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110 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Professor bürstet gegen den Strich
Das Buch ' noch vor der derzeitigen Krise geschrieben ' ist ein lebhaftes Plädoyer für Ideen und Visionen statt BWL und Management. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hat Faltin als Initiator der 'Teekampagne' gezeigt, wie man ein Projekt zum wirtschaftlichen Erfolg führt. Hart geht er dabei mit den Institutionen und Fördermechanismen ins Gericht,...
Veröffentlicht am 1. Januar 2009 von Frank Stefan Becker

versus
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vielleicht etwas zu einseitig
Grundsätzlich finde ich das Buch lesenswert und inspirierend. Aber es hat etwas mit einer Kuh gemeinsam: es ist ein echter Wiederkäuer. Das Buch ist extrem einseitig und auf nur eine einzige Idee fixiert (kaufe und verkaufe direkt, große Packungseinheiten, wenig Varianten), welche es in allen Varianten durchkaut (Tee, Zahnbürsten, Olivenöl etc)...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2012 von greentwig


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110 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Professor bürstet gegen den Strich, 1. Januar 2009
Von 
Frank Stefan Becker (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Das Buch ' noch vor der derzeitigen Krise geschrieben ' ist ein lebhaftes Plädoyer für Ideen und Visionen statt BWL und Management. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hat Faltin als Initiator der 'Teekampagne' gezeigt, wie man ein Projekt zum wirtschaftlichen Erfolg führt. Hart geht er dabei mit den Institutionen und Fördermechanismen ins Gericht, die von potentiellen Unternehmensgründern vor allem einen ausgereiften Businessplan verlangen, eigenwillige Persönlichkeit dagegen eher als Störfaktor betrachten. Dagegen setzt Faltin seine Analyse, in einem von Überangeboten gesättigten Markt auf das Besondere zu setzen; auf das, was den Kunden einen wirklich wahrnehmbaren Vorteil bringt (z.B. erstklassigen Tee zu einem günstigen Preis, unter Verzicht auf eine unüberschaubare Auswahl). Diese Idee klar herauszuarbeiten, sich dann aber die zur Umsetzung benötigten Teilleistungen, die nicht zum Kernauftrag gehören, auf dem Markt von hocheffizienten Spezialisten einzukaufen (Abrechnung, Versand, Verpackung), ist sein Erfolgsrezept. Spöttisch warnt er Gründer speziell in der Anfangsphase vor der Vergötzung des Instruments BWL, von dem die eine Hälfte selbstverständlich, die andere unverständlich sei (S. 79). Niedriger Fremdkapitaleinsatz, originelles, klar auf einen Kundennutzen fokussiertes Marketing, qualifizierte Aufgabendelegation sowie Skalierbarkeit sind die Maßstäbe, die ihm zufolge sich mit gesundem Menschenverstand umsetzen lassen. Nicht die grundlegende, bahnbrechend neue technische Innovation (die vor dem Markterfolg bereits durch eine noch bessere überholt sein kann) eignet sich zur Unternehmensgründung, sondern eine gut durchdachte Idee, wie aus der Fülle des Vorhandenen etwas Neues mit hohem Kundennutzen zusammen gestellt werden kann.
Abschreckend ist für ihn das oft kolportierte Bild, ein Unternehmer müsse sich als Sklave seiner selbst sechzehn Stunden am Tag mit allen Aspekten seiner Firma abplagen ' und so meist scheitern. Dafür hebt er hervor, welch beflügelnde Wirkung die Umsetzung eines eigenen Projektes (oder sogar die Gründung eines eigenen Unternehmens) z.B. auf seine Studenten habe. Zu dieser Persönlichkeitsbildung gehört auch ein themenfokussierter Blick, der plötzlich alles, was mit dem Projekt zusammen hängen könnte, aufsaugt und verarbeitet, sodass das diesbezügliche Lernen mit einem ungleich höheren Effizienzgrad erfolgt. Generell plädiert Faltin für eine stärkere Eigenverantwortung, für das Nutzen des eigenen Potentials statt des zum Scheitern verurteilten Versuches, unsere wirtschaftliche Vormachtstellung in der Welt durch Kleben an den alten Wirtschaftsstrukturen zu erhalten. Wohin das führt, illustriert er am Niedergang der Kautschuk-Stadt Manaus.
Am Ende des Buches ergänzt er seine spannenden Ausführungen durch ein Interview mit Mohammad Yunus, der für sein Projekt der Kleinkredite den Friedensnobelpreis erhielt, und schließt: 'Wenn selbst islamische Frauen unter extrem ungünstigen gesellschaftlichen Bedingungen in einem stark unterentwickelten Land erfolgreich zu Entrepreneuren werden können, sollte man erwarten, dass dies bei uns unter den doch viel besseren Voraussetzungen erst recht möglich ist.'
Ein lesens- und beherzigenswertes Buch.
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81 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unternehmensgründung einmal anders., 27. Januar 2009
Von 
Wer Bücher zum Thema erfolgreiche Unternehmensgründung liest, wird darin sehr viel über Betriebswirtschaft, Recht und Steuern erfahren. Günter Faltin verfolgt mit seinem Buch 'Kopf schlägt Kapital' einen anderen Ansatz. Er stellt die Geschäfts-Idee ins Zentrum der Betrachtung. Die Qualität und die sich anschließende Arbeit an dieser Idee zu einem ausgefeilten Konzept sind der eigentliche Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg (zit.: 'Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf''). Anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis erfährt der Leser wie solche Ideen geboren und erfolgreich umgesetzt werden können.
Sehr lesenswert ist das Kapitel 'Gründen aus Komponenten'. Gründer, die alles selber machen wollen verschwenden ihre Zeit und Ressourcen, die sie lieber für die Ausarbeitung und Weiterentwicklung Ihrer Geschäfts-Idee verwenden sollten. Wer einen Teehandel betreibt, muss sich nicht selbst um den Import der Ware kümmern oder den Tee verpacken und versenden. Selbst die Buchhaltung erstellen externe Dienstleister schneller und vor allem preiswerter als es der Gründer selbst könnte. Der Gründer tut gut daran, die Unternehmensverwaltung in professionelle Hände zu legen. Wer in Betriebswirtschaftslehre nicht fit ist, braucht sich diesen Overhead auch nicht aufzuhalsen. Dafür gibt es genug ausgebildete Betriebswirtschaftler. So leuchtet es schnell ein, dass man beim geschickten Einsatz von Komponenten als Gründer selbst komplexe Industrieanlagen im Ausland auf die Beine stellen und im Konzert der Großen mitspielen kann.
Günter Faltin zeichnet in seinem Buch neue Wege um Unternehmen kreativ zu gründen und räumt mit den alten Denkmodellen der Gründungsberatung auf.
Die Botschaft ist glaubwürdig, denn Günter Faltin ist nicht nur Professor für Entrepreneurship, sondern zugleich auch erfolgreicher Unternehmer. Er ist Gründer der 'Teekampagne', die in Deutschland Marktführer beim Teeversandhandel ist.
Ein Buch, das Lust macht, sein eigenes Unternehmen zu gründen.
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82 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte von den Trotzdem-Typen, 5. Dezember 2008
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Gründer sind 'Trotzdem'-Typen. Denn sie wissen, dass sie auf den Knien zum Bankberater rutschen müssen, dass sie die Unterlagen für den 28-seitigen Förderantrag nie zusammenkriegen werden und dass sie die Finessen des Liquiditätsmanagements nicht wirklich drauf haben. Gründer sind, ganz offen gesagt, irgendwie merkwürdig. Wer tut sich das schon freiwillig an, gepiesackt von den tausend Fallstricken der Bürokratie? Falsch gefragt, sagt Günter Faltin. Sein Buch "Kopf schlägt Kapital" ist ein äußerst erfrischender Gegenentwurf zu all den Ratgebern, die helfen wollen und doch nur demotivieren. Faltins These ist simpel: Die nervig komplizierte Betriebswirtschaft lässt sich heutzutage wunderbar an Fachleute delegieren. Was ein Gründer braucht, ist eine Idee. Und anschließend die Gedankenarbeit, daraus ein tragfähiges Konzept zu bauen. Das klappt, behauptet Faltin, und macht erst noch Spaß! Faltin weiß, wovon er spricht, denn er lehrt nicht nur Entrepreneurship, sondern hat als Unternehmer das Versandhaus 'Teekampagne' gegründet und zum Erfolg geführt. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die jemals daran gedacht haben, sich selbstständig zu machen: Ein besserer und überzeugenderer Mutmacher ist kaum vorstellbar.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind wir Künstler die besseren Unternehmer?, 29. September 2008
Vergessen Sie alles, was Sie über Unternehmensgründungen zu wissen glauben. Wer den 39. Copy-Shop aufmacht oder das 48. Versicherungsbüro, muß sich nicht wundern, wenn er sich zwischen mangelnden Aufträgen, Personalproblemen und Steuern zerreibt. Es wird kaum wahrgenommen, dass es auch Gründungen gibt, bei denen der Schwerpunkt auf einer ausgefeilten Idee liegt. »Nicht die Ressourcen, sondern das Konzept gibt den Ausschlag«, sagt Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship und selbst Unternehmensgründer, in seinem neuen Buch.

»Kopf schlägt Kapital« ist humorvoll und gut nachvollziehbar verfasst. Der Autor illustriert seine Thesen mit einer Reihe von überraschenden Beispielen; er zeigt Gründungen, denen ein ausgefeiltes »Entrepreneurial Design« (Ideenkonzept) zugrunde liegt, und bei denen einige einfache, radikal angewandte ökonomische Prinzipien zu erstaunlichen Erfolgen geführt haben. Paradebeispiel ist die »Teekampagne«, die Faltin selbst vor mehr als zwanzig Jahren gegründet hat und die mit dem Verzicht auf Großpackungen, Ausschaltung des Zwischenhandels und Beschränkung auf eine einzige Teesorte zum Marktführer wurde.

Das Buch ermutigt alle, die immer noch glauben, viel Kapital und Betriebswirtschaft seien unabdingbare Voraussetzungen zur Unternehmensgründung. Zwischen High-Tech-Gründungen und Selbständigkeit gibt es einen Bereich, konzept-kreative Gründungen, der eigentlich der vielversprechendste ist: »Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf«, behauptet Faltin und charakterisiert sie als »Ideengebilde«, bei denen die Qualität des Ideenkonzepts über den Erfolg entscheidet. In der Zeit des Internet und leicht abrufbarer Dienstleistungen könne man Unternehmen wie ein Puzzle aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen. Es reiche sogar schon, Vorhandenes neu zu entdecken, neu zu kombinieren und daraus ein, wie Faltin es nennt, »Ideenkunstwerk« zu schaffen. So treten die Idee und die Persönlichkeit des Gründers in den Vordergrund, nicht Konvention und Kapital. Unsere Ideen und ein bißchen Konsequenz sind viel mehr wert als wir glauben. »Kopf schlägt Kapital« könnte die Vorstellung von Unternehmertum für unsere Zeit neu formulieren.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut zum Umdenken, 24. Februar 2009
Von 
Als gestandener Manager in einigen großen internationalen Unternehmen fallen einem über die Jahre hinweg viele Business Bücher in die Hand. Die meisten sind sehr komplex, behandeln ein gewisses Thema in der Tiefe und man fühlt sich ein Stück gefestigter, im "Konzert der Großen" mitspielen zu können.
Günter Faltin verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Er macht Lust auf Selbständigkeit und zeigt an konkreten Beispielen, wie man auch ohne Komplexität, enormes wirtschaftliches Fachwissen und großes Kapital sein eigenes Unternehmen aufbauen kann.
Es wäre jedoch viel zu kurz gegriffen, dieses Buch nur Jungunternehmen oder angehenden Gründern zu empfehlen. Gerade für interessierte Manager, die sich tagtäglich mit dem Wahnsinn eines großen und streckenweise unflexiblen Unternehmens herumschlagen müssen, sind Faltins Ansätze geradezu erfrischend und ermahnend.
Ich habe das Buch sehr genossen, denn es setzt auf Cleverness, Ideenreichtum und Querdenken - anstatt auf Kennzahlen und Fachchinesisch.
Es ist schon fast traurig, dass ein Professor vielen Geschäftsleuten erläutern muß, wie man am besten ein Geschäft aufbaut.
Das Buch finde ich uneingeschränkt empfehlenswert - zum Schmunzeln, Nachdenken, Umdenken und Anpacken!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kreativität statt BWL, 17. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein (Taschenbuch)
Ein interessantes Buch. Aber es werden - wie einige anderen Leser schon erwähnt haben - die Erfolgsprinzipien in den vielen sich ähnelnden Beispielen etwas ausführlich betont.
Außerdem wird hauptsächlich ein Modell als Erfolgsfaktor für Startups hervorgehoben: der Verkauf von einfachen Produkte oder Leistungen über das Internet. Das Geschäftsmodell besteht dabei durch eine starke Arbeitsteilung eigentlich lediglich aus einer schlauen Organisation.
Es gibt jedoch viel mehr Geschäftsbereiche in welchen mit anderen Geschäftsmodellen eine Unternehmensgründung erfolgreich werden kann.
Auch wenn die Leitgedanken sicherlich richtig sind, lassen sich gute Geschäftsmodelle im B2B Segment nicht alle so deutlich reduzieren. Gerade in diesem Bereich steckt aber viel Potential und sollte nach meiner Meinung unbedingt mehr gegründet werden. Unser Industriestandort sollte nämlich wettbewerbsfähig bleiben, damit Konsumenten ihren Spaß an Consumer-Produkten auch in Zukunft bezahlen können.
In der Industrie gilt es häufig komplexe Geschäftsprozesse zu verstehen, zu vereinfachen, zu standardisieren und zu unterstützen. Der Fokus liegt, nach der detaillierten Ausarbeitung einer Geschäftsidee, auf
* Wie schafft ein Startup Unternehmen bei den potentiellen Industriekunden Vertrauen?
* Wie wird - auch bei etwas komplexeren Produkten und Dienstleistungen - der Nutzen klar kommuniziert. Dieser Nutzen kann je nach Interessent unterschiedlich ausfallen (Kosten, Effizienz, Qualität, ...)
* Welche sind je Anwendungsfall die richtige Marketinginstrumente (Internet, Dialog, Partnerschaften, usw.)?
* Preismodell?
* Strategie der Produkteinführung - den Kunden an den Hand nehmen
Diese Aspekte kommen, meiner Ansicht nach, etwas zu kurz.
Einfache Produkte und Geschäftsmodelle können schnell kopiert werden. Das alleine kann also die Basis einer gesunden Wirtschaft nicht sein. Wir brauchen auch den Technologievorsprung, hochwertige Produktionsanlagen und hohe Qualitätsstandards um globalen Krisen gut zu überstehen.

Mit vielen Grundaussagen bin ich einverstanden: z.B.
* das BWL Studium ist keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründung
* Ideen und Lust an Geschäftsentwicklung sind die wahren Motive - Geld nur eine Belohnung
* Business Pläne werden überbewertet
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Zentrum steht die Idee, 14. November 2008
Prof. Dr. Günter Faltin zeigt mit diesem sehr lesenswerten Buch eine neue Art der Unternehmensgründung - die "konzept-kreative Gründung".

Er ist überzeugt:

'Die Qualität der Idee gibt den Ausschlag'

Damit meint Faltin aber nicht einen Einfall oder eine flüchtige Idee, sondern ein sorgfältig durchdachtes Konzept.
Sein Prinzip heißt: Von den Funktionen her denken statt Konventionen zu folgen.

Seiner Meinung nach wird bei Unternehmensgründungen der Idee und ihrer Ausarbeitung viel zu wenig Bedeutung zugemessen - von Gründern werden Businesspläne verlangt, und dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der betriebswirtschaftlichen Umsetzung und nicht auf der Idee selbst.
'Stiefkind Konzept - es lohnt, an der Idee zu arbeiten' heißt ein Kapitel - in dem er zeigt, was eine gute Idee ausmacht und wie man sie systematisch ausarbeitet.

'Selbständig sein heißt, alles selbst zu machen und das ständig' - mit diesem Vorurteil räumt Faltin auf.
Er legt dem Gründer dringend nahe, seine Kompetenzen sinnvoll einzusetzen und zu lernen, Dinge zu delegieren und outzusourcen, um seine Idee, das Kernstück des neuen Unternehmens, weiter entwickeln zu können anstatt in Alltagsstress und Überforderung zu ersticken.

Zum Schluß seine "Kurzanleitung" zur Unternehmensgründung:
"Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen, dass gute Konzepte heute wichtiger sind als Kapital. Der nächste Schritt besteht darin, viel radikaler als bisher Arbeitsteilung auch auf dem Gebiet des Entrepreneurship anzuwenden.... Der dritte Schritt besteht darin, ein Unternehmen aus Komponenten zusammen zu setzen."

Fazit:
Kompetenz, gepaart mit Erfahrung - das ist eine gute Mischung, mit der Prof. Faltin aufwarten kann.
Dazu ist das Buch noch in einem sehr angenehmen Stil geschrieben, zahlreiche Beispiele - viele aus der eigenen Praxis - machen es lebendig und die Ausführungen nachvollziehbar.

Es ist unbedingt lesenswert für alle, die mit dem Gedanken spielen, irgendwann ein eigenes Unternehmen zu gründen!
5 Sterne von mir!
Karin Janner, NewMarketing Blog
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buch schlägt Studium, 25. Juni 2009
Von 
Ich saß gerade im juristischen Seminar der Universität und las
über die Abgrenzung von bedingtem Vorsatz und bewusster
Fahrlässigkeit, als ich aus einem Impuls heraus den Zeitschriftenband
zuklappte, meine Sachen versorgte, aufstand und die Uni verließ mit
dem festen Vorsatz nicht wieder zu kommen, denn es langweilte mich zu
Tode.

Zuhause suchte ich im Internet, stieß auf Ihr Buch "Kopf schlägt
Kapital" und bestellte es.

Als ich es am nächsten Tag anfing zu lesen, war ich von Anfang an
begeistert. Schon die ersten Seiten faszinierten mich: Wie sie Ihre
Begeisterung beschreiben für Gründer, für die großen Unternehmer, für
das Abenteuer und die ganze Energie die damit verbunden ist, das war
die reinste Achterbahnfahrt für mich, ein Adrenalinausstoß nach dem
anderen, zwischendurch bin ich immer wieder an meinen Computer gerannt
und suchte nach Möglichkeiten meine Ideen zu verwirklichen. Ich las
und las und wurde immer unruhiger, geradezu
nervös: "Ja genau!, das ist es!, das ist es!, sowas habe ich gesucht!,
nein kann das so einfach sein!, so klar?".

Auch auf die Gefahr hin das ich mich jetzt in Superlativen ergehe, es
war absolut inspirierend, ein Erweckungserlebnis
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vielleicht etwas zu einseitig, 25. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein (Taschenbuch)
Grundsätzlich finde ich das Buch lesenswert und inspirierend. Aber es hat etwas mit einer Kuh gemeinsam: es ist ein echter Wiederkäuer. Das Buch ist extrem einseitig und auf nur eine einzige Idee fixiert (kaufe und verkaufe direkt, große Packungseinheiten, wenig Varianten), welche es in allen Varianten durchkaut (Tee, Zahnbürsten, Olivenöl etc). Dadurch wirkt es über lange Strecken langweilig (Daher ein passendes Buch für das Nachtkästchen, um in schlaflosen Nächten die Augen zu ermüden).

Andere interessante Konzepte Zusammenhang mit schlanker Unternehmensgründung (z.B. Bootstrapping, Korridor-Prinzip etc.) finden keine Erwähnung.
Ein Schlüsselkonzept des Autors ist es, fast nichts mehr selbst machen zu wollen, sondern die Dienste anderer zuzukaufen. Diese sieht er als Komponenten, mithilfe derer man wie mit Legobausteinen sein Geschäftsmodell zusammenbaut. Ich finde ein interessanter Ansatz, bei Gott nicht neu zwar, und ich bezweifle, dass diese Dienste so, in der genannten Qualität, Flexibilität und Skalierbarkeit in Deutschland bzw. Österreich so leicht verfügbar sind. Dazu ist unsere Wirtschaft noch viel zu vertikal integriert. Für die USA möge das eher zutreffen.
Seine Kritik an der Institution Gründungsberatung ist angebracht. Insgesamt ist das Buch aber allemal Geld wert und zu empfehlen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funktion statt Konvention - Jeder kann Gründen, 15. Juni 2009
Günter Faltin beschreibt in einer für einen deutschen Professor angenehm leicht lesbaren und verständlichen Sprache wie eine Existenzgründung fernab der landläufigen Annahmen funktionieren kann.

Er zeigt wie ein Unternehmen als kreative Kombination existierender Dienstleistungen mit wenig eigenem Kapitalaufwand und ohne 14 Stunden Tag entstehen kann - ein Denkansatz den auch Tim Ferris in seiner "Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben" darlegt.

Im Gegensatz zu Ferris, der seinen Schwerpunkt aber auf das Marketing vor der Entwicklung setzt, konzentriert sich Faltin auf die Entwicklung der Idee und der dazugehörigen Methodik.

Während viele Businessratgeber die entwickelte Geschäftsidee vorraussetzen zeigt Faltin sehr anschaulich an Beispielen wie ein Einfall systematisch und konsequent über längere Zeit zu einer Geschäftsidee und später zu einen ausgereiften 'Entrepreneurial Design' - seine Alternative zum Businessplan - weiterentwickelt werden kann.

"Es ist keinesfalls ein Einfall oder eine Idee, die ein gutes Entrapreneurial Design ausmacht. Es steckt systematische Arbeit dahinter, je mehr, desto besser." (S.136, 8.1.1.)

Sehr authentisch wirkt das Buch durch die Schilderung der eigenen Erfahrungen aus Projekten wie der Teekampagne, aber auch durch die unbeschönigte Darstellung von Sackgassen (z.B. Kapitel 8.5. Die Flaschenbaustein-Idee).

Sehr umfangreich schildert Faltin die Methode "Funktion statt Konvention" - das respektlose Hinterfragen gegebener Strukturen und Neuerfinden von Leistungen mit der heutigen Technik. Diese habe zu seiner Teekampange und etlicher ähnlicher Geschäftsideen geführt hat. Es geht ein wenig unter, dass dies nur ein mögliche Weg ist eine originielle Idee zu entwickeln. Ausgleichend wirkt, dass diese Methode dafür sehr umsetzbar vermittelt wird.

Der Autor schreibt über weite Strecken sehr konstuktiv und positiv formuliert, doch viel Zeit wird darauf verwendet zu beschreiben wie die Dinge nicht sein sollen und was Denkansätze, die er nicht teilt, fordern und machen. Ich denke dies könnte kürzer gefasst sein, nimmt einem aber nicht den Spaß am Lesen.

Bemerkenswert ist die konsequente Kritik am 'Gewinnmaximierungs-Prinzip' zu dem der Autor auch durchaus Alternativen anbietet. Das Faltin den Wünschen, Vorlieben und Werten des Gründers einen hohen Stellenwert einräumt und deutlich auch nach den 'Sinn' einer Gründung über den Gewinn hinaus fragt, ist ein Ansatz den man in der "Businessplan Literatur" lange suchen muss.

"Es geht mir also darum, herauszufinden, was den Gründer bewegt und was hinter seiner Ausgangsidee liegt." (S. 136, 8.1.1.)

"Sinn entsteht nicht aus ökonomischen Prinzipien. Der Profit hilft dem Sinn nachzugehen, nicht umgekehrt." (S. 170, Kapitel 9)

"Profite - ja oder nein - das bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns schon eingehender mit der Motivation des Handelnden beschäftigen." (S. 176, 9.3)

Alles in allem ein sehr lesenswertes und unterhaltsames Buch mit vielen originären Ideen.
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