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Kundenrezensionen

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am 27. Januar 2009
Wer Bücher zum Thema erfolgreiche Unternehmensgründung liest, wird darin sehr viel über Betriebswirtschaft, Recht und Steuern erfahren. Günter Faltin verfolgt mit seinem Buch 'Kopf schlägt Kapital' einen anderen Ansatz. Er stellt die Geschäfts-Idee ins Zentrum der Betrachtung. Die Qualität und die sich anschließende Arbeit an dieser Idee zu einem ausgefeilten Konzept sind der eigentliche Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg (zit.: 'Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf''). Anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis erfährt der Leser wie solche Ideen geboren und erfolgreich umgesetzt werden können.
Sehr lesenswert ist das Kapitel 'Gründen aus Komponenten'. Gründer, die alles selber machen wollen verschwenden ihre Zeit und Ressourcen, die sie lieber für die Ausarbeitung und Weiterentwicklung Ihrer Geschäfts-Idee verwenden sollten. Wer einen Teehandel betreibt, muss sich nicht selbst um den Import der Ware kümmern oder den Tee verpacken und versenden. Selbst die Buchhaltung erstellen externe Dienstleister schneller und vor allem preiswerter als es der Gründer selbst könnte. Der Gründer tut gut daran, die Unternehmensverwaltung in professionelle Hände zu legen. Wer in Betriebswirtschaftslehre nicht fit ist, braucht sich diesen Overhead auch nicht aufzuhalsen. Dafür gibt es genug ausgebildete Betriebswirtschaftler. So leuchtet es schnell ein, dass man beim geschickten Einsatz von Komponenten als Gründer selbst komplexe Industrieanlagen im Ausland auf die Beine stellen und im Konzert der Großen mitspielen kann.
Günter Faltin zeichnet in seinem Buch neue Wege um Unternehmen kreativ zu gründen und räumt mit den alten Denkmodellen der Gründungsberatung auf.
Die Botschaft ist glaubwürdig, denn Günter Faltin ist nicht nur Professor für Entrepreneurship, sondern zugleich auch erfolgreicher Unternehmer. Er ist Gründer der 'Teekampagne', die in Deutschland Marktführer beim Teeversandhandel ist.
Ein Buch, das Lust macht, sein eigenes Unternehmen zu gründen.
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Das Buch ' noch vor der derzeitigen Krise geschrieben ' ist ein lebhaftes Plädoyer für Ideen und Visionen statt BWL und Management. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hat Faltin als Initiator der 'Teekampagne' gezeigt, wie man ein Projekt zum wirtschaftlichen Erfolg führt. Hart geht er dabei mit den Institutionen und Fördermechanismen ins Gericht, die von potentiellen Unternehmensgründern vor allem einen ausgereiften Businessplan verlangen, eigenwillige Persönlichkeit dagegen eher als Störfaktor betrachten. Dagegen setzt Faltin seine Analyse, in einem von Überangeboten gesättigten Markt auf das Besondere zu setzen; auf das, was den Kunden einen wirklich wahrnehmbaren Vorteil bringt (z.B. erstklassigen Tee zu einem günstigen Preis, unter Verzicht auf eine unüberschaubare Auswahl). Diese Idee klar herauszuarbeiten, sich dann aber die zur Umsetzung benötigten Teilleistungen, die nicht zum Kernauftrag gehören, auf dem Markt von hocheffizienten Spezialisten einzukaufen (Abrechnung, Versand, Verpackung), ist sein Erfolgsrezept. Spöttisch warnt er Gründer speziell in der Anfangsphase vor der Vergötzung des Instruments BWL, von dem die eine Hälfte selbstverständlich, die andere unverständlich sei (S. 79). Niedriger Fremdkapitaleinsatz, originelles, klar auf einen Kundennutzen fokussiertes Marketing, qualifizierte Aufgabendelegation sowie Skalierbarkeit sind die Maßstäbe, die ihm zufolge sich mit gesundem Menschenverstand umsetzen lassen. Nicht die grundlegende, bahnbrechend neue technische Innovation (die vor dem Markterfolg bereits durch eine noch bessere überholt sein kann) eignet sich zur Unternehmensgründung, sondern eine gut durchdachte Idee, wie aus der Fülle des Vorhandenen etwas Neues mit hohem Kundennutzen zusammen gestellt werden kann.
Abschreckend ist für ihn das oft kolportierte Bild, ein Unternehmer müsse sich als Sklave seiner selbst sechzehn Stunden am Tag mit allen Aspekten seiner Firma abplagen ' und so meist scheitern. Dafür hebt er hervor, welch beflügelnde Wirkung die Umsetzung eines eigenen Projektes (oder sogar die Gründung eines eigenen Unternehmens) z.B. auf seine Studenten habe. Zu dieser Persönlichkeitsbildung gehört auch ein themenfokussierter Blick, der plötzlich alles, was mit dem Projekt zusammen hängen könnte, aufsaugt und verarbeitet, sodass das diesbezügliche Lernen mit einem ungleich höheren Effizienzgrad erfolgt. Generell plädiert Faltin für eine stärkere Eigenverantwortung, für das Nutzen des eigenen Potentials statt des zum Scheitern verurteilten Versuches, unsere wirtschaftliche Vormachtstellung in der Welt durch Kleben an den alten Wirtschaftsstrukturen zu erhalten. Wohin das führt, illustriert er am Niedergang der Kautschuk-Stadt Manaus.
Am Ende des Buches ergänzt er seine spannenden Ausführungen durch ein Interview mit Mohammad Yunus, der für sein Projekt der Kleinkredite den Friedensnobelpreis erhielt, und schließt: 'Wenn selbst islamische Frauen unter extrem ungünstigen gesellschaftlichen Bedingungen in einem stark unterentwickelten Land erfolgreich zu Entrepreneuren werden können, sollte man erwarten, dass dies bei uns unter den doch viel besseren Voraussetzungen erst recht möglich ist.'
Ein lesens- und beherzigenswertes Buch.
44 Kommentare| 122 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Gründer sind 'Trotzdem'-Typen. Denn sie wissen, dass sie auf den Knien zum Bankberater rutschen müssen, dass sie die Unterlagen für den 28-seitigen Förderantrag nie zusammenkriegen werden und dass sie die Finessen des Liquiditätsmanagements nicht wirklich drauf haben. Gründer sind, ganz offen gesagt, irgendwie merkwürdig. Wer tut sich das schon freiwillig an, gepiesackt von den tausend Fallstricken der Bürokratie? Falsch gefragt, sagt Günter Faltin. Sein Buch "Kopf schlägt Kapital" ist ein äußerst erfrischender Gegenentwurf zu all den Ratgebern, die helfen wollen und doch nur demotivieren. Faltins These ist simpel: Die nervig komplizierte Betriebswirtschaft lässt sich heutzutage wunderbar an Fachleute delegieren. Was ein Gründer braucht, ist eine Idee. Und anschließend die Gedankenarbeit, daraus ein tragfähiges Konzept zu bauen. Das klappt, behauptet Faltin, und macht erst noch Spaß! Faltin weiß, wovon er spricht, denn er lehrt nicht nur Entrepreneurship, sondern hat als Unternehmer das Versandhaus 'Teekampagne' gegründet und zum Erfolg geführt. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die jemals daran gedacht haben, sich selbstständig zu machen: Ein besserer und überzeugenderer Mutmacher ist kaum vorstellbar.
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am 25. Oktober 2012
Grundsätzlich finde ich das Buch lesenswert und inspirierend. Aber es hat etwas mit einer Kuh gemeinsam: es ist ein echter Wiederkäuer. Das Buch ist extrem einseitig und auf nur eine einzige Idee fixiert (kaufe und verkaufe direkt, große Packungseinheiten, wenig Varianten), welche es in allen Varianten durchkaut (Tee, Zahnbürsten, Olivenöl etc). Dadurch wirkt es über lange Strecken langweilig (Daher ein passendes Buch für das Nachtkästchen, um in schlaflosen Nächten die Augen zu ermüden).

Andere interessante Konzepte Zusammenhang mit schlanker Unternehmensgründung (z.B. Bootstrapping, Korridor-Prinzip etc.) finden keine Erwähnung.
Ein Schlüsselkonzept des Autors ist es, fast nichts mehr selbst machen zu wollen, sondern die Dienste anderer zuzukaufen. Diese sieht er als Komponenten, mithilfe derer man wie mit Legobausteinen sein Geschäftsmodell zusammenbaut. Ich finde ein interessanter Ansatz, bei Gott nicht neu zwar, und ich bezweifle, dass diese Dienste so, in der genannten Qualität, Flexibilität und Skalierbarkeit in Deutschland bzw. Österreich so leicht verfügbar sind. Dazu ist unsere Wirtschaft noch viel zu vertikal integriert. Für die USA möge das eher zutreffen.
Seine Kritik an der Institution Gründungsberatung ist angebracht. Insgesamt ist das Buch aber allemal Geld wert und zu empfehlen.
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am 14. Januar 2010
Bei Kopf schlägt Kapital handelt es sich um ein echtes Mutmacher-Buch!
In uneingeschränkter Euphorie schreibt Günther Faltin, Professor an der Uni Berlin, über Entrepreneurship - und er weiß zu überzeugen. Mich konnte er mitreißen und ich habe jede Seite verschlungen. Zahlreiche Zitate von anderen Wissenschaftlern und Entrepreneuren stützen seine Thesen und zeigen, dass Günther Faltin mit seinen Gedanken kein Einzelgänger ist.
Doch was mir missfällt, sind seine Beispiele für erfolgreiche Unternehmen - fast alle Ideen die er beschreibt sind aus dem Bereich Handel. Und die Idee dahinter ist immer: Kaufe große Mengen ein und setze auf eher große Verpackungen, statt Kleinverpackungen. Das wirkt zu einfach und ist nicht so einfach wie es sich liest. Wenn dann sollte er diese Konzepte noch detallierter beschreiben. Er schreibt oft über sein eigenes Projekt, die Teekampagne. Hier kam er angeblich fast ohne Marketing und Kapital zu tausenden Bestellungen. Doch auch er musste wohl irgendwie auf sich aufmerksam machen? Wie haben ihm soviele Menschen Geld vorgestreckt, damit er die erste Großmenge bestellen konnte? Welche Kunden hatte er am Anfang? Hierzu gibt es leider keine Antworten.

Auch spricht er immer von Arbeitsteilung. Der Entrepreneur brauche keine BWL-Kenntnisse, dafür gibt es den Business Administrator. Doch wie integriere ich einen solchen Business Administrator von Anfang an, ohne dass dieser z.B. mein Konzept klaut und ein eigenes Unternehmen gründet?

Ein weiterer Kritikpunkt sind die ständigen Wiederholungen, ich habe immer gehofft, dass bald etwas konkretere Details beschrieben werden, da geht es wieder zurück zum Start und wiederholt sich erneut, das nervt.

Alles in allem ist es ein wichtiges Buch für jeden Gründer und für jeden, der mit dem Gedanken spielt Entrepreneur zu werden. Es macht einfach Mut und zeigt wie unglaublich spannend die Materie ist - und dass jeder Mensch als Entrepreneur taugt!
Es zeigt vor allem, wie wichtig das Ideen-Konzept ist - konkrete Ratschläge zur Umsetzung werden hier allerdings nicht gegeben. Dafür sind andere Bücher zu empfehlen.

Ich habe lange zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, die positve Schreibweise und das Mut-machen haben mich jedoch überzeugt.
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Ein interessantes Buch. Aber es werden - wie einige anderen Leser schon erwähnt haben - die Erfolgsprinzipien in den vielen sich ähnelnden Beispielen etwas ausführlich betont.
Außerdem wird hauptsächlich ein Modell als Erfolgsfaktor für Startups hervorgehoben: der Verkauf von einfachen Produkte oder Leistungen über das Internet. Das Geschäftsmodell besteht dabei durch eine starke Arbeitsteilung eigentlich lediglich aus einer schlauen Organisation.
Es gibt jedoch viel mehr Geschäftsbereiche in welchen mit anderen Geschäftsmodellen eine Unternehmensgründung erfolgreich werden kann.
Auch wenn die Leitgedanken sicherlich richtig sind, lassen sich gute Geschäftsmodelle im B2B Segment nicht alle so deutlich reduzieren. Gerade in diesem Bereich steckt aber viel Potential und sollte nach meiner Meinung unbedingt mehr gegründet werden. Unser Industriestandort sollte nämlich wettbewerbsfähig bleiben, damit Konsumenten ihren Spaß an Consumer-Produkten auch in Zukunft bezahlen können.
In der Industrie gilt es häufig komplexe Geschäftsprozesse zu verstehen, zu vereinfachen, zu standardisieren und zu unterstützen. Der Fokus liegt, nach der detaillierten Ausarbeitung einer Geschäftsidee, auf
* Wie schafft ein Startup Unternehmen bei den potentiellen Industriekunden Vertrauen?
* Wie wird - auch bei etwas komplexeren Produkten und Dienstleistungen - der Nutzen klar kommuniziert. Dieser Nutzen kann je nach Interessent unterschiedlich ausfallen (Kosten, Effizienz, Qualität, ...)
* Welche sind je Anwendungsfall die richtige Marketinginstrumente (Internet, Dialog, Partnerschaften, usw.)?
* Preismodell?
* Strategie der Produkteinführung - den Kunden an den Hand nehmen
Diese Aspekte kommen, meiner Ansicht nach, etwas zu kurz.
Einfache Produkte und Geschäftsmodelle können schnell kopiert werden. Das alleine kann also die Basis einer gesunden Wirtschaft nicht sein. Wir brauchen auch den Technologievorsprung, hochwertige Produktionsanlagen und hohe Qualitätsstandards um globalen Krisen gut zu überstehen.

Mit vielen Grundaussagen bin ich einverstanden: z.B.
* das BWL Studium ist keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründung
* Ideen und Lust an Geschäftsentwicklung sind die wahren Motive - Geld nur eine Belohnung
* Business Pläne werden überbewertet
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am 16. Juni 2014
Der Autor beschreibt seine eigenen, jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem modularen Wirtschaften. Dies ist auch die propagierte Grundidee des Buches: falls es irgendwie möglich ist, Aufgaben und Prozesse nicht mehr selbst machen, sondern von spezialisierten Dienstleistern und Herstellern machen lassen. Der Unternehmer wird somit konsequent zum Netzwerker, der die einzelnen Module zusammenführt und den Prozess am Laufen hält. So entfallen hohe Anlaufkosten, Risiken werden minimiert, Flexibilität entsteht und der Unternehmer tut das, was er eigentlich soll: immer weiter an seinem Konzept arbeiten, bis die Idee dienstleistungs- bzw. produktionsreif ist. Auslagern ist das zentrale Stichwort. Inklusive des eigenen Büros. Produktionskapazitäten sind im 21 Jhd. nicht mehr das Problem, sondern ausgearbeitete Konzepte, welche mindestens den doppelten Nutzen zum halben Preis im Vergleich zum Bestehenden bieten. Empfehlung.
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am 13. Mai 2013
Auf diese Art ein Unternehmen zu gründen, ist ein sehr guter Ansatz. Schön, dass es da jemanden gibt, der Gründungswilligen die Ängste nimmt. Das Buch liefert interessante Ideen und Denkanstöße. Mir fehlt es jedoch dann an der konkreten Hilfestellung oder Handlungsanweisung, wie ein Ideen-Konzept erdacht wird. Da möchte Herr Faltin wohl, dass man seinen Workshop besucht... Gegen Ende des Buches hat es sehr viele Längen, da wird dann doch sehr viel über die deutsche Bildungspolitik und Gründungsberatung schwadroniert. Das ist ja alles gut und schön und ich gebe Ihnen völlig recht, aber es ist einfach zu lang und gehört hier nicht rein. Diese Seiten hätten besser gefüllt werden können. Man merkt, dass das Buch nicht mehr ganz neu ist. Im Anhang genannte Links zu Interviews sind leider nicht mehr aktuell. Davon einmal abgesehen empfehle ich dieses Buch jedem, der ein Unternehmen gründen möchte, denn es ist Zeit, dies auf andere Art zu tun, als es die Gründungsberater bei Arbeitsamt und IHK es uns weis machen wollen. Und das hier sollte man einfach gelesen haben, bevor man startet.
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am 24. Februar 2009
Als gestandener Manager in einigen großen internationalen Unternehmen fallen einem über die Jahre hinweg viele Business Bücher in die Hand. Die meisten sind sehr komplex, behandeln ein gewisses Thema in der Tiefe und man fühlt sich ein Stück gefestigter, im "Konzert der Großen" mitspielen zu können.
Günter Faltin verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Er macht Lust auf Selbständigkeit und zeigt an konkreten Beispielen, wie man auch ohne Komplexität, enormes wirtschaftliches Fachwissen und großes Kapital sein eigenes Unternehmen aufbauen kann.
Es wäre jedoch viel zu kurz gegriffen, dieses Buch nur Jungunternehmen oder angehenden Gründern zu empfehlen. Gerade für interessierte Manager, die sich tagtäglich mit dem Wahnsinn eines großen und streckenweise unflexiblen Unternehmens herumschlagen müssen, sind Faltins Ansätze geradezu erfrischend und ermahnend.
Ich habe das Buch sehr genossen, denn es setzt auf Cleverness, Ideenreichtum und Querdenken - anstatt auf Kennzahlen und Fachchinesisch.
Es ist schon fast traurig, dass ein Professor vielen Geschäftsleuten erläutern muß, wie man am besten ein Geschäft aufbaut.
Das Buch finde ich uneingeschränkt empfehlenswert - zum Schmunzeln, Nachdenken, Umdenken und Anpacken!
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am 21. Oktober 2015
Günter Faltin betrachtet das Thema Neugründung (Entrepreneurship) von einer anderen Seite und am Beispiel seines Projekts zum Import von Tee, mit dem er selbst zum größten Importeur von Darjeeling-Tee weltweit wurde. Er argumentiert, dass die Idee bzw. das Ideenkonzept die wesentlichen Aspekte einer Gründung ist und nicht das Aufbauen von betriebswirtschaftlichen Funktionen. Diese betriebswirtschaftlichen 'Komponenten', so schlägt er vor, sind möglichst gänzlich zu professionellen externen Anbietern auszulagern. So hat der Gründer Zeit, sich auf die Geschäftsideen und deren laufende Weiterentwicklung zu konzentrieren. Das im Kern zu entwerfende Entrepreneurial Design steht im Fokus seiner Beschreibungen, wobei die zu erwartende Checkliste eines solchen Designs leider ausbleibt. Die Inhalte dazu sind eher grundsätzlich formuliert und nicht als direkte Arbeitshilfe für einen Entrepreneur. Faltin beschreibt umfangreich das 'Was', weniger das 'Wie (genau)'. Wie der Titel des Buches erwarten lässt, stellt Faltin den Denkprozess zu einer Geschäftsidee in den Vordergrund und überzeugt davon, dass man alle Routinetätigkeiten auslagern sollte. So sind auch nicht Kapital oder Ressourcen ausschlaggebend in einer Gründung, sondern eben der Kopf und das Denken des Gründers. Ein empfehlenswertes Buch, das hilft, Fehler von Großunternehmen gleich von Anfang an zu vermeiden und sich bei einer Gründung auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Geschäftsidee und seine Produkte.
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