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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierender Pageturner - Weltklasse!
Mein erster Fitzek. Endlich. Da viele immer von den Fitzek-Bücher geschwärmt haben und Fitzek schon so was wie eine "Marke" unter den Bücher geworden ist, musste ich natürlich auch mal als absoluter Thriller-Fan ein Buch des berühmten Autors lesen. Mit hohen Erwartungen ging ich an das Buch ran und wurde wahrhaftig "umgehauen" vor so viel...
Vor 8 Monaten von Mary (Wunderwelt) veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut unterhalten mit Abstrichen
Generell muss ich gestehen dass ich mir das Buch nicht wegen dem (eventuell zurecht) gehypen Herrn Fitzek gekauft habe - mich hat eher das Zutun von Herrn Tsokos zur Kasse getrieben.
Ich selbst bin sehr interessiert an der Gerichtsmedizin und habe auch die Werke von Tsokos mit großem Interesse gelesen. Von Fitzek ist dies mein erstes Buch...
Vor 6 Monaten von Lisa K veröffentlicht


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierender Pageturner - Weltklasse!, 5. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Mein erster Fitzek. Endlich. Da viele immer von den Fitzek-Bücher geschwärmt haben und Fitzek schon so was wie eine "Marke" unter den Bücher geworden ist, musste ich natürlich auch mal als absoluter Thriller-Fan ein Buch des berühmten Autors lesen. Mit hohen Erwartungen ging ich an das Buch ran und wurde wahrhaftig "umgehauen" vor so viel Brutalität, Spannung und Grausamkeit. Einst lasst euch sagen, dieses Buch ist nichts für schwache Nerven...
Das Cover ist sehr einfach, aber vielsagend gestaltet und passt, genau wie der Titel, perfekt zum Buch.
"Abgeschnitten" beginnt mit einem Prolog, der ziemlich ... verstörend... ist und jede Menge Fragen offen lässt. Fragen, die erst gegen Ende des Buches beantwortet werden.
Das Buch besteht aus zwei Geschichten, die sich ineinander "einreihen" und sich so eine komplette Story ergibt. Zum einen wäre da die Story mit Paul und der Entführung seiner Tochter, zum Anderen gibt es da noch die Geschichte von Linda und Danny, die ebenfalls eine kleine, aber nicht unbedeutende Rolle spielt. Das Buch wird von drei Orten aus beschrieben, die sich circa jedes zweite Kapitel abwechseln. Da wäre Berlin, wo man die Handlung aus Pauls Sicht erklärt bekommt, Helgoland, auf der Linda die ermordeten Leichen seziert und außerdem gibt es noch den Ort, der im Buch "Aus der Hölle" genannt wird. Hier erlebt man, wie die Entführte sexuell missbraucht und vergewaltigt wird. An keinem Ort wird es langweilig. Es geschehen überall immer wieder neue, unerwartete Ereignisse und schockierende Momente, bei denen einem die Luft für einige Zeit wegbleibt.
Die einzelnen Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger, doch nach und nach ergibt sich aus den einzelnen Puzzleteilen eine komplette, logische Geschichte, die so einige Überraschungsmomente mit sich bringt.
Das Buch hat einen unglaublich spannenden, krassen Schreibstil, sodass man meint, man ist wirklich im Geschehen beteiligt, was auch ziemlich angsteinflößend werden kann.
"Abgeschnitten" hat ein wirklich tolles, unverhersehbares Ende, das zum einen schockiert, andererseits auch genau zu einem solchen grausamen und brutalen Thriller passt.
Vor und nach der Story sind insgesamt vier echte(!!!) Zeitungsartikel abgedruckt, die man sich unbedingt und auf jeden Fall mal durchlesen muss. In denen sind von Steuerhinterzieher und Sexualstraftätern die Rede. Ein Beispiel gefällig? Während der Steuerhinterzieher für circa 5 Jahre Freiheitsstrafe im Gefängnis verbringen darf, bekommt der Sexualtäter 2 Jahre Bewährung. Man betone: Bewährung. Solche Urteile, in denen Geld wichtiger und wertvoller behandelt wird als Menschenleben, sollten ernsthaft mal in Frage gestellt werden...

Ein toller, spannender Pageturner, für den man schon mal ein paar nächtliche Stunden dafür opfert. Eine klare Kaufempfehlung für alle Thriller-Fans da draußen. 5 von 5 Punkten.

marysbuecherblog.blogspot.de
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut unterhalten mit Abstrichen, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Taschenbuch)
Generell muss ich gestehen dass ich mir das Buch nicht wegen dem (eventuell zurecht) gehypen Herrn Fitzek gekauft habe - mich hat eher das Zutun von Herrn Tsokos zur Kasse getrieben.
Ich selbst bin sehr interessiert an der Gerichtsmedizin und habe auch die Werke von Tsokos mit großem Interesse gelesen. Von Fitzek ist dies mein erstes Buch.

Anfänglich war ich eher verwirrt von den sprunghaften Sichtwechseln, letztendlich haben mir aber genau die sehr gut gefallen. Auch die Gedanken der Protagonisten, die anfänglich sowohl für sie in der Handlung als auch für den Leser unverständlich waren und sich dann langsam auflösten fand ich sehr spannend. Ich würde gerne mehr Bücher mit einem solchem Schreibstil lesen.

Weniger ekelerregend waren für mich die Szenen der Obduktionen. Auch hier nehme ich wohl nicht viel vorweg, da diese Szenen bereits im Deckeltext angeschnitten wurden. Hier merkt man das zutun des Gerichtsmediziner als Autor. Fundiertes Wissen trifft auf eine spannende Beschreibung. Ich musste durchaus auch schmunzeln, da mir einige Details sowie Beispiele auffielen, die Tsokos aus seinen eigenen Berichten entnommen hatte.
Umso unwohler fühlte ich mich beim Lesen mancher perfider Szenen, die das entführte Mädchen betrafen. Wenn dies auch nur eine vergleichsweise kurze Sequenz im Roman ist, so wollte man als Leser trotzdem nicht aus der Sichtweise des Mädchens mitfühlen in der sie ihr Peiniger quälte, da es einen als Leser selbst kalt den Rücken runterlief im Angesicht dieser unfassbaren kranken Gewalt. Dies legen ich Fitzek durchaus positiv aus: Er bricht Tabus und schafft es genau dieses Gefühl des Unwohlsein zu erzeugen. Als Leser in eine solche Situation zu geraten, in der man nicht mehr weiterlesen möchte, da man sich - bzw ich mich - in einem Roman noch nie einer solchen Thematik stellen musste, ist mir neu und bemerkenswert für Fitzek als Autor, dass er eine solche Atmosphäre erzeugen kann.

Trotzdem bewerte ich das Buch nur mit drei Sternen, da es zum Ende hin zunehmend an der Story abnimmt und schwächer wird. In den letzten Kapiteln musste ich durchaus immer wieder über die sehr unrealistischen Szenen lächeln, da es mich eher an einen Film erinnerte, der zwanghaft versucht ein Ende zu finden. Totgeglaubte standen irrwitzig wieder auf und die Geschichte endete leider viel zu schwach so brilliant wie sie angefangen hatte.

Obwohl ich es wohl niemanden direkt weiterempfehlen würde, fühle ich mich unterhalten und das Buch wird wahrscheinlich noch länger in meinem Bücherregal stehen. Zwar nicht als das beste - aber dennoch als das "bis zur Mitte war es gut".
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58 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrer Pageturner - mit Abstrichen, 8. Oktober 2012
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Sebastian Fitzek hat sich, das ist mittlerweile im deutschen Thriller-Genre bekannt, mit an die Spitze der Top-Schreiberlinge geschrieben. Seine Bücher sind unvorhersehbar, spannend und er vermag es, den Leser gekonnt mit falschen Fährten durch seine Geschichten zu schicken, um ihm am Ende des Romans den Hammer der Erkenntnis über den Schädel zu ziehen. Für den neuesten Thriller "Abgeschnitten" hat sich Fitzek Verstärkung in Form von Michael Tsokos ins Boot geholt. Seines Zeichens Rechtsmediziner und ebenfalls Buchautor, der mit seinen Büchern "Dem Tod auf der Spur" und "Der Totenleser" ebenfalls große Erfolge feiern konnte.

Die beiden Autoren setzen den Rechtsmediziner Paul Herzfeld in den Fokus ihres Thrillers. Er findet bei einer Obduktion die Telefonnummer seiner Tochter im Kopf einer "stark lädierten" Leiche. Seine Tochter Hannah wurde entführt und der Kidnapper veranstaltet eine perfide Schnitzeljagd mit Herzfeld, die ihn nach Helgoland zu einer zweiten Leiche führt. Durch einen Sturm ist die Nordseeinsel jedoch vom Festland abgeschnitten (!), sodass Herzfeld der Comiczeichnerin Linda, die auf der Insel geblieben ist und die zweite Leiche gefunden hat, telefonisch Anweisungen gibt, wie er an die Informationen kommt, die sich IM Toten befinden - der Abend ist jung, die Wellen toben und die beiden gefundenen Leichen werden nicht die letzten sein...

Der Einfluss Fitzeks auf das Geschriebene ist direkt nach der ersten Seite spürbar. Der lockere Schreibstil und die häufig eingestreuten Humorblumen, die Fitzek-Fans schon aus anderen Büchern des Autoren kennen, fallen sofort auf. Der Prolog ist zweifelsohne der perfekte Opener für die knapp 400-seitige Tour de Force - irritiert und fingernägelkauend will der Leser sofort wissen, was es mit dem Geschilderten auf sich hat. Hier muss ich Ihnen aber sagen, dass Sie sich noch gute 380 Seiten gedulden werden müssen, um eine Kausalität zwischen Haupterzählung und Prolog herstellen zu können.

Die Autoren streuen massenhaft falsche Hinweise. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie die beiden bei einer Besprechung des weiteren Vorgehens kichernd in ihrem Büro gesessen haben, weil ihnen eine neue Finte einfiel, um den Leser zu verwirren. Leider ist genau an dieser Stelle der in der Überschrift benannte "Abstrich" zu machen, denn: Waren die Vorgängerromane Fitzeks mit dem Prädikat "unvorhersehbar" zu 100% zu belegen, war ich in "Abgeschnitten" verwundert, dass bereits nach 2/3 der Handlung, der Bösewicht feststand, ohne dass eine plötzliche Wendung das Geschehen veränderte. Verstehen Sie mich nicht falsch, das restliche Drittel ist spannend und das Ende gespickt mit einigen "WTF-Momenten", aber der große Knall der Vorgängerbücher blieb hier aus - das ist aber wirklich nur Meckern-auf-hohem-Niveau.

Fitzek und Tsokos ist ein spannender, kurzweiliger Erste-Klasse-Thriller gelungen, der sich deutlich vom derzeitigen Einheitsbrei der weltweiten Spannungs'literatur' abhebt und es dem Leser sehr schwer macht, aufhören zu können - was nicht nur daran liegt, dass die beiden fast jedes Kapitel mit einem fiesen Cliffhanger beenden.

Kleiner Tipp zum Schluss: Schauen Sie sich den Schutzumschlag mal etwas genauer an, denn es versteckt sich hier ein kleiner interaktiver Part, der - und das kann ich nach Ausprobieren bestätigen - funktioniert. Gänsehaut.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super spannend, 16. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von der ersten Seite an spannend und man möchte am liebsten gar nicht aufhören zu lesen. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillanter Thriller mit pathologischem Hintergrund, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Taschenbuch)
"*Abgeschnitten*" heißt der brillante Thriller des Autorenduos "*Sebastian Fitzek & Michael Tsokos*". Er ist im Knaur Verlag erschienen.

Inhalt:

Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist Spezialist für Gewaltverbrechen und findet in einer Leiche einen Hinweis auf seine verschleppte Tochter. Eine wahre Schnitzeljagd beginnt und führt zu weiteren Leichen auf Helgoland. Dort wütet gerade ein Orkan, der Herzfeld den Zugang zur Insel verhindert. Die Comiczeichnerin Linda ist auf Helgoland und findet das Handy von Herzfelds Tochter Hannah und so kommt der Kontakt zustande. Er benutzt Linda als seinen verlängerten Arm und lässt sie Untersuchungen an Leichen vornehmen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn auch Linda fühlt sich verfolgt.

Meinung:

Hilfe! Dieser Psychothriller hat es wirklich in sich! Ich bin noch völlig mitgenommen und meine Nerven liegen blank! Ähnlich wird es auch anderen Lesern gehen. Daher meine Warnung an alle: Abgeschnitten ist kein Buch für zartbeseitete Naturen.

Die Handlung ist mit den versteckten Nachrichten in Leichen ein echtes Novum und dadurch absolut überraschend. Noch nie habe ich so etwas gehört oder gelesen.
Das Buch beginnt mit der Entführung der jungen Fiona. Erschreckender kann ein Psychothriller gar nicht beginnen.
Die Hinweise in den Leichen sind wie Perlen auf einer Kette aufgereiht, allerdings in grausamer und blutigster Weise. Das ist natürlich völlig konstruiert, aber in so einer genialen und genau ausgeklügelten Art und Weise, die ich nur bewundern kann.

Fitzek ist das unglaubliche Schreibtalent und Tsokos kennt genügend spektakuläre Fallbeispiele. Zusammen sind sie einfach unschlagbar und haben in ihrem Buch einen einzigartigen gruseligen Psychopathen geschaffen und einen tollen Plot hingelegt.
Der Spannungsbogen bleibt im gesamten Buch auf einem hohen Level. Man fiebert schnell lesend dem Ende entgegen.

Besonders erstaunlich ist die Comiczeichnerin Linda. Sie muss sozusagen per Fernanleitung Leichen untersuchen und später auch noch sezieren. Diese Vorstellung ist wirklich schrecklich und nur mit der eigenen Lebensgefahr erklärbar.

Im Buch befindet sich die Abbildung einer Übersicht von Sektionsinstrumenten. Das verstärkt den realen Charakter der Geschichte noch zusätzlich und ist recht interessant.

Auch gibt es im Anhang beigefügte Zeitungsartikel. Diese geben Auskunft über reale milde Strafen für Sexualstraftäter im Gegensatz zu sehr langen Haftstrafen für Steuerhinterziehung. Diese Artikel machen sprachlos und verärgern mich. Menschenschicksale sind scheinbar in der deutschen Rechtssprechung nicht so hoch angesiedelt wie Geldunterschlagung oder Steuerhinterziehung.

Fazit:

Für alle Leser mit guten Nerven kann ich diesen Thriller unbedingt empfehlen. Spannung und Gruselfaktor pur mit einem Lesesog und spezieller Einsicht in die Pathologie. Gern würde ich hier mehr als 5 Sterne vergeben. Ein gruseliges Leseerlebnis der besonderen Art!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Raffiniert konstruierter Thriller mit einer großartigen Pointe, 5. März 2013
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Fitzeks Gemeinschaftsarbeit mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos besitzt alle typischen Eigenschaften, die man von einem Thriller des Autors erwartet. Ein ebenso origineller wie raffiniert konstruierter Plot, eine hohe Sachkenntnis (für die hauptsächlich Michael Tsokos verantwortlich sein dürfte), hohes Tempo und überraschende Wendungen. Mit Linda und Dr. Herzfeld schuf Fitzek sympathische Protagonisten, mit denen man mitfühlt und mitfiebert. Kurze Kapitel mit aufreibenden Spannungsspitzen zwingen geradezu zum Weiterlesen. Obwohl sich der Autor für seinen neuen Roman Hilfe geholt hat, ist sein Stil unverkennbar. Ein wenig erinnert der Schauplatz des leeren Krankenhauses auf Helgoland an Fitzeks vierten Roman „Der Seelenbrecher“. Trotzdem nimmt das Geschehen einen anderen Verlauf. Obwohl einige Szenen sehr bemüht wirken führen die einzelnen Handlungsfäden am Ende erstaunlich schlüssig zusammen. Wie konnte der Psychopath beispielsweise sicher sein, dass Herzfeld und Ingolf zu dessen Wohnhaus fahren würden? Auch Lindas Versteckspiel mit dem Killer im Krankenhaus erfordert ein gerüttelt Maß an Wohlwollen. Solche Konstruktionen werden von Sebastian Fitzek mit einem sicheren Gespür für Spannung und Dramatik kompensiert. Der Roman wirkt aus einem Guss geschrieben und schlägt den Leser von Beginn an in seinen Bann. Ein wenig deplatziert wirkt lediglich der ausufernde Epilog, der die Atmosphäre des unvermeidlichen Endes zunichte macht. Ein herausragender Unterhaltungsroman, der an keiner Stelle langweilig wird.
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73 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister des Wahnsinns und die Nr. 1 der Rechtsmedizin wissen, was sie tun! SO werden Thriller geschrieben!, 26. September 2012
Von 
Claudias Bücherregal (Schl.-Hol.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Warum ich? Warum ausgerechnet immer ich? Die Comiczeichnerin Linda kann ihr Pech nicht fassen. Es reicht scheinbar nicht, dass sie vor ihrer Vergangenheit nach Helgoland flüchten musste und dass die Insel gerade in einem Sturmchaos versinkt. Nein, sie musste am Strand auch noch die Leiche eines Mannes finden, dabei helfen diese in die Pathologie der Inselklinik zu transportieren und nun steht sie vor der Bahre, auf der der nackte Unbekannte liegt, und hält ein Skalpell in der Hand während ein fremder Mann namens Paul Herzfeld übers Handy von ihr verlangt, dass sie den Mann sezieren soll.

Endlich wieder ein neuer Thriller von Sebastian Fitzek, der dieses Mal tatkräftige Unterstützung von Michael Tsokos erhalten hat. Eine Kombination, die im Buchtrailer als "Der Meister des Wahnsinns trifft die Nr. 1 der Rechtsmedizin" bezeichnet wurde. Der Roman hält dieses Versprechen, denn Fitzek schreibt vom nervenaufreibenden Wahnsinn und Tsokos ist es wohl zu verdanken, dass der Part des Buches, der sich mit den pathologischen Aspekten beschäftigt, unglaublich authentisch und interessant geschildert wird.

In letzter Zeit, also eigentlich schon seit Monaten, wurde ich immer wieder von Thrillern enttäuscht. Die Geschichten, die dahinter steckten, waren zwar oft interessant, aber der gewünschte Nervenkitzel oder ein Spannungsgefühl traten fast nie auf. Ich hatte mich schon so langsam damit abgefunden, dass das wohl einfach die logische Konsequenz ist, wenn man sein halbes Leben bevorzugt Thriller liest. Tja, und dann kam dieser Roman und hat mir den Glauben an nervenzerreißende Thriller zurückgebracht! Einen spannungsgeladenen Prolog besitzen die meisten Romane. Anschließend beginnen viele Autoren jedoch zu schwächeln, aber genau da legt "Abgeschnitten" erst richtig los. Jedes Kapitel kann mit etwas Besonderem aufweisen: eine düstere Atmosphäre, ein spannungsgeladenes Szenario, oder eine kleine Überraschung, mit der ich im Leben nicht gerechnet hätte. Das Autorenduo konnte mich so oft aufs Glatteis führen und überzeugt sowohl mit einem tollen Schreibstil, als auch mit einer packenden Handlung umrahmt von rechtsmedizinischen Kenntnissen. Außerdem liebe ich das Wortspiel mit dem Titel, dessen Doppeldeutigkeit im Laufe des Romans auffällt.

"Im Augenblick stand ihr früheres Ich wie ein ausrangierter Waggon auf dem Abstellgleis ihres Bewusstseins. Nur ein kläglicher Rest von dem, was ihre Persönlichkeit ausmachte, saß weiterhin in dem Zug, der immer tiefer hineinraste in einen Tunnel aus Schmerzen." (Seite 76)

Ich konnte den Roman leider nicht an einem Tag beenden. Als ich aber am nächsten Morgen aus Versehen bereits um 4.30 Uhr aufwachte, hatte ich die Wahl zwischen "wieder schlafen legen" oder "Abgeschnitten lesen" und habe mich ohne zögern für den Roman entschieden - morgens um 4.30 Uhr. Das sagt eigentlich schon alles, oder? Die perfide Schnitzeljagd, die sich größtenteils im Norden Deutschlands abspielt, hat mich einfach nicht losgelassen. Der komplette Roman ist packend, fesselnd und gespickt mit zahllosen Überraschungen. Das Ende kann ich nur als fulminant und vielleicht etwas mit Überraschungen überladen beschreiben. Es kann natürlich auch daran gelegen habe, dass es immer noch Montag morgen vor 6 Uhr war, als ich mich dem Finale näherte, aber die Autoren haben am Ende noch einmal alles umgedreht, nichts war mehr so wie es schien und zwischendurch habe ich mich ein kleines bisschen überfordert gefühlt und musste immer mal wieder kurz inne halten, um gedanklich zu sortieren, was nun eigentlich tatsächlich passiert war und was mich die Autoren nur denken lassen wollte. Das Schöne war jedoch, dass all diese Überraschungen aber auch Sinn machten oder erklärt wurden und somit nicht haltlos vom Himmel fielen.

Ich bin unvoreingenommen an das Buch heran gegangen. Wollte dem Roman keinen "Fitzek-Vorteil" einräumen, aber bereits nach den ersten Seiten hatte er mich wieder gefangen genommen. Genau SO sollen Thriller sein! Danke, dass mir gezeigt wurde, dass ich nicht immun für Thriller geworden bin. Es liegt einfach daran, dass leider nicht jeder Autor so schreiben kann wie Sebastian Fitzek. Die Zusammenarbeit mit Michael Tsokos hat mich mehr als überzeugt. Ein Thriller-Autorenduo kann man eben nicht besser besetzen, als mit dem Meister des Wahnsinns und der Nr. 1 der Rechtsmedizin.

Fazit: Es gibt sie noch, die Thriller, die mit einem flüssigen Schreibstil, einer interessanten und neuen Idee und zahlreichen Überraschungen fesseln und überzeugen können. Danke dafür an Sebastian Fitzek und Michael Tsokos! Wer einen richtig guten Thriller lesen möchte, sollte sich "Abgeschnitten" zulegen!
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33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nichts Raffiniertes, nur Schockierendes, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben, ich bin kein Fitzek-Fan. Aber seine Zusammenarbeit mit Tsokos fand ich interessant und so habe ich mir den Thriller "Abgeschnitten" zugelegt - und es ziemlich bald bereut!
Selbst das Wort "blutrünstig" beschreibt nicht annähernd, was den Leser hier erwartet. Leichen stinken, totes Menschenfleisch wird zerschnitten wie ein Marzipanbrot, torkelnde Schwerstverletzte, Folter, Vergewaltigung, das Autorenduo lässt nichts aus. Und das alles wird in eine überschaubare Handlung gepresst. Der Gerichtsmediziner Herzfeld (schöner Name) muss, um das Rätsel um seine verschwundene Tochter zu lösen, dringend eine Leiche obduzieren. Leider ist die Leiche auf Helgoland und die Insel sturmbedingt vom Festland abgeschnitten. Aber zum Glück kennt Herzfeld zufällig die junge Zeichnerin Linda, die sich vor ihrem übergriffigen Freund auf der Insel versteckt. Sie obduziert also die Leiche unter Herzfeld telefonischer Anleitung. Ziemlich bald danach ahnt man, worauf dies alles hinausläuft. Fast alle weiteren Überraschungen im Roman sind dem Zufall geschuldet, der dann auch oft genug ausdrücklich bemüht wird. Es gibt nichts Raffiniertes an diersem Buch, dafür allerdings Schockierendes im Übermaß.
Nein, "Abgeschnitten" hat mir nicht gefallen.
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33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von Fitzek bin ich mehr gewohnt, 29. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Ich fand ABGESCHNITTEN lesenswert, muss aber Kritik anbringen. Als Thriller ausgezeichnet, war es auch wirklich NUR ein Thriller, dabei hätte ich mich über einen tiefer gehenden Psychothriller mehr gefreut. Immerhin ist Fitzek der Herr der Psychothriller in Deutschland. Da hätte ich es halt erwartet, auch dieses Mal einen Solchen zum Lesen zu bekommen.
Dafür fing er gut an. Man ist sofort in der Story drin! Das Buch ist spannend und liest sich aufgrund der kurzen Kapitel sehr flüssig. Trotzdem empfand ich es leider nicht so spannend, wie die vorherigen Fitzek-Bücher. Es gibt einige Wendungen, leider erst zum Schluss, als sich alles aufklärt. Aber dieses Mal ist es nicht so mitreißend, wie ich es sonst von seinen Büchern gewohnt bin. Das Ende war mir auch nicht spannend genug, denn gerade vom Finale hatte ich mehr Nervenkitzel erwartet. Der ist hier leider ausgeblieben. Dem Epilog konnte ich auch nichts Interessantes oder Spannendes entnehmen, weil er keinen Bezug auf die Story gibt.
Trotzdem hat mir ABGESCHNITTEN gut gefallen. Es war ein Lesevergnügen das ich mit einigen Abstrichen auf jeden Fall als lesenswert empfinde. Aber von Fitzek bin ich mehr gewohnt!
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5.0 von 5 Sternen Bester Thriller, den ich seit langem in der Hand hatte, 30. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Taschenbuch)
aaaaa!!! Jaaaaaa!!! Was ein toller, spannender, geladener Thriller. Endlich mal wieder.
Aber mal ganz langsam: Ich habe das Buch von meinen Eltern zu Ostern geschenkt bekommen. In meinem Bücherregal finden sich schon Werke sowohl von Michael Tsokos als auch von Sebastian Fitzek.
Fitzek dürfte ja wohl für Krimi- und Thrillerkenner ein Begriff sein. Ich bin mir gerade nicht sicher, welches Buch ich von ihm schon gelesen habe, aber ich weiß noch, dass ich etwas enttäuscht war. Damals hatte mich der Klappentext total begeistert, das Buch allerdings weniger.
Tsokos dagegen liebe ich seit seinem ersten veröffentlichen Werk. Der Gute verdient ja seine Groschen normalerweise als waschechter Rechtsmediziner.
Ich könnte alles zu diesem Thema verschlingen. Ich hab sogar im Rahmen meines Studiums ein Semester Rechtsmedizin belegt.
Zurück zum Thema (ich schweif gerne mal ab): Das Cover finde ich genial. Ich mag es gern, wenn mich ein Cover schon von weitem anzieht und man schon beim darauf zu laufen erkennt: "Ah, da wirds blutig"
Der Einband hat noch eine kleine Besonderheit für so kranke Gehirne wie meins: Schlägt man den Umschlag hinten auf, findet sich da eine kleine Übersicht über die wichtigsten Sektionsinstrumente zur Öffnung einer Leiche.
Eine Zusammenarbeit der beiden Autoren konnte ich mir anfangs so gar nicht vorstellen, aber es funktioniert.
Spannend ist es wirklich von der ersten Seite an. Und die Spannung lässt auch zu keiner Zeit nach.
Der Epilog ist schon echt der Hammer. Ich hatte die ersten paar Seiten gleich beim Osterfest auf dem Balkon verschlungen und bin dann total baff dagesessen und musste gleich meiner Mum von diesem Start erzählen. Der Zusammenhang zum Epilog lässt ewig auf sich warten, was die ganze Sache noch spannender macht. Gerade wenn ich dachte, ich weiß, wie die Geschichte ausgeht, kam wieder eine total unerwartete Wendung.
Außerdem hat die Erzählung ein wahnsinniges Tempo in sich. Einen allmählichen Spannungsaufbau gibt es hier nicht. Von 0 auf 100 in weniger als 3 Seiten.
Ich habe mit Paul Herzfeld wirklich mitgefiebert und mit Linda, die vorher noch nie eine Leiche geöffnet hatte, mitgelitten. Linda war mir nicht zu jedem Zeitpunkt sympathisch, aber man muss ja nicht jede Person in einem Buch lieben.
Das Schreibtalent von Fitzek und die Kenntnisse von Tsokos bringen den Leser wirklich direkt mit an den Sektionstisch. Für schwache Nerven ist das nichts.

Dieses Buch hat es geschafft, dass ich Herrn Fitzek für mein Bücherregal nochmals eine Chance einräumen werde.

Fazit:
Nicht nur im Bereich Thriller das beste Buch, das ich seit langer Zeit in Händen hatte. Eine absolute Leseempfehlung!!!
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Abgeschnitten: Thriller
Abgeschnitten: Thriller von Michael Tsokos (Gebundene Ausgabe - 26. September 2012)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,72
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