Kundenrezensionen


375 Rezensionen
5 Sterne:
 (136)
4 Sterne:
 (72)
3 Sterne:
 (60)
2 Sterne:
 (39)
1 Sterne:
 (68)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarzbuch Intuition
Was wir Menschen "Denken" nennen, ist nicht mehr als ein geschicktes Raten. Es ist gut genug, um ein Leben zu führen, aber bei Lichte besehen von tausenden Fehlern durchzogen. Die Folge sind individuelle Fehlentscheidungen, aber auch Krisen oder das Verwenden gemeinschaftlicher Ressourcen auf fragwürdige Zwecke. Wie lässt sich dem begegnen? Sinnvoll ist...
Veröffentlicht am 3. Juni 2012 von tsvifle

versus
569 von 609 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man lernt nie aus
Der Hype um das Buch machte mich neugierig. Beim Lesen war ich überrascht, denn was sich hier findet, ist eigentlich schlichte, relativ konservative Vernunft. Zwar ist der Ausgangspunkt des Autors jeweils eine andere Spielart menschlicher Fehlwahrnehmung (mitunter gar als neuste Entdeckung der Hirnforschung deklariert). In Handlungsmaximen umgemünzt ist man dann...
Veröffentlicht am 25. Juni 2012 von FMA


‹ Zurück | 1 238 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

569 von 609 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man lernt nie aus, 25. Juni 2012
Von 
FMA - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Der Hype um das Buch machte mich neugierig. Beim Lesen war ich überrascht, denn was sich hier findet, ist eigentlich schlichte, relativ konservative Vernunft. Zwar ist der Ausgangspunkt des Autors jeweils eine andere Spielart menschlicher Fehlwahrnehmung (mitunter gar als neuste Entdeckung der Hirnforschung deklariert). In Handlungsmaximen umgemünzt ist man dann aber im Großen und Ganzen bei dem, was man gemeinhin "gesunder Menschenverstand" nennt.

Dass man sich im Umgang mit anderen Menschen nicht vom schönen Schein blenden lassen, sich nicht von schnellen Gewinnchancen mitreißen oder überzogenen Verlustängsten entmutigen lassen soll; dass man Risiken und Chancen nüchtern einschätzen und die Kosten vor einem Projekt gründlich überschlagen sollte; dass man das Denken nicht anderen überlässt, dass Geld nicht glücklich macht, wohl aber gute Beziehungen, dass Wegschauen und Untätigkeit schlimmer sein kann, als eine falsche Entscheidung; blinder Aktionismus hingegen die Dinge oft nur "verschlimmbessert"; dass man bei Verlusten den Blick für Relationen nicht verlieren sollte, nicht vorschnell dem Bauchgefühl folgt, sondern besser den Verstand einschaltet; dass man Schuld zuerst bei sich selbst suchen und nicht auf andere schieben sowie sich nicht selbst überschätzen sollte - das alles sind Dinge, die uns schon unsere Mütter immer ans Herz gelegt haben.

Dass man gerade in Wirtschaftskreisen so von Dobelli begeistert ist, verwundert zusätzlich, weil vieles, was der Autor schreibt, ja gewissermaßen seitenverkehrte Werbe- bzw. Marketingpsychologie ist:
"Dieses Buch wird Ihr Denken verändern." (Prof. Dan Goldstein, London Business School)
"Ein Feuerwerk an Erkenntnis!" (Prof. Iris Bohnet, Harvard, Leiterin des Harvard Decision Science Laboratory)
"Muss man dieses Buch lesen? Unbedingt!" (Prof. Dr. h.c. Roland Berger, Gründer und Honorary Chairman von Roland Berger Strategy Consultants)
"Rolf Dobelli ist sowohl mit Sachkenntnis als auch Erfindungsgabe gesegnet - eine seit Ende der Renaissance seltene Kombination." (Nassim Nicholas Taleb, The Black Swan)

Wenn man dies Verzückung für das eigentlich Selbstverständliche erlebt, wundert einen nicht mehr, wie es zu den gegenwärtigen Krisen in vielen Bereichen kommen konnte und warum man sich mit Lösungen so schwer tut.

Es ist ein interessantes Phänomen, dass die Nachfrage nach gesunden Konzepten der Entscheidungsfindung und Orientierung gerade in den gesellschaftlichen Eliten so groß ist. Bereits seit einiger Zeit geht der Trend dabei deutlich hin zum Altbewährten. Konfuzius und Sunzi werden als Lehrmeister entdeckt; Jesus als Leit- und Vorbild. Klöster erleben einen Run ratsuchender Manager. Die aktuelle Krise hat all das noch verstärkt.

Tatsächlich könnte man nahezu jedes Kapitel in Dobellis Buch auch mit Bibelversen untermauern. Im Kapitel zur "Reziprozität" nimmt Dobelli selbst Bezug auf die Bergpredigt: "Vergeltet nicht Böses mit Bösem". Ebenso denkt man an Paulus: "Überwinde das Böse mit Gutem" oder "Geben ist seliger denn nehmen" - neuerdings eine der zentralen Thesen der empirischen Glücksforschung.

Noch vor einigen Jahren ging es in der Managementliteratur um ganz andere Schwerpunkte: Vergiss alle Regeln und folge deinen eigenen! Du musst den Erfolgt nur wollen! Setze dich durch! Think positiv! The sky is the limit! Lass Bedenkenträger und Moralisten hinter dir! - Nun herrscht Katerstimmung und eine Sehnsucht nach Bodenständigkeit, Augenmaß, Solidität, Charakter, Anstand, Werten, Gemeinsinn.

Das Ganze erinnert an ähnliche vorangegangene Entwicklungen, bspw. im pädagogisch-psychologischen Bereich. Auch hier feierte man in den 60ern bis in die 80er Jahre hinein das Ende der Familie und Zweierbeziehung und meinte mit Laissez Fair-Erziehung den besseren Menschen heranzubilden. Selbst für viele der damaligen Protagonisten mündete dies in schmerzhafte Lernprozesse.
Am Ende kam man einmal mehr im Großen und Ganzen dort an, wo christliche Sozialethik (selbstredend nicht unbedingt die kirchliche) schon 2000 Jahre vorher war.

Das Manko des Buches besteht darin, dass es zwar viele gute Ratschläge gibt, jedoch auf das begrenzte Vermögen des Menschen, diese auch umzusetzen, keine Antwort hat. Unproblematisch ist es letztlich insofern nicht, dass solide Grundsätze der Entscheidungsfindung und Handlungskonzeption wiederum in erster Linie in den Dienst effektiver Geschäftemacherei oder des eigenen Vorteils gestellt werden. Die Ressource Menschlichkeit, derer wir so dringend bedürfen, wird so sicher nicht vermehrt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


472 von 506 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Knappe knackige Ausführungen - vielleicht etwas zu knapp!, 24. Oktober 2011
Durch die vielen Vorschusslorbeeren, gemeint sind die bisherigen Rezensionen, beeinflusst habe ich mir dieses Buch als Kindle-Version gekauft.

Dies war bereits mein erster "Denkfehler", den ich nach Lesen des Buches vielleicht nicht gemacht hätte. Ich bin dem "Social Proof" wie der Autor es nennt erlegen. Auf deutsch dem Herdentrieb. Wenn alle sagen, das Buch ist gut, dann muss es ja auch gut sein. Warum der Autor diese Eigenschaft nicht Herdentrieb oder Gruppendruck genannt hat bleibt mir schleierhaft. Dies ist auch ein Kritikpunkt an dem Buch, dass viele Denkfehler mit englischen oder französischen Begriffen benannt werden, obwohl die deutsche Sprache auch dafür sicherlich einen Begriff gefunden hätte. Begriffe wie ,Hyperbolic Discounting', `The Omission Bias' oder ,C'est le ton qui fait la musique' sagen leider icht jedem Leser auf Anhieb etwas.

Die Verwendung dieser Begriffe allein ist jedoch nicht verwerflich, die teilweisen sehr knappen Erläuterungen a) zu den Begriffen und b) zu den Effekten könnten meines Erachtens an vielen Stellen ausführlicher ausgeführt werden. Die Erklärungen sind sehr oberflächlich und Experimente werden nur ansatzweise dargestellt, ohne die Hintergründe ausführlich zu betrachten. Leider finden sich, wie in vielen Büchern dieser Art, die gleichen Beispiele zur Erläuterung der Sachverhalte. Das Experiment mit den Stromstößen oder das Marshmallow-Experiment mit vierjährigen Kindern sind keine besonders aufregenden Neuigkeiten.

Auch gibt der Autor selbst einen Grund, dieses Buch nicht zu kaufen, da er schreibt: "Machen Sie einen Bogen um Selbsthilfeliteratur...", und als solches kann man dieses Buch verstehen.

Trotz all der Kritik, öffnet einem der Autor in vielen Fällen die Augen für die falschen Entscheidungen, die man tagtäglich aufgrund der klassischen Denkfehler trifft.

Fazit: Ein lesenswertes Buch, das in einigen Aspekten zu oberflächlich ist. Die Verständlichkeit könnte durch eine bessere Begriffserläuterung in vielen Bereichen ganz klar gesteigert werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


85 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Logik light, 8. Mai 2012
Rolf Dobelli ist ein erfolgreicher Schriftsteller. - Dieser Satz exemplifiziert den "fundamentalen Attributionsfehler". Der Erfolg des Buches "Die Kunst des klaren Denkens" muß nämlich keineswegs dem Autor zuzuschreiben sein. Möglich ist, daß das Thema derzeit Konjunktur hat, daß angesichts zunehmend unklarer werdender Verhältnisse das Trainieren klaren Denkens opportun scheint, daß das Marketing gut war, daß das Buch gerade die richtige Größe, Aufmachung und den richtigen Preis hat, um als Geschenk mitgenommen zu werden, und so fort.
Worauf der Erfolg des Buches tatsächlich beruht, weiß ich nicht. Am Autor allein kann er meines Erachtens jedoch nicht liegen. Dobellis Ausführungen haben nämlich einige auffällige Mängel.
Daß er denjenigen, die mit der Thematik vertraut sind, kaum Neues bietet, muß man ihm nicht ankreiden. Vorwerfen muß man ihm jedoch, daß er unklar und inkonsequent vorgeht. Unklar oder zumindest ungenau sind häufig die Bezeichnungen der aus logischen oder psychologischen Gründen ungültigen Schlüsse, die Dobelli beschreibt. Was er "Fehler" nennt, sind oft nur Einseitigkeiten oder Überakzentuierungen. Viele der als "falsch" oder "illusorisch" bezeichneten Folgerungen können unter entsprechenden Prämissen durchaus zutreffen - ihre Problematik besteht lediglich darin, daß es keine sicheren Folgerungen sind.
Neben der Unklarheit mancher Ausführungen hat mich das nahezu völlige Fehlen von Selbstkritik gestört. Die Fehler machen die anderen, Dobelli entlarvt. Dabei scheint der Versuch, Fehlschlüsse aufzudecken, a priori doch ebenso fehleranfällig zu sein wie das Schließen selbst. Zudem räumt Dobelli in manchen Fällen ein, die Suggestivkraft des betreffenden psychologischen Mechanismus sei so groß, daß man ihr gar nicht entrinnen könne. Diese Feststellung sollte einen Autor doch bezüglich seines eigenen Standpunkts ins Grübeln bringen. Dobelli nicht; er besetzt die Position des feuilletonistischen Aufklärers, unangefochten und von Zweifeln unangekränkelt. So darf denn ein Kapitel, das die "Prognoseillusion" zu entlarven vorgibt, auch Prognosen enthalten.
Zu empfehlen ist dieses Buch nur denjenigen, die einen ersten Einblick in die Vielfalt gedanklicher Irrwege suchen. Alle anderen werden dieselbe Enttäuschung erleben wie jemand, der sich auf ein Pils freut und dann alkoholfreies Bier vorgesetzt bekommt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


162 von 178 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alte Weine im neuen Schlauch, 3. Mai 2012
Von 
Susanne Preusker "SP" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nettes Büchlein, origineller Titel, aber dennoch: bei den Denkfehlern, die Dobelli benennt, handelt es sich um sattsam bekannte Phänomene und Effekte der Psychologie, vornehmlich der Sozialpsychologie, die nicht nur in der Fachliteratur, sondern auch in zahlreichen populärwissenschaftlichen Abhandlungen ausführlich beschrieben sind. Neu ist das also mitnichten. Diese Phänomene in ein hübsch illustriertes Bändchen zu packen und in komprimierter Form den CEOs dieser Welt (trotz Globalisierung ein Stern Abzug für die Verwendung dieses Kürzels) zur allgemeinen Erbauung ans Herz zu legen, ist eine interessante Vermarktungsidee für einen BWLer, die mich vielleicht überzeugt hätte, wenn Dobelli richtig gut und lebendig schreiben könnte. Kann er aber nicht. Etwas mehr Sprachwitz, eine Prise Selbstironie und Verzicht auf diesen unangenehm belehrenden Grundton hätte den alten Weinen nicht geschadet und dem neuen Schlauch gut getan.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


83 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein konzeptioneller Denkfehler, 16. April 2012
Der erste, äußere Eindruck ist: Ein schönes Buch. Angenehm kleines Format, schöne Typographie, Lesebändchen.
Schon das Inhaltsverzeichnis stört meinen Eindruck. Ich finde 52 Kapitel à drei Seiten. Die Kapitel sind deshalb alle gleich lang, weil sie schon als Kolumne in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gestanden haben. In jedem soll einer der angekündigten Denkfehler beschrieben werden. Kapitelüberschriften wie "Der Over-Confidence-Effekt", "The Swimmer's Body Illusion" oder "The Survivorship Bias" lassen mich ein Buch umgehend wieder zuklappen. Aber dies waren nur die ersten drei. Es kommen noch 49 weitere.
Jeder kennt aus seinem Arbeits- oder Privatleben diesen bestimmten Typen Mensch, der sich auf Partys unterhält mit Leuten, die er nicht kennt, aber trotzdem beeindrucken will. Dann erzählt er, gerne in Monologen, von Dingen, die er nicht versteht, die er aber entweder für hip hält, oder aber für so kompliziert, dass der andere wegen des ebenfalls Keine-Ahnung-Habens nur ergriffen schweigen oder beeindruckt zustimmen kann.
Diese Menschen werden sich mit Dobellis Buch wohl fühlen. Sie finden darin mindestens 52 Möglichkeiten in einer attraktiven sprachlichen Mischung aus Englisch, Französisch und Lateinisch, mit denen Sie bei der nächsten Party/Incentive/Vorstandssitzung auftrumpfen können.
Wenn ich mir überlege, wie viele Menschen dieses Buch gekauft haben, wird mir schwindelig. Warum bloß werden solche Bücher Bestseller? Wegen der kurzen Kapitelchen, die gerade über drei Seiten reichen? Weil immer noch eines vor dem Einschlafen geht und man sich nie länger auf einen Text mit Zusammenhang konzentrieren muss? Wegen der vielen, noch kürzeren Anekdoten, die sich auf dem Lufthansa-Kurzflug mal eben aus dem Aktenköfferchen zaubern lassen? (Ja, auch LH-Vorstandschef Franz liebt das Buch, so steht es zumindest auf dem Umschlag.) Wird es gekauft, weil es mit 14,90 Euro erstaunlich preiswert ist für ein Hardcover? Oder ist es doch der bloße Werbeeffekt des Zeitungs-Kolumnisten Dobelli, der auf seine eingeschworene Lesergemeinde bei der FAZ und die Anzeigenflächen des Verlages setzen kann?
Ich habe keinen blassen Schimmer. Für mich ist Dobellis Buch die schlimmste, weil intellektuell verkleidete Form des Ratgebers, der bei mir schon in seiner Ur-Ausprägung (Schlank im Schlaf") manchmal allergischen Juckreiz auslöst.
Das Traurige ist: Manche von Dobellis Texten sind durchaus interessant. Drei Seiten über das Phänomen des Herdentriebs, der bei ihm "Social Proof" heißt, regen zum Nachdenken an, sind aber viel zu kurz, sprich oberflächlich, um im Gehirn des Lesers ernsthaft Spuren zu hinterlassen. (Es eignet sich eben nicht jede Zeitungskolumne dazu, als Buch ohne neues Konzept zweitverwurstet zu werden.) Dabei hätte sich die Überlegung gelohnt: Ist man wieder dem Sog der Masse erlegen und hat ein Buch nur deshalb gekauft, weil es auf der Spiegel-Bestsellerliste oben stand?
Oder das Kapitel über das "Chauffeur-Wissen" im Gegensatz zum echten Wissen: "Chauffeur-Wissen" bedeutet nach Dobelli: von-allem-ein-bisschen-aber-nichts-richtig-Wissen. Das sind ziemlich genau jene Kenntnisse, die man sich aneignet, wenn man Dobellis Buch liest. Und weil Dobelli, ich kenne ihn nicht persönlich, ja eigentlich ein ganz kluger Mann sein müsste, muss man spätestens auf Seite 63 begriffen haben, das man hier vom Autor nach Stich und Faden ver... wird. Deshalb genieße ich jetzt noch für einen Moment die hübschen Illustrationen von Birgit Lang und lege das Lesebändchen ein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


245 von 274 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bullshit Bingo, 23. Februar 2012
Von 
Wenn Roland Berger und CEOs von Großunternehmen dieses Büchlein über den grünen Klee loben, heißt das dann etwa, dass sie daraus völlig neue Erkenntnisse für ihre geschäftlichen Entscheidungen gewonnen haben? Das würde die Finanzkrise und noch einiges mehr erklären, denn es steht nicht viel mehr darin als das, was einem schon der gesunde Menschenverstand sagen sollte: dass nicht automatisch richtig ist, was alle nachplappern, dass Prognosen unsicher sind, wenn sie die Zukunft betreffen, dass 90 % der Menschen ihre Intelligenz und ihre Fähigkeiten als Autofahrer und Liebhaber überdurchschnittlich finden, dass sie eine einzelne Schwalbe mit dem Sommer verwechseln und hochhängende Trauben automatisch für sauer halten... Und so weiter. Das meiste davon kann man übrigens - und zwar weitaus geschliffener und prägnanter und daher mit weit mehr Vergnügen - schon in dem 300 Jahre alten Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit des spanischen Jesuiten Gracian lesen.

Natürlich spricht nichts dagegen, den Menschen immer wieder von Neuem den Spiegel vorzuhalten. Aber warum müssen es bloß diese oberpeinlichen angeberischen Bullshit-Bingo-Sprüche sein, mit denen der Autor uns zuschmeißt - "The survivorship bias", "The sunk cost fallacy" - als ob man diese Erscheinungen nicht in der Sprache Schillers und Schopenhauers ausdrücken könnte! - und warum muss er uns auf jeder Zeile von Neuem wissen lassen, was für ein toller, erfolgreicher, jetsettender und mit Dutzenden wunderbarer Promi-Freunde gesegneter Mensch er doch ist? Bei dieser Prahlerei kommt einem die Mobbelkotze hoch.

Schade eigentlich. Denn dass die Denkfehler, auf die der Autor hinweist, allgegenwärtig sind - vom Hartzie bis zum Minister und - wie einige Rezensenten hier bereits herausgearbeitet haben und ich nicht wiederholen muss - bis hin zu ihm selber - lässt sich nicht leugnen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarzbuch Intuition, 3. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was wir Menschen "Denken" nennen, ist nicht mehr als ein geschicktes Raten. Es ist gut genug, um ein Leben zu führen, aber bei Lichte besehen von tausenden Fehlern durchzogen. Die Folge sind individuelle Fehlentscheidungen, aber auch Krisen oder das Verwenden gemeinschaftlicher Ressourcen auf fragwürdige Zwecke. Wie lässt sich dem begegnen? Sinnvoll ist sicher, bei den gröbsten und häufigsten Arten von Trugschlüssen zu beginnen, diese zusammenzutragen, zu verinnerlichen und dann möglichst zu vermeiden. Deshalb sind Bücher wie dieses, bei aller Unterhaltsamkeit, auch ein wichtiger Beitrag zur allgemeinen Bildung. Ich konnte mir früher schwer vorstellen, über ein Buch mal wichtigtuerisch zu sagen, dass man es gelesen haben sollte, aber bei diesem bin ich nicht weit davon entfernt. Bei einigen der vorgestellten Fehlermuster schmerzt es, dass erwachsene Menschen überhaupt noch darauf hingewiesen werden müssen. (Was lehrt unsere Schule in so vielen Jahren, wenn nicht solche elementaren Dinge?)

Leider macht das Büchlein seine Sache in mancher Hinsicht nur mittelmäßig gut, was wohl überwiegend dem Format als Sammlung kurzer Kommentare geschuldet ist. Beeindruckend sind die etlichen hundert Beispiele - der im Vorwort angesprochene "Austausch mit einer Vielzahl von Leuten, die man als amerikanische Ostküsten-Intelligenzija bezeichnen könnte" ist glaubhaft. Den Anteil an Beispielen aus dem wirtschaftlichen Bereich finde ich übrigens nicht übertrieben groß, es ist eine bunte Sammlung.

Anzulasten ist dem Werk erstens ein Mangel an Systematik. Die Kategorie "Denkfehler" ist weit gefasst, sie enthält
- typische Trugschlüsse
- Verzerrungen der Realität durch die menschliche Psyche
- manipulative Tricks, wobei der Fehler dann darin besteht, darauf hereinzufallen
- Aufgaben, die einfach schwierig sind, so dass sie häufig schlecht gelöst werden, ohne dass ein besonderes Muster aufgezeigt würde (etwa das Setzen von Anreizen, Abschnitt "Incentive Superresponse")
Manche der Fehler haben große Tragweite, andere sind recht speziell. Das alles wird präsentiert als wilder Haufen ohne jede Ordnung. Auch die zahlreichen Überschneidungen zwischen den verschiedenen Mustern muss der Leser selbst sortieren.

Zweitens sind die jeweils drei Seiten, auf denen die Probleme besprochen werden, für manche davon dann doch sehr knapp. Oft will der Autor zu viele Aspekte mit zu wenig Text beleuchten, kann exotische Varianten nicht weglassen, wird hektisch und schwer nachvollziehbar. Es ist manchmal nicht einfach, den Fehler zu abstrahieren, also die eigentliche Lehre zu erkennen. Den konfusen, überladenen Abschnitt "Framing" z.B. muss der Leser gedanklich um die Aussagen ergänzen, warum es sich um einen Fehler handelt, und wer genau ihn begeht.

Zum Titel: "Die Kunst des klaren Denkens" ist natürlich nicht sehr treffend, wie von anderen schon angemerkt. Nach der gleichen Logik könnte sich eine Liste von Fahrfehlern und Unfällen, zu denen sie geführt haben, "Die Kunst des sicheren Autofahrens" nennen...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


116 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr Pseudowissenschaftlich, 25. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Also ich habe schon bei der Einleitung etwas gegrübelt, dass hier irgendetwas nicht stimmt mit diesem Buch.

An Selbstbewusstsein und Selbstüberschätzung mangelt es dem Autor nicht, zunächst verkündet er:

"Jahre später realisierte ich, dass ich neben meinem Job als Schriftsteller und Unternehmer ein veritables Studium der sozialen und kognitiven Psychologie absolviert hatte."

Und in den Lobeshymnen auf der Buch-Rückseite sind ja auch nur BWLer aufgelistet
(u.a. Vorstand Lufthansa AG, was sollen das bitte für Referenzen sein).

Einer seiner *Freunde* die der Autor auch im Buch erwähnt "Nassim Taleb" sagt: "[Dobelli] ist sowohl mit Sachkenntnis als auch Erfindungsgabe gesegnet - eine seit Ende der Renaissance seltene Kombination", einfach nur lächerlich.

Also zum Haupt-Problem:

Die Argumentation ist schwammig, unfassbar verkürzt und häufig nicht nachvollziehbar und teilweise willkürlich im erkennbaren Zusammenhang.

Es gibt schon einen deutlichen Unterschied zwischen tatsächlichen Wissenschaftlichern und einem BWLer, der sich selbst zum Wissenschaftler erklärt.

Der Unterschied in der Argumentation und dem Inhalt kommt mir im Vergleich so offensichtlich mangelhaft vor, weil ich - unter anderem - zuvor das Buch von Thomas Metzinger "Der Ego-Tunnel" gelesen habe.

Nur wenn man einen Vergleich hat, wird einem klar, wie bodenlos der Inhalt ist. Metzinger ist theoretischer Philosoph, der mit Neurowissenschaftlern zusammenarbeitet und er hat sich nicht mal bei seinem Kern-Thema so weit aus dem Fenster gelehnt wie Dobelli bei fast allen Themen und Metzinger hat Haarscharf und Glasklar argumentiert und absolut perfekt wissenschaftlich und nachvollziehbar.

Der eindeutig bessere Dobellit - den Dobelli selbst nach zu ahmen scheint - ist Prof. Cialdini, seine Bücher sind die eindeutig wissenschaftlichere Variante.

Dieses Buch auf gar keinen Fall kaufen, bessere alternative Autoren: Thomas Metzinger, Robert Cialdini, Richard Precht
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


122 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch über die Folgen dieses Buches wird schwieriger, 9. Oktober 2011
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wenn sich der Schriftsteller Rolf Dobelli in Kurzgeschichten, Kolumnen und Fragen äußert, gehöre ich zu seinen Fans. Denn er versteht es großartig, verstreutes Wissen einzusammeln, zu ordnen und in eine passende Form zu bringen. Daher war ich auf ein Buch gespannt, das Dobellis wöchentliche Beiträge in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Schweizer Sonntagszeitung nochmals zugänglich macht. Erschienen sind die 52 vorgestellten Denkfehler übrigens von September 2010 bis August 2011.

Wer sich bereits mit dem Thema befasste, darf keinen riesigen Erkenntnisgewinn erwarten. Denn wie auch die Literaturliste sichtbar macht, haben sich zahlreiche Wissenschaftlicher verschiedenster Disziplinen die Frage ebenfalls schon gestellt, warum wir Menschen immer wieder in die gleichen Fettnäpfchen treten. Die durchaus beachtenswerte Leistung von Rolf Dobelli besteht darin, dass er seinem treuen Publikum jede Woche auf unterhaltsame Weise vor Augen führte, wo es irrt und warum dem so ist. Wer sich jemals darin versuchte, die Gedankenwelten empirisch arbeitender Wissenschaftler auf den Punkt zu bringen, wird Dobellis Arbeit noch mehr schätzen. Zumal Dobelli zur Veranschaulichung auch Geschichten einsetzt, wo immer dies möglich ist. Und wenn einige dieser Storys eher ins Reich der Mythen als zu wissenschaftlichen Berichterstattungen gehören, hat dies keinen Einfluss auf die wesentlichen Erkenntnisse. Denn die geben den heutigen Stand der Forschung wieder und werden von Rolf Dobelli auch herausgehoben.

Eine gewichtige Frage konnte mir dieses Buch allerdings nicht beantworten. Und die lautet: Wie müssten wir uns verhalten, wenn wir all diese Denkfehler vermeiden wollten? Rolf Dobelli tönt zwar immer wieder an, wie schwierig das Vermeiden solcher Fallen ist. Doch das wahre Buch mit dem Titel 'Die Kunst des klaren Denkens' hat er nicht geschrieben. Das wäre auch deshalb ein ganz anderes Werk, weil es dazu kaum brauchbare Literatur gibt. Und weil es letztlich auch die Frage beantworten müsste, wie das bewusste Ich damit umgehen wird, wenn es tatsächlich vom unrechtmäßig besetzten Thron gestoßen wird.

Bevor ich die Literaturangaben zu den einzelnen Denkfehlern studierte, las ich aufmerksam, wer die wunderschönen Illustrationen verantwortet. Es ist dies Birgit Lang, die Textildesign studierte und nach einem einjährigen Aufenthalt in Toronto nach Hamburg zurückkehrte, wo sie noch ein Diplom in Illustration erlangte. Dass ihre eigenständigen Arbeiten auch regelmäßig in internationalen Ausstellungen zu sehen sind, erstaunt mich nicht.

Mein Fazit: Von den zahlreichen Versuchen, menschliche Denkfehler einem großen Publikum vorzuführen, halte ich den von Rolf Dobelli für den gelungensten. Nicht weil er das Rad neu erfindet, sondern weil er es so konstruiert, dass wir geradlinig und ohne große Mühen zum angestrebten Ziel kommen. Und das heißt in diesem Falle: Mehr über unsere Verhaltensweisen und seine Steuerungsmechanismen zu erfahren. Am liebsten auf möglichst unterhaltsame Weise.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oh je, man wundert sich nicht mehr ..., 12. Juli 2014
... über Fehlleistungen von Politik und Wirtschaft, wenn man dieses Buch liest und annimmt, dass es derartig verkürzte und oberflächliche "Lebensweisheiten" sind, die unsere angeblichen klugen Köpfe befolgen.

Einiges davon folgt zwar dem gesunden Menschenverstand, das hätte meine Mama auch schon gewusst, nur besser auf den Punkt gebracht. Anderes hingegen ist absoluter Quatsch oder folgt einer Philosophie, die man selber nun wirklich nicht leben möchte.

Es wurden in den 1-Sterne-Bewertungen schon so viele Beispiele genannt, dass ich derer nicht noch zehn hinzufügen muss. Nur ein bisschen.

Ich weiß jetzt also, warum ich Friedhöfe besuchen sollte. Weil dort so viele gescheiterte Musiker begraben sind, und mich das daran erinnern soll, dass ich angeblich ständigen Illusionen unterliege. Hinter jedem erfolgreichen Schriftsteller würden sich nämlich 100 andere verbergen, deren Bücher sich nicht verkauften.
Ach was? Ich würde eher sagen tausende. Was mich allerdings ärgert, ist, dass ausgerechnet dieses Buch es auf die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft hat. Das sagt viel aus. Es hätte auf den Friedhof der Erfolglosen gehört.

Mein schlimmster Denkfehler war, dieses Buch im Vorbeigehen im Buchladen zu kaufen und auf diese Bestseller-Liste hereinzufallen. Ich hätte, wie meistens, erstmal amazon zu Rate ziehen sollen.

"carpe diem" - nutze den Tag. Dies ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit "Genieße jeden Tag als wäre es Dein letzter".
Aber selbst wenn, heißt das zwangsläufig, dass alle Arbeit liegen bleibt? Vielleicht habe ich ja eine Arbeit, die mich so ausfüllt, dass ich den Tag dennoch genießen kann und ich will meine letzten Tage damit verbringen? Vielleicht bedeutet "nutze den Tag" ja auch nur, jedem Tag, trotz zu tuender Arbeit und zu bezahlenden Rechnungen, einen Sinn zu geben und sich auch Zeit zu nehmen, am Ende eines Tages zu genießen oder zu sich selbst zu finden? Und ich kann den Tag sicher auch z.B. mit gesunder Ernährung und ohne Verbrechen genießen. Nein, ich wäre deshalb nicht in kürzester Zeit krank, arm oder im Gefängnis.
Sicher bedeutet "carpe diem" aber "egal, ob nur sonntags oder von Montag bis Freitag - nutze den Tag und lese dieses Buch nicht !"
Eines weiß ich: Im Gegensatz zu Herrn Dobelli bin ich wohl ein sehr glücklicher Mensch.

Das, was man aus diesem Buch vielleicht lernen könnte, wäre zum einen Selbstüberschätzung.
Zum anderen liest man viele englische Begriffe, die man vorher - selbst mit guten Englischkenntnissen - vielleicht nicht kannte. Ich bezweifle jedoch, dass man sie dringend benötigt.

Oberflächliches und uralte Weisheiten mit Fremdwörtern und Anglizismen als Wissenschaft und Erfolgsrezept zu verkaufen kann man ja versuchen. In dem Fall offensichtlich sogar mit Erfolg. Die Klappentexte auf der Rückseite jedoch müssten eigentlich als irreführend strafbar sein. "grundseriös, geistreich, amüsant, brillant, ein Feuerwerk der Erkenntnis".
Wie schön, wenn man Freunde hat, die entweder wirklich so gestrickt sind, dass sie glauben, was sie da schreiben (schlecht für die Gesellschaft allerdings), oder eben so hemmungslos - nennen wir es mal flunkern - können. Irgendwie ist es doch schade, dass es keine ausgleichende Kraft des Schicksals geben soll.

Fast schon satirisch, dass darunter auch ein Harvard-Professor ist, wenn man an das Kapitel "Ist Harvard eine gute Universität" denkt. Entschuldigung: Es muss natürlich heißen, wenn man an "The Swimmer`s Body Ilusion" denkt.

Dieses Buch gebe ich noch nichtmal weiter, es geht gleich ins Altpapier. Es hat mir nur eines bewiesen: Ich habe mich bei diesem Kauf nach langer Zeit mal wieder richtig veräppeln lassen und weiß jetzt wieder, warum ich normalerweise auf die Spiegel-Bestseller-Liste nix gebe.

Es wurde von anderen ja bereits gesagt: unbedingt vor dem Kauf ein paar Kapitel anlesen. Das könnte Geld und Frust sparen.

"My nightmare": Rolf Dobelli weiß genau, was er da getan hat, und lacht sich jeden Abend bei Ansicht seiner Kontoauszüge halb tot. Schrecklich, muss jetzt dieses Bild aus dem Kopf kriegen. Am besten mit einem guten Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 238 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
EUR 8,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen