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5.0 von 5 Sternen Schaurig, klaustrophobisch, spannend
In einem der Harry-Potter-Bücher ist die Rede von einem verzauberten Buch, das jeder, der es in die Hand nimmt, nicht mehr weglegen kann, sondern lesen und lesen und lesen muss. "Nicht das Ende der Welt" ist so ein ungeheuer spannender Roman, obwohl der Handlungsrahmen ja bereits jedem Kleinkind bekannt ist. Noah baut die Arche, steigt mit seiner Familie und vielen...
Veröffentlicht am 26. Juli 2005 von Pimpinella

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grandiose Idee, aber hier schwingt leider zu viel nebenbei mit...
"Das Ende der Welt ist eine geschäftige Zeit, wenn man es überleben will". Die Vorbereitungen auf den Bau der großen Arche werden kein Zuckerschlecken gewesen sein. Natürlich war da auf der einen Seite die harte Arbeit, ein Riesenschiff zu bauen. Körperlich schwierig und anstrengend. Aber auf der anderen Seite braucht es zum Überleben auf...
Veröffentlicht am 26. Juni 2009 von fantafrau


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schaurig, klaustrophobisch, spannend, 26. Juli 2005
In einem der Harry-Potter-Bücher ist die Rede von einem verzauberten Buch, das jeder, der es in die Hand nimmt, nicht mehr weglegen kann, sondern lesen und lesen und lesen muss. "Nicht das Ende der Welt" ist so ein ungeheuer spannender Roman, obwohl der Handlungsrahmen ja bereits jedem Kleinkind bekannt ist. Noah baut die Arche, steigt mit seiner Familie und vielen Tierpärchen ein. Und dann kommt der Regen.

Aber wie hießen die Schwiegertöchter Noahs? Hatte er vielleicht eine Tochter? Bekommt man auf der Arche Skorbut? Was fressen die Tiere? Überleben alle Tierarten? Wie halten die Archenpassagiere aus, wenn ihre ertrinkenden Nachbarn sie um Hilfe anflehen? Dürfen sie andere Menschen aufnehmen oder hieße das, Dämonen an Bord zu nehmen? Wie lebt es sich mit einem religiösen Fanatiker an Bord?

Geraldine McCaughrean spinnt eine unerhört packende und mitunter recht schreckliche Geschichte aus dem alten Stoff. Dabei macht ihre - wenigstens im englischen Original - vielschichtige Sprache die übelriechende Atmosphäre in der Arche unmittelbar spürbar. UNd dann gibt es am Ende noch eine überraschende Wendung: da hat jemand an Bord anscheinend mehr nachgedacht, als es zuerst den Anschein hat.

Das Buch ist nichts für allzu zarte Gemüter, doch für alle anderen ab ca. 11 Jahren würde ich es wärmstens empfehlen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grandiose Idee, aber hier schwingt leider zu viel nebenbei mit..., 26. Juni 2009
Von 
fantafrau - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht das Ende der Welt: Ein Arche-Noah-Roman (Taschenbuch)
"Das Ende der Welt ist eine geschäftige Zeit, wenn man es überleben will". Die Vorbereitungen auf den Bau der großen Arche werden kein Zuckerschlecken gewesen sein. Natürlich war da auf der einen Seite die harte Arbeit, ein Riesenschiff zu bauen. Körperlich schwierig und anstrengend. Aber auf der anderen Seite braucht es zum Überleben auf dem Schiff ja auch noch andere, alltägliche Dinge von Essen, über Decken bis hin zu Kleidung. All jene Sachen mussten auch organisiert, eventuell ausgebessert und gesammelt werden. Geraldine McCaughrean lässt dies im Buch Nicht das Ende der Welt" die Aufgabe der Frauen sein, im Vorfeld der großen Flut die Vorbereitungen für die alltäglichen Dinge zu treffen. Und mitten drin Timna, die Tochter Noahs, die auf Grund der patriarchalen Strukturen der damaligen Gesellschaft schon weiß, dass wohl nur ihre Brüder im Lauf der Geschichte überhaupt Erwähnung finden. Und dennoch ist sie ein Teil des Geschehens, das macht die Autorin sehr anschaulich deutlich. Aus ihrer und der Perspektive weiterer Frauen und Männer auf der Arche erzählt sie die Geschehnisse rund um die große Flut. Und zeigt dabei, dass auch das Leben auf dem Schiff alles andere als idyllisch gewesen sein dürfte. So wird einem als Leser erstmalig bewusst, was für eine Lautstärke und welch ein Gestank bei so vielen Tieren, die aufgewühlt sind, ihren jeweiligen Eigengeruch haben und natürlich auch ihre Bedürfnisse verrichten, geherrscht haben muss. Aber nicht nur das, während Noahs Familie auf dem Boot gerettet wird, gibt es zugleich unzählige Menschen, die in den Fluten ertrinken und um ihr Leben schreien. Auch diese grausamen und kaum zu ertragenden Geräusche, die man sonst eher ausblendet, werden lebendig. Man weiß zwar von der Flut, doch gerade auch mit den Bildern des schrecklichen Tsunamis vor Augen beginnt man zu erahnen, wie furchtbar es gewesen sein muss, Menschen beim Ertrinken zuzusehen und sie daran zu hindern, auf die Arche zu kommen. An dieser Stelle ist das Buch zugegebenermaßen schon ein wenig grausam. Ich würde mir also gut überlegen, ab welchem Alter das Buch empfehlenswert ist (und die angegebenen 11 Jahre halte ich persönlich für zu früh!). Zudem wird hier - zumindest im ersten Teil des Buches - unterschwellig ein Gottesbild mit transportiert, wo Gott dies als gerechte Strafe mit ansieht und Menschen in seinen Dienst nimmt, diese Strafe zu vollziehen, indem diese aktiv verhindern müssen, dass weitere Menschen außer der Familie auf das Boot gelangen.

Die Anschaulichkeit, mit der man das Leben auf der Arche und die Tatsache, was es bedeutet, eine solche Sintflut miterleben zu müssen, vor Augen geführt bekommt, hat mir sehr gut gefallen. Weniger gut fand ich hingegen den permanenten Umgang mit dem Begriff "Dämonen". Ich vermute, die Autorin hat hier versucht, ein Weltbild der damaligen Zeit wider zu spiegeln, von dem ich bezweifle, ob es repräsentativ für dieselbe stehen kann. Ich fand es schwierig zu lesen, dass ein kleiner Junge und alles, was in irgendeiner Weise das Böse wider spiegeln könnte, permanent als Dämon bezeichnet wird. Auch wenn dies später wieder dahingehend verkehrt wird, dass der Junge dann auf einmal der Wille und die Fügung Gottes ist, so hat mich diese permanente Dämonisierung schon gestört. Auch das Gottesbild, das hinter diesen Gedanken steht, nämlich von einem Prinzip des Do-ut-des hin zu einem Gott der alles lenkt, halte ich in dieser Abfolge der psychologischen Entwicklung für fragwürdig.

Was das Buch außerdem am Beispiel von Sem, einem Sohn Noahs, zeigt, ist wie religiöser Eifer auch schon mal in Fanatismus umschwingen kann. Das ist zwar interessant, aber wieder ein zusätzlicher "Nebenschauplatz", der hier eröffnet wird.

Der Schreibstil ist auch etwas anspruchsvoller und häufig von philosophischen Einflüssen geprägt, sodass man selbst als Erwachsener das Buch an manchen Stellen zumindest aufmerksam lesen muss.
Schließlich kommt noch hinzu, dass das Ende für mich mit seinen vorsichtigen Andeutungen sehr unbefriedigend war. Ich finde zwar, dass Enden auch durchaus einmal offen sein dürfen, aber hier war es weder Fleisch noch Fisch.

Alles in allem kann man sagen, dass in diesem Buch - neben der Anforderung der permanenten Perspektivwechsels der erzählenden Person (von der Tochter Noahs Timna über ihre Mutter bis hin zu literarisch reizvollen Beiträgen von einzelnen Tieren) - sehr viele Themen am Rande angesprochen und behandelt werden, sodass ich persönlich im Moment daran zweifle, ob man dieses Buch wirklich als Jugendroman oder nicht lieber doch mit den Adressaten der Erwachsenen anpreisen sollte. Das was Jugendliche aber wahrscheinlich sehr gut nachempfinden können, sind das Ins-Wanken-Kommen der Überzeugung, dass die Eltern alles wissen und die Anfragen an Gott, die gestellt werden.

Die Idee des Beschreibens des Lebens auf der Arche in dieser Anschaulichkeit und auch aus der Perspektive derer, die in der biblischen Version keine Stimme haben, halte ich für einen tollen Ansatz, der mich begeistert, aber die Umsetzung in diesem konkreten Fall hat mich leider nicht ganz überzeugt. Ich war enttäuscht. Deswegen drei [***] Sterne von mir!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Deprimierend und ungeeignet für Kinder, 20. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Nicht das Ende der Welt: Ein Arche-Noah-Roman (Taschenbuch)
Ertrinkende schreien und flehen und werden einfach von den Bortwänden gestoßen oder von der Arche überfahren, weil Gott es so angeordnet hat. Die erzählende Tochter Noahs bekommt Alpträume. Warum ist ihr Vater plötzlich so hartherzig? Als sie sich vor ihren Träumen fliehend auf das Schiffsdeck begibt, schwimmt auf dem Wasser ein Leichenteppich.
Das sind Bilder, wie sie dieses Buch zeichnet:
Ein grausamer, unbarmherziger Gott (oder gibt es gar keinen), ein fanatischer Noah, Tod, Elend und Gestank. Das ist kein geeingetes Kinderbuch! Meine Kinder werden es nicht lesen.
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Nicht das Ende der Welt: Ein Arche-Noah-Roman
Nicht das Ende der Welt: Ein Arche-Noah-Roman von Geraldine McCaughrean (Taschenbuch - 1. August 2007)
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