und dran ist, die kommunale Wasserversorgung in private Hände zu verscherbeln.

Alles in allem ist Müllers Buch sehr lesenswert, insbesondere, weil es nicht nur bei der Beschreibung des angerichteten Desasters stehenbleibt, sondern vor allem, weil es einen realistischen Ausweg zeigt. Allerdings wird man davon erst am Ende überrascht.

Ob vieles aus diesem Buch bereits in seinen früheren Werken steht, kann ich nicht beurteilen, da ich diese Bücher nicht kenne. Allerdings muss man jedem Buch seine eigene innere Logik zubilligen. Ich hätte es begrüßt, wenn der Autor etwas direkter auf sein eigentliches Anliegen hingearbeitet hätte. Gestört hat es mich jedoch kaum.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner mit Ansteckungsgefahr, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein Augenöffner! Müller beschreibt in unkomplizierter Sprache wie sich seit dem Ende des kalten Krieges die globalen Machtverhältnisse verschoben haben. Er führt die wahren Gründe für die Entstehung des Euro aus und erklärt anhand von anschaulichen Beispielen, wie es zur Finanzkrise kam. Nebenbei liefert er noch einen kurzen Abriss zur griechischen Geschichte oder etwa zur Weimarer Republik, um so Ursachen und Gefahren der derzeitigen Lage Europas zu verdeutlichen. Müller lässt den Leser teilhaben an seinem Wissen über die großen Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Ressourcen und sein Pioniergeist, mit dem er unkonventionelle Lösungswege aufzeigt, wirkt geradezu ansteckend. Mit einem Exkurs in Sachen Humanismus macht uns Müller klar, warum es sich lohnt für ein Europa der sozialen Marktwirtschaft zu kämpfen. Seit dem Lesen dieses Buches sehe ich z. B. die NSA Affäre oder die Ereignisse in der Ukraine in einem anderen Licht, habe dabei immer eine politische Weltkarte im Kopf und frage mich: Cui bono...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erhellende Lektüre zu totgeschwiegenen Themen, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Natürlich muss Dirk Müller mit diesem Buch auf Kritik stoßen, denn er stellt sich hiermit mutig an eine schwer umkämpfte Front: Es geht um die Deutungshoheit über den Währungskrieg, ein Gebiet, das die wenigsten eingängig verstanden haben.

Ich möchte hier einmal auf zwei Kritikpunkte in anderen Rezensionen eingehen:

- Das Lesezeichen mit Werbung für Dirk Müllers Seite ist wirklich dezent und lässt sich bestens ignorieren. Wer hier gleich Vermutungen anstellt, es gehe nur um "Geldmacherei", wurde von der Kostenloskultur des Internets schon so weit übermannt, dass er seinen Blick dafür, dass Autoren und Contentanbieter auch Essen und Miete bezahlen müssen, verloren hat. Wer darüber meckert, hätte auch auf die Taschenbuchausgabe warten können.

- Stellenweise wird kritisiert, dass Müller in "Verschwörungstheorien abdriftet". Ärgerlich ist nur, dass ein Großteil dieser Theorien sich zunehmen als wahr herausstellen und dass der Einsatz von Logik in Verbindung mit Wissen um die Situation und Geopolitik zeigt: Hier sind große Interessen am Werke. Die von Müller erklärten Theorien sind noch vorsichtig verglichen mit dem, wovor schon seit Jahrzehnten gewarnt wird. Wer heute noch glaubt, die europäische Krise sei eine "natürliche" Krise und eine "wirtschaftliche Notwendigkeit", versteht weder das Fiatgeldsystem der Großbanken noch die geopolitischen Interessen, die schon seit Jahrzehnten das Weltgeschehen beeinflussen und es auch in der europäischen Vergangenheit schon taten. Geschichtsunterricht ist nicht immer nutzlos. Wie viel dezenter soll Müller sich ausdrücken, wenn unser komplettes Wohlergehen auf dem Spiel steht?

Dieses Buch ist alles in allem ein wichtiger Beitrag dazu, das fernseh- und obrigkeitshörige Deutschland aus seinem Schlaf zu rütteln. Auch hier hat das Geldsystem furchtbare Konsequenzen für Millionen von Menschen und auch hier sind die Medien durch wenige Großkonzerne beherrscht, die öffentliche Meinung stellt sich dementsprechend dar. Müllers Vorstoß ist mutig und er legt sich mit Institutionen an, deren Einfluss und Kaltschnäuzigkeit Otto-Normal-Bürger sich nicht vorzustellen vermag. Drohungen und Schwierigkeiten bei der Vermarktung sind nur die Spitze der Probleme, die solche Veröffentlichungen verursachen. Dafür gebührt ihm aus meiner Sicht Respekt.

Es mag Angst machen, wenn man zum ersten Mal begreift, womit man es zu tun hat, aber der einzige Weg zu einem gesunden Optimismus und einer Einstellung, die einen selbst und seine Mitmenschen, letztendlich die Menschheit auf diesem Planeten, nach vorne bringt, ist, Klarheit über die Situation zu gewinnen. Die Zeit, in der man vor allen unangenehmen Wahrheiten davon laufen konnte, indem man sie als "Verschwörungstheorie" abstempelte, ist entweder vorbei, oder das Aufwachen wird um einiges unangenehmer, als es sein müsste.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr spannend geschrieben, besser kann man Wirtschaftspolitik nicht als Krimi darstellen., 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist von einem leidenschaftlichen Börsianer geschrieben worden, der Börse, Wirtschaft und Politik fiebert und celebriert. Dirk Müller präsentiert ein Europäisches Gesamtkonzept, welches sich harmonisch über viele Kapitel verschiedenster Themen hindurchzieht. Er beschreibt die Finanzpolitischen Strukturellen Ungleichgewichte in Europa und verbindet sie zusammen mit Anliegen Geopolitischer Interessen Militärischer Grossmächte, die sich versuchen, in Europa für die Zukunft clever zu positionieren. Insbesondere ist das Kapitel über Griechenland hochspannend, weil es Geheimdienstliche Aktivitäten aufzeigt, in denen es um scheinbar nicht unerhebliche Kohlenwasserstoffvorräte in Griechischen Hohheitsgewässern geht.
Dirk Müller plädiert für Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur, statt schleppener Umverteilung und Aufstapelung von Schulden seitens Staatlicher Geldausgabe. Dabei präsentiert er eine Vielzahl von Argumenten und Analysen, die sein Konzept von Stabilität und Aufschwung auf einem sicheren Grundkonzept stellen. Er verlangt Cleverness im Energiemanagment der Stromkonzerne, Demokratisierung durch Dezentralisierung und Investitionen in Altanative Energien wie Wasserstoff, statt teuren Importen von Rohöl. Im Boom im Regionalen Handwerk und den Ausbau dieser Wasserstoffbasierten Infrastruktur sieht er grosses Potential für Wachstum und Beschäftigung. Einzig seine Hoffnung auf Rückzahlung von aufgestapelten Schulden teile ich nicht, hier wird es meiner Ansicht nach auf absehbare Zeit Wegschnitte von Ansprüchen auf Bonds und Anleihen in sehr grossen Ausmaaß geben.
In der Zeit danach teile ich die Meinung Dirk Müllers von einer grossartigen Zukunft Europas, wenn seine richtig beschriebenen Strukturen Fahrt aufnehmen.

5Punkte für sein Buch, es ist sehr spannend geschrieben und enthält viele hochwertige eigene Gedanken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist das ein Sachbuch oder ein Vortragsmanuskript?, 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Dirk Müller beschreibt in seinem Buch "Showdown" anschaulich die Ursachen und Folgen der Eurokrise. Er verzichtet dabei weitgehend auf Zahlen und Statistiken. Stattdessen bemüht er häufig Alltagssituationen, um z. B. zu erklären, was Gemeinschaftsschulden sind. Damit erreicht er vor allem Leser, die sich erst "frisch" mit der Eurokrise befassen. Wer bereits die wissenschaftlicheren Bücher zur Eurokrise (Sinn, Sarrazin ...) gelesen hat, findet hier hingegen wenig Neues und ist vielleicht sogar etwas verärgert über die phasenweise doch recht saloppe, "mündliche" Darstellungsweise. Zum Teil liest sich das Buch nämlich wie eine Sammlung von Vortragsmanuskripten. Man hat Müllers Stimme beim Lesen gewissermaßen immer im Ohr. Dazu paßt auch, daß Müller ein paar Sachverhalte "aus dem Gedächtnis" referiert - und das auch offen zugibt. Von einem Sachbuchautor erwarte ich eigentlich eine etwas seriösere Quellenarbeit.

Gut gefällt mir an dem Buch vor allem die geostrategische Analyse. Müller skizziert, welche Interessen die USA in der Eurokrise verfolgen. Auch beschreibt er den IWF als trojanisches Pferd der USA, das sich für eine Krisenpolitik einsetze, welche die Situation in Griechenland nicht löst, aber US-Interessen dient. Interessant auch Müllers Hinweis auf die riesigen Öl- und Gasreserven Griechenlands, welche brachliegen, aber eigentlich von der griechischen Regierung zur Restrukturierung des Landes und zur Schuldentilgung genutzt werden könnten. Auch hier beschreibt Müller, welche Interessen die USA daran haben, daß das gerade nicht geschieht.

Alles in allem ein interessantes Buch - gerade für Einsteiger. Wer sich schon etwas länger mit der Eurokrise befaßt, sollte über die o.g. "Mängel" hinwegsehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beschreibt einfach und anschaulich Zusammenhänge aus europäischer Geschichte, Wirtschaft und Politik, 15. April 2014
Von 
R. Hörmann (Friedrichshafen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch mit sehr grossem Interesse gelesen und wurde nicht enttäuscht.
Als weitgehender Wirtschaftslaie kommt mir die einfache und spannende schreibweise des Autors entgegen.
Vieles habe ich aus grossem Interesse in den letzten Jahren über Krisen, Wirtschaft und Politik gelesen, in Zeitungen, im Internet, Magazinen und Büchern.
Dieses Buch hat mir bisher am Besten gefallen.
Es ist natürlich sehr schwer die beschriebenen Beispiele auf den Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.
Für mich aber klingen die Darstellungen von Dirk Müller plausibel und seine Grundeinstellung zu den politischen und wirtschaftlichen Themen deckt sich weitgehend auch mit der meinen.
Wer hier von 'Verschwörungstheorien' spricht, der sollte einmal ganz genau recherchieren, was tatsächlich in der Politik in den letzten Jahrhunderten alles getan wurde.
Kurzum, das Buch ist spannend, informativ und öffnet vielleicht dem einen oder anderen die Augen über politische und wirtschaftliche Zusammenhänge in Europa.
Deshalb von mir 5 Sterne!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein interessantes, kluges und engagiertes Buch, 9. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Ich habe es an einem Abend ausgelesen. Nach einem einleitenden Kapitel über die Geschichte des Euro und dessen Zusammenhang mit der Wiedervereinigung, die ja nicht unbekannt ist, legt Müller eine interessante These dar: Am Ausbruch der Griechenland-Krise seien die USA wesentlich beteiligt gewesen, weil der Dollar als Leitwährung durch den Euro bedroht war.

Wieviel an den Öl- und Gasvorkommen Griechenlands wirklich dran ist, muss sich wohl zeigen, aber die Hintergrundinformationen über die Verlechtungen der Regierung Papandreou mit internationalen Finanzinteressen, einschließlich der Aktivität
von Goldmann Sachs, die bei der griechischen Bilanzfälschung mithalf... all dies ergibt schon einen gewissen Sinn, wenn man
wie Müller fragt: Cui bono? Und zu recht wundert er sich, warum Europa sich das trojanische Pferd IWF ins Boot holte, der seine idiotische Politik inzwischen sogar eingestanden hat: man habe sich bei der Auswirkung der harten Einsparungen verrechnet. Sorry.
Dafür also haben Millionen Europäer ihren Arbeitsplatz verloren, empört sich Müller zu Recht und zitiert zwei Aussagen des IWF vom Juni 2012: "IWF fordert von Spanien zusätzliche Sparanstrengungen" und "IWF warnt USA vor einem Sparwahn" Dazu Müller: "Das ist entweder schizophren oder bösartig."

Sein Buch geht aber weit über Wirtschaftspolitik hinaus, er schreibt über europäische Werte, über regenerative Energien,
über Entscheidungsstrukturen in der EU und den dort ausufernden Lobbyismus. Sein Vorschlag eines Infrastrukturfonds ist
gut, alles sind vernünftige Ansichten, die man unterschreiben kann.

Dass er keine Patentlösung für alles hat (einer Kapitalerstragssteuer kann man leider noch ganz gut entkommen) kann man
ihm nicht ankreiden, vielleicht hätte ich mir gewünscht, dass er noch mehr über Nahrungsmittelspekulation und Landgrabbing
schreibt - Dinge, die er auf Youtube anprangert.

Nach der Lektüre google ich die Besprechungen des Buches, und kann mir folgendes nicht verkneifen:Der SPIEGEL fühlt sich veranlasst, Müllers Buch als "voll von Verschwörungstheorien" zu diffamieren. Daraus muss man eher den Schluss ziehen, dass dieses so kritische deutsche Leitmedium trotz aller seiner Qualitäten manchmal auch mehr nachplappert als mitdenkt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Rundumschlag um aktuelle brisante Themen der Weltpolitik, 2. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Auf der Suche nach einem Buch, das die aktuellen brisanten Themen der Weltpolitik kritisch beleuchtet und auf deren Entstehung eingeht, konnte mich die Kurzbeschreibung dieses Werkes zunächst nicht hunderprozentig überzeugen. Für mich entstand der Eindruck, es ginge hauptsächlich um Geldanlagemöglichkeiten eines EU-Bürgers. Dem war jedoch keinesfall so und über meine Entscheidung, es doch zu kaufen, bin ich im Nachhinein sehr froh.

Dirk Müller schafft nämlich genau das, was ich mir ursprünglich gewünscht hatte, nämlich einen Rundumschlag um eine Vielzahl von Themen, angefangen mit der Entstehung und den entscheidenen Konstruktionsfehlern des Euros, der griechischen Staatsgeschichte sowie dem Einfluss der Vereinigten Staaten von Amerika bei der Euro-Krise sowie den Chancen und Risiken der verschiedenen Entwicklungsrichtungen der Europäischen Gemeinschaft, hin zur großen Bedeutung von Infrastrukturprojekten im historischen Kontext und in der heutigen Zeit, wo die Energieversorung und -wende eine bedeutende Triebkraft des Wachstums werden kann.
Auch wenn die Abfolge der einzelnen Kapitel und Themen zunächst etwas sprunghaft erscheint, gelingt es Müller zum Ende des Werkes, eine schlüssige Handlungsempfehlung für das weitere Vorgehen sämtlicher Akteure (Staaten, Versicherungen, Banken, Bürger) zu liefern.

Dem Autor schafft es auch, die komplexen Themen auf verständliche und anschauliche Weise herunterzubrechen, sodass das Lesen wirklich Freude bereitet. Selbstverständlich kann daher nicht auf jedes kleinste Detail eines wirtschaftlichen Zusammenhangs eingegangen werden. Es werden höchst brisante Sachverhalte, allen voran die immensen Rohstoffvorkommen Griechenlands, aufgezeigt, welche in der öffentlichen politischen Diskussion mit keinem Wort erwähnt werden. Kritiker mögen dieses Werk als Verschwörungstheorie bezeichen, doch auch dieses vermeintliche Gegenargument entlarvt Müller als einen zweifelhaften Abwehrversuch in Ermangelung seiner Theorie widerlegender Fakten. Im Gegensatz dazu nennt der Autor soweit möglich seine Quellen und betont immer wieder, dem Leser nicht eine Meinung aufzwingen zu wollen, sondern ihn lediglich zum kritischen Denken und Sich-Einmischen anregen zu wollen, was auch nicht als fadenscheinige Ausrede, sondern als tatsächliches Anliegen seiner selbst vermittelt wird.

Seine Worte motivieren zur weiteren Beschäftigung mit dem Europa, das durch den Bürger gestaltet werden muss, bevor es zum Spielball kleinerer, aber machtvoller Interessensgruppen wird.

Das Buch hat mir sehr zum Überblick und historischem Verständnis gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge und Interessen geholfen. Daher würde ich es jedem, unabhängig von seinem Vorwissen, definitiv weiterempfehlen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr interessant, 31. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Gebundene Ausgabe)
Wer gerne mal ein kritisches Buch über die Politik und die Wirtschaft lesen möchte, und die Machenschaften die im Hintergrund laufen, von denen der normale Bürger nichts mitbekommt, der ist hier genau richtig!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 215 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld
Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld von Dirk Müller (Gebundene Ausgabe - 30. April 2013)
EUR 19,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen