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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Méto
Méto ist ein Roter, mehr weiß man erst mal nicht.
Rote sind die ältesten Jungen im Haus. Wenn sie zu alt werden, um Rote zu sein, verschwinden sie. Niemand weiß wohin, so wie auch niemand weiß, woher sie kommen.
Das Leben im Haus ist sehr verwirrend, für alles gibt es Vorschriften, jedoch keine Erklärungen. So ist es ganz...
Veröffentlicht am 19. Juni 2012 von Isegrimm

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düstere Dystopie
Méto ist einer von 64 Jungen, die im Haus leben. Er ist ungefähr 14 Jahre alt, und wie die anderen Jungen weiß auch er nicht, woher er kommt, wie er in das Haus gekommen ist, und was mit ihm passiert, wenn er zu groß für sein Bett wird. Sowie das Bett unter einem Jungen zusammenbricht, verschwindet dieser spurlos, und es kommt ein neuer Junge...
Veröffentlicht am 19. Mai 2012 von Gospelsinger


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Méto, 19. Juni 2012
Von 
Isegrimm - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Méto ist ein Roter, mehr weiß man erst mal nicht.
Rote sind die ältesten Jungen im Haus. Wenn sie zu alt werden, um Rote zu sein, verschwinden sie. Niemand weiß wohin, so wie auch niemand weiß, woher sie kommen.
Das Leben im Haus ist sehr verwirrend, für alles gibt es Vorschriften, jedoch keine Erklärungen. So ist es ganz gut, dass es in diesem Jugendbuch eine sehr linear erzählte Geschichte gibt. Keine Finten, keine Abweichungen, keine Nebenhandlungen. Das ist auch gut so, denn der Alltag der dort lebenden Jungen ist dem Leser so fremd, dass man Zeit braucht sich dort zurecht zu finden. Immerhin, der Leser hat diese Zeit, die Jungen weniger. Daher gibt es auch immer wieder drakonische Strafen, die zu Blessuren und Verletzungen führen.
Auf 220 Seiten entfaltet sich eine spannende Geschichte. Wenngleich mit äußerst knappen Worten und kurzen Sätzen erzählt, gelingt ihr doch, dem Leser von dem Schrecken zu erzählen, den die Jungen erleben.
Leider bleiben dabei viele Fragen unbeantwortet, denn Méto ist der Anfang einer Trilogie. Ich habe es wirklich genossen, das Buch zu lesen und freue mich schon auf die Fortsetzungen, aber es bleibt ein Wermutstropfen. Das Ende ist so offen wie ein Scheunentor. Wer leicht ungeduldig wird, sollte warten, bis die Folgebände auf dem Markt sind. Zum Glück dauert das nicht mehr lang. Lesen sollte man es auf jeden Fall, denn die Geschichte um Méto ist äußerst lesenswert.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düstere Dystopie, 19. Mai 2012
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Méto ist einer von 64 Jungen, die im Haus leben. Er ist ungefähr 14 Jahre alt, und wie die anderen Jungen weiß auch er nicht, woher er kommt, wie er in das Haus gekommen ist, und was mit ihm passiert, wenn er zu groß für sein Bett wird. Sowie das Bett unter einem Jungen zusammenbricht, verschwindet dieser spurlos, und es kommt ein neuer Junge in das Haus. Jeder Neuzugang bekommt einen der älteren Jungen zugewiesen, der fortan dafür verantwortlich ist, den Kleinen einzuweisen und der für dessen Fehler bestraft wird.
Der Tagesablauf der Jungen, denen lateinische Namen zugeordnet wurden, ist bis in die kleinste Einzelheit hinein streng geregelt. Ein enger Zeitplan und eine Vielzahl unsinniger Regeln bestimmen den Alltag. Die Aufseher, Cäsaren genannt, bestrafen jede noch so kleine Verfehlung streng und unerbittlich. Fragen sind nicht erwünscht; die Jungen unterwerfen sich widerstandslos und bewegen sich wie eine Herde Schafe.
Lediglich Méto begehrt auf. Er hinterfragt die Situation, interessiert sich dafür, wie er vor seiner Ankunft im Haus gelebt hat und versucht herauszufinden, was mit den Jungen geschieht, die das Haus verlassen müssen. Dabei erfährt er viele Dinge, besonders aber, dass er nicht allein ist, sondern dass eine Gruppe im Haus eine Rebellion plant. Aber leider sind auch Verräter unten den Jungen.
Diese Dystopie ist ziemlich düster und verstörend. Leider wird zu wenig auf die Grundlagen dieser seltsamen Gemeinschaft eingegangen. Warum gibt es nur Jungen im Haus? Warum werden sie so schlecht behandelt? Was hat man mit ihnen vor? Wie ist die Gesellschaft organisiert?
Man merkt diesem Buch zu sehr an, dass es der Auftakt einer Trilogie ist. Es wird einfach zu wenig ausgeführt. Auch die Charaktere sind recht blass.
Warum gibt es eigentlich keine dicken Schmöker mehr? Diesem Buch hätte es gut getan, nicht in drei Teilen, sondern als Einzelband veröffentlicht zu werden. Dann wäre es nicht so schlimm, dass am Anfang die Rahmenbedingungen nicht vollständig erklärt und die Charaktere nicht gründlich genug eingeführt werden. Die derzeitige Mode, Dystopien möglichst als Trilogien zu veröffentlichen, wird dieser Geschichte nicht gerecht.
Ich werde dennoch auf jeden Fall den nächsten Teil lesen, denn irgendwie hat mich die Geschichte doch gepackt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Jugendthriller, die dystopische Stränge aufweist, 20. April 2012
Von 
rebellyell666 "rebellyell666" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Inhalt:

Méto lebt mit 63 Jungen in einem Haus, in dem ein strenges Regiment herrscht. Morgens müssen die unterschiedlichen Gruppen, die sich in Farben von blau bis violett über rot einteilen aufstehen, in den Unterricht gehen, nur unterbrochen von Essenspausen und Sportübungen, die in regelrechten Wettbewerben abgehalten werden. Zwischen den einzelnen Bissen ihrer Mahlzeit zählen sie stets eine bestimmte Anzahl von Sekunden, bevor sie den nächsten nehmen.
Und wie immer gilt die Regel der Cäsaren, die das Haus überwachen: Wer aus der Reihe tanzt wird bestraft, wer sich gegen das Régime stellt, erst recht und wer sich einfach nicht an die Regeln halten kann, wird mitgenommen und wird von den anderen nie wieder gesehen'

Schreib-/Erzählstil:

Am Ende bleibt doch vieles offen ' gerade das ist sehr gut gewählt, da so das Interesse des Lesers geweckt bleibt und man sich schon auf den nächsten Band freut. Hier möchte ich allerdings nicht zu viel verraten.

Es ist schon ein ausgeklügeltes System, das sich der Autor hier überlegt. Jungen werden mittels Pillen so lange wie möglich klein gehalten, damit sie nicht zu groß werden, und sollte doch das Ereignis eintreten, dass ein Bett aufgrund des zu hohen Gewichts/der Größe bricht, so wird er fortgebracht. Nur wohin und was wird aus ihm?

Genau das fragt sich Méto, dessen bester Freund Marcus eher Angst hat, weggebracht zu werden, als sich der stetig wachsenden Widerstandsformation anzuschließen.
Sehr gut und intelligent ist, dass die Jungen alle einen Namen endend auf -us tragen. Dies ist zwar am Anfang etwas mühselig zu verstehen, dennoch erkennt man so, wie stringent das System immer eine Regel ' selbst bei den Namensfindungen ' aufstellt.
Méto ist keine Ausnahme; im Laufe des Buches wird erwähnt es gäbe noch 'vier oder fünf andere'. Wohl aber ist sein Tun eine Ausnahme, alles zu hinterfragen.

Die Strafen, die sich die Cäsaren, die der Unterscheidung wegen von eins an durchnummeriert sind, ausdenken, sind hart: Zum einen gibt es den Ohrfeigenkreis, in dem jeder fest zuhaut, damit es keinen zweiten geben muss. Zum anderen ' und im Vergleich hierzu ist der Ohrfeigenkreis beinahe harmlos ' muss man bei größeren Vergehen in das Kühlzimmer, in dem sich die Temperatur immer um null Grad Celsius bewegt.

Als Méto begreift, dass es auch eine Welt außerhalb gibt, nimmt er den Kampf auf. Er bleibt sich trotzdem immer selber treu und versucht, das Beste für alle herauszuholen. Mit klugem Kopf erarbeitet er Strategien und kommt hinter einige Verfahren der Cäsaren. Am Ende bleibt aber vieles ungeklärt ' auch, ob Méto wirklich ein Anführer sein kann.

Mein Fazit:

Meine vage Wiedergabe ist nichts im Vergleich zu diesem sehr intelligenten, aufrüttelnden Jungendbuch, das mich stets zu fragen scheint: Was würdest Du tun, wenn Du nichts von der Außenwelt wüsstest und Du weißt, dass Du plötzlich verschwinden kannst, wenn es Dich im Haus zu sehr interessiert? Ich erwarte mit Spannung den zweiten Teil 'Die Insel', der im Oktober 2012 erscheinen wird.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einfach zu wenig..., 21. Juli 2012
Von 
lesezimmerchen (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Méto und 63 andere Jungen leben in einem seltsamen Haus, bewacht, beobachtet, bestraft von den Cäsaren. Sie wissen nicht, woher sie kommen und wohin sie gehen, wenn sie zu groß werden. Sie wissen nur, dass alles davon abhängt, zu gehorchen.

Méto - das Haus und die Folgebände werden als große Sensation gefeiert, als Überraschungserfolg, als dunkel, bedrückend, beklemmend.

Ich empfinde das anders.
Sicher, die Unwissenheit, keine Vergangenheit zu haben und eine Zukunft, über die niemand etwas weiß, das ist spannend und sicherlich eine wirklich gute Grundlage für eine Geschichte. Aber die Umsetzung hätte besser sein können.

Die Erzählweise empfand ich als oberflächlich und zu wenig greifbar. Wenn zum Beispiel auf den ersten Seiten über die Wände der Betten gestrichen wird, wenn der Leser zu ahnen beginnt, dass es irgendetwas mit deren Stabilität zu tun hat, wenn ein Kind verschwindet, dann möchte ich mir als Leser dieses Bett vorstellen können. Möchte nicht nur lesen, dass es Wände hat, sondern möchte vor meinem inneren Auge ein Bild davon entstehen lassen.

Und das klappt hier nicht. Generell wird im Buch mit Beschreibungen gespart, sämtliche Plätze und Personen muss man sich selber ausdenken, allein die Handlung wird vorgegeben. Und auch hier sind die Hintergründe und Machenschaften doch sehr vorhersehbar und die Handlung dann einfach viel zu gradlinig und einfach gehalten.

Das ist mir viel zu wenig anspruchsvoll, auch jüngere Leser haben durchaus Spannung und ein Mitfiebern mit den Charakteren verdient, hierfür müssten aber erst mal Charaktere geschaffen werden, mit denen es sich mitzufiebern lohnt.

Und der Schluss setzt dem Ganzen dann die Krone auf. Das ist kein Ende für ein Buch. Kein Ende des ersten Bandes einer Trilogie, nichtmal das Ende einer längeren Reihe.
Das ist das Ende eines in Teilen abgedruckten Romans in eine Zeitung. Wo am Ende der Spalte einfach mitten in der Handlung ein Cut erfolgt und der erstaunte Leser dann auf eine Fortsetzung hingewiesen wird.

Nein, das ist kein Teil einer Trilogie. Das ist nur das erste Drittel eines einzigen Buches, das dann in mehreren Bänden veröffentlicht wird.

Eine gute Idee, die leider nicht überzeugend umgesetzt werden konnte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Jugendroman. Düsteres Szenario einer Art Erziehungslager. (Teil 1 einer Serie von 3 Bänden.)), 26. August 2012
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
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Abgeschottet von der Umwelt leben 64 Jungen in einem Haus. Sie werden von Cäsaren unter Kontrolle gehalten und jeder Tag verläuft strikt nach Plan. Wer Fragen stellt oder Vergehen begeht wird hart bestraft. Keiner weiß das besser als Méto, denn Méto beginnt sich zu fragen, was der Grund dieser Gefangenschaft - die der Großteil der Jungs nicht als solche empfinden dürfte - sein mag. Die Kinder wissen weder etwas über ihre Vergangenheit, noch was die Zukunft für sie bringen wird. Sie sind in Gruppen eingeteilt, die nach Alter gestaffelt sind. Die Blauen sind die Jüngsten, die Violetten bilden die mittlere Altersgruppe und die Roten sind die Ältesten; zu ihnen zählt sich Méto. Seine Neugier bringt ihn in Gefahr, aber er findet auch Verbündete, denn einige Vorfälle deuten an, dass die Zeit nachdem man ein "Roter" ist, vielleicht noch schlimmer werden könnte, aber darüber reden ist nicht erwünscht. Was genau mit ihnen passiert, wenn sie DAS HAUS verlassen, weiß keiner.

Der Roman ist für Jugendliche sehr gut geeignet, finde jedenfalls. Die Handlung beginnt zunächst etwas zusammenhanglos und wird in der Ich-Erzähler Perspektive von Méto erzählt. Kurze, schnörkellose Sätze. Die Geschichte, die Méto erzählt, wirkt düster und grausam liest sich aber super spannend.

Ich will unbedingt erfahren, wie es weitergeht, denn wie Méto will ich wissen, was der Grund für diese Gefangenschaft, für diese Art Erziehungslager für Jugendliche, ist!? Eines ist gewiss: Nichts geschieht ohne Grund. Und den kann man wohl nur erfahren, wenn man der Serie (3 Bände soll sie umfassen) treu bleibt.

1 - MÉTO Das Haus (1. April 2012)
2 - MÉTO Die Insel (1. Oktober 2012)
3 - MÉTO Die Welt (1. April 2013)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch nicht nur für Jugendliche, 24. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
"'An das, was vorher war, kann ich mich nicht erinnern. Ich erinnere mich nur an Kälte, Dunkelheit und üble Gerüche. Beim bloßen Gedanken daran wird mir noch nach all den Jahren schlecht. Ich weiß nur, dass es hier besser ist.'"

Méto lebt in vollkommener Unwissenheit. Seine Vergangenheit liegt im Dunkeln, ebenso wie sein Weg in die Zukunft, der beginnt, sobald er eine bestimmte Körpergröße erreicht hat. Bis dahin lebt er zusammen mit 63 anderen Jungen eingesperrt in einem Haus auf einer Insel. Abgeschottet, überwacht, gehorsam. Die Jungen bekommen von den Cäsaren, ihren Lehren und Aufpassern, Krafttraining, Kampfunterricht und erlernen die Grundlagen des Ackerbaus. Die wenige Freizeit hat ihren Namen kaum verdient: Unzähligen Regeln und Verboten müssen die Jungen Folge leisten, sonst droht der Ohrfeigenkreis oder die Kühlkammer.

"'Das Kalte Zimmer ist nur schwach beleuchtet. Anfangs wirkt es gar nicht so kalt. Doch bei dem Versuch, seine Temperatur von 37,5° aufrechtzuerhalten, verliert der Körper viel Energie.'"

Was es mit dem Ganzen auf sich hat, weiß der Leser ebensowenig wie Méto selbst ' weshalb man sofort in die Geschichte gezogen wird. Informationen gibt es jedoch nur häppchenweise. Als Méto einen Neuankömmling betreuen und ihn mit dem streng geregelten Alltag vertraut machen muss, beginnt er, Fragen zu stellen ' im Stillen, versteht sich. Denn so viel ist klar: Wer aufmuckt, wird aus dem Weg geräumt. Allmählich durchschaut Méto die Methoden, von den Propagandafilmen bis zum Schlafmittel im Trinkwasser. Doch wem kann er sich anvertrauen? Ist er in der Lage, etwas zu verändern?

Auf den ersten Blick hat der französische Schriftsteller Yves Grevet eine spannende Geschichte für Jugendliche geschrieben. Doch das allein wird dem Roman nicht gerecht. Die beängstigende und beklemmende Situation im Haus spiegelt sich in der distanzierten und kühlen Erzählstimme Métos wider und wird für den Leser dadurch deutlich spürbar. Die wenigen Seiten reichen aus, um die Grausamkeit eines totalitären Systems zu veranschaulichen ' und macht es dadurch greifbarer als so manches Geschichtsbuch. Nicht zuletzt deshalb, weil der Erzählrahmen zunächst ausschließlich auf das Haus beschränkt ist und damit die Komplexität einer ganzen Gesellschaft ausgeklammert wird. Beschrieben wird keine 'Alles oder nichts'-Rebellion, wie in vielen anderen Dystopien, sondern ein langsames Herantasten und Verstehen, das in den Folgebänden '"Die Insel"' und '"Die Welt"', die im Oktober und April erscheinen, fortgeführt wird. Das macht den Auftakt der Trilogie zu einem sehr spannenden und wichtigen Buch und bekommt dafür eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Eine Rezension von textnase.de
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wird aus mir?, 1. Juli 2012
Von 
ginnykatze - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zum Inhalt:

Méto gehört zu einer Gruppe von 64 Jungen, die in einem Haus wohnen. Kann man es wohnen nennen? Wohl eher nein, denn sie sind Gefangene. Auch wenn es ihnen weder an essen, trinken und einer warmen Unterkunft fehlt, ist das ein Leben was so nicht genannt werden kann. Die Jungens leben nach strengen Regeln und wer sie bricht, wird sofort bestraft. Damit auch ja kein Regelverstoß übersehen wird, gibt es die Cäsaren, die in jedem Raum auf Beobachtungsposten stehen. Ohrfeigen sind da noch die geringsten Strafen, die Höchststrafe ist in einem Kühlhaus zu übernachten. Spritzen gehören zur Tagesordnung und schlafen muss man, als wenn man in einem Sarg liegt. Man darf sich nicht bewegen. Außerdem sind die Jungens in farbliche Gruppen eingeteilt. Méto ist in der roten Gruppe, was heißt, dass er das Haus bald verlassen muss. Aber was passiert danach, diese Frage stellt sich Méto immer öfter. Als dann das Bett eines Freundes zerbricht, was zur Höchststrafe führt, verschwindet dieser spurlos. Was ist mit ihm passiert? Méto kann noch sehen, dass er weggeschleift wird, aber wohin und wird er es schaffen draußen? Mehrere Jungens schmieden dann einen Plan und wollen das Haus übernehmen. Kann dieses Vorgehen denn überhaupt gelingen, denn die Verräter sind unter ihnen?

Lest selbst, denn mehr werde ich jetzt nicht verraten.

Fazit:

Méto Das Haus ist der erste Teil einer Trilogie. Dem Autoren Yves Grevet gelingt es dabei von Anfang an die düstere Stimmung in dem Haus rüberzubringen. Er beschreibt den Tagesablauf sehr detailliert und man kann sich ziemlich schnell eine Vorstellung von dem Leben im Haus machen. Die Figuren bleiben dabei eher blass beschrieben. Méto ist der Hauptprotagonist, der hier etwas tiefgründiger beschrieben wird. Hier konnte ich jederzeit mit ihm fühlen, frieren und lachen, mich ängstigen und freuen. Sein Gemütszustand war wirklich toll beschrieben. Auch die Freundschaften, die sich verbotener Weise unter den Jungens fanden, waren gelungen rübergebracht.

Leider fehlte mir hier ein wenig Information über die Cäsaren, warum sie so sind und weshalb sie so handeln. Sicher wird das in den Folgebändern noch näher erklärt.

Alles in allem ein wirklich interessantes Jugendbuch, was ich empfehlen kann. Der Schreibstil ist klar und flüssig lesbar und man kann das Buch wirklich in einem Rutsch lesen; denn eins kann man nicht, es wieder aus der Hand legen. Der Spannungsbogen hält das ganze Buch über und man will unbedingt wissen, wie es im nächsten Teil weiter geht.

Das Cover aber finde ich nicht gelungen. Wenn ich danach gehen würde, hätte ich das Buch sicher nicht ausgesucht und das wäre ein Fehler gewesen; denn es ist nämlich wirklich lesenswert.

Hier kommen von mir 5 verdiente Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Jugendliche offenbar passend, 24. Juni 2012
Von 
H. Keller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Angesichts der zahlreichen anderen Rezensionen brauche ich wohl den Inhalt nicht mehr darzustellen. Also gleich zu meiner Bewertung.

Das Buch richtet sich an Jugendliche. Ich würde die Zielgruppe so ab 12 Jahre bis 16 Jahre ausmachen. Ich denke, dass Jungen und Mädchen gleichermaßen das Buch lesen und sich mit dem Thema Unfreiheit und Gleichschaltung auseinandersetzen können, auch wenn sich dieses Buch dem Anschein nach zuerst (nur) an Jungen zu wenden scheint.

Dank Schreibstil lässt sich das Buch recht flüssig lesen. Mit ca. 220 Seiten Text sollte auch der eher "Leseträge" klarkommen.

Da der Autor die Geschichte für mehrere Teile ausgelegt hat, ist dieses Buch eher die Einstimmung auf die kommenden Ereignisse. Fürs komplette Verständnis kommt man wohl nicht umhin, sich die gesamte Reihe vorzunehmen.

Persönlich finde ich die Story recht "dunkel". Sie erschließt sich zudem nur aus der Perspektive des Protagonisten.

Als Vielleser bin ich an einem Nachmittag mit dem Buch durchgewesen und fühlte mich am Schluss eher irritiert als wirklich neugierig auf den Fortgang. Allerdings sieht das der 14-jährige Sohn einer französischen Bekannten von mir anders. Er hat das Original gelesen und ist von Méto begeistert.

Von mir gibt's vier Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr intelligentes und aufrüttelnd gemachtes Jungendbuch., 23. Juni 2012
Von 
Leo "Leopold" (Weismark) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
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Ein sehr intelligentes und aufrüttelnd gemachtes Jungendbuch. Das Buch ist ausgelegt für die Zielgruppe der 12-14-Jährigen. Eine spannenden Kinder-und Jugendbuch-Trilogie,die sich mit ganz existentiellen Fragen menschlichen Lebens befaßt und zur eigenständigen Reflexion anleitet. Der Inhalt der in Meto steckt, gefällt mir sehr gut. Das Haus, mit den 64 Jungen die dort ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit und mit strengen, oft äußerst seltsamen Regeln leben. Schnell stellt man sich selbst die Frage, warum diese Jungen dort so fest gehalten werden, zu welchem Zweck und was hinter dem Ganzen steckt? Der Schreibstil des Autors ist einfach und auch nüchtern. Durch die kurzen prägnanten Sätze lesen sich die Seiten sehr einfach und man erhält als Leser innerhalb weniger Sätze einen genauen Einblick ins Geschehen. Erzählt wird die Geschichte aus Métos Sicht in der Ich-Perspektive.Es werden einige spannende Fragen offen gelassen, ich erwarte mit Spannung den zweiten Teil, Die Insel der im Oktober 2012 erscheinen wird. 5 Sterne sind jedenfalls nicht zu viel, sonder eher noch zu wenig!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Beginn einer Trilogie, 19. Juni 2012
Von 
Ira W. - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: MÉTO Das Haus (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich dem Buch drei oder vier Sterne gebe, da ich eigentlich von dem Ende sehr unangenehm überrascht war. Es ist zur Zeit ja sehr gebräuchlich, Bücher nie in einem Band abzuschließen, aber mir kam das Ende hier doch ein wenig zu abrupt, zumal das Buch ja nicht übermäßig dick ist (224 Seiten) und die Schrift recht groß.

Eigentlich war für mich noch kein Ende da, allerdings musste ich nach reiflicher Überlegung zugeben, dass mit dem Beginn des nächsten Bandes "Die Insel" ein neuer Abschnitt beginnt, außerdem ist "Méto" nun mal auch in Frankreich als Trilogie erschienen.

Inhaltlich, um endlich zum Wesentlichen zu kommen, findet sich in "Méto" eine spannende und faszinierende Erzählung, die ganz ohne irgendwelche übersinnlichen Fähigkeiten, übernatürlichen Wesen oder Ähnliches auskommt - auch das ist mal wieder recht erfrischend, gerade in der Jugendliteratur.

Auf eine eigenwillig distanzierte Art schildert Yves Grevet das Leben und den Alltag der Jungen im "Haus". Méto, der titelgebende Protagonist des Buches, ist einer der Roten, der Großen, die das Haus bald verlassen müssen - wohin sie dann kommen, weiß keiner. Sie bekommen auch nicht viel Zeit, über solche Fragen nachzudenken, der Alltag der Kinder ist durchstrukturiert, jedes Vergehen zieht harte,teilweise auch lebensbedrohliche Strafen nach sich. Die Cesaren haben das Sagen und regulieren den Tagesablauf der Kinder.
Keiner der Jungen weiß etwas über seine Vergangenheit, das "Davor", keiner weiß, wie die Welt außerhalb des Hauses aussieht, sie unterwerfen sich dem System. Doch plötzlich ändert sich etwas, Méto ist neugierig,diese Neugier führt ihn dazu, das System zu hinterfragen - eine gefährliche und folgenschwere Sache.

Die Geschichte zieht den Lesen in ihren Bann, trotz oder vielleicht sogar wegen der ungewohnten Erzählweise. Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich erwarte ungeduldig den zweiten Band!
Eine Anmerkung noch, entgegen der Produktbeschreibung oben, handelt es sich bei dem Buch (Deutsche Erstausgabe April 2012, dtv - Reihe Hanser) um eine schön gestaltete Hardcoverausgabe mit einem schwarz eingefärbten Schnitt, optisch sehr ansprechend.
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MÉTO Das Haus
MÉTO Das Haus von Yves Grevet (Gebundene Ausgabe - 1. April 2012)
EUR 14,95
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