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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unbeschreiblich wichtiges, berührendes & dabei urkomisches Buch
"Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren" ist das neueste Jugendbuch der Verlagslektorin und Autorin Sarah N. Harvey. Inspiriert zu diesem Buch wurde sie von ihren Erfahrungen aus der Zeit, als sie sich um ihren alten Vater kümmerte. Empfohlen wird das Buch ab einem Lesealter von ca. 14 Jahren.

Was auch immer ich mir von diesem Buch erwartet oder...
Vor 10 Monaten von Fee66 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Eine Geschichte über das erwachsen- und alt werden
Inhalt:
Royce' Großvater Arthur war einst ein berühmter Cellist, doch nun ist er ein grantiger exzentrischer alter Kautz. Royce' Mutter ist am verzweifeln, da es kein Pfleger länger als ein paar Tage mit ihrem Vater auszuhalten scheint. Deshalb soll Royce sich jetzt um seinen Großvater kümmern, zu dem er nie eine besondere Bindung hatte,...
Vor 5 Monaten von Lisa Hesener veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unbeschreiblich wichtiges, berührendes & dabei urkomisches Buch, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
"Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren" ist das neueste Jugendbuch der Verlagslektorin und Autorin Sarah N. Harvey. Inspiriert zu diesem Buch wurde sie von ihren Erfahrungen aus der Zeit, als sie sich um ihren alten Vater kümmerte. Empfohlen wird das Buch ab einem Lesealter von ca. 14 Jahren.

Was auch immer ich mir von diesem Buch erwartet oder erhofft hatte – es kam tatsächlich alles ganz anders und wurde somit zu einer unerwartet eindrücklichen und äußerst berührenden Leseerfahrung.

Zu Beginn ist das aber noch nicht abzusehen – im Gegenteil, der Anfang des Buches (und nicht nur der!) ist so humorvoll geschrieben, dass ich wirklich ein paar Mal laut lachen musste. Gut, Royce erlebt gerade eine überaus turbulente Zeit – erst muss er mit seiner Mutter umziehen und zwar quer durch Kanada, so dass diese ihrem Vater Arthur näher sein kann. Dieser kann sich nach seinem ersten Schlaganfall und dem daraus folgenden Krankenhausaufenthalt nicht mehr alleine versorgen und braucht dringend Unterstützung und Betreuung im Alltag. Und dann soll ausgerechnet Royce, der eigentlich nur zurück in seine alte Heimat möchte, derjenige sein, der seinen alten, zunehmend dementen Opa versorgt! Immerhin nicht umsonst, sondern gegen Cash, und das Geld könnte Arthur wirklich gut gebrauchen – schließlich spart er auf ein Auto und möchte damit wieder zurück nach Neuschottland zu seinen alten Freunden fahren. Aber kann er die Probe und Herausforderung, auf die Arthur ihn stellt, wirklich bestehen? Schließlich hat dieser bis jetzt noch nie Interesse an seinem Enkel gezeigt und mit seiner sarkastischen Art auch schon einige Pflegekräfte vergrault...

Die anfangs wirklich noch amüsante Geschichte nimmt einen direkt für sich ein. Die story ist aus der Sicht von Royce geschrieben und dadurch lernt man ihn sehr schnell näher kennen. Ich mochte diesen Hauptcharakter tatsächlich von der ersten Seite an sehr gerne. Der Schreibstil der Autorin ist dabei locker, voller Humor und leicht zu lesen, jedoch nie oberflächlich oder banal. Royce, ein typischer Teenager, beginnt seinen Job und schnell wird klar, wie sehr sich sein Alltag damit ändert und wie anstrengend und ganz anders sein Leben mit seinem griesgrämigen Opa nun verläuft. Aber er lässt sich nicht so einfach von Opas Launen und seiner Kauzigkeit niedermachen, nein, Royce geht mit seiner ganz einzigartigen und unbefangenen Art mit seinem Opa und dessen Eigenarten um. Er dürfte ja auch nicht Arthurs Enkel sein, wenn dem nicht so wäre! Durch seine unkomplizierte, jugendliche Art kommen sich Großvater und Enkel tatsächlich auch ganz behutsam näher und man spürt eine zunehmend positive Veränderung in dieser interessanten Konstellation - die beiden haben sogar Spaß miteinander, wer hätte das gedacht?! Denn Arthur ist auch nicht nur der verschrobene, eigensinnige und nervige Kerl – er hat durchaus Humor und ist absolut nicht so unbeholfen, wie es manchmal scheint. Früher war er einmal ein berühmter Mann, ein gefeierter Musiker, beliebt und geschätzt, wohlhabend, aber jetzt im Alter zuviel allein und auch sehr verbittert. Auf einmal muss er lernen, sich einzugestehen, dass es ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Auf andere angewiesen zu sein, sich helfen zu lassen und immer jemanden um sich zu haben – das alles ist nicht ganz einfach für ihn.

Äußerst sanft und sehr feinfühlig greift die Autorin Themen auf, an die man sich sonst doch eher ungern wagt. Das Altwerden, Krankheit, Demenz, Generationenkonflikte, der Tod. Und ihr gelingt dabei ein einzigartiger Spagat wie ich finde: Auf der einen Seite ist hier ein äußerst tiefgründiges Jugendbuch entstanden, das eben solch ernste Themen behandelt, andrerseits beeindruckte sie mich mit ihrer überaus feinen, herzerfrischenden Art zu schreiben, sie überzeugt mit so viel Witz und auch einer Leichtigkeit – ohne dabei je leichtfertig zu wirken. Unglaublich wie realistisch und tiefgründig, intensiv und berührend dieses Buch geschrieben ist, wirklich überwältigend. Der sanfte Annäherungsprozess zwischen Enkel und Großvater wurde total schön und überzeugend beschrieben. Man fühlte sich den beiden einfach nah, hat mitgefühlt, sich mitgefreut und auch mitgelitten.

Ich konnte das Buch tatsächlich nur "dosiert" lesen, so tief beeindruckt und auch betroffen war ich von der Lektüre - auf der einen Seite hätte ich das Buch am liebsten ohne Unterbrechung gelesen, so angenehm war der Schreibstil - aber das war mir thematisch einfach nicht möglich. Inzwischen liest es mein Sohn (20 Jahre) und ich glaube, ich kann schon so viel sagen - das Buch hat dieselbe Wirkung auf ihn!

Mein Fazit:

Ein wirklich wertvolles, wichtiges und einzigartiges Buch hat Sarah N. Harvey hier geschrieben, meine allergrößte Hochachtung dafür! Meiner Meinung nach ist das Buch gerechtfertigt als Jugendbuch ab 14 Jahren empfohlen, aber deshalb noch lange nicht nur für Jugendliche geeignet! Nein, ich finde, das ist ein generationenübergreifendes Buch mit einer immer aktuellen und auch wichtigen Thematik. Und die Art und Weise, wie die Autorin darüber schreibt, ist einfach einzigartig und genial. Noch lange nach Beenden des Buches, begleitet mich der Inhalt nach wie vor und ich bin überzeugt, dem kann sich kein Leser entziehen. Ich habe bei diesem Buch tatsächlich Tränen gelacht und auch Tränen geweint, so beeindruckt und nachhaltig berührt hat mich die Geschichte von Arthur und Royce.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensibel, fesselnd und humorvoll geschrieben, 23. Oktober 2013
Von 
Ira W. - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Das Buch "Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren", hat mich sehr überrascht.

Nach dem Klappentext hatte ich eine Art Road Trip von Großvater und Enkel erwartet, bekam aber eine andere, viel tiefgehendere, dabei aber witzige und gleichzeitig nachdenklich stimmende Geschichte geboten.

Die Autorin packt auch Tabu-Themen wie Tod und schwere Krankheit und den Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, auf eine sehr einfühlsame Art und Weise an, immer auch mit einer gewissen Leichtigkeit und dennoch sensibler Ernsthaftigkeit, die das Buch gut lesbar machen.

Als Royce von seiner Mutter den Auftrag bekommt, sich um seinen Großvater zu kümmern, natürlich nur gegen entsprechende Bezahlung, ist er erst einmal nicht wirklich begeistert. Ein uralter Mann, der immer grantig ist, dessen Klamotten und er selbst auch schon mal bessere Tage gesehen haben und dann noch der zarte Duft der Ungepflegtheit - nun ja.

Als es durch Royce' unbekümmerte Wissbegierde und Neugier zu einer langsamen Annäherung der Beiden kommt, wird auch Arthur zugänglicher, bis er schließlich Royce in sein Geheimnis einweiht - in seiner Garage steht noch ein vorbildlich gepflegter, startbereiter Ford Thunderbird - der T-Bird.

Damit tun sich natürlich neue Möglichkeiten auf, wobei Royce letztlich feststellt, dass man nicht immer weit weg fahren muss, um große Erfahrungen und große Entdeckungen zu machen. Manchmal reicht es schon, genauer hinzuhören und sich mit den Menschen um einen herum auseinander zu setzen.

Ein sensibel und fesselnd geschriebenes Buch, dessen interessante Charaktere mir ebenfalls sehr gefallen haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großvater und Enkel - ein starkes Team, 20. September 2013
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Der 17-jährige Royce muss in Victoria/Kanada noch einmal von vorn anfangen. Weil sein betagter Großvater nicht mehr allein leben kann, sind Royce und seine Mutter von der Ostküste nach Victoria gezogen. Seinen Kumpels aus Lunenburg trauert der Junge noch immer nach, neue Freunde hat er noch nicht kennengelernt. Großvater Arthur konnte man schon immer schwer etwas rechtmachen. In kürzester Zeit hat er es sich mit seiner Tochter verdorben und die privaten Pflegerinnen vergrault, die sich um ihn kümmern sollten. Durch seine beginnende Demenz realisiert Arthur offenbar nicht, dass er jetzt hilfsbedürftig ist, nicht mehr der Herzensbrecher von einst. Royces Mutter hat die Nase voll von der Streitsucht ihres Vaters. Ihre rettende Idee: Anstelle einer fremden Hilfskraft könnte der alte Streithansel doch Royce dafür bezahlen, sich während der Ferien um ihn zu kümmern. Im Vergleich zu anderen Ferienjobs muss das leicht verdientes Geld sein - glaubt Royce, der von einer Fahrt zurück nach Lunenberg im eigenen Auto träumt.

Arthur meckert wie gewohnt, Royce macht seiner Ansicht nach alles falsch. Doch Royce gewinnt allmählich Interesse am Leben seines Großvaters, der einst ein gefeierter Cellist war. Nachdem Arthur einmal ins Erzählen gekommen ist, erfährt Royce Geschichten aus seiner Familie, von denen selbst seine Mutter noch nicht gehört hat. Als Clou erweist sich Arthurs Thunderbird von 1956. Das Auto ist verkehrstüchtig und tadellos gepflegt. Für seinen Oldtimer schleppt Arthur sich nämlich ganz ohne Rollator regelmäßig in die Garage. Royce darf erst in Begleitung eines Erwachsenen Auto fahren. Arthur fällt für diese Rolle leider aus; denn nach seinem letztem Unfall hat seine Tochter seinen Führerschein kassiert. Dennoch wird der Thunderbird zum besonderen Band zwischen Großvater und Enkel. Die Idee mit dem Thunderbird zurück nach Lunenburg abzuhauen, lässt Royce nicht mehr los.

Sarah Harvey bringt in ihren Jugendroman eigene Erfahrungen mit ihrem betagten Vater ein. Ohne Arthurs Hinfälligkeit zu realistisch zu vertiefen, folgt sie mit viel Humor der Annäherung zwischen Großvater und Enkel. Arthur findet seinen Meister in Royce, dem ich anfangs kaum zutrauen wollte, dass er den knurrigen Alten kräftig zusammenstauchen würde. Während Arthurs Kräfte schwinden, gelingt es Royce, Erinnerungen an die Musikerkarriere seines Großvaters zu entstauben und so eine Versöhnung in seiner Familie in Gang zu setzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief ergreifende aber auch humorvolle Geschichte aus dem Leben, 11. Januar 2014
Da Arthur, der 95-jährige Großvater von Royce, einen Schlaganfall hatte und sich jetzt nicht mehr selbst versorgen kann, muss Royce mit seiner Mutter umziehen. Fast am anderen Ende Canadas muss er fern seiner Freunde neu beginnen. Da er am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt, kann er nicht zur Schule gehen und findet natürlich so auch keine neuen Freunde. Seine Mutter muss fast rund um die Uhr arbeiten, um die beiden über Wasser zu halten, da Royces Vater gestorben ist, als er zwei Jahre alt war. Eigentlich verwunderlich, denn Arthur ist wohlhabend, er war schließlich der viel gefeierte Star- Chellist, der auch jetzt noch zahlreiche Fans hat. Weil von dieser Seite allerdings nichts zu erwarten ist, soll sich Royce, bis er wieder zur Schule geht, einen Nebenjob suchen. Da der immer grantige, aber ebenso noch liebend gerne flirtende Arthur bereits zwei Pflegerinnen innerhalb kürzester Zeit davongejagt hat, macht Royces Mutter den Vorschlag, dass er den Job übernehmen könnte. Er ist natürlich wenig begeistert von der Aussicht, seinen dementen Großvater, der ständig grantig ist, schimpft und alles andere als gepflegt ist, tagsüber zu betreuen. Ein weiterer Grund dagegen ist auch, dass Arthur ihm eigentlich völlig fremd ist, er hat ihn ja eben erst kennen gelernt. Da er jedoch unbedingt auf ein Auto sparen möchte um wieder zu seinen Freunden ziehen zu können, lockt die Aussicht auf das große Geld.

Royce braucht besonders in der ersten Zeit eine ganz dicke Haut. Natürlich kann auch er, wie eben niemand, Arthur etwas recht machen. Alles was Royce anpackt, scheint falsch zu sein, er wird rumkommandiert wie ein persönlicher Diener und was ihn am meisten nervt ist, dass Arthur ihn nur immer Junge ruft. Anfangs kann er dem Großvater gar nichts abgewinnen und als die Friseuse noch sagt, dein Großvater mag dich und du ihn auch, kann Royce nur müde lächeln. Allerdings ist es wirklich so, dass er sich immer mehr für die Geschichte der Familie interessiert. Da seine Mutter eigentlich von einem Kindermädchen aufgezogen wurde, weil Arthur meist auf Tournee war, wissen beide so gut wie nichts. Langsam kommen sich Royce und sein Großvater immer näher. Ein Highlight ist natürlich der Thunderbird aus dem Jahr 1956, der jede Woche einmal bewegt werden muss. Beide scheinen die Ausfahrten mit dem Oldtimer sehr zu genießen. Dieser ziert ja auch das Titelbild.

Sarah Havery hat mich mit ihrem Roman von der ersten Seite ab gefesselt. Die Art wie sie die Demenz von Arthur, die Annährung der Familie und auch das langsame Sterben darstellt ist einfach perfekt. Ich selbst habe die Erfahrung mit einem demenzkranken Vater, der zu Hause gepflegt wurde, gemacht und mich vielfach wiedergefunden. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Royce Sicht erzählt, dass gibt dem Leser prima die Möglichkeit sich in den Jungen hineinzuversetzen. Auch wenn die Geschichte eigentlich traurig ist, wird hier nicht mit einer negativen Grundstimmung erzählt. Ich konnte besonders im ersten Teil sehr viel schmunzeln und auch immer wieder herzhaft lachen. Eine wirklich sehr gelungene Umsetzung dieses schwierigen Themas.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ernstes Thema grandios und jugendbuchtauglich umgesetzt, 29. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
*INHALT*
Royce ist 17 und vor kurzem mit seiner Mutter in eine neue Stadt gezogen - dorthin, wo sein dementer Großvater wohnt. Da es keine Pflegekraft lange mit ihm aushält, lässt Royce sich dazu überreden, sich um seinen Großvater zu kümmern.
Und siehe da - hinter der harten, kautzigen und kratzbürstigen Schale steckt ein weicher Kern, der sogar liebevoll sein kann. Im Laufe der Zeit freunden sich die beiden ann und Royce lernt nicht nur, den T-Bird zu fahren, sondern erfährt auch viel über seine Familie und vor allem über seine Mutter.
Doch der Gesundheitszustand von Arthur verschlechtert sich immer weiter und den beiden bleibt nicht mehr viel Zeit füreinander..

*MEINE MEINUNG*
Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr flüssig und leicht. Die erste Szene fand ich noch etwas zu krampfhaft komisch, doch ansonsten habe ich nichts auszusetzen. Der Ich-Erzähler ermöglicht viele Einblicke in Royces Gedanken- und Gefühlsleben und bringt den Leser damit ganz nah ans Geschehen.
Dabei schwingt jedoch immer eine Spur Humor mit, sodass das Buch trotz des ernsten Themas nicht schwermütig wirkt.

Sehr schön und authentisch finde ich Arthurs Krankheitsverlauf beschrieben - ich habe sehr schnell Mitgefühl entwickelt, doch auf Grund der Tatsache, dass Royce seinen Großvater nicht schon seit Jahren kennt sondern hier erst kennen lernt, hat er eine gewisse Distanz und kann auch einen kritischen Blick auf ihn werfen. Ja, er wagt es später sogar, ihm die Stirn zu bieten.

Insgesamt sind die Figuren sehr realistisch gezeichnet, dabei auch mit sehr viel Liebe zum Detail, was sie reizvoll macht. Ich hatte viel Freude dabei, sie zu begleiten und beobachten zu dürfen, wie sich das Verhältnis zwischen Großvater und Enkel entwickelt hat.

Insgesamt ein tolles Buch, überzeugend erzählt und altergerecht für Jugendliche verpackt. Absolute Empfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blut ist dicker als Wasser, 23. Oktober 2013
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Der 17jährige Royce muss sich nach einem Umzug noch an die neue Umgebung gewöhnen. Er ist mit seiner Mutter nach Victoria/Kanada umgezogen damit sich seine Mutter mehr um Ihren 95jährigen Vater kümmern kann. Aber dieser möchte nicht von ihr betreut werden und die Pflegekräfte vertreibt er alle. Als sie keine Pflegekraft mehr findet, kommt Sie auf die Idee das Royce das übernehmen kann. Dieser nimmt aufgrund des Geldes an, aber schnell ändert sich seine Einstellung zu seinem Großvater und verändert sein Leben.

Das Cover mit dem T-Bird wirkt natürlich sehr passend und ansprechend, auch wenn es nicht die Tiefe des zu erwartenden Romans wiederspiegelt. Was am Anfang als oberflächlicher Roman beginnt legt immer mehr an Tiefe und Handlung zu, so dass am Ende ein wirklich bewegendes Buch entsteht.
Zielgruppe ist 14 – 17 Jahre, wobei auch das Buch auch für Erwachsenen geeignet ist, wenn auch der Anfang ein wenig oberflächlich wirkt, so nimmt das Buch im weiteren Laufe immer mehr an Tiefe auf (oder zu??). Aber auch für Jugendliche unter 14 Jahren kann es durchaus angemessen sein, es kommt ganz auf die persönliche Entwicklung an.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und die Kapitel sind nicht sehr lange. Geschrieben aus der Sicht des 17jährigen Royce wird die Veränderung die in dem Zeitraum geschieht, anschaulich dargestellt.

Die beiden Protagonisten sind mit ihren Ecken und Kanten wie aus dem Leben gegriffen, einfach sehr gut dargestellt. Ebenso wie die Charaktere gut heraus gearbeitet , nicht eindimensional und immer mehr im weiteren Verlauf des Buches ausgebaut sind, vor allem Royce.

Fazit: Ein Jugendroman der Themen wie Perspektivlosigkeit, Patientenerklärung und Sterbehilfe behandelt. Sicher keine leichte Literatur, aber auch immer mit schönen, rührenden und lustigen Stellen versehen.
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5.0 von 5 Sternen Berührend, tiefgründig und trotzdem witzig, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Was für ein tolles Buch! Damit seine Mutter Ihren kranken Vater pflegen kann, zieht der junge Royce um und muss seine Heimat und Freunde zurück lassen. Selbstverständlich wünscht er sich wieder in seine alte Heimat zurück. Als sein Großvater die Pflegekraft vergrault hat, muss sich Royce (wohl oder übel ) um deinen Großvater kümmern und kommt dem kratzbürstigen, alten Mann immer näher.
Schließlich überlässt sein Großvater Royce sogar den alten, aber gut erhaltenen Ford Thunderbird (T-Bird), den Royce beispielsweise für gemeinsame Ausflüge nutzt.

Grundsätzlich geht es in dem Buch um ein ernstes Thema: Wer kümmert sich im Alter um die liebe Verwandschaft. Es ist immer einfacher, diese einfach in ein Heim "abzugeben", aber wenn man sich Zeit nimmt und sich kümmert profitieren alle davon. Dieses allgegenwärtige Thema (Alter, Krankheit und Tod) wird in Gestalt eines Jugendbuches verpackt. Es lässt sich leicht lesen, ist nicht zu dick und besticht durch einen unaufdringlichen Humor.

Dieses Buch kann man getrost weiterempfehlen (auch für Erwachsene) ;-)
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3.0 von 5 Sternen Eine Geschichte über das erwachsen- und alt werden, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Inhalt:
Royce' Großvater Arthur war einst ein berühmter Cellist, doch nun ist er ein grantiger exzentrischer alter Kautz. Royce' Mutter ist am verzweifeln, da es kein Pfleger länger als ein paar Tage mit ihrem Vater auszuhalten scheint. Deshalb soll Royce sich jetzt um seinen Großvater kümmern, zu dem er nie eine besondere Bindung hatte, natürlich auch nur gegen Bares. Arthur ist stur und lässt sich nicht gern helfen, Royce dagegen lässt sich nicht gerne rumkommandieren, aber trotz vieler Differenzen kommen sich die beiden Schritt für Schritt näher...

Meine Meinung:
Ich hatte dieses Buch ausgeliehen bekommen mit den Worten "Das ist echt zum totlachen!" Lachen ist immer gut, hab ich mir gedacht, also hab ichs direkt angefangen. Außerdem lässt die ganze Aufmachung auch darauf schließen, dass es ein sehr lustiges Buch wird. Grantige alte Menschen sind oft spaßig, wenn auch meistens nicht gewollt. Eigentlich sollte dieses Buch also wirklich lustig sein und ich finde auch nach wie vor, dass es in das Humor-Genre gehört, aber gelacht habe ich eigentlich gar nicht. Ich verstehe wohl, dass es Stellen gab, die witzig sein könnten, aber für mich war dieses Buch im großen und ganzen eher sehr traurig. Klar gab es zu Anfang ein paar witzige Szenen und Wortwechsel, aber "zum totlachen" war es für mich weiß Gott nicht.
Dieses Buch macht nachdenklich, ist traurig und gleichzeitig herzerwärmend. Es ist eine so merkwürdige Mischung aus Humor und Trauer, dass ich gar nicht richtig sagen kann was nun wirklich überwiegt, aber für mich waren es irgendwie die traurigen Aspekte.
Mir hat das Buch wohl gefallen und ich finde die Autorin ist mit diesem Thema wirklich gut umgegangen. Vermutlich kann man so ein schweres Thema gar nicht behandeln, ohne eine gewisse Portion an Humor beizumischen.
Trotzdem kann ich nicht sagen, dass es sich hierbei um ein superlustiges oder gar richtig tolles Buch handelt. Es ist ganz nett für zwischendurch, ist schließlich auch nicht sehr dick. Wobei "nett für zwischendurch" auch relativ ist, weil es eben kein besonders leichtes Thema ist. Obwohl es Sarah Harvey gelingt, dem Thema mit den kleinen Witzen etwas an seinem Gewicht zu nehmen, ist es kein Buch, was man gut in der Bahn oder im Bus lesen kann - zumindest das Ende nicht.

Fazit:
"Arthur - oder wie ich lernte, den T-Bird zu fahren" hat mir ganz gut gefallen, aber es ist jetzt auch nichts, was man unbedingt gelesen haben muss, daher vergebe ich 3 von 5 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Arthur und Royce, 13. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Royce ist ein 16-jähriger Junge, der seinen Vater bereits mit zwei Jahren verloren hat. Jetzt ist seine Mutter Nina mit ihm aus Kanadas Osten bis in den Westen nach Victoria gezogen, um ganz in der Nähe ihres 95-jährigen Vaters Arthur zu sein. Dabei gab es - solange sich Royce erinnen kann - fast keinen Kontakt zwischen ihnen. Arthur war früher ein berühmter Cellist und in allen Städten der Welt zu Hause. Von diesem glanzvollen Leben ist nichts geblieben. Er ist ein nörgelnder, mit allem unzufriedener alter Mann, der in seinem großen Haus allein lebt. Alle Versuche Ninas, eine geeignete Pflegekraft zu finden, scheitern an der Tatsache, dass sie spätestens nach einigen Tagen Arthurs Haus wieder verlassen, weil er einfach zu grantig ist. Auf Bitten seiner Mutter und wegen der guten Bezahlung erklärt sich Royce bereit, seinem Großvater zu helfen. Schon bald stellt er fest, dass Arthur ihn nicht besser behandelt als alle anderen. Wie es Royce gelingt, dennoch mit ihm klarzukommen, davon erzählt die Geschichte. Dass er sich nicht schikanieren lässt, sondern dem Großvater auch “Bedingungen“ stellt, scheint Arthur zu gefallen, auch wenn er sich das nicht anmerken lässt. So entsteht im Laufe der nächsten Zeit eine ganz eigene besondere Beziehung zwischen zwei gewöhnlichen und doch besonderen Menschen. Eine Geschichte mit viel Gefühl und Emotionen, von der auch Erwachsene lernen können.
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5.0 von 5 Sternen Arthur oder Wie ich lernte den T-Bird zu fahren (Sarah N. Harvey), 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman (Broschiert)
Deutscher Taschenbuch Verlag

Die Autorin

Sarah N. Harvey ist Verlagslektorin und Autorin mehrerer Jugendbücher. Sie lebt derzeit in Victoria, British Columbia. Ihre Erfahrungen, welche sich auch im Buch widerspiegeln, stammen aus der Zeit, in welcher sie sich selbst um ihren kranken Vater kümmern musste und inspirierten sie zu diesem Buch.

Arthur

Eigentlich führt der 17jährige Royce ein ganz normales Leben, bis seine Mutter ihm die Aufgabe übermittelt, sich ab heute um seinen uralten Großvater Arthur, der schon jede Menge Pflegepersonal vergrault hat, zu kümmern. Keine leichte Herausforderung für Royce, genannt Rolly, wie dieser schon nach dem ersten Tag feststellt. Sein Großvater ist mürrisch, hat zu nichts Lust und schaut den ganzen Tag Fern. Zudem ist er von Royce genervt und will nicht gepflegt werden. Doch dieser hat leider keine Wahl, denn er braucht das Geld. Ein Auto soll es werden. Arthur stellt ihn auf eine harte Probe, doch auch Royce ist nicht auf den Kopf gefallen und schindet schon bald Eindruck bei seinem Großvater…

Fazit

Ein wundervolles Buch, welches mich ein wenig an „Ziemlich beste Freunde“ erinnert. Royce, der sich immer mehr an seinen Großvater gewöhnt und mit dessen Art umzugehen lernt. Arthur, der Royce eigentlich gern um sich hat, auch wenn er das niemals zugeben würde. Schreib- und Erzählstil der Autorin ist flüssig und einfach, weshalb das Buch schnell zu lesen ist. Auch der Umfang von nur 230 Seiten trägt dazu bei, dass auch jüngere Leser angesprochen werden könnten.

Arthur erscheint dem Leser zunächst als unmöglicher alter Greis, der sein Personal herumzukommandieren pflegt und der keine Lust auf Leute im Haus hat. Auch seinen Enkel schließt er da nicht aus. Doch Royce ist anders, zunächst sieht er in der Aufgabe nur das Geld, das er für die Pflege seinen Großvaters bekommt. Bald schon entwickelt er jedoch eine immer tiefergehende Beziehung zu ihm. Als dieser ihn dann auch noch den T-Bird fahren lässt, hat er Royce erreicht. Seine Mutter hätte ihm das niemals erlaubt.

Seine Mutter hat ein eher distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater, was wohl an dessen Art und Umgangston liegt, der ziemlich rau und unhöflich ist. Auch Royce muss erst damit umgehen lernen. Ein witztiges, originelles und berührendes Buch über einen jungen Erwachsenen und seinen Großvater, die sich einander annähern und eine Beziehung aufbauen.

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Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman
Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman von Sarah N. Harvey (Broschiert - 1. Oktober 2013)
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