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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leben für den Glauben
Gracia wächst in einem Lissabon auf, in dem die Inquisition nach spanischen Vorbild eingeführt werden soll. Geprägt von den Geschehnissen hält sie heimlich an ihrem jüdischen Glauben fest. Als sie einen Mann heiraten soll, der ihrer Meinung nach ein Verräter ist, sündigt sie das erste Mal, in der Gewissheit so ihre tiefe Gläubigkeit...
Veröffentlicht am 27. September 2009 von Velvet

versus
3.0 von 5 Sternen Gut, aber zu lang
Die Hauptfigur dieser Geschichte wird spannend eingeführt, die jüdischen Traditionen waren mir z.Teil unbekannt,
und ich fand es interessant, wie feinfühlig der Autor diese hier schildert.
Auch die vielen Stationen auf der Flucht der Juden vor der Inquisition finde ich gut geschildert, wenn auch vielleicht
die eine oder andere sprachliche...
Vor 18 Monaten von Regina Reich veröffentlicht


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leben für den Glauben, 27. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin (Gebundene Ausgabe)
Gracia wächst in einem Lissabon auf, in dem die Inquisition nach spanischen Vorbild eingeführt werden soll. Geprägt von den Geschehnissen hält sie heimlich an ihrem jüdischen Glauben fest. Als sie einen Mann heiraten soll, der ihrer Meinung nach ein Verräter ist, sündigt sie das erste Mal, in der Gewissheit so ihre tiefe Gläubigkeit zu beweisen. Doch sie fühlt sich gleichzeitig schmutzig und die Unglücksfälle die danach passieren sieht sie als Strafe an. Immer religiöser wird sie, muß fliehen, ist gleichzeitig erfolgsreiche Geschäftsfrau. Mit einem der größten Handelsunternehmen, das sich mit den Fuggern messen kann wird sie eine der reichsten Frauen der Welt, doch ihr einziges Ziel ist es, dafür zu sorgen, daß möglichst viele Juden endlich ungestraft zu ihre Konfession ausleben können. Selbst das Wohl ihrer eigenen Familie ist ihr nicht so wichtig. So erfährt sie Respekt, wird als neue Esther gefeiert, doch von ihren Liebsten entfernt sie sich immer mehr....

Eine wirklich beeindruckende Lebensgeschichte, ich habe die 749 Seiten verschlungen ohne eine langweilige Minute zu haben. Intrigen, Machtspielchen, Liebe vor dem Hintergrund der Inquisition. Prange hat es sich nicht einfach gemacht, die Charaktere sind glaubwürdig und vielschichtig, es ist mit sehr leicht gefallen, mich in die damalige Zeit zu versetzen. Es fällt schwer, Gracia zu mögen, die sich so stoisch um jeden Preis an ihren Prinzipien festhält, dafür ist mir Töchterchen Reyna, die sich ihren eigenen Weg sucht und die Dinge tut, die sie für richtig hält so richtig ans Herz gewachsen. Tolles Buch und echte Empfehlung für alle Historienfans, ich bin so begeistert wie damals von Der Medicus: Roman
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verehrt und gedemütigt, 16. Februar 2010
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin (Gebundene Ausgabe)
Peter Prange hat schon mehrfach bewiesen, dass er das Metier des historischen Romans perfekt beherrscht. Man denke nur an die Trilogie "Die Principessa", "Die Philosophin" und "Die Rebellin".

Und jetzt "Die Gottsucherin" - ein Roman über eine aufregende Zeit, das 16. Jahrhundert, die Renaissance - "mit gestaltet" von einer außergewöhnlichen Frau. Die Jüdin Garcia Mendes ist kaum bekannt, umso bedeutender aber war sie. Wir schreiben das Jahr 1528 in Lissabon. Garcia ist zwangsgetauft und kann und darf ihren jüdischen Glauben nicht praktizieren. Sie muss als Conversa leben. "Zuwiderhandlungen" werden von der Inquisition geahndet. Das hat in einer Zeit der Verfolgungen, des Hasses gegen die (ehemaligen) Juden fatale Folgen - auch für Garcia Mendes.

Um diesen Folgen zu entgehen, flieht sie nach Antwerpen, später nach Venedig und endlich nach Konstantinopel. Immer bestrebt, ihrem Glauben treu zu bleiben und ihren Glaubensgenossen zur Flucht vor der Inquisition zu verhelfen. Dem sind ihre teilweise sehr erfolgreichen Geschäfte untergeordnet. Dem ist auch ihr persönliches Schicksal untergeordnet. Sie wird verfolgt und vergewaltigt. Sie bleibt nicht frei von Schuld - persönlich und gegenüber Menschen, die ihr sehr nahe stehen: ihrem Mann, ihrer Schwester, ihrer Tochter. Sie ist auf der Suche nach Gott - und nach sich selbst. Sie stellt sich gegen Kaiser, Könige und Päpste. Sie verrät ihre Liebe, wird verehrt und gedemütigt, reich und arm. Ein Schicksal, das anrührt.

Glanz und Elend der Zeit werde von Peter Prange in farbenprächtigen Bildern beschrieben. Sehr detailliert erzählt er von den historischen Gegebenheiten - vor allem aber vom Judentum, von seinem kulturellen und religiösen Reichtum, von den Verfolgungen, denen es ausgesetzt ist und von der Kraft seines Glaubens.

Gut recherchierte reale Geschichte und spannend erzählte Geschichten, in deren Mittelpunkt eine große Frau steht: Peter Pranges Buch hebt sich ab von der Menge historischer Romane. Es ist ein besonderes Leseerlebnis.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Leben passt in kein Buch!, 2. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin (Gebundene Ausgabe)
Buchrückentext:

Darf man für die Liebe zu Gott die Liebe zu den Menschen opfern? Peter Prange erzählt die schicksalhafte Lebensreise der Gracia Mendes, einer der außergewöhnlichsten Frauen der europäischen Renaissance. Obwohl eine gläubige Jüdin, muss sie aus Angst vor der Inquisition wie eine Christin leben. Damit nicht genug, wird sie mit einem Mann verheiratet, der skrupellos Profit aus der Not seiner Not seiner Glaubensbrüder schlägt. Trotzdem wird der vermeintliche Verräter schon in der Hochzeitsnacht zur großen Liebe ihres Lebens. Unter der grausamen Gewaltherrschaft der Inquisition jedoch wird Gracia gezwungen, quer durch den brodelnden Kontinent zu fliehen. Die Reise der Gottessucherin beginnt, die Reise einer Kämpferin, die Königen und Päpsten die Stirn bieten wird...

Diese Worte bleiben haften!

Bei keinem Kapitel ist je ein Gefühl der Langeweile aufgekommen.

Auch große Zeitspannen überwindet der Autor fast unauffällig und mit großem Geschick. Die Geschichte reißt nicht etwa ab.

Unverkennbarer Stil und in jeder Situation - egal ob skurril oder alltäglich - sprechen für Peter Prange. Zum Beispiel die Situation, als Gracias Ehemann den Tod fand, trieb mir die Tränen in die Augen. Man fühlte ihre Liebe und Trauer so allgegenwärtig, dass man selbst betroffen war.
Er schafft es meiner Meinung nach, mit seinen Worten zu malen. Sie wiegen den Leser so sanft und umschmeicheln ihn mit wundervollen, realistischen Bildern.

Die unterschiedliche Wandlung der vielen Charaktere ist erstaunlich. Der fanatische Cornelius war mir die ganze Handlung über ein Dorn im Auge, aber ist sich dann zum Ende selbst zum Opfer gefallen.

Gracia hat zum Ende glücklicherweise die Kurve gekriegt und ihrem Herz eine zweite Chance eingeräumt. Es wäre sehr bedauerlich gewesen, wenn ihre Geschichte im Streit und in Hartherzigkeit geendet hätte.

In zwei Tagen habe ich dieses komplexe Buch bewältigt und bin überwältigt. Es war ein überaus ergreifendes, packendes Erlebnis und ich konnte mich nur sehr schwer davon trennen.
Man muss diese super recherchierte Arbeit wirklich zu schätzen wissen.

Die Kritiker haben Recht: Mehr Leben passt in kein Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen praller Historienschmöker mit Tiefgang....., 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Taschenbuch)
...schade - es ist zu Ende. Ja! auch der Roman. Aber ich meine eigentlich Weihnachten 2012. Die spannende Geschichte um "La Senhora" Gracia, hat mich förmlich absorbiert. So habe ich nicht mitbekommen dass Weihnachten schon vorbei ist.
Mit schwungvoller Feder, großer Sachkenntnis und dichterischer Freiheit ist Peter Prange ein prächtiger Historien-Roman gelungen. Ich ziehe meinen Hut davor. Selten bin ich so gut unterhalten worden wie mit diesem Buch. Oft war ich aufgewühlt und erschüttert von den Szenen die er u. a. in Portugal zu Beginn des 16. Jahrhunderts beschreibt. Intrigen um Geld und Macht, Liebe und Gewalt, Glaube und Irrglaube werden vom Autor geschickt zu einem Erzählstrang verwoben. Die Inquistion ist in Europa etabliert und weitet sich immer weiter aus. Die Juden werden verfolgt und vertrieben, werden für Naturkatastrophen verantwortlich gemacht und viele landen schliesslich auch auf dem Scheiterhaufen. Grausam aber eben grandios vom Autor in Szene gesetzt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine spannende Reise durch das Europa im 16. Jhd., 3. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist sehr gut und glaubhaft geschrieben. Ich hab mich ja schon viel mit dieser Epoche beschäftigt, aber noch nicht sehr eingehend mit dem Leben und Leiden der Juden in dieser Zeit. Es war für mich sehr interessant darüber zu lesen und das Leben von Gracia und ihren Angehörigen und Vertrauten wie auch ihrer Widersacher zu verfolgen. Als ich das Buch kaufte, war mir nicht bewußt, dass es sich hier um eine Person handelt, die wirklich gelebt hat. Die Spannung steigert sich immer wieder ins Unermeßliche, und ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, bis ich wußte, wie z.B. der Streit der beiden Schwestern um das Erbe endet. Die Figuren sind lebendig gezeichnet und auch die Schauplätze der Handlung gut beschrieben. Der innere Kampf Gracias wird glaubhaft dargestellt, wie sie sich immer wieder entscheiden muss zwischen ihrer Mission und dem Glück ihrer Angehörigen. Auch die "Bösewichte" sind nicht einfach nur böse. Der Autor versucht dem Leser plausibel zu machen, wieso sie handeln wie sie handeln, was ihm sehr gut gelingt. Sehr gut gezeichnet ist Cornelius Scheppering in seinem krankhaftem Wahn und beseelt von dem Wunsch, die Juden entweder zu bekehren oder auszurotten. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Kampf passt in kein Leben, 1. November 2009
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin (Gebundene Ausgabe)
1510 kommt in Lissabon Gracia Nasi zur Welt, Tochter eines marranischen Kaufmanns. Gracia empfängt zwar die christliche Taufe um der Inquisition zu entgehen, die schon seit vielen Jahren wütet, bleibt im Verborgenen aber der Religion ihrer Vorfahren treu, dem Judentum. Hier sieht sie ihre wahre Bestimmung, hält an dem Glauben fest, der sie vom Moment ihrer Geburt an begleitet. Als die den Kaufmann Francisco Mendes heiratet und herausfindet, dass er mit der Außerlandesschaffung von zwangsgetauften Juden sein Vermögen macht, ist sie zunächst wie vor den Kopf gestoßen. Es dauert jedoch nicht lange, bis sie die wahren Hintergründe seines Handels begreift und sich auf die Seite ihres Mannes stellt. Damit beginnt ein lebenslanger Kampf um das Leben vieler Juden und deren Rettung vor der Inquisition.

Peter Prange hat seinen neusten Roman einer Frau gewidmet, deren Lebensgeschichte in der christlichen Welt fast in Vergessenheit geraten ist, deren Wirken aber in der jüdischen Welt bis heute unvergessen ist. Gracia Mendes hat unter Einsatz all ihrer Möglichkeiten vielen tausend Juden das Leben gerettet, indem sie sie außer Landes geschmuggelt und ihnen so die Flucht in Länder ermöglicht hat, in denen sie geduldet wurden. Wie war diese Frau, die als neue Esther und Retterin ihres Volkes gefeiert wurde? Historische Fakten und Berichte gibt es zuhauf, aber wie mag diese Frau als Mensch gewesen sein? Was hat sie zu Ihrem Handeln bewegt? Wie hat der lebenslange Kampf auf diese Frau gewirkt, wie ihr Leben beeinflusst? Peter Prange hat hier das Portrait einer Frau erschaffen, wie es hätte gewesen sein können. Und das ist beileibe kein schönes Bild. Selten habe ich einen Roman gelesen, bei dem die Haupt-Protagonistin so negativ besetzt ist. Von Seite zu Seite wird es schwieriger, Gracias Verhalten zu verstehen. Zu verstehen, warum sie die Rettung des Volkes Israel vor alle anderen Dinge in ihrem Leben stellt. Zu verstehen, warum die vielen, unbekannten Menschen, die sie rettet, wichtiger sind als die Menschen in ihrem nahen Umfeld.
Peter Pranges Gracia hat keine Skrupel, die Menschen in ihrem Umfeld für ihre Zwecke zu benutzen und zu manipulieren. Ihr Gottesglaube nimmt im Laufe der Geschichte fast manische Züge an und am Ende verirrt sie sich in ihm, verliert ihren Weg und beinahe den Blick für das Wesentliche in ihrem Leben: ihre Familie und deren Liebe. Teils ist dieser Irrweg ihr selbst geschuldet, teils aber auch ihrem Umfeld: Das Volk Israel stellt sie auf einen Sockel. Wie sollte man nicht glauben, man wäre die Auserwählte, wenn man dies immer wieder zu hören bekommt? Es kommt ein Zeitpunkt, da muss sie eine Entscheidung fällen, und diese Entscheidung wiegt schwer: persönliches Glück oder das gelobte Land?

Gracias Gegenspieler Cornelius Scheppering macht es einem beim Lesen nicht einfacher. Ein Dominikaner, der nicht anderes im Sinn hat als die Vernichtung der Juden und dessen Lebensziel es ist, die Ketzerin Gracia zum wahren Christentum zu bekehren. Dafür folgt er ihr durch die halbe Welt und legt ihr immer wieder Steine in den Weg. Beide sind auf ihre Weise fanatisch, beide steigern sich in die sich selbst zu hoch gesteckten Ziele und beide greifen dazu zu drastischen Maßnahmen.

Warum sollte man ein Buch lesen, dessen Protagonistin so schwierig ist, bei der man irgendwann denkt: sie ist mir zutiefst zuwider? Weil Peter Prange eine unglaublich faszinierende Geschichte geschrieben hat, die einen so in den Bann zieht, dass sie einen nicht mehr loslässt: Die Geschichte einer einzigartigen Frau, die Geschichte eines Volkes, das sich nie unterkriegen lässt, was auch passiert, in einer Epoche, die das reinste Pulverfass war.

Gracia fasziniert, polarisiert und gewinnt irgendwann am Ende dann doch das Herz des Lesers. Es ist ein anstrengender Weg dorthin, ein Kampf für den Leser, der in diesem Buch das ganze Leid der gebeutelten Juden ertragen muss: ständige Vertreibung, Tod, Neuanfänge, Niederlagen und Fluchten. Die fast lebenslange Unrast der Protagonistin, die ewige Suche nach dem Frieden. Als Ausgleich bekommt er mit Reyna, Gracias Tochter, José, deren Verlobten und Armandus Lusitanus, einem Arzt, Figuren, an deren Liebe er sich in dunklen Stunden festhalten und aufrichten kann.
Eingebettet sind all diese Schicksale in die lebendige Beschreibung der damaligen historischen Ereignisse, mit denen die einzelnen Abschnitte des Buches eingeleitet und begleitet werden. Peter Prange zeichnet dichte und intensive Bilder, die das Europa und das Konstantinopel des 16. Jahrhunderts vor dem Auge des Lesers wieder auferstehen lassen.

Peter Prange hat ein großartiges Buch geschrieben über Verblendung, Wahnsinn, Verirrung, Größenwahn, Hass aber auch über das Verzeihen, die Liebe, die Erkenntnis, die Einsicht und die Umkehr. Eines, das bewegt, wütend und traurig macht, aber auch die Hoffnung weckt, dass es für Umkehr und Einsicht nie zu spät ist. Ein Buch, das für mich eindeutig zu den absoluten Highlights dieses Jahres zählt.
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5.0 von 5 Sternen Ein spannendes bildendes Geschichtsbuch, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Taschenbuch)
Ich hatte das Buch bereits in der Bibliothek geliehen und gelesen und war so begeistert, dass ich es in meinem Besitz haben wollte. Es verbindet Historie und verschiedene Kulturen auf spannende und unterhaltsame Weise, besonders die ethischen Werte der Menschen werden glaubhaft vermittelt.
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5.0 von 5 Sternen Ein MUSS für Fans von Historischen Romanen, 12. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Kindle Edition)
Die Lebens-Geschichte der Jüdin Gracia Mendes wird eindrucksvoll dargestellt!

Der Autor war mir bereits aus anderen historischen Romanen bekannt und ich kann auch dieses Buch nur empfehlen, Der historische Hintergrund scheint genaustens recherchiert und detailreich im Buch wiedergegeben.
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3.0 von 5 Sternen Gut, aber zu lang, 21. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Taschenbuch)
Die Hauptfigur dieser Geschichte wird spannend eingeführt, die jüdischen Traditionen waren mir z.Teil unbekannt,
und ich fand es interessant, wie feinfühlig der Autor diese hier schildert.
Auch die vielen Stationen auf der Flucht der Juden vor der Inquisition finde ich gut geschildert, wenn auch vielleicht
die eine oder andere sprachliche Besonderheit, sei es mal ein eingeworfenes Signore in Italien, fehlt, um
mich mit allen Sinnen die Wechsel der Orte und Schauplätze wirklich fühlen zu lassen.
Die Geschichte ist sehr interessant und sie ist flüssig geschrieben, für meinen Geschmack jedoch
ein wenig zu auktorial erzählt. Zwischen den Figurenperspektiven wird viel erzählt, erklärt. Das langweilt ein wenig.
Ich fände es schöner, tiefer und intensiver mit der Figur zu erleben, was geschieht, nicht von außen erklärt zu bekommen.
Die Beziehungen zwischen den Figuren wechseln, manchmal nicht immer sehr glaubwürdig und nachvollziehbar.
Und auch wegen der Überlänge, die m.M.n. nicht notwendig wäre (100-200 Seiten weniger hätten gereicht), gebe ich hier nur drei Punkte.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine ungewöhnlich mutige Frau...., 18. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin (Gebundene Ausgabe)
Peter Prange hat auch hier wieder nicht enttäuscht! Sein neuestes Buch ist Spitze. Ich finde, der Autor steigert sich von Buch zu Buch. Das Leben der Gracia Mendes ist flüssig geschrieben, in der Lebensgeschichte prall und spannend und im historischen Anspruch ohne Tadel. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Peter Prange.
Gracia Nasi wächst in Lissabon Anfang des 16.Jh. auf. Sie ist Jüdin vom Glauben, im Leben eine praktizierende Christin. Wie geht das, fragt man sich. Ende des 15.Jh. ließ Manuel I. portugiesischer König , alle Juden seines Landes zwangstaufen. Der jüdische Glauben ließ dies zu, aber nur vor dem Hintergrund, dass an Jom Kippur diese "getauften Juden" bei Gott Abbitte leistete für diese Sünde und sich verpflichteten ihren verfolgten Glaubensgenossen, die sich nicht zwangstaufen ließen, jede erdenkliche Hilfe zu kommen zu lassen, sei es wie im Falle der Gebrüder Mendes, reiche Kaufleute, deren Handelsschiffe alle Häfen der Welt anfuhren und die an vielen Orten Handelsniederlassungen besaßen . Andere wiederum unterstützten die Gemeinden so gut sie konnten.
Gracia Nasi und ihre Schwester Brianda lebten wohlbehütet vom Vater, der ebenfalls ein Kaufmann in Lissabon ist. Die Mutter war schon früh am Fieber verstorben. Im Glauben ihrer Väter fest verwurzelt wächst Gracia zur jungen Frau heran. Ihr Vater verspricht sie Francisco Mendes zur Frau. Gracia ist entsetzt, er ist 27Jahre älter. Die Hochzeit wird trotzallem arrangiert. Erst in der Hochzeitsnacht erkennt sie welche Freuden ihr Francisco bereitet, aber lieben kann sie ihn nicht. Gracia sieht in ihm einen eitlen, windigen und dem Mammon zugetanen Geschäftsmann, der ohne Herz und nur vom Geld geleitet wird. Das ändert sich erst, als Gracia erkennt, dass Francisco ein tiefgläubiger Mensch ist, der seinen gesamten Reichtum und seine vielseitigen Verbindungen für seine bedrängten Glaubensbrüder einsetzt und sogar sein Leben für sie aufs Spiel setzt. Das Blatt wandelt sich total, Gracia erkennt wie tief und innig sie ihren Mann liebt. Francisco hat ein schwaches Herz und als sich die Lage auch für die Marranen in Lissabon zu spitzt stirbt er überraschend. Gracia die inzwischen eine 2jährige Tochter, Reyna, hat ist mit 27Jahre Witwe. Auf dem Totenbett hat sie ihrem Mann versprochen ihn in der Väter Heimat im gelobten Land zu beerdigen. Von diesem Versprechen wird sie fortan getrieben. Auch der Rabbi ihrer Gemeinde in Lissabon erklärt Gracia sie sei auserwählt ihre Glaubensbrüder und -schwestern nach Tiberias zu führen um dort, wo die Juden bereits vor Christus lebten, ohne Verfolgung ihren Glauben praktizieren zu können. Dies gelingt ihr nur, wenn sie die Geschäfte ihres Mannes weiterführt und vor allem die geschäftlichen Beziehungen, trotz Inquisition, ausbauen kann. Sie ist geradezu beseelt davon für ihren Glauben zu leben und diese Mission zu erfüllen. Nach dem Tod ihres geliebten Mannes glaubt sie keine Beziehung mit einem anderen Mann eingehen zu dürfen und mit der Zeit wird aus ihrer Vision eine Fiktion und sie stellt sogar die Liebe zu ihrer Familie und deren Wohlergehen hinter ihre Liebe zu Gott. So beginnt Gracias Reise durch die damalige Welt von Lissabon nach Antwerpen zu ihrem Schwager Diogo, nach dessen Tod nach Venedig, Ferrara, Ancona und nicht zuletzt nach Konstantinopel. Immer auf der Suche nach Antwort und nach Zeichen Gottes. Sie wird verfolgt von Cornelius Scheppering ein Beauftragter der Inquisition, der besessen ist von dem Gedanke Gracia Mendes auf den Scheiterhaufen brennen zu sehen, sie, die Ausgeburt des Satans.
Ein prall gefülltes Buch aus der Zeit der Renaissance das von Liebe, Glaube, Hass und der tiefen Verirrung der Menschen des 16.Jh.erzählt.
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Die Gottessucherin
Die Gottessucherin von Peter Prange (Gebundene Ausgabe - 9. September 2009)
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