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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heilsame Rituale, 10. September 2012
Von 
B. Röpke-Stieghorst "Lust auf Zukunft" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Dieses Buch ist wunderbar und unbedingt empfehlenswert - auch mitten im Leben! Schon der kurze Einblick in die Biografie des Autors Florian Rauchs hat mich überzeugt und gewonnen. Vom ehemals distanzierten und etablierten Mitarbeiter eines Beerdigungsunternehmens zum selbständigen Unternehmer für Lebens- und Trauerkultur. Schon sein Lehrmeister Jorgos Canacakis spricht für Qualität. Florian Rausch weiß wovon er spricht und bestätigt, was die Lesenden im tiefsten Inneren stets befürchten: auch Tod und Abschied sind in unserer Gesellschaft i.d.R. ausgegrenzt, durchorganisiert und Teil eines Wirtschaftszweiges. Wo bleiben Zeit und Feingefühl für menschlichen und repsektvollen Ausklang und Übergang?

Hier beginnt die Intention von Buch und Schreibenden. Neben den feinfühligen und auch unter die Haut gehenden Schilderungen über Irrungen aber vor allen auch über sensible Formen des Abschiednehmens helfen feinsinnige Übungen und geschilderte Rituale, sich mit dem Thema Endlichkeit auseinander zu setzen. Ich habe es in meinem Umfeld erlebt, was es heißt, wenn das Thema des eigenen Sterbens solange verdrängt wird, bis Väterchen Tod energisch an die Türe klopft. Wie vor dem Kopf gestoßen, auf beiden Seiten des Krankenbettes, begegnen sich gestandene Personen unbeholfen und Angst erfüllt. Insbesondere wenn Sterblichkeit einfach ausgeblendet wird. Dies Buch rüttelt auf und macht auf das Selbstverständliche aufmerksam. Z.B.mit der Übung die letzten Sekunden ...

Für ein erfülltes und angstfreies Leben gehört es dazu, sich rechtzeitig mit Tod und Übergang zu beschäftigen. Um dann in den Stunden der Transformation liebevoll zurück, vertrauensvoll mittendrin und zuversichtlich vorwärts gerichtet sein zu können. Das wünsche ich allen Menschen - und auch mir.

Dieses Buch erhält einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal für die herausfordernden Stunden des Lebens. Praktisch, sensibel, positiv aufrüttelnd!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lesenswert! für jedes Alter, 18. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Höchste Zeit, dass wir uns alle etwas mehr mit dem Tabuthema Sterben und Tod beschäftigen! Dieses Buch hilft sehr einfühlsam sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen indem es ausführlich das Thema Trauer betrachtet, aber auch Rituale und neue Wege aufzeigt, z. B eine Beerdigung liebevoll und bewußt zu einem Fest zu gestalten. Diese Buch wird mit Sicherheit sowohl Menschen ansprechen, die selbst einen Verlust erlitten haben, als auch die, die aus Angst vor dem was mit Sicherheit irgendwann auf sie zukommt, sei es das eigene Sterben oder das eines geliebten Menschen, das Thema bisher bewußt gemieden haben. Die Gestaltung des Buches, angefangen von den warmen Farben des Umschlags, bis zu den vielen, sehr schönen Fotos lädt zum Lesen und Blättern ein. Vielleicht auch mal ein gutes Geschenk für einen trauernden Menschen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... das wurde auch Zeit!, 20. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Dem Initiator des Buches, den Autoren, dem Grafiker ... und natürlich dem Verlag ein großes Dankeschön, dass dieses so schwierige Thema ein Gesicht bekommt. Es ist mit so viel Herz geschrieben worden und durch den gut strukturiert, inhaltlichen Aufbau wird man als Leser/in an die Hand genommen. Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, viel mir komischerweise auch das Coverpapier auf. Warum? Es scheint wasserabweisend, nämlich tränenresistent zu sein - kompliment an die Person, die da mitgedacht hat.
Auf Seite 6 gibt es ein Foto, welches den Eingang des Unternehmens Aetas abbildet. Aufgrund dessen habe ich die Räume wieder erkannt und das Gefühl vom Dezember 2011 kam gleich wieder hoch. In den Räumen von Aetas musste ich mich letztes Jahr von einem kleinen Jungen verabschieden. Die Vorstellung vorab dieses tun zu müssen, war vor der Trauerfeier ein blanker Horror, doch Aetas mit Ihren gut ausgebildeten Assistenten haben es geschafft, den Angehörigen und Freunden diesen schweren Weg schön (wenn man in dem Moment überhaupt von "schön" sprechen kann ), warmherzig und mit viel Verständnis zu gestalten. Aeta schaffte es, dass man seinen Gefühlen freien Lauf lassen darf und das sich keiner für Tränen entschuldigen muss.
Der Raum war kindgerecht geschmückt, der Sarg wurde von Freunden bemalt, im Hintergrund lief ein Hörbuch und der kleine Mann lag in einem dicken Kissen zwischen den Abschiednehmenden und ganz viel Spielzeug. Keine Frage, lieber wäre es mir gewesen, ich hätte diese Räume dort nicht besuchen müssen, doch es ist trotz alledem ein gutes Gefühl zu wissen, dass es Menschen gibt, sowie Nicole Rinder und Florian Rauch, die Ihre Aufgabe als Berufung sehen. Sie geben einem Sinn Ihr Leben - Danke für Eure Zeilen und Eure Arbeit .
Nur als Anregung: Verfilmt doch bitte dieses Thema!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Bereicherung!, 26. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Ich kannte "Aetas" und dessen Arbeit schon durch den Tod meines Vaters und habe nun "Das letzte Fest" sehr begeistert und berührt gelesen!

Nicole Rinder und Florian Rauch leisten mit diesem Buch eine ganz wichtige Pionierarbeit: Rituale sind in jedem Trauerprozess essentiell wichtig - das habe ich in Zeiten persönlicher Trauer, in der "Aetas" mich auch sehr einfühlsam begleitet hat, sehr stark erlebt und tue es immer noch.

Indem Nicole Rinder, Florian Rauch und alle Mitarbeiter von "Aetas", die ich ausdrücklich auch in diese positive Rezension mit einschließen möchte, Hinterbliebene ermutigen, ihre Trauer zu leben, Ausdruck dafür durch Rituale zu finden, Verstorbenen ein "letztes Fest" zu gestalten und sich aber auch mitten im Leben mit dem eigenen Tod zu beschäftigen (was leider immer noch viel zu selten der Fall ist), geben sie ihnen ein wirklich wunderbares Werkzeug an die Hand, einen schmerzlichen Verlust richtig zu betrauern, aber gleichzeitig in das eigene Leben zu integrieren und auch das eigene Leben als etwas Endliches zu akzeptieren und darum wertzuschätzen.

Um die Geschichte des Sohnes von Nicole Rinder, die sie in diesem Buch so bewegend beschreibt, wusste ich schon durch persönliche Gespräche, wenn auch nicht in dieser Ausführlichkeit, sie ist mir sehr unter die Haut gegangen und trotzdem haben mich auch die positiven und zuversichtlichen Aspekte und Erfahrungen ihrer Trauer sehr berührt.

"Das letzte Fest" ist ein sehr schönes und bewegendes Buch geworden, zu dem man den beiden Autoren nur herzlichst gratulieren kann. Erstaunlicherweise war ich nach dem Lesen in einer sehr heiteren und gelassenen Stimmung und habe spontan ein paar Freunde zum Essen eingeladen, weil ich plötzlich das Gefühl hatte, dringend das Leben feiern zu wollen!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zu den Wurzeln...alles hat ein Ende..., 5. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Dieses Buch ist hochinteressant, aber mit einem hohen "Schwierigkeitsgrad" versehen. Um es zu lesen muss der Leser über den üblichen "Schatten" springen, sich NICHT mit seinem Ende auseinanderzusetzen. Wären mehr dazu in der Lage, gäbe es keine Diskussion über mangelnde Organspenden, nicht geschriebene Patientenverfügungen oder nicht ausgefüllte Vorsorgevollmachten und vieles mehr.

1961 geboren im Bayerischen Wald hatte ich den "Standortvorteil" der etwas langsameren Anpassung an das Gejage nach "größer", "höher", "weiter", "teurer" und was sonst noch die moderne Zeit so prägt. Der Landstrich da unten war und ist teilweise noch von anderem Zusammenhalt geprägt als dies heute landläufig üblich ist. Die Erziehung war hart aber herzlich, der Tod kam im Bayerischen Wald manchmal früh und er gehörte immer dazu. Langsam änderten sich aber auch dort die Gewohnheiten. War es in unseren jungen Jahren noch völlig normal am offenen Grab zu stehen, musste man sich im Jahr 2000 schon schwache Kommentare anhören, "erlaubte" man doch den 10 Enkeln meines Vaters, die jüngste Enkelin mit 8 Jahren, an vorderster Kante am offenen Grab zu stehen. Welch ein "No Go"!!!

Nach mehreren kleinen Schlaganfällen war mein Vater wieder einmal im Krankenhaus. Das Bauchgefühl regte einen Besuch an. Der Bauch wusste es. Der Doktor sagte zu meiner Mutter, er komme am Montag wieder heim...hätte ich meinem Bauch geglaubt, wäre ich nicht ins Fussballstadion gefahren um bei der Heimfahrt angerufen zu werden dass der Vater gestorben ist. Das sollte nie wieder passieren. Seither gebe ich eigentlich immer meinem Bauchgefühl nach.

Die Mutter starb dann 11 Jahre später. Unter ganz anderen Vorzeichen. Sie war glücklich und mit sich im Reinen. Da weit weg, nutzte ich sehr oft die Zeit mit ihr zu telefonieren, im letzten halben Jahr ging es oft um den letzten guten Freund. Den Tod. Als er dann kam, hatte sie ein Lächeln auf dem Gesicht. Wie auch ihre Zwillingsschwester schon viele Jahre vor ihr. Das Lächeln meiner Tante im Sterben war so beeindruckend dass es meine Mutter sogar mehrfach fotografiert hatte.

Was hat das mit diesem Buch zu tun? Es stimmt einfach was da drin steht. Beruflich viel mit bodenständigen Bürgern in Kontakt, über 25 Jahre gewachsene Kontakte, immer wieder stellt man fest, dass bei einem Todesfall derjenige "am besten rauskommt" der sich frühzeitig Gedanken daran gemacht hat, dass alles auch mal ein irdisches Ende hat. Deren eigenes Leben war sehr viel entspannter. Und nach dem Todesfall üblicherweise auch das Leben der Zurückgebliebenen. Und weil man sich kennt und sich womöglich gleichlaufende Gedanken gemacht hat ist es auch ein leichtes, bei der Bäuerin auf der Hausbank zu sitzen und mit ihr über ihren gerade verstorbenen Bauern zu reden...

Das Kernthema des "Abschiedsnehmens" kann ich für mich persönlich wie auch für meine Kinder als extrem wichtig nur unterstreichen. Oma und Opa sind immer noch präsent - und zwar in einer absolut fröhlichen Art und Weise.

Das Buch sollten möglichst viele Leute lesen. Wer das Buch versteht hat gute Chancen "runter zu kommen". Nicht die jährlichen 14 Tage DomRep oder der sechser BMW sind wichtig.

Wichtig sind ganz andere Sachen - man muss es nur erkennen.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung das Buch zu lesen. Und selbst als sog. gestandenes Mannsbild habe ich es nicht ohne Emotionen lesen können. Das Buch geht teilweise sehr nahe, hat bei mir aber "nur" das bestätigt was ich von meinen Eltern ohnehin mit auf den Lebensweg bekommen habe.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz anders als erwartet. Kompliment und Danke!, 20. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Aus gegebenem Anlass geschenkt bekommen. Und siehe da: Kein Gelaber, kein Eso-Mist. Sondern übersichtliche Kapitel mit klugen, oft ganz einfachen Erklärungen und Ratschlägen - geschrieben für Menschen, die keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Tod haben (also wir alle), von Menschen, die davon offensichtlich viel verstehen. Kompliment und Danke!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst das Wissen um den Tod macht die Zeit überhaupt erLEBbar., 1. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
„Vom Sterben lernen, heißt leben lernen“ – diesem Satz kann ich nach der Lektüre dieses Buches nur zustimmen. In „DAS LETZTE FEST“ geht es neben den Themen „Trauer“ und „Begleitung“ vor allem auch um das „Leben“, denn erst das Wissen um den Tod macht die Zeit überhaupt erLEBbar.
In einer Zeit in der „Forever Young“ immer erstrebenswerter scheint und der Tod im öffentlichen Bewusstsein immer mehr verdrängt wird, erinnert dieses Buch wieder daran, dass der Tod ein ganz natürlicher Bestandteil des Lebens ist. Man spürt, daß es höchste Zeit für die Entstehung einer neuen, ganzheitlichen Form der Trauerkultur ist, wie sie bei AETAS wohl bereits heute mit sehr viel Engagement, Einfühlungsvermögen und Herzenswärme gelebt wird.
Das gesamte Buch ist auch noch äußerst ansprechend gestaltet: es sticht heraus durch einen sehr ansprechenden Einband, ist klar gegliedert sowie mit wundervollen Bildern versehen. Zudem bietet es dem Leser zahlreiche nützliche Übersichten, Anregungen zu Übungen sowie zahlreiche Anleitungen zu diversen Ritualen.
Die Lektüre des Buches hat mich sehr bewegt UND mir gleichzeitig noch mehr Lust auf das Leben gemacht.
Ich kann es mehr als uneingeschränkt empfehlen und werde es ganz sicher an ausgewählte Menschen, nicht nur zu Weihnachten, verschenken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschied.....auf eine besondere Art, 24. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Dieses Buch ist sehr zu empfehlen, es ist unglaublich berührend, einfühlsam und erklärend geschrieben. Es wird gezeigt wie AETAS arbeitet, wie Trauernde begleitet werden, welche Alternativen es zur herkömmlichen Bestattung gibt, mit welchen Ritualen man lernen kann mit der Trauer besser umzugehen und vor allem dass man die „Trauer“ auch zulassen darf mit all Ihren Emotionen und Tränen. Mir hat auch das Kapitel „Leben“ in vieler Hinsicht die Augen geöffnet, wie wichtig es ist, sich bewusst zu machen, dass unser Leben „endlich“ ist und wir dieses auch entsprechend intensiv mit allen Facetten leben sollten. Vielen Dank für dieses sehr offen und warmherzig geschriebene Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei in einer, 30. September 2012
Von 
Andrea Bräu (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
"Das letzte Fest" - lässt man sich bereits vom Titel berühren, greifen zunächst sämtliche Abwehrmechanismen recht zügig, zumindest ist das bei mir der Fall. Die jeweils erlernten Abwehrstrategien haben einen bisher gut durchs Leben gebracht, so scheint es.
Will man den Worten der Autoren Glauben schenken, so erfährt man immer wieder beharrlich, dass NUR die echte Auseinandersetzung mit dem traurigen Thema Tod, unsere Furcht, Angst, Panik vor selbigem mildern kann. Was ebenso beharrlich bleibt, ist die Trauer selbst, als langer, langer, wohl lebenslanger Prozess, der einen individuellen Umgang erfordert. Verleugnen, Verdrängen, Verschieben, Rationalisieren und wie sie alle heißen, haben schwerwiegende Folgen. Den Mut sich dem zu stellen, wird offenbar belohnt.

Wissen wir doch im Grunde alle, dass ab unserer Zeugung bereits das Altern und somit Todesurteil todsicher mitgeliefert wird. Vielleicht hilft das Ignorieren manchen im Leben, jedoch behaupten die Autoren das Gegenteil: "Trauern lernen heißt leben lernen".
Für Menschen, die noch keinen schweren Verlust erleben mussten, könnte das heißen, darüber zu trauern, dass niemand(!) dem Gevatter Tod letztendlich entgehen wird. Lässt man diesen Gedanken auch im Herzen wirklich zu, muss einen bereits das in eine tiefe Trauer stürzen. Und für den dafür aufgebrachten Mut zur Auseinandersetzung steht: Leben zu lernen. Jeden Tag. Jede Minute. Dankbarkeit und Demut zu lernen. Vor dem Leben. Es zählt jeder Tag.

Ich habe das Buch schon mehrfach verschenkt, unter anderem meinem Onkel, der zu den wenigen Überlebenden gehört, die auch im Jahre 2012 im Nichtbesitz eines Computers sind. Deshalb möchte ich sein tiefgründiges Feedback auf das Buch hier stellvertretend geben.

"Ich habe selektiv und kursiv im "Letzten Fest" gelesen. Beeindruckt bin ich zweifellos. Vom Inhalt wie von der Struktur. Wen lässt unser aller Finale schon kalt ...?
Gleichwohl sind meine Gedanken teilweise andere. Nüchterner? Klarer? Verdrängender? Was und wie auch immer. Die hier schriftlich zu formulierenden Überlegungen bleiben verkürzt. Zu viele Facetten verlangen Berücksichtigung. Es geht mir keineswegs nur um eine dialektische Aufnahme bzw. Bearbeitung der Thematik! Sind mir Emotionen doch recht vertraut. Und die Auflösung jener Mixtur (rational vs. irrational) liegt mir am Herzen. Das aber wird wohl allein meine Aufgabe sein und bleiben.
Einiges bzgl. Begrifflichkeiten - Abschied, Trauer, Fest, Würde u.a. schwirrt in meinem Kopfe herum. Beneidenswert, wer die Konklusionen realisieren kann. Ich mache mich (weiter) auf den Weg. Das Buch (ich nehme es immer wieder zur Hand) als Impulsgeber. Denn ganz klar, beschäftigt mich "das alles" ebenfalls. Ein jeder hat seine Art im Umgang mit ontologischen Fragen. Der Tod bildet den vermeintlichen Endpunkt des Seins. Auf MEINE nachhaltige Katharsis will ich zumindest hoffen.
Das Buch wird vielen Menschen ganz sicher eine Unterstützung, eine Hilfe, ein Trost sein! Weil die Konfusion im konkreten Fall wohl gewaltig ist. Die Autoren haben meine Bewunderung für ihr Engagement! Es gibt doch nichts Wichtigeres, als Menschen von Herzen beizustehen."
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5.0 von 5 Sternen Fröhlich und Frisch!, 3. November 2012
Von 
Doris Iding "Redaktionsbüro Iding" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer (Broschiert)
Farbenfröhlich, zuversichtlich und hoffnungsvoll. Dieses Buch ist anderes als viele Bücher, bei denen es um's Trauern geht. Ein kurzer Einblick in die Biografie der beiden Autoren verdeutlicht, dass sie Sterbenden und Trauernden vom ganzen Herzen einen neuen Blick auf das so tabubesetzte Thema vermitteln wollen. Frisch und feinfühlig zugleich vermitteln sie das Abschiednehmen vom Leben, von Geschwistern, kleinen Kindern und Nahestehenden. Tiefgründige und leicht auszuführende Übungen und hilfreiche Rituale machen es Betroffenen leichter, sich mit der Endlichkeit auseinanderzusetzen. Dieses Buch rüttelt auf zutiefst empathische Weise auf, auch auf die Momente in Verlauf eines Sterbe- und Trauerprozesses zu achten, auf die man oft im Trubel des Geschehens vielleicht gar nicht achten würde, wie zum Beispiel die letzten Sekunden im Leben. Ein praktisches und auf Achtsamkeit bedachtest Buch, das man auch dann lesen kann, wenn man selbst noch nicht unmittelbar vom Tod betroffen ist. Darüber hinaus enthält es natürlich auch liebevoll vorgestellte Ideen und Anregungen, wie man das letzte Fest" aktiv mitgestalten kann. Ein erfrischendes und zugleich innovatives Buch, dass längst überfällig ist in einer In einer Gesellschaft, die in Glaubens-und Wertvorstellungen vielfältiger geworden sind und viele Menschen den bewussten Abschied nicht mehr nur noch farblos und schwarz begehen möchten.
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Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer
Das letzte Fest - Neue Wege und heilsame Rituale in der Zeit der Trauer von Florian Rauch (Broschiert - 3. September 2012)
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