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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein neuer Fall - mit bekanntem Aufbau
Andreas Föhr hat bisher vier Titel in der Reihe um Kommissar Wallner veröffentlicht (Der Prinzessinnenmörder: Kriminalroman, Schafkopf: Kriminalroman, Karwoche: Kriminalroman und Schwarze Piste: Kriminalroman. „Totensonntag“ ist vom Erscheinen her eigentlich die fünfte Episode, spielt zeitlich aber im Oberbayern des Jahres 1992...
Vor 15 Monaten von Rum_Trauben_Nuss veröffentlicht

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Feuertaufe für Kommissar Wallner
~Inhalt~

1992, Bad Wiessee: Der 23jährige Kommissar Clemens Wallner steht gerade am Beginn seiner Karriere – ebenso wie sein Kollege Leonhardt Kreuthner, der schon in den 90er Jahren eine zweifelhafte Einstellung zu seiner Arbeit aufweist und dem Alkohol sehr zugetan ist. Kreuthner soll für einen angeblich erkrankten Kollegen einspringen und den...
Vor 13 Monaten von AusZeit-Magazin veröffentlicht


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Feuertaufe für Kommissar Wallner, 22. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Broschiert)
~Inhalt~

1992, Bad Wiessee: Der 23jährige Kommissar Clemens Wallner steht gerade am Beginn seiner Karriere – ebenso wie sein Kollege Leonhardt Kreuthner, der schon in den 90er Jahren eine zweifelhafte Einstellung zu seiner Arbeit aufweist und dem Alkohol sehr zugetan ist. Kreuthner soll für einen angeblich erkrankten Kollegen einspringen und den Inhaftierten Thomas Nissl, der die Nacht bis zur Vorstellung vor Gericht in einer Zelle verbringen muss, bewachen. Zeitgleich findet im Hirschberghaus ein großes Saufgelage statt. Frei nach dem Motto „All you can drink“ und das muss man einem Kreuthner nicht zweimal sagen. Kurz um – Kreuthner schnappt sich seinen Gefangenen Nissl und macht sich mit ihm auf den Weg zur Berghütte. Dort treffen sie auf den „erkrankten“ und schon völlig besoffenen Kollegen von Leonhardt Kreuthner – den immer frierenden Kommissar Wallner und seine Begleitung und Kurzzeitliebschaft Staatsanwältin Claudia Lukas. Es dauert nicht lange und Kreuthner kann mit dem Alkoholpegel seines Kollegen mithalten. Die Verantwortung für den Gefangenen Thomas Nissl hat er schnell vergessen. Als Wallner und Claudia Lukas Nissl bewusst machen, welche Konsequenzen ihm aufgrund seiner vielen Straftaten drohen, dreht Nissl plötzlich durch. Er schafft es, sich zu bewaffnen und schießt dem Wirt versehentlich ins Bein. Als ihm seine Lage bewusst wird, nimmt er kurzerhand die gesamten Gäste des Hirschberghauses als Geiseln. Seine Forderung: Ungehindert mit der Seilbahn zurück ins Tal zu gelangen, wo bereits ein Fluchtauto wartet, mit dem er über die Grenze nach Österreich fliehen kann. Und begleiten soll ihn kein anderer als Clemens Wallner. So machen sich der eher wortkarge und zurückhaltende Kommissar und Thomas Nissl mit der Seilbahn auf den Weg ins Tal. Dort wird Nissl seine aussichtslose Lage erst richtig bewusst und er beschließt, den für ihn einzig richtigen Weg zu wählen: den Selbstmord! Und so stürzt er sich vor Wallners Augen in die Tiefe. Als Wallner ihn schließlich findet, verweisen Nissls letzte Worte auf eine Kirche in Dürnbach, wo ein mit Edelsteinen besetzter Sarg eine Frauenleiche bergen soll. Dies ist der Beginn der Ermittlungen rund um die junge, schöne Frieda, deren Leben an den letzten Kriegstagen 1945 auf tragische Weise endete. Doch welche Verbindung besteht bis in die 90er Jahre? Gibt es überhaupt noch lebende Personen, die man für diese Tat verantwortlich machen kann?

~Einschätzung~

Andreas Föhr bleibt seinem gewohnten und sehr guten Schreibstil auch in „Totensonntag“ treu. So gibt es zwei Erzählebenen. Zum einen befinden wir uns im Jahr 1992 – am Beginn der Karriere von Clemens Wallner und der ersten Zusammenarbeiten mit seinem Kollegen Leonhardt Kreuthner. Leider muss ich sagen, dass wir hier nicht wirklich viel Neues über die Charaktere erfahren. Meiner Meinung nach wäre dieses Buch besser am Anfang der Krimi-Reihe von Föhr aufgehoben gewesen. So liest man häufig Wiederholungen aus den Vorgängerromanen. Trotzdem ist es natürlich witzig, die Passagen über Wallners Vater Manfred und die dubiosen Verhaltensweisen von Kreuthner zu lesen. Föhr bleibt seinen Charakteren treu. So ist Wallner weiterhin schüchtern, zurückhaltend und „mahnend“, sein Großvater Manfred zeigt uns wieder einmal mehr, dass er es auch schon in früheren Jahren faustdick hinter den Ohren hatte und Kreuthner … na ja, Kreuthner ist eben Kreuthner. Sprich: So ein Polizist hätte im wahren Leben wirklich nichts im aktiven Dienst zu suchen! Auf der anderen Seite befindet sich der Leser im Jahre 1945. Hier schafft es der Autor wirklich gut, die Stimmung der grausamen und beängstigenden Kriegszeit einzufangen. Wir erfahren mehr über Dorfbewohner, die auch im Jahre 1992 noch am Leben sind. Mittelpunkt der Geschichte ist die Story um die flüchtige Frieda, die versucht, in den letzten Kriegstagen im Dorf Unterschlupf zu finden, um sich vor dem sicheren Tod zu retten. Doch alles sollte ganz anders kommen. Was genau ist in den letzten Tagen des Krieges passiert? Warum musste Frieda – die sich längst in Sicherheit wähnte – letztendlich doch noch sterben? Und weshalb wurde ihre Leiche zu Nissls Lebzeiten nie gefunden?

Der gelernte und in München lebende Jurist Andreas Föhr begann bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Schreiben von Drehbüchern. Schon damals entdeckte er seine Leidenschaft für Krimis. 2009 veröffentlichte er seinen ersten Roman rund um die Charaktere Kommissar Wallner und seinen Polizistenkollegen Leonhardt Kreuthner. Bis heute folgten jährlich weitere Folgegeschichten.

~Fazit~

Ich muss sagen, dass ich bisher alle Bücher von Andreas Föhr sehr, sehr gern gelesen habe. Ich konnte sie kaum aus der Hand legen, war immer begeistert von den verschiedenen, witzigen Charakteren und den schlüssigen Ermittlungen in seinen Büchern. „Totensonntag“ kann da nicht ganz mithalten. So musste ich mich doch leider das ein oder andere Mal zum Weiterlesen zwingen. Die Situationskomik konnte den relativ flach gehaltenen Spannungsbogen leider nicht ausbügeln. Und somit vergebe ich – trotz einiger Abzüge – 3 von 5 Punkten, in der Hoffnung, dass Andreas Föhr mit seinem nächsten Roman wieder an seine großartigen Vorgängerbücher anknüpft. (SM)
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein neuer Fall - mit bekanntem Aufbau, 20. Oktober 2013
Von 
Rum_Trauben_Nuss - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Broschiert)
Andreas Föhr hat bisher vier Titel in der Reihe um Kommissar Wallner veröffentlicht (Der Prinzessinnenmörder: Kriminalroman, Schafkopf: Kriminalroman, Karwoche: Kriminalroman und Schwarze Piste: Kriminalroman. „Totensonntag“ ist vom Erscheinen her eigentlich die fünfte Episode, spielt zeitlich aber im Oberbayern des Jahres 1992. Erzählt wird der allererste Fall des frischgebackenen Kommissars bei der Kripo Miesbach, wenn man so will also eine Art „prequel“ zu den bisherigen Fällen.

Im Zusammenhang mit einem Saufgelage auf einer Berghütte, das sich Kreuthner verständlicherweise nicht entgehen lassen will, erhält Wallner Hinweise auf ein Verbrechen, welches sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ereignet hat. Viele der damals Beteiligten sind noch am Leben, die Ermittlungen beginnen und bald schon kommt Bewegung in die Sache …

Die Erzählung wechselt ständig zwischen 1945 und 1992 hin und her, aber das Spiel mit den verschiedenen Erzählebenen ist ja aus den anderen Fällen schon hinlänglich bekannt, also nichts Neues. Mich hat jedoch beeindruckt, wie intensiv und plastisch der Autor die Kriegsgeschehnisse und die Beteiligung der einfachen Bürger im vorliegenden Fall schildert. Die zeitlichen Rückblenden nehmen einiges vom Buchumfang in Anspruch und waren dabei alles andere als uninteressant.

Erfreulich diesmal auch die Zusammenarbeit von Wallner und Kreuthner. Nach meinem Empfinden stehen die Zeichen hier zu Beginn weniger auf Konflikt als in den späteren Fällen. Die Unterschiede in den Ermittlungsmethoden sind zwar genauso gravierend, jedoch unterstützen sich die beiden gegenseitig und jeder trägt auf seine Art letztlich zur Auflösung des Falles bei.

Was mir persönlich weniger gefallen hat, war die Entwicklung der Gegenwarts-Handlung (also 1992) im letzten Drittel des Buches. Ich will hier keine Details verraten, aber einiges davon war doch absehbar und manches wiederum wirkte einfach zu konstruiert und stellenweise zu übertrieben.

Und hier erlaube ich mir – als bekennender Fan von Andreas Föhr und seiner Krimi-Reihe – auch leichte Kritik anzumerken. Abgesehen von der Verlagerung des Falls in das Jahr 1992 und den damit verbundenen Einblicken in die Anfangszeit Wallners bei der Kripo Miesbach kommt einem beim Lesen einfach zu viel bekannt vor. Das Spiel mit den Rückblenden gab es auch schon in jedem der bisherigen Fälle, ebenso die Eskapaden von Opa Manfred, die Verstrickungen von Personen aus Wallners Umfeld und so weiter. Die Fälle sind immer nach einem ähnlichen Schema aufgebaut. Bislang hat das zwar wegen der recht originellen Handlungen nicht wirklich gestört, mit der Zeit zeigen sich wie ich finde aber schon leichte „Ermüdungserscheinungen“ und etwas Abwechslung wäre durchaus angebracht..

Der Ausflug in die Vergangenheit von vor 20 Jahren sollte daher eine einmalige Episode bleiben. Für die nächsten Fälle würde ich mir wünschen, dass diese wieder in der heutigen Zeit spielen und sich die bekannten Personen sowohl privat als auch beruflich weiterentwickeln und die Charaktere an Tiefe gewinnen. Potential hierfür ist reichlich vorhanden. Und an Ideen für neue Fälle dürfte es Andreas Föhr wohl auch nicht mangeln …

Als Fazit vergebe ich gerne vier Sterne. „Totensonntag“ ist ein unterhaltsamer und durchaus anspruchsvoller Regional-Krimi, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Sprache und Satzbau sind (trotz mancher direkter Reden in bayerischem Dialekt) klar und eingängig, das Buch liest sich insgesamt sehr angenehm und „rund“.

-> Kaufempfehlung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial, 13. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Meine Frau und ich sind mittlerweile absolute Andreas Föhr bzw. Kommissar Wallner Fans. Sehr kurzweilig und durch die plastisch dargestellten Protagonisten ein wahrer Hörgenuss für Fans von "Alpenkrimis". Der Sprecher des Hörbuches verdient eine Auszeichnung!
Kann ich uneingeschränkt empfehlen und warte schon auf einen neuen Teil dieser Serie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord verjährt nicht, 18. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Taschenbuch)
„Was machst denn für einen Scheiß?“, sagte Wallner, weil er nicht wusste, was er sonst sagen sollte. „Kannst du atmen?“
Nissl nickte und ergriff den Ärmel von Wallners Daunenjacke. „Mir ist kalt“, sagte er, während er Wallner zu sich zog. Der nahm ein Zittern wahr, das so dezent war, dass Wallner es in der ersten Aufregung nicht bemerkt hatte.
„Bleib ruhig. Die sind gleich da. Dann holen wir einen Krankenwagen.“ Wallner sah hinunter zu der Stelle, an der der Bergpfad endete und die Forststraße begann. Hier würden in wenigen Minuten einige Fahrzeuge der Polizei eintreffen. Und in einem davon wäre ein Funkgerät, hoffte Wallner, und es kam ihm der Gedanke, dass man alle Polizisten mit Mobiltelefonen ausrüsten sollte. Dann hätte er längst einen Notarzt verständigen können.
„Ich muss dir was sagen“, flüsterte Nissl.
„Beweg dich nicht so viel. Und spar dir den Atem.“ Wallner zog seine Daunenjacke aus und deckte sie über Nissl. Der hörte nicht auf zu zittern, und jetzt fing auch Wallner damit an. Der Föhn hatte nachgelassen, und die Temperaturen bewegten sich langsam auf den Nullpunkt zu.
„Den Sarg aus Glas … ich … ich hab den wirklich gesehen.“
„Wenn du wieder gesund bist, dann zeigst du ihn mir. Einverstanden?“
„Bist a anständiger Kerl.“ Er nahm Wallners Hand. Nissls Hand war erstaunlich weich und kalt wie der Tod. „Zieh die Jacke wieder an. Ich brauch sie nicht.“ „Du brauchst sie“, sagte Wallner und spähte den Berg hinab, ob sich nicht von irgendwo Lichter näherten oder Motorengeräusch zu hören war.
„In dem Sarg liegt eine Frau. Sie … sie hat ein Loch im Kopf. Von einer Kugel.“ Nissl konnte nicht weitersprechen. Er hustete und hielt sich die Hand vor den Mund. Die Hand färbte sich schwarzrot, ebenso Nissls Mund. Wallner versuchte, ihn mit einer Geste zu beschwichtigen.
„Komm, bitte! Halt dich ruhig. Wir gehen zusammen zu deinem Sarg. Wenn das hier vorbei ist. Versprochen.“
„Ich geh nirgends mehr hin“, hauchte Nissl. „Sankt Veit. Hörst du? Der Sarg ist in Sankt Veit, im Keller.“ Er starrte Wallner mit aufgerissenen Augen an und quetschte dessen Unterarm mit der blutverschmierten Hand. „Ich hab die Frau auf dem Gewissen!“

Der alte Nissl, der hier so dramatisch stirbt, war Wallner und seinem Kollegen Kreuthner gut bekannt. Ein kleiner Ganove, Alkoholiker, ohne festen Wohnsitz und mit einem beachtlichen Vorstrafenregister, was Einbrüche und Diebstähle angeht. Aber dass er einen Menschen auf dem Gewissen haben soll, kann sich niemand vorstellen. Und was soll diese Sache mit dem gläsernen Sarg, in dem schneewittchengleich eine Tote liegen soll? Als die beiden Beamten dem Hinweis nachgehen, stoßen sie auf ein Verbrechen, dessen Aufklärung sie weit in die Vergangenheit führen wird – bis hin zu einem Maitag des Jahres 1945…

Diesen Krimi habe ich förmlich eingeatmet! Der Schreibstil war sehr angenehm und kurze Kapitel führten dazu, dass ich immer „nur noch eins“ mehr lesen wollte. Sehr spannende Abschnitte wechselten mit Passagen voller trockenem Humor ab und immer wieder gab es Rückblenden in das Jahr 1945, bei deren Dramatik mir teilweise ganz anders wurde. Der Krimi selbst spielt im Jahr 1992, was insofern bedeutsam ist, als dass es noch reichlich Zeitzeugen für das Ende des zweiten Weltkriegs gibt. Und Beteiligte.

Wie ist das, wenn jemand, den man kennt, mit dem man vielleicht sogar verwandt ist, eine SS- oder SA-Vergangenheit hat? Viele von ihnen haben sich nach dem Krieg wieder eine „normale“ bürgerliche Existenz aufgebaut und haben kein großes Interesse daran, über ihr früheres Leben zu reden. Wallner und Kreuthner haben es nicht leicht, die Geister der Vergangenheit aufzuscheuchen. Dass sie aber auf einem guten Weg sind, merken sie schon bald, denn auf den „alten“ Mord folgt ein aktueller. Eins ist doch klar: Wer im Jahre 1945 keine Skrupel hatte, der kennt sie auch 1992 nicht. Obwohl es auch Verdächtige jüngeren Alters gibt… Ein kniffliger Fall!

Die Charaktere bieten uns das beliebt-bewährte grundverschiedene Ermittler-Duo, hier noch gewürzt mit einer recht unkonventionellen Staatsanwältin. Wallner ist der leicht spießige, überaus korrekte Typ und Kreuthner, nun ja, das genaue Gegenteil. Alle Freunde von ihnen werden sich freuen, die beiden hier mal als ganz junge Beamte zu erleben. Und wer sich immer schon mal gefragt hat, wieso Wallner ständig friert, erhält in diesem Buch die Antwort darauf.

Auch wer Regionalkrimis mag, kommt hier auf seine Kosten. Die bayerischen Schauplätze liefern schöne Landschaftsbeschreibungen, uriges Brauchtum und Dialekt. Ein Nichtbayer (so wie ich) muss aber keine Verständnisprobleme fürchten, denn auch wenn Sätze wie „Du! Du kannst mir mal an Schuah aufblasen!“ nicht zu meinem Sprachgebrauch gehören, kann ich ihre Aussage doch problemlos nachvollziehen ;-)

Die Auflösung war schlüssig, die Handlung ließ mich lange miträtseln und brachte sowohl überraschende Wendungen als auch die ein oder andere „Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlag“-Situation. Fazit: Spannend, unterhaltsam und anspruchsvoll – dieser Krimi ließ bei mir keinen Wunsch offen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Ende, 20. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Taschenbuch)
Der junge Wallner gerät auf einer Berghütte eher zufällig in eine Geiselnahme eines verzweifelten älteren Mannes, der nicht ins Gefängnis will. Er verrät dem jungen Ermittler, dass in einer Gruft in St. Veit eine ermordete Frau begraben sein soll. Wallner beginnt mit den Ermittlungen, die ihn bis zum Kriegsende 1945 zurückführen... .
Dem Autor Andreas Föhr ist es gelungen, mit ,,Totensonntag" einen spannenden und authentischen Fall zu schreiben und dem Leser Wallners erste Ermittlung zugänglich zu machen.
Die Handlung wird zeitlich gesehen einmal aus dem Jahr 1945 und dann wieder von 1992 erzählt. So erfährt man als Leser zunächst immer ein Stückchen mehr, was damals passiert ist und sieht dann, wie es dem jungen Ermittler gelingt, das Vergangene aufzudecken.
Die Figuren werden gut beschrieben und charakterisiert. Man kann sich den jungen Wallner richtig gut vorstellen.
Föhr gelingt es, die Spannung kontinuierlich oben zu halten und immer wieder eine Prise Humor einzuarbeiten. Dadurch hat mich der Krimi gut unterhalten und zum Ende hin richtig überrascht.
Insgesamt ist ,,Totensonntag" ein toller Krimi, der spannend bis zum Ende bleibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Wallner-Fans OK - Hörbuch wie immer toll umgesetzt, 10. Dezember 2014
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Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Hörbestseller) (Audio CD)
"Totensonntag", der neueste Wallner-Krimi stellt ein Prequel dar. Erzählt wird die Geschichte von Wallners allererstem Fall. Man lernt etwas mehr über die Vorgeschichte der aus den anderen Büchern bekannten Personen, und der Grundsätzliche Aufbau mit verschiedenen Zeitebenen ist auch schon uas den anderen Büchern bekannt.

Ich bin ein Fan der Reihe, aber dies ist meiner Meinung nach das schlechteste Buch. Die Geschichte mag nicht so wirklich zu fesseln, und die Aktionen vor allem Kreuthners sind noch unglaubwürdiger als in den vorangegangenen Büchern. Dass bei einem Einbruchsversuch z.B. ein halbes Haus gesprengt wird ohne dass dies wirkliche Konsequenzen hätte ist nicht wirklich glaubhaft. Mir fehlt hier der Spannungsbogen und das Aha-Erlebnis am Schluss. Die Auflösung ist recht vorhersehbar. Rein für das Buch vergeben ich 3 Sterne.

Empfehlenswert ist allerdings eindeutig die Hörbuchfassung. Michael Schwarzmaier schafft es hervorragend, den einzelnen Charakteren unterschiedliche Stimmen zu geben und schlägt einen mit seiner Stimme dann doch in den Bann. Für seine Leistung gibt es volle 5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Brüllen komisch..., 8. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Hörbestseller) (Audio CD)
ist dieser "Dorfpolizist" Kreuthner. Und dies kann man wahrscheinlich nur so ganz in der Hörbuchvariante erleben - miterleben! Das liegt natürlich an dem genialen Sprecher Michael Schwarzmaier. Ich glaube das Lesen des Buches hätte nur halb soviel Spaß gebracht. Natürlich handelt es sich hier um ein sehr ernsthaftes und trauriges Kapitel der deutschen Geschichte, Aber da sind der junge (gerade von der Polizeischule gekommene) überkorrekte (wie der Großvater sagt verklemmte) Clemens Wallner und sein Widerpart der trottlige, aber auch verschlagene (hinterpfotzige) Kreuthner. Dazu eine junge Staatsanwältin auf der Suche nach etwas Liebe und Abendteuer. Welch eine Mischung!

Als erstes Hörbuch hatte ich "Karwoche" gehört und dann sofort beschlossen, mir alle Hörbücher zu kaufen. Dabei war nicht einmal der Krimi (Inhalt) an sich ausschlaggebend, sondern der so wunderbar gelesene bayerische Dialekt, der diese Hörbücher zu etwas ganz Besonderem macht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich liebe die Bücher, 23. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Kindle Edition)
Ich liebe die Bücherl.
Ich habe alle Bücher lesen und warte immer gleich auf das nächste.
Das ist Spannung pur. Ich wohne in Bayern und kenne die meisten Orte wo die Leichen gefunden werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi mit geschichtichem Hintergrund, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Ich liebe ja die Bayernkrimis von Andreas Föhr, vor alles weil sie auch wunderbar gelesen werden! Daher wirklich als Hörbuch sehr zu empfehlen.
Für mich die besten Bayernkrimis!
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3.0 von 5 Sternen Wallners erster Fall, 9. Januar 2015
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Hörbestseller) (Audio CD)
Der junge, frischgebackene Kriminalkommissar Clemens Wallner gerät auf etwas seltsamen Wegen an einen Fall, der sich eigentlich 1945 zugetragen hat. Es ist inzwischen 1992 und Wallner spürt Überlebende aus dieser Zeit auf, um die Wahrheit über den Tod der jungen Frau zu erfahren, die in einem mit bunten Glassteinen verzierten Sarg mit einer Kugel im Kopf begraben liegt.

„Totensonntag“ ist in der Chronologie von Wallners Fällen der erste, ist aber als fünfter Band in der Reihe erschienen. Ich habe ihn als erstes gehört und habe trotzdem das Gefühl, einiges nur dann zu verstehen, wenn ich die anderen Bände kenne. Eigentlich unlogisch und deshalb auch nicht gerade wirklich als Empfehlung für „Totensonntag“ gedacht.

Wallner ist ein junger, recht harmloser und unschuldiger Mann. Fast ist er mit seinem Job und den Menschen überfordert. Und ausgerechnet da trifft er auf die unkonventionelle Staatsanwältin Claudia Lukas, die zehn Jahre älter als er ist und eine zwölfjährige Tochter hat. Beide entwickeln Gefühle füreinander – die den Ermittlungen auch sehr im Wege stehen.

Der Wechsel zwischen den Ereignissen 1945 und 1992 ist zugleich interessant, als auch störend. Immer, wenn ich so schön im Fluß war, wechselte die Perspektive. Für mich war das ein wenig anstrengend und Spannung kam kaum bis gar nicht auf. Die Einstellung des einen oder anderen Protagonisten hat mich schon staunen lassen. So viele spezielle Charaktere auf einmal, das ist schon eine extreme Häufung.

Der Stil ansich ist nicht das, was ich persönlich bevorzuge. Zu viel Drumrum, bis es an den Kern der Sache geht. Auch hätte mir weniger genaue Beschreibung an so einigen Stellen mehr gefallen. Mir hat der Stil sehr schwer gemacht, voll und ganz in die Story zu tauchen.

Der Sprecher ist eindeutig kein Dialektsprecher. Seine Stärken liegen in der klaren, deutlichen Aussprache. Dialekte nachahmen ist nicht so ganz sein Ding. Doch auch, wenn er das perfekt könnte – die Story von „Totensonntag“ hat mich nicht mitgerissen und auch nicht überzeugt. Ich fand sie weder witzig noch besonders spannend, wenn auch am Schluss alles stimmig aufgelöst wurde. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich die anderen Wallner-Fälle auch lesen oder hören möchte. Dieser jedenfalls bekommt von mir leider nur drei Sterne.
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Totensonntag: Kriminalroman
Totensonntag: Kriminalroman von Andreas Föhr (Broschiert - 1. November 2013)
EUR 14,99
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