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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschütternd - trotzdem Leseempfehlung, 7. Juni 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1812: Napoleons Feldzug in Russland (Taschenbuch)
Wahrscheinlich verbinden die meisten von uns (Nichthistorikern) mit dem Namen Napoleon, geschickter Machtmensch/-politiker dem es in Windeseile gelungen ist eine Militärkarriere zu machen, nach Robespierre Frankreich weitestgehend im Inneren zu stabilisieren, die (gefühlte) Bedrohung durch die alten Monarchien Europas zu beseitigen und Nebenbei u.a. noch den Code Napoleon zu verfassen.
1812 beschreibt nun eindringlich wie Napoleons Wille zum Machterhalt, seine Paranoia gegenüber England und seine Ignoranz gegenüber den Interessen anderer in diesem Feldzug hunderttausende Soldaten in den Tod geführt hat (Zivilisten, Tiere nicht eingerechnet). Dabei starben die meisten auf Grund schlechter Organisation: fehlender Nachschub über Wochen, unzureichende Kleidung hatten Hunger und Kältetod zur Folge statt Verpflegung wird Kriegsbeute transportiert um nur ein Beispiel zu nennen. Der Autor beschreibt sehr eindringlich, zu was der Einzelne in dieser tatsächlich ausweglosen Situation tut, um am Leben zu bleiben.
Erschwerend kommt das zögerliche, widersprüchliche und auch von falschen Annahmen geprägte Handeln Napoleons hinzu.
Ebenso deutlich wird die Lage im Land und in der Armee des Zaren geschildert. Einfache Soldaten, die 25 Jahre Wehrdienst ohne Aufstiegschancen leisten müssen. Viele überleben wg. des erbarmungslosen Drills die ersten Monate und Jahre ihres Dienstes nicht und selbst wenn, haben sie auf Grund der Gesellschaftsstruktur kaum die Möglichkeit eine Existenz aufzubauen. Die oberen Ränge Haben meistens keinerlei Wissen um die einfachsten Grundsätze von Truppen- bzw. Kriegsführung/-Vorbereitung. Zar Alexander weiß weder genau wie nun seine Strategie aussieht noch schafft er es in seiner Führungsriege die Aufgaben zu verteilen oder gar Kompetenzen zu definieren, so dass nicht nur die rechte Hand nicht weiß, was die Linke tut, sondern zum Teil gegensätzliche Maßnahmen angeordnet werden.
Dem Autor gelingt es Hoffnungslosigkeit und Irrsinn des Unternehmens dem Leser zu vermitteln. Stellenweise hatte ich das Gefühl das Buch wegpacken zu müssen - nicht aus Langeweile - sondern weil es mir eben auch an die Substanz ging. Es sind dabei nicht nur die geschilderten Verzweiflungstaten oder die scheinbare Gleichgültigkeit/das Abstumpfen gegenüber dem Schicksal eines Verletzten, eines hilflos frierenden, hungernden Mitmenschen. Sondern auch die Tatsache, die der Autor klar herausarbeitet, dass sich für die vielen Leibeigenen und Unterprivilegierten nach ihrem Kampf für das Zarenreich an ihrer persönlichen Situation nichts ändert. Manch einer wird von seinem Herrn sogar getötet, um zu verhindern, dass der Leibeigene seine Schießkenntnisse gegen ihn verwendet, gar die Freiheitsidee verbreitet oder erzählt, dass die Situation der Bauern in Westeuropa besser ist.
Am Ende fasst der Autor zusammen, dass hier "die Hybris von ihrer Nemesis eingeholt wurde". Es entsteht das ungute Gefühl, dass diese Art von Hybris, Ignoranz und Machtgier nicht zusammen mit dem 19./20. Jh. Untergegangen ist.
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5.0 von 5 Sternen Packend und fundiert erzählte europäische Geschichte, 8. Oktober 2014
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: 1812: Napoleons Feldzug in Russland (Taschenbuch)
"To mniej boli"
(Wahlspruch der Zamoyscy)

Der Autor, Graf Adam Stefan Zamoyski, stammt aus dem Geschlecht der Zamoyscy, einer der bedeutendsten Magnatenfamilien der Szlachta in Polen-Litauen. Das bis ins 12. Jahrhundert zurückzuverfolgende Adelsgeschlecht hat eine Reihe von Politikern, Feldherren, Staats- und Kirchenmännern hervorgebracht. Infolge des deutsch-russischen Überfalls exilierten Zamoyskis Eltern 1939 aus ihrer polnischen Heimat. Zehn Jahre später in New York geboren, in England und anderen europäischen Ländern aufgewachsen, wurde Adam Zamoyski zu einem Kosmopolit, der neben polnisch und englisch auch der französischen, italienischen und russischen Sprache mächtig ist. Nach Abschluss seiner Ausbildung am Queen's College Oxford zog er eine Tätigkeit als freiberuflicher Historiker und Autor einer festen akademischen Anstellung vor. Beginnend mit "Chopin: Der Poet am Piano" hat Zamoyski seit 1980 ein Dutzend von Sachbüchern hervorgebracht, in deren Mittelpunkt vornehmlich die Geschichte Polens in einem europäischen Gesamtkontext dargestellt wird....

....daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich in seinem bereits im Jahre 2004 unter dem Originaltitel "1812: Napoleon's Fatal March on Moscow" erschienenen Buch dezidiert mit Napoleons Russlandfeldzug beschäftigt hat. Die Existenz des französischen Satellitenstaates "Herzogtum Warschau" und die von Kaiser Napoleon I. gebrauchte Bezeichnung "Zweiter Polnischer Krieg" sind nicht nur Belege für die polnische, sondern auch für die europäische Geschichte.

Nachdem man sich mit der Herausgabe der deutschsprachigen Ausgabe fast acht Jahre Zeit genommen hatte, ist sie nunmehr pünktlich zum 200. Jahrestag erschienen. In der Nacht zum 24. Juni 1812 begann Napoleons Heer die russische Grenze am Njemen (Memel) bei Kowno (Kaunas) auf drei Schiffsbrücken zu überschreiten. Von den 475.000 Mann dieser Grande Armée, die den Fluss bis 30. Juni überschritten, sollten am 10. Dezember nur noch 5000 an dieselbe Stelle zurückkehren....

Nachdem der Autor in seinen Vorbemerkungen auf Leo Tolstois literarischen Klassiker Bezug nimmt und sich mit dem in der russischen Geschichte gebräuchlichen Begriff "Vaterländischer Krieg" auseinandersetzt, porträtiert er in den ersten beiden (von insgesamt 25 Kapitel) die beiden Kontrahenten "Cäsar" Napoleon Bonaparte und Alexander I. Pawlowitsch Romanow, den russischen Zaren (1815-1825 auch König von Polen). Beginnend mit den Salutschüssen zur Geburt des Thronfolgers Napoleon Franz Joseph Karl Bonaparte am 20. März 1811 bis hin zur Legendenbildung um den Mythos Napoleon I. Bonaparte gelingt es Zamoyski, den Leser über 600 Seiten durch seine brillante Synthese aus historischen Fakten und packender Erzählkunst in den Bann zu ziehen.

Zahlreiche schwarzweiße Abbildungen zeigen stimmungsvolle Gemälde und Zeichnungen sowie Landkarten und Schlachtverlaufspläne, Besonders anschaulich ist ein Weg-Zeit-Schema, das den zunächst breiten Fluss der Grande Armée zeigt, der vor dem Hintergrund der Schlachten und anderer Ereignisse und Faktoren (z. B. -37,5 Grad Celsius) schließlich zu einem schmalen Rinnsal wird. Ein 74seitiger Anhang bietet mit einer dreisprachigen Bezeichnung (deutsch/polnisch/russisch)der wichtigsten Toponyme im Kriegsgebiet, Anmerkungen zu Quellen und Zitaten, einem Literaturverzeichnis und Personenregister noch weitere wertvolle Materialien.

Die logische Fortsetzung "Rites of Peace: The Fall of Napoleon and the Congress of Vienna" (2007) ist unter dem deutschen Titel "1815: Der Wiener Kongress und die Neugründung Europas" im September 2014 erschienen. (Die preiswerte Taschenbuchausgabe ist für November 2014 avisiert.)

5 Amazonsterne für die gelungene Aufbereitung eines Lehrstücks der Geschichte, das einmal mehr deutlich macht, wie am Ende die Hybris von ihrer eigenen Nemesis eingeholt wird.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Europäischer Feldzug gegen Rußland und der erste totale Krieg, 14. August 2014
Von 
Benedictu - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1812: Napoleons Feldzug in Russland (Taschenbuch)
Bemerkenswert an dieser gut lesbaren und zu Recht vielgelobten Kriegsgeschichtsschreibung sind m.E. vor allem zwei Dinge. Zum einen, offeriert der amerikanisch-polnische Historiker Adam Zamoyski seinen Lesern eine breite Perspektive auf diesen Kriegs- und Beutezug gegen Rußland und zum zweiten verschafft er ihnen überraschende Einsichten, indem er mit Geschichtsmythen, die vielleicht aus der Lektüre von Tolstois Krieg und Frieden Krieg und Frieden haften geblieben sind, aufräumt.

1. SICHTWEISEN
Es gibt die Sicht der französischen Angreifer und die der russischen Verteidiger, die strategisch-organisatorische Perspektive der Generalstäbe und die der einzelnen Soldaten oder der im Troß mitziehenden Zivilisten. Zamoyski wird allen Sichtweisen gerecht und insbesondere mit Hilfe der von ihm ausgewerteten in verschiedenen europäischen Sprachen vorliegenden Augenzeugenberichte macht er sein Geschichtswerk zu einer fesselnden, aber auch bedrückenden Reise in die Vergangenheit. Viele Einzelschicksale, die sich den damaligen Augenzeugen eingeprägt haben, werden auch die heutigen Leser erschüttern: die der mitziehenden Zivilisten und ihrer kleinen Kinder, die auf dem Rückzug erkennen mußten, daß hinten nun vorne ist, und die zu tausenden umkamen.

Aus dem zum hundersten Jahrestag des Feldzugs erschienenen Buch Die Deutschen in Russland 1812: Leben und Leiden auf der Moskauer Heerfahrt entnimmt der Autor den Bericht des Obersten von Kurz aus der Schlacht an der Beresina, der entsetzt beobachtete, wie unter dem Artilleriebeschuß des russischen General Wittgenstein eine junge Frau das Strumpfband von ihrem von einer Kugel zerschmetterten Bein löste, damit ihre vierjährige Tochter erdrosselte und dann den eigenen Tod erwartete. Der Blutzoll war gewaltig. Nur ein einziger Soldat des 9. Westfälischen Infanterieregimentes schaffte es zurück nach Kassel. Von den 32000 Bayern überlebten 12%, von den Italienern kaum 5%. Zahllose Angehörige warteten vergeblich. Ebenfalls aus dem genannten Buch von Holzhausen stammt die Geschichte der mecklenburgischen Bäuerin, die sich noch bis ins Jahr 1849 nach ihrem Verlobten erkundigte. Manche Kriegsgefangene blieben freiwillig in Rußland und einige machten dort ihr Glück.

2. EINSICHTEN
• Die Große Armee war multinationaler als gedacht
Wer auf die deutsche Landkarte schaut und sich fragt, warum Bayern eig. das größte Bundesland ist, kommt bald dahinter, daß es erstens ohne das Frankenland Normalgröße hätte und zweitens Franken nur insofern zu Bayern gehört, als es Napoleon den Bayern geschenkt hat und sie es bis heute nicht zurückgegeben haben. Die Bayern mußten daher ein großes Truppenkontingent stellen, allerdings war das polnische und das italienische noch größer. Die Große Armee war multinational und bestand aus mehr als einem Dutzend europäischer Nationen.

• Die Große Armee wurde nicht durch russische List und Taktik geschlagen
Es war keine strategische Finesse, daß sich die Russen kampflos immer weiter zurückzogen und die französische Armee so immer tiefer nach Rußland hineinlockte, bis sie von Nachschub fast abgeschnitten war. Vielmehr war diese scheinbare Taktik das unfreiwillige Resultat schlechter russischer Vorbereitung.

• Der Feldzug war ein Raubzug
Der qualvolle und verlustreiche Rückzug der Franzosen sei nicht allein auf den bitterkalten Winter zurückzuführen gewesen. Die Große Armee sei einfach überladen gewesen mit Beutegut.

• Der Feldzug wandelte sich zum totalen Krieg
Die russische Taktik der eigenen verbrannten Erde und die sture Opferbereitschaft der einfachen russischen Soldaten war eine Verschärfung der Kriegsführung, die bei den Franzosen Bestürzung hervorrief. Anders als die Soldaten aller anderer Nationen streckten die russischen Soldaten auch bei großer gegnerischer Übermacht nicht ihre Waffen. "Man mußte sie in Stücke hauen". Als rekrutierte Leibeigene oder als für 25 Jahre in den Militärdienst gepreßte unfreie Soldaten hatten sie kein normales Leben auf Erden, das auf sie wartete. Und überhaupt war das grundlegende Menschenrecht auf Kapitulation in Rußland unbekannt. Die große "passive Tapferkeit" der unfreien, armen Russen, die der französische Artillerieoffizier Griois mit ihrer Unwissenheit und ihrem religiösen Aberglauben in Verbindung brachte, führte zu einer Eskalation des Krieges, wie sie auch den französischen Aggressoren nicht gefallen konnte. "So sollte Krieg nicht sein", war ihre Überzeugung.

• Fehlende französische Flexibilität
Die Schlacht von Borodino blieb bis zur Schlacht an der Somme 1916 die blutigste der Menschheit. Aus den Memoiren des Freiherrn von Wolzogen Memoiren Des Königlich Preussischen Generals Der Infanterie Ludwig Freiherrn Von Wolzogen... entnimmt der Autor, daß dabei auch die Kavallerie-Reserve von Napoleon ungünstig in Reichweite der russischen Artillerie plaziert schwere Verluste erlitt ohne in das Kampfgeschehen eingegriffen zu haben. Ein württembergisches Kavallerieregiment verlor 28 Offiziere und 290 Reiter von ursprünglich 760, also 40%, als sie sinnlos stundenlang im feindlichen Feuer ausharren mußten.

• Befremdliche Begeisterung
Bei der bekannten preußischen und österreichischen Distanz gegenüber Napoleon überrascht die Haltung der übrigen um so mehr. Da gab es nicht nur eine multinationale Begeisterungsfähigkeit und Opferbereitschaft im Gefecht, was Carl von Clausewitz in Hinterlassene Werke Uber Krieg Und Kriegfuhrung Des Generals Carl Von Clausewitz; Der Feldzug Von 1812 in Russland, Der Feldzug Von 1813 Bis Zum Waffe ausdrücklich würdigt, sondern auch die Treue zum Kaiser noch in der Gefangenschaft, wo die fremden Legionäre - wie General Robert Wilson versicherte (Narrative of Events during the Invasion of Russia by Napoleon Bonaparte: And the Retreat of the French Army, 1812 (Cambridge Library Collection - Naval and Military History)) - weder Anreize, Drohungen noch Entbehrungen dazu bewegen konnten, "ihren Kaiser zu bezichtigen, Quelle ihres Unglücks und ihrer Qualen zu sein." Auch in der Gefangenschaft haben sie des Kaisers Geburtstag gefeiert.

UNGENAUIGKEITEN
• Das Titelbild ist seitenverkehrt, was man daran erkennt, daß Offiziere ihre Degen natürlich links und nicht rechts tragen.
• Auf dem Einband ist "Rußland" falsch mit zwei s statt mit ß geschrieben. Im Rest des Buches stimmt es wieder, ausnahmslos :-). Ob der Verlag damit die deutschen Schullehrer, die - auf die sog. amtliche Rechtschreibung verpflichtet - "Russland" schreiben müssen, foppen will?
• S.322: Der Dienstgrad des Stabsoffiziers Ludwig von Wolzogen war nicht Hauptmann (captain), sondern Oberst (colonel).
• S.368: Nicht immer ist die Wortwahl des Autors ganz treffsicher. Sein angebliches Beispiel "unbedingter Treue" russischer Leibeigener gegenüber ihrem Herrn ist eher eines von grausamer Unterwürfigkeit. Da baten nach Schilderung des russischen Generals von Benckendorff die versammelten Bauern eines Landgutes den russischen Offizier, dessen Einheit französische Marodeure vertrieben hatte, um die Erlaubnis, eine Frau aus ihren eigenen Reihen ertränken zu dürfen, da sie unter der Folter den Franzosen das Juwelenversteck der Herrschaft verraten habe.

FAZIT
Glänzend geschriebene Geschichte des ersten totalen Krieges und seiner politischen und sozialen Hintergründe.
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5.0 von 5 Sternen geht kaum besser, 11. Juli 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: 1812: Napoleons Feldzug in Russland (Taschenbuch)
Es war ein erschütterndes Ereignis, das vielen Hunderttausend Menschen das Leben gekostet hat - Napoleons Kriegszug nach Russland. Es ist ein ziemlich komplexes Thema, weil die Interessen vieler Staatsmänner herein spielen und viele diplomatische und taktische Winkelzüge eine gewisse Entwicklung immer wieder in eine andere Richtung lenken konnten.
Genau genommen ein ziemlich schwer verdauliches Thema - ABER - es ist grandios erzählt, anders kann man es nicht sagen. So anschaulich und plastisch, in einer Sprache von hohem, aber immer gut lesbarem Niveau ( davon könnte sich manch gefeierter Historiker eine Scheibe abschneiden !! ) habe ich selten ein historisches Ereignis nahe gebracht bekommen. Wie emphatisch das Leid einzelner Soldaten geschildert, die Verzweiflung greifbar gemacht wird - es war mir fast nicht möglich, das Buch zwischendrin mal weg zu legen. Ich habe sehr viel gelernt! DANKE Herr Zamoyski - WELL DONE !!
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5.0 von 5 Sternen Die Angelsachsen haben es einfach raus..., 21. September 2014
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: 1812: Napoleons Feldzug in Russland (Taschenbuch)
wenn es darum geht, fesselnd geschriebene historische Darstellungen zu verfassen. Auch Zamoyskis Darstellung des napoleonischen Russland-Feldzuges liest sich wie eine spannend geschriebene Reportage, so als ob der Autor vor Ort gewesen sei und die unglaublichen Strapazen miterlebt und die kaum in Worte zu fassenden Grausamkeiten mit eigenen Augen gesehen hätte. Ich schliesse mich der ZEIT Rezension vorbehaltlos an, in der es heisst: "1812 gehört zu den seltenen historischen Büchern, die man von der ersten bis zur letzten Seite mit angehaltenem Atem liest. Besser als in diesem grandiosen Epos über eine militärische und menschliche Katastrophe kann Geschichte nicht erzählt werden."
P.S. Wem dieses Buch gefallen hat, der wird auch mit grossem Vergnügen Barbara Tuchman lesen, z.b. ihr fantastisches Buch über die Jahrzehnte vor dem ersten Weltkreig "The proud Tower"
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1812: Napoleons Feldzug in Russland
1812: Napoleons Feldzug in Russland von Adam Zamoyski (Taschenbuch - 1. Juni 2014)
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