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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht der einzelne Mensch ist böse...
Nicht der einzelne Mensch ist böse, sondern es ist das System, das Umfeld welches Menschen böse handeln lässt.
Dieses Buch beschreibt wie kein anderes, wie normale Menschen zu Tätern werden.
Plausibel wird dargestellt, dass Gewalt nicht nur aus Aggression besteht, sondern im erster Linie aus Angst besteht, als vollständig im Kopf...
Am 16. November 2005 veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, aber unrealistisch...
Erik, Sohn eines Vaters der ihn jeden Abend brutal verprügelt, wird von der Schule geschmissen: er ist Anführer einer gewalttätigen Jugendgang und als diese auffliegt, schieben die anderen alle Schuld auf ihn. Der Direktor schreit ihm auch noch entgegen "Du bist das personifizierte Böse und als solches musst du vernichtet werden!" und fügt noch...
Vor 13 Monaten von Darkwaver007 veröffentlicht


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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht der einzelne Mensch ist böse..., 16. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Evil. Das Böse (Taschenbuch)
Nicht der einzelne Mensch ist böse, sondern es ist das System, das Umfeld welches Menschen böse handeln lässt.
Dieses Buch beschreibt wie kein anderes, wie normale Menschen zu Tätern werden.
Plausibel wird dargestellt, dass Gewalt nicht nur aus Aggression besteht, sondern im erster Linie aus Angst besteht, als vollständig im Kopf abläuft - und nicht in den Händen.
Sehr gut geeignet ist das Buch um Jugendlichen (ab 14 Jahren) zu zeigen, dass es sich lohnt Unrecht und Gewalt entgegenzutreten statt zu ertragen -will man nicht an Selbstachtung verlieren. Auch für mich als 30 Jährigen war ein Bereicherung für den Alltag.
Dabei habe ich noch sie so packende Bilder in einem Buch gelesen, die jedem noch so Lesefaulen packen werden.
Nervenkitzel pur.
Das Buch ist das meistgelesene Buch in Schweden. Es wurde über eine Millionen mal verkauft.
Während die Liebesgeschichte und einige Details über die Sportanlagen des Internates hinzuerfunden wurden, beruhen sämtliche Gewaltdarstellungen auf Erlebnisse des Autors. Das Internat, das in Wirklichkeit "Solbacka" hieß, wurde nach diesem Enthüllungsroman, dem einige Debatten in der schwedischen Presse und Parlament folgten, geschlossen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension des Buches "Evil - Das Böse", 21. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Evil. Das Böse (Taschenbuch)
Zum Inhalt: Protagonist des Jugendbuches Evil - Das Böse" von Jan Guillou ist der 14-jährige Erik, der als Opfer seines sadistischen Vaters Anführer einer berüchtigten Jugendbande ist. Als der Direktor seiner Mittelschule von Eriks Machenschaften erfährt, wird er trotz überdurchschnittlicher Leistungen umgehend der Schule verwiesen. Mit finanzieller Hilfe seiner Mutter jedoch gelingt dem zielstrebigen Erik einen Platz im Internat Stjärnsberg zu erlangen, das als vornehm gilt und als Eliteschule angesehen wird. Erik will seine letzte Chance nutzen und möchte Gewalt ein für alle Mal hinter sich lassen. Folglich kommt ihm der

gewaltfreie Unterricht seiner neuen Lehrer sehr zugute. Eriks Vorsatz scheint jedoch zum Scheitern verurteilt, als er das Prinzip der Kameradenerziehung" seiner neuen Schule kennen lernt: Er durchschaut, dass von seinen älteren Mitschülern eine Gewalt ausgeht, die von den Lehrern ignoriert wird. Vor allem der Rat", dessen Mitglieder der Abiturklasse angehören und vorwiegend adelig sind, hat sich das Erniedrigen und Quälen jüngerer Mitschüler zur Kunst erhoben.

Erik boykottiert als erster Schüler das System des Internats und widersetzt sich den Befehlen der Älteren durch sowohl mentale als auch physische Überlegenheit. Seinem neuen Freund Pierre bleibt nur die Flucht, Erik hingegen wird durchhalten. Nicht nur, um sein Abitur zu machen, sondern auch, weil er das Böse nicht siegen lassen will.

Zum Buch: Das autobiografische Jugendbuch Evil - Das Böse" von Jan Guillou setzt sich hauptsächlich mit dem Thema Gewalt und Legitimation von Gewalt auseinander, sowie dem Mut sich diesen zu widersetzen.

Schockierend ist vor allem die Tatsache, dass die detaillierten, emotionslosen Gewaltanwendungen von Jugendlichen ausgeführt werden.

Guillou erklärt in seinem Roman nachvollziehbar wie Gewalt entsteht und wie ein Opfer zum Täter werden kann. Mehr noch als das bezieht er seinen Leser dermaßen ins Geschehen ein, dass selbst ein überzeugter Gegner der Gewalt seine moralische Überzeugung überdenken muss.

Zum Autor: Jan Guillou ist 1944 in der schwedischen Stadt Södertälje geboren. Seine schriftstellerische Karriere begann in den siebziger Jahren. Seitdem sind über 30 Bücher von ihm veröffentlicht worden. Bekannt wurde er hauptsächlich durch seine historischen Romane und Polit-Thriller. Außerdem ist Guillou als freier Journalist für Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen tätig und hat Bühnenstücke und Fernsehspiele geschrieben.

Evil" beruht hauptsächlich auf Erlebnissen des Autors. Im Buch will Erik Rechtsanwalt werden, um das brutale System zu beenden. Später stellt er jedoch fest, dass das Recht zwar auf seiner Seite ist, ihm dennoch nicht den nötigen Schutz bietet kann. Auf die Frage, weswegen Guillou später Journalist geworden ist, antwortet er, man könne mit Skandaljournalismus mehr erreichen: Das eigentliche Stjärnsberg" sei vier Jahre nach der Veröffentlichung seines Buches in Schweden 1981 geschlossen worden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Du bist das personifizierte Böse und als solches musst du vernichtet werden!", 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Diese Worte brüllt der Rektor dem von seinem prügelnden Vater was Gewalt angeht enthemmten Erik entgegen.

Erik ist 14 Jahre alt und bereits brutaler Anführer einer Bande kleinkrimineller Jugendlicher. Nach einem schwerwiegenden Vorkommnis scheint Eriks Zukunft zerstört, denn keine Schule will ihn nach seinem Rauswurf noch aufnehmen. Den einzigen Ausweg bietet das Internat Stjärnsberg. Erik will dort einen gewaltlosen Neuanfang wagen und freundet sich mit dem sanften Pierre an. Doch allzu bald ist er gezwungen zu begreifen, dass in Stjärnsberg Gewalt herrscht, wie sie ihm nie zuvor begegnet ist, und es keine Rettung vor ihr zu geben scheint...

Der Autor Jan Guillou hat mit "Evil - Das Böse" einen genialen und beklemmenden Roman über ein ernstes Thema verfasst.
Mit einer grandiosen Sprache, welche glasklar und präzise Kampfszenen bis ins kleinste Detail analysiert und in all ihrer Grausamkeit darstellt, verstärkt er den aufrüttelnden Effekt.
Durch die Kühlheit und Berechnung wird eine so spannende und dichte Atmosphäre geschaffen, die perfekt zu den Geschehnissen im Buch passt.
Meisterlich gelingt dem Autor das Durchleuchten von Eriks Gedanken und Gefühlen, welche sein Verhalten erklären. Der Leser verfolgt die genauen Gedankenprozesse Eriks, wo er zum Beispiel den ersten Schlag hinsetzt, um seinem Gegner am meisten zu schaden. Jan Guillou ermöglicht sozusagen einen Blick in den Kopf des Täters.

Erik ist der Symphatieträger des Romans, obgleich er anfangs ein Pisacker und Schlimmeres ist. Doch es ist Eriks grausamer und autoritärer Vater, der Erik verroht, zu dem gemacht hat, was er ist, der das Böse verkörpert. Weil er es ist, der es genießt, seinen Sohn mit Schlägen zu quälen und befriedigt darüber lächelt, wenn ein Collie von seinen von ihm misshandelten und dadurch verhaltensgestörten Kampfhunden zerfetzt wird. Diese Szenen spiegeln das widerliche Verhalten Eriks Vaters wider und bringen dem Leser näher, wie sehr Erik unter seinem Vater leidet.

Viele Kampfszenen werden ausführlich geschildert, einige jedoch nicht. Deren Grausamkeit kann sich der Leser selbst erschließen; der Autor lässt einem die Vorstellung frei.
"Und noch lange später, im Frühling, wenn scharfes Licht ins Zimmer fiel, sah Erik auf den weißen Tapeten mit den Segelbooten und den Pferden und den spielenden Hunden braune Spritzer bis hinauf zur Decke."
Dennoch erlangt das drastische Buch keine unnötige Brutalität und verliert nicht an Wichtigkeit und Anspruch.

Gewalt erfährt Erik auch in der Schule. Sein gesamtes Leben ist von der Gewalt geprägt und es wird schwierig für Erik sein, kein gewaltloses Leben zu führen, weil die ganzen grausamen Erfahrungen für immer ihre Spuren hinterlassen. Hierdurch zeigt der Autor, dass kein Mensch von Grund auf böse ist, sondern erst durch seine Vergangenheit zu dem gemacht wird, was er ist.
Obwohl Erik selber Gewalt anwendet, verabscheut er diese zutiefst. Bei den Lehrern, die ihn schlagen, macht er im Unterricht die Hölle heiß, bei den "Netten" benimmt er sich lammfromm. Auch später in Stjärnsberg lässt er sich von den dort dominierenden Ratis nicht unterkriegen und sie fürchten ihn, ganz ohne dass er körperliche Gewalt anwendet. Diese Erfahrung wird Erik im Laufe der Geschichte noch ein paarmal machen, nämlich dass er Respekt ganz ohne die Anwendung körperlicher Gewalt erreichen kann und seelische Gewalt genauso schlimm sein kann und auch Worte peinigen können. Das Buch zeichnet die vielschichtigen Seiten, welche Gewalt annehmen kann, auf.
Bei seinen Mitschülern stößt Eriks unmenschliches Schmerzertragen auf Schrecken, doch sie verstehen nicht, denn jahrelange Folter hat ihre Folgen. Er hat keine Angst mehr vor Schmerzen, sein Vater hat ihm diese gründlich ausgetrieben. Eriks Devise ist: Hass verkleinert Schmerz, Angst vergrößert ihn. Sein bester Freund Pierre ist strikt gegen Gewalt, doch er versteht ihn.

Das Leben im Internat ist von Misstrauen geprägt, durch die Schreckensherrschaft der Primaner. Immer neue sadistische Methoden lassen sich diese einfallen, um Eriks Rebllion zu stoppen.
Man kann der Grausamkeit wegen nur mit dem Kopf schütteln, so fassungslos lassen einen einige Schilderungen zurück und man wird mit der Frage konfrontiert: Wozu sind Menschen, Jugendliche, eigentlich fähig, nur um ihre Macht ausüben zu können?
Schlimm ist, dass die Lehrer über alle Brutalität und die Demütigungen, die den Schwächeren widerfahren, hinwegsehen und nicht eingreifen.

Das Ende ist grandios.

Fazit: "Evil - Das Böse" ist eines dieser Bücher, die einen absolut zu fesseln verstehen, wenn auch keine leichte Kost.

"Das Böse ist nicht dumm, Pierre, hast du das noch immer nicht gelernt?"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Fast unerträglich gut.", 16. März 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Das hat ein Stern-Autor darüber geschrieben (steht auf der Rückseite), und er hat recht. Ich lese normalerweise ungern Romane über das Thema Gewalt, aber dies ist von der ersten bis zur letzten Seite ein Vergnügen. Spannend, man legt es nicht mehr freiwillig aus der Hand, bevor man es zu Ende gelesen hat - gleichzeitig in einem hervorragenden unprätentiösen Stil. Ein Meisterwerk.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte ein absoluter Horror - Das Buch ein absoluter Traum, 26. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich vor einer halben Stunde die letzten Seiten des Buchs verschlungen hatte, hatte ich wirklich Gänsehaut, begleitet von einem Gefühl, dass man gar nicht wirklich beschreiben kann und sogar jetzt noch andauert.

Die Geschichte hat einen so mitgerissen, dass es wirklich unmöglich für mich war neutral zu bleiben. Das Buch hat mich dermaßen gefesselt und in die Geschichte hineingezogen, dass ich einzelne Situationen unglaublich mitfühlen konnte und jetzt im Nachhinein richtig mitgenommen bin.

Und ich finde so sollte ein gutes Buch sein:
Es sollte mitreissend sein, sodass man Abends nicht aufhören mag zu lesen aber man gleichzeitig traurig ist, wenn die Seiten immer weniger werden.
Es sollte einen berühren sodass man teilweise das Gefühl hat die Geschichte selbst zu erleben.
Und was für mich noch sehr wichtig ist, ist die Wirkung am Ende, wenn man fertig damit ist. Dann sollte ein gutes Buch einen zum nachdenken bringen.
Und dieses Buch erfüllt alle erwähnten Punkte absolut.

Es ist eine faszinierende Geschichte über Gewalt und das Böse. Es vermittelt ein wahnsinnig glaubhaftes Bild von dem Konflikt der durch ein von Gewalt gezeichnetes Leben einer Person - nämlich Erik - in einem Menschen entstehen kann.
Ein ewiger Wunsch der Gewalt und dem Bösen zu entrinnen das einen so lange umgeben hat, gefolgt von der Schwierigkeit dieses Ziel überhaupt je erreichen zu können und das Notwendige vom Übel zu trennen.

Der Schreibstil war anfangs etwas ungewohnt und teilweise auch verwirrend aber ich habe mich nach relativ kurzer Zeit daran gewöhnt und zuletzt war es auch genau dieser, der das Buch noch "wirklicher" werden hat lassen.

Bleibt zuletzt nur zu sagen, dass ich es absolut weiterempfehlen würde!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evil - Das Böse - Ein Buch, das k.o. schlägt, 13. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Dieses Jugendbuch hat mich getroffen wie ein perfekt platzierter Faustschlag. Nach zwei Seiten war ich für Stunden k.o. - unfähig, zu verdrängen, was ich soeben gelesen hatte.

Aufgeschlagen hatte ich das Buch während meiner Arbeitszeit, nachdem es mir in der Jugendbuchabteilung aufgefallen war. In einer ruhigen Minute hatte ich nur mal "reinlesen" wollen, nicht ahnend, in welche Abgründe mich bereits das erste Kapitel führen würde.

Als ich den Roman aus der Hand legte, blieb Erik, die jugendliche Hauptfigur, für mich in seiner persönlichen Hölle gefangen. Wie unter einem Zwang kaufte ich das Buch, traute mich aber fast eine Woche lang nicht, weiterzulesen. Einerseits wollte ich unbedingt wissen, wie es ausging, wollte Erik begleiten auf seinem Weg - andererseits hatte ich Angst vor dem, was noch geschehen würde. Fast wie im richtigen Leben - lieber die Augen verschließen, nicht hinschauen, die Gewalt ausblenden, verschont bleiben, nichts mitbekommen.

Als ich mich dann endlich darauf einließ, war der Sog immer noch da - ich versuchte, aber innerlich so weit Abstand zu wahren, wie es nötig war, um bis zum Schluss durchzuhalten.

Ich will den Inhalt nur ganz kurz umreißen, denn keine Kurzbeschreibung kann diesem Buch gerecht werden. Erik ist seit frühester Kindheit einem sadistischen, gewalttätigen und völlig durchgeknallten Vater ausgeliefert. Die Mutter hört nichts, sieht nichts, tut nichts dagegen, der jüngere Bruder bleibt unbehelligt, weil einzig Erik seinem Vater als "Lust"objekt dient. Schlagen, Schmerzen zufügen, Erniedrigen - das ist das, was dem Vater Freude bereitet.

Erik studiert das Verhalten seines Vaters, wird Meister im Ertragen, später auch im Zufügen von Schmerzen. Denn auch im außerfamiliären Bereich gibt es für ihn keine gewaltfreie Zone. Als Jugendlicher wird er der Schule verwiesen und erfährt zum ersten Mal in seinem Leben Unterstützung durch die Mutter, die es arrangiert, dass ihre Ersparnisse ihm die Aufnahme in ein Internat ermöglichen.

Erik, der eine Befreiung darin sieht, ein Geschenk und die Chance, Jahre ohne Gewalt zu verbringen, erkennt schnell, dass dies ein Trugschluss war und dass er, um seinen Schulabschluss zu machen, das interne "totalitäre" Schülerregime erdulden muss.

Die Art und Weise, wie es ihm gelingt, die Schuljahre zu überstehen, seine Intelligenz, seine Charakterstärke ist faszinierend und beängstigend zugleich.

Ein herausragendes Buch, auch und ganz besonders für erwachsene Leser/innen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen böse - blutig - brutal, 10. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Normalerweise ist das ein Thema, welches mich weniger fesselt. Aber in diesem Falle konnte ich das Buch nicht zur Seite legen. Schon auf den ersten Seiten werden die schlimmsten Grausamkeiten beschrieben, bis ins Detail, und man leidet von der ersten Minute einfach mit Erik mit. Man kann gar nicht anders. Er ist doch selbst ein Schläger? Zieht hier nicht, denn man hat Mitleid mit ihm, und entschuldigt jedes Fehlverhalten sofort.

Noch mehr leidet man plötzlich mit, als der Schulwechsel vollzogen wird, und das ganze noch mehr die Hölle für ihn wird, als es bei seinem Vater der Fall war.

Das ganze ist so dynamisch geschrieben, dass man weder merkt wie die Zeit beim Lesen vergeht, noch irgendwie den Drang dazu hat, etwas anderes zu tun, als dieses Buch zu lesen.

Stockholm in den 50ern ist zwar eine Zeit und ein Ort, mit dem die wenigsten etwas anfangen können, aber man erfährt nur an einer einzigen Stelle, in welcher Zeit es wirklich spielt. Man kann das Thema und auch die Art auch auf unsere Zeit frequentieren, denn Gewalt in Familie und der Schule ist allgegenwärtig.

Im letzten Drittel des Buchs kommt plötzlich die Frage auf, ob das Böse intelligent ist, bzw. ob Intelligenz von Nöten ist, um böse zu sein. Sind die Prügel wirklich die grausamsten und bösesten Dinge, die einem Menschen angetan werden können, oder gibt es noch grausamere Dinge?

Letzteres fragt man sich besonders dann, wenn man das Buch nach der letzten Seite zuklappt.

Ich mag es wirklich empfehlen, besonders Leuten, die das Thema kritisch betrachten.

Opfern von Gewalt in Familie und Schule, rate ich eigentlich davon ab, da es sehr detailiert und teilweise sehr blutig beschrieben wird. Man verzerrt selbst den Mund vor Schmerz, so realistisch beschrieben sind die einzelnen Szenen.

Ich ziehe meinen Hut auf jeden Fall vor dieser schriftstellerischen Leistung!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heiligt der Zweck die Mittel? Ein erschreckendes, autobiografisch geprägtes Buch., 21. Juli 2011
Von 
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(TOP 50 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Kameradenerziehung. So lautet die im Eliteinternat Stjärnberg angewandete Methode, um die unteren Jahrgangsstufen der Schule zu unterdrücken und zu demütigen. Ein eingespieltes System, das niemand in Frage zu stellen scheint. Erik, der von seiner alten Schule geworfen wurde, und zwei Jahre in Stjärnberg verbringen muss, um die Qualifikation für ein Gymnasium in Stockholm zu erlangen, ist der Erste, der sich diesem System widersetzt. Er lässt sich die Schikanen der Ratsmitglieder und der obersten Jahrgangsstufe, der Abiturienten, nicht gefallen. Beugt sich nicht. Die Strafe folgt postwendend. Arrest während den Wochenenden und Strafarbeiten. Und außerdem wird er ins 'Karo' bestellt, um sich dort verprügeln zu lassen. Zwei ältere Schüler gegen den Neuzugang. Womit sie nicht gerechnet haben, ist Eriks Erfahrung im Kämpfen. Er, der mit einem gewalttätigen Vater aufgewachsen ist, und der sich auch auf seiner alten Schule in Prügeleien durchsetzen konnte, weiß sich zu wehren. Nicht nur mit den Fäusten. Wichtiger noch ist sein Wissen um die Bedeutung der Furcht im Gegner, die er gezielt zu wecken weiß. Nach dem dramatischen Sieg im 'Karo' wird er sich zukünftig vor allem verbal zur Wehr setzen. Respektverweigerung durch Spott. Vorübergehend verschafft er sich außerdem aufgrund von hervorragenden sportlichen Leistungen in Wettkämpfen eine Atempause.

Eingeschoben in den Alltag ist immer wieder der kursiv geschriebene nächtliche Gedankenaustausch zwischen Erik und seinem Zimmergenossen Pierre. Pierre, der beste Schüler seines Jahrgangs, der eher vom Intellekt geprägt ist. Die beiden Jugendlichen tauschen sich über Arten des Widerstandes aus. Ob und wann gewaltloser Widerstand im Stile von Mahatma Gandhi möglich ist. Über die Freiheitsbewegung in Algerien, wo der gewalttätige Widerstand der Beherrschten nur noch mehr Gewalt seitens der Herrschenden erzeugt. Und irgendwann folgt die Erkenntnis, dass die meisten Schüler in Stjärnberg träge geworden sind, weil sie schon zu lange Teil des Ganzen sind. Ein härterer Menschentyp werden, indem man lernt Schläge einzustecken und auszuteilen? "Sie glauben, oder wollen es glauben, um nicht als feige zu gelten." meint Erik, und ist doch überzeugt, dass nur ein paar mehr Widerständler nötig wären, um das System zu verändern.

In der Tat, im neuen Schuljahr beginnen auch andere Schüler, sich an Erik ein Vorbild zu nehmen. Um die alten Prinzipien zu erhalten, suchen die Mitglieder des Rates die schwache Stelle von Erik und finden sie in seinem besten Freund Pierre. Dieser wird nunmehr das besondere Ziel der Demütigungen ...

Soviel zum Inhalt.

Das Buch spielt im Jahr 1959. Erkennbar auf Seite 366, wenn davon die Rede ist, dass in fünf Jahren die olympischen Spiele in Tokio stattfinden. Wenn man Wikipedia Glauben schenkt, dann soll es autobiografisch geprägt sein. Jan Guillou, Jahrgang 1944, soll darin seine Erlebnisse in dem Internat Solbacka verarbeitet haben. Jan Guillou ist eine schillernde Gestalt, er begann seine Karriere als Journalist, schrieb später unter anderem die erfolgreiche Serie um den Spion Carl Hamilton, auch Coq Rouge genannt, sowie mehrere Folgen des Historiendramas Der Kreuzritter. Daneben hat er in den 1960-er und 1970-er Jahren für den KGB gearbeitet (siehe Kommentar). Dass er sich fremden Regeln nicht beugen mag, hat er mit der Gründung des Piratenverlages bewiesen. Mitbegründerin war die Autorin der Annika-Bengtzon-Krimis Liza Marklund. Ähnlich wie sein Landsmann Henning Mankell setzt er sich für die Belange der Palästinenser ein. Kurz und gut: Jan Guillou ist ein unbequemer Mann mit einem eigenen Kopf.

Gesamteindruck des Buches:

Bewegend und erschreckend.
Mit unglaublich realistischen Schilderungen.
Ganz klar die Höchstnote.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr eindrucksvolles Buch, welches mich "aufgewühlt" hat, 28. Mai 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Das Buch "Evil" wurde bereites 1981 verfasst. Ins Deutsche übersetzt wurde es 2005, vermutlich anlässlich der gleichnamigen schwedischen Verfilmung.
Story:
Schweden, Ende der 1950-ger Jahre. Der 14-jährige Erik wird von seinem Vater ständig misshandelt und brutal zusammengeschlagen. Die Mutter schaut weg. Dies prägt sein Leben und auch er verinnerlicht gewaltsames Handeln. So steigt er zum Chef einer Jugendbande auf, die andere Schüler "abzieht". Nach Diebstählen in Schallplattenläden fliegt die Bande auf und Erik muss die Schule verlassen. Seine letzte Chance, einen Schulabschluss zu erhalten, ist das Internat Stjärnberg. Dieses gilt als Eliteschule, in der allerdings ein drakonisches Regiment herrscht - doch nicht etwa von den Lehrern, sondern von sadistischen Primanern, die die unteren Klassen nach Strich und Faden schikanieren. Sie nehmen sich dieses Recht heraus, denn zu Beginn ihrer Schulkarriere wurden sie ja ebenfalls schikaniert. Diese können ihr sadistisches Treiben jedoch nur deshalb ungestört vollziehen, weil die Lehrer auf Anweisung des Rektors "wegschauen". Doch Erik lässt sich diesen Terror nicht gefallen und besiegt Primaner und Mitglieder ihres "Regierungsorganes", des sogenannten "Rates" (ein Schülerrat mit Sonderrechten, bestehend aus Oberstufenschülern) und "konterkariert" so die Wertvorstellungen der Schule: zu "wehrhaftem" Menschen"material" zusammenzuwachsen, welches für das Leben "gestählt" wird (Ernst Jünger und die Nazi-Ideologie lässt grüßen). Die Primaner wiederum rächen sich, indem sie Eriks besten Freund, den sanften Pierre, schikanieren und schließlich dazu bringen, die Schule fluchtartig zu verlassen. Die Gewalt eskaliert, als Erik "gesenkt", d.h. mit heißem Wasser übergossen wird und daran beinahe stirbt. Diesen "Vorfall" kann die Schule nicht verharmlosen und unter die Decke kehren. Erik jedoch rächt sich an dem Anführer des "Rates" und bringt sein Schuljahr wie geplant zu Ende, ohne vorzeitig entlassen zu werden und somit ohne Abschluss und Perspektive dazustehen. Aufgrund seiner Intelligenz erhält er sogar - mit Ausnahme der Note in "Betragen" - das beste Zeugnis, denn der einzige Schüler, der ihm in den Fächern überlegen war, sein Zimmergenosse Pierre, war ja mittlerweile vertrieben. Erik sehnt sich zwar nach einem Leben ohne Gewalt, doch nach dem Schulabschluss - er will an einer Universität Jura studieren - rächt er sich noch an seinem Vater. Dieser unterschätzt, welchen EInfluss Stjärnsberg auf seinen nun sechzehneinhalbjährigen Sohn hatte und meint, noch den harmlosen 14-jährigen Jugendlichen vor sich stehen zu haben. Da hat er sich sehr geirrt...

Selten hat mich ein Buch über das Thema so gefesselt wie dieser intensiv geschriebene Roman, der - nach der obigen Filmbesprechung - auf autobiographischen Erlebnissen beruhen soll. Er lässt einen nicht mehr los und dies habe ich auch in etlichen Kritiken zu diesem Buch gelsen, welches 2007 auf die Nominierungsliste des deutschen Jugendliteraturpreises kam. Mit Ausnahme von Tessnows Buch: "Knallhart", welches ein ähnliches Thema noch kompromissloser behandelt, kenne ich kein Buch zum Thema, welches mir so "unter die Haut" gegangen ist.

Warum? Weil es beunruhigende Fragen stellt, die diskutiert, aber nicht beantwortet werden. Warum wird Erik gewalttätig? Prägt die Erziehung seinen Charakter? Ist Gewalt nötig, um friedlich leben und "in Ruhe gelassen" zu werden und haben pazifistische Gesinnungen und Schüler, die versuchen, im Sinne Mahatma Gandhis zu leben, keinen Erfolg oder Ruhe nur um den Preis des "Wegschauens" und der "Feigheit"? Ist der Mensch also "des Menschen Wolf", wie es Thomas Hobbes einmal formuliert hat und Friedenserziehung wertlos und zum Scheitern verurteilt? Muss daher Gewalt mit Gewalt "beantwortet" werden und gilt das "Recht des Stärkeren?" Solche Fragen lassen einen nicht mehr los, wenn man das Buch gelesen hat.

Das Buch besticht durch eine große Intensität, wenn auch nicht alle Charaktere "stark" gezeichnet werden und die Handlung m.E. nicht frei von Unstimmigkeiten ist. So fragt sich der Leser beispielsweise, warum sich die Oberstufenschüler nach der ersten Niederlage ihres Vertreters beim Zweikampf im sogenannten "Karo" nicht gleich zusammentun und Erik gemeinschaftlich zusammenschlagen. Erik selber wirkt wie eine Art "Superman", dem niemand etwas anhaben kann, der aber von den Schülern - auch der Mittelstufen - gehaßt wird und zwar aus zweierlei Gründen: Weil er die "gewohnte Ordnung" in Frage stellt und auch seine eigene Klasse zunehmend daran erinnert, dass ihr Verhalten, welches sie als "lebensklug" empfinden, auch als feige empfunden werden kann.

Das Buch beeindruckt mich deshalb, weil es keine Lösungen im "Schwarz-Weiß"-Format erzwingt. Vielleicht passt auf dieses Buch das Schlusswort des großartigen, leider viel zu früh verstorbenen Historikers Thomas Nipperdey, der am Ende seiner "Deutschen Geschichte 1866-1918", kurz vor seinem Tod, folgende Sätze schrieb: "Denn zum modernen...Charakter gehören ebenso die größere Komplexität und Sensibilität, die größere und einfühlsame Elastizität im Umgang mit anderen und mit sich selbst, die größeren Schwierigkeiten und Ambivalenzen...gehören die Lockerungen der Konventionen und dann die Rebellionen gegen sie, gehören die Freisetzung von Gefühlen aus den strengen Einbindungen...Die Menschen unterschieden sich nicht in gute und böse...Die Grundfarben der Geschichte sind nicht Schwarz und Weiß, ihr Grundmuster nicht der Kontrast eines Schachbretts; die Grundfarbe der Geschichte ist grau, in unendlichen Schattierungen."
(Thomas Nipperdey: Deutsche Geschichte 1866-1918, Bd. II: Machtstaat von der Demokratie. - München: Beck-Verl., 1998, S. 905).

Diese Worte am Schluss seines großen Geschichtswerkes fassen m.E. auch sehr gut die "Grundphilosophie" dieses Romans zusammen; eines Werkes, welches mich nicht losgelassen hat und welches mich wohl auch in Zukunft nicht mehr "loslassen" wird, so sehr hat es mich aufgewühlt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der urmenschliche Konflikt zwischen Intellekt und Gewalt, 3. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Evil - Das Böse: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist wie ein derber Schlag ins Gesicht: schmerzhaft und nachhaltig - aber es ist verdammt gut.

Es ist definitiv kein gewöhnliches Buch über Gewalt und deren Entstehung, sondern es erzählt rund drei Jahre aus der Sicht eines jugendlichen Schlägers und seinem aussichtslosen Versuch, auf Gewalt zu verzichten, wenn er sie am meisten bräuchte: beim Kampf gegen ein Menschenverachtendes und auf Gewalt basierendem - "kameradschaftlichem" - Schulsystem, auf das er jedoch angewiesen ist. Wehrt er sich, fliegt er - und seine letzte Chance auf einen gymnasialen Abschluss ist dahin. Die Story ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, und das nicht nur, weil man erfährt, wie man Menschen am geschicktesten das Nasenbein bricht.

Die Geschichte ist verworren und folgt keinem dumpfen Prinzip á la "Gewalt ist keine Lösung", aber genau deshalb ist sie auch so verdammt gut. Hier wird der urmenschliche Konflikt zwischen Intellekt und Gewalt skizziert und es wird klar, dass weder das eine noch das andere die absolute Lösung bietet. Dies zeigt sich vor allen Dingen durch die Aufarbeitung der Gewalt durch die immer wiederkehrenden Dialoge zwischen Erik - dem Protagonisten - und seinem besten Freund Pierre, mit dem der eigentlich so gar nichts gemein hat. Auf der einen Seite ein ehemaliger und skrupeloser Anführer einer schlagenden Jugendgang, auf der anderen Seite der konfliktmeidende und intellektuelle Brillenträger. Diese sich im Laufe des Buches entwickelnde und am Ende tiefe Freundschaft geleitet den Leser durch einen brutale Story und zeigt auf, was das mutige Entgegenstellen gegen Gewalt so schwierig macht: seine scheinbare und bittere Aussichtslosigkeit.

Unglaublich gut und absolut empfehlenswert!
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Evil - Das Böse: Roman
Evil - Das Böse: Roman von Jan Guillou (Taschenbuch - 1. März 2007)
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