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TOP 1000 REZENSENTam 12. Mai 2016
Von der Deutsch-Amerikanerin Irene Dische hatte ich Ende der 1980er Jahre ihr Debüt, den fulminanten Erzählungsband »Fromme Lügen«, gelesen. Er half damals unter anderem, eine eigentümliche Sprachlosigkeit zu überwinden, die dem jüdischen Leben gegenüber bestand und teilweise noch immer besteht.

Dische versteht Nüchternheit, Herzenswärme und einen knochentrockenen Humor miteinander zu verbinden. Die Erfahrungen der europäischen Juden im 20. Jahrhundert bleiben bei ihr mindestens im Hintergrund präsent. Das hier vorliegende wunderbare Buch für junge Leser – ich würde sagen: ab ungefähr 14 Jahren – enthält all die genannten erzählerischen Tugenden, doch es kommt noch etwas dazu.

Dische erzählt aus der Kinderperspektive – etwas, das sehr leicht erscheint, aber in Wahrheit mit zum Schwersten gehört. Da ist zum einen die Gefahr, das Kind so zu modellieren, wie Erwachsene Kinder gerne hätten, und zum anderen verführt die Kinderperspektive zu Nachlässigkeiten aller Art. Dische umschifft alle diese Untiefen in souveräner Manier.

Peter ist eine durch und durch glaubwürdige Figur, ein am Beginn der Erzählung sechsjähriger Junge. Er blickt auf eine Welt, die noch nicht vollständig entzaubert ist. Ein leichter Ton des Märchenhaften liegt über der Erzählung, wobei das Märchenhafte – wie bei allen anständigen Märchen – auch stets vom Erschreckenden lebt.

Die Kindheit ist keine Idylle. Peter wächst zunächst bei seinem Großvater, einem Landarzt, in Ungarn auf. Seine Mutter ist früh bei einem Unfall ums Leben gekommen, der Vater, zu dem der Großvater keine rechte Beziehung hat, versucht sein Glück im diplomatischen Dienst. Ungefähr 1938 erlangt der Vater einen Botschaftsposten in Berlin und holt Peter zu sich. Für Peter beginnt eine aufregende und wunderbare Zeit. Auf die politischen Ereignisse, die zunehmend auf das Alltagsleben übergreifen, kann er sich zunächst keinen Reim machen. Doch irgendwann wird die Lage zu brenzlig und Peter muss zurück zum wenig geliebten Großvater. Es bleiben aber zunächst die Briefe, die der Vater schickt.

Gerade weil Dische auf die denkbar unsentimentalste Art und Weise erzählt, berührt die Erzählung ungemein. Das Buch ist vor knapp zwanzig Jahren zuerst erschienen, aber seitdem keinen Tag gealtert. Unbedingt empfehlenswert.
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am 27. Februar 2002
dieses buch zählt mit sicherheit zu meinen lieblingsbüchern. die gefühle des kleinen jungen werden sehr eindrucksvoll geschildert, das leben beim großvater, einem sehr strengen mann, der wenig gefühle zeigt, die liebe zum vater, der immer wieder aus dem leben verschwindet, und mit dem man so viel spaß haben kann, die zeit beim vater in deutschland, die so glücklich für ihn ist....... von der damaligen politischen situation ( die geschichte spielt zu der zeit, als in deutschland gerade hitler and die macht kam) wird zwar wenig erzählt, man wird aber mit umso eindrucksvolleren schilderungen entschädigt.
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