Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen4
4,3 von 5 Sternen
Format: Broschiert|Ändern
Preis:24,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Im vorliegenden Buch halten sich Bilder und geschriebene Worte die Waage. Umberto Eco ordnet und sortiert im Auftrag des Louvre und erstellt eine Reihe von Listen.

Autorengrößen wie Thomas Mann, Victor Hugo und Jorge Luis Borges finden sich in der Liste. Unabhängig von Listen ist ein Blättern in diesem Buch eine wertvolle Bereicherung, ein weit zurückreichender Blick in die Kunst - und Literaturgeschichte der Menschheit.

Die Präzision die Eco an den Tag gelegt hat, ist beeindruckend. Allerdings war mir das nicht so wichtig, ich bin viel mehr vom künstlerischen Reichtum überwältigt, den ich mit diesem Buch in so hoch konzentrierter Form und Vollendung in meinen Händen halte. Das hat schon etwas Universelles!

Da sind Jahrhunderte alte Gemälde zu bewundern, gleich neben an auch Zeitgenössisches. Texte und Gemälde sind gut aufeinander abgestimmt.

Das Meisterhafte an diesem Buch: ich kann darin blättern, mich an irgendeiner Stelle in das Buch vertiefen, schauen und lesen und danach wieder auftauchen und erkennen, ich könnte dieses Spielchen immer weiter spielen.

Eco fasziniert einmal mehr und führt auf großartige Weise gegen alles Vergessen hinein in die Farbenpracht und den Reichtum der Geschichte!
0Kommentar|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Das Buch ist eine schöne Ergänzung zu den beiden bereits vor einiger Zeit erschienenen Büchern von Eco: "Die Geschichte der Schönheit" und "Die Geschichte der Hässlichkeit". Dieses neue Buch teilt mit den beiden Vorgängern das Format. Und auch der Aufbau der Kapitel mit jeweils einer Einleitung von Eco und dann vielen Zitaten und Bildern von Künstlern aller Zeitalter folgt dem Konzept. Auch hier kann man kritisieren, dass das gewählte Format des Bandes eigentlich zu klein für die vielen, wunderschönen Abbildungen ist. Aber möglicherweise will ja Eco in der ganzen Reihe eher darauf Lust machen, sich die Originale anzusehen. Und da ich gerade auch zu einem fanatischen Museumsbesucher werde, kann ich ihn da durchaus verstehen.

Um Listen und Aufzählungen aller Art geht es hier. Potentiell ist das ein unendliches Thema, wie es der Titel auch sagt. Andererseits haben Listen ja auch etwas abschließendes, wer nicht auf der Liste steht ist draußen. Eco spielt mit dem Begriff und findet viele Beispiele für Listen und Aufzählungen - verteilt über die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit - und erläutert deren Unterschiede. Zurück geht das alles übrigens auf eine ganze Reihe von Veranstaltungen im Pariser Louvre.

Das Problem mit diesem Buch wurde mir aber auf 197 klar. Da wird auf eineinhalb Seiten ein Auszug aus Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" abgedruckt. Und obwohl ich diesen wunderbaren Roman zweimal gelesen habe, kann ich mich an diesen Abschnitt einfach nicht erinnern. Um diverse Edelsteine in der Geschichte und ihre vielen adligen und berühmten Besitzer geht es in diesem Abschnitt. Illustrieren soll dieser Text bei Wilde vielleicht die Dekadenz des Sammlers, der sich mit diesem abseitigen Thema befasst. Eco präsentiert das aber recht kritiklos, als ein Stück Bildung, was man nicht haben muss, aber immerhin haben kann. Ich jedoch habe den Verdacht, diesen Abschnitt beim Lesen des sonst so spannenden Buches von Wilde einfach überlesen zu haben. Vielleicht ja mit gutem Grund.

So stelle ich mir die Frage, ob dieses Buch denn Käufer finden würde, wenn der Name Eco nicht auf dem Titel stände. Denn seien wir ehrlich: Kuriose Listen aus allen möglichen Zusammenhängen aufzuzählen, das ist alles andere als ein naheliegendes Thema. Und so möchte ich dieses Werk einfach mal als ein Buch für eine besondere Art von Schöngeistern bezeichnen, die schon sehr viel gelesen haben und sich dann freuen, wie viel sie schon wissen, und sich noch mehr freuen, wenn sie hier auf etwas stoßen, über das sie dann noch etwas nachlesen können. Und ja, das hat alles ein wenig mit persönlicher Eitelkeit zu tun.

Aber für noch eine Gruppe von Lesern wird dieses Buch interessant sein: Wer immer schon mal die Hintergründe und die Quellen hinter den letzten, nicht ganz so erfolgreichen Romanen von Eco erfahren möchte (wie zum Beispiel "Baudolino"), der erfährt hier alles, was er wissen muss.
22 Kommentare|37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Oktober 2011
Wie Umberto Eco im Vorwort bereits sagt: Wer seine Romane liest wird feststellen, dass es in diesen von Listen 'nur so wimmelt'. Und nun hat Eco selber eine Liste zusammengestellt. Ausgehend von 'Der Liste' überhaupt in Ecos Augen, dem 'Schiffskatalog' der Ilias Homers. Eine Art des Menschen, Dinge zu katalogisieren, zu ordnen, Listen zu erstellen, die sich durch die Jahrtausende zieht und noch lange nicht an ein Ende gelangt sein wird.

So macht sich Eco auf, eine systematische Sichtung jener Listen zu erstellen, die in der Literatur auftauchen. Wie er selbst sagt, eine schwindelerregende Menge, die einfach ob der schieren Quantität nicht umfassend Eingang in dieses Buch finden konnten (1003 sollen es im Buch sein). Und dann legt Eco los, beginnend beim erwähnten Homer und dann ohne Unterlass Listen in der Kunst weiterverfolgend. Unterbrochen von erläuternden Essays finden sich viele von Eco ausgewählten Listen auch kommentarlos abgedruckt. Wie aber schon das Essay über den 'Schild des Achill' bei Homer anfügt, beinhalten Listen keinesfalls nur Aufzählungen (auch wenn vordergründig aufgezählt wird), sondern in mancherlei Hinsicht lassen Listen auch die Hintergründe mitschwingen, wie man an der breiten Darstellung all jener Dinge herauslesen kann, die den Schild des Achill schmücken und kennzeichnen. 'Eine solche Fülle von Szenen, dass man sich den Gegenstand in seinem ganzen Detailreichtum nur schwer vorstellen kann'. Eben keine 'umfassende und geschlossene Darstellung der Welt', wie bei der literarischen Erstellung des Schildes behauptet wurde.

Diesen Detailreichtum des ersten 'Listengegenstandes' des Buches nutzt Eco sogleich , um seine Grundthese bildhaft darzustellen. Das es schon immer unmöglich war, eine abgeschlossene Liste konkreter Dinge vorzulegen. Ein Eindruck, den Eco durch eine Vielzahl von Abbildungen zu stützen gedenkt, so wie 'Das Auge der Stille' von Max Ernst und aufweisen möchte, dass immer noch ein Neues ins Auge fallen wird, dass immer noch ein 'und so weiter' im Raume verbleibt, egal, wie ausführlich und lang die entsprechende Liste (oder der adäquate visuelle Eindruck) auch sein mag.

Essays Ecos, (fast) unendlich viele literarische Beispiele der Darstellung und Verarbeitung von Listen und eine Vielzahl von Illustrationen zeigen die unglaubliche Verbreitung von Listen in der Kunst, die literarische Entwicklung der Form der Liste, die Schwierigkeiten, sie wirklich zu erfassen und das interessante Element einer doch 'Offenheit' von Listen, so umfassend und abgeschlossen sie auch wirken mögen.

Deutlich aber ist, dass Eco hier ein sehr, sehr spezielles Buch vorlegt, das aus vielen Einzelteilen besteht, denen allein die Form der Liste und die Auswahl durch Eco selbst einen gewissen Zusammenhalt bieten. 'Die unendliche Liste' ist kein Buch zum einfachen Lesen. Sondern eine Vielzahl von Eindrücken, die jeweils zum Innehalten einladen, denen ein gewisses Interesse für die Suche der Menschen nach der Ordnung der Dinge vorauszugehen hat. Eher wie eine Ausstellung bietet sich das Buch dar, bei der Teile eher oberflächlich nur geschweift werden und andere zum langen Verweilen einladen. Wie aber Eco selber im Buch sagt, er selbst interessiert ja nicht für 'praktische Listen', einfache, schmähliche, trockene Aufzählungen irgendeines Bestandes. Sondern für die Poesie hinter den literarischen Listen. Die Anregungen, gerade die Unabgeschlossenheit vieler aufzählender Beschreibungen.

Wer Eco in diesem fast unvermittelnden und mit wenig rotem Faden ausgestatteten 'Ausstellungsraum literarischer (und visueller) Listen folgen möchte, der wird sicherlich auf seine Kosten kommen, teils staunend, teils amüsiert, teils ratlos vor so mancher Liste stehen. Wer nicht bereit ist, der fast transzendenten Ordnung hinter dem Versuch der 'Auflistungen' zu folgen, wird sicherlich eher ratlos im Buch umherirren (und dennoch Seltenheiten an Text und Bild entdecken, die auch schon die Lektüre lohnen.)
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ich mag Umberto Eco sehr - also ich meine als Schriftsteller *g*

Der Friedhof in Prag ist sein neues Buch, welches ich gerade lese, aber darueber moechte ich euch heute nicht berichten.

Ich habe ein Buch herausgeholt, welches ich im Oktober dieses Jahres erworben habe und worin ich immer wieder blaettere, wenn es meine Zeit erlaubt.

Ich habe schon aus dieser Reihe 'Die Geschichte der Hässlichkeit' und die 'Geschichte der Schönheit' gelesen und war fasziniert. Deshalb habe ich mich auch für Die unendliche Liste entschieden, einfach aus Neugier !!!

Umberto Eco ist 1932er Baujahr und in Piemont geboren. Er lehrte Semiotik an der Uni Bologna und lebt in Mailand. Er befasste sich intensiv mit der Theorie und Praxis der Zeichen, der Kunst und auch der Literatur und hat darüber einige Bücher geschrieben. Auch die Ästhetik des Mittelalters hat er genau erforscht.

Das Buch wurde von Barbara Kleiner aus dem Italienischen übersetzt.

Inhalt und Gliederung:
================

Vorwort

21 Kapitel

Anhang

Inhaltlich geht es im Buch um Listen im eigentlichen und besonderen Sinne. Was kann man sich darunter vorstellen? Der Louvre schlug Eco vor, eine Veranstaltungsreihe zu geben und da viel Umberto eines ein: LISTEN !!! Listen kommen immer wieder in seinen Büchern vor und Listen beschäftigen und 'verfolgen' ihn schon seit Jugendzeiten. Man müsste sich doch einmal damit beschäftigen, wo überall in der Literatur man es mit Listen zu tun hat, dachte Eco. Man sollte es nicht meinen, es ist eine riesige Menge.

Liste ist ein Wort ' gleichbedeutend mit Aufzählung oder Katalog oder Verzeichnis.

Heute gibt es so viel, das man in Listen verpacken muss, um überhaupt noch klarzukommen. Dieses Buch zeigt zahlreiche Beispiele auf, was auf der Welt überall in Listen 'verpackt' ist.
Er sagt selbst, dass es nie eine komplette Sichtung aller Listen und Aufzählungen geben kann, er hat aber die für ihn interessantesten herausgesucht und geschichtlich/zeitlich gesehen in eine Liste geordnet *g*

Er listet in der Literatur auf, in der Kunst, in der Philosophie, in der Religion ' überall dort, wo wir Menschen nach Ordnung trachten und die vielen Dinge, die fast unendlich erscheinen, sortieren möchten, um einen Überblick zu behalten.

Es ist sozusagen eine Reise durch die Ordnung ' eine historische Reise durch die Vielfalt der Sortierungen, die mit zahlreichen hochwertigen und äußerst aussagekräftigen Illustrationen und Fotos untermalt wurde.

Was kann man alles auflisten? Fragt man sich. Aber was Eco alles gefunden hat, das wäre mir nie in der Gänze eingefallen. Ein Buch, welches man vielleicht nicht unbedingt haben muss, um überleben zu können, aber ich finde, es ist ein mehr als lesenswertes Buch, nicht nur wegen der umfassend recherchierten Vielfalt an Informationen, sondern auch wegen der wundervollen und interessanten Abbildungen, die zahlreich über das gesamte Buch verteilt sind. Sie sind teilweise ganzseitig, aber auch detailliert zwischen den Texten zu finden, erklären die ohnehin verständlichen Texte sehr schön und sorgen für Abwechslung für den Betrachter.

Die Fotos und Abbildungen sind von hochwertiger Qualität, sehr klar und deutlich und von wunderschönen Farben geprägt. Wie ich das von den beiden anderen Büchern auch kenne, ist die Gliederung die gleiche, daher konnte ich mich auch sehr gut zurecht finden im Buch, wobei das auch nicht schwierig ist, weil die Kapitel sehr übersichtlich und aufeinander aufbauend nach Kategorien 'gelistet' und sortiert sind *g* - was sein muss, muss halt sein '

Die Texte sind jeweils auf einer Seite in zwei Spalten geschrieben und die Blätter, wie das gesamte Buch überhaupt, sind von hoher Qualität und sehen sehr edel aus, da sie glänzend sind, wie man es von einem hochwertigen Bildband kennt.

Unter den Bildern sind immer gleich die dazu gehörigen Erklärungen zu finden, damit man auch da nicht lange suchen muss. Die Vielfalt der Erklärungen zum Thema Sortieren und Listen ist wahrlich phänomenal. Hier findet wohl wirklicher jeder Leser etwas, was seinem Lieblingsgebiet nahe kommt. Ob dies Gemälde oder Bücher sind, ob es sich um Pflanzen oder Tiere dreht, oder um allgemeine Erklärungen zum Thema Aufzählung, Schatzkammern und Sammlungen usw. usw.

Die Schreibweise ist zwar einerseits sachlich, aber doch auch poetisch und spannend allemal, so dass man sagen kann, dass man ' obwohl das Buch eigentlich auch als Lexikon der Listen gelten könnte, super unterhalten wird. Ein Buch, welches man nicht einmal liest und dann weg stellt, sondern ein Buch, in welchem man immer mal wieder blättern kann, und man findet in der Tat immer wieder etwas, was neu auffällt.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

21,90 €