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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mysteriöser Todesfall und eine plausible Lösung
8. September 1560: Die junge Amy Robsart wird tot am Ende einer Treppe aufgefunden, und ganz Europa spekuliert, ob es ein Unfall war, eventuell Selbstmord, oder ob gar ihr Ehemann Robert Dudley dahinter steckt. Dudley ist allgemein als Günstling der Königin bekannt, und die Gerüchteküche brodelt. Hat er vielleicht veranlasst, seine Ehefrau zu ermorden,...
Veröffentlicht am 21. November 2010 von Susanne L.

versus
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher etwas für Kenner und Interessierte mit genügend Vorwissen....
Zum Inhalt ist ja bereits einiges gesagt worden, daher möchte ich gern meinen Eindruck wiedergeben.
Zum einen: Ich habe mich mit der Lektüre nicht immer leicht getan, daher fällt es mir eher schwer dieses Buch zu bewerten, zumal ich für meine Verhältnisse sehr lange gebraucht habe, um es zu Ende zu lesen.
Zum anderen: Es gab einige...
Veröffentlicht am 27. März 2010 von Die Freundin


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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mysteriöser Todesfall und eine plausible Lösung, 21. November 2010
Von 
Susanne L. "Klusi" (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
8. September 1560: Die junge Amy Robsart wird tot am Ende einer Treppe aufgefunden, und ganz Europa spekuliert, ob es ein Unfall war, eventuell Selbstmord, oder ob gar ihr Ehemann Robert Dudley dahinter steckt. Dudley ist allgemein als Günstling der Königin bekannt, und die Gerüchteküche brodelt. Hat er vielleicht veranlasst, seine Ehefrau zu ermorden, um Elizabeth I. heiraten zu können?
Thomas Blount, ein enger Vertrauter Dudleys, macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und reist zum Unfallort nach Oxfordshire, wo Amy zuletzt gelebt hat. Der Ich-Erzähler Blount handelt nicht ganz uneigennützig, denn auch seine Existenz steht auf dem Spiel und nicht nur das. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass er sich am Schicksal der jungen Verstorbenen nicht ganz unschuldig fühlt, denn er hat ein sehr persönliches Geheimnis. Nach seiner Ankunft im Landhaus Cumnor Place ereignen sich zudem mehrere merkwürdige Zwischenfälle, denen er zusätzlich auf den Grund gehen muss.
Die Gouvernante und enge Vertraute der Königin, Kat Ashley, tritt als zweite Ich-Erzählerin auf und ist ebenfalls bestrebt, so schnell wie möglich Gewissheit über den wahren Sachverhalt zu bekommen.

Man merkt beim Lesen deutlich, dass sich die Autorin sehr ausführlich mit Elizabeth I. und ihrer Zeit beschäftigt hat. Ihr Roman hat Substanz und einen sehr hohen Informationswert. Auch über das alltägliche Leben damals am Königshof lässt Frau Kinkel häufig interessante Bemerkungen einfließen. Daneben erfährt der Leser nicht nur viel über historische Details, sondern bekommt den Fall der Amy Robsart aus zwei ganz unterschiedlichen Sichtweisen Perspektiven präsentiert.
Der eigentliche Handlungszeitraum beschränkt sich nur auf die sieben Tage zwischen dem Tod der jungen Frau und ihrer Bestattung. Beide Erzähler schildern jedoch häufig Ereignisse aus der Vergangenheit, die das Gesamtbild abrunden und zurechtrücken.
Während Kat Ashley nicht ganz so oft und ausführlich zu Wort kommt (ihr sind lediglich diverse Zwischenspiele vorbehalten), machen die Kapitel um Tom Blount den größeren Teil des Romans aus. Blount ist nicht so ganz glücklich mit seiner Aufgabe, Licht in den Fall zu bringen. Er wird von Selbstzweifel gequält. Dies und die Erwähnung seiner kleinen Schwächen und Eitelkeiten lassen ihn sehr menschlich, ja manchmal fast rührend erscheinen. Trotz einiger Hindernisse und seiner Bedenken bleibt er hartnäckig in seinem Tun und lässt sich nicht beirren. Unerwartete Unterstützung findet er dabei in dem Schauspieler Frobisher, dem es mit der Zeit gelingt, Thomas' Vertrauen zu erringen und wertvolle Beiträge zum Fall zu leisten.
Besonders genossen habe ich die intelligenten und gleichzeitig amüsanten Dialoge zwischen Thomas Blount und Lady Edith Odingsells. Das Geplänkel der beiden, die sich schon von Jugend an kennen, ist stellenweise köstlich zu verfolgen.

Tanja Kinkels Lösung für den Fall ist faszinierend und macht Sinn, auch wenn der wahre Sachverhalt auf ewig ein Geheimnis bleiben wird.
Für Liebhaber gut recherchierter historischer Romane ist 'Im Schatten der Königin' eine absolute Leseempfehlung. Die äußere Aufmachung ist sehr edel und hochwertig gestaltet, und der Inhalt wird durch ein informatives Nachwort sowie die Stammbäume der betroffenen Familien sehr schön ergänzt. Leider haben sich ein paar gravierende Druckfehler eingeschlichen, welche den Sinn und Ablauf der Geschichte verfälschen. Im Forum auf der Homepage der Autorin werden diese richtiggestellt, und ich hoffe, dass die folgenden Auflagen des Romans diesbezüglich korrigiert erscheinen.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Elizabeth" aus einer etwas anderen Perspektive, 15. Februar 2010
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bereits der 1998 verfilmte Roman "Elizabeth" von Tom McGregor setzte sich mit den frühen Regentschaftsjahren Königin Elizabeth auseinander - und mit ihrer Beziehung zu dem damals bereits verheirateten Robert Dudley. In diesem Roman geht Tanja Kinkel diese Geschichte aus einer etwas anderen Richtung an.

Thomas Blount - ein Jugendfreund und jetziger Angestellter Robert Dudleys und ein Bekannter der jungen Elizabeth - wird von seinem Vorgesetzten nach Oxfordshire geschickt um "ohne Ansehen der Personen" zu ermitteln, wie es zum Tod seiner Frau gekommen ist. Robert weiß nur zu gut, dass nicht nur sein Kopf auf dem Spiel steht, sondern auch die noch nicht konsolidierte Regentschaft seiner geliebten Freundin, da bereits Gerüchte kursieren, dass er seine Ehefrau besietigen ließ um seine Königin heiraten zu können. Und da sein eigenes Überleben - zumindest in beruflicher Hinsicht - von dem Robert Dudleys abhängt, ist Thomas sehr motiviert - und auch, weil er selbst eine heimliche Verbindung mit der Verstorbenen gehabt hat.

In Begleitung eines jungen Schauspielers aus dem Kreise Burbages beginnt er seine Ermittlungen, die ihn und die Leserinnen und Leser durch die politischen und moralischen Wirren der damaligen europäischen Geschichte führen und ihn sich immer wieder selbst in Frage stellen lassen. Thomas ich-erzählende Betrachtungen werden dabei immer wieder durch diese einer einflussreichen Dame am Hofe ergänzt, so dass sich ein sehr geschlossenes mögliches Bild der damaligen Ereignisse ergibt.

Dass es naturgegeben nur mögliche Ereignisse sind macht die Autorin in ihrem Nachwort noch einmal deutlich. Darin weist sie die Leserinnen und Leser auch auf weitere Quellen hin und es finden sich hier außerdem drei Genealogien der wichtigsten beteiligten Familien.

Ein handwerrklich hervorragender und inhaltlich sehr interessanter historischer Roman, der nicht nur Freunde des Elizabethanischen Zeitalters begeistern dürfte.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Krimi im elisabethanischen Zeitalter, 22. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Schatten der Königin. Treffender kann man den Zustand Amy Dudleys nicht beschreiben. Denn ihr Mann, Robert Dudley, ist der beste Freund von Königin Elisabeth I. Schon früh in ihrer Ehe muss Amy lernen, dass sie sich das Herz ihres Mannes mit der mächtigsten Frau des Landes teilen muss. Und immer den Kürzeren zieht, wenn es um die Aufmerksamkeit Roberts geht. Da die Königin ihr auch noch den ihr zustehenden Zutritt zum königlichen Hof ohne Grund verwehrt, unterstellt nicht nur Amy, sondern das gesamte englische Volk den beiden eine Affäre. Doch verheiratet hat Robert keine Chance bei der Königin und so spekuliert man nicht nur am Hofe, wann Amy plötzlich das Zeitliche segnen wird.

Als Robert Dudley daher am 09.09.1560 seinem Freund Thomas Blount den Tod seiner Frau verkündet, schwant ihm nichts Gutes. Wird Robert jetzt, da er frei ist, die Königin heiraten wollen? Das Volk mag Robert Dudley nicht, war sein Vater doch ein geköpfter Verräter, und wird sich diesen Schritt wohl nicht gefallen lassen. Aber wie kam Amy überhaupt zu Tode? War es ein Unfall oder hat Robert gar jemanden engagiert, der ihm hilft, seine Frau loszuwerden? Oder kam der Auftrag gar von der Königin selbst? Eine fieberhafte Suche nach der wahren Todesursache entbrennt, wobei das Volk sofort in Robert den Täter sieht. Doch auch Thomas Blount selbst verbindet ein Geheimnis mit Amy, das ihn gefährlich werden könnte...

Tanja Kinkel zeichnet in diesem Buch das traurige Bild einer Frau, der nach ihrem Tod mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als zu ihren Lebzeiten. Statt den Fokus auf Elisabeth I zu legen, dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Amys Todesursache, die den Experten bis heute Rätsel aufgibt und auch damals nicht hinreichend geklärt werden konnte. Natürlich werden diverse Intrigen und Machtspielchen aufgedeckt und mit jeder Wendung des Buches steigt die Anzahl der potentiellen Täter. Leider schwächelt das Buch zur Mitte hin etwas, da die Ermittlungen nicht so recht voranschreiten. Trotzdem ist das Buch ein Lesegenuss. Die Charaktere, sowohl die historisch belegten als auch die erdachten, sind tiefgründig gestaltet und wachsen dem Leser ans Herz. Und das Ende, obwohl fiktiv, erscheint sehr logisch und realistisch und bildet einen guten, würdigen Schluss für die Geschichte.

"Im Schatten der Königin" ist für mich sowohl ein unterhaltsames als auch lehrreiches Buch über die Zeit der Tudors. Die Vereinigung von Krimi und historischem Roman ist der Autorin gut gelungen und ich werde es gerne weiterempfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gute Gelegenheit, Geschichte zu betrachten!, 28. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Über Elizabeth I. hat man gelesen und wunderbare Verfilmungen mit Cate Blanchet sehen dürfen. Es gab einen Mann, einen guten Freund und zwar Robert Dudley? Er durfte sich Hoffnungen auf ihre Hand machen, doch es gab ein Problem. Robert Dudley war verheiratet mit Amy Robsart.
Am o8. September 1560 wird seine Frau am Fuße einer Treppe tot aufgefunden. Niemand kann erklären wie sich der Treppensturz ereignet hat. Das reizt zu Spekulationen und Robert Dudley gerät unter Mordverdacht. Wollte er seine Frau loswerden, um für Elizabeth I. frei zu sein? Ist er so weit gegangen? Wer hat Schuld auf sich geladen oder war es vielleicht nur ein Unglücksfall?
Es drängt sich die Frage auf, wie Elizabeth I. mit dieser Situation umgehen wird. Sie muss an den Thron denken, doch kann sie Robert Dudley vergessen?
Tom Blount, Robert Dudleys bester Freund, muss sich ebenso der Mordfrage stellen. Er nimmt die Bürde auf sich und geht nach Oxfordshire, um die Wahrheit über den Tod Amy Robsarts heraus zu finden. Dabei bewegt er sich auf dünnem Eis, weiß er nur zu gut, welch heikle Folgen das Ergebnis seiner Untersuchungen für Robert, aber auch für ihn selbst haben könnte.
Elizabeths I. treu ergebene Gouvernante, Kat Ashley ist ebenso interessiert daran die Wahrheit heraus zu finden. Dafür ist sie bereit jeden Preis zu zahlen. Es zählt nur ein Mensch bei der ganzen Angelegenheit, Elizabeth I..
Die Bestseller-Autorin Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, hat im Alter von 8 Jahren begonnen Geschichten und Gedichte zu schreiben und bereits 1987 in einem Jugendliteraturwettbewerb gewonnen. Sie hat Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft studiert und über Lion Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht promoviert.
1990 erschien ihr erster Roman 'Wahnsinn, der das Herz zerfrisst'. Es folgte 'Die Löwin von Aquitanien'. Tanja Kinkel erhielt für diese beiden Romane den Förderpreis des Freistaates Bayern für junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Ihr erfolgreicher Roman 'Die Puppenspieler' wird von Ziegler Film verfilmt.
Ihr soziales Engagement gilt Brot und Bücher e.V., einer Kinderhilfsorganisation, die Tanja Kinkel 1992 gegründet hat.
Das Elisabethanische Zeitalter fasziniert die Menschen bis heute. Elisabeth I. ist eine schillernde Figur ihrer Zeit. Die Menschen in ihrer Nähe waren nicht weniger interessant. Unweigerlich stößt man auf Robert Dudley, der näher an einer Ehe mit Elizabeth I. war, als irgendein anderer Mensch. Doch er war verheiratet mit Amy Robsart. Eine junge Frau die, unter bis heute ungeklärten Umstanden, ums Leben kam und gerade deshalb zu vielen Spekulationen Anlass gab. In 'Im Schatten der Königin' stellt Tanja Kinkel ihre Version der Geschichte vor. Ein historisches Ereignis, ein Kriminalfall aus vergangenen Zeiten, der nie aufgeklärt wurde.
Hier bietet sich ein Roman an, der die Fans der historischen Romane ebenso begeistert, wie auch Krimifans und all jene, die an der Wahrheit interessiert sind. Zu empfehlen ist dieses Buch auch den Anhängern Elizabeth I., da der Mordfall untrennbar mit Elizabeths I. Leben verbunden ist. Was ist faszinierender, als eine wahre Begebenheit, die über Jahrhunderte hinweg Anlass zu wilden Spekulationen bietet. Hier darf der Leser sich seine Meinung zu den Ereignissen bilden und bekommt eine mögliche Version in bester Romanform geboten. Tanja Kinkel beleuchtet eine Szene der Geschichte, die bis heute im Dunkeln liegt und legt einen Fokus auf Amy Robsart. Dadurch gibt sie dieser Frau ein wenig mehr Raum in der Geschichte und lässt sie nicht in Vergessenheit geraten. Tanja Kinkel hat Thomas Blount eine wunderbare Erzählstimme gegeben, der man interessiert folgt und auch Kat Ashley trägt ihren Teil dazu bei.
Das Buchcover ist erwähnenswert und fängt den Grund der Erzählung ein. Es zeigt Amy Robsart, wie sie am Fuße der Treppe liegt, mit einer Haube auf dem Kopf, die im Originalbild von William Frederick Yeames fehlt. Das mag Hinweis genug sein, aber lesen Sie doch selbst.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher etwas für Kenner und Interessierte mit genügend Vorwissen...., 27. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt ist ja bereits einiges gesagt worden, daher möchte ich gern meinen Eindruck wiedergeben.
Zum einen: Ich habe mich mit der Lektüre nicht immer leicht getan, daher fällt es mir eher schwer dieses Buch zu bewerten, zumal ich für meine Verhältnisse sehr lange gebraucht habe, um es zu Ende zu lesen.
Zum anderen: Es gab einige negative Aspekte, aber ebenso positives....
Insgesamt ist es für mich ein durchaus schwierig zu bewertendes Buch.
~
Direkt am Anfang hat mir ein Druckfehler den Spaß verleidet. Die Irritation hat leider dazu geführt, dass das Interesse und die positive Ausgangssituation etwas gelitten haben. Thomas Blount erzählt, obwohl er laut Stammbaum tot sein müsste. Mir ist unverständlich, wie solch ein Fehler passieren kann. Wäre der Fehler zum Sterbedatum einer 'Nebenfigur' passiert, ließe sich dies übersehen, so aber bezogen auf einen der Hauptdarsteller ist es ärgerlich und nicht nachvollziehbar!
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Im Verlauf des Romans haben mir die Zwischenspiele der Gouvernante Kat Ashley gut gefallen, diese fand ich unheimlich interessant, weil sie Königin Elizabeth näher gebracht und beleuchtet haben.
Die Kapitel aus Thomas Blounts Sicht waren manchmal etwas schwerfällig. Die kriminalistische Herangehensweise - und somit der kriminalistische Aspekt des Romans - an den Tod von Amy Dudley hat mir aber gut gefallen.
Manchmal hat mich der Roman doch in seinen Bann gezogen, aber leider immer nur zeitweise. Besonders schwer fiel mir der Einsteig ebenso wie die Tatsache, dass ich von den Tudors so gut wie nichts wusste. Die Erwähnung vieler Namen machte es mir schwer, mich zurecht zu finden. Teilweise habe ich mir Informationen besorgt, um ein besseres Verständnis zu kriegen, was dazu führte, dass ich mich für die geschichtlichen Fakten und Zusammenhänge zu interessieren begann. Dieses ist schon mal ziemlich klasse, wenn ein Buch das schafft!
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Die Sprache ist durchweg gut, elegant, schön sowie ansprechend und in der erzählerischen 'Oberliga' einzuordnen; in jedem Fall positiv hervorzuheben. Leider reicht dies für mich aber nicht, da mich der Roman nicht 'vom Hocker gerissen hat' und mir die Spannung nicht offensichtlich und durchgängig genug war. Es fehlte mir die ausführlichere Darstellung des Lebens der Menschen zu der damaligen Zeit. Ich konnte nicht 'eintauchen', wie ich dies bei anderen historischen Romanen bereits erlebt habe.
Nebenbei: Der Roman hat jedoch mein Interesse an historischen Romanen wiederbelebt, so dass ich beschlossen habe, bald mit der Lektüre von "Das Lächlen der Fortuna" von Rebecca Gablé zu beginnen und mich demnächst mit einem weiteren Roman von Tanja Kinkel zu versuchen: "Der Puppenspieler".
~
Fazit: Tudor-Neulingen kann ich das Buch nicht empfehlen! Fans historischer Romane, am besten mit Vorkenntnissen, könnte dieser Roman durchaus gefallen.
Da es für mich ein ambivalentes Leseerlebnis war, vergebe ich gute 3 Sterne mit Abstrichen, aber auch Aspekten, die nach oben hin zeigen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe und Intrige, 29. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Tanja Kinkel, Großmeisterin des historischen Romans, hat wieder einmal die Zutaten für eine intensive Geschichte voller lebenspraller Figuren einer vergangenen Epoche in die Hände genommen.

Die Königin, Elisabeth die I. von England (1533-1603), ist eine der wesentlichen Zutaten dieses dichten und gelungenen Romans. Ihr Jugendfreund Robert Dudley, vertraut und eng verbunden mit Elizabeth, ist die zweite, wesentliche Zutat.
Geht die Beziehung zwischen der jungen Königin in ihren noch nicht gefestigten
Machtverhältnissen über eine enge Freundschaft hinaus? So weit hinaus, dass ein Mord denkbar wäre, um einander nahe sein zu können?

Die Öffentlichkeit glaubt dies auf jeden Fall und so ist das Urteil über Robert Dudley in der öffentlichen Meinung umgehend gefällt, als die dritte, wichtige Zutat in das Buch eingewoben wird. 1560 findet man die, seit langem, kränkelnde Ehefrau Dudleys, Amy, mit gebrochenem Genick am Fuße einer Treppe. Schnell werden die Stimmen lauter, die Robert Dudley und sogar die Königin selbst als Drahtzieher hinter dem Tod der jungen Frau vermuten. Um die Bahn frei zu machen für ihre intime Verbindung.

Roberts bester Freunde Tom Blount übernimmt die Untersuchung des Todes von Amy Dudley. Kat Ashley, Gouvernante und Beschützerin der Königin beginnt ihrerseits auf ganz eigenen Wegen der Wahrheit auf den Grund zu gehen.
Mord oder Unfall? Viel steht auf dem Spiel, zumindest das Leben Robert Dudleys, aber auch der Thronanspruch Elizabeths beginnt zu wanken. Und so machen sich die beiden ganz verschiedenen Ermittler auf ihren Weg.

In ständigem Wechsel der Perspektiven tauchen beide jeweils aus ihrer Richtung und mit ihren Möglichkeiten hinein in einen sich immer weiter verstrickenden Sumpf von Intrigen, Machtansprüchen, Bestechung, Drohungen und Einschüchterungen auf allen Seiten.

Tanja Kinkel versteht es, die handelnden Personen in ihrem Wesen einzufangen und die vielen Querverbindungen, gegenseitigen Abhängigkeiten und die Ränkespiele der Macht treffend in den Raum zu heben. Sprachlich flüssig und souverän zeichnet sie sich ebenfalls durch ihr großes Wissen der Epoche aus und vermag es, das alltägliche und höfische Leben im England des 16. Jahrhunderts in kräftigen Farben vor Augen zu führen.

Diese lebendig geschilderte Blaupause ergibt den Hintergrund für die lange unklar bleibende Auflösung der Geschehnisse um den Tod von Amy Dudley. Eine Auflösung, für die die eigentliche Hauptfigur der Geschichte, Tom Blount, Kopf und Kragen riskieren muss.

Detailgespickt, authentisch geschildert und mit vielen Verwicklungen versehen bietet der Roman nicht nur eine anspruchsvolle Kriminalgeschichte, sondern ebenso einen intensiven Blick auf eine vergangene Epoche und auf das Wesen menschlicher Machtgelüste. Empfehlenswert, wenn auch Geduld vonnöten ist, all den Verzweigungen und all der Ränkespiele zu folgen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein vielschichtiger historischer Kriminalroman mit viel Zeitkolorit, 28. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach langen Jahren der Entbehrung, Entehrung und Schmach gelingt es Robert Dudley endlich wieder, den Namen seiner Familie reinzuwaschen.
Trotzdem gibt es noch viele Menschen im Land, die den Dudleys weiterhin misstrauen. Schließlich war es einst Roberts Vater John, der Lady Jane Grey mit Guilford Dudley, Robins Bruder, verheiratete und auf den englischen Thron setzte.
Diese unglückliche Verbindung brachte dem ehrgeizigen Vater und seiner Familie nur Unglück ein- Das Königspaar wurde nach 9 Tagen gestürzt und von der neuen Königin Mary Tudor, hingerichtet. Alle Güter der Dudleys wurden von der Krone konfisziert, die männlichen Mitglieder verhaftet und auch der Vater Roberts verlor seinen Kopf.
Trotzdem gelang es Jane Dudley durch Fürsprache von spanischen Mitgliedern des Hofes, die Freilassung ihrer Söhne zu bewirken. Während einer jedoch schon in Kerkerhaft verstarb, beendete ein weiterer sein Leben auf dem Schlachtfeld.

So wurde Robert das neue Familienoberhaupt und begann umgehend damit, sich für Elizabeth, schon seit Kindertagen seine beste Freundin, einzusetzen.
Roberts Entscheidung war weise, denn schon bald nach dem Tod von Mary besteigt Elizabeth den Thron.
Sie revanchiert sich und macht Robert zu einem geachteten Mann bei Hofe.
Allerdings lassen sich die Gerüchte nie eindämmen, dass Robert und Elizabeth eine Affäre miteinander haben und Robert um jeden Preis König werden will.

Als Amy Robsart, Roberts Frau plötzlich und unerwartet stirbt, kommen sogleich Mordgerüchte auf. Elizabeth bleibt nichts anderes übrig, als Robin so lange auf seinen Besitz zu verbannen, bis die Sache aufgeklärt ist. War es Mord, Selbstmord, oder doch nur ein unglücklicher Unfall, der Amy Robsarts Leben beendete?
Die Aufgabe Licht ins Dunkel zu bringen, soll Robert enger Verwandter und Freund Thomas Blount, übernehmen. So reist Thomas zum Ort des Geschehens nach Oxfordshire und beginnt damit Fragen zu stellen, die einige Menschen dort unangenehm berühren und aufschrecken. Doch auch Thomas trägt ein bedrückendes Geheimnis mit sich herum.

Aber auch bei Hofe gibt es eine Frau, die Interesse daran hat, Elizabeths Glück zu sichern, da sie ihre Königin schon einmal im Stich ließ. Nur wird sie nun vor eine schwerwiegende Wahl gestellt...

Tanja Kinkels neuer Roman umfasst eine kurze Zeitspanne in den Anfängen der Regierungszeit Elizabeth I. von England. Allerdings ist Elizabeth in diesem Buch nicht die Hauptakteurin sondern nur eine wichtige Randfigur des Geschehens.
Die Geschichte wird in weiten Teilen, in der "Ich-Form", von Protagonist Thomas Blount erzählt, der nicht nur allgemein Licht ins Dunkel bringen möchte, sondern als enger Verwandter der Dudleys natürlich auch ein eigenes Interesse daran hat, Roberts Unschuld beweisen zu können.
Thomas Blount wird von der Autorin als intelligenter, besonnener, schon etwas reiferer Mann beschrieben. Er ist ein typischer Realist, mit einem wunderbaren trockenen Humor gesegnet, der immer wieder mal zwischen den Zeilen hervorblitzt.
Er macht sich keine Illusionen darüber, was geschieht, wenn Robert des Mordes für schuldig gesprochen wird. Dann wird nicht nur Robert untergehen, sondern auch er und seine Familie, da sie sich familiär einfach zu nahe stehen.
Neben seiner Recherche ergeht er sich immer wieder auch in Erinnerungen an frühere Zeiten, so erfährt der Leser schließlich, dass auch Thomas eine persönliche Schuld auf der Seele lastet, von der Robert nichts ahnt.

Thomas "Mitstreiter" ist Frobisher, ein Schauspieler, der sich durch seine Mithilfe an der Aufklärung des Todesfalls von Amy Robsart erhofft, später einmal von Robert Dudley persönlich protegiert zu werden.
Frobisher ist ein sympathischer Zeitgenosse, der für einige humorvolle Momente in dem Buch sorgt.

Die zweite sehr wichtige Person mit Erzählcharakter in dieser Geschichte ist Kat Ashley, deren Einflechtungen und Erinnerungen die Handlung aus einer anderen Richtung vorantreiben und die einen kleinen, persönlichen Einblick in Elizabeths Gedankenwelt und auf ihren Charakter ermöglichen.

Was wirklich mit Amy Robsart geschah ist nach wie vor ungeklärt, Tanja Kinkel zeigt in ihrem Roman nur eine mögliche Lösung auf, allerdings verwebt sie so geschickt und logisch Fakten und Fiktion, dass man als Leser das Gefühl bekommt, dass es wirklich so geschehen sein könnte.
Langeweile kommt zu keiner Zeit auf- Thomas Recherche ist spannend in Szene gesetzt, außerdem ist es sehr interessant, die höfischen Intrigenspiele zu verfolgen. Daneben wirken alle agierenden Personen in diesem Roman authentisch und glaubwürdig. Besonders angetan war ich von der zeitgemäßen Ausdrucksweise, derer sich die Autorin bedient, die diesen perfekten historischen Kriminalroman noch abgerundet hat.

Fazit: Ein perfekter, vielschichtiger historischer Kriminalroman mit viel Zeitkolorit! Eine Rezension von Happy End Bücher. (NG)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vor der Sonne ist im Schatten ..., 12. Mai 2010
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zur Leipziger Frühjahrs-Buch-Messer hatte sich Tanja Kinkel angesagt. Ich hatte mir nicht lange davor ihren neuen Roman "Im Schatten der Königin" besorgt.

Nun endlich habe ich es geschafft, den Roman zu lesen und bin begeistert. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass es der erste aus ihrer Feder ist, aber es wird nicht der letzte sein.

Ihre Schreibweise spricht mich sehr an und der Inhalt und die Idee des Buches an sich haben mir super gut gefallen. Das Buch ist von Beginn an spannend aufgebaut und es passiert immer wieder etwas, was auch historischen Hintergrund hat und belegt ist, sodass die Handlung in ihrer Spannung nicht abreißt und keine langweiligen Stellen vorkommen.

Inhalt:
====

Die große Frage ist: Was man bereit ist, für die Liebe zu geben, für seine große Liebe des Lebens - welcher Preis kann zu hoch sein, um ihn nicht bezahlen zu können ... ???

1560, es ist Anfang September und eine junge Frau wird tot aufgefunden. Ihr Nachname ist Dudley und ihr Ehemann ist Robert Dudley. Alle Welt ist sich einig, dass nur er der Mörder sein kann. Er will Elizabeth I ehelichen und macht sich Hoffnung auf den Thron. Aber Elizabeth hat noch keinen 100prozentigen Anspruch auf den Königsthron und so kommt auch sie in Verruf.

Ort der Handlung ist beginnend in Oxfordshire.

Amy Robsart, Roberts Frau, war die Frau, die im Schatten Elizabeths stand, welches Wissen war daran Schuld, dass sie ihr Leben lassen musste ... ???

Das britische Empire ist die Zeit, in der die Romanhandlung dieses historischen Leckerbissen spielt. Macht, Liebe und Geheimnisse ... zwei Frauen, die verfeindet sind .... Ich finde, dies ist ein prächtiger Stoff für einen Roman.

Amys Mann ist sehr ehrgeizig. Sein Freund Tom kann sich auch nicht genau denken, ob Robert nun seine Frau umgebracht haben soll, oder nicht. Blount will herausfinden, wer hinter dem Mord steckt und ermittelt in Exfordshire.

Immer weiter wird alles miteinander verstrickt und auch Tom wird in diesen "Fall" involviert, auch er, was er nie zu wagen geglaubt hätte, könnte sein Leben verlieren...

Aber nicht nur Tom, sondern auch Kat Ashley, sie ist die Zofe von Elizabeth und liebt diese ohne Vorbehalte über alles, versucht herauszufinden, was hinter allem steckt.

meine Meinung:
============

All diese Charaktere, die im Rahmen dieser Handlung angesiedelt sind, die man als historischen Krimi bezeichnen kann, werden sehr bildhaft und realistisch dargestellt.

Gleich zu Beginn - noch vor Kapitel 1 - ist eine Zeittafel zu sehen, die 1509 bei Henry VIII. beginnt, welcher Katharina von Aragon heiratet, weiter geht es mit 1516 mit der Geburt der Tochter Mary ... Der Zeitstrahl geht über das Jahr 1553, als Edward (Henrys Sohn) stirbt und John Dudley Jane Grey auf den Thron bringt, bis hin zum Jahr 1558, als Mary I. stirbt. Elizabeth wird zhur Königin gekrönt.

Am Ende des Buches findet man die Stammbäume der Familien Tudor, Dudley und Blount.

Dazwischen beginnt die Handlung mit dem 1. Kapitel am Montag, d. 9. September 1560. Sie umfasst insgesamt 17 Kapitel und 7 Zwischenspiele, einem Epilog und einem Nachwort.

Die Erzählweise aus zwei Sichten und die zusammengedrängte Zeit, nur einige Tage sind es, die er roman dem Leser erzählt, wirken auf mich sehr spannend gestaltet.

Es geht nicht nur um historischen Hintergrund, der natürlich nicht zu leugnen ist (was auch gut ist !), es geht auch um Eifersucht und Liebe, aber es ist nicht kitschig, es passt perfekt, lockert auf, und gehört einfach dazu.

Die Mordaffäre ist historisch oft erzählt worden, und so versucht sich jetzt auch Tanja Kinkel daran, nach ihrer Idee, diesen historischen Stoff aufzugreifen.

Ich finde, das hat sie meisterhaft hinbekommen.

Es ist ein historischer Krimi, der an Spannung nicht überboten werden kann. Die Personen sind sehr charaktervoll und bildhaft erzählt. Durch die Verwendung der wörtlichen Rede kann man sich sehr gut selbst in die Handlung hinein versetzen.

Der Skandal um den Tod von Amy wird sehr realistisch wieder gegeben.

Die beiden Erzählfiguren sind die, die historisch gesehen weniger interessant sind, bzw. weniger Erwähnung finden.

- Kat Ashley: die Gouvernante der Königin
- Tom Blount: enger Freund und Vertrauter von Robert Dudley

Elizabeths Herrschaft, dass sie zu damaligen Zeiten eine exzellente und vor allem intelligente Frau, und so wird sie auch dargestellt. Kinkel stellt sie aber nicht als übermächtige Person dar, sie zeigt ihre Stärken und Schwächen, und man spürt als Leser, dass sie sich schon lange mit dieser Person und ihrer Zeit befasst.

Man spürt, das elisabethanische Zeitalter aufleben und bekommt einen sehr tiefen und innigen Einblick in diese Zeit und ihre Besonderheiten, sowohl in den Handlungen als auch in den Charakteren der handelnden Personen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnt routiniert, 22. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Jahre 1560 wird Lady Amy Dudley tot am Fuße einer Treppe gefunden. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden: ihr Ehemann Robert "Robin" Dudley. Dudley ist der Günstling von Elizabeth I. und das Volk vermutet schon seit langem, dass er versuchen wird, seine Frau los zu werden, damit der Weg frei ist für eine Ehe mit der jungen Königin. Also schickt Dudley seinen Vetter und treuen Freund und Diener Thomas Blount an den Ort des schrecklichen Unglücks, um dort zu ermitteln und seinen Herrn von den Anschuldigungen freizusprechen, die nun sehr offen an ihn herangetragen werden.
Doch auch die Gouvernante der Königin, Kat Ashley, macht sich Sorgen um ihren Schützling. Elizabeth sitzt erst seit zwei Jahren auf dem britischen Thron und ihr Stellung ist alles andere als gefestigt. Sie kann es sich also nicht leisten, mit einem solchen Verbrechen in Verbindung gebracht zu werden.

"Im Schatten der Königin" ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Krimi. Auch wenn die eigentliche Handlung nur ein paar Tage im September 1560 umfasst, lernt man durch Rückblenden eine Menge über britische Geschichte. Die Autorin stellt das aktuelle Geschehen in einen größeren Kontext, unterstützt durch eine Auflistung der wichtigsten Stammbäume im Anhang.
Es gelingt Tanja Kinkel gut, die verschiedenen Protagonisten so zu schildern, dass man sich nicht eindeutig auf die Seite eines Einzelnen schlagen kann. Die Figuren sind vielschichtig, ebenso sind es ihre Motive - weswegen es auch bis zum Schluss unmöglich ist, den Ausgang des Romans zu erahnen.
Das einzig Irritierende war, dass Thomas Blount laut Stammbaum bereits 1559 verstorben ist, im Roman aber ein Jahr später noch recht munter durch England reitet. Diese Diskrepanz wird auch im Nachwort der Autorin nicht aufgeklärt.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cover, Figuren, historische Recherche, alles passt, 21. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Königin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Schatten der Königin ist mein erstes Buch von der Autorin Tanja Kinkel. Ich habe es gekauft, weil mich die elisabethanische Zeit interessiert und ich viele Bücher über dieses Zeitalter gelesen habe. Für Einsteiger ist das Buch trotzdem spannend. Das Buch behandelt den Tod Amy Dudleys, der bis heute zu Spekulationen anregt, aber ungeklärt ist. Amy war die Gattin Robin Dudleys, dem Stallmeister der Königin, der vielleicht der einzige Mann war, den Elisabeth I. liebte. Durch den Tod Amys geriet er unter Mordverdacht und somit war der Aufstieg Robins zum Regenten an der Seite der Königin unmöglich geworden. Hat der ehrgeizige Mann Amy ermorden lassen, um frei zu sein?
Hat die unglückliche Frau Selbstmord begangen? Hatte sie tatsächlich Brustkrebs oder waren die Beschwerden psychosomatisch? Niemand weiß das so genau. Es wurde von Amy nicht viel überliefert. Lediglich, wann sie geboren wurde, wann sie geheiratet hat und wann sie gestorben ist. Einige kaum etwas aussagende Briefe, Stoff- und Kleiderbestellungen, sind erhalten. Das ist alles. Die Autorin hat das Leben Amys und die Zeit nach ihrem Tod in eine spannende Story verpackt. Sehr lesenswert. Mindestens 2 x.
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Im Schatten der Königin: Roman
Im Schatten der Königin: Roman von Tanja Kinkel (Gebundene Ausgabe - 15. Februar 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,08
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