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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Breathe ist auf jeden Fall eine Pflichtlektüre für Dystopie-Fans.
Sarah Crossan kann mich mit ihrem Roman Breathe - Gefangen unter Glas von Anfang an in ihren Bann ziehen. Mit ihrem einfachen und direkten Schreibstil, ihrem in Breathe verwendeten Setting und den liebevoll gestalteten Charakteren weiß sie, wie man gekonnt eine Geschichte beginnt und den Leser fesselt.

Am Anfang lernt man die drei Hauptcharaktere Alina,...
Vor 17 Monaten von P. Aschermann veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Every breathe you take...
Die Menschen leben seit dem großen Switch, bei dem 99,5% der Erdbevölkerung
zu Tode kamen, unter riesigen Glaskuppeln mit Sauerstoffeinspeisung.

Bea und Quinn sind Bewohner dieser Kuppel. Bea ist eine Second und Quinn ist ein Premium, was ihm mehrere Vorteile verschafft, beispielsweise sportliche
Aktivitäten, denn dafür braucht...
Vor 10 Monaten von Kaddi Kattubi veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Breathe ist auf jeden Fall eine Pflichtlektüre für Dystopie-Fans., 9. März 2013
Von 
P. Aschermann "Philips Welt" (Hildesheim, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sarah Crossan kann mich mit ihrem Roman Breathe - Gefangen unter Glas von Anfang an in ihren Bann ziehen. Mit ihrem einfachen und direkten Schreibstil, ihrem in Breathe verwendeten Setting und den liebevoll gestalteten Charakteren weiß sie, wie man gekonnt eine Geschichte beginnt und den Leser fesselt.

Am Anfang lernt man die drei Hauptcharaktere Alina, Bea und Quinn kennen, welche jeweils einer anderen Gesellschaftsschicht angehören und mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Dabei kann die gewählte Ich-Perspektive überzeugen, wodurch die Charaktere deutlich realistischer wirken und Sympathien für sich gewinnen können.

Alina gehört den Rebellen an und muss, gezwungen durch einen Diebstahl von Setzlingen, welche sie den Rebellen zur Aufzucht neuer Bäume außerhalb der Kuppel zukommen lassen will, gezwungenermaßen aus der Kuppel fliehen.

Bea gehört den Seconds an, welche die Unterschicht der Gesellschaft der Kuppel darstellt. Sie hat mit starken Einschränkungen aus mangelnen Geldmitteln zu kämpfen, wodurch sie nur begrenzte Mengen Sauerstoff zum Atmen zur Verfügung hat. Durch ihre Freunschaft zu dem Premium Quinn kommt sie dennoch zu einigen Vorteilen, wodurch sie u.a. mit ihm zu einem Campingausflug die Kuppel verlassen kann.

Quinn gehört der Oberschicht, den sogenannten Premiums, an, welche allerlei Privilegien und jede Menge Geld und damit Sauerstoff zur Verfügung haben. Aus diesem Grund kann er Bea auf einen Campingausflug einladen und ihr Sauerstoffrationen schenken.

Aus einem Zufall heraus lernen Quinn und Bea die Rebellin Alina kennen, wodurch die Geschichte ihren Lauf nimmt und die Beiden die Intrigen und die Korruption innerhalb der Kuppel kennenlernen...

Sarah Crossan hat jeden der drei Hauptcharaktere sehr unterschiedlich gestaltet. Zwar sind sie allesamt sehr sympathisch doch ist mir der etwas zu jugendlich gehaltene Sprachstil und die sehr ausschweifende Gefühlsduselei vor allem von Bea negativ aufgefallen, da dies an vielen Stellen zu übertrieben ist. So beschäftigen sich vereinzelte Kapitel von Bea nur mit ihrem inneren Konflikt und der Frage, ob Quinn sie nun mag oder nicht und was sie tun kann, dass er sie mehr mag und letztendlich doch nichts ändert. Diese Kapitel kamen mir irgendwie überflüssig vor, da sie auch zur Story nichts beigetragen haben.

"Menschen sind nun mal so, wie sie sind. Vor allem habgierig. Deshalb konnt's auch nie so was wie Gleichheit gebn" - Seite 227

Gut gefallen hat mir hingegen die sehr realistische Story, welche eine durchaus plausible Zukunftsvision offenbart, in welcher die Gesellschaft nach wie vor stark gespalten ist und große Unterschiede zwischen arm und reich existieren und die Welt aufgrund der Eingriffe des Menschen in die Natur nahezu vollständig zerstört wurde und dieser Zustand aufgrund von kapitalistischen Gründen und der Profitgier einiger wenigee Individuen beibehalten werden soll. Da möchte man glatt das heutige System hinterfragen und sich stärker für den Naturschutz stark machen, damit es gar nicht erst so weit kommt!
Darüber hinaus mochte ich die Erzählweise, welche die Geschichte, welche insgesamt in fünft Teile gegliedert ist, aus den unterschiedlichen Perspektiven von Bea, Quinn und Alina erzählt wodurch man ihre Gefühle zueinander und ihre Erlebnisse besser nachvollziehen und verfolgen kann.

Insgesamt ist Breathe - Gefangen unter Glas eine wirklich packende Geschichte, welche sich im Hinblick auf Spannung und Dramatik von Seite zu Seite steigert und in einem tollen Finale, welches auf eine Fortsetzung hoffen lässt, gipfelt. Die vielen kurzen Kapitel, der tolle Sprach- und Schreibstil und die Sprünge in der Erzählung haben mich, trotz ein paar kleinerer Schwächen, regelrecht in ihren Bann gezogen.
Zusätzlich macht das Buch dank des wirklich sehr ansehnlichen Covers auch im Bücherregal eine tolle Figur.

Fazit:
Sarah Crossan hat mit Breathe - Gefangen unter Glas eine wirklich toll erzählte Geschichte geschrieben, welche mit starken Charakteren, einer tollen und spannenden Story und einer Gesellschafts- und Systemkritik trotz kleinerer Schwächen sehr zu überzeugen weiß. Ich bin sehr begeistert und hoffe auf eine Fortsetzung.

Breathe ist auf jeden Fall eine Pflichtlektüre für Dystopie-Fans.

Anmerkung:
Im Herbst erscheint der zweite Teil welcher den Titel "Breathe - Flucht nach Sequoia: Roman" tragen wird. Unbedingt vormerken!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Breathe - Gefangen unter Glas - Rezension © by Michèle Seifert (Elchi's World of Books), 24. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung:

„Breathe – Gefangen unter Glas“ von Sarah Crossan ist der erste Band und ein grandioser Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie. In spannungsgeladener Action entführt uns die Autorin in eine Welt ohne ausreichend Sauerstoff, die für mich in diesen Ausmaßen undenkbar wäre und konfrontiert uns mit den wichtigen Themen des „Umweltschutzes“ und den „Erhalt natürlicher Ressourcen“.

Da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, ist der Schreibstil locker und leicht verständlich zudem ist er dem jugendlichen Slang angepasst. Die Erzählperspektive wird abwechselnd aus der Sicht des jeweiligen Hauptprotagonisten in der Form des Ich-Erzählers geschildert. Durch diese Sichtweise bekommen wir als Leser die Gedanken der erzählenden Person aus nächster Nähe mit und können uns leichter mit ihm / ihr identifizieren. Die einzelnen Erzählabschnitte der betreffenden Personen sind dabei relativ kurz. Dieser ständige Wechsel verleiht der Geschichte einen ungeheuren Ausdruck an Dynamik und steigert die Spannung ungemein. Im Allgemeinen wurde die Geschichte im ersten Band in fünf Teile untergliedert.

Zum Aufbau der Handlung ist es so, dass wir als Leser uns gleich mitten im Geschehen befinden und direkt in die Geschichte hineingeworfen werden. Hierzu ein Zitat und gleichzeitig der erste Satz, der mich sofort gefesselt hat. „Atmen ist ein Grundrecht, kein Privileg.“ (Seite 11). Wir befinden uns direkt bei der Straftat der Rebellin Alina, wie sie im Biotop der Kuppel Pflanzensetzlinge stiehlt, um diese außerhalb der Kuppel im Ödland bei dem Versteck der Rebellen im Rebellenhain neu anzupflanzen um neues Leben zu erschaffen. Anschließend lernen wir das Leben innerhalb der Glaskuppel aus 2 unterschiedlichen Sichten kennen. Einmal aus der Sicht der Hauptprotagonistin Bea, einer Second und dann aus der Sicht des Hauptprotagonisten Quinn, ein Premiumbürger. Wir erfahren, dass es zwei Gesellschaftsschichten gibt. Die Premiums stellen die obere Schicht der reichen und privilegierten Bewohner der Kuppel dar. Sie können sich zusätzlichen „besseren“ Sauerstoff leisten, dadurch auch Sport treiben und echte im Boden gewachsene Nahrungsmittel kaufen. Die Seconds hingegen stellen die Unterschicht der Arbeiterklasse dar. Ihr Sauerstoffverbrauch wird genauestens bemessen, so dass sie es sich nicht leisten können Gäste nach Hause einzuladen oder ihre Babys normal durch die Wohnung krabbeln zu lassen (sie müssen angebunden werden), da dies ein erhöhter Sauerstoffverbrauch bedeuten würde auf diesen eine Sauerstoff-Steuernachzahlung aufgerechnet wird. Auch sind sie gezwungen sich von synthetischem mit Vitaminen angereichertem Brot und Joghurt aus künstlichen Früchten zu ernähren.

Nach und nach erfahren wir im Verlauf der Handlung wie es zu diesem heutigen Leben kam. Durch die Zerstörung der Natur durch die Menschen, die unüberlegt zahlreiche Bäume und Pflanzen gerodet haben, sank der Sauerstoffgehalt der Luft auf 4 % und die Weltbevölkerung hat sich nach diesem Switch um 99,5 % vermindert. Das Überleben der restlichen 0,5 % konnte nur mittels Sauerstoffmasken mit Sauerstoffflaschen gesichert werden, solange bis die Kuppel erbaut wurde. Seitdem spielt sich das Leben in der Kuppel ab und wird durch geheime Intrigen des Ministeriums so dargestellt, dass ein Leben außerhalb der Kuppel ohne Sauerstoffgeräte nicht möglich sei.

Die Spannung erlebt ab und an eine kleine Steigerung durch unvorhersehbare Wendungen der Geschehnisse und den auftretenden sich von selbst klärenden Intrigen, die einem beim Lesen nach und nach wie Schuppen vor die Augen fallen und einen zutiefst empören. Man fragt sich wie jemand so etwas hundsgemeines überhaupt verantworten kann...

Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Sarah Crossan das Leben in der Kuppel und das umstehende Ödland, so dass man sich mit Leichtigkeit ein eigenes Bild davon erstellen kann. Auch die Charaktere sind vielseitig und jeder für sich ist sehr facettenreich gestaltet. So haben wir Quinn, den Hauptprotagonisten, Sohn eines ranghohen „Breathe“-Direktors mit ungeheurer Macht auf die Gesellschaft. Er ist ein sympathischer Kerl, der bisher unbeschwert sein Leben genießen konnte und seinem Vater unbedingt beweisen möchte, dass er etwas aus eigener Kraft erreichen kann. Bea hingegen ist als Second in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen und hatte es nie leicht im Leben. Sie ist liebenswert, intelligent und sehr aufgeweckt. Ihre Stärke liegt in ihrem Mut und der Zuversicht in den Menschen etwas Gutes zu sehen und es durch ihre liebevolle Art und große Geduld zum Vorschein zu bringen. Sie ist seit Jahren in Quinn verliebt, ihren besten Freund, dieser sie jedoch nur als beste Freundin auf dem Schirm hat, sie dafür aber völlig gleichwertig behandelt und sich nicht wie etwas Besseres aufführt. Alina scheint zu Beginn ein wenig zwielichtig zu sein. Sie wirkt kühl und berechnend und hat nur eine Mission – sie kämpft für ein neues Leben außerhalb der Kuppel. Nach und nach scheint ihre äußere harte Fassade aber zu bröckeln und auch bei ihr kommen tiefe innere Gefühle zum Vorschein, weshalb sie ein ganz besonderer Charakter der Geschichte ist.

Aber was passiert eigentlich in der Geschichte? Quinn und Bea haben einen gemeinsamen Ausflug ins Ödland geplant, wobei Alina wie aus dem Nichts auftaucht und sich geschickt bei Quinn einschleimt, wodurch Quinn und Bea Alina an der Grenzüberwachung helfen aus der Kuppel zu entkommen. Nun erfahren sie die Wahrheit über Alina, dass sie für die Rebellen arbeitet und dass das Leben in der Kuppel alles nur Lug und Betrug ist. Eine spannungsgeladene, abenteuerliche Reise mit vielen lauernden Gefahren und so manch unangenehmen Wahrheiten beginnt. Da ich euch an dieser Stelle aber nicht zu viel vornweg nehmen möchte, belasse ich es bei dieser Aussage, da ich euch sonst um so manch spannende Momente bringen müsste, was ich natürlich nicht möchte…

Ich kann nur sagen, dass mir das Ende des ersten Bandes sehr gut gefallen hat, da dieser nochmal eine kleine Wendung in sich beinhaltet, es keine fiesen Cliffhanger gibt, da das Ende relativ offen gehalten wurde, aber dennoch auf einen Folgeband vermuten lässt.

Der Titel „Breathe – Gefangen unter Glas“ passt hervorragend zur Geschichte und spiegelt sich in ihr eindeutig wieder. Auch die Covergestaltung ist treffend gewählt. Es ist in zwei Hälften aufgeteilt, diese das Leben in und außerhalb der Kuppel präsentieren. Auf der einen Seite sehen wir einen jungen Mann (womöglich Quinn, als Premiumbürger), der in dem gelblichen künstlichen Licht innerhalb der Kuppel steht und auf der anderen Seite außerhalb der Kuppel steht ein junges Mädchen (womöglich Alina, die Rebellin) in natürlichem bläulichem Licht und es fällt Schnee. Ganz zart zu erkennen ist, wie kleine Atemwölkchen vor ihrem Mund in die Luft aufsteigen. Auch die Buchstaben der Hauptüberschrift des Titels „Breathe“ wirken durch die spezielle Darstellung direkt kühl und abweisend, da sie wie große Eisblöcke dastehen, von denen eine ungeheure Kälte ausgeht.

Fazit:

Ein Buch das an seine Leser appelliert sich Gedanken über unser Verhalten und unserer Beziehung zur Natur und ihrer wertvollen Ressourcen zu machen, liebevoll verpackt in einem spannungsgeladenen ersten Band, der den grandiosen Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie darstellt.

© by Michèle Seifert (Elchi's World of Books)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für jeden was dabei, 2. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zur Aufmachung:
Ich finde das Cover des Buches irgendwie unpassend. Die geteilte Hintergrundfarbe passt ja, die eine Farbe signalisiert die Kuppel und die andere die Außenwelt, aber wieso sind auf dem Cover ein Junge und ein Mädchen abgebildet? Ich finde dieses Cover stiftet Verwirrung. Denn in dem Buch geht es um 3 Personen, nicht nur um 2 und es steht auch keine Liebsschnulze im Vordergrund der Geschichte, wie zumindest mich das Cover vermuten ließ.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir eigentlich von der ersten Seite an recht gut gefallen. Das Buch ist locker geschrieben und lässt sich recht zugig lesen. Ich würde den Schreibstil mal als einen typischen Jugendfantasy-Schreibstil zuordnen. Sehr schön zu lesen, jedoch auch nichts besonderes, was in Erinnerung bleibt.

Die Charaktere haben mich sehr überrascht. Sie sind sehr komplex aufgebaut und ihre Entscheidungen sind unvorhersehbar. Somit wurde das Buch spannender, da du nie wusstest, was als nächstes passiert.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Bea, Alina und Quinn, aus deren Sicht das Buch auch geschrieben ist. Die Sicht wechselt Kapitelweise zwischen den drei Hauptcharakteren, was ich sehr gelungen finde, da 3 eine wirklich optimale Zahl für einen solchen Wechsel ist. Mehr Sichten ist doch oft schon verwirrend und 2 Sichten sind immer recht ähnlich oder handeln oft nur von Liebe. Mit 3 finde ich hat die Autorin die perfekte Zahl erwischt.
Wer einen der Charaktere nicht so mag oder er ihm nicht zusagt hat noch 2/3 des Buches, der ihm trotzdem gefallen könnte und das ist immerhin schon mehr als die Hälfte. Unter den 3 Charakteren müsste eigentlich für jeden einer dabei sein, der ihm zusagt, wenn nicht gibt es auch noch sehr unterschiedliche Nebencharaktere, die jeder für sich ein schönes Individuum sind.

Die Hauptcharaktere haben jeder einen anderen Grund für ihr Handeln, was das ganze abwechslungsreich macht. Auch von den Charaktereigenschaften gibt es kaum eine Person, die der anderen ähnelt. Und das unter eines solch großen Charaktervielfalt wie in diesem Buch ist wirklich beeindruckend.

Bea ist mehr der ruhige und überdachte Typ, Quinn der wild impulsiv handelnde und Alina die zielgerichtete. Zusammen ergibt das wirklich ein schönes Trio.
Alle drei sind sehr komplex und entwickeln sich innerhalb des Buchs weiter. Ich finde gerade die Entwicklungen, die Alina in dem Buch hinlegt sehr schön beschrieben und verständlich. Zunächst ist sie ein recht verschlossener Charakter.
Ich finde alle Charaktere sehr schön umgesetzt und verständlich. Jeder Charakter hat berechtigte Gründe so zu handeln, wie er es tut.

Die Handlung fand ich auch sehr gelungen. Das "Kuppel-Prinzip" ist zwar recht weit verbreitet, also dass Menschen abgeschottet unter einer Kuppel wohnen, doch ich finde im Zusammenhang mit dem Luftmangel außerhalb der Kuppel die Sache wirklich gruselig. Die Menschen leben zwar, aber sie sind Gefangene. Außerhalb der Kuppel gibt es nicht genügend Sauerstoff zum Atmen.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich es sein muss in einer Luftleeren Welt zu leben. Atmen ist für mich etwas Selbstverständliches. Allein der Gedanke, für Luft Geld zu zahlen ist absurd. Deswegen hatte ich anfangs auch Probleme mich richtig in die Situation zu versetzen.
Wenn man sich erst einmal auf diese luftleere Welt eingelassen hat entwickelt das Buch sehr schnell Spannung und eine total eigene Atmosphäre. gerade die beiden Aspekte der Rebellen, die die Welt verbessern wollen und einer zarten Liebe machen das Buch sehr unterhaltsam. Hier ist es auch wieder ein riesiger Vorteil, dass es 3 Hauptcharaktere gibt, denn so fährt sich die Geschichte nie zu sehr in einen Aspekt fest und bleibt abwechslungsreich.

Leider fand ich es etwas schade, dass nicht mehr auf den Hintergrund der Geschichte eingegangen wurde. Wie kam es dazu, dass der Sauerstoffgehalt in der Luft so niedrig wurde? Die Auswahl für die Menschen die in die Kuppel dürfen fand ich da sehr gelungen, weil einfach auch mal etwas auf die Vergangenheit eingegangen wurde.

Fazit:
Eine schöne Geschichte mit toll umgesetzten und durchdachten Charakteren, der es leider etwas an Hintergrund fehlt. In dem Buch ist für jeden was dabei, eine reiche Charaktervielfalt und ganz verschiedenen Aspekte, die die Geschichte beleuchtet. Ob man nun von actionreichen Rebellen oder einer zarten Liebesbeziehung lesen will, dass Buch hat fast alles zu bieten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Dystopie-Fans ein Muss, 7. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Handlung:
Seit dem sogenannten "Switch" ist ein Leben auf der Erde kaum noch möglich. Denn der Sauerstoffgehalt in der Luft ist dramatisch gesunken. Nur durch die Organisation "Breathe" konnten ein paar Menschen überleben, da sie eine Möglichkeit gefunden haben Sauerstoff herzustellen. Die überlebenden Menschen leben seitdem unter einer Kuppel, doch nicht jeder Mensch kann sich den teuren Sauerstoff leisten.
Alina, Quinn und Bea führen ganz unterschiedliche Leben unter der Kuppel. Alina gehört zu den Rebellen, Quinn ist dazu bestimmt eine Führungsrolle einzunehmen und Bea ist ein Mensch zweiter Klasse.
Als Quinn und Bea auf Alina treffen verändert sich deren Leben für immer.

Meine Meinung:
Da ich am liebsten Dystopien lesen, kam ich natürlich nicht darum auch diese hier zu lesen.
Allein der Gedanken, dass es keinen Sauerstoff mehr auf der Erde gibt und man nur noch mit Sauerstoffflaschen die Kuppel verlassen kann, ist beängstigend, aber auch faszinierend, weil das keineswegs aus der Luft gegriffen ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass eines Tages so in Szenario eintrifft.
Sarah Crossan schildert alles so authenthisch und eindrucksvoll und mit einer großen Liebe zum Detail, dass "Breathe" obwohl es eine Dystopie ist, sehr realitätsnah erscheint. Die Umsetzung der Idee ist durchweg gelungen. Dabei verknüpft sie Altbekanntes (wie das Leben unter einer Kuppel) mit neuen Ideen (wie der Sauerstoffmangel), so dass etwas ganz Eigenes entseht.
Als Leser wird man direkt in die Handlung hineingeschmissen und lernt abwechselnd das Leben von Alina, Quinn und Bea kennen, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Dadurch bekommt man ein gutes Gesamtbild des Lebens unter der Kuppel, so dass mit der Einstieg sehr leicht gefallen ist.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt, denn die Handlung ist unvorhersehbar. Immer wieder gab es Wendungen, die mich überrascht und begeistert haben. Dabei entschlüsselt man als Leser Intrigen und Geheimnisse, die gut ausgeklügelt sind.
Natürlich darf hier auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese ist relativ ähnlich, wie in vielen anderen Dystopien, aber da mir die Protagonisten außerordentlich gut gefallen haben, hat mich das nicht weiter gestört.
Die Handlung spitzt sich immer mehr zu und endet in einem tollen Finale, dass an sich abgeschlossen ist, aber den Leser dennoch neugierig auf den zweiten Band macht.

Die Protagonisten:
Alina ist eine zielstrebige Protagonistin, die zuerst sehr rau wirkt. Sie möchte niemanden an sich heran lassen und zwischendurch sehr ungeduldig, aber auch zuverlässig und auf ihre Art sympathisch.
Quinn ist ein sogenannter Premiumbürger. Er darf so viel Sauerstoff verbrauchen, wie er möchte und ihm stehen alle Türen offen ein einfaches Leben zu führen.
Bea ist schon seit Jahren mit Quinn befreundet, aber da sie ein Second ist, ist sie sehr arm und kann sich auch keinen zusätzlichen Sauerstoff leisten. Sollte sie zu viel verbrauchen, müssen ihre Eltern nachzahlen (im Haus wird der Sauerstoffverbrauch gemessen).
Als Quinn und Bea mit Alina in das Ödland gehen (das Land außerhalb der Kuppel) lernen sie eine ganz neue Welt kennen.
Alle drei sind tiefgründig und facettenreich ausgearbeitet, dabei einzigartig und sie haben ihre Fehler. Im Laufe des Buches entwickeln sie sich, sind aber keineswegs perfekt, was sie für mich noch sympatischer macht.
Aber auch die Nebenprotagonisten können überzeugen, denn keiner der Protagonisten war für mich überflüssig und alle haben das Buch bereichert.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch typisch, sehr einfach und locker gehalten. Dabei benutzt Sarah Crossan durchweg Jugendsprache, was dazu führt, dass die Protagonisten authentisch wirken. Durch die detaillierten Beschreibungen, wird die Welt von "Breathe" beim Lesen vor dem inneren Auge lebendig.

Das Buch ist in fünf Abschnitte eingeteilt, die jeweils einen wichtigen Bereich der Handlung abdecken und durch angedeutete Überschriften den Leser neugierig machen.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Quinn, Alina und Bea beschrieben, so dass man tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Protagonisten eintauchen kann und so einen großen Bezug zu ihnen bekommt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ansprechend gestaltet und springt mit der angenehmen Farbwahl direkt ins Auge, dennoch gefällt mir das Originalcover deutlich besser.
Der Titel passt ausgesprochen gut und hat mich direkt neugierig gemacht.

Fazit:
Mit "Breathe" hat Sarah Crossan einen wundervollen Auftakt geschaffen. Ich habe das Buch aufgrund der tollen Protagonisten, einer beängstigenden und fesselnden Handlung, die ein hohes Maß an Authentizität zeigt, verschlungen und konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Dystopie mit einem Ausblick auf eine mögliche Zukunft, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Breathe - Gefangen unter Glas" ist der Roman, in dem der Leser drei vollkommen verschiedene Charaktere kennenlernt. Alle drei leben sie in einer Welt, die sie selbst - die einen mehr, die anderen weniger - als Zumutung empfinden. Sie leben unter einer Glaskuppel, denn es gibt keinen Sauerstoff mehr. Schuld daran ist das Aussterben der Pflanzen und Bäume.
Das erschreckende für den Leser an diesem Roman ist die Möglichkeit, dass diese Dystopie irgendwann mal wahr werden könnte. Denn wir leben in einer Welt, die immer mehr die Ozonschicht beschädigt und in der unsere Umwelt immer extremer verschmutzt wird.
Sarah Crossan konnte mich mit ihrem Schreibstil direkt in die Welt "Breathe" entführen. Sie schreibt sehr offen und ehrlich. Die Handlungen sind mit Spannung gespickt. Der Leser kann also gar nicht anders als mitzufiebern.
Alina ist unheimlich sympathisch. Sie macht immer das was sie für richtig hält, ganz egal was richtig ist. Und sie rebelliert gegen die Welt, von der die Menschheit so abhängig ist. Und doch hat sie das dunkle Geheimnis herausgefunden - und dieses gibt ihr noch einen weiteren Grund gegen die Obersten von "Breathe" zu rebellieren.
Quinn wirkt zu Beginn eher wie der hochnäsige Junge von nebenan. Doch nach und nach merkt der Leser, dass in ihm viel mehr steckt als nur der Sohn eines ranghohen "Breathe"-Direktors. Denn auf einmal offenbaren sich Seiten, die man ihm eigentlich nicht zugetraut hätte.
Und Bea ist das kluge, schüchterne und etwas naive Mädchen das Quinn anschmachtet. Das wirkt in etwa so wie man es aus diesen Jugendfilmen kennt. Doch irgendwann lässt sich erahnen, dass sie mehr kann als nur schmachten und intelligent sein - und vor allem merkt man, dass sie fähig ist ihren Kopf zu benutzen. Was wiederum sehr gefährlich für sie werden kann.

Schlussfolgerung:
"Breathe - Gefangen unter Glas" ist eine Dystopie die sehr gekonnt wichtige Themen der heutigen Welt auffasst und sie zu einer möglichen Zukunft formt, die gleichzeitig beeindruckend wie auch beängstigend ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Setting, starke Figuren, spannende Handlung ..., 22. Oktober 2013
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Nach dem Switch ist Sauerstoff kostbar geworden, Pflanzen und Tiere existieren so gut wie gar nicht mehr, ebenso wie über 95 % der Menschheit. Um zu überleben leben die Menschen unter einer Kuppel und sind auf künstlichen Sauerstoff angewiesen den BREATHE verkauft.
Alina ist eine sogenannte Ratte. Sie gehört der Rebellion an und kämpft gegen die Unterdrückung von BREATHE. Bea ist eine Second. Ein Mensch zweiter Klasse, der um ihren Sauerstoff bangen muss und nur wenig Chancen auf ein gutes Leben hat. Quinn ist ein Premium und führt als Sohn eines hohen Tieres bei BREATHE ein sorgloses Leben. Zumindest bis Quinn und Bea während eines gemeinsamen Ausflugs auf Alina stoßen und durch sie mit der Rebellion in Kontakt kommen und die Wahrheit über das Leben in der Kuppel unter der Herrschaft von BREATHE bekommen...

Eine weitere dystopische Geschichte, zu der ich erst einmal lediglich aufgrund des Covers gegriffen hatte, das mir vor allem durch seine interessante Farbgebung sehr gefiel. Die Thematik fand ich zwar interessant, denn eine Welt in der es keinen Sauerstoff mehr gibt, muss ja doch irgendwie gut durchdacht sein, aber überzeugt hat mich doch schlussendlich dieses Cover. Glücklicherweise, denn hier wäre mir sonst wirklich etwas entgangen.

Die Sprache ist einfach und flüssig zu lesen, ohne langweilig zu wirken. Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt, die die Geschichte gliedern. Erzählt wird diese aus der Sicht der drei Protagonisten Alina, Bea und Quinn. Glücklicherweise gab es hier keine große Dreiecks-Liebesgeschichte, wie ich es zunächst befürchtete. Es geht zwar auch um eine Liebesgeschichte, aber diese entwickelt sich eher zart und langsam und am Rande, wenn auch unaufhaltsam. Es geht doch viel mehr um Freundschaft, Loyalität, um Gerechtigkeit und Moral.

Die drei Hauptfiguren waren wir tatsächlich allesamt sympathisch, hier hat die Autorin Sarah Crossan gute Arbeit geleistet. Vor allem Bea mochte ich sehr, sie ist einfach ein sehr guter und intelligenter Mensch, der ehrlich zu sich selbst ist. Alina ging mir ab und an zwar auf die Nerven mit ihrer aufgesetzten Härte, aber für ihre Aufgabe innerhalb der Rebellion ist diese tatsächlich unerlässlich gewesen. Quinn ist zum Teil als jemand, der immer alles hatte und nie verzichten musste, herrlich naiv gewesen. Trotzdem ist auch er sehr sympathisch und nett und sehr loyal seinen Freunden gegenüber.
Auch alle anderen Figuren haben mir gut gefallen, vor allem auch die Gegenspieler, denn niemand ist hier wirklich so einfach schwarz oder weiß, so einfach macht es uns die Autorin hier nicht.

Das Setting fand ich äußerst interessant. Eine Welt ohne Sauerstoff ist schon erschreckend und wahrscheinlich auch eher unrealistisch, auch wenn wir heute ja bereits nicht mehr viel auf unsere Umwelt geben, wie man an unserem Umgang mit eben jener ja merkt. Ein wenig Gesellschafts- und auch Sozialkritik schwingt hier also ebenso mit.
Ich fand das Buch vom Anfang bis zum Ende sehr spannend. Durch viele unvorhersehbare und überraschende Wendungen wurde es nie langweilig und wirkte auch trotz des Settings eher realistisch, gerade was die Handlungen der Protagonisten angeht.

Obwohl es derzeit ja viele solcher Jugendbücher gibt, ist dieses hier wirklich sehr lesenswert. Mir hat "Breathe" wirklich sehr gefallen und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil (Breathe - Flucht nach Sequoia: Roman), der ebenfalls schon in Kürze erscheinen wird. Glücklicherweise, denn der Cliffhanger zum Ende dieses ersten Teils macht wirklich total Lust auf mehr ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Every breathe you take..., 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Menschen leben seit dem großen Switch, bei dem 99,5% der Erdbevölkerung
zu Tode kamen, unter riesigen Glaskuppeln mit Sauerstoffeinspeisung.

Bea und Quinn sind Bewohner dieser Kuppel. Bea ist eine Second und Quinn ist ein Premium, was ihm mehrere Vorteile verschafft, beispielsweise sportliche
Aktivitäten, denn dafür braucht man Sauerstoff, und dieser ist teuer.

Auf einem Campingausflug treffen die beiden auf Alina, eine Anhängerin der
Rebellen, und deren aller Schicksal nimmt bald seinen Lauf...

Für Dystopie-Fans ist dieses Buch mal wieder ein Muss, auch wenn es an vielen
Ecken und Kanten zu schwächeln scheint.
Mir war vor allem die Anführerin der Rebellen, die eigentlich für das Gute sein sollte, absolut unsympathisch, und empfand die Flucht Beas und Quinns in den Rebellenhain sozusagen wie vom Regen in die Traufe, denn auch die Rebellen und vor allem Petra, die Anführerin, haben knallharte Regeln, also nix wars von wegen Freiheit.

Die letzten Seiten zogen sich maßlos dahin und irgendwie war auch das Ende vorhersehbar und - natürlich wie bei Reihen so üblich - mit einem unbefriedigenden Cliffhanger.
Somit war ich mehr oder weniger unzufrieden und werde mir den 2. Teil wohl nicht mehr antun.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer atmen will, muss zahlen!, 7. Juni 2013
Von 
ginnykatze - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Zum Inhalt:

Bea und Quinn sind beste Freunde. Sie gehen zusammen zur Schule und eigentlich gibt es nur einen Unterschied zwischen den Beiden; Bea ist eine Second und Quinn ist ein Premium-Bürger. Heißt: Bea bekommt wenig Auswahl, ihr eigenes Leben zu gestalten, weil jeder Sauerstoffverbrauch bezahlt werden muss und da ihre Eltern arm sind, kann sie nur versuchen, in der Schule mit superguten Noten zu glänzen, damit sie eine Premium wird. Quinn dagegen ist als Premium geboren und hat alle Vorzüge, die dieser Status mit sich bringt. Er hat soviel Sauerstoff wie er möchte zur Verfügung und er kann sogar Sport treiben.

Bei einem Test, den gefühlt Bea zu gewinnen scheint, kommt es aber ganz anders, denn Gerechtigkeit scheint ein Fremdwort bei den hohen Tieren zu sein. Bea ist heimlich verliebt in Quinn, der das aber gar nicht zu merken scheint. Jede freie Minute verbringen die Beiden miteinander und so lädt Quinn Bea auch zu einem Ausflug außerhalb ihrer Welt ein. Sie leben in einer Kuppel; denn draußen können sie nicht atmen. Es gibt keine Bäume mehr und nur unter Glas kann man leben. So wird es schon seit Jahren erzählt. Aber stimmt das auch wirklich??

Dann ist da noch Alina, die sich der Rebellengruppe angeschlossen hat und dazu auserwählt ist, Setzlinge aus dem Biosphärenreservat zu besorgen. Die Rebellen leben in einem Hain außerhalb der Kuppel und sie brauchen jede Menge Unterstützung. Bei ihrem Einsatz aber läuft nicht alles glatt und somit muss Alina fliehen.

So treffen Alina, Bea und Quinn beim Ausgang der Kuppel aufeinander. Nur durch Quinn's Hilfe kann Alina nach Draußen. Quinn, der ein Auge auf Alina geworfen hat, will sie begleiten, Bea hingegen hält das für keine gute Idee. Dann treffen sie auf Maude, eine alte Frau, die schon seit Jahren außerhalb der Kuppel lebt.

Wie es nun in dieser Dreiecksgeschichte weitergeht und was ihnen so alles passiert auf ihrem Weg, werde ich jetzt nicht verraten, lest selbst.

Fazit:

Die Autorin Sarah Crossan greift hier ein Thema auf, was gar nicht mal so unglaubwürdig erscheint. Die Meere sind vergiftet, die Wälder abgeholzt, der Sauerstoffgehalt ist unter 6 % gesunken. Ein Überleben kann nur noch unter einer Kuppel stattfinden. Ja, das kann man sich in der Zukunft genau so vorstellen.

Die Charaktere beschreibt die Autorin sehr genau und verleiht ihnen ein interessantes Gesicht. Wir lesen hier immer aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten, also Quinn, Bea und Alina. Ich kann mich sofort in jede Figur hineinversetzen und auch ihren jeweiligen Standpunkt gut nachvollziehen. Meine Lieblingsperson ist hier eindeutig Maude. Diese Alte scheint ein sehr aufregendes und interessantes, aber auch trauriges Leben geführt zu haben und kommt nun noch mal in den Genuss, sich zu einer Hauptfigur zu entwickeln. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Quinn ist mir ein wenig unentschlossen. Bea ist mir sympathisch und aus Alina konnte ich erst nicht schlau werden.

Der Schreibstil ist gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Es gibt einen permanten Spannungsbogen das ganze Buch über.

Diese Dystopie ist eigentlich ein in sich abgeschlossenes Buch. Aber man weiß ja nie, ob da nicht noch eine Fortsetzung kommt; denn inzwischen gibt es ja in jedem Genre Trilogien.

Hier kommen von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
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5.0 von 5 Sternen Endlich eine Dystopie, die diese Bezeichnung auch echt verdient hat, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:

Die Menschen haben die Welt zu Grunde gerichtet. Mit ihrem rücksichtslosen Verhalten der Welt gegenüber wurde sie so weit geschädigt, dass kaum noch Sauerstoff vorhanden ist und die meisten Menschen sterben mussten.

Nur eine kleine Anzahl konnte überleben, dank des Unternehmens „Breathe“, welches es geschafft hat eine Kuppel zu errichten, die mit künstlichem Sauerstoff versorgt wird und nun Heimat der restlichen Menschen ist.

Bea und Quinn machen einen Ausflug in das Ödland und von da an ändert sich ihr Leben schlagartig, denn dort treffen sie auf Alina, die zu den Rebellen gehört, die gegen „Breathe“ kämpfen.

Doch warum? Nur durch „Breathe“ kann die Menschheit doch überleben!

Oder etwa nicht?

Meine Meinung:

„Breathe“ ist mal wieder eine Dystopie. Von denen gibt es ja mittlerweile zu Haufe. Ich bin immer etwas skeptisch was Dystopien angeht, denn meist hat man die Geschichte auf ähnliche Art und Weise bereits gelesen oder der eigentliche Kern einer Dystopie, nämlich die Entwicklung der heutigen Gesellschaft zu kritisieren, geht verloren. Meist sind die Geschichten eher Liebesromane die in eine dystopische Welt hineingesteckt wurden, um im Trend zu sein.

Deshalb war ich um so überraschter von „Breathe“.

Obwohl die ersten ca. 50 Seiten nicht den Eindruck gemacht haben, konnte mich das Buch ziemlich begeistern, da es die heutige Welt wirklich kritisch betrachtet.

Die Menschen sind zunehmend fixiert auf Fortschritt und Technik, dass sie gar nicht bemerken, wie die Natur darunter leiden muss. Als Bezwinger der Natur, wird sie nach und nach abgeholzt, um mehr Platz für die Menschen und die Industrie zu schaffen, doch ohne die Natur kann der Mensch nicht Leben.

Der Sauerstoff wird knapp und die Menschen rotten sich selbst fast aus.

Der Roman regt sehr zum nachdenken an und es ist erschreckend, wie logisch diese Entwicklung der Geschichte einem erscheint und auch wie realistisch.

Endlich eine Dystopie, die diese Bezeichnung auch echt verdient hat.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Man kann das Buch sehr schnell lesen, da es sehr flüssig geschrieben wurde und es ist weder plump noch holprig.

Man kommt gut in die Geschichte rein, auch wenn sie aus drei verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde.

Bea, Quinn und Alina wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab, uns das Geschehen näher zu bringen. Dabei wirkt sie jedoch nicht zerrissen, im Gegenteil, es wird mehr Spannung erzeugt.

Den Charakteren selbst stand ich zunächst gespalten gegenüber.

Bea ist für mich persönlich die eigentliche Protagonistin, auch wenn die Geschichte um alle drei geht.

Sie ist eine „Second“ also Bürgerin zweiter Klasse. Sie muss stark auf ihren Sauerstoffverbrauch achten, da sie sich keinen leisten kann.

Sie ist sehr ehrgeizig und möchte unbedingt aufsteigen, um sich und ihren Elten ein besseres Leben ermöglichen zu können.

Sie ist das typische liebe Mädchen von nebenan, weshalb ich sie nicht sonderlich spannend fand. Doch man merkt schnell, dass mehr in ihr steckt und sie sich weiter entwickelt. Man kann sich gut in die hineinversetzen und sich mit ihr identifizieren.

Ich bin gespannt, was man von ihr noch erwarten darf.

Quinn ist Beas bester Freund und das schon seit Jahren. Er ist ein „Premium“ und muss sich somit keine Gedanken um seinen Sauerstoffverbrauch machen, vor allem da sein Vater ein hohes Tier bei „Breathe“ ist. Quinn mochte ich anfangs überhaupt nicht. Ein typischer Jugendlicher, der nichts anderes im Kopf hat, außer Mädchen zu beeindrucken. Doch auch in ihm habe ich mich getäuscht.

Er ist sehr liebevoll zu seinen Freunden und hilft, wo er nur kann.

Man kann sich auf ihn verlassen und er tritt für das ein, woran er glaubt.

Alina ist die rebellische unter den drein. Sie ist ein starker Charakter und muss dies auch sein im Kampf gegen „Breathe“. Auch sie macht einen Wandel durch, denn es gibt mehr im Leben als nur den Kampf.

Alles in allem fand ich die Charaktere sehr gelungen. Sie sind nicht flach, sondern gut durchdacht und was ich besonders wichtig finde: sie stehen nicht still. Sie entwickeln sich weiter und runden das Buch sehr gut ab und dabei spreche ich nicht nur von den Hauptcharakteren sondern auch von den Nebencharakteren, von denen man einige sofort ins Herz schließt.

Ich kann dieses Buch bedingungslos weiter empfehlen. Es ist spannend, kritisch, gut durchdacht und auch für die romantischeren unter uns gibt es schöne Stellen im Buch.

Die beste Dystopie seit Langem
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5.0 von 5 Sternen Breathe - Gefangen unter Glas, 3. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Breathe - Gefangen unter Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung
Mit "Breathe - Gefangen unter Glas" startet Sarah Crossan eine aufregende und dynamische Dystopie. Sie führt ein in eine Welt ohne ausreichend Sauerstoff, eine Welt, die ihre Bewohner mit beinahe Unmöglichem konfrontiert und sie damit zum Kämpfen auffordert.

Der große Switch hat die Erde verändert. Leben ist nur noch in der Kuppel möglich, denn nur hier gibt es ausreichend Sauerstoff. Doch ein Leben in der Kuppel, ist auch ein Leben voller Überwachung und Kontrolle. Der Lebensraum unterteilt sich in drei Zonen und teilt damit auch gleichzeitig die Bürger in verschiedene Klassen. Während die Premiums sich eigentlich alles leisten können, müssen die Seconds immer alles abschätzen. Sie werden ständig durch Sauerstoffmessgeräte kontrolliert. Für sie sind Tanzen oder Laufen mit hohen Kosten verbunden, denn dabei würden sie ja zusätzlichen Sauerstoff verbrauchen.

Quinn, Bea und Alina sind Bewohner einer solchen Kuppel, doch ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein.
Quinn ist ein Premium. Da sein Vater für Breathe arbeitet, kennt er keine Existenzängste oder Sorgen um den Sauerstoff. Doch Quinn ist auch jemand, der seinen Vater verachtet. Er will nicht so werden wie er, weshalb Quinn alles versucht um aus dem Schatten zu treten. Obwohl er in reichen Verhältnissen aufgewachsen ist, ist er doch ziemlich bodenständig. Er sieht sich nicht als etwas Besseres an, was ihn ziemlich sympathisch macht.

Bea hingegen ist eine Second. Ihre Familie ist arm, weshalb sie sehr genau auf ihren Sauerstoffverbrauch achten muss. Bea strengt sich immer an, lernt wie eine Verrückte nur um eine Chance zu haben. Sie kämpft darum aufsteigen zu können um damit ihren kranken Eltern helfen zu können. Ihr ist klar, dass ihre Chancen unendlich klein sind, doch aufgeben will sie um keinen Preis. Quinn ist ihr bester Freund und der Junge, den sie schon längst liebt, doch leider ist ihr auch klar, dass er nie mehr als Freundschaft ihr gegenüber empfinden wird. Bea ist eine Kämpferin, die ihre Ziele verfolgt. Sie weiß was sie will und kämpft auch darum. Doch sie hat auch ihre weiche und mitfühlenden Ader. Bea sorgt sich um die Menschen um sie herum und versucht ihnen möglichst gut zu helfen.

Auch Alina ist eine Second, doch ihr Leben ist ganz anders als das von Bea. Sie hat sich den Rebellen angeschlossen, die fest daran glauben, dass es auch ein Leben außerhalb der Kuppel gibt. Zusammen mit den Anderen stiehlt sie Pflanzensetzlinge um sie wieder außerhalb der Kuppel zu kultivieren. Alina ist eine Kämpferin, die das Leben nicht so hinnehmen will. Sie riskiert ihr Leben um an den Verhältnissen etwas zu verändern. Alina träumt davon ein Leben in Freiheit zu haben, ein Leben ohne ständige Aufsicht und Kontrolle.

Die drei Hauptprotagonisten mögen unterschiedliche Ausgangspunkte haben, doch der Wille nach Veränderung steckt in jedem von ihnen. Sie wollen ihr Leben nicht mehr so hinnehmen wie es ist.
Neben ihnen tauchen auch noch manch andere, hoch interessante Protagonisten auf. Einige von ihnen werden stärker behandelt, andere sind bloß Randbemerkungen.

Sarah Crossan präsentiert ihren Lesern eine schreckliche Zukunftsvision, in der Sauerstoff ein Gut ist, welches nicht jedem Menschen gleich zur Verfügung steht. Konzerne machen sich die Notwendigkeit der Atmung zu nutzen und beuten damit aus.
Die Kritik, die hinter dem Buch steht, lässt sich in verschiedenen Punkten herauslesen. Sie zeigt auf, dass Menschen wahre Monster sind. Sie haben der Welt dermaßen zugesetzt, dass ein Leben unter dem freien Himmel nicht mehr möglich ist. Innerhalb der Kuppel hat sich der Konzern Breathe gegründet, der sie Verzweiflung der Bürger ausnutzt. Die Betreiber sitzen am längeren Hebel und lassen alles ihren Wünschen entsprechen ablaufen. Will jemand ihren Regeln nicht gehorchen, wird er eliminiert.
Anstatt zu versuchen das Ödland außerhalb der Kuppel zu bepflanzen oder etwas anderes zu versuchen, beuten sie nur aus. Sie wollen nicht, dass außerhalb der Kuppel das Leben wieder möglich sein wird, schließlich könnten sie dann nicht mehr Profit machen. Allein dieses Handeln beweist, dass auch in Not die Habgier überwiegt.

Die Autorin hat hier ein wundervolles Jugendbuch geschrieben, welches die Leser zum Nachdenken animieren soll. Wortgewandt wie sie ist, hat Sarah Crossan eine düstere Stimmung geschaffen, die mit jeder gelesenen Zeile realer zu werden scheint.

Fazit
Spannend und abwechslungsreich präsentiert sich der erste Band der Breathe-Reihe. Die Zusammenführung von drei verschiedenen Charakteren und ihr unmöglicher Kampf für ein freies Leben, bieten dem Leserherz alles, was es begehrt. Der Weiteren bietet es die Animation sich mehr Gedanken über die Natur und andere Ressourcen zu machen bevor unsere Welt so endet wie hier beschrieben.
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Breathe - Gefangen unter Glas: Roman
Breathe - Gefangen unter Glas: Roman von Sarah Crossan (Gebundene Ausgabe - 1. März 2013)
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