Kundenrezensionen


84 Rezensionen
5 Sterne:
 (36)
4 Sterne:
 (25)
3 Sterne:
 (12)
2 Sterne:
 (7)
1 Sterne:
 (4)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


72 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Manchmal absurd, aber gut!
Die Kritiken zu diesem Mittelalter - Pathologen - Krimi sind ja sehr kontrovers und ich war mir auch lange unsicher, wie viele Sterne mir das buch wert sein darf, denn obwohl es mir unterhaltsame und spannende Lesestunden beschert hat, habe ich doch auch immer wieder den Kopf geschüttelt. Um mit dem Negativen zu beginnen: Die Geschichte mag einen wahren Kern haben...
Veröffentlicht am 15. April 2007 von Paula Jakob

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gute Geschichte, Erzählstil gewöhnungsbedürftig
Ich lese sehr viel und vor allem historische Bücher.
Muss sagen, dass ich mich zu Beginn sehr schwer tat, mich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen und einzulesen. Kurioser weise ändert aber die Autorin nach einigen Seiten den Stil, was einem dann doch bewegt weiterzulesen.
Eigentlich eine absolut spannende und interessante Geschichte, die...
Veröffentlicht am 12. Januar 2008 von Alfa Fähe


‹ Zurück | 1 29 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

72 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Manchmal absurd, aber gut!, 15. April 2007
Von 
Paula Jakob (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Kritiken zu diesem Mittelalter - Pathologen - Krimi sind ja sehr kontrovers und ich war mir auch lange unsicher, wie viele Sterne mir das buch wert sein darf, denn obwohl es mir unterhaltsame und spannende Lesestunden beschert hat, habe ich doch auch immer wieder den Kopf geschüttelt. Um mit dem Negativen zu beginnen: Die Geschichte mag einen wahren Kern haben und es mag wirklich anno domini 1171 (!) weibliche Medizinerinnen gegeben haben, die Obduktionen ausführten, ohne sich auf dem Scheiterhaufen wiederzufinden, aber die enge Verwandtschaft der kühnen Adelia zu Tempe Brennan und Kay Scarpetta und wie die anderen TV - Pathologinnen alle heißen, ist doch gar zu krass. Da soll man allen Ernstes glauben, dass die Gute sich im frühen Mittelalter mit Gazemaske und Augenschutz bewehrt an eine Kinderleiche macht, ihre Beobachtungen aufzeichnet bzw diktiert und auswertet? Das liest sich so absurd und gewollt modern , dass ich teilweise damit gerechnet habe, dass sie jetzt gleich eine DNA -Analyse macht oder schnell ein mobiles Röntgengerät zückt. Oder mit einem mittelalterlichen Handy telefoniert , wie Grautvornix bei Asterix und seinen Galliern.
Und diese Frau ist frech! Wahnsinn! Was die sich traut!!!! ! 1171!!!! In England! Als Italienerin!!!!! Verlangt nach Salat wie eine Sex and the City - Zicke!!! Irre! Fehlt nur noch der grüne Tee und der Low-fat-nocoff-grande- latte....Grins.
Dann die Sache mit den Kindern. Getötete Kinder waren gewiß zu allen Zeiten schlimm. Aber einfache Leute im mittelalterlichen Cambridge - bitte vergebt mir! - waren an den plötzlichen, teilweise gewaltsamen Tod von Kindern , so grausam das klingen mag, auf einen andere Art und Weise gewohnt als wir das heute sein mögen. Das gigantische Echo, das der Tod dreier Kinder, alle nicht von hohem Stande, in der Bevölkerung ausgelöst haben soll, passt eher in die moderne Zeit als ins finstere Mittelalter, wo der Herr eben gab und wieder nahm.
Von diesen Ungenauigkeiten abgesehen ist der Krimi kurzweilig, spannend und ausgesprochen gut erzählt. Der Schreibstil ist ausgesprochen anschaulich, wenn auch die Sprache zu salopp sein mag, die Figuren werden liebevoll und sorgfältig gezeichnet, nichts an ihnen ist platt oder eindimensional ( bis auf den ekligen Roger aus Acton!) und ihnen durch die Geschichte zu folgen macht Spaß. Es werden falsche Fährten gelegt und nichts deutet zu früh auf den Ausgang der Geschichte hin, das sind die Pluspunkte dieses Buches, die seine Schwächen nahezu aufwiegen.
Daher ein speziell für den Strand durchaus zu empfehlendes, nicht übermäßig anspruchsvolles aber auch nicht reißerisches Buch, für Fans mittelalterlicher Krimis und starker Frauen
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kay Scarpetta im Mittelalter - bitte mehr davon!, 15. Februar 2007
Von 
Wombatsbooks - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Die Totenleserin" dürfte ausserdem auch FreundInnen von Celia L. Graces Kathryn Swinbroke gefallen, denn genau wie Kathryn ist auch die Protagonistin in Ariana Franklins erstem spannungsgeladenen Krimi eine selbständige, liebenswerte - wenn auch manchmal etwas brüske - Person. Mich hat sie in ihrem ersten Auftritt völlig überzeugt - und nach 15 Jahren Recherchearbeit der Autorin für diesen Roman ist das wohl auch eher kein Wunder:

Die Grundlage für diesen Roman bildet ein Kriminalfall aus dem Jahre 1144. Ein achtjähriger Junge aus Norwich wurde ermordet. Franklin hat sich erlaubt, den Kriminalfall ins Jahr 1171 und nach Cambridge zu verlegen sowie aus spannungstechnischen Gründen noch einige fiktionale ermordete Kinder hinzuzufügen. Spannung ist ebenso reichlich wie faszinierende Charaktere vorhanden: Ein Dreigestirn aus atheistischer Pathologin, ein jüdischer Agent/Vermittler/Ermittler/Aufklärer/Spion und ein sarazenischer Leibwächter/Eunuch werden abgerundet durch einen königlichen Steuereintreiber, mehrere ehemalige Kreuzfahrer, geifernde & fehlgeleitete Kleriker & Nonnen. Nicht zu vergessen sind eine Sirene der Kochkunst und Henry II., der in der Tat auch noch etwas anderes getan hat, als Thomas Becket ermorden zu lassen: er hat dem englischen Volk die Grundlage für das Common Law geschaffen, mit seinem Auftritt hier die Kirchenoberen das Fürchten gelehrt und mich - was ja eher unerheblich ist;-) - zum Schmunzeln gebracht.

Adelia - Vesuvia Adelia Rachel Ortese Aguilar - der Name für sich allein ist schon genauso faszinierend wie die Person an sich - ist nicht nur meist brüsk und ungeduldig mit ihren Mitmenschen, sie schrammt bei ihren Ermittlungen auch ständig haarscharf an der Anklage zur Hexerei vorbei und setzt ihr Leben aufs Spiel. Sie erinnert mich unheimlich an die Kay Scarpetta aus Cornwells ersten und besseren Thrillern. Es war für mich unheimlich interessant und abwechslungsreich Scarpettas mittelalterlichen Counterpart bei ihren Ermittlungen zu begleiten

Fazit: Für mich war "Die Totenleserin" nicht nur sehr gut lesbar, sondern spannend, atmosphärisch dicht, voller interessanter Figuren und einfach lebendige Geschichte - trotz der zahlreichen Anachronismen die sich eingeschlichen haben, um "Die Totenleserin" überhaupt für ein heutiges Publikum lesbar zu machen (immerhin steht die Autorin dazu!). Der Nachfolgeband ist bereits in Arbeit und ich freue mich schon sehr darauf!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende mittelalterliche Mördersuche, 29. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein toller Roman! Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe mich auf den über 400 Seiten bestens unterhalten gefühlt.

Ein ungleiches Trio, bestehend aus einem jüdischen Gelehrten, einem Sarazenen und der Hauptfigur, der barschen Dottora, der "Totenleserin", reisen 1170 mit dem königlichen Auftrag, einige bestialische Kindermorde aufzuklären, von Salerno ins regenfeuchte Cambridgeshire in England. Die Suche nach dem Mörder der Kinder gestaltet sich jedoch alles andere als einfach und die drei haben nicht nur mit Obrigkeit und Kirche zu kämpfen, sondern auch mit dem tiefverwurzeltem Aberglauben der englischen Landbevölkerung, mit Vorurteilen und religiösen Eiferern.

Die Akteure bis hin zu den Nebenfiguren sind lebendig und liebenswert gezeichnet, und vor allem die forsche Doktorin, die in einer Männerwelt ihre Frau steht, kein Blatt vor den Mund nimmt und so manches Mal ihr Gegenüber mit ihrer unverblümten Art reichlich sprachlos (und den Leser schmunzelnd) zurücklässt, bleibt einem lange im Gedächntis haften. Die Schilderung des mittelalterlichen Lebens ist anschaulich und farbenfroh, deftig-derb, humorvoll und durchweg glaubwürdig. Und die Mördersuche bleibt spannend bis zum Schluss. Interessant auch die Einblicke in die mittelalterlichen Anfänge der Medizin und Pathologie. Das Setting und die sympathische Figur der Totenleserin schreien geradezu nach einer Fortsetzung, und ich hoffe sehr, dass es von der Autorin bald mehr zu lesen gibt. Fazit: ein spannender, gut geschriebener und empfehlenswerter mittelalterlicher Forensik-Krimi.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gute Geschichte, Erzählstil gewöhnungsbedürftig, 12. Januar 2008
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich lese sehr viel und vor allem historische Bücher.
Muss sagen, dass ich mich zu Beginn sehr schwer tat, mich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen und einzulesen. Kurioser weise ändert aber die Autorin nach einigen Seiten den Stil, was einem dann doch bewegt weiterzulesen.
Eigentlich eine absolut spannende und interessante Geschichte, die aber etwas träge in Schwung kommt. Hat man sich eingelesen, so wird einem die Protagonistin sympathisch und man verfolgt gespannt den weiteren Verlauf der Untersuchungen. Man hätte mehr auf die damaligen Ermittlungserfahrungen, bzw. das Obduzieren eingehen können, gerade das wäre sehr interessant gewesen und hätte dem Buch eine ganz besondere Note verliehen.

Dass das Buch vielen zu grausam war, kann ich nicht nachvollziehen, da diese Zeit nun mal wirklich so war. Das wäre dasselbe, wenn man einen Roman vom 2. Weltkrieg läse und sich dann über die Grausamkeit des Krieges beklagte.

Positiv zu bemerken sei noch, dass dies kein schmalziger Liebesroman mit kitschigem Ende ist. Am Schluss überschlagen sich die Ereignisse und etwas weniger wäre vielleicht mehr gewesen.

Fazit: ein unterhaltsames Buch mit einigen Schwächen
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mittelalter einmal anders, 8. Oktober 2007
Von 
Jean Ignace Isidore Gérard "Grandville" (Südniedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Lockere und spannende Unterhaltung für einen kalten bzw. nassen Herbst/Winterabend.

Jeder, der dieses Buch liest sollte sich vorher im klaren sein, das er keine höchst genaue Mittelalterstudie bekommen wird. Er bekommt eine spannende ungewöhnliche Geschichte, die ein überraschende Auflösung bietet (für mich) die einem zwar nicht die Entbehrungen und Lebensumstände der Zeit riechen und erahnen lässt, aber sich ganz auf die Figuren und den "Fall" beschränkt und eine sympatische Hauptfigur vorstellt. Natürlich wird auch das Leben beschrieben, aber der Hauptaugenmerk liegt nicht in einer detailgetreuen Darstellung des Mittelalters, sondern in der Auflösung des Falles. Ein anderer Rezensent hat geschrieben, das das Buch langweilig war und er nur bis Seite 100 gelesen hat. Pech, denn dadurch hat er das Beste verpasst.

Ich persönlich könnte mir vorstellen (und hoffe es auch!), das es eine Fortsetzung geben wird. Ich würde sehr gerne noch mehr Abenteuer mit Adelia und Sir Roland erleben!

Ein gutes Erstlingswerk, das bei mir Vorfreude auf das nächste Buch der Autorin hinterlässt.

Warum "nur" 4 Punkte? Nun ja... einige Stellen kamen mir doch recht spanisch sprich zu modern vor. Aber unterm Strich ein tolles Buch. Vielleicht muss man sich einfach an den neuen Stil ("Im Gegensatz zum oft näselnd historisierenden Sprachgestus manch berühmter Kollegen, pflegt sie eine erfrischend moderne, fast ironische Sprache. " siehe in der Amazon-Rezi) gewöhnen. Ich fand das Buch jedenfalls sehr gut.

Was mich auch ein wenig gestört hat, sind die Latein-Zitate, die nicht übersetzt wurden. Ich habe sie dann einfach "überlesen" bzw. hat sich aus den Sätzen danach meist ergeben, was sie zu bedeuten hatten. Über eine Fußnote mit einer Übersetzung hätte ich mich aber sehr gefreut.

(Unter Umständen etwas für Leute, die den Film "Ritter aus Leidenschaft" gut fanden. Dort ist es ja etwas "moderner" zugegangen!)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Historischer Forensik-Thriller, 12. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Taschenbuch)
Von diesem Buch war ich enttäuscht, es hält keinesfalls das was auf dem Umschlagtext versprochen wird.
Im englischen Cambridge werden mehrere Kinder grausam ermordet und der Mörder bleibt unerkannt. Schnell wird klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss. Zur Klärung der grauenhaften Morde beordert Englands König Henry II eine in Forensik ausgebildete Aerztin mit ihrem Team. Ihre Aufgabe sei, den örtlichen ermittelnden Behörden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Die Handlung zieht sich arg in die Länge. Die Figuren bleiben meiner Meinung nach eher blass. Die spannenden Momente sind dünn gesäät.
Auch der Stil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Mich hat dieses Buch nicht gepackt. Unter Umständen liegt das darin, dass dies mein erster historischer Roman war und ich in dieser Gattung Literatur keinerlei Erfahrung besitze.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Krimi aus dem Mittelalter, 4. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin Ariana Franklin sagt mir gar nichts, aber ich denke, hier kommt eine ganz große neue Autorin an den Start! Mit der Totenleserin hat sie auch einen wirklich gelungen Roman geschaffen, der mich richtig gepackt hatte.

Man stelle sich vor: Im Cambridge des Jahres 1171 passieren barbarische Morde an Kindern, die einen wirklich brillianten Gerichtsmediziner wie einen Dr. Quincy des Mittelalters erfordern. Damals hießen diese noch Totenleser und als König Heinrich nach einem solchen Spezialisten ruft, wer erscheint? Nicht ein Meister der Zunft, sondern eine junge, pfiffige, recht herbe Frau namens Adelina. Dass da natürlich Reibereien entstehen, ist nicht schwer zu erraten. Aber Adelia setzt dem noch ein Krönchen auf, denn als sie in England auftaucht, ist sie nicht allein. Ihre Helfer sind ein Jude und ein heidnischer Sarazene.

Als Adelina die Ermittlungen aufnimmt, wird die Suche nach dem Mörder nicht nur durch Knüppel zwischen den Beinen erschwert, sondern - Dank Adelinas Helfern - werden ihr regelrecht Felsbrocken in den Weg geworfen. So ist Adelina nicht nur auf der Suche nach dem Mördern, sondern muss sich mit dem Aberglauben der einfachen Bauern herumschlagen und mit ausreichend religiösen Problemen herumärgern.

Adelina ist recht barsch in ihrem Gebahren, aber wer mag es ihr verdenken? Eine Frau im Mittelalter, die sich gegen das engstirnige Denken der Männer jener Zeit erwehren muss und dazu noch einen Beruf ausübt, der vielen recht unheilig vorkommt. Eine richtig schöne Emanze, wen man so will, die sich durchaus zu behaupten weiß.

Mit einen ständigen Schmunzeln auf den Lippen habe ich es genossen, diesen Roman zu lesen, der sehr spannend und ungewöhnlich amüsant geschrieben ist. Die Einblicke in die Medizin des Mittelalters waren ebenfalls sehr interessant und die beschriebenen Personen alles andere als blass. Ich hoffe doch, dass noch mehr Werke von Ariana Franklin erscheinen werden.

Absoluter Top-Roman!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwerer Einstieg, meisterlicher Rest, 28. Februar 2011
Von 
Sarah F. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Taschenbuch)
Ariana Franklin war mir bis dato kein Begriff, sodass ich nicht genau einschätzen konnte, was mich von dieser Autorin erwartet. Die vielen guten Kritiken ihrer Bücher, haben mich allerdings genauso neugierig gemacht, wie der Klappentext.

Gerade am Anfang wird das Lesen dieses Werkes eine wahre Herausforderung. Die Sätze wirken oft lieblos und unvollständig. Ständig hatte ich als Leser das Gefühl, dass die Sätze den Inhalt gar nicht vermitteln können. Es las sich alles andere als flüssig und ein richtiges Kopfkino entstand überhaupt nicht. Die Figuren wurden in meinen Augen sehr blass beschrieben und ich kam überhaupt nicht in die Handlung hinein. Das lag an den vielen unwichtigen Nebensätzen, aber auch über extrem lange Sätze, wo wichtige Informationen hinein gedrückt wurden. Am Ende des Prologes hatte ich schon die Nase voll von diesem Buch. Andere historische Werke sind von der altmodischen Sprache der damaligen Zeit geprägt und sehr schwer zu lesen. Hier ist der Text sehr modern gehalten, um einfach mehr Leser anzusprechen. Trotz dieser Tatsache fiel es mir unendlich schwer. Zudem fand ich es schade, dass die Autorin in einem Nachwort erklärt, warum sie sich für eine moderne Sprache und für angepasste Informationen entschieden hat. Mich persönlich hätte dies schon zu Beginn des Buches interessiert. Auch wenn die Tatsache nichts an dem schweren Einstieg geändert hätte.
Nach rund 50 Seiten war ich trotz des unmöglichen Einstiegs irgendwie doch in die Geschichte involviert und wollte nun wissen, wie es mit den Ermittlungen weitergeht. Diese sind gar nicht so leicht, denn in der damaligen Zeit war es für eine weibliche Ermittlerin alles andere als einfach. Viele Steine werden ihr in den Weg gelegt und immer wieder kommen neue Verdächtige hinzu, sodass die Spannung nie verloren geht. Dabei achtet die Autorin darauf, dass mir als Leser viele Details geschildert werden. Was anfangs fehlte, wird später nachgeholt. Das hat zur Folge, dass nicht jeder Abschnitt unbedingt etwas für zarte Seelen ist. Grausame Details an Kinderleichen sind nicht unbedingt etwas für zartbeseidete Leser.
Auch die Protagonisten werden im Laufe der Geschichte immer besser beschrieben und der Leser bekommt ein lebendiges Bild der handelnden Figuren. Damit hatte ich nach diesem Einstieg gar nicht mehr gerechnet.
Besonders gelungen ist der Autorin der Versuch, den Leser in die Geschichte einzubeziehen. Sie bot mir immer wieder neue Verdächtige, um sie ein paar Seiten später zu entlasten. Als Leser kam ich dadurch regelmäßig ins Grübeln, wer denn nun wirklich hinter den Morden steckt. Erst zum Schluss wird die Mordreihe in einem spannenden Höhepunkt aufgeklärt und bekommt danach noch einen glänzenden Auslauf geboten.
Interessant ist auch die Umsetzung der historischen Aspekte. Zwar bin ich kein Historiker und kenne nur die groben historischen Fakten, aber für meinen Geschmack bekam ich sehr viel Informationen über das 12 Jahrhundert geliefert. Egal ob die politische Situation, der Alltag oder die gerichtsmedizinischen Untersuchungen. Faszinierend und an keiner Stelle langweilig.

Wer sich erstmal durch den schwierigen Einstieg gekämpft hat, wird mit einem Kriminal- und historischen Roman belohnt, der bis zur letzten Seite fesselt. Aus diesem Grund kann ich das Buch jedem empfehlen, der mal einen etwas moderneren historischen Roman lesen möchte.

===Bewertung===
Ein schwerer Einstieg, der sicherlich viele Leser abschreckt, verbirgt ein wahres Meisterwerk an Spannung und historischen Fakten. Detailliert, grausam und authentisch ist die Welt des Cambrigde von 1170. Dafür gibt es vier Sterne. Abzug gibt es für den abschreckenden Einstieg.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchgehender Spannungsbogen? Ja, aber so flach wie eine Flunder. [Hörbuch-Bewertung], 23. November 2009
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin - 6 CD Hörbuch Neu !
Hörbuch-Rezension: DIE TOTENLESERIN (Ariane Franklin) gelesen von Beate Himmelschoß | gekürzte Romanfassung | 6CDs | ca. 465 Minuten Laufzeit |

So richtig warm wurde ich mit diesem Hörbuch (Lesung) leider nicht. Das gleich vorweg. - Dabei laste ich die mittelmäßige Bewertung gleichermaßen der lässigen, jedoch minder spannenden Schreibe der Autorin an, sowie der brav anständigen Art, wie das Buch von Beate Himmelschoß vorgetragen wird. Es ist einerseits nahe liegend, dass eine Frau diesen historischen Roman einliest, weil auch eine Frau, eine Ärztin noch dazu!, die Hauptrolle spielt, doch so gut das gemeint war, so sehr fiel es mir schwer bei der ewig gleich klingenden Lesung am Ball zu bleiben. - Meine Geduld wurde über lange Strecken geprüft, denn wenn ich sonst wie gebannt an einem Hörbuch hänge - gelang mir das bei DIE TOTENLESERIN nicht wirklich. Zu sehr lässt der angebliche Thriller einen roten Faden vermissen, zu selbstverliebt erscheint mir die Schreibe der Autorin, die so sehr bemüht ist ein ausschweifendes und viel zu umfangreiches Sittengemälde des 12. Jahrhunderts abzubilden - und damit nichts als meine Aufmerksamkeit arg strapaziert! Es kommt selten vor, aber ich dachte schon daran, dass mir die Aufklärung der grausamen Kindermorde eher egal sind, und ich wenn die liebe Neugier nicht gewesen wäre ...
Erwartet hätte ich einen spannenden Thriller, angesiedelt im Mittelalter, erhalten habe ich ein anstrengendes Hörvergnügen, das auch durch das mehrfach notwendige Zurückspringen, und somit "doppelten Genuss" nicht besser wurde. Bitte überzeugen Sie sich selbst. Mit Hängen und Würgen (was angesichts der Morde gar nicht so übertrieben ist) schrappt dieses Hörbuch auf meiner Skala an einem "überhörbar" vorbei und wird somit von mir als "eintönig" eingestuft.

------------------------
auf meiner Horchlatte: ***
------------------------
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, atmosphärisch und mit ungewöhnlichem Sprachwitz, 29. Januar 2007
Von 
Luthien - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Totenleserin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Cambridge des Jahres 1171 werden Kinder ermordet. Das erste Opfer ist angeblich gekreuzigt worden, und das hat ausgereicht, den Verdacht auf die ortsansässigen Juden zu lenken (Frei nach dem Motto: Mit Kreuzigungen kennen die sich ja aus ...). Die jüdische Gemeinde Cambridges ist gezwungen, ihre Häuser und Geschäfte im Stich zu lassen und sich in die Burg zu flüchten. Dort stehen sie unter dem Schutz König Henrys II., der mit der Gesamtsituation höchst unzufrieden ist. Zum einen glaubt er nicht an die Schuld der Juden, zum anderen sind - oder besser waren - sie seine besten Steuerzahler. Henry will die Kindermorde unbedingt aufgeklärt haben und lässt heimlich aus Salerno einen Totenarzt nach Cambridge kommen. Was er nicht weiß: Bei dem Spezialisten handelt es sich um eine junge Frau ...

Adelia muss in England denn auch so einiges geheim halten: Dass sie Ärztin ist und obendrein auch noch Leichen seziert, wäre ihr sofortiges Todesurteil. Dennoch bringen sie ihre verdeckten Ermittlungen in höchste Gefahr ...

Meine persönliche Lieblingsfigur war übrigens König Henry, in dessen lakonisch-trockener Art der Sprachwitz dieses Romans besonders zur Geltung kommt. Britischer Humor meets Mittelalter!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 29 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xa5af71d4)

Dieses Produkt

Die Totenleserin: Roman
Die Totenleserin: Roman von Ariana Franklin (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen