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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und bestürzend zugleich
Dieses Buch ist sehr speziell. Man hat zunächst den Eindruck, eine nette Familiengeschichte zu lesen.
Im Winter 1910 wird Ursula Todd geboren. Die Geburt ist schwierig. Leider überlebt sie nicht. Diese Szene lesen wir dann mehrfach in Varianten. In einer davon kommt der Arzt rechtzeitig, und Ursula kann leben.

Man verfolgt Ursulas Leben weiter,...
Vor 20 Monaten von Sursulapitschi veröffentlicht

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immer wieder auf ein Neues
Wer im Rahmen des Klappentextes davon ausgehen sollte, das hier eine Variante des „Täglich grüßt ein Murmeltier“ vorliegt, der sieht sich nur einem weitesten Sinne im Ansatz bestätigt.

Atkinson nimmt nicht die Grundidee der Zeitschleifenwiederholung eines bestimmten Tages auf. Ebenso wacht ihre „Ursula“ auch nicht...
Vor 19 Monaten von M. Lehmann-Pape veröffentlicht


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und bestürzend zugleich, 26. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist sehr speziell. Man hat zunächst den Eindruck, eine nette Familiengeschichte zu lesen.
Im Winter 1910 wird Ursula Todd geboren. Die Geburt ist schwierig. Leider überlebt sie nicht. Diese Szene lesen wir dann mehrfach in Varianten. In einer davon kommt der Arzt rechtzeitig, und Ursula kann leben.

Man verfolgt Ursulas Leben weiter, lernt ihre recht skurile Familie kennen, und durchlebt mit ihr ihre Jugendzeit als Tochter reicher Eltern in England. Ursula ist sehr nachdenklich. Manchmal hat sie seltsame Deja-Vues und das Gefühl von Gefahr. Trotzdem passiert gelegentlich ein Unglück, dass leider ihren Tod zur Folge hat, und schon bekommen wir eine andere Variante der Geschehnisse zu lesen. Sie erlebt den ersten und den zweiten Weltkrieg, was auch nicht einfach ist.

So erfährt man in Vor- und Rückblenden, wie Ursulas Leben verlaufen könnte, wenn sie an entscheidender Stelle anders handelt. Kleine Begebenheiten können katastrophale Konsequenzen haben. Besonders in Kriegszeiten ist das relevant. Man kommt deutlich ins Grübeln: Was wäre wenn. Ja, und was wäre, wenn Hitler 1930 erschossen worden wäre? Wie würde die Welt heute aussehen, hätte der zweite Weltkrieg nicht stattgefunden?

Die Geschichte wird aus Ursulas nachdenklicher und origineller Sicht erzählt und liest sich höchst unterhaltsam, auch wenn zwischendurch Furchtbares passiert. Neben manch interessantem Gedankenexperiment, bekommt man auch einen intensiven Eindruck vom Leben zu jener Zeit, was dieses Buch besonders für Freunde historischer Romane lesenswert macht.

Ein besonderes und mitreißendes Buch, unterhaltsam und bestürzend gleichzeitig. Absolute Leseempfehlung.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immer wieder auf ein Neues, 23. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
Wer im Rahmen des Klappentextes davon ausgehen sollte, das hier eine Variante des „Täglich grüßt ein Murmeltier“ vorliegt, der sieht sich nur einem weitesten Sinne im Ansatz bestätigt.

Atkinson nimmt nicht die Grundidee der Zeitschleifenwiederholung eines bestimmten Tages auf. Ebenso wacht ihre „Ursula“ auch nicht zu einem bestimmten Zeit-Zeitpunkt immer wieder am Anfang einer solchen Zeitschleife auf.
Atkinson setzt ihre „Lebens-Wiederholung“ im Buch sehr viel grundsätzlicher an.
Wenn es an der Zeit ist, dann stirbt jene „aus der Art der Familie gefallene“ Ursula und der Leser wird, postwendend, in den „Schnee“ zurückgeschickt, an den Tag der Geburt Ursulas. Wobei bei der ersten „Schleife“ man auch direkt dort verweilt, denn zunächst stirbt Ursula bei ihrer Geburt, erstickt von der Nabelschnur.

Doch auf einer ganz unterschwelligen Ebene lernen die Personen im Haus (nicht nur Ursula). So dass irgendwann unter anderem eine scharfe Schere von der Mutter vor der Niederkunft Ursulas bereit gelegt wurde (ohne dass diese so genau wüsste, warum sie das tut). Oder andere, tödliche Gefahrenquellen, ,von der „Welle“ bis zum „verschneiten Dach“ oder der spanischen Grippe, von weiteren Unfallherden oder gefährlichen Entwicklungen, wie in einem „Deja Vu“ gelingt es Ursula, andere Wege zu finden, nicht nur sich, auch andere Menschen vor einem frühzeitigen Ableben zu bewahren und den Faden der Lebensgeschichte immer wieder eine bis zwei Rollen weiter zu drehen.

Was den Leser zunächst einige Anstrengung kostet, in den mancherlei assoziativ daherkommenden Veränderungen in der Familie, in dem immer wieder „Auf Null stellen“ und sich neu in veränderte Situationen einfinden, den Überblick zu bewahren. Hat man dies Phase jedoch hinter sich gebracht und sich eingelesen, verfolgt man durchaus interessiert die immer wieder sich neu wendenden Entwicklungen Ursulas im England von 1910 bis 1945.

Wobei diese Hauptlinie des Romans in seiner praktischen Umsetzung fast eher wie nebenbei im Hintergrund abläuft, denn in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen, durchaus an John Irving erinnernd, setzt Atkinson vor allem die Familie Todd und deren Ergehen durch diese Zeiten.

Hier spielt sie ihre wahren Stärken aus. Die sorgfältige Zeichnung von ganz eigenen Figuren (von der naiv wirkenden, durchaus aber lebensnahen Sylvie, der Mutter, über Hugh, den trockenen Vater, die verschiedenen Kinder und die, ebenfalls liebevoll in Szene gesetzten, Hausangestellten. Diese intensiv beleuchteten Figuren und deren ständige Interaktion untereinander bieten, gemeinsam mit den luftigen Schilderungen des Lebens in England zu jener Zeit („Es werde Licht“) einen schön zu lesenden Rahmen um die stille, klare, ernste und gradlinige Ursula, die ihren Weg durch all die Irrungen und (Lebens-) Gefährdungen in diesem Umfeld zu finden hat, irgendwann auch einen Psychiater ertragen muss und dann, eines Tages, mit dem alten Armeerevolver Ihres Vaters in einem Münchner Kaffee an einem Tisch sitzen wird. Mit der durchaus durch das Buch laufenden Spannung, warum sie dann eigentlich da sitzt mit ihrem Revolver.

Ursula, die in gewisser Form mehr und mehr zu einer „Bewahrerin“ der Familie werden wird. In einem Roman, der seine Längen und, vor allem im ersten Drittel, Wirrungen aufzuweisen hat, dennoch aber die Atmosphäre jener Zeit gut transportiert (alleine schon die naive , unwissende Haltung zur Sexualität ist präzise erlebbar umgesetzt).

Alles in allem bietet Atkinson eine später im Tempo zunehmende Unterhaltung, in der sie Zeitambiente und Personen sich entfalten lässt und miteinander in interessanten Konstellationen verknüpft. Immer wieder aufs Neue und mit „neuem Anlauf hinein in das Leben und über die Hürden“.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch, was sicherlich nicht Jedermanns Sache ist..., 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
Worum gehts?
Ursula Todd wird immer wieder geboren. Und zwar immer dann, wenn ihr Leben aus der Bahn gerät. Sie versucht die Dinge besser zu machen, Menschen vor gewissen Fehlern zu bewahren und lernt auch selbst viel drauß. Doch alles hat so seine Konsequenzen und so treten auch viele neue Gefahren in Ursulas Leben auf!

Auszug aus dem Buch Seite 36
"Ursula erreichte ihren fünften Sommer, ohne weitere gravierende Zwischenfälle. Ihre Mutter war erleichtert, dass das Baby trotz (oder vielleicht wegen) seines beängstigenden Starts ins Leben und dank (oder veilleicht trotz) Sylvies strammen Regiment zu einem stabilen Kind heranwuchs."

Meinung:
An dieses Buch ging ich ohne jegliche Erwartungen dran. Ich habe es nur durch Zufall in einer Zeitschrift entdeckt und war vom Klappentext fasziniert. Wie schaffte es eine Frau die Welt zu verändern? Ja das fragte sich auch Ursula.
Gleich beim Einstieg in das Buch bemerkte ich den einfachen und flüssigen, aber gehobenen Schreibstil der Autorin. So fand ich auch sehr schnell in die Geschichte hinein und dies fiel mir nicht schwer. Ich bemerkte, dass die Kapitel sehr kurz gehalten wurden und es immer wieder neue Abschnitte gab welche mit den Worten "Es wurde dunkel" endeten. Das machte das Buch zu etwas Besonderem. Immer wenn ein Abschnitt endete, Kate Atkinson die Protagonistin sterben ließ, wurde der Leser "in den Schnee" geschickt. Dorthin, wo alles Begann. Am Tag als Ursula geboren wurde. So merkte man deutlich, wann das Leben derer zu Ende ging.
Auf verschiedenen Ebenen lernten wir neben Ursula einige weitere Personen in diesem Buch kennen. Vorallem in Ursulas Familie ereigneten sich immer wieder neue Dinge. Es war leider nicht immer einfach hier den Überblick zu behalten und so kam es vor, dass ich das ein oder andere Mal zurück blättern musste. Ebenso empfand ich auch die Zeitsprünge als teilweise sehr anstrengend. Man musste sich schon sehr konzentrieren, um nicht noch den Faden zu verlieren. Ich denke, ich hätte es besser gefunden, wenn Ursula nicht sooft wieder geboren wäre.
Die verschiedenen Gefahren, die Ursula in ihren ganzen Leben mitmachte wurden sehr detailliert und vorallem bildlich dargestellt. So durchlebte sie den Krieg, die spanische Grippe und noch viele weitere schlimme Dinge. Doch man merkte ganz deutlich die Veränderungen an ihrer Person selbst. Sie wurde nach und nach reicher an Erfahrungen und somit erwachsener. Das konnte die Autorin hier ganz wundervoll beschreiben. Auch interessant fand ich den geschichtlichen Hintergrund. Ursula durchlebte hier z. B. den ersten und den zweiten Weltkrieg. Ebenso gab es die ein oder andere Phase in dem Buch, welche mich zum Nachdenken anregte.
Was ich leider sehr schade fand, war das Ende. Es war vorhersehbar und mir leider nicht originell genug.
Das Cover des Buches ist relativ schlicht gehalten, in meinen Augen nichts Besonders. Es wurde mit einem grünlichen Farbton versehen. Darauf zu erkennen ist vermutlich Ursula.

Ich mochte Ursula. Anfangs erfuhr man noch sehr wenig über sie. Man erfuhr eher etwas über ihre Freunde und ihre Familie, doch nach und nach wurde sie dann zu einer interessanten Person und ihre Fähigkeit immer wieder neu zu leben kam ins Spiel. Ab und zu wirkte sie sehr nachdenklich und es kamen Déjà-Vues dazu. Das machte den Charakter für mich interessant.
Natürlich gab es noch die ein oder anderen Nebencharaktere, vorallem ihre Mutter oder ihre Familie die mir sehr gefielen, doch teilweise sehr im Hintergrund blieben.

Fazit:
Dies war ein Buch, was wohl bestimmt nicht für Jedermann geeignet ist. Ich empfehle es daher eher einem geschichtlich - literarischen und philosophisch angehauchtem Leser. Mir hat es gefallen und mich unterhalten und bekommt gute 3 Palmen dafür!

- Cover: 3/5
- Story: 3/5
- Charaktere: 3/5
- Emotionen: 3/5
- Schreibstil: 3/5
Gesamt: 3/5 Palmen

Copyright Sharons Bücherparadies
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das perfekte Leben?, 8. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
"Die Unvollendete" von Kate Atkinson ist ein Roman mit einer interessanten Idee: Was wäre, wenn man sein Leben immer wieder leben könnte? Wenn man jede Entscheidung im nächsten Versuch zurücknehmen könnte, wenn man jedes Mal eine Kleinigkeit verändern könnte? Wäre das Leben irgendwann perfekt?

11. Februar 1910. Ursula Todd wird als drittes Kind einer wohlhabenden englischen Familie geboren. Vor ihr liegen jedoch nicht nur eine behütete Kindheit und unendlich viele Möglichkeiten, sondern auch zwei Weltkriege. Welchen Weg soll sie einschlagen? Studieren oder nicht? Heiraten oder nicht? Für Ursula ist keine Entscheidung endgültig, denn sie wird ihr Leben immer wieder von vorn beginnen und die Fehler korrigieren. Doch wie viel kann sie überhaupt beeinflussen? Kann sie glücklich werden und ihre Familie vor jedem Leid bewahren?

"Die Unvollendete" heißt im englischen Original "Life after Life". Beide Titel beschreiben auf verschiedene Weise wunderbar, worum es hier geht: Ursula Todd lebt ein Leben nach dem anderen. Doch es ist nicht der klassische Gedanke der Wiedergeburt, der hier greift, denn Ursula kehrt nicht in neuer Gestalt in einer zukünftigen Zeit zurück, sondern wiederholt ihr eigenes Leben wieder und wieder. Immer geboren in einer verschneiten Februarnacht 1910 in England, als Tochter von Sylvie und ihrem Mann Hugh, mit zwei älteren Geschwistern. Mit jeder Rückkehr bekommt sie eine neue Chance andere Entscheidungen zu treffen und Fehler zu beheben, zunächst eher intuitiv, doch mit jedem Leben wächst die Wahrnehmung für ihre Gabe. Sie verändert ihr Leben mit jeder Wiedergeburt, ist sozusagen "unvollendet", ständig versucht, ihr Leben zu perfektionieren. Manchmal brauchen schon kleine Veränderungen mehrere Versuche - manchmal erfordern sie rabiate Maßnahmen - und manchmal verändert eine einzige Entscheidung das gesamte Leben. Wie weit Ursula diese Perfektionierung treiben kann, ist eine der großen Fragen, welche die Autorin dem Leser durch ihre Geschichte stellt. Ist ein perfektes Leben für Ursula möglich?

"Es wurde dunkel" ist wahrscheinlich der häufigste Satz im ganzen Roman. In der Regel leitet er einen Sprung in die Vergangenheit ein - ein weiteres Leben für Ursula. Was wird sie dieses Mal anders machen, was hat sie schon anders gemacht? Nicht immer begleitet der Leser Ursula von Geburt an, manchmal muss er große Veränderungen nach großen Zeitsprüngen hinnehmen. "Die Unvollendete" ist dadurch kein Buch für ein kurzes, oberflächliches Lesevergnügen. Der Leser braucht seine gesamte Aufmerksamkeit, um Ursulas Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren. Gerade im späteren Mittelteil wird das schwierig. Ursulas Erwachsenenleben wird durch Kleinigkeiten von einem Leben zum Nächsten oft völlig auf den Kopf gestellt. Mal wünscht man ihr das Glück in einem Leben, dann ist man schockiert von den Tragödien und wünscht sich das nächste herbei. Ursulas Leben begleiten die Weltkriege. Den ersten erlebt sie noch recht behütet im Kindesalter, der zweite involviert sie bis zum Äußersten und prägt ihre Leben durch viel Leid, Tod und Traurigkeit.

Nicht immer ist es einfach, sich auf jedes neue Leben einzulassen, die großen Veränderungen lassen die Zahl der Nebenfiguren auch mit der Zeit ein wenig unübersichtlich werden und durch eine gewisse Detailverliebtheit der Autorin bleibt der Roman leider auch nicht ohne Längen. Allerdings lohnt es sich, konzentriert bei der Sache zu bleiben, denn der Facettenreichtum eines einzelnen Lebens, wie ihn sich die Autorin für Ursula erdacht hat, ist spannend und beeindruckend. Und ebenso beeindruckend ist es, wie sich am Ende die Erfahrungen verschiedener Leben verbinden und einen runden Abschluss bilden, der tief berührt. Die große Stärke des Romans ist es tatsächlich um eine einzelne Figur schier unendliche Möglichkeiten zu entwickeln und immer wieder aufs Neue die Frage zu beantworten, wo es Ursula hingeführt hätte, wenn sie einmal eine andere Abzweigung genommen hätte. Was sind ihre Konstanten, was kann sie beeinflussen, wohin führt ihr Charakter sie immer wieder zurück?

Sprachlich ist "Die Unvollendete" durchaus anspruchsvoll, aber wunderbar zu lesen. Es vermittelt einen authentischen Eindruck der Handlungszeit und lebt nicht zuletzt auch von der starken Protagonistin, deren Persönlichkeit sich immer neu entfaltet und daran wächst. Die Autorin hat ein Händchen für die Details, aber auch für den mal subtilen, mal etwas schwarzen Humor. Dennoch war es das ein oder andere Mal ermüdend, Wiederholungen in Ursulas Leben zu lesen oder ihr neuestes Leid mit zu verfolgen. Dennoch ist vor allem das Ende unglaublich stark und entschädigt für jedes Durchhaltevermögen.

Fazit: Der Roman „Die Unvollendete“ setzt die Frage nach dem „Was wäre, wenn?“ großartig um, indem er seine Protagonistin ihr Leben immer wiederholen und korrigieren lässt. Die Autorin präsentiert eine unerwartete Vielfalt an Möglichkeiten für das Leben von Ursula Todd. Einige Längen im Mittelteil wurden nicht vermieden, doch ein ausdrucksstarkes Ende entschädigt. Sehr gute 4 Sterne für diesen Roman mit Tiefgang.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amor fati, 23. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
Die Protagonistin Ursula Todd lebt ihr Leben zwischen ihrer Geburt im Jahr 1910 und ihrer Pensionierung im Jahr 1967 wieder und wieder. Dem Leser werden wichtige Abschnitte in ihrem Leben präsentiert, die durch geringfügig veränderte Weichenstellung unter Beibehaltung wesentlicher Eckpunkte in der sich wiederholenden Darstellung zu einem gänzlich anderen Lebenslauf Ursulas führen. Gemeinsam ist allen Leben, dass Ursula immer bestrebt ist, alles richtig zu machen. Schicksalsschläge und Tragödien in ihrem Umfeld bleiben dennoch nicht aus.

Thematisiert wird durchgängig die Frage "Was wäre, wenn …", die sich vielleicht schon jeder einmal gestellt hat. Um diesen abstrakt klingenden Buchinhalt plastisch zu veranschaulichen, möchte ich einige Textbeispiele nennen: Mehrfach wird derselbe Augusttag nach Ursulas 16. Geburtstag unterschiedlich geschildert - was wäre gewesen, wenn sie hier von dem Freund ihres Bruders vergewaltigt und geschwängert worden wäre oder wenn sie es geschafft hätte, den Freund in seine Schranken zu weisen? Wie verhält es sich mit der Friedensfeier in London im November 1918 - was wäre gewesen, wenn das Hausmädchen der Todds sie besucht, sich dort die spanische Grippe geholt und zu Hause eingeschleppt hätte oder wenn Ursula vorher das Hausmädchen die Treppe hinuntergestoßen hätte, so dass dieses nicht ausgehen konnte? Was ist mit Ursulas Deutschlandbesuch in den 30er Jahren - was wäre gewesen, wenn sie in München die Bekanntschaft der berüchtigten Eva Braun gemacht hätte?

Fazit der Lektüre ist m.E. das im Buch oft zitierte Wort Nietzsches "Amor fati", d.h. man soll das Leben so annehmen, wie es kommt, das Gute und das Schlechte gleichermaßen.

Das zum Nachdenken anregende Buch ist also auf jeden Fall für den philosophisch bewanderten Leser interessant. Aber auch historisch und literarisch Interessierte werden an ihm ihre Freude habe. Erstere, weil beide Weltkriege, insbesondere die Bombardierungen Londons und Berlins, aus der Sicht der Zivilbevölkerung gut aufgearbeitet werden und sogar die Frage angeschnitten wird, was gewesen wäre, wenn Ursula Hitler erschossen hätte. Letztere, weil durchgehend aus den Werken bedeutsamer Schriftsteller der Weltliteratur zitiert wird, z.B. "Was, wenn das jetzt der Welt letzte Nacht wäre" von Donne. Seine Freude an dem Buch findet aber auch jemand, der einfach nur eine Familiensaga lesen möchte. Denn im Mittelpunkt steht die der britischen Oberschicht angehörende Familie Todd mit ihren fünf Kindern und Ursula als dem mittleren. Jedes Mitglied hat seine Marotten, was sprachlich sehr lebendig durch zahlreiche Klammerzusätze zum Ausdruck gebracht wird, die die unterschiedlichen persönlichen Ansichten der Clanmitglieder wiedergeben.

Wie der Website der Autorin zu entnehmen ist, ist dieses Buch für den "Women's Prize for Fiction" 2013 vorgeschlagen. Diesen Preis würde es verdienen. Ich spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Idee, ausgezeichnet umgesetzt!, 25. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
„Die weiche Dunkelheit lockte sie mit dem Versprechen von Schlaf, endlosem Schlaf, und sachte begann der Schnee zu fallen, bis sie ganz davon bedeckt und alles dunkel war.“

So endet das Leben von Ursula Todd. Eines zumindest. Denn jedesmal, wenn sie stirbt, springt die Geschichte zurück, z.B. zum Tag ihrer Geburt. Allein bis sie ihren sechzehnten Geburtstag erlebt, stirbt sie acht Mal um wieder- und wiedergeboren zu werden. Mit der Chance, das Leben anders zu leben und vermeintlich bessere Entscheidungen zu treffen. Doch man darf nicht vergessen, dass auch äußere Umstände und das Verhalten der Mitmenschen eine große Rolle spielen…

Eine großartige Buchidee, ausgezeichnet umgesetzt. Kate Atkinson hat mit Die Unvollendete einen eindringlichen, nachdenklichen, gefühlvollen Roman geschrieben, der sich aber auch nicht scheut, die Grauen und das Elend des zweiten Weltkriegs schonungslos darzustellen, das Ursula so oft hautnah miterlebt.

Die Figur der Ursula ist sehr tiefgründig, sie macht sich Gedanken um das Weltgeschehen, ist außerdem sehr belesen und findet für jede Situation ein entsprechendes Zitat. An ihrem Charakter kann man sehr gut ablesen, dass auch dieser durch Lebensumstände und Mitmenschen geprägt wird, mal ist Ursula eine toughe Frau, in einem anderen Leben völlig eingeschüchtert von ihrem Ehemann. Auch die anderen Protagonisten sind sehr plastisch, mit jedem neuen Leben lernt man auch die Familie und Mitmenschen von Ursula von einer neuen Seite kennen. Das Mutter-Tochter-Verhältnis beispielsweise zeigt alle Facetten von Liebe bis Verachtung und Hass.

Obwohl manche Tage in den verschiedenen Leben von Ursula immer wieder gelebt werden (beispielsweise der Tag ihrer Geburt), ist das keineswegs langweilig; denn jedes Mal wird eine andere Facette des Tages beleuchtet und jedes Mal ist ein Detail anders und man überlegt sich als Leser, welche Auswirkungen einen wohl erwarten werden. Wer ein Buch sucht, um mal schnell ein paar Seiten vor dem Einschlafen zu lesen, für den ist die Unvollendete nicht das Richtige. Um den Überblick über das aktuelle Leben zu behalten, muss man schon aufmerksam lesen, denn sonst geht es einem wie Ursula: „Die Vergangenheit war ein großes Durcheinander in ihrem Kopf“.

Dieses Buch spielt mit der Frage: was wäre wenn? Wenn dieses und jenes anders gelaufen wäre, welche Folgen hätte das? Und man erkennt: manche Zusammenhänge lassen sich nicht vorhersagen; kleine Dinge haben oft Konsequenzen, die man einfach nicht überblicken kann. Und das ist auch gut so.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dieser Roman ist fast vollendet"..., 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
In Kate Atkinson Die Unvollendete" geht es um Ursula Todd. Aus unerfindlichen Gründen kann sie ihr Leben immer und immer wieder neu leben und Entscheidungen, die sie getroffen hat, in einem nächsten Leben noch einmal ganz anders treffen...
Vermutlich kennt jeder den Wunsch, erfahren zu wollen, wie das Leben verlaufen wäre, wenn man sich manchmal anders verhalten hätte. Ursula kann genau das. Wir begleiten sie ihr(e) ganze(n) Leben lang und in der Zeit ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Die Idee hinter der Geschichte hat mich unglaublich fasziniert und neugierig gemacht. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches gab es öfter diesen Wow"-Effekt, wenn es plötzlich in der Geschichte einen Cut gibt und Ursula sich in einem neuen Leben wiederfindet.
Leider wurden die Kapitel aber ab der zweiten Hälfte des Buches immer länger und dadurch auch sehr langwierig. Die Geschichte hat sich meiner Meinung nach sehr in Einzelheiten und an Spannung verloren. Ich hab sogar immer mal wieder ein paar Seiten vorgeblättert in der Hoffnung, dass bald ein neues Kapitel beginnt und es wieder an Spannung gewinnt.
Was mir ebenfalls vor allem in der zweiten Hälfte des Buches aufgefallen ist, ist dass die Atmosphäre in dem Buch sehr, sehr düster ist. Ursula lebt teilweise während der Zeit des Zweiten Weltkrieges und dementsprechend düster war an diesen Stellen auch die Atmosphäre.
Ansonsten würde ich den Schreibstil als etwas anders" beschreiben. Er kommt einem manchmal etwas wirr vor, aber dadurch auch zu etwas besonderem. Insgesamt ist das Buch irgendwie etwas anders" und manchmal auch seltsam - aber wie gesagt auch ganz besonders und völlig unkonventionell.

Fazit: Trotz einiger eher langwieriger Passagen ist Die Unvollendete" für mich ein Buch, das mich sehr beeindruckt und gefesselt hat. Die Idee hinter der Geschichte ist genial und die Umsetzung bis auf ein paar Mängel auch. Für alle, die die Idee des Buches ebenso faszinierend finden, dramatische und etwas andere" Bücher mögen, ist es absolut lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine unendliche Geschichte?, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
11. Februar 1910 - Ursula Todd wird geboren und stirbt. Damit wäre dies kürzeste Buch einer Lebensgeschichte aller Zeiten. Also zurück auf Anfang. Ursula wird geboren und wächst heran. Aber wieder ereilt sie ein zu früher Tod. Eine erneute Geburt, leicht verändere Parameter, Ursula überlebt die brenzlige Situation, bis ein späteres Unglück ihr Leben zu früh beendet.

Auf den Umstand der erneuten Geburt hat Ursula keinen Einfluss, allerdings entwickelt sie im Laufe ihres Lebens ein zweites Gesicht", einen siebten Sinn", eine unbenannte, scheinbar grundlose Angst in gewissen Situationen, bis hin zu einem Déjà-vu, was sie veranlasst, instinktiv aktiv in die Geschehnisse einzugreifen. So verändert sie nicht nur ihren Lebenslauf, sondern auch die Schicksale derer, die sie liebt. Es ist wie das Bild des Schmetterlingsflügels, dessen Schlag nicht nur hier etwas auslöst, sondern auch noch bis ans andere Ende der Welt spürbar ist. Aber der Tod / das Schicksal / das Leben lässt sich nicht betrügen. Wenn ein Leben gefordert wird, muss es jemand hergeben.

Kate Atkinson schildert Ursulas Leben als Kreis, ohne Anfang, ohne Ende - die Übergänge verschwimmen und es geht immer weiter. Aber wie oft muss Ursula ihr Leben leben? Bis der große Plan" erfüllt ist? Bis es ihr gelingt, ihren Lieben ein längeres, erfüllteres Leben verschafft zu haben? Oder hört das Buch nur" auf, weil der Autorin keine weitere Version eines neuen Lebens eingefallen ist? Die letzte Episode kann den Leser mit einer gewissen Zufriedenheit erfüllen, er schließt das Buch mit dem Gefühl alles ist gut".

Die Unvollendete" ist ein interessantes Buch. Ein Konzept, welches vermuten lässt, dass Ursulas Leben schlussendlich einen ganz gewissen Zweck im großen Plan" zu erfüllen hat, störende Kräfte aber ebendies zu verhindern suchen. Kate Atkinson langweilt mich nicht mit einer immer wiederkehrenden Handlung, da durch veränderte Parameter und neue Details ein anderes, vollständigeres Gesamtbild vor meinen Augen entsteht. Geburt - Tod - Wiedergeburt - viele Religionen befassen sich mit diesem Thema, aber hier geht es nicht um Religion. Wenn ich etwas aus diesem Buch mitnehme, dann die Untermauerung der Ansicht, dass jede meiner Handlungen, jeder Schritt im Leben überlegt sein will, denn mein Lebenslauf wird sich auch auf mein Umfeld aktiv auswirken.

Ich vermag nicht zu beurteilen, für wen dieses Buch nun geeignet ist. Dieses Buch beinhaltet eine zum Teil kurzweilige Lebens- und Familiengeschichte mit vielen Persönlichkeiten", aber auch gnadenlos realistische geschichtliche Einblicke in die beiden Weltkriege, ihre Vorboten und ihre Nachwehen.

Rezension: Kate Atkinson, Die Unvollendete, Verlag Droemer, Literatur, gebundene Ausgabe, 592 Seiten, 19,99 , Erscheinungsdatum: 02.09.2013
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amor fati, 3. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
AMOR FATI – die Liebe zum Schicksal

Eine unglaubliche Geschichte, die im November 1910 ihren Anfang nimmt und nie endet. Die Neugeborene Ursula stirbt noch während der Geburt, kurze Zeit später jedoch erlebt der Leser diese Szene immer und immer wieder, bis das Baby irgendwann endgültig das Licht der Welt erblicken kann. Auf diese Art und Weise verändert sich das ganze Buch stetig. Jede Entscheidung, jedes Wort und jede Geste bestimmen das Leben. Endet eine Begegnung, eine Feier oder gar ein Kuss mit dem Tod, so erwacht Ursula doch immer wieder „aus der weichen Dunkelheit, mit dem Versprechen von Schlaf, endlosem Schlaf“ diesen Lebensabschnitt so oft ändern lässt, bis sie das Unheil abwenden konnte – doch des einen Freud ist des anderen Leid. Vielleicht endete diese Sekunde in Glück, die nächste jedoch vielleicht nicht…?

Schlägt man nur die erste Seite des Buches auf, fliegen unwahrscheinlich viele Eindrücke im Raum. Zu viele, um sie sofort zu bereifen. Ja, auch zu viele, um sie zu verstehen. Behutsam sollte man sich durch das Buch tasten und alle Eindrücke wirken lassen. Die Grausamkeit des Krieges. Die Kraft der Liebe und die der Familie. Und die Schönheit des Lebens. Man sollte die vielen unbekannten Personen vorsichtig kennen lernen und nicht vorschnell urteilen. Wie im richtigen Leben kann der erste Eindruck täuschen. Traue nicht jedem, aber werde nicht verschlossen und misstrauisch! Und verzweifle nicht, wenn du nicht sofort den Schlüssel zum Schloss findest! Lass das Buch auf dich wirken und du wirst es verstehen.

Versteht man es, ist es unbeschreiblich. Es ist so schön, gleichermaßen aber auch traurig. Es rührt zu Tränen, macht wütend, streichelt die Seele, zieht sie aber auch schmerzhaft zusammen. Erweitert das Wissen, zeigt, wie wertvoll das Leben ist. Wie kurz, aber auch wie lang ein Leben sein kann. Und es lehrt ganz besonders eines: Das Leben ist zu kurz um unglücklich zu sein. Nicht jeder kann sein Leben wieder und wieder leben.

Letztendlich ist und bleibt diese zauberhafte Geschichte, so wie auch Ursula - Unvollendet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...bis zum traumhaften Leben..., 2. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Unvollendete (Gebundene Ausgabe)
Es gibt Bücher, für die ist es leichter eine Rezi zu schreiben als für andere. Ich glaube, jeder kennt das. Bei einigen Büchern fühlt man sich praktisch genötigt, es dem Gegenüber in die Hand zu drücken und zu sagen: "Hier. Das muss man einfach selber gelesen haben." Ein bleibender und positiver Eindruck, der sich nicht in Worte fassen lässt. "Die Unvollendete" gehört, meiner Meinung nach, zu eben diesen Büchern. Da sowas aber niemanden hilft, tu ich trotzdem mein Bestes.

In "Die Unvollendete" geht es um das sehr philosophische Thema "Was wäre, wenn ich mich damals anders entschieden hätte? Wäre mein Leben jetzt anders?" Diese Fragen hat sich bestimmt jeder schon mindestens einmal gestellt. Kate Atkinson verarbeitet diese Fragen auf sehr interessante Weise in ihrem Buch.
Obwohl sie einen sehr angenehmen Schreibstil hat, der flüssig zu lesen ist und der auch gut zur Handlung passt, empfand ich das Buch allerdings nicht gerade als "leichte Kost". Urulas Leben veräuft nämlich nicht in chronologischer Reihenfolge. Lebensabschnitte, die nochmal gelebt werden, beginnen und enden teilweise zu verschiedenen Zeiten oder werden später nochmal für das "neue Leben" aufgegriffen. Tröstend ist jedoch die Tatsache, dass über jedem neuen Kapitel ein Datum oder eine Jahreszahl für Orientierung sorgt. Manchmal empfand ich es als sehr hilfreich, nochmal zurückzublättern. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es für den ein oder anderen hilfreich sein kann, sich die Jahreszahlen der gelesenen Kapitel zu notieren. Es hilft um die Übersicht zu behalten.

Man lernt wärend Ursulas Leben eine große Anzahl von Menschen kennen. Von ihrer nicht gerade kleinen Familie über viele ZUfallsbekanntschaften, Arbeitskollegen und andere. Viele davon (Ursula inklusive) sind mir sehr ans Herz gewachsen und gut gelungen. Sie passten in ihre Rolle.

"Die Unvollendete" ist ein sehr schönes und nachdenkliches Buch. Mir hat es jedenfalls viel Freude bereitet.
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Die Unvollendete
Die Unvollendete von Kate Atkinson (Gebundene Ausgabe - 2. September 2013)
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