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Kundenrezensionen

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am 23. September 2014
Über den Inhalt des Buches möchte ich an dieser Stelle nichts verraten, denn dieser ist durchaus spannend und nicht der Grund meiner Kritik!

Im Vergleich zu vorhergehenden Romanen von Thomas Raab habe ich diesmal allerdings den Eindruck gewonnen, dass Raab sich stellenweise in seinen gewohnt pointierten Schachtelsatz-formulierungen und Wortspielereien zunehmend verloren hat, sodass man beim Zuhören leider oft schon den noch ausständigen Punkt des Satzes herbeisehnt. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich diesmal eine Hörbuch zum Autofahren gewählt hab und deshalb meine Aufmerksamkeitsspanne verkehrsbedingt kürzer gehalten war.
Vielleicht liegt es aber auch daran ,dass mich der "Pseudodialekt" des Vorlesers zunehmend genervt hat.
Und das war die eigentliche Enttäuschung dieses Hörbuches.
Denn in den vorangegangenen Romanen habe ich mir beim Lesen den Metzger schon Visuell, wie auch akustisch ausgemalt und ihn mir als einen eingefleischten kautzigen wiener Grantler ausgemalt. Nun ist mir klar, dass da jeder seine eigenen Bilder im Kopf hat, aber dennoch ist die Figur des Metzgers doch grundsätzlich als ein "wiener Original" angelegt, denke ich.
Und wenn diese Figur dann mit schweren Dialektfehlern durch den Roman schlürft, dann kann einem das die Freude am Zuhören schon deutlich trüben.

Ich empfehle also dringend die Buchform zum selberlesen, vorallem für Wiener.
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am 27. Juli 2014
Ich habe bisher alle Metzger Bücher gelesen und der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Hauptperson ist sehr symphatisch und seine Freundin auch. Hier vermisse ich allerdings den sonst üblichen Schmäh.
Ich hoffe das nächste wird wieder besser.
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am 3. Dezember 2014
„Der Metzger kommt ins Paradies“ ist der sechste Krimi mit dem Wiener Restaurator Willibald Adrian Metzger. Ich habe auch die fünf Vorgänger gelesen, die mir überwiegend recht gut gefallen haben.

Kurz zum Inhalt. Der oft recht eigenbrötlerische Willibald Metzger kann sich dem von seiner Danjela anlässlich seines 50. Geburtstags organisierten Geschenk nicht entziehen und so fährt er mit großem Widerwillen mit Daniela für eine Woche zu einem von Danjela und dem Freundeskreis gemeinsam finanzierten Urlaub an die italienische Adria. Das Strandleben, Sonne und Meer aber so gar nicht das seine sind, nimmt er schon bald eigene Ermittlungen auf, als ein zunächst verschollener Hund tot von Kindern am Strand ausgebuddelt und dann auch noch die Leiche eines Strandverkäufers in der Kinderbetreuung des Hotels gefunden wird. Wieder zurück in Wien setzt der Metzger seine Nachforschungen fort. Sah es anfangs noch nach organisierter Kriminalität in der Kunstszene aus muss Metzger schließlich feststellen, dass er einer besonders unappetitlichen Art von Verbrechen auf die Spur gekommen ist.

Wie in den Vorgängerromanen kommt es auch diesmal zu einem recht packenden und actionsreichen Finale. Besonders gut gefallen hat mir dabei, wie Metzgers treuer Freund, der Hausmeister Peter Wollnar, der sonst mit seinem klapprigen, alten Transporter sehr behäbig unterwegs ist, es genießt, in einem Cabrio im Rahmen einer Verfolgung zum rasanten Piloten zu mutieren. Denkwürdig ist auch eine Folterszene, in der ein Mitstreiter Metzgers, mit Hilfe einer alten Weinpresse aus einem zunächst wenig gesprächigen Verbrecher buchstäblich das Geständnis herauspresst. Besonders nett ist die Schlussszene, als der Metzger einiges auf sich nimmt, um seine Beziehung zu Danjela auf eine neue Ebene zu heben.

Mit „Der Metzger kommt ins Paradies“ hat Thomas Raab einen sehr raffinierten Krimi geschrieben, der eine sehr überraschenden, aber in sich völlig stimmige Lösung hat. Alle Rätsel werden geklärt und es bleiben auch keine Fragen offen. Am Anfang fängt die Geschichte recht beschaulich an, nimmt dann aber immer mehr an Fahrt auf und am Schluss überschlagen sich die Ereignisse und es wird unglaublich spannend. Ein Punkt hat mir aber nicht so gut gefallen. In den ersten vier Bänden fand ich Thomas Raabs eigenwillige Sprache mit ihren vielen liebenswerten am Österreichischen angelehnten Schachtelsätzen besonders gelungen. In diesem Band hingegen hatte ich - wie bereits beim fünften Krimi der Reihe - oft den Eindruck, dass der Autor es mit seiner Sprachakrobatik um des Originellen willen an manchen Stellen etwas übertreibt. So werden die Sätze oft unglaublich komplex und der Lesefluss leidet, da man manche Stellen dann zweimal lesen muss. Insgesamt hat mir „Der Metzger kommt ins Paradies“ gut gefallen, aufgrund der beschriebenen Kritikpunkte vergebe ich jedoch statt fünf nur vier Sterne.
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am 16. Juni 2013
"Hände hoch!" Vor Metzgers Liegestuhl hat sich seine Allerliebste, nach vorne neigend, aufgebaut. Der Herr in der nächsten Reihe erfreut sich an der herrlichen Aussicht, während Restaurator Willibald Adrian Metzger im Moment gar kein Auge für seine "pralle, beinahe den Badeanzug sprengende Daniela" hat. Kein Wunder, denn ihn plagt der Urlaubsstress. Daniela hat es gut gemeint, doch die Überraschung mit der Zugreise darf als gescheitert betrachtet werden. Nur weil ihr Willibald beachtliche Vorbehalte gegen das Fliegen hat, heißt dies noch lange nicht, dass ihm eine zwölfstündige Zugfahrt lieber wäre.

Seine Lieben haben zusammengelegt, um ihn zu seinem fünfzigsten Geburtstag mit einem (reichlich verspäteten) "Sammelgeschenk" zu beglücken. Eine Reise in den sonnigen Süden hat ihm gerade noch gefehlt. Diese Hitze den ganzen Tag. Nicht zum Aushalten. Und von Ruhe keine Spur. In einer schier endlosen Anzahl von Liegestühlen, "wie ein in Schlachtaufstellung befohlenes römisches Heer", liegen die Urlauber, sauber aufgeräumt, umgeben von ihrem lärmenden Anhang. Willibald ist mehr als stinksauer - der Famillenfrieden ist ernsthaft gefährdet. Aus dem von Madame Djurkovic erdachten, und auf ihre ganz spezielle Art wunderbar formulierten, "Turteltaubentrip in sonnige Süden" scheint nichts zu werden.

Dies ändert sich insofern, als es Willibald gelingt, die miserable Stimmung umzudrehen. Aus der letzten Reihe des Liegestuhlbatallions lässt es sich nämlich wunderbar einen Beobachtungsposten einrichten, denn es gibt sehr viel Interessantes zu beobachten. Kinder buddeln einen toten Hund aus, der keines natürlichen Todes gestorben zu sein scheint. Die in dieser Sache in einem mehr oder weniger großen Zusammenhang stehenden Personen verhalten sich alles andere als normal und es scheint sich etwas zu verdichten, was selbst Willibald zunächst nicht zu deuten in der Lage ist.

Derweil wird in der Kinderbetreuung eine Leiche gefunden, was Hotelmanagerin Margit Becker wenig begeistern kann. Strengstes Stillschweigen im Hinblick auf den reibungslosen Ablauf des Hotelbetriebs wird von ihr verordnet, was selbst die örtlichen Ordnungshüter insofern akzeptieren, als sie die Leiche vom Tatort veschwinden lassen. "Dolly" Dolores Poppe gelang es durch eine ebenso geistesgegenwärtige wie unkonventionelle Reaktion, den Leichenfund, mitten im Kiddyclub-Zelt, möglichst unauffällig zu gestalten ...

... und nicht nur das ist eine der zahlreichen fast slapstickartigen Aktionen in diesem Spektaculum an Kriminalroman. Dieses gnadenlos durchdachte Mittelmeer-Epos sucht seinesgleichen vergebens. "Der Metzger kommt ins Paradies" überzeugt, wie auch sein Vorgänger, nicht nur durch eine raffiniert konstruierte Story, sondern auch und vor allem durch eine ganze Reihe von schrägen Charakteren. Wenn ich in meiner Rezension zu "Der Metzger bricht das Eis" von Ecken und Kanten gesprochen habe, so findet man diese auch im aktuellen Roman, und verbunden mit den (gewollt) umständlichen Formulierungskünsten des Autoren ergibt sich ein mitunter nicht unanstrengender Lesefluss.

Die verschachtelten Strukturen vereinen sich mit einer dem Amtsdeutschen nicht unbedingt abgeneigten Form und bilden Wort- und Satzkreationen, herrlich verschraubt und unkonventionell. Auch was die Charakterisierungen der Personen (und deren Dialekt) betrifft, ist Thomas Raab einmal mehr Experimenten nicht abgeneigt. Josef Krainer, der als "Polizeibediensteter" eine oscarreife Nebenrolle besetzt, glänzt beispielsweise durch die deftig-aufschlussreichen Telefondialoge mit dem Kollegen Schulze, die Thomas Raab so fein ausbalanciert hat, dass sie ohne den Text von Schulze auskommen!

Auch die zahlreichen humoristischen Einlagen sind wieder von höchster Güteklasse. Die Bandbreite erstreckt sich hier von kulinarischen Schwerverbrechen wie "Pizza, belegt mit Würstel und Pommes", Zeitschriften, die nur im "geistigen Stromsparmodus" zu ertragen sind, bis hin zu einem "beleidigten Magen", der selbst "dem gesündesten Körper in Sekundenschnelle eine Vorahnung des Sterbens" vermitteln kann, während einem bei zynischer Gesellschaftskritik, wie bei Thomas Raab üblich, wiederum das Lachen im Halse stecken bleibt. Zum Glück gibt es aber des Metzgers Allerliebste. Danjela Djurkovic reißt nicht nur einmal mit ihrer vehementen Präsenz den Karren aus dem Dreck: "Bitte lachst du, war Witz."

Doch all dem herrlich schrägen Treiben ist diesmal eine gnadenlose Wendung zugedacht. Der von Dolly gefundene tote Senegalese mag andeuten, dass es hier um mehr geht, als man zunächst vermuten mag. Und abgelenkt durch die Fährte in Richtung Kunstraub erschreckt man dann doch reichlich, wenn sich die Tore des Grauens langsam öffnen. Das letzte Drittel des Buches verdichtet sich immer mehr in abgründige Machenschaften des eigentlich Unvorstellbaren ...

Alles ist hierzulande möglich, meinte einst Willibalds Mutter. "Dermaßen viel Fantasie kann ein Menschenhirn nämlich gar nicht aufbringen, um es mit dem Irrsinn namens Wirklichkeit aufnehmen zu können".
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am 10. Juli 2015
Wie immer ein köstliches Vergnügen. Der Kriminalfall ist eher nebensächlich und doch spannend ... aber alleine die Beschreibungen eines richtigen Grantlers oder der Adria als "Gemeinschaftsurinal", das Verhalten der Adriaurlauber, der Tagesablauf als Strandtourist, Dancing in The Rain und so weiter ..... sind ein großartiges Erlebnis. Absolut empfehlenswert.
"La scimmia è sempre scimmia, anche vestita di seta."
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am 6. Februar 2016
Ein weiteres hervorranges Buch aus der "Metzger" Serie. Kann dieses Buch wirklich nur empfehlen! Zustellung über Kindle prompt und verlässlich!
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am 17. Juli 2015
Auch in diesem Fall ist der Metzger wieder in seinem Element und löst mit Bravour den Fall. Wie immer sehr kurzweilig und unterhaltsam.
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am 8. Januar 2014
Der Wiener Sänger, Komponist und Autor Thomas Raab hat mit seinem Restaurator Willibald Adrian Metzger und dessen Lebenspartnerin Danjela Djurkovic aus Kroatien literarische Figuren erschaffen, die nach schon vier Bänden nicht nur zu den originellsten der deutschsprachigen Krimiszene gezählt werden müssen, sondern auch zu den erfolgreichsten. Mit seinem speziellen Spürsinn und in einer wie selbstverständlichen, oft völlig sprachlosen Kooperation mit seiner Herzensdame Danjela nimmt Willibald Adrian Metzger, auch kurz nur "der Metzger" genannt, randständige Phänomene seines Alltags wahr und spürt sensibel ihre Unstimmigkeit.

Dann verfolgt er zielstrebig die zunächst noch lockeren und unzusammenhängenden Fäden und stößt mit großer Regelmäßigkeit ziemlich bald in die Mitte eines kriminellen Geschehens vor, das für Thomas Raab immer auch ein Stück seiner österreichischen Heimat und Kultur ist, die er dann mit scharfem und bissigem Humor beschreibt.
Thomas Raab hat einen Stil, in den man sich verliebt, er spielt mit den Worten, hat einfach Freude an ungewöhnlichen Formulierungen und Sprachspielen, mit denen er nicht selten seine Kritik ummantelt.

Auch in dem neuen Buch "Der Metzger kommt ins Paradies“ gerät der Metzger mitten in seinem Alltag in einen Kriminalfall hinein, der ihn zum Hinschauen, Nachdenken und schließlich zum Eingreifen bringt. Das Ganze spielt an einem Strand in Italien, wo ihn Danjela gegen heftigen, letztlich aber vergeblichen Widerstand hingeschleppt hat, damit er sich dort erhole.

Doch kaum am Strand angekommen, sieht er, wie Kinder einen toten, wohl nicht unter natürlichen Umständen ums Leben gekommenen Hund ausbuddeln. Der Metzger kann nicht anders, muss genauer hinschauen und es folgen weitere Leichen, diesmal von Menschen.

Die Handlung treibt, auch durch die sprachliche Akrobatik von Thomas Raab von einem grausamen Höhepunkt zum anderen, und wieder ist seine Danjela dem Metzger eine wichtige Hilfe bei der Lösung eines Falles mitten im Paradies.

Das Buch ist spannend bis zum Ende und seine Lektüre ist sprachlicher Hochgenuss. Auf den nächsten Band dieser Reihe warte ich mit freudiger Spannung.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. September 2013
Das der Traumurlaub schnell zum Horrorurlaub mutieren kann, diese Erfahrung muss der Wiener Kunstrestaurator Willibald Adrian Metzger in seinem sechsten Abenteuer machen.

Dabei ist der Metzger überhaupt kein Freund von Reisen und von Urlaub und so muss ihn seine Freundin Danjela auch mehr oder minder entführen, damit sie mit ihrem Liebsten am italienischen Strand liegen kann. Dort lässt das Verbrechen aber auch nicht lange auf sich warten und schon stolpern der Metzger und seine Danjela in einen Kriminalfall, der einem Crescendo gleich immer blutiger und böser wird.
Da sind Leichen mit fehlenden Augen und verbuddelte Hunde noch das kleinste Übel, denn auch am italienischen Strand lauern grausame Verbrechen und der Metzger kommt nicht umhin sich einzumischen ...

Wer an Wolf Haas' „Silentium“ seine Freude hatte, der dürfte auch bei diesem Krimi nichts falsch machen. Wie auch Haas setzt Thomas Raab in seinem Krimi auf sprachliches Niveau und subtil daherkommende Grausamkeiten.
„Der Metzger kommt ins Paradies“ ist nicht unbedingt leicht zu lesen, schließlich ist Raab Österreicher und als solcher, ähnlich wie Wolf Haas oder Heinrich Steinfest, in die Sprache und ihre kuriosen Blüten verliebt. Jeder Charakter redet mit eigener dialektonalen Färbung, Dialoge nehmen einen großen Teil des Buches ein und auch der Erzähler neigt durchaus zu Geschwätzigkeit.

Es ist dem schriftstellerischen Talent Raabs zu verdanken, dass er sich in seinen ganzen Charakteren nicht verheddert sondern zum Ende hin dem Buch noch eine klare Stoßrichtung gibt, die so gar nicht zur Urlaub, Sonne und Strand passen mag.
Wer die Spannung in diesem Roman sucht, muss deshalb einen langen Atem beweisen, abgesehen davon vermag das Buch aber zu überzeugen und stellt eine ausgewogene Balance aus Humor, anspruchsvoller Sprache und Spannung dar.

Wer dieses Jahr nicht mehr an einen italienischen Strand zum Urlaub fährt, kann dieses Buch getrost in sein Gepäck packen, allen anderen wird eine Lektüre zu einem späteren Zeitpunkt anempfohlen!
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am 18. April 2014
Ein Buch wie eine Reise in meine Vergangenheit, zumindest der erste Teil, der an der Adria spielte. Bunte Bilder von Urlaubsfreuden seinerzeit malten mit Autor Thomas Raab und sein Protagonist Willibald Adrian Metzger mit seiner Danjela ins Gehirn und ließen mich mehr als einmal herzhaft lachen. Doch dieses Lachen verging rasch in spannungsgeladener Neugierde, die mich letztendlich in abgrundtief hässliche Fratzen menschlichen Abschaums blicken ließ. »Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu«, war ein oft gehörter Satz in meiner Jugend, der in den dramatischen Schlussszenen dieses großartigen Buches keine Beachtung fand. Thomas Raab versteht es ausgezeichnet, seinem Leser das erinnernde Grinsen aus dem Gesicht zu schmirgeln und ein nachdenklich betroffenes Staunen an selbige Stelle zu setzen. Wohl dem, den seine Geburt an den richtigen Platz auf dieser Welt stellt und ihn in schützende Hände legt. Und ja, ein in Österreich geborener kann sich zweifelsohne als im Paradies wohnhaft betrachten.
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