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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir werden schliesslich ALLE älter - Tag fuer Tag...
... So ist es ja wirklich kein Wunder, dass dies auch unserem Helden Harry Bosch passiert..

Im letzten Buch 'Der Widersacher' kehrte Harry Bosch fuer einen 5-Jahres-Vertrag ins Los Angeles Police Department LAPD zurueck, anstatt in Pension zu gehen. Das Programm nennt sich DROP und er beschaeftigt sich mit noch offenen, ungelösten FGällen, auch "Cold...
Vor 5 Monaten von Jai yen veröffentlicht

versus
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3.0 von 5 Sternen Eine gewisse Unzufriedenheit ...
Rufus Coleman wird von zwei Gefängniswärtern hereingeführt und mit auf dem Rücken verschränkten Armen am Stuhl angekettet. Er weiß, dass er beobachtet wird, auch wenn im Verhörraum nur eine Person sitzt. Was der Cop von ihm will, weiß er nicht. Er kann es auch nicht wissen. Wie auch, denn er war in seiner Gang stets nur der Mann...
Vor 3 Monaten von Thomas Lawall veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir werden schliesslich ALLE älter - Tag fuer Tag..., 28. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Gebundene Ausgabe)
... So ist es ja wirklich kein Wunder, dass dies auch unserem Helden Harry Bosch passiert..

Im letzten Buch 'Der Widersacher' kehrte Harry Bosch fuer einen 5-Jahres-Vertrag ins Los Angeles Police Department LAPD zurueck, anstatt in Pension zu gehen. Das Programm nennt sich DROP und er beschaeftigt sich mit noch offenen, ungelösten FGällen, auch "Cold Cases" genannt ...
Und so findet er folgenden Fall: Mai 1992 - der Fall 'Schneewittchen'.
Er wurde so bespitznamt, da die meisten der anderen Opfer nach dem tragischen Mai 1992, als 4 LAPD Polizisten im Fall 'Rodney King' freigesprochen wurden, Farbige waren. So, und was tat eine sehr junge und sehr weisse und noch dazu dänische Reporterin inmitten der Plünderungen und Schlägereien, die wochenlang in bestimmten Bezirken von Los Angeles an der Tagesordnung waren?
Harry und seine Kollegen, die damals unter Bürgerkriegsbedingungen und ausschliesslich unter der Aufsicht von Golfkriegs-Veteranen arbeiteten, konnten nur ein bestimmtes Mass an Nachforschungen an der Szene des Verbrechen vornehmen. Leider nicht annähernd genug, um diesen so unsinnig erscheinenden Mordfall zu lösen.
Aber es gab jemanden, der vom gewaltsamen Tod der Freelance-Reporterin profitierte...

Und nun liegt sie vor ihm - die Akte 'Schneewittchen'. Und Harry, alter Bluthund der er nun einmal ist, fängt an, in allen möeglichen und unmöglichen Plätzen nach seiner 'Black Box' zu suchen. So von ihm benamt, da Harry weiss: Für JEDEN Fall gibt es eine Black Box. Ja, eine Black Box, wie diese nahezu unzerstörbaren Schachteln, die, wenn sie einmal gefunden werden, Ihr gesamtes Wissen über Flugzeug- oder Schiffs-Ungluecke preisgeben. Und so braucht Harrry nur SEINE spezielle Black Box zu finden, um den Fall zu lösen...
Und er WIRD sie finden.
Und wird versuchen, den/die Schuldige/n zu jagen und zur Strecke zu bringen...
Aber Harry ist selbst ein Gehetzter.
Er hat es an Respekt fuer seine inkompetenten Vorgesetzten im LAPD mangeln lassen - ganz besonders fuer Leutnant O'Toole, der nun die Bluthunden der 'Internal Affairs' - der Inneren Angelegenheiten - wegen einer Lappalie auf unseren schwer beschäftigten Helden loslässt. Und DAS ist nun einmal entscheidend, ob er oder nicht diesen seinen Fall weiter verfolgen kann oder aubgeben muss. Und er könnte auch seinen Job verlieren, wenn die Anklage bestehen bleibt...
Aber gaaaaanz am Ende werden sogar die Jungs der 'Internal Affairs' eine sehr wichtige Hilfe fuer unseren Helden, der mit seinen Nachforschungen in einem wahren Wespennest herum gestochert hat!
Und - wie ich zu Beginn anmerkte: Wir werden schliesslich alle jeden Tag älter, und so geht's halt auch uns' Harry.
Und auch Helden brauchen so dann und wann eine hilfreiche Hand ...

Dieser Thriller ist perfekt, eine ausgesprochen empfehlenswerte Lektüre, und zwar nicht nur fuer die Freunde und Liebhaber von Michael Connelly und Harry Bosch.
Sondern fuer all diejenigen, die ihre Polizeiermittlungen mit einer besonderen, persönlichen Note lieben, wie sie eben nur ein Autor von Connelly's Kaliber seinen Protagonisten - und den Lesern - zumuten kann!
Das Ergebnis ist ein Leserlebnis, das Seltenheitswert hat heutzutage, wo simpel heruntergeschluderte eBook 'Thriller' und Wischi-Waschi-Ermittlungen den Markt überschwemmen und an der Tagesordnung sind...
Und so danken auch wir Michael Connelly und Harry Bosch fuer 20 Jahre Treue und tapferen Einsatz - unermütlich im Dienste der Leser!
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5.0 von 5 Sternen Harry Bosch, der Achtzehnte, 8. Mai 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Gebundene Ausgabe)
1992 erscheint „Black Echo (dt. Titel „Schwarzes Echo“)“, der erste Thriller mit Detective Harry Bosch, der Kultfigur des amerikanischen Autors Michael Connelly, für den er auf Anhieb mit dem Edgar Award ausgezeichnet wird. Mittlerweile sind zweiundzwanzig Jahre vergangen und siebzehn weitere Bände der Reihe veröffentlicht worden, die bis heute nichts von ihrer Spannung eingebüßt hat.

Harry ist ruhiger geworden, kein junger Hüpfer mehr, aber er zählt auch noch nicht zum alten Eisen. Anstatt sich in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden, beschließt er, den Toten eine Stimme zu geben und verdingt sich für fünf Jahre bei einer Spezialeinheit des LAPD, einer Cold Case Unit, die ungelöste Mordfälle bearbeitet.

Nun also „Black Box“, der neueste Fall für Harry Bosch, der für ihn aber eigentlich alt ist, hat er doch in der gleichen Mordsache bereits vor zwanzig Jahren ermittelt: Es geht um den ungeklärten Mord an einer dänischen Journalistin in South Central, dem Viertel, in dem, ausgelöst durch den Todesfall Rodney King, die Situation im Frühjahr 1992 eskaliert und in blutigen Auseinandersetzungen mündet.

Zwei Jahrzehnte später haben sich die ballistischen Untersuchungsmöglichkeiten enorm weiterentwickelt, sodass die damals am Tatort gefundene Kugel einer bestimmten Waffe zugeordnet werden kann. Harry Bosch nimmt den Fall wieder auf und stellt im Laufe seiner Ermittlungen fest, dass die Journalistin nicht zufällig das Opfer rivalisierender Gangs wurde, sondern einer großen Sache auf der Spur war…

Alle Bänder dieser Reihe zeichnen sich dadurch aus, dass der Autor sehr großen Wert auf die exakte Darstellung und die detaillierte Beschreibung der polizeilichen Ermittlungsmethoden legt. Dazu kommt dann noch die richtige Prise „Persönliches aus dem Berufs- und Privatleben“ des Protagonisten, und so entsteht ein äußerst gelungener Mix aus Spannung und Wiedersehen, nicht nur mit einem alten Bekannten, sondern auch mit dessen Umfeld und den Beziehungen, die ihm wichtig sind.

Die Verknüpfung zeitgeschichtlicher Ereignisse, in diesem Fall die Rassenunruhen in Los Angeles mit einem fiktiven Mordfall, sorgen in Connellys neuestem Buch für die richtige Dosis Realität und machen aus „Black Box“ nicht nur einen spannenden sondern auch einen glaubwürdigen Thriller.

Band 19 mit Harry Bosch wird im Original übrigens Ende 2014 unter dem Titel „The Burning Room“ erscheinen – wir dürfen gespannt sein!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Akribische Darstellung der Recherche, 21. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Was eine Black-Box in einem Flugzeug ist, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Bei einem Mordfall nutzt Connelly den Begriff durch seinen Protagonisten Harry Bosch im Buch als „das Detail“. Irgendetwas, entscheidendes, das am Tatort genau den Hinweis in sich trägt, mit dem sich der Fall aufrollen lässt.

„Folge der Pistole“.

Das ist die Black-Box des Harry Bosch in Bezug auf den 20 Jahre zurückliegenden Mord an einer dänischen Journalistin in Los Angeles. Zur Zeit massiver Rassenunruhen und Gang-Kriege 1992 liegt die Leiche der Frau in einer kleinen Gasse. Hingerichtet.

Schnell wird sie unter den „Kollateralopfern“ dieser Tage eingeordnet, aber als „offener Fall“ weiter geführt. 20 Jahre später ist es in Polizeikreisen opportun, diese „offenen Fälle“ noch einmal anzugehen. Und Harry Bosch wäre nicht Harry Bosch, wenn er bestimme ungelöste Fälle nicht persönlich nehmen würde. Fälle, die ihm keine Ruhe lassen.

Auch wenn der neue Chef ein „Tool-Mann“, ein Technokrat und Verwaltungsfetischist ist, der die Zeit seiner Mitarbeiter keinesfalls zu verschwenden gedenkt. Auch wenn Bosch mehr und mehr auf eigene Faust zu ermitteln hat. Wo er sich festgebissen hat, lässt er nicht mehr los. Und so folgt er der zunächst einzig verbindenden Spur des Falles, der Mordwaffe.

Die er nicht hat, deren Weg durch die Jahre er nun langsam, aber sicher, erfolgreich verfolgt.

Und schnell merkt: jene Anneke Jespersen war keine „Touristin“, deren journalistischer Spürsinn vor Ort in den USA erst erwachte. Jene Jespersen kam bereits mit einem Ziel, einer Recherche in den USA damals an. Eine Recherche, die von Kuwait über Stuttgart nach Los Angeles führte.

Je näher Bosch die Motive der Frau einkreist, je mehr ihm gerade Dinge auffallen, die am Tatort fehlten (beim Hotelzimmerschlüssel der Journalistin mal angefangen), desto deutlicher wird ihm, dass hier ganz andere Hintergründe als regionale Bandenkriege zu finden sein werden.

Und desto gefährlicher werden die Ermittlungen für ihn selbst.

Was Tom Clancy für die akribische und teils sehr kleinteilige Beschreibung von Militärtechnik ist, ist Michael Connelly (und das ganz besonders) für die kenntnisreiche, sehr realitätsgetreue und breite Darlegung polizeilicher Ermittlungsarbeit.

Schon nach dem ersten Drittel des Buches ist der Leser intensiv vertraut mit den internen Abkürzungen für alles Mögliche beim LAPD, folgt Bosch kleinteilig von Indiz zu Indiz und wird so, bei aller Sorgfalt der Darstellung, auch auf eine ziemliche Geduldsprobe gestellt, bevor so etwas wie Spannung und Bewegung in den Ablauf der Ereignisse trifft.

Dialoge, Telefonate, Aktenlage, Überlegungen, Computerrecherche, hier und da ein Ansatz eines Verhörs, das zieht sich, bis der Fall beginnt, „so richtig“ an Fahrt aufzunehmen.

Dann aber gestaltet Connelly in bewährter Form mit seinem altgedienten Protagonisten eine anregende Jagd, gefährliche Momente, aktuelle Tote und zieht den Leser bis zum „Showdown“ souverän in seinen Bann.

Trotz der sehr breiten und langatmigen Erzählweise zu Beginn des Buches ergibt sich so im Gesamten die von Connelly gewohnt anregende und spannende Unterhaltung, in welcher der Leser sehr detailgenau und realistisch die Ermittlungsarbeit nachvollziehen kann.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Black Box - eine alter Fall von Harry Bosch, 21. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
1992 war Harry Bosch mit im Einsatz bei den Unruhen von Los Angeles. Es wird eine Weiße in einem schwarzen Viertel tot aufgefunden und auch wenn er den Fall gerne sofort lösen würde muss er direkt wieder zu einem anderen Toten.
20 Jahre später wird auf Grund des Jahrestages der Fall neu aufgerollt und Harry Bosch versucht raus zu finden was 1992 passiert ist...

Meine Meinung:
"Black Box" folgt nun recht schnell nach "Der Widersacher" und mich irritierte ein wenig der Zeitsprung. Denn Black Box erzählt die Geschichte von 2012, ein Jahr nach der Geschichte im Band "Der Widersacher". David Chu im Widersacher fast schon Ex Partner von Harry ist nun etablierter Partner. Einen neuen Leutnant gibt es auch und auch sonst ist viel passiert was nicht direkt mit dem Fall zu tun hat. Es war nur zu Beginn irritierend weil der letzte Fall von Harry Bosch für mich nur ein Monat her ist.

Ansonsten ist alles wie gewohnt, wobei ich finde das in dem Bild viel weniger Privates vor kommt als im letzten. Das was vorkommt macht Harry Bosch menschlich, verletzlich und zeigt die gefühlvolle Seite. Der Fall nimmt ihn, gerade weil er schon 1992 involviert war, stark in Anspruch und er verbeißt sich in die Aufklärung. So kennt man ihn und ich mag seine Art. So war ich auch wieder von der ersten Seite an gefesselt und wartete gespannt wie es weiter geht. Die Spannung steigerte sich. Allerdings gab es Stellen die mir dann zu lange Theorie beschrieben. Das Fakten wälzen ist wichtig wurde aber meinem Empfinden nach stellenweise etwas übertrieben. Das ist aber tatsächlich der einzige Kritikpunkt an diesem Buch.

Ansonsten war ich wieder begeistert. Egal ob es der Plot war, die Protagonisten oder auch die Auflösung. Es war rundum gelungen.

Ich denke am meisten Freude hat man an Harry Bosch wirklich wenn man ihn nach und nach kennen lernt. Der Autor erklärt zwar alles recht genau und so können auch Quereinsteiger mithalten, aber gerade das Private baut sich aus den Vorgängern auf und kann eventuell als störend empfunden werden. Ein Kritikpunkt, den ich bei diesem Band erstens für mich nicht sehe und zweitens ich als nicht so wichtig erachte wie bei anderen Bosch Bänden.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 100% Harry Bosch, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Kindle Edition)
Meiner Meinung eines der Besten Bosch Bücher der zwanzigjährigen Reihe. Hätte nicht gedacht dass Michael Connelly nochmals an die alten (Besten) Boschwerke herankommt.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Michael Connellys Krimis, 6. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Kindle Edition)
Habe mich sehr gefreut mal wieder einen guten Krimi zulesen " Bosch ist mein "Held" . Die bücher stimmen einfach ,freue mich und warte auf den nächsten
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3.0 von 5 Sternen Eine gewisse Unzufriedenheit ..., 22. April 2014
Von 
Thomas Lawall (Sinsheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Rufus Coleman wird von zwei Gefängniswärtern hereingeführt und mit auf dem Rücken verschränkten Armen am Stuhl angekettet. Er weiß, dass er beobachtet wird, auch wenn im Verhörraum nur eine Person sitzt. Was der Cop von ihm will, weiß er nicht. Er kann es auch nicht wissen. Wie auch, denn er war in seiner Gang stets nur der Mann fürs Grobe gewesen.

Harry Bosch vom LAPD in Los Angeles eröffnet dem Gefangenen, dass heute entweder sein Glücks- oder Pechtag sei. Er überlässt es seiner weisen Entscheidung, in welche Richtung sich die Dinge weiterentwickeln würden. Er hätte die Wahl, was Coleman zunächst wenig beeindruckt. In gewissen Kreisen tut man gut daran, insbesondere Polizisten gegenüber, den Mund zu halten. Eine bessere Lebensversicherung gibt es nicht.

Harry Bosch kommt nicht mit leeren Händen, sondern hat ein ganz spezielles Druckmittel im Gepäck. Coleman muss einlenken und zuhören, was er von ihm will. Es handelt sich um einen Mord, der 20 Jahre zurückliegt. 1992 wurde Anneke Jespersen, die als freie Journalistin für eine dänische Zeitung unterwegs war, aus nächster Nähe kaltblütig erschossen.

Anhand einer Patronenhülse konnte ermittelt werden, dass es sich um eine Beretta 92 handelte. Vier Jahre später erschießt Rufus Coleman einen 19 Jahre alten Jungen, ein Mitglied einer rivalisierenden Gang. 15 Jahre bis lebenslänglich erhält er für den Mord, ohne dass jedoch die Tatwaffe, eine Beretta 92, gefunden wurde. 2003 kommt es zum Mord an Eddie Vaughn. Eine Tatwaffe wurde nicht gefunden, dafür aber wiederum Patronenhülsen.

Da es in jenem Jahr bereits das "National Integrated Ballistic Identification System" gibt, eine Datenbank für die an Tatorten gefundenen Geschosse oder Hülsen, führte ein Vergleich zu einem überraschenden Ergebnis. Alle drei Opfer scheinen mit der gleichen Waffe ermordet worden zu sein. Aufgrund einer früheren und der aktuellen Haftstrafe hat Rufus Coleman ein einwandfreies Alibi, was die Morde an Jespersen und Vaughn betrifft. Interessant ist für Harry Bosch in erster Linie die höchst spannende Geschichte dieser Waffe, die er, da die Mordsache an der dänischen Journalistin nach zwanzig Jahren wieder aufgerollt wird, in mühevoller Kleinarbeit rekonstruieren muss.

Seinen ersten Teil "Der Weg der Waffe" widmet Michael Connelly deshalb voll und ganz der abenteuerlichen Suche nach dem ursprünglichen Besitzer dieser Waffe, und er widmet diesem Thema fast die Hälfte des Buches. Insgesamt fallen aber, zumindest in den ersten Kapiteln, die sachlich-unspektakuläre Ausdrucksweise des Autors (oder des Übersetzers?) auf, sowie der einfach strukturierte Satzbau: "Und wie geht's, Harry?" "Es geht so." Sicherlich soll hier ein breiteres Publikum angesprochen werden, was auch die zahlreichen Wiederholungen erklärt, welche Sachverhalte, Personenbeschreibungen und Stimmungen oft und fast umständlich wiederkäuen. Langweilig und gestreckt wirkt das mitunter.

Im zweiten Teil "Texte und Bilder" dreht der Autor dann deutlich auf. Die Handlung gestaltet sich zunehmend komplexer und gewinnt an Fahrt. Auch die bis dahin eher blass bis gar nicht charakterisierten, scheinbar gefühlfreien Hauptfiguren, allen voran Detective Harry Bosch, gewinnen deutlich an Profil. Gleich an mehreren emotionalen Baustellen lässt Michael Connelly seinen Detective fieberhaft arbeiten. Das Verhältnis zu seiner fast erwachsenen Tochter Madeline ist stark ausbaufähig und die neue Beziehung zu Hannah Stone steht nach einem Jahr noch ganz am Anfang. Dunkle Wolken brauen sich im Zusammenhang mit seinem Vorgesetzten O'Toole und dessen Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn zusammen, und schließlich entwickelt sich im weiteren Verlauf der Recherchen eine fast persönliche Beziehung zu der vor zwanzig Jahren Ermordeten: "Es war, als streckte sie mit ihren Arbeiten über die vergangenen zwanzig Jahre hinweg die Hand nach ihm aus und zupfte an ihm ..."

Im dritten Teil "Der verlorene Ermittler" zieht Michael Connelly alle Register und lässt die Handlungsfäden zusammenlaufen, wobei sich dies für den Leser nach all den aufreibenden Ermittlungsarbeiten dann mehr oder weniger nicht mehr sonderlich überraschend gestaltet. Ein Herzklopfen entsteht trotzdem insofern, als sich der Hauptdarsteller am Ende in einer ausweglosen Situation zu befinden scheint. Die Auflösung aus diesem Dilemma ist eine Erlösung und eine handfeste Überraschung zugleich. Dennoch bleibt am Ende eine gewisse Unzufriedenheit und der Eindruck, hier mit einem allzu konstruiert wirkenden Plot abgefertigt worden zu sein.

Polizeiarbeit kann aufregend und manchmal alles andere als ungefährlich sein, gestaltet sich im Alltag aber, zumindest was die Ermittlungsarbeiten betrifft, eher ebenso langwierig wie unspektakulär. Das Buch vermittelt einen entsprechenden Eindruck davon.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider enttäuschend..., 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Kindle Edition)
habe bis jetzt alle Bücher mit Harry Bosch gelesen.
Dieses hier ist das unspannendste und langatmigste Buch das ich gelesen habe.
War richtig enttäuscht.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Blutarm und zu prozeßorientiert, 15. März 2014
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Black Box: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Dies ist mein erster Harry-Bosch-Roman und ich muss sagen, ich bin nicht überzeugt. Die Begegnung von frischen Golfkriegheimkehrern und einem Vietnamveteranen während der Rodney-King-Unruhen in L.A. 1992 hätte interessant sein können - und auch die Aufarbeitung eines daraus entstandenen Falls, der mit 20 Jahren Verspätung 2012 in Angriff genommen wird. Aber leider verläuft sich die Handlung in zum Teil nicht wirklich handlungsfördernden prozeduralen Darstellungen und den stellentechnisch und privaten Problemen Harry Boschs, der für mich als Neuling der Reihe nicht wirklich Gestalt annimmt auf diesen Seiten - wie auch im Übrigen keiner der Nebencharaktere. Harrys private Probleme mit seiner Tochter und seiner neuen Lebensgefährtin Hannah erscheinen überaus banal und haben das Niveau einer Nachmittagssoap einfachster Machart, nehmen aber trotzdem ständig gedanklich Zeit und Aufmerksamkeit aus den Ermittlungen, was durchaus frustrierend ist. Gegen Ende erscheint auch die Motivlage eines Täters für seine in der Romanhandlung aktuellen Handlungen absolut wirr und nicht nachvollziehbar - es wird auch nicht wirklich erklärt, sondern nur als etwas von Bosch erwartetes hingestellt.

Nachdem ich schon zuvor mehrfach versucht gewesen bin, die Lektüre abzubrechen, ließ mich der Roman am Schluss sehr unbefriedigt zurück.
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Black Box: Thriller
Black Box: Thriller von Michael Connelly (Gebundene Ausgabe - 3. März 2014)
EUR 19,99
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