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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch
Der vorliegende Roman ist das erste Werk des Autors Alan Drew. Er beschreibt dabei nicht nur die erschütternden Auswirkungen des Erdbebens, das sich 1999 in der Nähe Istanbuls ereignete, sondern geht dazu noch auf die Vertreibung der Kurden ein. Dabei stellt er die kurdische Familie, die traditionell stark verwurzelt ist, in den Mittelpunkt der Betrachtung. Der...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2008 von Media-Mania

versus
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2.0 von 5 Sternen langweiliges Buch
Ich weiß nicht warum ich dieses Buch bestellt habe. Ich wollte vielleicht etwas über die Türkei erfahren, aber ich fand es langweilig und gar nicht spannend. Es tut mir leid.
Vor 19 Monaten von C. G. veröffentlicht


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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch, 17. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der vorliegende Roman ist das erste Werk des Autors Alan Drew. Er beschreibt dabei nicht nur die erschütternden Auswirkungen des Erdbebens, das sich 1999 in der Nähe Istanbuls ereignete, sondern geht dazu noch auf die Vertreibung der Kurden ein. Dabei stellt er die kurdische Familie, die traditionell stark verwurzelt ist, in den Mittelpunkt der Betrachtung. Der Leser kann während des Buches den inneren Konflikt des Familienvaters Sinan, der zwischen der Liebe zu seiner Familie und der Tradition hin- und hergerissen wird, erleben und nachvollziehen. Auch das Gefühlsleben der Tochter Irem wird sehr gründlich beleuchtet und auch bei ihr gibt es kein Schwarz oder Weiß, sondern ein meist verzweifeltes Grau. Irems Mutter und Bruder sind zwar ebenso präsent in dem Buch, spielen jedoch insofern nur Statistenrollen, dass der Leser nicht in die Gedanken der beiden hineinschauen kann.

Alan Drew besticht in diesem Buch durch einen schönen Schreibstil und jede Menge Gefühl. Dabei rutscht er nicht ab in irgendwelche Klischees, sondern legt die Gedanken der handelnden Personen offen und gibt dem Leser so die Möglichkeit, eine ihm fremde Kultur besser zu verstehen. Gleichzeitig zeigt er aber auch auf, dass diese Kultur sich im Umbruch befindet.

Fazit:
Ein wunderbares Buch, das zum Nachdenken anregt.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sinan ist Vater zweier Kinder, des neunjährigen Ismail und der fünfzehnjährigen Irem. Gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt er in einer bescheidenen Wohnung in einem der billigen Betonhochhäuser in einer Stadt südlich von Istanbul. Ein kleiner Lebensmittelladen, den er gemeinsam mit dem Schwager betreibt, sichert mehr schlecht als recht das Auskommen der Familie, und dies bereitet Sinan Sorgen. Er ist ein aufrechter Mann, der seine Familie liebt und beschützen will, doch er weiß nicht wie. Als Kurde hat er es schwer in der türkischen Gesellschaft, die er hasst: Sein Vater wurde von türkischem Militär umgebracht, ebenso viele andere Männer aus seinem Dorf ' Sinan und seine Frau stammen aus dem Osten der Türkei; sie sind dort weggegangen, als die Lage immer gefährlicher wurde.
Das Leben geht seinen Gang, mehr oder weniger reibungslos: Die Mutter kommt ihren Pflichten nach, der Sohn wächst zum ganzen Stolz der Familie heran, nur die Tochter wird immer aufsässiger und lehnt sich ' leise nur ' gegen die Zwänge auf, die ihre traditionell orientierten Eltern ihr auferlegen. Sinan, der seine Tochter von Herzen liebt, weiß nicht recht, wie er mit ihr umgehen soll, findet ihr Verhalten aber (noch) nicht alarmierend.
Und dann rüttelt das schwere Erdbeben, das 1999 die Türkei heimsucht, Hunderttausende obdachlos macht und tausende Tote hinterlässt, sein Leben völlig durcheinander. Wie durch ein Wunder überleben alle Familienmitglieder, doch sie verlieren ihre Wohnung und sind fortan auf die Mildtätigkeit amerikanischer Freiwilliger angewiesen, die in Sinans Stadt (oder was von ihr übrig geblieben ist) eine provisorische Zeltstadt für die Heimatlosen unterhält.
Sinan kommt mit der Situation nicht zurecht. Ist es nicht oberste Pflicht eines Familienvaters, die Seinen zu ernähren und zu schützen? Was ist er noch wert, nun wo ihm die Möglichkeit genommen ist, für seine Familie zu sorgen? Als dann sein Sohn mit seltsamen Fragen nach dem Gott der Christen vom Spielen zurück ins Zelt kommt und seine Tochter sich in den 17-jährigen Sohn eines amerikanischen Lehrers verliebt, schlittert Sinan allmählich in die Katastrophe ' und reißt die mit sich, die er liebt ...

Zum Beruf eines Schriftstellers gehört es, sofern er nicht Biographien schreibt, Personen zu erfinden. Die Personen sollen möglichst lebendig, und ' in bestimmten Genres ' authentisch sein. Eine nicht allzu schwierige Aufgabe, solange es sich um Personen des eigenen Kulturkreises handelt, die jedoch zum Wagnis wird, sobald der Schriftsteller sich in andere Kulturkreise, Religionen und Lebensentwürfe hineinbegibt. Insbesondere dann, wenn relevante Themen aufgegriffen werden, wird die Gestaltung der handelnden Personen zu einer Gratwanderung, denn wem ist es wirklich gegeben, die Kultur anderer zu erfassen?
Alan Drew hat sich eines relevanten Themas angenommen. Er, ein Amerikaner, hat sich einem äußerst sensiblen Problem der heutigen Türkei angenähert ' und das Ganze aus der Sicht eines relativ ungebildeten Kurden aus den unruhigen Gebieten am Fuße des Ararat. Das hätte schief gehen können.
Ist es aber nicht. Im Gegenteil.
Auch ohne die Danksagung oder den hinteren Klappentext zu lesen wird schnell klar, dass Mr. Drew weiß, worüber er schreibt; tatsächlich hat er mehrere Jahre in der Türkei gelebt und gearbeitet und scheint auch sonst viel unterwegs gewesen zu sein. Es ist ihm meiner Meinung nach mit Bravour gelungen, sich dem so schwierigen Thema Traditionalismus in islamischen Ländern zu nähern. Trotz meines Misstrauens hatte ich nicht ein einziges Mal das Gefühl, hier will mir einer moralinsauer erklären, warum Christen eben doch die besseren Menschen sind ' in diesem Falle hätte ich das Buch in die Ecke gepfeffert. Alan Drew hat ein politisch korrektes Buch geschrieben, wie es korrekter nicht sein kann, und diese Haltung ist dem Thema angemessen. Ein Thema, dass einen zu leichtfertigen Umgang einfach nicht vertragen hätte. Es gibt in diesem Buch nur Verlierer. Menschen, die versuchen, gut zu sein, und denen es auf schreckliche Weise misslingt. Alan Drew hat mit 'Die Wasser des Bosporus' ein menschliches, ach so menschliches Buch geschrieben, das aufwühlt, traurig macht und lange nachhallt ' und das ich allen ans Herz legen möchte.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Leben und Glauben, 24. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich fand dieses Buch wundervoll. Der Schreibstiel ist fließend und zieht den Leser mit.
Berührend fand ich die Schilderungen von Sinan in seiner Zerrissenheit zwischen Glauben, Tradition (die er sehr stur versucht aufrecht zu erhalten) und dem westlichen Leben im ErdenbebenOpfer Lager.
Erschütternd das Zeugniss das Glaube und Tradition der einzige Fels im leben des Protagonisten ist.
Seine Tochter die dem ganzen versucht zu entfliehen und dadurch die schmerzhaften Grenzen des Glaubens zu spüren bekommt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch, 22. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mich ähnlich gefesselt wie "Drachenläufer".

Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor (obwohl Amerikaner)wirklich alle Seiten beleuchtet und niemals in "schwarz-weiß" denkt.

Dank dem sensiblen Schreibstil und der neutralen Sichtweise kann man eigentlich jede Person und ihre Handlungsweise für sich verstehen.

Ich kann das Buch einfach nur jedem uneingeschränkt empfehlen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch!, 11. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie von den anderen Rezensenten beschrieben, steht im Mittelpunkt des Buches eine kurdische Familie, die ihr Dorf Yesilli verlassen mussten und in Istanbul ihre Existenz aufbauten. Leider zerstört der Erdbeben auch das und sie sind auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Leider kommt diese Hilfe nicht ohne Ansprüche. Als sich die Tochter in einen Amerikaner verliebt, werden alle Fundamente des Familienlebens erschüttert. Nur dass die Ansichten aus Yesilli in eine Stadt wie Istanbul nicht wirklich passen.

Der Autor hat ein wunderbares Werk vollbracht und ich bin mir sicher, dass wir noch viel von ihm lesen werden. Die Sprache ist fließend und man hat das Gefühl, neben Sinan oder Irem zu sitzen. Absolut lesenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnliches Buch!, 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsam geschrieben aus Sicht der Protagnisten, dessen Denkweise wir nicht so ohne Weiteres nachvollziehen können. Durch dieses Buch kann man sich besser in diese Menschen hineinversetzen. Traurig, aber wunderschön!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig starkes Buch!, 26. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist wirklich lesenswert und sehr zu empfehlen! Das Ende ist nur schwer vorhersehbar und das Buch entwickelt eine tolle Eigendynamik, die kaum erwartet wird. Also für den Preis unbedingt kaufen!
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5.0 von 5 Sternen Gute Schilderung der Empfindungen, 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sehr einfühlsame Schilderung der Empfindungen der türkischen Landbevölkerung und ihrer Probleme durch die Entwurzelung im Stadtleben. Durch das Beben und die darauffolgende Obdachlosigkeit eskalieren die Probleme zwischen westlicher Kultur und teilweisem Unverständnis der türkischen Landkultur. Ziemlich harte Kost
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5.0 von 5 Sternen Das Wasser des Bosporus, 27. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sehr spannender Roman - stimmt in die Mentalität der türkischen Gesellschaft ein. Für mich war es sehr erschreckend, wie man mit den Gefühlen von Nächsten umgeht.......
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5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch!, 17. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wasser des Bosporus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist für alle die sich für die Lebens- & Denkweise einer türkischen Familie intetressieren.
Es ist sehr fesselnd, kaum zu glauben und ihre Ansichten für uns Europäer schwer verständlich.
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Die Wasser des Bosporus: Roman
Die Wasser des Bosporus: Roman von Alan Drew (Gebundene Ausgabe - 6. September 2008)
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