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4.0 von 5 Sternen Auf den Schultern unserer Ahnen
"Vielleicht ist es meine Aufgabe, Hugós Geschichte zu erzählen... Hugó, ich verspreche Dir, mein Bestes zu geben... Es müsste, wenn es Dir recht ist, zugleich die Geschichte des Paradieses auf Erden sein... und die Geschichte Deiner Familie, auch jener, die vor Dir waren und nach Dir kamen."

Wer dies sagt und schreibt, ist der Autor...
Veröffentlicht am 1. April 2011 von Günter Nawe "Herodot"

versus
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3.0 von 5 Sternen Die Suche nach der Seele meiner Familie
Das Buch AHNENLAND lässt die Geschichte der Familie des Autoren Boris Kalnoky wieder aufleben, wobei er wie ein Schlaglicht durch die Jahrhunderte fährt und dabei 8 Jahrhunderte auch europäischer Geschichte verarbeitet. Klar ist natürlich das man 8 Jahrhunderte nicht mal eben so erzählt, was hier verarbeitet wird ist teils sehr persönlich,...
Veröffentlicht am 3. März 2011 von Thorsten Wiedau


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4.0 von 5 Sternen Auf den Schultern unserer Ahnen, 1. April 2011
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie (Gebundene Ausgabe)
"Vielleicht ist es meine Aufgabe, Hugós Geschichte zu erzählen... Hugó, ich verspreche Dir, mein Bestes zu geben... Es müsste, wenn es Dir recht ist, zugleich die Geschichte des Paradieses auf Erden sein... und die Geschichte Deiner Familie, auch jener, die vor Dir waren und nach Dir kamen."

Wer dies sagt und schreibt, ist der Autor eines großartigen Epos' über eine 800-jährige Familiengeschichte; eine europäische Geschichte, die sich im Gebiet des früheren Österreich-Ungarn-Siebenbürgen abgespielt hat und noch abspielt. Boris Kálnoky ist Nachfahre des legendären Urahn Bencenc, der 1252 vom ungarischen König, als Belohnung für den Kampf gegen die Tartaren, ein Stück Land geschenkt bekam. Und damit gehörten die Kálnokys zu den Széklern, den ungarischen Grenzwächtern. Sie spielten - oft auf verschiedenen Seiten - wichtige Rollen in den großen Glaubenskämpfen des Mittelalters, in den politischen Verwicklungen der Zeit. Sie werden irgendwann einmal Grafen. Einer von ihnen wird später, am Ende des 19.Jahrhunderts, k.u.k.-Außenminister der österreich-ungarischen Doppelmonarchie. Eine höchst bewegte Geschichte in immer wieder sehr bewegten Zeiten.
Davon also erzählt Boris Kálnoky, der 1961 in München geboren wurde. Aufgewachsen ist er in Deutschland, in den Niederlanden, in Frankreich. Er lebte in Ungarn und lebt heute in der Türkei, wo er als Nahost-Korrespondent für die "Welt" arbeitet. Weltläufig geschult und mit journalistischem Spürsinn ausgestattet hat er sich nicht nur auf die Suche seiner "Heimat", seiner Familie gemacht, sondern auch nach deren Seele. "Früher war Heimat dort, wo man lebte. Heute in einer globalisierten Welt, in der man nur noch wohnt, aber nicht mehr zu Hause ist, da ist sie vielleicht eher ein innerer Ort: Nicht nur wohin man gehören, sondern wer man sein will. Wem es gegeben ist, an einen Gott zu glauben, der wird die Heimat der Seele finden - eine Heimat, die man auch dann nicht verlässt, wen man durch die Welt zieht wie einst die alten Székler durch die Steppe." So der etwas pathetische Schluss des Buches.

Bis zu dieser Kálnoky-Erkenntnis ist es ein weiter Weg durch dieses abenteuerliche Geschichts- und Geschichtenbuch über Familienereignisse und Weltgeschehen, durch Kriege und Kämpfe und Verluste. Der Leser findet witzige bis aberwitzige Ereignisse, trifft auf Hasadeure und Rebellen, begegnet Literaten und Richtern. Und fühlt sich wohl in diesem Panaroma aufregender Erzählungen. Denn der Autor versteht es auf ausgezeichnete Weise, historische Fakten, private Ereignisse, belegt durch eine Vielzahl sehr interessanter Briefe, essayistische Passagen und persönliche Einschätzungen und Wertungen miteinander zu verbinden. Daraus ergibt sich ein geschlossenes Bild einer bestimmten Epoche in einem definierten geografischen Raum, in der und in dem europäische Geschichte geschrieben wurde - mit Nachwirkungen bis in unsere Zeit.
Das "Salz in der Suppe" dieser historischen Erzählung ist natürlich die Familiengeschichte. Aus ihr resultiert überhaupt erst das Interesse des Autors, der eigentlich eine Biografie seines Großvaters Húgo Kálnoky schreiben wollte. Denn "wir stehen auf den Schultern unserer Ahnen". Dieser Großvater, Journalist wie der Enkel, der ebenfalls auf der Suche nach der Heimat war, war sozusagen ein Seelenverwandter. Ihm folgte Enkel Boris durch das Land seiner Vorfahren. Genius loci und literarischer Topos ist das Dorf Köröspatak am Fuße der Karpaten, wo einst auch Graf Dracula residierte. Dieser Húgo ist eine wahrhaft faszinierende Figur: ein Weltsucher, der bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem Flugzeug unterwegs sein wollte. Einer, der eine Romanze erlebte. Dessen Artikel für den Poster Lloyd ihn bei den Nazis in Ungnade fallen ließ. Und so weiter - man lese selbst. Vor allem die wunderbaren Briefe, die Enkel Boris hier veröffentlicht, sind nicht nur Zeitzeugenschaft, sondern geben Zeugnis von persönlichem und familiärem Erleben.
Boris Kálnoky hat seine Heimat gesucht und die Seele seiner Familie gefunden. An der persönlichen Freude darüber lässt er den Leser teilhaben, in dem er von acht Jahrhunderten europäischer Geschichte erzählt, spannend, kompetent und sehr unterhaltsam. "!Húgo, ich verspeche Dir, mein Bestes zu geben..,". Er hat es getan.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Suche nach der Seele meiner Familie, 3. März 2011
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie (Gebundene Ausgabe)
Das Buch AHNENLAND lässt die Geschichte der Familie des Autoren Boris Kalnoky wieder aufleben, wobei er wie ein Schlaglicht durch die Jahrhunderte fährt und dabei 8 Jahrhunderte auch europäischer Geschichte verarbeitet. Klar ist natürlich das man 8 Jahrhunderte nicht mal eben so erzählt, was hier verarbeitet wird ist teils sehr persönlich, auf seine Familie zugeschnitten und kreist um Teils sehr persönliche Begegnungen und private familiäre Angelegenheiten. AHNENLAND umfasst dabei fast 500 Seiten und ist als Lesestoff anspruchsvoll, da man sich zuerst einmal in der Welt des Autoren Boris Kalnoky orientieren muss.

Das Buch beginnt mit dem Jahr 1252 wo die Kalnokys erstmals die geschichtliche Bühne betreten und mit dem König von Ungarn ein Land am Gebirge der Karpaten in Besitz nehmen.

Die Familie teils in Königsdiensten und auch dem österreichischen Kaiserhaus verbunden oder mit Adelstitel und hochrangigen Positionen in der Verwaltung, teils aber auch ein wenig wild - mit fantastischen Ideen ausgestattet, so der Umrundung der Erde im Flugzeug. Nicht immer war also alles in Ordnung und vielfach zersplitterte sich dadurch auch die Gemeinschaft, was über 8 Jahrhunderte auch kein Wunder darstellt.

Das Buch AHNENLAND von Boris Kalnoky offeriert die Familiengeschichte des Autoren, sehr persönlich, mit vielen familiären Interna und Details, mit vielen Verbindungen und Verstrickungen, oft nicht immer gleich einleuchtend und manchmal sogar ein wenig schwierig, wenn es darum geht zu verstehen warum plötzlich gerade über die eine oder die andere Person gesprochen wird.

Nichts desto trotz offenbart sich hier ein Teil der europäischen Geschichte, eingefärbt durch Persönliches der Familie von Boris Kalnoky aber klar erkennbar wie die Geschichte für viele Familien in diesem Areal verlaufen ist. Religiöse Auseinandersetzungen, Pro und Kontra Papsttum, Kaiserliche Edikte, Königstreue, Kriege und der letztendliche Verlust der Heimat.

Die Stammbäume am Ende des Buches waren interessant und zeigen auf wie weit verzweigt die Familie des Autoren ist.

Das Buch ist nicht einfach zu lesen, es fordert heraus und verlangt schon nach Identifikation mit dem Autoren und seiner Familie, es gibt dann aber auch viel, wir erfahren jede Menge Privates und geschichtlich Interessantes. Wir dürfen ein wenig Mäuschen spielen wenn es darum geht die Österreichisch-Ungarische Zeit zu erleben und einer Familie über die Schultern zu schauen die hier 8 Jahrhunderte am Rande der Karpaten zubrachte.

Empfehlenswert für Historienforscher, Liebhaber von adeligen Familiengeschichten und Freunden der Österreichisch - Ungarischen Zeit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ahnenland, 29. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie (Gebundene Ausgabe)
'Was die Zukunft bringt, das müssen später die Kinder erzählen '. Ich kann nur erzählen, was bisher geschah, seit 1252.'

Und das tut er, Boris Kálnoky, in seinem umfangreichen Epos 'Ahnenland'. Ursprünglich wollte er 'nur' eine Biografie über seinen Großvater Hugo Kálnoky schreiben. Tatsächlich ist daraus ein rund 500 Seiten umfassendes Geschichtsbuch geworden.

Die Geschichte der Kálnokys beginnt 1252 in Siebenbürgen. Ein Urahn des Autors bekam vom ungarischen König als Belohnung für einen Kampf ein Stück Land geschenkt. Dort siedelte sich die Familie an.

Sie brachte Grafen, Pioniere, Literaten, Richter und Minister hervor. In der Geschichte Österreichs, Ungarns und auch Rumäniens spielten die Kálnokys stets eine wichtige Rolle. Aber nicht nur politisch waren sie aktiv. Hugos Großvater war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Flugzeug unterwegs. Sein Urgroßvater war berühmtester Reiter der K.u.K.-Monarchie und Ballonfahrt-Pionier.

Boris Kálnoky konnte für seine Recherchen auf eine umfangreiche Sammlung alter Urkunden, Briefe, Tagebücher, Akten und Zeitungsartikel zurückgreifen. Damit schafft er eine Verbindung der Familiengeschichte mit dem Zeitgeschehen. Bilder machen das Ganze anschaulich.

Ich habe mich mit dem Lesen dieses Werkes sehr schwer getan. Die Sprache ist anspruchsvoll. Die sich ähnelnden Namen der Vorfahren (es gibt beispielsweise mehrere Hugos) machen es nicht einfach, die einzelnen Anekdoten den richtigen Personen zuzuordnen. Zumal innerhalb kurzer Abschnitte zwischen den Generationen und Jahrhunderten hin und her gesprungen wird.

Interessant ist die Familiengeschichte allemal. Ich hätte mir jedoch etwas mehr 'Struktur' gewünscht und evtl. einzelne Kapitel einer jeden Generation.

Ein Buch für Familienforscher und Geschichtsbegeisterte. Nichts, das man 'so eben nebenbei' liest. Das Buch verlangt die volle Aufmerksamkeit.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante historische Zusammenhänge - ziemlich unzusammenhängend dargestellt, 25. Februar 2011
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie (Gebundene Ausgabe)
Boris Kálnoky ist ungarischer und amerikanischer Abstammung und in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Frankreich aufgewachsen und war lange als Reporter tätig. Im Moment arbeitet er als Nahost-Korrespondent der WELT in Istanbul.

Dieses Buch beschreibt die drei Jahre dauernde Annäherung des Autoren an die Geschichte seiner Familie, die laut historischen Quellen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück reicht.

Die Geschichte der Familie wird aufgehängt an der Figur des Großvaters des Autoren ' Hugo -, der unter anderem einige Zeit für die österreichische Regierung als Außenminister tätig gewesen ist. Ausgehend von dessen Biographie springen die Darstellungen durch die Jahrhunderte hin und her und geben allerlei große und kleine Anekdoten der Lebensgeschichten der Menschen wieder und setzen diese ziemlich unsystematisch zusammen. Zwischendurch sorgen Photos immer wieder für Veranschaulichungen.

Das Buch hat einen Patchwork-Charakter. Zunächst ist es schwierig 900 Jahrhunderte Geschichte in Europa in nur drei Jahren umfassend zu recherchieren ' und oft genug gibt Herr Kálnoky zu, dass ihm Daten fehlen, weswegen er im 'Ausgleich' immer wieder über Motive und Gefühle von Handlungsfiguren spekulieren muss. Dadurch gibt es immer wieder gedankliche Lücken und ein 'roter Faden' in der Darstellung ist nicht wirklich leicht aufrecht zu erhalten.

Manchmal wird auf einer Seite durch drei Generationen gesprungen, die Markierungen der Sprünge sind nicht übertrieben deutlich und mehr als einmal sind die historischen Exkurse eher ein Lesehemmnis als eine Veranschaulichung. Es ist ein wenig so, als wenn man alle paar Wochenenden bei einem deutlich älteren Verwandten zu Besuch ist, der einem nach dem Kaffee und Kuchen beginnt aus der Familiengeschichte zu erzählen ' unbewusst davon ausgehend, dass die Zuhörer alle Namen zuordnen können.

Die beschriebenen Ereignisse sind sicherlich zum Teil interessant und auch historisch von Bedeutung, aber durch die Nichtstruktur der Darstellung und den zum eher distanzierten Darstellungsstil, der dann durch auktoriale Spekulationen unterbrochen wird ' sowie gelegentlichen inhaltlichen Wiederholungen ist dieses Buch sehr zäh zu lesen. Am Ende blieb dieser Leser mit der Frage zurück ' wozu das alles?
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Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie
Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie von Boris Kálnoky (Gebundene Ausgabe - 14. Februar 2011)
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