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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 29. Februar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Worum geht es in Darfur? (mein Text, kann man gerne scrollen wenn man sich nur für das Buch interessiert, der Konflikt ist allerdings wichtig um das Buch zu verstehen)

Der Völkermord in Darfur war der vorerst letzte Völkermord in der Menschheitsgeschichte mit mindestens 300 000 Opfern. Dennoch erhielt dieses Menschheitsverbrechen der sudanesischen Regierung unter Diktator General Omar Hassan Al Bashir wenig Aufmerksamkeit und ist heute schon wieder in Vergessenheit untergegangen.

Über 1,5 Millionen Menschen sind in den Tschad geflohen, eine Million Flüchtlinge innerhalb Darfurs.
Der Ursprung der humanitären Katastrophe liegt in einer von der sudanesischen Regierung betriebenen Kampagne der "ethnischen Säuberung", die sich gegen Zivilisten dreier ethnischer Gruppen richtet. Nur wenn auch die Menschenrechtslage bedacht werde, können Geberländer darauf hoffen, dass die humanitäre Krise gelöst werde. Sofort benötigte humanitäre Hilfe allein reicht nicht aus: Die ethnischen Säuberungen der sudanesischen Regierung müssen ein Ende nehmen. Milizen - als Janjaweed bekannt -, die von der sudanesischen Regierung bewaffnet, ausgebildet und entsendet worden sind, überfielen und brannten Hunderte von Dörfern nieder, töteten Tausende von Zivilisten, raubten Hunderttausende Tiere und zerstörten Landwirtschaftsgüter und Wasserressourcen. Die Milizen wurden auf dem Landweg von der sudanesischen Armee und aus der Luft von Antonow-Flugzeugen und Kampfhubschraubern unterstützt. Dieses Bündnis zielt auf Zivilisten der ethnischen Gruppen der Fur, Masalit und Zaghawa ab, da die Rebellen aus Darfur ihre Mitglieder aus diesen drei Bevölkerungsgruppen rekrutieren. Nach den Angriffen hatte die sudanesische Regierung die überlebende Zivilbevölkerung daran gehindert, in ihre Häuser zurückzukehren.

Die Ziele der Rebellenorganisationen Befreiungsbewegung Sudans (SLA) und Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (Justice and Equality Movement, JEM) sind sehr unterschiedlich. Interessant ist hier aber vor allem wie hier mit Stereotypen um sich geworfen wird. Auf der einen Seite bezeichnet sich die sudanesische Regierung als islamisch, ermordet auf der anderen Seite aber Tausende von Muslimen. Auf der anderen Seite bezeichnet die Regierung gegenüber den westlichen Medien die JEM als verlängerten Arm der "Islamisten" und schon klingelten bei den Politikern der USA die Alarmglocken, ganz nach dem Moto ein Krieg gegen "Islamisten" muss ein guter Krieg sein.
Der Konflikt ist vielfältig, generell kann man ihn aber darauf vereinfachen dass "arabische" Nomaden, die Wasser- und Weideland für ihre Tiere brauchen, gegen "afrikanische" Bauern kämpfen, die die kargen Erträge ihres Bodens schützen wollen. Regierungstruppen unterstützen die "Araber" nach Kräften, die Bauern wiederum tun sich mit den Aufständischen zusammen. So vielfältig die Interessen sind, so eindeutig leidet vor allem die Zivilbevölkerung unter ihnen.

Ich denke der Konflikt nützt in erster Linie der sudanesischen Regierung die so ihre "widerspenstige" Bevölkerung los wird. Der Konflikt nützt den Janjawid die sich bereichern. Der sudanesische Staat wird natürlich von Erdölfirmen unterstützt. Auch von uns ganz bekannten. Das Engagement der österreichischen ÖMV endete erst nach massivstem Protest. Im Gegensatz aber zu Staaten wie etwa Nigeria, in dem Shell hinter angeblichen ethnischen Unruhen steckte, spielen ausländische Interessen, wenn überhaupt, eine zweitrangige Rolle. In erster Linie sind die Janjawid und die sudanesische Regierung für den Völkermord verantwortlich.

Seit Barack Obama Präsident der USA ist hat sich die Lage im Sudan verändert. Er hat unmissverständlich klar gemacht dass der Sudan die Unabhängigkeit (97% der Südsudanesen stimmten für einen eigenen Staat) anerkennen muss. In Darfur sieht die Lage schlechter aus. Es gibt zwar seit 2009/10 keine Massenmorde mehr und seit 2010 auch einen Waffenstillstand. Vergewaltigungen der Flüchtlinge und Überfälle auf Dörfer mit Toten sind aber noch an der Tagesordnung!

So wurden am 10. Februar 2010 zwei Flüchtlinge getötet und mindestens zehn weitere Menschen verletzt, als Janjaweed-Milizionäre Camps in der Nähe der Stadt Kass in Süd-Darfur überfielen. Viele Hütten wurden bei dem Überfall geplündert und niedergebrannt. Am 2. September 2010 wurden in dem Dorf Tabra (Nord-Darfur) 64 Menschen von Janjaweed ermordet. Dazu kommen nun auch erstmalig Kämpfe zwischen den arabischen Nomadenstämmen untereinander.
Auch 2011 gibt es dutzende Berichte von Menschenrechts- und Hilfsorganisationen über Vergewaltigungen von Frauen/Mädchen durch Janjaweed und sudanesische Regierungssoldaten. Die internationale Gemeinschaft interessiert sich wenig für die Kritik der Darfuris und setzt stattdessen auf leere Versprechungen Khartums, denen leider keine Taten folgen", kritisierte etwa der Darfur Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker Herr Ulrich Delius.
Die Argumente des sudanesischen Diktators und Massemörders Bashir sind idiotisch "eine ausländische Verschwörung" sei für den Aufstand im Westen des Landes verantwortlich und die 2,5 Millionen Flüchtlinge die in Afrika übliche Landflucht! Die Lebenssituation der Menschen ist erbärmlich und von drohender Gewalt geprägt. Hoffnung gibt es aber wenig. Dieses Buch ist für mich ein Plädoyer für das Eingreifen bei Völkermorden. Hätte nur die Welt 2003/04 nicht tatenlos weggesehen... (von mir)

Inhalt (Zitat):
»Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schrecklichste Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.« Halima Bashir, eine junge Ärztin aus dem Sudan, legt Zeugnis ab. Als Halima 1979 zur Welt kommt, träumt ihr Vater, dass sein Kind heilende Kräfte haben wird - und tatsächlich gelingt es Halima als erster Vertreterin ihres Stammes, an einer arabischen Universität Medizin zu studieren. Doch kaum beginnt sie zu praktizieren, greifen die im Sudan schwelenden Konflikte auf die Darfur-Region über. Die Gewalttaten der arabischen Milizen erreichen einen grausamen Höhepunkt, als im Januar 2004 eine ganze Schulklasse achtjähriger Mädchen gefangengenommen und missbraucht wird. Halima behandelt die traumatisierten Kinder und schlägt öffentlich Alarm - bei der UN und bei den Medien. Von da an wird ihr Leben zur Hölle. Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung folgen. Halimas Dorf wird dem Erdboden gleichgemacht, ihr Vater ermordet. Sie muss das Land verlassen - aber wie? Mit dem Mut der Verzweiflung und gegen alle Wahrscheinlichkeit schafft sie die Flucht nach London. Und bricht nun zum zweiten Mal ihr Schweigen, um der Welt von Darfur zu erzählen. (Zitat Ende)

Autor
Damien Lewis ist kein Unbekannter in der Sudan Thematik. Er war auch der Autor von "Sklavin". Ein Buch über eine Sklavin aus dem Sudan - mitten in London!

Daten:
Gebundene Ausgabe: 424 Seiten
Verlag: Droemer (6. September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783426274507
ISBN-13: 978-3426274507
ASIN: 3426274507
Preis: 13,99 Euro

Leseprobe:
Ich weiß nicht, welche Angehörigen meiner Familie - seien es meine Eltern und Geschwister oder weiter entfernte Verwandte - noch am Leben sind, und ich weiß auch nicht, wo sie sich befinden. Sollten sie überlebt haben, halten sie sich vielleicht irgendwo in Darfur auf oder sind im ganzen Sudan verstreut; oder aber sie hausen in Flüchtlingslagern im Tschad. Zum Schutz derjenigen, die vielleicht noch leben, habe ich die Personen- und Ortsnamen in diesem Buch verändert. Es geschah, um die Sicherheit von Verwandten, Freunden und ganzen Gemeinwesen zu gewährleisten; hätte ich es nicht getan, würde die Reaktion auf meine freimütigen Äußerungen für diese Menschen sehr gefährlich werden. Abgesehen davon gibt es in meinem Stamm, dem Stamm der Zaghawa, und überhaupt in Darfur eine ungeschriebene Verhaltensregel, die besagt, dass Frauen, die eine Vergewaltigung erlitten haben oder denen irgendeine andere "Schande" zugefügt wurde, das Erlittene nicht öffentlich machen bzw. öffentlich darüber reden dürfen. Wer es dennoch tut, bringt dem allgemeinen Verständnis nach sogar noch mehr Schande über sich selbst, über die Familie und den gesamten Stamm. Zum Glück beginnen sowohl Zaghawa-Frauen als auch andere Frauen in Darfur allmählich das Schweigen zu brechen, auch wenn alte Traditionen und Regeln schwer zu überwinden sind. Vor allem in den Flüchtlingslagern, in denen bis zum heutigen Tag Hunderttausende grauenhaft missbrauchter Frauen leben, sprechen mehr und mehr Darfuri-Frauen über das, was ihnen angetan wurde.

Fazit:
Das Buch hat einen flüssigen und spannenden Stil. Die Protagonist in und das Leid in Darfur werden dem Leser sehr nahe gebracht. Dabei geht der Autor schonungslos mit dem Leser um und beschönigt nichts.

"Die Mädchen standen unter Schock, bluteten, schrieen und weinten. Es war entsetzlich"

Halima will nicht wegschauen als die Schergen der Diktatur im Sudan eine ganze Schulklasse achtjähriger bis dreizehnjähriger Mädchen !!! vergewaltigten. Sie wendet sich an die Medien und die UN. Dafür muss sie einen hohen Preis zahlen.

"Weil ich anderen erzählte, was passiert war, wurde ich verhaftet. Wir zeigen dir, was Vergewaltigung ist", erklärten die Polizisten. "Sie schlugen mich hart. In der Nacht kamen drei Männer und vergewaltigten mich...Sie fesselten meine Hände: einer setzte sich auf sie. Die beiden anderen vergewaltigten mich, bis ich keine Kraft mehr hatte mich zu wehren".

Die Geschichte dieser mutigen Frau die für ihren Einsatz für die Opfer der verfluchten Diktatur im Sudan vergewaltigt und geschlagen wurde geht einem nahe. Wer immer noch so naiv ist und nicht an einen rassistischen Hintergrund denkt sollte unbedingt dieses Buch lesen! Es geht nur um Rassismus, Macht und Öl.
Und die Bösen sind so klar wie in keinem anderen Konflikt auf der Welt. Hinter allem steckt Omar al-Bashir, der schlimmste Diktator der Nach-Weltkrieg Ära. In einer Gegenüberstellung aller Diktatoren nach 1945 hat er am meisten Menschenleben auf dem Gewissen (mindestens 2 Millionen in Darfur und im Südsudan).

Überraschend ist dann aber doch wie sich das Leben der Frau weiterentwickelt. Sehr überraschend und für mich auch nicht ganz verständlich (ich möchte hier nicht viel verraten aber ihre Heirat ist durchaus verständlich aber das sie dann bis jetzt mit einem Verwandten... na gut, selber lesen)

Ich habe auf jeden Fall sehr viel Respekt vor dieser Frau. Auch das sie in einer Anzeige in einer Zeitung Frau Merkel aufforderte mehr für die Opfer in Darfur bzw. den Frieden in Darfur zu unternehmen. Leider verhallte dieser Aufruf. Dennoch finde ich es sehr bewundernswert wie diese Frau nach all dem Leid das sie erlebte nach wie vor den Mut hat sich für die Menschen in Darfur einzusetzen.

Das Buch empfehle ich allen die sich für den Sudan interessieren aber auch allen die eine spannende Lebensgeschichte lesen möchten.

Zum Thema Darfur empfehle ich zuerst aber nach wie vor die DVD "Die Todesreiter von Darfur"

PS: es wäre nach wie vor leicht den Diktator in seine Schranken zu weisen. Der Sudan ist total abhängig von den Ölexporten. Wenn ihm diese gekappt würden wäre er am Ende. Allerdings ist der Handelspartner no 1 China und da wird es wieder schwierig. Dennoch ist es sehr bedauernswert das auch westliche Ölfirmen "gute" Geschäfte mit dem Sudan machen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wut, Traurigkeit - Anteilnehmen und Helfen!, 4. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch schnell gelesen, weil es mich von Anfang gepackt hat. Es beschreibt das Leben einer Familie, die Kraft einer jungen Frau und das entsetzliche Leiden eines Volkes. Völkermord! Es hat mich fassunglos und traurig gemacht und ich schäme mich in mancher Hinsicht für das Verhalten der westlichen Regierungen bzw. Welt.
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5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 20. Juni 2014
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Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Gottseidank bin ich in Deutschland geboren und das ist nicht mein eigenerer Verdienst. Wenn man so liest, was in anderen KOntinenten abgeht und wie menschenverachtend dort vorallem Mädchen behandelt werden, das ist echt zum Weinen.
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5.0 von 5 Sternen Tödlicher Sudan, 21. Februar 2014
Von 
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:

„Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schreckliche Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar gewesen wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.“

Im Jahr 2005 gelingt der jungen Ärztin Halima Bashir die Flucht aus dem Sudan. In einem der grausamsten Kriege unserer Zeit erlebte sie Leiden und Tod unzähliger Menschen, wurde Zeugin und schließlich auch Opfer von Folter und brutalem Missbrauch – denn sie hat es gewagt, sich aufzulehnen gegen den Terror.

Mein Umriss:

Halima gibt Einblick in ihre unbeschwerte Kindheit, die sie in einem Dorf in der Provinz Darfur im Sudan verbringt. Wohlbehütet in eine liebevolle Familie eingebettet erlebt sie diese Kindheit behütet durch Großmutter, Mutter und Vater. Der Vater erkennt sehr früh, dass aus Halima irgendwann eine kluge Frau werden wird und läßt sie in der nächsten Stadt zur Schule gehen. Schnell bemerkt Halima, dass es nicht überall ruhig und unbeschwert wie auf dem Land ist. Sie wird von Mitschülern arabischer Abstammung herablassend behandelt. Sie nutzen jede Gelegenheit, Halima etwas anzutun. Halima jedoch hat den Stolz der Afrikaner in sich und wehrt sich. Dafür wird sie mit Schlägen durch die Schulleiterin und anderen Strafen durch die Lehrerinnen bestraft. Da diese Frauen ebenfalls arabischer Abstammung sind, denken diese, bessere Menschen zu sein und sehen Schwarzafrikaner als Sklaven. Halina schafft es trotzdem in der Schule hervorragende Leistungen zu erzielen und nach dem Schulabschluß einen Studienplatz zu bekommen, um ihrem Traum Ärztin zu werden endlich Wirklichkeit werden zu lassen.
An der Universität geht es ähnlich weiter, wie zuvor in der Schule. Die Araber denken, sie wären etwas besseres und versuchen ihre schwarzafrikanischen Kommilitonen zu unterdrücken. Die lassen sich das aber nicht gefallen.
Halima schafft ihren Abschluß und kehrt als Frau Doktor Halima Bashir in ihr Dorf zurück. Bald bekommt sie eine Anstellung in einem Krankenhaus. Den Arabern ist jedoch ein Dorn im Auge, dass sie auch im Bürgerkrieg verwundete Schwarzafrikaner respektvoll und nach allen ihr gebotenen Möglichkeiten behandelt. Für Halima sind alle Menschen gleich.
Sie wird jedoch in ein Provinzkrankenhaus versetzt, wo sie schnell feststellen muss, dass ihr auch hier genauestens über die Schulter geblickt wird. Sie wird verhaftet und erleidet schlimmste Folter und Mehrfachvergewaltigungen. Da flieht sie zurück in ihr Heimatdorf. Doch auch dort überschlagen sich die Ereignisse und sie muss wieder fliehen…….

Mein Eindruck:

Halima Bashir erzählt in einer eher einfachen Sprache, wie sie ihre Kindheit und Jugend im Sudan erlebte. Sie malt diese Erinnerungen nicht nur rosarot, sondern erzählt auch von den schwierigen Verhältnissen im Dorf, wo die Frauen teilweise stundenlang laufen müssen, um Brennholz, Kräuter usw. zu sammeln und wie schwierig es war, in die nächste Stadt zu kommen, wo Verwandte lebten. Ebenso geht sie auf die Hürden ein, die Eltern nehmen müssen, um ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Und vor allem zeigt Halima, wie eng die Familienbande in ihrer Heimat sind. Dies tritt besonders aus ihrer Geschichte hervor, als sie Vergleiche mit ihren Mitmenschen in Großbritannien zieht. Schonungslos und offen erzählt sie auch über ihre Verschleppung, die Folter und die Vergewaltigungen, so dass einem beim Lesen Tränen in die Augen steigen. Man erlebt als Leser fast körperlich ihre Ängste mit, als sie auf der Flucht ist. Ebenso empfindet man die Rückschläge, die sie in Großbritannien immer wieder einstecken muss.

Mein Fazit:

Ein Buch für jeden der die Augen vor den Begebenheiten in Afrika nicht verschließen wollen und können
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5.0 von 5 Sternen Gutes Buch, 17. Dezember 2012
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Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Toll geschrieben.Sehr fesselnd und schwer zu glauben was manche Menschen durchmachen müssen und es aber trotzdem irgendwie schaffen.Hut ab vor diesem Kampfgeist.
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5.0 von 5 Sternen Ein super Buch!, 14. September 2012
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Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben, aber leider manchmal auch ins kleinste Detail beschrieben was bei der Geschichte sehr traurig macht und einen erschüttert!
Trotzdem ein sehr gutes Buch!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr fesselnd, 14. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
das buch kann ich nur weiterempfehlen; SEHR SPANNEND GESCHRIEBEN UND ERGREIFENDE GESCHICHTE; man erfährt sehr einfühlsam etwas über den Sudankrieg und was dies für die Bevölkerung bedeutet
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch das zum nachdenken anregt.., 18. Juni 2011
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Rezension bezieht sich auf: Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur (Gebundene Ausgabe)
Mich hat das Buch zum Teil sehr ergriffen. Ich finde mit dem Buch hat die Autorin einen guten Weg gefunden, um auf die Missstände in ihrer Heimat aufmerksam zu machen.
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Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur
Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur von Damien Lewis (Gebundene Ausgabe - 6. September 2008)
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