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Es handelt sich bei dem vorliegenden Text wohl um eine Teilübersetzung der persischen Variante - ein arabisches Original gibt es offenbar auch. Dennoch ist auch dieser Text für jene empfehlenswert, die genug über die exoterische Seite des Islams wissen, und eine fundierte Darstellung seiner esoterischen Prinzipien suchen. Al Ghasali gilt nämlich als jener Gelehrte und Mystiker, der den "othodoxen", also exoterischen, Islam mit seinem mystischen inneren Strom, dem Sufismus versöhnt hat. Im "Elixier" gelingt dies Al Ghasali, indem er auf ganz einfache Bilder zurückgreifend eine spirituelle Anthropologie des Menschen entwirft, und zwar so, dass ihm auch Nichteingeweihte durchaus folgen können. In seinen Bildern: der Mensch habe in sich einen Engel (seinen von Gott "eingehauchten" Wesensteil), einen Teufel (die Bosheit), einen Hund (seine Aggressionen) und ein Schwein (die Begierde) in sich. Ziel allen menschlichen Lebens sei es, Teufel, Hund und Schwein zu zähmen, damit im eigenen Selbst der gottgehorsame, engelsgleiche Teil die Oberhand gewinne. Anders sei im Leben kein Sinn zu finden und im Jenseits keine Rettung. Dann schöpft Al Ghasali ein weiteres Bild, nämlich jenes eines wohlgeordneten Staatswesens, in dem das Herz, der Geist, regiere, die Vernunft - der Wesir - den König gut berate, der Steuereintreiber (die Begierde) das Leben schön mache und die Polizei (das menschliche Potenzial der Aggression) das Unrechte unterbinde und den Staat verteidige...
Das Ausgeführte zeigt, dass Al Ghasalis spirituell fundiertes Menschenbild, die der inneren Wahrheit des Islam angehört, sich in völliger Übereinstimmung mit den innersten Lehren aller authentischen Religionen befindet - selbst die Wahl der Bilder Teufel, Schwein und Hund, erinnert sehr an die buddhistischen Allegorien der "drei Geistesgifte" Hahn, Schlange und Schwein (die dort für Gier, Hass und Verblendung stehen). Mir hat das Buch den Islam noch einmal näher gebracht und mich mit Dankbarkeit für seine tiefe Weisheit erfüllt - zu der es eben, im Bilde des wohlgeordneten Staates, auch gehört, die Kräfte der Seele zu hegen, zu pflegen und zu harmonisieren, und nicht etwa zu unterdrücken oder zu verneinen. Das ist, so Al Ghasali, der wahre Sufismus, das Ziel des Islam.
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