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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sprachlich flüssige Biographie
Die Liste der Biographien über Leben und Werk Richard Wagners ist lang. Von allen Seiten her ist diese, menschlich durchaus umstrittene, künstlerisch aber natürlich breit gewürdigte Gestalt bereits betrachtet und dargestellt worden. Vom fanatischen Perfektionisten bis zum humorvollen „Kasper“ reichen dabei die Bilder, die von Wagner...
Vor 19 Monaten von M. Lehmann-Pape veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Charme und Schlitzohrigkeit
Ein Musikfreund, der anfangen möchte, sich mit Wagner (seinem Leben und seinem Werk) zu befassen, steht vor einer vertrackten Situation. Der Buchmarkt ist übersättigt mit Wagner-Literatur; aber gerade angesichts dieser Überfülle an Wagner-Material setzen die meisten Veröffentlichungen schon eine Menge Wissen voraus. Das Paradoxon lautet: Der...
Vor 2 Monaten von Stefan Wolf veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sprachlich flüssige Biographie, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
Die Liste der Biographien über Leben und Werk Richard Wagners ist lang. Von allen Seiten her ist diese, menschlich durchaus umstrittene, künstlerisch aber natürlich breit gewürdigte Gestalt bereits betrachtet und dargestellt worden. Vom fanatischen Perfektionisten bis zum humorvollen „Kasper“ reichen dabei die Bilder, die von Wagner gezeichnet wurden.

In dieser breiten biographischen Lage bietet, vorweg gesagt, Walter Hansen nicht unbedingt Neues. Vieles vollzieht er durchaus zum wiederholten Male nach. Chronologisch geht er im Buch von der „ungewissen Herkunft“ über die Kindheits- und Jugendjahre, von der Zeit des persönlichen, vor allem aber künstlerischen Reifens (mitsamt der durchaus erwähnenswerten „Liebesleidenschaften“ jener Zeiten) mit einem Blick durchaus auf die „Elendsjahre“ und die „revolutionären Umtriebe“ Wagners voran.

Die Begegnung und Freundschaft mit Liszt, die im schweizer Exil beginnt, den Unterstützer Fürst Metternich, die Zeiten in Paris bis zum drohenden Ruin Anfang des Jahres 1864 („Ein Wunder muss mir begegnen, sonst ist's aus“), all dies legt Hansen ausführlich und, dies vor allem die Stärke dieser Biographie, sehr verständlich und flüssig, teils wie einen Roman erzählt, vor. Das Wagner durchaus berechnend überlegte, sich scheiden zu lassen, um eine vermögende Frau zu finden gehört ebenso in diese Zeit, wie erste Kontakt zu Ludwig dem II., letztlich dem großen Gönner und Potentaten, der Wagners Werk in Gänze erst in der Form ermöglichte, die zu Weltruhm späterhin führte. Gut nachvollziehbar kontrastiert Hanen im Buch den schon verzweifelten Plan Wagners, sich in einer „Jägerhütte in den Bergen“ vor allem zu verbergen, als er unverhofft die Einladung an den Hof Ludwigs II. erhält.

Zeiten „unter dem Füllhorn“ die nun anbrachen und in Bayreuth ihren glänzenden Gang dann nahmen. Bis hin zur Abwendung des „großen Gönners“ Mitte 1882. Erwähnenswert auch deshalb, weil Wagner, im Ruf des Antisemiten stehend, die Inszenierung des „Ring der Nibelungen“ zu jener Zeit dem jüdischen Freund Angelo Neumann anvertraute. Wie Hermann Levi die Verantwortung für den „Parsifal“. Und dann doch nach der Generalprobe sagte: „ich möchte nicht als Orchestermitglied von einem Juden dirigiert werden“. Um dann doch zu erleben, wie gerade dieser „Parsifal“ kurz vor seinem Tod triumphal vom Publikum aufgenommen wurde

Einfach in eine feste Schablone zu pressen, dass war und ist Wagner nicht und das verdeutlicht auch Hansen in seiner Darstellung. So, wie er, endlich von Zweifeln und, vor allem, Geldsorgen befreit, diese Zeit nicht wirklich wird auskosten können, kurz danach, Anfang 1883 stirbt Wagner.

Inhaltlich nichts Neues, durchaus aber ein angenehmer, informativer und gut zu lesender Stil ist es, der diese Biographie trotz einiger Oberflächlichkeiten empfehlenswert macht. Gerade für Leser, die sich vielleicht erstmalig oder, nach längerer Zeit, wieder einmal Person und Werk (mit hier eines deutlichen Schwerpunktes auf die Person) Wagners annähern möchten.

Insgesamt ergibt sich eine flüssige „Handlung“, welche die Lektüre angenehm vereinfacht. Im Sinne eines tieferen Verständnisses gerade in die wichtige Werkgeschichte sind allerdings andere Biographien und Quellen dann vertiefend hinzuzuziehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Biografie in Neuauflage zum 200.Geburtstag, 22. Mai 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
"Das Leben Wagners hat sehr viel von einer Komödie an sich,und zwar von einer merkwürdig grotesken."(Nietzsche)

Endlich eine Biografie,die den menschlichen - um nicht zu sagen allzumenschlichen -Richard Wagner: Biographie Seiten Wagners gerecht wird,die sich nicht in devoter Anbetung oder in ablehnender Kritik wegen seiner antisemitischen Äußerungen verfängt.
Es gibt natürlich Wagnerbiografien,die sich tiefgreifender mit seinen theoretischen Schriften,mit seinem Weltbild und seinen musikalischen Neuerungen auseinandersetzen - doch was bei jenen auf der Strecke bleibt,nämlich die Doppelbödigkeit seines Charakters,seine immensen Schwächen,seine Schlitzohrigkeit und nicht zuletzt seine menschenverachtende Einstellung gewissen Zeitgenossen gegenüber,die nicht seinen (finanziellen)Erwartungen oder Hoffnungen entsprachen,sein Neid gegenüber den zunächst erfolgreicheren Kollegen, all dies weiß Walter Hansen packend und spannend darzustellen,so dass es schwer fällt,die Lektüre zu unterbrechen.
Was mir persönlich sehr gefallen hat, ist seine Bewertung der antisemitischen Tendenzen Wagners.Hansen hat den Mut,die Widersprüchlichkeit Wagners im Umgang mit jüdischen Zeitgenossen auf einen versöhnlichen Punkt zu bringen,indem er mit Unterstützung durch Marcel Prawy zwar feststellt,dass Wagner "in Wort und Schrift ein Antisemit übelster Art" war - doch im alltäglichen Leben auch "ein Freund vieler Juden" "Wer will diesen Richard Wagner verstehen ?"Interessant auch der Hinweis,dass antisemitische Äußerungen von Goethe,Luther,Maria Theresia und Voltaire bis heute nicht zu einer derart schroffen Ablehnung wie bei Wagner geführt haben!
Hansen lässt sich nicht verbiegen wie einige andere Wagner-Biografen,die glauben sich dafür entschuldigen zu müssen,dass sie dem Zauber seiner Musik erlegen sind,indem sie ihn als Menschen komplett ablehnen.
Wer also Einblick gewinnen möchte in einen Menschen voller Widersprüche,Ungereimtheiten und Abgründe,der aber gleichzeitig eines der größten Genies der Musikgeschichte war und ist,der sollte sich diese Biografie zu Gemüte führen,übrigens zusammen mit "Richard Wagner - Sein Leben in Bildern" vom gleichen Autor.Mit dieser Ergänzung wird das etwas dünne Bildmaterial der eigentlichen Biografie bestens und anschaulich aufgewertet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Charme und Schlitzohrigkeit, 18. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
Ein Musikfreund, der anfangen möchte, sich mit Wagner (seinem Leben und seinem Werk) zu befassen, steht vor einer vertrackten Situation. Der Buchmarkt ist übersättigt mit Wagner-Literatur; aber gerade angesichts dieser Überfülle an Wagner-Material setzen die meisten Veröffentlichungen schon eine Menge Wissen voraus. Das Paradoxon lautet: Der (vielleicht) am besten erschlossene Komponist lässt sich (von Uneingeweihten) kaum erschließen.

Vor diesem Hintergrund ist "Richard Wagner" (von Walter Hansen) eine sehr erfreuliche Publikation. Hier schreibt ein Autor, der auf Insider-Pointen, Kenner-Parabeln und undurchsichtige Dramen-Querverweise verzichtet. "Richard Wagner" kann (anders als andere Wagner-Biographien) auch von Neugierigen gelesen werden, die (noch) nicht wissen, wer Walther von Stolzing, Elsa von Brabant, Fafner und Alberich sind. Insofern garantiert Hansens Wagner-Buch relativ frustfreie Lesestunden.

Auch Walter Hansens Schreibstil ist auf Leichtigkeit (und leichtfüßige Lesbarkeit) angelegt. Die Unterkapitel sind bündig, kurz und kurvig. Die Syntax ist nie komplex, ungewöhnlich oder verschachtelt. Das Vokabular ist lässig-umgangssprachlich. Und das gesamte Buch enthält so viele sprachliche Kontraktionen, dass die kalkulierte Saloppheit bald aufdringlich wirkt: "Nun war's Niemann [...] zu viel" (S. 204). "Endlich geht's los" (S. 151). So geht's in einem fort.

Manches Mal geht die Lässigkeit mit dem Autor durch. Vielleicht kann man (größtenteils) darüber hinwegsehen, dass Walter Hansen keine Fußnoten setzt. Sein Literaturverzeichnis ist umfangreich und akkurat; und in den meisten Fällen ist es (ziemlich) klar, aus welcher Quelle ein Zitat stammt. Doch in anderen Fällen kann man nicht nachvollziehen oder -prüfen, auf welche Veröffentlichung Hansen sich stützt. Walter Hansen zitiert Ferdinand Heine (S. 110), Charlotte Birch-Pfeiffer (S. 138), Friedrich Uhl (S. 208), Wilhelm Hasse (S. 65), Louis Spohr (S. 131), Günther Barthel (S. 220), Henri Revoil (S. 103), Emil Grimm (S. 101), Gottfried Benn (S. 266). Woher die Zitate stammen, erfährt der Leser nicht.

Diese schriftstellerische Schludrigkeit ist ärgerlich; und hinzu kommen einige Fehler, die man in einer gut recherchierten (und lektorierten) Biographie nicht vermuten würde. Der Nebentitel von Wagners "Tannhäuser"-Oper lautet "der Sängerkrieg auf Wartburg", nicht "der Sängerkrieg auf der Wartburg" (S. 107). Das von Wagner (anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges 1870) gedichtete Lustspiel heißt "Eine Kapitulation", nicht "Die Kapitulation" (S. 273). Ein Künstlerbiograph sollte wenigstens die Kunstwerke (und ihre Namen) genau kennen.

Der problematischste Aspekt des "Richard Wagner"-Buches ist aber Hansens Wagner-Charakterisierung. Die gute Lesbarkeit des Buches wird (leider) auch durch einen Hang zur ungebührlichen Simplifizierung erreicht. Unliebsame Facetten der Wagnerschen Persönlichkeit werden entweder verschwiegen, zurückhaltend tangiert oder (unter Verweis auf Wagners ulkige Exzentrizität) heruntergespielt. Richard Wagner ist der Gute; seine Widersacher sind die Bösen (oder Verstockten). Walter Hansens Wortwahl spricht Bände: Wagner reüssiert mit "pfiffigen Berichten" (S. 94); er ist "schmeichlerisch und selbstbewusst" (S. 320). Wagner besticht durch "Koketterie mit den eigenen Schwächen" (S. 246), mit "chaotischer Herzlichkeit" (S. 198). Wagner sprudelt vor "Charme und Schlitzohrigkeit" (S. 64).

Hansens Schwarz-Weiß-Malerei führt freilich auch zu fragwürdigen, ungerechten Urteilen über andere Persönlichkeiten. So ist es durchaus zweifelhaft, ob "Le Vaisseau fantôme" (die von Pierre-Louis Dietsch komponierte "Holländer"-Alternative) als "schwunglos" (S. 104) bezeichnet werden darf. Seit 2013 gibt es glücklicherweise eine Einspielung dieser erfolglosen Oper. Der Leser kann sich selbst überzeugen: Die Musik mag konventionell sein; aber Dietsch hat den "Holländer"-Stoff keineswegs "in den Sand gesetzt" (S. 202).

Wer anfangen möchte, sich mit Richard Wagner zu beschäftigen, darf getrost zu Walter Hansens Buch greifen. "Richard Wagner" ist eine gut lesbare Einführung in Wagners Leben. Aber der Leser sollte wissen, dass "Richard Wagner" (ungewollt) auch in die hagiographischen Tendenzen der Wagner-Literatur einführt. Jeder Leser täte gut daran, zum Ausgleich auch ein kritischeres, differenzierteres Wagner-Buch zu lesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WAGNER KOMPAKT................., 7. Februar 2013
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
Ein sehr kompaktes, gut lesbares WAGNER KONZENTRAT auf über 350 Seiten ist das (handliche) dtv-Taschenbuch "Richard Wagner" von Walter Hansen. Es richtet sich in erster Linie an Leser, denen die Biographie von Martin Gregor-Dellin, mit seinen über 900 Seiten, zu umfangreich ist.

Man kann sich in Walter Hansens Buch nicht nur schnell informieren, der Leser findet sich auch schnell zurecht: die Kapitel sind in leicht erkennbare Themenschwerpunkte zusammen gefasst (Elendsjahre / Revolution / Exil / Königsfreundschaft / Bayreuther Festspiele .....).

Besonders interessant ist das sehr umfangreiche Literaturverzeichnis am Ende des Bandes, das Interessierten die Möglichkeit bietet, auch antiquarisch zu kaufen und nachzulesen.

Der letzte Satz der Biographie: "Die Grabplatte trägt keinen Namen". Spätestens hier hat die Vergänglichkeit auch die Leser dieser Biographie aus der Zeitlosigkeit zurückgeholt.

( J. Fromholzer )
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut lesbare Wagner-Biographie, 17. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
Es macht große Freude, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr gut lesbar und in einer klar verständlichen und flüssigen Sprache geschrieben.
Kenntnisreich, weitgehend objektiv, und auch humorvoll.
Am Standardwerk von Martin Gregor-Dellin orientiert, der auch besonders für seine objektive Wagner Biographie gelobt wird.
Vor allem die allesamt kurzen Kapitel mit ihren treffenden Überschriften haben mir gut gefallen und das Weiterlesen enorm angeregt.
Man gewinnt den Eindruck, daß der Autor für den Leser schreibt und endlose Ausschweifungen, endlos lange Kapitel und Langatmigkeit und Unverständlichkeit, genau wie ich, nicht mag.
Uneingeschränkt zu empfehlen. So macht Biographie lesen Spass.
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5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
Unterhaltsame und informative Biografie, jederzeit weiter zu empfehlen, gut zu lesen, zeitweise auch spaßig und spannend geschrieben, Wagner wie man ihn eigentliche nicht kennt...
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4.0 von 5 Sternen Wagners egomanisches Leben, 23. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Biographie (Taschenbuch)
Wagner macht es mit seinem sehr widersprüchlichen Leben seinen Fans nicht leicht. Seine übersteigerte Selbsteinschätzung, seine Erwartung an seine Mitwelt in der Bewertung seiner Kunst - sein offener Antisemitismus. Die Biografie beschreibt distanziert ohne zu beschönigen oder aus dem Rückblick zu verklären.
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Richard Wagner: Biographie
Richard Wagner: Biographie von Walter Hansen (Taschenbuch - 1. Januar 2013)
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