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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrliche Monografie über das Übersetzen, 2. Februar 2009
Eco schafft es ein weiteres Mal, ein für den Laien vielleicht zunächst nicht so spannend klingendes Thema auf eine sehr eingehende, unterhaltsame Weise zu erläutern.
Die Balance zwischen Wissenschaftlichkeit und Unterhaltungswert wird perfekt gehalten und Eco illustriert seine Ausführungen mit zahlreichen Beispielen. Dabei greift er großteils auf seine eigenen Erfahrungen als Übersetzer bzw. Autor zurück, was für Leser, die mit seinen anderen Werken nicht so vertraut sind, etwas mühsam sein mag. Diese Beispiele bringt er darüber hinaus in sechs Sprachen, weswegen es wohl empfehlenswert ist zumindest Englisch und eine romanische Sprache gut zu verstehen.
Von diesen beiden Einschränkungen abgesehen, kann ich dieses Buch jedoch jedem, der sich auch nur ein wenig für Sprachen und Kommunikation interessiert, sehr empfehlen.
Übrigens ist Burkhart Kroeber die schwierige Aufgabe, ein Buch über das Übersetzen zu übersetzen sehr gut gelungen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Palimpsest, 21. September 2008
Ein Palimpsest ist "ein Pergament, auf dem die erste Beschriftung abgeschabt worden ist, um eine neue darüberzuschreiben, aber so, dass die alte darunter noch schemenhaft zu erkennen ist" - auf metaphorischem Weg nähert sich Umberto Eco, Professor für Semiotik an der Universität Bologna und vor allem bekannt durch seinen Roman "Der Name der Rose", dem Handwerk des Übersetzens. Eco will weniger eine vertiefte Theorie des Übersetzens entwickeln, als vielmehr seine eigenen Erfahrungen als Lektor, Übersetzer und schließlich auch übersetzter Autor vorlegen. Seit 1983 beschäftigt er sich mit dem Thema und das Buch, bereits 2003 im Italienischen erschienen, stellt eine Sammlung seiner Aufsätze und Vorträge in überarbeiteter und erweiterter Form dar.
An der Publikation - selbst eine Übersetzung - werden allerdings auch die Herausforderungen des Übersetzens deutlich: wenngleich das Buch auch an ein nichtspezialisiertes Publikum gerichtet ist, so sind die Beispiele aus der Weltliteratur und aus Ecos eigenen Werken aus sechs verschiedenen Sprachen geschöpft zwar unterhaltsam, bleiben über längere Strecken aber leider nur dem polyglotten, insbesondere dem italienischsprachigen Leser einsichtig.
"Im Gott, der anfing, stellte den Himmel und die Masse und die Masse war ohne Formular" - eine Übersetzung auf synonymer Basis, wie hier mittels eines Computerprogramms, macht wenig Sinn. Treue zum Text kann und muß bisweilen Untreue zur Wörtlichkeit sein. Kultureller Kontext und Eigenart des Ausgangstextes sowie die Intention seines Autors sind ebenso zu beachten wie die Kultur und sprachlichen Erwartungen des Lesers an den Zieltext. Übersetzen meint Sinnrekonstruktion und angesichts der Schwierigkeit bei Wortspielen und Sprachfärbungen spricht Eco von einem Verhandlungsprozess, "aus dem die Parteien am Ende mit einem Gefühl vernünftiger wechselseitiger Befriedigung herauskommen sollten, geleitet vom goldenen Prinzip, dass man nicht alles haben kann." Insbesondere bei poetischen Texten mit Versmaß und Reim wird dies deutlich - eine Übersetzung darf keine Textbereicherung, etwa bei bewusst mehrdeutigen Wendungen, sein. Auch bei der Übertragung von einem Medium in ein anderes, etwa bei der Verfilmung von Literatur, stellt dies eine Schwierigkeit dar.
Realistisch, aber auch herausfordernd schließt Eco dann auch sein Sammelsurium, seine Tour de Babel: "Wenn man ein beliebiges Wörterbuch aufschlägt, wird man unter den Synonymen für Treue kaum die Vokabel Exaktheit finden. Man findet dort eher Loyalität, Gewissenhaftigkeit, Achtung, Hingabe."
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32 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Quasi mit anderen Worten: Multo bene, professore!, 30. Dezember 2006
Von 
Marcus Held "Yerushalmi" (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Im vorliegenden Buch fließen viele Versatzstücke des Semiotikers, Übersetzers und nicht zuletzt des Schriftstellers Umberto Eco zusammen. Der Semiotiker Eco steuert zum ganzen eine eigenes Theoriestück bei, was allerdings wohlgeneigte Leser schon in Ansätzen aus seinem Buch "Kant und das Schnabeltier" kennen. Der Übersetzer Eco zeigt an vielen und vielsprachigen Beispielen die tiefgründigen Abgründe, Klippen und Spitzen einer Übersetzung und dem vorhergehenden Prozess der Annäherung an den Text. Der Schriftsteller Eco steuert zu dem ganzen das Gefühl für und zur Sprache bei, sowie er über die Entscheidungen der Übersetzung an den eigenen Werken aufzeigen kann. Dies tönt alles nach einem selbstgefälligen Buch eines Gelehrten, der schon immer mal etwas zur Übersetzung sagen wollte. Doch der Leser taucht mit Eco in eine Welt ein die faszinierender nicht sein kann, denn es geht nicht mehr und auch nicht weniger darum das Gefühl der Sprache wieder zu entdecken und hier und da doch mal wieder zum "Original" zu greifen. Nach der Lektüre ist man doch um einiges sensibler und skeptischer gegenüber den "gängigen" Übersetzungen geworden und sensiblisierter für die Arbeit des Übersetzers. Hat man sich nun durch die knapp 400 Seiten durchgekämpft, mit seinen vielen Beispielen in vielen Sprachen, so bleibt am Ende die Hochschätzung für einen jeden Übersetzer, der sich im Bemühen um das jeweilige Werk verdient gemacht hat. Es bleibt von diesem Buch die Anregung selbst mal wieder in der Originalsprache zu lesen und vor allem auf Entdeckungstour bei Eco zu gehen. Dem wohlgeneigten Roman-Leser Ecos sei von diesem Buch abgeraten. Allen denjeniegen, die sich schon mal mit Semiotik und der Eco'schen Romanwelt beschäftigt haben und zugleich ihren Spass am Entdecken, hier im starken Sinne des Wortes,haben sei dies Buch wärmstens ans Herz gelegt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kunst des Übersetzens, 26. November 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen (Taschenbuch)
Sprachinteressierten Umberto Eco lange vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen. Und am italienischen Wissenschaftler und Romancier kommt auch keiner vorbei, der sich eingehend mit der Kunst des Übersetzens beschäftigen will oder muss. Das beweist dieses Buch. Daher schreibe ich einige Empfehlungszeilen, obwohl es im Original bereits 2003 erschienen ist.

Was es von anderen Werken zum Thema unterscheidet, sind die verschiedenen Zugänge, die der Autor zum Thema eröffnet. Denn Umberto Eco spricht als Semiotiker, Sprachwissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer. Und natürlich als Liebhaber der Worte und ihrer Geheimnisse. Das zeigt sich bereits in der Einführung, in der er sich Gedanken darüber macht, wie "It's raining cats and dogs" übersetzt werden kann. Burkhart Krober, der den italienischen Originaltext ins Deutsche übersetzte, konnte sich also gleich warmlaufen, um dann Umberto Ecos Überlegungen und Beispiele in sechs Sprachen ins Deutsch zu verwandeln.

Umberto Eco wurde, wie könnte es auch anders sein, durch die "Exercices de style" von Raymond Queneau auf die Probleme des Übersetzens aufmerksam. Dann folgten Erfahrungen als übersetzter Autor, Analysen einer italienischen Joyce-Übersetzung und zwei Jahresseminare an der Universität Bologna über das Thema "intersemiotische Übersetzung". Das vorliegende Buch nimmt zahlreiche Schriften auf, die Eco bereits verfasste und bereichert diese um viele Exkurse und neue Beispiele. Doch Eco betont, dass er die aufgeworfenen theoretischen Probleme stets mit persönlichen Erfahrungen verbindet. Das macht dieses inhaltlich anspruchsvolle Buch lesbarer und unterhaltsamer. Auch wenn in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche Forschungsarbeiten zum Thema Übersetzen erschienen sind, kann man sagen, dass Umberto Ecos Buch noch immer Maßstäbe setzt. Zudem nimmt er ja andere Arbeiten auf und bietet dem Leser eine ausführliche Bibliographie an.

Mein Fazit: Obwohl Umberto Eco inzwischen zu den bekanntesten italienischen Schriftstellern der Neuzeit zählt, versteht er sich primär als Wissenschaftler. Aber da er sich in beiden Welten zuhause fühlt, versteht er es auf ziemlich einzigartige Weise, seine Studenten und die Leser seiner Fachbücher für Theorien und Modelle zu begeistern, deren Verständnis dem Intellekt einiges abverlangt. Wer sich für die Kunst des Übersetzens interessiert, kommt an diesem Buch kaum vorbei.
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4.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, 27. Februar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen (Taschenbuch)
Ein tolles Buch, welches interessante Einblicke in die Welt der Übersetzungen und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten gewährt. Nicht einfach zu lesen, wenn man nicht mindestens mit dem Englischen, Französischen, Italienischen und etwas Spanischem etwas anfangen kann, aber dennoch lesenswert.
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5.0 von 5 Sternen Ein feines Buch!, 17. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen (Taschenbuch)
Der grosse Umberto Eco zeigt die Feinheiten beim Übersetzen auf. Er erklärt sehr fachkundig anhand von vielen Fallbeispielen wie schwierig es ist Texte gut und sinngemäß zu übersetzen und warum es manchmal ganz einfach scheitern muss.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein tolles Buch, 20. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen (Taschenbuch)
findet meine Tochter. Man erwartet von Umberto Eco einfach gute Bücher und gerade das wurde jetzt sehr gebraucht. Sehr gut.
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Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen
Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen von Umberto Eco (Taschenbuch - 1. August 2009)
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