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63 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. April 2002
von den Uebersetzungen, die ich bis heute gelesen habe, ist die von Genzmer die schoenste - die beste darf ich ja nicht sagen, da ich nicht in der Lage bin, das Original zu lesen.
Dennoch: die Uebersetzung ist ein Kunstwerk fuer sich, da Genzmer u.a. meisterhaft gelingt, Alliterationen und Keningar in unsere Sprache zu uebertragen und damit nicht nur Inhalt, sondern auch altnordische Dichtkunst wiederzugeben.
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2008
Ich habe mir diese Liederedda aus einer Fülle von Angeboten ausgesucht, weil sie mir mit den Fußnoten, Erklärungen und Glossar recht hilfreich erschien. Leider musste ich recht schnell feststellen, dass ich diese Edda nicht im Unterricht gebrauchen konnte, da die Angaben meiner Dozenten nie mit meinen eigenen übereinstimmten. Und jetzt, inmitten einer wissenschaftlichen Arbeit, die sich hauptsächlich auf die Liederedda stützt, muss ich wieder feststellen, dass hier alles ohne Querverweise wild durcheinandergewürfelt wird, "zum besseren Verständnis". Für Interessierte auf nicht wissenschaftlicher Ebene ist das in Ordnung und auch vielleicht sogar sinnvoll. Will man aber mit den Angaben aus Lexika arbeiten und sucht man diese dann in den angegebenen Stellen in dieser Edda, wird man schier wahnsinnig, zumal kaum irgendwo steht, wo man die fehlenden Stellen eingefügt hat.
Erklärungen in den Fußnoten bekommen Pluspunkte und als eine Einführung mit dem Hintergrundwissen, dass es sich hier um einen anderen Aufbau handelt, ist diese Edda auch in Ordnung. Allen anderen, die sich wissenschaftlich damit beschäftigen wollen, kann ich nur abraten.
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67 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 1999
Die "Edda" enthält Dichtungen, die vorwiegend im 13. Jahrhundert in Island niedergeschrieben worden sind. Sie umfaßt dabei den gesamten Kosmos altnordischen Glaubens und Dichtens. Sie ist zugleich Götterkunde und Heldenepos. Aber sie ist auch Spruchweisheit, Sittengedicht und Zauberlied und nicht zuletzt Vision von großer poetischer Kraft. Mithin ist sie wohl auch wichtigste Quelle für die altnordische Vorstellungswelt. Wer sich der Lektüre der "Edda" widmet, der wird viel über sein (unser) germanisches Erbe herausfinden. Und sicherlich wird er oft auch erstaunt sein, wie viel davon noch heute in unserer Vorstellungswelt unbemerkt erhalten geblieben ist. Daneben zeigt die "Edda" auch, daß die Germanen vor ihrer Christianisierung eben gerade keine Wilden waren, sondern über ein reichhaltiges Geistesleben mit hohen sittlichen Normen verfügten. "Die Edda" ist ebenso lesenswert für jeden geschichtlich interessierten, wie auch für jeden der sich für die (außer-christlichen) Wurzeln unserer Kultur interessiert. Überdies gibt sie in der vorliegenden Übersetzung viel von der Atmosphäre der altnordischen Dichtung wieder. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2006
Die einzige originalgetreue und dennoch für unser modernes Empfinden gut lesbare Übersetzung der Götter- und Heldenlieder der älteren, sog. "Saemunds"-Edda. Felix Genzmer gelingt es, die Eigenheiten der altgemanischen Dichtung (Stabreim und Langzeile - Besonderheiten, die die lateinisch geprägte Dichtung nicht kennt)weitestgehend beizubehalten und sie dennoch dem heutigen Formempfinden anzupassen. Zusammen mit der Prosa-Edda des Snorri Sturluson (Reclam UB 782) ist diese Gedichtsammlung die einzige erhaltene Quelle der germanischen Mythologie, eine Art Altes Testament der Germanen. Beide Bücher sollten immer zusammen gelesen werden und als Quelle des germanischen Altertums stärker beachtet werden.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2004
Diese Edda versprüt ihren Charme schon nach den ersten Gedichten, das lesen ist eine Freude und die zahlreichen Kommentare zu jedem Gedicht (in Fußnotenform) helfen beim Verständnis inhaltlicher oder sprachlicher Schwierigkeiten. Jedes Gedicht erhält eine Einleitung in Prosaform, die inhaltliche und linguistische Fragen abdeckt. Desweiteren hat mir die Reihenfolge, in die die Gedichte gebracht worden sind sehr gefallen, obwohl sie von einer üblicheren Reihenfolge abweicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 2010
Stellenweise gab es Hintergrundinformationen zu Entstehung und weiteren Entwicklung der Schriftstücke im geschichtlichen Verlauf.
Durch die Übersetzung reimen sich die Verse oft nicht mehr gut aber der Rhythmus ist gut erhalten. Es werden hauptsächlich Stabreime verwendet. Teilweise werden fremd wirkende Wörter verwendet, welche aber meistens am Ende des jeweiligen Textes erläutert werden oder im Glossar nachgeschlagen werden können.

Das Aussehen des Buches ist sehr schön.

Die "zahlreichen Schmuckabbildungen" sind nicht so zahlreich und ansprechend wie man anhand der Beschreibung erwarten könnte. Sie sind eigentlich nicht der Rede wert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Januar 2012
... und noch sehr viel mehr.

Zum Inhalt: Den durchwachsenen Inhalt des Buches beschreibt am besten ein Zitat aus dem Vorwort: "Mit dem Begriff Edda verbindet man oft die Vorstellung von Dichtungen, die in eine graue germanische Vorzeit zurückreichen, von urtümlichen Heldenliedern, alten germanischen Mythen oder von geheimnisvollem Wissen. Solche Vorstellungen führen jedoch in die Irre. Zunächst muss man die Edda-Lieder als Schöpfung des Hochmittelalters betrachten, und erst in zweiter Linie kann man untersuchen, wieweit ihre Stoffe oder ihre Form oder auch ihre geistige Haltung weiter zurückreichen und Vorstellungen viel früherer Epochen wiedergeben." (S.10)
Vielen der nebulös bekannten, zum Teil von der Comic und Filmindustrie "verwursteten"Gestalten begegnet der Leser in diesem Buch in ürsprünglichster, kantiger, ungeschliffener Form wieder. Sei es nun dem mächtigen Thor, dem Kriegsgott Odin, der schönen Freyja oder der Midgardschlange, der Verkörperung des die Erde umschlingenden Weltmeeres. Er wird an Orte mitgenommen mit klingenden Namen wie dem vom Fluß Thund umströmten Walhall, wandelt auf der Himmelsbrücke Bilröst und lernt den Fenriswolf kennen dessen Schicksal es ist Odin beim Ragnarök zu töten.
Man darf sich allerdings keinen Walt-Disney-ähnlichen Weichspül-Roman erwarten. In den einzelnen Heldenliedern, Epen und Gesängen wird in ursprünglichster Dichtform eine kernige Handlung entwickelt die mit Heldenblut und Opfern nicht geizt. Heroische Schlachten, finstere Intrigen und hinterhältiger Verrat finden ebenso ihren Platz wie aufopfernde Liebe und selbstloser Mut.

Zum Buch: Ein solide gebundener Buchblock mit ansprechend gestaltetem und robust verarbeitetem Umschlag. Die Papierqualität ist sehr gut.

Fazit: Äußerst interessante, vielschichtige Lektüre, die sich dank der Kommentare und Erklärungen im Buch dem Leser sehr gut erschließt. Sowohl die Form als auch die Sprache sind gewöhnungsbedürftig, aber wer sich darauf einlässt, erlebt ein einmaliges und tiefgründiges Lesevergnügen mit vielen bunten Facetten der nordischen Dichtkunst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Februar 2012
An alle die es nicht wissen, es handelt sich nicht um die Göttergeschichten in Romanform!

Diese Edda wurde wie wohl das original in Lied und Dichtform geschrieben bzw. übersetzt, wesewegen sich mit großer Sicherheit auch Fehler eingeschlichen haben, alles in allem ist die Edda jedoch ihr Geld wert und auch der Blick, darin empfiehlt sich immer wieder :)

Bereue den Kauf nicht und kann sie ruhigen Gewissens weiterempfehlen!
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am 24. Juni 2015
Ich kann kein Original-Altisländisch lesen und die Übersetzung wird hoch gelobt, auch beim Lesen als Nichtwissender bleibt die Leistung spürbar, deshalb fällt es schwer, diese Ausgabe der Edda zu bewerten.
Ich gebe dieser Ausgabe trotzdem nur drei Sterne, da dieses historische Werk kein einfaches Lesevergnügen ist. Es entspricht in etwa dem Niveau, als würde man das Nibelungenlied oder Homers Odysee lesen. Die Edda besteht ausschließlich aus Gedichten und in vielen beginnt jede Strophe mit einem fast identischen Refrain, was sicher leicht vorzutragen war, aber beim Lesen Langeweile verursacht.
Das Fazit meiner Rezension soll heißen: Wer die Edda lesen will, ist mit diesem Werk sicher gut bedient. Wer Fakten über die germanische Götterwelt oder unterhaltsame Götter-/Heldensagen lesen will, sollte nicht zu dieser originalgetreuen Edda-Übersetzung greifen, sondern zu einem Sachbuch oder einer unterhaltsamer aufbereiteten Sagensammlung.
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am 23. August 2009
Auch, wenn die Komplexität der Götter- und Sagenwelt es einem nicht leicht macht, so hilft dieses gut kommentierte Buch sich gut zurecht zu finden. Ich würde empfehlen jedenfalls die Germanischen Götter- und Heldensagen Germanische Götter- und Heldensagen vorher zu lesen, es macht die Sache verständlicher. Beides zusammen ist dann eine sehr gute Grundlage sich in der Welt der Germanen zurecht zu finden.
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