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79 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht für jedermann geeignet und doch genial!
Der Buchhändler lebt in seiner eigenen Welt. Seine Bücher, die unter seiner Pflege atmen und leben, danken es ihm aus ganzem Herzen. Genauso wie ihm ergeht es wohl so manchem, der zuhause seine Regale, seine Wohnung, mit Büchern bestückt. Bücher sind eine Faszination, die aus der Stille kommt. Sie verschaffen Ruhe, Einsichten und bieten eine...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2005 von Media-Mania

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kauzige Geschichte - hab ich zu wenig Phantasie?
Kauzige Geschichte - hab ich zu wenig Phantasie?

Der Hauptdarsteller dieser Geschichte ist Buchhändler, er lebt zurückgezogen in seinem Laden, hat zwar 24 Stunden geöffnet, sieht sich jedoch am liebsten alleine in seiner Buchhandlung, hat er dann doch Kundschaft über sich ergehen lassen müssen, erholt er sich umgehend bei einer Tasse...
Veröffentlicht am 4. Juni 2010 von Stephan Seither


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kauzige Geschichte - hab ich zu wenig Phantasie?, 4. Juni 2010
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kauzige Geschichte - hab ich zu wenig Phantasie?

Der Hauptdarsteller dieser Geschichte ist Buchhändler, er lebt zurückgezogen in seinem Laden, hat zwar 24 Stunden geöffnet, sieht sich jedoch am liebsten alleine in seiner Buchhandlung, hat er dann doch Kundschaft über sich ergehen lassen müssen, erholt er sich umgehend bei einer Tasse Tee, hört dabei seinen atmenden Büchern zu, erleichtert diese ab und an um eine Seite, um diese lesenswerten und informativen Auszüge seinen entfernt lebenden Geschwistern zu schicken, in der steten Hoffnung, deren Leben zu bereichern...

Was ich mir von Bucheinband und Klappentext versprochen hatte, hab ich, unterm Strich, zwischen den Seiten leider nicht finden können - manch witziger Einfall wird am Ende vom verwirrenden Gesamteindruck der verschrobenen und wie ich finde sehr exentrischen Handlung überdeckt - vermutlich fehlt mir ganz einfach die Phantasie, um mich auf die hier entwickelte Welt des Schriftstellers einzulassen.

Fazit: Der Autor schreibt tatsächlich wunderschöne Sätze, mit denen man sich durchaus beschäftigen kann - den Sinn der Geschichte, den konnte ich jedoch nicht ergründen...
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79 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht für jedermann geeignet und doch genial!, 11. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Der Buchhändler lebt in seiner eigenen Welt. Seine Bücher, die unter seiner Pflege atmen und leben, danken es ihm aus ganzem Herzen. Genauso wie ihm ergeht es wohl so manchem, der zuhause seine Regale, seine Wohnung, mit Büchern bestückt. Bücher sind eine Faszination, die aus der Stille kommt. Sie verschaffen Ruhe, Einsichten und bieten eine Fülle von Welten an, die entdeckt werden wollen. Manchmal wird man auch etwas verschroben, wenn es um Bücher geht. Man leiht sie ungern aus, da man keine Ahnung hat, ob ein anderer sie ebenso respektvoll behandeln wird, wie man selbst. Man hortet sie, auch wenn man weiß, dass man in den nächsten Monaten kaum dazu kommen wird, sie zu lesen. Man riecht an ihnen und genießt den Duft der bedruckten Seiten und das Gefühl, wenn die Finger über den Einband des Buches gleiten.
All jene werden sich in diesem kleinen Buch wiederfinden und wohlfühlen. Schon sein bibliophiler Einband spricht den Leser an. In goldenen Lettern bedruckt, bietet es das Erscheinungsbild eines kostbaren und seltenen Buches. Und in diesem Buch findet sich eine kleine und wertvolle Geschichte, die dem ersten Eindruck mehr als gerecht wird. Es ist eine kleine, stille und leise Geschichte, deren sanfte Worte langsam von den Seiten in den Verstand gleiten.
Nicht jeder wird die Geschichte verstehen und deswegen wird sie nicht jeder mögen. Aber alle, die sich zuhause zwischen ihren Buchregalen wohlfühlen, werden ein kleines Stück dieses altmodischen Buchhändlers in sich wiederfinden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein merkwürdiges Buch., 6. Februar 2012
Von 
josbookcorner (Espa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Der deutsche Titel ist vollkommen irreführend, denn hier geht es nicht um '"Das geheime Leben der Bücher"', sondern um einen einsamen, melancholischen, namenlosen Buchhändler, der in seiner kleinen Buchhandlung lebt, sie nie verlässt, nichts isst und nur Kräutertees trinkt ' nach jedem Kunden einen.

Da es eine kleine Buchhandlung ist und er auch nur Bücher anbietet, die er selbst gelesen hat, kommen nicht viele Kunden vorbei und die, die sich in diesen kleinen, engen Laden verlieren, sie fast allesamt merkwürdige Gestalten: der Fatalist, eine Dame in Schwarz mit Sense, Gott, ein Dalai Lama, die Frage, eine Baronin, Zeugen Jehovas und leider auch Paare, Paare kann der Buchhändler nicht ausstehen, vor ihnen müssen die Bücher beschützt werden. Mit diesen Kunden entwickeln sich die merkwürdigsten Dialoge.

'"Guten Tag. Ich suche den Bereich 'Persönlichkeitsentwicklung'.'"
"'Der ist auf der anderen Strassenseite ' genau gegenüber.'"
"'Danke!'"
"'Keine Ursache'"

'"Vor ihrer Buchhandlung liegt ein kaputter Staubsauger'"
'"Der Himmel hat ihn mir geschickt'"
'"Herr, erspar uns Deinen Zorn'"

'"Etwas später, als Buchhändler ungewollt einen köstlichen Kräutertee schlürfte, trat ein Dalai Lama ein und ging durch die Bücherregale hindurch, bis er vor dem Buchhändler stand. Der Buchhändler verneigte sich. '"Haben Sie das grosse Buch des Lebens?'", fragte ihn der Dalai Lama. '"Ich fürchte, es ist vergriffen'", erwiderte der Buchhändler. '"Genau das habe ich mir gedacht'", sagte der Lama wobei er im Lotussitz auf dem Schreibtisch des Buchhändlers Platz nahem. '"Haben Sie es je besessen?"', fragte er weiter. "'Ja'" '"Haben Sie es gelesen?'" "'Ja"' "'Und?"' "'Enttäuschend"', bemerkte der Buchhändler. "'Ehrlich?'" "'Mit anderen Worten, ziemlich voraussehbar"', sagte der Buchhändler. '"Aha."' Der Dalai Lama schwieg und meditierte. Der Buchhändler versank wieder in seine Lektüre'"

Das Buch ist verwirrend, skurril, teilweise geradezu bizarr und manchmal reichlich sinnlos. Der namenlose Buchhändler wirkt öfters liebens- und gleichzeitig bedauernswert, wie er sich so selbst verliert in seinen Bücher und dabei das Leben verpasst.

"Sobald er ein Buch aufschlug, war der Buchhändler glücklich.
Oder zumindest fühlte er sich wohl.
Es war fast eine kindliche Freude.
Es war auch eine Schwäche.
Er hatte den Eindruck, dass sich jemand um ihn kümmerte, dass sich jemand um ihn sorgte.'"

Die Sprache ist poetisch, die Gedanken teilweise wirklich hübsch, aber schöne Sätze ohne Tiefgang und Sinn dahinter, das genügt mir als Leser nicht. Was soll ich davon halten, wenn 'eine Frage' den Buchladen betrifft und der Buchhändler zu atmen aufhört, damit sie ihn nicht findet? Oder, dass Gott Mozart im Laden auflegt? Oder, dass ein Mädchen in den Buchladen kommt und Eclairs bestellt und der Buchhändler dann auch noch fragt, 'weiss oder dunkel', bevor er in seine Küche oberhalb des Ladens flüchtet? Was soll ich von den drei Frauen auf dem Schiff zu Beginn und am Ende des Buches halten, die alle wollen, dass das Schiff sinkt? Oder von der nackten Frau, die da ist und dann wieder weg?

Nein, das Buch hat mir nicht wirklich gefallen.
Schade, denn ich hatte mir einiges davon versprochen, aber eine schöne Sprache allein, macht nun mal kein gutes Buch und nur weil es um Bücher geht, muss es mir als 'Gerneleser' noch lange nicht gefallen.

Zwei Sterne, mehr ist leider nicht drin.
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Machen Bücher einsam?, 18. Mai 2010
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
In "Das geheime Leben der Bücher" begleitet der Leser einen namenlosen Buchhändler für einen Tag in seine Welt der Bücher.
Sie sind sein Ein und Alles. Jedes Einzelne von ihnen hat er gelesen und sein Laden ist Tag und Nacht geöffnet, denn es könnte ja jemand vor dem Laden stehen und ein Buch kaufen wollen.
Der Leser macht Bekanntschaft mit den merkwürdigsten Kunden, die sich teilweise dem seltsamen Verhalten des Buchhändlers anpassen.

Ich habe mich leider dem Verhalten des Buchhändlers überhaupt nicht anpassen können. Ständig habe ich mich gefragt, wie jemand seine Kunden so behandeln mag. Unwirsch, manchmal sogar richtig frech, müssen sich einige von ihnen vor den Kopf stoßen lassen. Paare werden gar nicht bedient - sie sind Kunden, vor denen der Buchhändler sich solange versteckt, bis sie wieder gegangen sind. Andere wiederum verwirrt er mit sinnlos in den Raum geworfenen Sätzen derart, dass sie kopfschüttelnd den Laden verlassen.

Freunde hat der Buchhändler nicht mehr, seit diese angefangen haben, über ihn zu reden. Und dafür, dass er seine Bücher so sehr liebt, ist es mir umso unbegreiflicher, wie er Seiten aus Büchern herausreißen kann, um sie seinen Geschwistern als Art Brief zu schicken. Anscheinend kann er sich auf andere Art nicht mitteilen.

Was sich mir überhaupt nicht erschließt, sind der Prolog und der Epilog. Wenn sie zu der Geschichte dazugehören sollen, dann habe ich den Sinn wohl verkannt.
Das Einzige, was mich angesprochen hat, ist das wunderschöne Cover der Taschenbuchausgabe. Die Abbildung eines alten Buchladens, wo ich mich sofort wohlgefühlt hätte. Schade, dass ich das in der Geschichte von Régis de Sá Moreira nicht konnte. Ich kam mir vor, wie einer der unliebsamen Kunden des Buchhändlers.

Von Schreibstil her, hätte ich erwartet, dass der Autor mindestens achtzig Jahre alt ist - umso erschrockener war ich, als ich feststellte, dass er erst siebenunddreißig ist.

Wer wirklich Wert auf ein anspruchsvolles Buch zum Thema Bücher legt, der sollte doch lieber zu Jacques Bonnets "Meine vielseitigen Geliebten: Bekenntnisse eines Bibliomanen" greifen. Da hat der Leser neben einem wunderschönen Cover auch gleich den passenden wundervollen Inhalt.

Würde mich jemand fragen, was der Autor mit diesem Buch sagen wollte, dann würde mir wohl als erstes einfallen: Bücher machen sehr einsam - anders kann ich mir seinen Buchhändler nicht erklären. Für diesen Roman kann ich leider nur zwei Sterne vergeben.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebhaberstück!, 4. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Bücher (Gebundene Ausgabe)
„Das geheime Leben der Bücher" ist kein großer Roman, stattdessen ist es eine leise Sammlung von Vignetten um einen Buchhändler, die sich durch ihre Poesie und Einfachheit in das Herz des Lesers schleichen. Von einer Handlung kann bei dem Buch keine Rede sein, es gibt keinen Konflikt und somit auch keine Lösung. Das Buch beginnt und endet - einfach so. Gerade deshalb werden es Buchliebhaber mögen. Es ist eine unaufdringliche Liebeserklärung an die Welt der Bücher, den staubigen Geruch einer alten Buchhandlung und die unerwarteten Entdeckungen, die man zwischen Buchdeckeln findet. Wem diese Gefühlswelten fremd sind, der sollte besser die Finger von de Sá Moreira lassen und sich einer geradlinigeren Lektüre widmen. Alle anderen jedoch werden in Moreira und seinem Buchhändler Verbündete ihrer Leidenschaft finden und „Das geheime Leben der Bücher" regelmäßig aus dem Regal nehmen - einfach, um ihm Aufmerksamkeit zu schenken.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich ein schönes Buch, 30. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Dieses kleine Buch hat mir außerordentlich gut gefallen. Wenn andere Rezensenten der Meinung sind, hier ginge es um nichts, dann haben sie die Geschichte nicht richtig verstanden. Es ist ein kleines Gedankenspiel, es spricht von der Liebe zu Büchern, und man kann sich davon einfach davon in das Reich der Phantasie entführen lassen.

Sehr zu empfehlen.
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schön geschrieben, inhaltlich schwierig, 24. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Sehr neugierig bin ich an dieses Buch gegangen, zu einem wegen
dem aufwendigen und sehr schönen Einband und wegen der Kundenrezensionen. Ich liebe Bücher auch über alles, fand es sehr schön geschrieben wie der Buchhändler seine Bücher behandelt und mit ihnen zusammenlebt, in seiner eigenen kleinen Welt. Trotzdem habe ich denn Sinn mancher Passagen nicht verstanden, besonders den Anfang und das Ende. Fand es auch etwas bedrückend. Habe das Buch dann meiner Freundin geliehen, da ich dachte als Lehrerin und ehemalige Germanistikstudentin kann sie mir auf die Sprünge helfen, leider vergebens. Vielleicht sind wir doch nicht helle genug. Kann uns jemand weiterhelfen?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das geheime Leben des Buchhändlers, 22. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In einer großen Stadt lebt ein kleiner Buchhändler in seinem eigenen Universum: Seinem Buchladen, den er Tag und Nacht nicht verlässt - es könnte ja sein, dass nachts um drei jemand Lust bekommt, ein Buch zu kaufen.
Selbst dann ist jedoch nicht sicher, dass der Buchhändler das Buch auch wirklich verkauft, denn er prüft bei jedem seiner Kunden genau, ob dieser auch ein würdiger neuer Besitzer für eines seiner Buch ist. Manche Kunden verweist er dann doch lieber auf die Kneipe gegenüber, statt ihnen eines seiner kostbaren Stücke zu verkaufen.

In kleinen Episoden wird ein typischer Tag im Leben des kauzigen Buchhändlers geschildert, jede der kurzen Geschichten leitet mit einem Dingelingeling der Türglocke den Besuch eines neuen Kunden ein. Diese stellen den Buchhändler vor die unterschiedlichsten Aufgaben: Kinder wollen die Welt der Bücher erkunden, Kochbuchautoren wollen ihr Buch im Regal stehen sehen, manch einer sucht ein Buch, in dem keine Haushaltsgeräte vorkommen oder liest bei jedem aufgeschlagenen Buch die letzte Seite zuerst.

All diesen Kunden versucht der Protagonist mit Gefühl die Welt der Bücher näher zu bringen, während seine kleine Welt recht einsam scheint. Ohne Familie und fernab seiner 10 Geschwister lebt der Buchhändler allein von Kräutertee und Lesen inmitten seiner Schätze.
Trotzdem ist er mit seiner Situation zufrieden so wie sie ist, solange er nur ein gutes Buch in den Händen halten kann.

Durch die Kürze der einzelnen Anekdoten war das kleine Buch relativ schnell gelesen, aber es hinterlässt beim Lesen einen bleibenden Eindruck. Man kann sich die Atmosphäre in der Buchhandlung gut vorstellen und kann sich auf jeden Fall mit dem verzweifelten Buchhändler identifizieren, wenn er von Kunden wieder mal vor eine seltsame Aufgabe gestellt wird oder mit einem Besucher seines Ladens streitet, ob dieser das Buch was er kaufen möchte, auch wirklich verdient hat.

Beim Lesen erkennt sich jeder Bücherfreund in der ein oder anderen Geschichte in dem Buchhändler wieder, und gerade das ist es, was dieses Buch so liebenswert macht.

Leider wird das Leben des Buchhändlers nicht genauer beleuchtet. So bleibt unklar, warum er momentan alleine lebt und es werden nur vage Andeutungen über die Vergangenheit und seine Familie gemacht. Gerne hätte ich noch mehr über den schrulligen Buchhändler und seine geliebten Bücher erfahren. Der Prolog und Epilog des Buches wiederum scheinen gar keinen Bezug zum Rest des Buches zu haben, dort geht es um drei unglückliche Frauen auf einem Kreuzfahrtschiff. Was dies mit dem Rest des Buches zu tun hat, wird leider nicht erklärt.

Von mir gibt es vier Sterne für dieses herzerwärmende, kleine Buch mit leider etwas kryptischer Rahmenhandlung.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wundervoll, 28. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist in Gefühlen geschrieben (die Frage betritt den Laden, die Angst kriecht die Treppe hoch, der Buchhändler ernährt sich von Kräutertee und Büchern, er weckt seine Bücher und bringt sie abends zum Schlafen etc.) und ist tatsächlich reinste Poesie !

Aber Poesie muß man lieben und sich auch ein Gefühl dafür offenhalten.

Ich habe das Buch an einem Abend verschlungen und fand es einfach wunderbar. Und ich habe gelächelt, genau wie der Buchhändler.

Sehr empfehlenswert
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Psst... geheim!, 31. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Das Buch erinnerte mich an Jules Vernes ,In 80 Tagen um die Welt' - hier wie dort verspricht der Titel eine farbenfrohe Welt, viele Worte, ausführliche Beschreibungen, eine Bildgewalt. Und hie wie dort bleibt es dem Leser überlassen, mit seiner Fantasie aus den grauen Worten eine bunte Welt zu basteln.

Vielleicht nötigt auch der Klappentext mit seiner ,Liebeserklärung an die Bücher' dazu, die überschwängliche Liebe zu suchen, anstatt sie in der Ruhe zu finden. Vielleicht ist gerade das ,geheime' das, was dem Leser bewusst werden soll - dass jedes Buch soviel Leben in sich trägt, aber jeder selbst diese Welt entdecken muss. Von außen betrachtet ist einfach langweilig - man hat den Buchhändler, der für nichts anderes als seine Bücher lebt, der die teilweise skurrilen Wünsche seiner Kunden erfüllt und darüber hinaus sein eigenes Leben vergisst. Er ist darüber nur manchmal traurig, wie ein Süchtiger, der nicht merkt, dass er süchtig ist. Der Buchhändler kennt die Geheimnisse der Bücher - aber der Leser muss sie sich selbst vorstellen.

Trotz aller Verwirrung über den Sinn dieses Buches gibt es durchaus komische Stellen wie Auseinandersetzung mit Gott und der Kneipe gegenüber, den Pedanterie der ,Eisberge' mit denen der Buchhändler alles negative einfach ausblendet oder seine Prügelei mit ,Jacques dem Fatalisten'.

Und genauso ruhig wie das Leben des Buchhändlers ist die Sprache - ohne Konflikte schafft es der Autor, eine augenscheinlich langweilige Person in verschiedenen Facetten darzustellen - der Buchhändler ist kein Angepasster, kein Rebell, er ist ein Charakter. Die personale Perspektive ist gut gewählt.

Was wir aus diesem Buch lernen können, ist vielleicht, dass es Menschen gibt, die auf unsere Bücher aufpassen - aber noch besser ist es, wenn wir sie öffnen, sie lesen und die ganze Welt an ihrem geheimen Leben teilhaben lassen!
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Das geheime Leben der Bücher
Das geheime Leben der Bücher von Régis de Sá Moreira (Gebundene Ausgabe - 19. August 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,84
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