weddingedit Hier klicken Jetzt informieren muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More Amazon Weinblog Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen32
3,7 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. Mai 2014
Nach den ersten zwei Kapiteln habe ich dem Klappentext noch recht gegeben und mich auch noch köstlich amüsiert. Emma ist ein Workaholic in einem Männerjob, in dem sie sich nur durchsetzen konnte indem sie zu einem arroganten K***brocken ohne echte Freunde und ohne jegliche Freizeit wurde. Als sie immer schlechter schlafen kann will sie vom Arzt eigentlich nur Schlaftabletten, wird aber direkt wegen Burnout krank geschrieben. Als sie total verloren in einer Bäckerei sitzt trifft sie dort den Engländer Nicholas, der sich aus dem Stand in sie verliebt. Anfangs lebt das Buch von den Kontrasten: Zum einen die ehrgeizige, fleissige Emma, die keinen Spass mehr kennt und nur problemorientierte Lösungen, die bis zur absoluten Unhöflichkeit direkt ist und nichts von diskreter Zurückhaltung weiß, zum anderen Nicholas, adliger Künstler, der ein marodes Herrenhaus geerbt hat und verzweifelt Investoren sucht; ein Klischee-Engländer, der keine Gefühle zeigt, sich für alles entschuldigt und alles in allem sehr zurückhaltend und verklemmt rüberkommt.
Da die Kapitel abwechselnd aus Sicht von Emma und Nicholas beschrieben werden erfährt man wie unterschiedlich manche Situationen von den beiden empfunden werden und anfangs war das auch sehr unterhaltsam und ich musste mehrmals lauthals lachen.
Doch im Laufe des Buches ging mir Emma immer mehr auf die Nerven. Sie ist arrogant, besserwisserisch, glaubt, nur ihr Lebensstil sei der einzig richtige und die Engländer seien ja alles faule Irre, die in ihren Augen nichts richtig machen können. Vorallem Nicholas, der sie spontan eingeladen hatte bei ihm zu wohnen, ist ihr Opfer. Weil Emma zu feige ist sich ihre Gefühle einzugestehen verletzt sie Nick immer wieder und ihre penetrante Art ständig hervorzuheben, dass die Schwaben ja alles besser können als die Engländer und offensichtlich auch als der Rest der Welt war mir als Schwäbin irgendwann nur noch peinlich. Vielleicht kann man sich, diesem "Volkstamm" angehörend, über die schwäbischen Eigenarten noch amüsieren und das eine oder andere bei sich selbst entdecken, doch jeder andere Bundesbürger wird anhand dieses Buches mit Sicherheit nur in seinen Vorurteilen gegenüber den in Deutschland scheinbar so unbeliebten Schwaben bestärkt werden und nach Lektüre dieses Buches erst recht glauben, dass es für uns nichts als "schaffe, schaffe, Häusle baue" und Geld scheffeln gibt und wir alle zum Lachen in den Keller gehen. :-/ Danke Frau Kabatek, so schürt man Vorurteile!
Doch auch Nicholas nimmt im Laufe der Geschichte immer mehr die Züge einer Witzfigur an, obwohl ich die aus seiner Sicht gesehenen Kapitel viel besser fand, da man wenigstens versteht was er eigentlich möchte und er einem ziemlich leid tun kann wenn die Umsetzung seiner Wünsche total in die Hose geht. Trotzdem erfüllt er irgendwann wirklich fast jedes Klischee des verklemmten, spröden, höflich-zurückhaltenden Engländers, was einfach nur noch unglaubwürdig war.

Ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden wie es in diesem Buch zu einem Happy End kommen konnte und bei zwei so unterschiedlichen Persönlichkeiten kann ich auch einfach nicht an ein dauerhaftes Happy End glauben. Ich bin fast sicher, die beiden haben sich wieder getrennt, kaum dass ich das Buch zugeklappt hatte. ;-)
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Emma Stöckle ist ein absoluter Workaholic. Gerade als es besonders stressig im Job wird, wird sie jedoch von ihrem Arzt krankgeschrieben, weil er glaubt, dass sämtliche Kraftreserven aufgebraucht sind. Er verordnet ihr eine zweiwöchige Ruhepause. Emma weiß so gar nicht, was sie mit ihrem Krankenschein anfangen soll. Doch der Zufall will es, dass sie in einem Cafe einem jungen, attraktiven Briten begegnet, der eine so offene Art an den Tag legt, dass Emma nicht anders kann, als ihm ihre Sorgen anzuvertrauen.

Sir Nicholas Reginald Fox-Fortescue, ein formvollendeter Gentleman, ist aber auch sehr mitfühlend und da ihm Emma so gut gefällt, lädt er sie ganz spontan dazu ein, für zwei Wochen in seinem Haus in Cornwall sein Gast zu sein.
Emma lässt sich darauf ein und staunt, als sie vor Nicks Häusle steht nicht schlecht. Es entpuppt sich als riesiger, jahrhundertealter Familienbesitz. Nick, ein Blaublüter macht sich aber nicht viel aus seinen aristokratischen Wurzeln. Er lebte bis zum Tod seines Vaters in Paris und gilt als talentierter Maler.

Da Nicks Vater jedoch ein passionierter Spieler war, sieht sich Nick nun gezwungen, einen Berg von Schulden, die sein Vater machte, abzutragen. Es sieht allerdings so aus, als ob er den „alten baufälligen Kasten“ nebst Familiengespenst, tatsächlich veräußern muss.
Nicks Sorgen lassen auch Emma nicht kalt, denn sie fühlt sich mehr und mehr zu Nick hingezogen. Allerdings ist da auch noch Jonathan, ein ebenfalls attraktiver Surfer, der sie trotz ihrer ersten etwas unglücklichen Begegnung (Emma hatte zuvor Bekanntschaft mit einem Bullen gemacht und war in Kuhexkremente gefallen) unbedingt daten will.
Wie wird Emma sich entscheiden?

Meine Einschätzung:

Als „Covermensch“ sprang mit das poppige und coole Cover des neuen Elisabeth Kabatek Romans direkt ins Auge und da ich auch den Klappentext sehr witzig geschrieben fand, wollte ich „Ein Häusle in Cornwall“ dann auch unbedingt lesen.
Es ist ein Roman für Leser, die fluffig leichte und humorvolle Liebesromane mögen und die vielen, bildhaften Beschreibungen von Nicks Heimat haben mir sehr gut gefallen. Ebenfalls witzig fand ich auch das Rezept zu Gurkensandwiches und Afternoon Tea, das sich im Buch findet, denn genau diese spielen durchaus eine Rolle in diesem Roman.
Auch die Geschichte zwischen einer Deutschen und einem Engländer ist unterhaltsam. Die Autorin streut einige der typischen Vorurteile bzw. Eigenarten von Deutschen (genauer gesagt Schwaben) und Briten mit ein, die für einige heitere Momente sorgen.

Der Schreibstil von Elisabeth Kabatek ist ebenfalls sehr eingängig, doch leider konnte mich die Geschichte nicht hundertprozentig begeistern.

Zum einen liegt das am Heldenpaar. Emma wirkte leider nicht sympathisch auf mich. Man überlege sich nur dieses: Sie wird eingeladen zwei Wochen in Cornwall verbringen zu dürfen und ihr fällt nichts anderes ein, als sogleich an allem herumzunörgeln. Zugegeben Nicks Ex mag durchaus noch eine Spur zickiger gestrickt sein als Emma, doch ehrlich gesagt habe ich mich schon gefragt, wieso Nick sich in Emma verliebt, da sie ihn eigentlich fast die ganze Zeit recht mies und von oben herab behandelt.

Dazu kommt, dass die Dialoge die beide miteinander führen, so manches Mal eher wie nüchtern runtergeratterte Vorträge über Kunst, Macken der Briten/Schwaben o.ä. wirken, als natürlich rüberzukommen. Ich dachte sehr oft beim Lesen der Dialoge, dass so kein Mensch in natura spricht.
Auch der zeternde Hausgeist war mir ein wenig zu farb bzw. substanzlos (auch wenn das Geister so an sich haben mögen ;-) ) beschrieben. Man hätte auch sehr gut auf ihn verzichten können, zumal die Autorin völlig offen lässt, wie ein Geist in der Lage sein könnte, zu facebooken oder im Internet zu surfen und seine Auftritte recht kurz und unspektakulär gehalten sind.
Aber abgesehen von meinen Kritikpunkten ist „Ein Häusle in Cornwall“ durchaus kein schlechtes Buch. Wäre Emma eine etwas sympathische Heldin gewesen und hätten manche Dialoge lebendiger und echter gewirkt, hätte ich den Roman noch viel besser bewertet.

Und eine kleine Bitte an alle fleißigen Abklicker meiner Rezension: Ich habe halt eine andere Meinung zum Buch, die jedoch völlig ehrlich gemeint ist. Mich deswegen abzuklicken ist ja nicht wirklich die feine englische Art, wo wir schon beim Thema sind, oder? ;-)

Fazit: Eine Deutsch/Britische Liebe- Unterhaltsamer, humorvoller Contemporary mit kleinen Schwächen. 3.5 von 5 Punkten. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 15. Januar 2014
Emma Stöckle arbeitet als Projektleiterin in einem Ingenieurbüro und für ihr Leben gern; sie kann sich ihr Leben gar nicht anders vorstellen und Liebe hält sie für eine unnötige Komplikation des Lebens – bis ihr der Arzt dringend eine Auszeit verordnet: Burn-Out...

"So ein Unsinn !", denkt sich Emma und nimmt sich fest vor, die verordneten zwei Wochen Arbeitsunfähigkeit nicht auszuschöpfen und nach zwei Tagen schon wieder zur Arbeit zu eilen.

Doch eh sie sich versieht, ist sie mit ihrer Zufallsbekanntschaft Nicholas nach Cornwall gereist, wo dieser gerade ein Haus geerbt hat. Das stellt sich allerdings nicht nur als Haus heraus, sondern als Herrensitz - der allerdings ein wenig Pflege braucht, da er recht heruntergekommen ist...

Emma ist doch ein bekennender Workoholic und kommt zunächst mit der ruhigeren Art der für sie total schrulligen und gefühlskalten Briten so gar nicht zurecht. Doch mit der Zeit lernt sie diese Art zu schätzen. Lauter Exzentriker und Freigeister, die die Arbeit auch mal Arbeit sein lassen und Spass am Leben haben, haben ja auch fast für sich... Und Nicholas Reginald Fox-Fortescue erst recht...

Mir fiel das Buch durch das lustige Cover auf und der Klappentext klang auch vielversprechend. Ich begann es an einem Tag, an dem ich eigentlich nur knapp eine halbe Stunde zum Lesen hatte zwischendurch – und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen !

Ich kannte die Autorin vorher nicht, aber das war sicherlich nicht mein letztes Buch von ihr.
Sie schreibt wirklich lustig und locker. Emma ist keine typische Protagonistin, schon ein wenig schräg, aber das macht sie umso liebenswerter. Endlich mal kein Modepüppi, das nur am Salatblatt kaut den ganzen Tag und arrogant vor sich hinstarrt (gut, so eine kommt natürlich auch noch im Buch vor...).

Dass die Geschichte immer abwechselnd von Emma und Nicholas erzählt wird, bringt zusätzlich Schwung hinein und bringt dem Leser nicht nur Emma näher, sondern auch Nick.

Die Beiden sind grundverschieden, Emma spricht immer direkt aus, was sie denkt, während Nicholas eher bedächtig ist und gut überlegt, bevor er spricht. Er wirkt teilweise ein wenig steif, aber sagt man das den Briten nicht ohnehin nach..??! Sie schaffen es, trotz der Unterschiede aufeinander zuzugehen und vom Anderen zu lernen.

Ein wenig merkwürdig fand ich, dass Nicholas Worte wie „Sex“ oder auch „Scheiße“ nicht ausspricht, sondern nur mit „S“ tituliert... Andere Personen im Buch sprechen diese Worte hingegen deutlich aus und ich finde, dafür kann man die englische Zurückhaltung nun nicht auch noch verantwortlich machen...

Und dass Emma nicht bemerkt, dass Nicholas sie recht nett findet, war in meinen Augen zu unglaubwürdig, denn steifer Brite hin oder her, einige Signale hätte wohl jede Frau richtig gedeutet... Und dass sie sich gegen ihre aufkommenden Gefühle fast schon pubertär wehrt, fand ich auch nicht überzeugend für eine Frau von 31 Jahren, Karriere als Hauptziel hin oder her.
Daher ziehe ich einen Punkt ab.

Aber alles in allem schreibt die Autorin so liebevoll und lustig und mit viel Liebe für einen wunderschönen Landstrich, dass ich nicht zum ersten Mal dachte: Auf nach Cornwall !
Und fast hofft man nach diesem Buch, dort Emma mit ihren Wellies durch den Schlamm stapfen zu sehen - auf der Flucht vor einem Bullen...
22 Kommentare|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Februar 2014
Zuerst einmal: ich bin keine Schwäbin. Habe aber Verwandte in Schwaben. Und ich liebe England. Von daher hat mich der Klappentext direkt angesprochen und ich habe das Buch gekauft.

Zuerst zu den positiven Sachen:
ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen durchlesen, in jeder freien Minute habe ich die Geschichte von Nicolas und Emma verfolgt. Es ist flüssig geschrieben und ich bin gern am Ball geblieben. Ich konnte mich gut in die Örtlichkeit (St. Agnes, also das St. Agnes, wie Kabatek es beschreibt) reinfühlen und war mit Emma dort auf Entdeckungsreise. Die Einleitung des Buches hat mich direkt gepackt (*schmunzel*) und das Kontrastspiel zwischen Schwabe und Brite war auch nett zu lesen. Und der Perspektivwechsel war auch super. So konnte man immer live an Emmas bzw. Nicolas Sichtweise teilhaben, man wusste meistens, warum wer gerade wie reagiert hat (also nicht nur eine Hauptperson-Sicht).
Noch ein Pluspunkt: Die Randcharaktere. Ich hab die Schrulligkeit /Normalheit von ihnen geliebt. Aber dazu noch unter den "nicht so tollen Sachen" gleich mehr.
Wer also leichte (Liebesroman)Unterhaltung sucht, ist hier richtig. Ich lese gern mal einen Liebesroman, und ich habe schon deutlich schlechtere gelesen. Soweit also zu den positiven Sachen.

Nun zu den Sachen, die mich ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr) gestört haben:
Emma ist mir eigentlich unsymphatisch. Sie ist unfreundlich, launisch, nicht besonders nett. Wieso verliebt sich Nicolas in sie? Gut, zugegeben, er sagt, er hat ihr in ihre grünen Augen geguckt und war verloren. Das war, bevor sie das erste Mal den Mund aufgemacht hat. Aber kann ein Mann wirklich so viel "Gegenwind" einfach so abtun? Er vergöttert sie geradezu, und sie ist nur fies und gemein, macht sein Elternhaus runter, weiß immer alles besser... hat mich schon ehrlich gesagt sehr verwundert, dass er sie nach wie vor bezaubernd findet.
Aber auch Nicolas ist jetzt nicht so der "Knaller" in meinen Augen. Er ist oft steif, denkt ständig an "S" mit ihr, traut sich aber auch in Gedanken das "böse Wort mit S" nicht auszusprechen... das fand ich irritierend.
Kurz gesagt: Emma und Nicolas sind beide nicht gerade die typischen Helden eines Liebesromans, könnten unterschiedlicher nicht sein - und doch verlieben sie sich. Das war mir einfach nicht schlüssig. Gut, Liebe muss nicht schlüssig sein, man verliebt sich halt manchmal einfach, aber hier konnte ich das nicht so wirklich nachvollziehen.
Noch einmal zu den Randcharakteren: ich fand sie symphatischer und besser ausgearbeitet als Emma und Nicolas. Das ist eigentlich eher schlecht würde ich sagen.

Und zum Ende (Achtung, Spoiler!):
häh? Was hat Emma dann letztlich doch umgestimmt? Das hat sich mir gar nicht erschlossen. Sie haut einfach ab, er ist am Boden zerstört, dann schreibt sie ihm nach Monaten einen Brief, er schickt ihr ein Ticket- und sie kommt? Und dann Ende. Warum kehrt sie doch zu ihm zurück? Ich habe fast an ihren "Schäbischen Geiz" (so wie das Ding mit der Briefmarke, sie überlistet sich selber und klebt sie drauf, damit sie den Brief an Nicolas auch bloß abschickt) geglaubt - sie will das Flugticket nicht verfallen lassen und fliegt deshalb zu ihm? Das wäre aber zu unromantisch für solch ein Buch. Fragen über Fragen, die leider für mich am Ende offen bleiben.

Alles in allem:
leichte, manchmal leider zu seichte Unterhaltung. Teilweise unsymphatische Hauptperson. Allerdings durchaus aufgepeppt durch witzige Ideen und nette Nebendarsteller, Rosamunde Pilcher lässt grüßen :)

Leider kann ich dem Buch aus meiner Sicht deshalb nur 3,5 von 5 Sternen geben. Ich würde von einem Kauf nicht abraten, und wer England liebt, wird hier sicherlich (genau wie ich) auf seine Kosten kommen. Man darf aber nicht erwarten, dass hier nicht ständig mit Klischees gespielt wird.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2014
Ein Häusle in Cornwall ist eine Liebesgeschichte doch bei mir ist der Funke nicht übergesprungen. Neben dieser handelt die Geschichte auch von Nicholas (finanziellen) Problemen und seiner Familie und Emmas „Zwangserholungsurlaub“.
Es treten viele Missverständnisse zwischen Nicholas und Emma auf, doch ich hatte nie das Gefühl, in die Handlung eingreifen zu müssen. Das Ende kam mir dann zu schnell und ließ die ein oder andere Frage noch offen.

Ich konnte es mir richtig vorstellen, wie Emma in der Küche von Fox Hall sitzt und sich über den fehlenden Kaffee und nicht vorhandene Mischbatterien beschwert. Aber ich konnte auch beobachten, wie Emma von Tag zu Tag mehr zu sich selbst findet.

Die Geschichte bietet die ein oder andere Überraschung, ist aber zum Teil auch vorhersehbar. Die witzigen Passagen sorgten für Schmunzeln und der Earl sorgte für Abwechslung. Und was darf in einer Geschichte, welche hauptsächlich in Cornwall spielt nicht fehlen? Tee natürlich, und der wurde reichlich getrunken.

Emma war mir sympathisch, vor allem als sie beim Essen nicht mehr an die ganzen Kalorien dachte. Mit Nick kam ich nicht ganz so gut klar. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt wird er mir endlich sympathischer, benahm er sich, wie soll ich es sagen? Peinlich? Kindisch? … Ich denke hier an die Szenen mit dem Frosch und der „Krähe“.
Emma und Nicholas sind sehr verschieden. Während Emma genau das sagt, was sie denkt, ist Nick total das Gegenteil. (Ich weiß, er ist Engländer). Was mich an Nick noch störte, war, dass er zwar, wie er selbst immer wieder sagte, häufig an Sex mit Emma dachte, es aber nicht schaffte, das Wort, auch nur in Gedanken, auszusprechen. Ständig sprach er nur von S. Zum Glück war Emma da offener.
Die Nebencharaktere waren breit gefächert, was für Unterhaltung sorgte.

Erzählt wird Ein Häusle in Cornwall abwechselnd von Emma und Nicholas in der Ich-Perspektive. Aufgegliedert ist die Geschichte in 10 Kapitel. Die einzelnen Kapitel haben Überschriften gefolgt von dem Namen, aus wessen Sicht erzählt wird. Wenn innerhalb der Kapitel die Erzählweise geändert wird, wird dies durch den entsprechenden Namen kenntlich gemacht.
Der Schreibstiel ließ sich gut lesen. Was die Sprache angeht, so kommen gleich drei verschiedene vor: Deutsch, Englisch und Schwäbisch. Und zwar in dieser Reihenfolge. Aber keine Angst, das Englische ist zu verstehen.

Am Ende des Buches findet sich noch ein Nachwort der Autorin und der Stammbaum der Familie Fox-Fortescue. Zum Teil steht bei den bereits verstorbenen die Todesursache dabei, welche aber von Nick während des Verlaufs auch erzählt werden.
Auf der Innenseite der Buchklappen befindet sich noch das Rezept für den Afternoon Tea mit Gurkensandwiches.
Die Autorin verweist noch auf ihre Homepage, welche Zusatzinformationen bereithält. Was die Bilder betrifft: So ungefähr hatte ich mir Cornwall vorgestellt und nein, ich habe nicht zu viele Rosamunde Pilcher-Filme gesehen.

Von mir gibt es knappe vier Sterne.

P.S. Line und Leon kann ich leider nicht weiterhelfen, da ich von keiner freien Wohnung im Stuttgarter Westen weiß.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Mai 2015
Als Stuttgarterin gefällt es mir sehr, wie Elisabeth Kabatek die schwäbische Mentalität in ihren Büchern aufs Korn nimmt. Ich lag bis nachts im 1.00 Uhr im Bett, konnte mich nicht lösen von der Geschichte und hab mich kaputt gelacht- ich hoffe, die Nachbarn nehmen es mir nicht übel.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2016
Von Elisabeth Kabatek habe ich bereits 3 andere Bücher gelesen die hauptsächlich in Stuttgart spielen. Das erste bekam ich bei unserem Umzug ins direkte Stuttgarter Umland geschenkt. Ihre Schreibweise und der Schreibstil haben mir schon da sehr gut gefallen. Das Buch "Ein Häusle in Cornwall" stand also seit dem Erscheinen Anfang 2014 auf meiner Geburtstagswunschliste. Eine Woche danach habe ich es dann in der Bücherei entdeckt und sofort mitgenommen. Fazit: Hat sich echt gelohnt!

Das Buch wird immer abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptdarsteller Emma und Nicholas erzählt. Dadurch werden sowohl die besonderen schwäbischen als auch die englischen Eigenschaften sehr gut herausgestellt und etwas auf den Arm genommen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juni 2014
Sonntag Nachmittag. Theoretisch Sommer, aber der Himmel ist grau und der Wind herbstlich kalt. Eigentlich gutes Lesewetter. Gerade habe ich "Ein Häusle in Cornwall" von Elisabeth Kabatek zu Ende gelesen und wollte die gute Laune, die ich mit diesem Buch bekommen habe, noch eine Weile behalten und kein Risiko eingehen, indem ich ein neues Buch anfange. Also habe ich den Fernseher eingeschaltet. Und das war auch die richtige Entscheidung: Bei ZDF lief Rosamunde Pilcher. Super! So einen Film habe ich noch nie gesehen, und zufälligerweise spielen diese Filme in Cornwall, genau so wie Elisabeth Kabateks Buch.
Leider konnte ich es nicht länger als fünf Minuten aushalten. Zu Recherchezwecken haben sie allerdings gereicht.

"Rosamunde wer?" fragten die Einwohner des kleinen Ortes St. Agnes in Cornwall, jedes Mal wenn die schwäbische Emma die Filme von Rosamunde Pilcher erwähnt hat.
Emma, arbeitssüchtige Schwäbin, trifft eine für sie untypische Entscheidung: Sie fliegt spontan nach Cornwall, um sich bei einem verklemmten Engländer, den sie gerade kennengelernt hat, von einem Burn-Out zu erholen.

Beuteltee in Steingutbechern statt feiner Porzellantassen, Cordhosen und Neopren-Anzüge statt heller flatternder Leinenbekleidung. Alles ist anders als bei Rosamunde Pilcher, die offensichtlich viel berühmter in Deutschland ist als in Cornwall.

Wenn eine pragmatische schwäbische Arbeitssüchtige zusammen mit einem kornischen Sheldon Cooper ein paar Tage verbringt, ist das Ergebnis filmreif, aber alles andere als kitschig und stereotypisch.
Elisabeth Kabatek hat mich wieder zum Lachen gebracht. Nachdem ich mich mit Pipeline Praetorius sehr amüsiert hatte, freute ich mich, als ich erfahren habe, dass es wieder Neues aus Stuttgart gibt. Nur sind die Stuttgarter Momente in "Ein Häusle in Cornwall" eher selten, dafür quält sich Emma Stöckle (ja, so heißt sie) mit der kornischen Realität, dem totalen Gegensatz zu Stuttgart, an der Seite von Nicholas Reginald Fox-Fortescue.

Ich habe beim Fremdenverkehrsamt in Cornwall ein paar Prospekte bestellt. Vielleicht mache ich dort eines Tages Urlaub. Und erleben möchte ich das Cornwall, das Emma erlebt hat und bestimmt nicht das, was gerade im Fernsehen gezeigt wird.
Bis dahin träume ich, während ich in meinen Prospekten blättere, und trinke Nicholas Lieblingstee, Early Morning Tea, natürlich mit Milch und Zucker.
Als Reiseführer werde ich "Ein Häusle in Cornwall" mitnehmen. Denn... "Rosamunde wer?".
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2014
Zugegeben, das Buch hat ein paar wirklich witzige Stellen, der Großteil ist allerdings seltsam gekünstelt und klischeebeladen. Der Autorin gelingt es die englische Hauptperson sympathisch und mit britischem Humor gesegnet auszustatten. Bei der deutschen, pardon, der schwäbischen Protagonistin gelingt ihr das leider gar nicht. Sie ist und bleibt das ganze Buch über unsympathisch. Von Weiterentwicklung kann keine Rede sein. Und auch das seltsame Beharren auf ihre schwäbischen Wurzeln und die dazu gehörigen Tugenden nervt irgendwann nur noch. Fragt man sich, ob eine Frau wirklich drei Nächte mit einem Mann verbringen kann und an jedem Morgen danach wieder genauso hölzern und unnahbar sein kann, wie die gute Emma Stöckle. Der Name ist dann auch das i-Tüpfelchen. Warum nicht gleich "Häberle"?
Warum sich am Ende dann doch alles noch irgendwie findet, erfährt man ja dann leider auch nicht. Die Vermutung, dass Emma dann nach der nächsten Nacht wieder auf und davon rennt, liegt allerdings nahe.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2015
zum Burnout Schutz nimmt Emma die Einladung eines fremden Briten den Sie in einem deutschen Kaffee kennenlernt an und die Dinge nehmen Ihren Lauf - kurzweiliges Lesevergnügen mit "er sieht" "sie sieht" Schreibstil - für mich hätte es noch schrulligere Britsch-Deutsch Kontroversen geben können doch nett kurzweilig geschreiben mir gefällt's. Das Ende in Er-Sie Perspektive hat mir gefehlt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,99 €
8,99 €