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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Geschichte fuer Leser jeden Alters, 23. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ina aus China: oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman (Taschenbuch)
Mit der Altersempfehlung 12-13 Jahre hat der Verlag ein klassisches Eigentor geschossen. "Jugendbuecher" kranken ja oftmals an der angestrengt einfachen Sprache, die jungen Menschen den Zugang zur Literatur erleichtern soll. Leider wirkt dies dann oft so bemueht und unnatuerlich, dass aeltere, bibliophile Leser abgeschreckt werden.
Auch dieses Buch kommt mit einfacher Sprache aus, aber das liegt lediglich daran, dass die Autorin die Geschichte aus Sicht des Maedchens erzaehlt. Der Stil ist daher sehr natuerlich, das Buch gut zu lesen.
Die authentische Geschichte ist spannend und hat mich ein wenig an »Neger, Neger, Schornsteinfeger!«: Meine Kindheit in Deutschland von Hans Massaquoi erinnert. Sowohl die geschichtlichen Betrachtungen als auch die Gedanken zum Thema Abschiednehmen und die Beschreibungen der kulturellen Unterschiede duerften nicht nur 12-13jaehrige, sondern auch aeltere Semester interessant finden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzergreifende Geschichte eines chinesischen Mädchens in Nazideutschland!, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ina aus China: oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman (Taschenbuch)
Das Buch"Ina aus China oder Was hat schon Platz in einem Koffer" ist geschrieben von Autorin "Susanne Hornfeck" und erscheint im DTV in der Reihe Hanser.

Als Siebenjährige kommt die Chinesin Yinna 1937 aus dem von Japanern besetzten Shanghai nach Brandenburg und lebt als Pflegekind bei der verwitweten Frau von Steinitz. Dorthin schickt sie ihr Vater in Sicherheit vor den Kriegswirren. Doch bald greift der Krieg ein 2. Mal in Inas Leben ein. Zwischen 1937 und 1944 wächst Ina, wie sie in Deutschland genannt wird, als Ausländerin in einer nazideutschen Kleinstadt auf.

Dieses Buch ist laut Verlag ein Kinderbuch, meiner Meinung nach aber auch für Erwachsene eine sehr interessante Lektüre mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Erzählung baut auf einem biografischen Hintergrund auf und zeigt Kriegserlebnisse, Kindheitserinnerungen und Freundschaft zwischen den Menschen.

Anhand einer Zeittafel werden die geschichtlichen Ereignisse von Europa und Asien gegenübergestellt und auf einer Landkarte ist der Reiseweg Inas von China nach Deutschland eingezeichnet. Das veranschaulicht die politischen Probleme und die Entfernung Inas zu ihrer ursprünglichen Heimat.

Der Schreibstil ist authentisch, spannend und wirkt sehr natürlich. Die Charaktere sind ausdrucksstark beschrieben. Besonders Ina zeigt uns ihre Welt, die zunächst in Shanghai liegt und später in Brandenburg. Dort erlebt sie ihre Kindheit, getrennt von ihrem Vater und herausgerissen aus der gewohnten Umgebung. Sie fasst Fuss und lernt Deutsch, findet neue Freunde, verlernt die chinesische Sprache und ist dennoch eine Ausländerin.
Die Gespräche mit ihrer Pflegemutter bringen ihr die politische Situation nicht nur Deutschlands näher. Der Boxeraufstand und der Naziterror, sowie der 2. Weltkrieg mit all seinen Problemen werden erklärt.

Dabei hat auch Ina ihre schlimmen Erfahrungen mit Ausländerhass, Fliegeralarm, Kohlen klauen, Hamstern und Kohleferien. Der Leser nimmt an ihrem Leben teil und sieht betroffen die Schwierigkeiten ihres jungen Lebens. Der für Besuche im Luftschutzkeller gepackte Koffer ist das Sinnbild von Inas Leben. Was erscheint ihr darin wichtig?

Dieses Buch ist eine eindringliche Lektüre, die tief betroffen macht vom Schicksal der Menschen in dieser Zeit. Eine kleine Chinesin gibt Nachhilfe in deutscher Geschichte des 2. Weltkrieges und den Wirren Chinas.
Eine Hommage gegen Krieg und Hass! Eindeutig empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ina aus China, 6. Juli 2012
Von 
*LIVE.LOVE.READ. (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ina aus China: oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman (Taschenbuch)
Als sich Mitte der dreißiger Jahre die politische Lage in China immer mehr zuspitzt, wird die siebenjährige Chinesin Yinna nach Deutschland geschickt. In Brandenburg wird sie von der verwitweten Frau von Steinitz aufgenommen. Obwohl sie unter Heimweh leidet, gewöhnt Ina (wie sie in Deutschland genannt wird) sich allmählich ein, lernt die deutsche Sprache und findet Freunde. Doch auch das Leben in Deutschland verändert sich, und schon bald greift der Krieg ein zweites Mal in Inas Leben ein'

Vor kurzem habe ich von Susanne Hornfeck bereits 'Torte mit Stäbchen' gelesen. In diesem Buch konnte ich Ina bereits ein klein wenig kennenlernen und war nun sehr gespannt darauf, ihre komplette Geschichte zu erfahren. Ich habe bereits viele Bücher gelesen, welche zur Zeit des Nationalsozialismus sowie während des zweiten Weltkriegs spielen, bislang habe ich jedoch erst wenig über das Leben von Ausländern zur damaligen Zeit in Deutschland gelesen. Susanne Hornfeck beschreibt Inas Leben sehr eindrucksvoll, so dass ich stets ein klein wenig das Gefühl hatte, direkt dabei zu sein. Die Autorin verknüpft Inas persönliche Geschichte sehr eng mit dem politischen Geschehen, sowohl in Europa als auch in China, was das Buch sehr informativ macht. Dennoch steht Inas persönliche Geschichte stets im Vordergrund. Hierbei macht die Autorin besonders deutlich, wie schwer es ist, wenn man sich nirgendwo richtig zugehörig fühlt und gar nicht so genau weiß, wohin man denn nun gehört.

'Wem wünscht sie, Ina Chen, den Sieg? Was tut man, wenn der Feind plötzlich zum Verbündeten und der Verbündete zum Feind wird? Noch dazu, wenn man ein kleines Mädchen ist, das gegen diese übermächtigen Weltläufe ohnehin nichts ausrichten kann.'

(S. 194)

'Manchmal wird ihr ganz schwindelig, wenn sie sich fragt, wer sie denn nun eigentlich ist. Eine deutsche Ina mit chinesischem Gesicht, eine chinesische Yinna, die deutsch denkt?'

(S. 278)

Etwas verwundert hat mich beim Lesen stets, dass Ina in Deutschland doch eher wenig Diskriminierung erfährt. Anfangs wird sie zwar manchmal von andere Kindern als 'Schlitzauge' betitelt, im gesamten Verlauf gibt es dann jedoch nur eine weitere Szene, in der Ina auf Grund ihres asiatischen Äußeren diskriminiert wird. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen darf sie zwar nicht bei BDM mitmachen und wird auch von der Kinderlandverschickung ausgeschlossen, aber hierauf reagiert sie eher mit Trotz, als mit Traurigkeit oder ähnlichen Gefühlen. Hier hätte ich doch mit mehr Problemen gerechnet, da Ina als Chinesin ja keine Arierin ist, was zur damaligen Zeit ja nicht ganz unwichtig war.

Sehr interessant fand ich auch wieder die Einblicke in die chinesische Kultur. Susanne Hornfeck beschreibt die kulturellen Unterschiede zwischen China und Deutschland sehr interessant und mehr als einmal musste ich doch sehr schmunzeln.

Wie der Untertitel des Buchs 'oder was hat schon Platz in einem Koffer' bereits andeutet, beschäftigt sich dieses Buch auch mit dem Abschied nehmen. Ina musste schon jung von liebgewonnen Menschen Abschied nehmen, weswegen sich viele ihrer Gedanken um dieses Thema drehen. Ich fand ihre Gedanken sehr interessant, da sie mich dazu verleitet haben an eigene Abschiede und auch Neuanfänge zu denken.

Fazit:

Erneut hat mich Susanne Hornfeck mit ihrem Schreibstil gefesselt und mich gedanklich sowohl in eine andere Zeit, als auch teilweise ein anderes Land mitgenommen. Die Art, wie sie die politischen Geschehnisse mit der persönlichen Geschichte der Protagonistin verbunden hat, hat mir wieder sehr gut gefallen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schöne Geschichte, 15. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Ina aus China: oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman (Taschenbuch)
Da ich genau gegenüber von dem Haus in der Geschichte gewohnt habe und eine Freundin in genau der Wohnung, ist es für mich Pflicht gewesen, dieses Buch zu lesen. Ich habe dort sehr viele Plätze erlesen, die auch ich als Kind erkundet habe.
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Ina aus China: oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman
Ina aus China: oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman von Susanne Hornfeck (Taschenbuch - 1. November 2007)
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