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"Wörterleuchten" - wer diesen Titel gewählt hat, kann es einfach nicht treffender benannt haben, was Peter von Matt hier zusammengestellt hat. Die Leuchtkraft der Gedichte und der oft so leise dazwischen gesetzten Worte, kommt bei den glänzenden Deutungen vielstrahlig zum Ausdruck.
Die Interpretationen der sechszig deutschen Gedichte von über dreißig Schriftstellern (hiervon immer zehn Schriftstellerinnen!) sind überschaubar, gut verständlich und greifen unterschiedliche Interpretationsformen auf, die mal mehr die Autoren/-innen einbeziehen, mal mehr den entsprechenden Zeitgeist und wiederum ein anderes Mal dezidiert die einzelnen Worte herausgreifen und in Deutungsmuster bringen. Peter von Matt schafft es, ein reiches Repertoire unterschiedlicher deutscher Dichtkunst auszuschöpfen und hierbei eine gesunde Mischung schafft zwischen bekannt-bewährten Gedichten ("Im Nebel" von Hermann Hesse; "Kriegslied" von Matthias Claudius, "Belsatzar" von Heinrich Heine oder "Todesfuge" von Paul Celan) und eher unvertrauten Werken selbst berühmter Dichter/-innen. Diese Sammlung macht damit aus diesem Deutungsband keine abgegriffene "Gedichte und ihre Deutungen - Best of- Sammlung", sondern lädt zum Schmökern ein zwischen den hier berücksichtigten Gedichten und ihren Deutungen auch mal wieder längst "verstaubte" Anthologien herauszugreifen und andere persönliche Interpretationen für sich zu finden.
Ob nun Mittelalter oder jüngste Literatur: Peter von Matt versteht es hier ausgewogen wertvolle Schätze zu heben und macht neugierig auf mehr. Für findige Lyrikfreunde/-innen wäre es noch gut gewesen, ein alphabetisches Verzeichnis der Gedichte und der Autoren/-innen sowie jeweils ein kurzes biographisches Statement anzulegen.
Alles in allem aber ein ausgezeichnetes Werk mit dem so passenden Umschlagbild der bunten Stifte mit den Schriftsteller/-innen-Namen. Wenn es das noch nicht gibt, sollte sogleich eine Stifteschachtel entwickelt werden, die neben den bunten Stiften auch noch je ein Gedicht enthält... In diesem Sinne ist der wunderbar im Layout und vom Umschlag her gestaltete Band gleich einer Forschungstaschenlampe, die Gedichte finden hilft, ihre jeweilige Gestalt erhellt und so manches Mal einen dazu bringt, wieder nach den Leuchtsternen deutscher Lyrik am unendlichen deutschen Literaturhimmel zu greifen.
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am 7. April 2009
Von dieser sehr hübsch aufgemachten Anthologie ist man sogleich entzückt. Bleistifte zeigen auf den Titel, und auf jedem Bleistift ist einer der im Inneren genannten Lyriker verewigt.

Fängt man zu blättern an, dann ist man hoch erfreut, unter vielen bekannten Dichtern auch solche zu finden, die so gar nicht gängig sind.
Hermann von Gilm zu Rosenegg mit seinem traurig melancholischen Gedicht >Allerseelen< springt sogleich ins Auge:
> Stell auf den Tisch die duftenden Reseden,
Die letzten roten Astern trag herbei
und lass uns wieder von der Liebe reden,
Wie einst im Mai.<
Der Refrain > wie einst im Mai...< von Rosenegg ist gängige Redensart, wenngleich er, ein Zeitgenosse von Fontane, Keller und Strom, nicht mehr gegenwärtig scheint.
Zart und einfühlsam erläutert Peter von Matt die seltsamen Wege der Unsterblichkeit. Er führt aus, wie viele Lyriker der Vergessenheit anheim gefallen sind wie z. B. der Dichter Hoffmann von Fallersleben. Dabei ist sein Lied >Deutschland Deutschland über alles <und> Ein Männlein steht im Walde...< nie vergessen worden.

Unbekannt auch ist das Gedicht von Ferdinand Raimund > Das Hohelied<.
Die fast lakonisch-komische letzte Strophe lautet:
> Zeigt sich der Tod einst mit Verlaub
und zupft mich: Brüderl, kumm!
Da stell ich mich im Anfang taub
Und schau mich gar nicht um.
Doch sagt er: Lieber Valentin!
Mach keine Umständ! Geh!
Da leg ich meinen Hobel hin
Und sag der Welt Adje.<
Wenn einem da der Abschied nicht leicht wird!

Von Goethe über Eichendorff, von Lessing über Hölderlin und von Jandl bis Fr. Mayröcker, Bachmann und Conrad Ferdinand Meyer, auch Paul Celan darf nicht fehlen, reicht die Sammlung. Die Prosa mit den Interpretationen von Peter von Matt ist genauso lesenswert, wie die Gedichte: sie ist intelligent und weise, klug und feinsinnig und zeugt von der hohen Bildung des Autors. Man gerät ins Schwärmen, wenn man mit den Augen durch das Inhaltsverzeichnis wandert und kann vom Blättern und den Reimen nicht lassen! Das edle Geschenk eignet sich für alle Gelegenheiten und wird den Freund der Lyrik und bibliophiler Ausgaben erfreuen!
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Sie waren der Schrecken in der Schulzeit: Gedichtinterpretationen. Im Literaturunterricht waren sie das am meisten gefürchtete Aufsatzthema. Was will der Autor uns mit dem Gedicht sagen? Analysieren Sie die Aussage des Gedichtes genauer! Werten Sie das Gedicht vom heutigen Standpunkt aus! ... O Graus, wie zermarterten wir uns die Köpfe damit. Nicht, dass uns Goethes "Osterspaziergang" oder Schillers "Der Taucher" missfielen - aber interpretieren, kommentieren und analysieren?! Nein danke, nie wieder Gedichtinterpretationen!

Aber nun doch wieder ... und zwar mit Freude. Der Literaturprofessor und mehrfach ausgezeichnete Autor zahlreicher Bücher Peter von Matt (Jg. 1937) stellt in "Wörterleuchten" sechzig Gedichte vor, vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Lyrik und präsentiert so an wenigen Beispielen das breite und volle Spektrum deutscher Dichtung. Vorgestellt und erläutert werden natürlich Klassiker wie Goethe, Schiller, Hölderlin, Heine oder Brecht, aber auch kaum bekannte Lyriker mit interessanten Versen finden Beachtung.

Zunächst wird der Leser mit dem jeweiligen Gedicht vertraut gemacht. Dem Originaltext folgt dann eine kurze und prägnante Interpretation, die auf die lyrische Sprache und die Besonderheiten des Textes eingeht. Daneben werden auch literaturgeschichtliche und historische Hintergründe beleuchtet, ja sogar Mehrdeutigkeiten und versteckte Geheimnisse aufgespürt.

Peter von Matt entpuppt sich als ein Meister der kleinen Form. Glänzend geschrieben, nicht hochwissenschaftlich, sondern einfallsreich und oftmals neue, unbekannte Gesichtspunkte erwähnend, sind die Texte eine wunderbare Lyrikeinladung. Dabei findet der Autor auch zu eigenen Gedanken über die Schönheit der Sprache, über die Natur, die Liebe und den Tod.

Es ist ein wahres Vergnügen, diese Gedichtdeutungen (klingt viel besser als Gedichtinter-pretationen) zu lesen, denn sie bringen die Gedichte gewissermaßen zum Leuchten. Die meisten Texte des vorliegenden Bandes entstanden für die bereits 1974 durch Marcel Reich-Ranicki begründete "Frankfurter Anthologie". Diese Reihe deutschsprachiger Gedichte mit Interpretationen erscheint seither wöchentlich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Seit 1998 wird jährlich der Preis der Frankfurter Anthologie an einen ihrer Interpreten verliehen. Peter von Matt war der erste Preisträger.

Fazit: Ein unterhaltsames und anregendes Buch, dass den Leser wieder zum Gedichtband greifen lässt und ihn anregt, zu eigenen Deutung und Auslegungen zu finden. Ein Plädoyer für die Poesie!

Zum Schluss eine persönliche Bemerkung: Mein Lieblingsgedicht war und ist Schillers Ballade "Die Kraniche des Ibykus" (23 Strophen!). Nach fast fünfzig Jahren kann ich sie noch auswendig. Es lebe die Lyrik!

Manfred Orlick
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Blättert man das Buch durch oder liest die Quellennachweise, so begegnen einem etliche bekannte Namen - Lessing, Goethe, Schiller, Hölderlin, Eichendorff, Heine, Rilke, Brecht, Enzensberger, um nur einige willkürlich zu nennen - neben zahlreichen Schriftstellern, die nicht unbedingt zum Lehrplan der gymnasialen Mittel- und Oberstufe gehören. Und es sind auch nicht unbedingt die bekanntesten Gedichte der Großen, die Peter von Matt herausgreift.
Der Autor präsentiert Gedichte, die nicht nur formal begeistern, sondern auch in Bezug auf den Inhalt sehr gehaltvoll sind, der sich gleichwohl oft erst beim zweiten Lesen und Überdenken erschließt - oder anhand der Interpretation, die Peter von Matt anbietet. Er zeigt interessante, teils regelrecht spannende Querverbindungen, Anlehnungen und Verweise auf, die sich manchem Leser, dem die entsprechenden humanistischen Kenntnisse fehlen, entzögen. Der kleine Band macht dem Leser auch Mut und verleiht ihm die Fertigkeit, sich aufmerksam an anderen Gedichten zu versuchen.

"Kleine" Deutungen deutscher Gedichte: ein Untertitel, der einerseits von Bescheidenheit, vielleicht auch ein wenig Tiefstapelei zeugt, könnten doch diese Interpretationen kaum dichter, informativer sein, der aber andererseits anzeigt, dass sich der Leser nicht durch seitenlange Abhandlungen quälen muss. Kaum länger als das eigentliche Gedicht liest sich von Matts Beitrag dazu. Und der Autor kommt keineswegs als trockener Literaturprofessor daher, sondern er verpackt die wissenswerten Fakten unterhaltsam, bisweilen humorvoll, und bietet sensible Denkanstöße.

Eine Bereicherung für Lyrikfreunde und ein großartiger Einstieg für Interessierte!
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am 11. Dezember 2012
Peter von Matt ist für mich einer der herausragendsten Literaturwissenschaftler, die mit viel Können, Wissen und Liebe zum dichterischen Detail über Lyrik referieren können. Für jeden der Lyrik liebt, und näheres von den gedanklichen Zusammenhängen in einem Gedicht kennenlernen möchte, sollte unbedingt Bücher von Peter von Matt in seinem Bücherregal zu stehen haben. Dieses Buch ist sehr empfehlenswert, weil es von einer tiefen Einsicht zeugt, gerade was Gedichte betrifft, und es ist leicht zu lesen, weil es auf wissenschaftlichen Duktus verzichtet. Aber das kennt man ja von Peter von Matt.
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am 23. März 2015
Ich tat mir schon immer schwer mit Gedichten. Darum hielt sich mein Interesse bislang in Grenzen. Aber nun, dreißig Jahre nach den Plagen der Schule, wurde ich neugierig. An Gedichtbände, die allein eine umfangreiche Reihung von Werken eines oder auch mehrerer Autoren anbieten, wage ich mich zwar immer noch nicht, doch dieser Band des Schweizer Literaturprofessors bietet eine wunderbare Alternative. Jedes der ausgewählten Gedichte, das nie länger als eine Seite ist, erläutert er in einem rund zweiseitigen Text. Dabei lenkt er den Blick auf zeitgeschichtliche Zusammenhänge, auf sprachliche Besonderheiten, auf inhaltliche Verknüpfungen zu weiterführender Literatur, auf die Lebensgeschichte des Autors und auf seine persönlichen Interpretationsansätze. Ein Gedicht, das sich mir beim ersten oder auch zweiten Lesen nicht erschloss, wurde für mich dadurch zu etwas Besonderem, Anregenden, zu etwas, worüber ich weiter nachdenken oder was ich einfach nur genießen wollte. Gerne las ich es im Anschluss an die Lektüre des kurzen Textes dann noch ein drittes oder viertes Mal. Die Auswahl der Werke reicht vom Mittelalter bis in die Jetztzeit und bezieht sich auf bekannte, wie auch in Publikationen oft vernachlässigte Autoren. Es gab mir Einblick in verschiedene Stilrichtungen und Gedankenwelten, die sich über die Jahrhunderte auftaten. So fühle ich mich durch diese besondere Anthologie beschenkt und möchte sie insbesondere all denjenigen empfehlen, die bislang eine Scheu vor Gedichten hatten. Sie ist eine wunderbare Einführung in das Metier, das zum Schmökern und Blättern einlädt und in so klarer, schlichter Sprache geschrieben ist, dass auch ein wenig Geübter oder nicht akademisch Vorgebildeter sich gut darauf einlassen kann. Genießen Sie, zweifeln und rätseln Sie, staunen Sie Seite um Seite.
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am 23. Juni 2012
"Wörterleuchten" ist ein sehr treffender und zudem inspirierender Blick in die Deutung von Lyrik. Von Matts nur als "kleine Deutung" vorangestellte Miniaturisierung seiner Arbeit trifft dagegen nicht. Sollte er meinen, dass er nur kurze, gedankliche tiefe Deutungen beitrage, dann sind sie klein, so klein, wie die Fläche eines Gedichtes. Denn ein Gedicht versteht sich als große Aussage aus kleinem Raum, als verdichtete fünfte Essenz, und doch bereit, vom Leser in neue Sphären gehoben zu werden. So spricht der Autor zu recht von klein im Sinne der Größe der Lyrik, von der Größe der Gedichte und deren Bedeutung.

Wer ausgiebig das Vorwort studiert, wird freudig aufnehmen, dass nur ein Buchstabe im Wort Gedicht getauscht werden muss, um auf die Sinne zu kommen. Das "d" wird zum "s" und mit dem Vergleich, das auch ein Gesicht doch nichts anderes ist als eine kleine Fläche, jedoch mit größter Ausstrahlung und vielfältiger Deutung, verbindet sich das Hören, Sehen, Schmecken, Fühlen, Riechen mit dem Wahrnehmungen, die die Sprache eines Gedichtes vermitteln kann und auch bei inniger Beteiligung dem Leser vermittelt.

Peter von Matt bespricht in diesem Band Gedichte über Jahrtausende. Dieses Ineinanderweben der Zeiten, von dem im "Grünen Heinrich" die Rede war, taucht hier auf. Der Mensch ist dort Mensch wo er spricht, aber Herder formulierte es noch besser: "Schon als Tier hat der Mensch Sprache." Doch diese lapidare Aussage fordert eine Erklärung, die über Dschungelkonzerte hinaus geht. Peter von Matt hat in einer Grussrede in Luzern von dem Menschen als geschichtenerzählendes Tier gesprochen. Der Mensch, fähig Geschichten zu erzählen, weiß von Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne und übertrifft diese Ambivalenz der Erzählung in der Präzision der Lyrik. Hier wird Sprache fast gepresst, dass Weiße zwischen den Worten erhält Sinn vom Leser, sofort und sehr prägnant. Die Zeilen der Gedichte, zumindest mancher, bieten eine Evolution der Wahrnehmung, der Empfindung und der Wahrheit. Sie beweisen sich im Widerspruch, dem das Paradoxe der Ergänzung anhängt. Erst in beider Sicht ergibt sich das Ganze, dieses zu Erleben in den Gedichten selbst oder in den Ausführungen und Deutungen eines großen Literaten wie von Matt ist pures Vergnügen für den Interessierten, den Wissenden und den Sich-Einlassenden.

Schillers "Spielender Knabe" ist so ein Beispiel, in dem das Wissen, dass Mensch nur dort Mensch sei, wo er spielt, übertragen wird auf die Kindheit auf des Mutters Schoß, wo eben die Sorge nicht zu finden ist. Und dann erfolgt der Wechsel vom willigem Mut zu einer gebieterischen Pflicht zur ernsten Arbeit, die den Impetus von freiwilliger, aus dem Innern erwachsener Lust und deren Mut nicht mehr kennt. Und so spielt dieses Gedicht als Beispiel für viele auf die Existenz an, die von fröhlichem Trieb, von üppiger Kraft und willigem Mut spricht und nicht mehr will, als zu zeigen, dass Lust aus tätigem Dasein erwächst.

Und auch wird deutlich, dass Vorgabe und Befehl Lust zerstören, dass befohlene Pflicht die eigene selbsternannte Pflicht zunichte macht und dass diese Pflicht von außen jedes Glück verletzt. Von Matt verweist darauf, dass man hier ein aufständisches Manifest lesen kann, zumindest es so interpretieren könnte. Dass er in dieser Zeit den aktuellen Wertewandel (Employer Branding) aus einem Gedicht erkennt, welches aus dem späten 18. Jahrhundert kommt ist verwunderlich und doch auch nicht. Hat nicht Literatur immer ihre Vorgänger und ihre Nachfolger? Und macht nicht erst die Erzählung, das Gedicht in seiner Klarheit die Welt und die Wirklichkeit verständlich? Und können wir nicht zurecht auch heute noch vom Inneinanderweben der Zeiten sprechen, wie es einst Gottfried Keller tat? Und der Leser nimmt teil an diesen flüchtigen Gedanken und damit an den Erfahrungen derer, die schon im Licht der Welt getanzt haben und trägt sie in die Zukunft, wohlwissend, dass er durch dichterische Teilhabe bereits älter ist, als er denkt.
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am 3. August 2009
Peter von Matt interpretiert in diesem Band bekannte und leider noch unbekannte Gedichte vom Mittelalter bis in unsere Zeit und gibt damit einen Ansatz für die Interpretation und Auseinandersetzung im Deutschunterricht. Teilweise nennt er Gründe, die für bzw. gegen eine Behandlung sprechen oder warum sie sich so hartnäckig im heimlichen Kanon halten. Eine Lektüre ist aber auch darüber hinaus empfehlenswert. Ein Muss für jeden Lyrikliebhaber.
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am 2. August 2010
Als Schweizer bin ich stolz auf meinen Landsmann Peter Von Matt!
Wohl kleine Deutungen, gemessen an der Wortzahl, erweisen sich
als grossartige Analysen eines genialen Kopfes.
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