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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu oft schlecht verfilmt, zu selten selbst gelesen
Mary Shelley's Frankenstein ist ein oft mißachtetes Werk, daß leider viel zu oft in einem Atemzug mit Reizworten wie Horror, Zombie, u.ä. gebraucht wird. Fast jeder hat schon die eine oder andere Verfilmung gesehen, in der ein Kleiderschrank mit zwei Schrauben im Kopf durch die Gegend stakst. Jedoch ist die Handlung des Buches eher einerseits auf den...
Am 19. März 2001 veröffentlicht

versus
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3.0 von 5 Sternen Bedeutendes Werk aber mittelmäßige Erzählkunst!
Die Wirkung die dieser Roman auf das Gruselgenre sowohl in der Literatur als auch im Film hatte steht außer Frage. Auch die Grundaussage des Romans dass von Menschen geschaffenes Leben nie mit der Schönheit der natürlichen (oder meintewegen auch göttlichen) Schaffung konkurrieren kann und letzten Endes nur Chaos und Unglück erzeugt ist zweifellos...
Veröffentlicht am 15. Mai 2007 von mal.drüber.nachgedacht


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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu oft schlecht verfilmt, zu selten selbst gelesen, 19. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Taschenbuch)
Mary Shelley's Frankenstein ist ein oft mißachtetes Werk, daß leider viel zu oft in einem Atemzug mit Reizworten wie Horror, Zombie, u.ä. gebraucht wird. Fast jeder hat schon die eine oder andere Verfilmung gesehen, in der ein Kleiderschrank mit zwei Schrauben im Kopf durch die Gegend stakst. Jedoch ist die Handlung des Buches eher einerseits auf den psychologischen "Menschwerdungsprozeß" des Monsters und auf der anderen Seite die mit Kapitän Ahabs Verbohrtheit vergleichbare Obzession des Naturwissenschaftlers Frankenstein, das "Geheimnis des Lebens" aufzudecken, fokussiert. Das Monster ist nicht von sich aus böse, sondern wird durch mangelnde Toleranz seiner Umwelt zum rachsüchtigen Außenseiter. Das Ziel seiner Rache ist sein "Vater" Frankenstein, der ihm zwar das Leben geschenkt, nicht aber für die Befriedigung menschlich-sozialer Bedürfnisse gesorgt hat. Das Monster geht also anfangs als Caspar Hauser auf eigene Faust in die Welt und lernt das normale Leben normaler Menschen als Beobachter kennen. Durch die so gewonnenen Erfahrungen entsteht der Wunsch, ebenso akzeptiert und geliebt zu werden. Sein Schöpfer soll erneut ein Wesen erschaffen, diesmal eine Frau für das Monster, mit der es zurückgezogen leben will. Dies gelingt Frankenstein aber nicht noch einmal, auch, da er inzwischen eingesehen hat, daß es ihm nicht zusteht, diese Schwelle zu überschreiten. Es folgen mehrere Racheakte des Monsters, die den Wissenschaftler in die gleiche Lage versetzen sollen, in der es selbst sich befindet: Eisamkeit, Verbitterung, Unglück. Eine lange, gegenseitige Jagd entbrennt, die schließlich in der Nähe des Nordpols ihr Ende findet. Frankenstein trifft auf einem Schiff einen ähnlich verbohrten Mann, der als erster den Nordpol erreichen will und dabei alles aufs Spiel setzt. Ihm erzählt er seine Geschichte, um ihn davor zu bewahren, die gleichen Fehler zu begehen, die er selbst mit seiner eindimensional auf ein Ziel gerichteten Sichtweise gemacht hat. Interessant ist es, die Biographie der damals erst 19-jährigen Mary Shelley im Zusammenhang mit einigen Details des Buches zu sehen. In vielen Ausgaben des Romans wird im Nachwort darauf eingegangen. Bemerkenswert ist, daß die Idee, dieses Buch zu schreiben, wahrscheinlich auf den gleichen Abend zurückgeht, an dem in einer "schauerlichen Gruselstunde" vor dem Kamin von mehreren Freunden beschlossen wurde, einen kleinen Wettbewerb mit dem Erfinden einer Schauergeschichte zu starten. Der Leibarzt Lord Byrons, der zu der kleinen Gesellschaft gehörte, soll quasi die Grundlage zu Bram Stoker's Dracula geliefert haben. Übrigens habe ich Mary Shelley's Frankenstein (zum ersten mal) unmittelbar vor "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny gelesen. Kurioserweise hört das eine Buch fast genau dort auf, wo das andere anfängt: Zur Zeit der ersten Erstürmer des Nordpols. Mary Shelley's Frankenstein wird aufgrund seiner Vielschichtigkeit, der für mein Empfinden schönen Sprache und natürlich des sehr stark ausgeprägten "nach dieser Seite mach ich's Licht aus-Effektes" immer einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal haben. Da ich immer wieder feststelle, daß relativ wenige Leute dieses Buch wirklich selbst gelesen haben, bin ich recht regelmäßig dabei zu versuchen, es in Gesprächen von seinem schmuddligen Horror-Image zu befreien.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Klassiker, 23. August 2004
Von 
J. Seibold "hysterika" (Neufahrn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Taschenbuch)
So ziemlich jeder kennt die alten Filme in denen das „Monster" in irgendeiner Art und Weise die Haupt- oder eine Nebenrolle spielt. Jeder kennt das mordende „Monster" und spürte bereits das gruselige Kribbeln auf der Haut.
Mary Shelleys Roman jedoch wird viel zu wenig gelesen. Dies wird leider weder dem Buch noch dem Geschöpf Frankensteins gerecht. Ich habe mir auch mal den Spaß gemacht und mehrere Personen gefragt, was sie unter Frankenstein verstehen. Die Antworten waren mir schon im Voraus klar: Jeder assoziiert damit das Monster. Die wenigsten wissen, daß Frankenstein der Wissenschaftler ist, der das einsame, traurige Geschöpf erschaffen hatte.
In Shelleys Roman wird das deutlich und man leidet förmlich mit Frankensteins Geschöpf mit. Dieses ist allein durch seine Einzigartigkeit und dem Umstand, ganz anders auszusehen, von einer Traurigkeit und Einsamkeit erfüllt, daß jeden Leser zum Mitfühlen und Mitleiden bringt.
Das Geschöpf wünscht sich nichts sehnlicher als einen Partner, um in Ruhe zu leben und zu lieben. Dies wird ihm jedoch von dem durch Gewissensbisse geplagten „Schöpfer" verweigert.
Grundsätzlich ist das Geschöpf gut in seinem Wesen und sucht die Nähe und Anerkennung durch seine „Mitmenschen". Leider wird ihm das einzig durch seine Hässlichkeit nicht erfüllt und somit steigert sich die Sehnsucht nach Liebe immer mehr zum Hass gegenüber seinem Schöpfer.
Allein dadurch wird das traurige Wesen zum Monster - Es möchte anhand seiner Rache gegen Frankenstein zeigen, wie es ist, wenn man ganz alleine in der Welt steht.
Die meisten Filme haben sich natürlich nur auf diesen mordenden Umstand gestürzt und so den Ruf des Monsters erschaffen.
Shelleys Frankenstein zeigt jedoch viel mehr Facetten und lässt sich immer noch als Wink auf die Gesellschaft verstehen - immerhin gibt es mit Sicherheit noch genug Menschen auf diesem Planeten wie dem Geschöpf Frankensteins. Allein deshalb und der eingängigen, verständlichen Schreibweise Shelleys sollte dieses Buch anstelle eines Frankenstein-Films zur Hand genommen werden.
In der klassischen Gruselsammlung darf es auf jeden Fall nicht fehlen und ist jedem Leser genreunabhängig an das Herz gelegt.
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3.0 von 5 Sternen Bedeutendes Werk aber mittelmäßige Erzählkunst!, 15. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Taschenbuch)
Die Wirkung die dieser Roman auf das Gruselgenre sowohl in der Literatur als auch im Film hatte steht außer Frage. Auch die Grundaussage des Romans dass von Menschen geschaffenes Leben nie mit der Schönheit der natürlichen (oder meintewegen auch göttlichen) Schaffung konkurrieren kann und letzten Endes nur Chaos und Unglück erzeugt ist zweifellos anerkennenswert.
Dennoch finde ich die Umsetzung dieser Idee zum Teil nicht besonders überzeugend! Um den Leser zu gruseln muss der Autor ihm eine Welt erschaffen, die glaubwürdig und real erscheint. Erst wenn man (als Leser) quasi vergisst dass alles Fiktion und real überhaupt nicht möglich ist, kann man den Inhalt Ernst nehmen und sich darauf einlassen. Allerdings ist der Schaffungsprozess des Monsters für meine Begriffe sehr schnell und oberflächlich beschrieben! Wie gelingt es Frankenstein denn nun tote Materie zum Leben zu erwecken??? Wie gelangt er an die Materialen bzw. Menschenteile??? Vielleicht bin ich zu praktisch veranlagt, aber solche Fragen dürften nicht unbeantwortet bleiben!
Wie kann Frankenstein in Schottland ein neues Monster erschaffen wollen, ohne ein Labor oder ausreichend Werkzeug?? Macht er das einfach so in seinem Zimmer in einem x- beliebigen Gasthaus?!
Wenn das Monster ihm schon prophezeit dass er Viktor in seiner Hochzeitsnacht aufsuchen wird, wie kann er (Viktor) da auf den Gedanken kommen, seine Frau in der besagten Nacht auch nur einen Moment allein und schutzlos zu lassen?! Was dann passiert überrascht in keinster Weise...
Ich finde solche und noch ein paar weitere Dinge sind einfach nicht überzeugend genug in Szene gesetzt. Recht ausgiebigen Naturbeschreibungen, die zur Unterstützung von Shellys Anliegen/ Aussage auch zweifelsohne ihre Berechtigung haben, und Viktors sich wiederholende, irgendwann leicht nervende Gedankengänge machen den Roman für meine Begriffe recht handlungsarm. Das was wirklich passiert und fesseln soll, wird meistes in recht wenigen Sätzen abgetan. Besonders gruselig finde ich das nicht, dazu ist vieles einfach zu vorhersehbar und allein Elizabeths Tod hätte geschickter in Szene gesetzt werden können.
Das Anliegen von Mary Shelly und die Bedeutung dieses Werkes sind auf alle Fälle anerkennenswert. In der erzähltechnischen Oberliga spielt(e) Shelley mit diesem Roman allerdings nicht! Deswegen nur 3 Sterne.
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Frankenstein
Frankenstein von Friedrich Polakovics (Taschenbuch - 2000)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,80
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