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46 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ökologie mit Augenmaß und Kenntnissen
Dieses Buch ist unverzichtbar für jeden, der sich für das Schicksal unserer Welt interessiert und der sich aktiv oder passiv für die Verbesserung der Umwelt einsetzt. Und da beginnt gleich das Problem. In seiner unnachahmlichen Art stellt Professor Reichholf tückische Fragen und zerfleddert feststehende Meinungen. War unsere Welt früher...
Veröffentlicht am 22. September 2005 von Dr. Rolf Spangenberg

versus
23 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überraschend - überraschend ärgerlich
Ich kann meinen "Vorrednern" auf keinen Fall zustimmen. Dieses Buch ist weder faktenreich noch gut geschrieben. Auf umständliche und rechthaberische Weise werden ökologische Binsenweisheiten ausgebreitet. Das Phämomenale ist dabei, dass Ökologiebewegung, Hobbynaturschützer, Untere Natusrchutzbehörden und fundamentalistische Religionen...
Veröffentlicht am 10. Januar 2008 von Ezechiel Fleischberg


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46 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ökologie mit Augenmaß und Kenntnissen, 22. September 2005
Dieses Buch ist unverzichtbar für jeden, der sich für das Schicksal unserer Welt interessiert und der sich aktiv oder passiv für die Verbesserung der Umwelt einsetzt. Und da beginnt gleich das Problem. In seiner unnachahmlichen Art stellt Professor Reichholf tückische Fragen und zerfleddert feststehende Meinungen. War unsere Welt früher „besser", ist sie heute „schlechter" und was soll man tun, damit sie wieder so wie in alten (besseren?) Zeiten wird? Sein Credo, das mit unwiderlegbaren Fakten unterfüttert wird: Unsere Umwelt war nie stabil, sie ändert sich ständig und mit ihr Tiere und Pflanzen. Kristallklares Wasser ist ein wichtiger Lebensraum, verschlammte Flüsse aber ebenfalls. Mückenplagen fördern bestimmte Vogelarten, reine Luft wieder andere. Kaum zu glauben, dass die ratternden Baumaschinen in Kiesgruben von seltenen Bienenfressern und Uferschwalben umflattert werden, diese Vögel sich aber zurückziehen, wenn sorgsame Naturfreunde die „Wunden der Landschaft" renaturieren! In elegantem Stil vermittelt der sympathische Professor Reichholf keine polemischen Thesen, sondern zwingt den Leser mit harten Fakten zum Nachdenken. Ein nicht immer einfacher Prozess! Wie auch im vergleichbaren Tierschutz, gilt es Emotionen und Einsatzfreude in die richtigen Bahnen zu lenken. Mit Taubenfüttern und Import verlassener Hunde und Katzen aus dem Süden betreibt man keinen sinnvollen Tierschutz. Wer die Verhältnisse vergangener Tage wiederherstellen will, ist noch kein guter Ökologe!
Eine Bitte an den Verlag: Mit einigen Fotos der besprochenen Tiere und Pflanzen würde das Buch sehr an Attraktivität gewinnen!
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41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschende Erkenntnisse aus der Natur, 4. April 2005
Josef H. Reichholf hat nach 12 Jahren den zweiten Teil der "Ökologischen Überraschungen" vorgelegt. Er erweist sich einmal mehr als Querdenker. Schon das erste Buch "Comeback der Biber" gehört zu den wenigen Büchern, die ich mehrmals gelesen habe.
Auch die "Zukunft der Arten" ist in bewährter Manier spannend und erkenntnissreich geschrieben. Zwar wird mach einem nicht gefallen, dass Prof. Reichholf den Naturschutz bereits an zweiter Stelle der Ursachen für den Rückgang der Arten stellt, aber die Argumentationen sind absolut schlüssig und meist durch eigene Forschungsergebnisse untermauert.
Ich kann dieses Buch jedem Naturfreund und naturwissenschaftlich Interessiertem nur wärmstens empfehlen.
Es sollte zur Pflichtlektüre für alle werden, die sich mit Naturschutz beruflich oder privat beschäftigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lenkt den Blick weg von aufgebauschten Kurzzeitphänomenen hin zum stetigen, unprognostizierbaren Wandel, 18. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Reichholf kann mit Fug und Recht als Instanz im biologischen Sektor bezeichnet werden und liefert mit seinen fundierten Analysen unerwartete Zusammenhänge zu Tage.
Am anschaulichsten lässt sich die widersprüchliche und teils schwer einzuschätzende Lage anhand von Klimaveränderungen und gescheiterten Schutz-, Renaturierungs- und Wiederansiedlungsbemühungen beschreiben.
Dass eine von Menschen gemachte Klimaerwärmung im Gange ist und man die Auswirkungen nicht ermessen kann, wird dabei nicht in Abrede gestellt. Es geht eher mehr um den oft nur vermeintlich negativen Effekt für die Biodiversität in allen Klimazonen, was nicht zutrifft. In Extremzonen wie den Polen, den äquatorialen Bereichen und durch Wetterextreme, die sich durch Veränderung noch verstärken, geprägten Gebieten, trifft die Gefahr des Aussterbens allzu spezialisierter Arten zu. Durch die totale Anpassung an einen Lebensraum können bereits geringe Veränderungen zu einem Verschwinden führen.
Im Gegenteil dazu ist in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeitenwechseln, wie in weiten Teile Mitteleuropas, eine Verschiebung von Wetterzonen ein bekanntes Phänomen. Der stete Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeit hat die Fauna und Flora seit jeher vor Herausforderungen gestellt und, in der ausgeprägtesten Form einer Eiszeit, viel natürliches Artensterben verursacht. Daher ist eine Verschiebung der Klimazonen samt Temperaturveränderungen nicht, wie häufig proklamiert, etwas zwingend Negatives. Im Gegenteil sind gerade die Randareale und Überlappungszonen von Bereichen mit unterschiedlichen Klimaeinflüssen häufig die artenreichsten und vielfältigsten, in denen auch evolutionäre Prozesse eher vonstatten gehen als in geschlossenen Systemen. Sämtliche Neozoen und Neophyten als Eindringlinge und potentielle Gefährdung einheimischer Arten abzustempeln, hat etwas von einer Ummünzung der leider allzu verbreiteten Xenophobie auf die Tier- und Pflanzenwelt.
Abgesehen davon, dass alle Arten ursprünglich Einwanderer waren, ist die europäische Umwelt, bedingt durch die Eiszeiten, ein an Vielfalt relativ armes Gebiet und viele Arten sind noch relativ junge Einwanderer. Und ab wann sollte man einer neuen Art den Status einer einheimischen und bestens integrierten Bereicherung für vorhandene Ökosysteme verleihen?
Invasive Arten können in Ausnahmefällen, wie bei Kaninchen, Ratten, Springkraut, Knöterich und Riesenbärenklau, eine massive Bedrohung für andere Spezies darstellen. Es gelingt aber nur einem erschwindend geringem Teil neuer Lebensarten überhaupt in ein fremdes Terrain zu gelangen, dort Fuß zu fassen und als Draufgabe noch den Titel „Schädling“ verpasst zu bekommen. Ausgehend von diesen sehr raren Ausnahmeerscheinungen allem Neuen gegenüber skeptisch zu sein, ist daher kontraproduktiv. Viel eher sollten verstärkte Bemühungen des Staates an einer Eindämmung oder überhaupt Prävention überhandnehmender, einseitiger Populationsverschiebungen, bedingt durch potentiell monopolistische Pflanzen und Tiere, erfolgen.
Reichhold macht industrielle Landwirtschaft und Jagd als 2 große Umweltprobleme aus und kritisiert die Abschottung von Naturschutzgebieten, da Naturinteressierte und speziell Kinder auf diese Weise wenig Bezug zur Umwelt aufbauen können. Auch prangert er die Fokussierung auf Extremwerte bei Prognosen und die Überbetonung der Klimaerwärmung an, die oft zur Verdrängung und Kaschierung systemimmanenter Missstände herangezogen werden.
Beim Lesen empfiehlt es sich, die allzu fachspezifischen Passagen über Tierarten und die Symbiosen und Kreisläufe zu überlesen, um die Perlen herauszupicken. Speziell für Laien, die eher an den gesamten Prozessen als an einzelnen Tier- und Pflanzenarten interessiert sind, spart dies Zeit und dient der Frustvermeidung. Denn bei „Die Zukunft der Arten“ handelt es sich eher um Fachliteratur als um ein auf Verkaufszahlen getrimmtes, zugängliches Sachbuch und um Frustrationen vorzubeugen, sollte man sich dessen vor der Lektüre bewusst sein.
Ein großes Problem offenbart sich bei der Frage nach den Motiven bei der Finanzierung von Umweltschutzorganisationen. Dass diese viele Missstände aufzeigen und wichtige, ehrenamtliche Arbeit leisten, sei dabei nicht in Frage gestellt. Es ist viel eher zu überlegen, wer von welchem Trend und welcher Lehrmeinung in ökologischen Fragen profitiert. Die Mode gebietet es ja jedem halbwegs von sich eingenommenen Konzern, in den obligaten Nachhaltigkeits- und Verantwortungsbewusstseinsfloskeln seiner Unternehmens- und Verhaltenskodexe (code of conduct, freiwilllige Selbstkontrolle, usw.) sich so realitätsfern wie irgendwie möglich zu positionieren. Was bietet sich da besser an als die Instrumentalisierung idealisierter Natur- und Umweltschützer? Eine Partnerschaft als Förderer von WWF, Greenpeace und Umweltschutzinitiativen macht sich nicht nur im Unternehmensportfolio blendend und steigert die Kaufbereitschaft von gewissenhaften Zielgruppen( da man es sich nicht nehmen lässt, der Selbstlosigkeit auf jeder Verpackung mittels dezenter Hinweise auf die Partnerschaft Ausdruck zu verleihen), sondern kaschiert auch blendend die sonstigen Geschäftsfelder.
Der größte Nutzen liegt in der Ablenkung von den wirklichen Problemen, indem man auf emotional beladene Pandababys und Klimaerwärmung setzt. Wie oft haben Sie in letzter Zeit Medienberichte über Eutrophierung, Fracking, Antibiotikaeinsatz in der industriellen Tierzucht, Ölschlammgewinnung, Futtermittelimporte, Flächenversiegelung, die Auswirkungen monopolistischer Belandwirtschaftungsformen, Gentechnik, Regenwaldabholzung, Vergiftung und Leerfischung der Meere und genereller Umweltzerstörung gehört? Und jetzt visualisieren Sie die unerhört flauschigen und putzigen Küken einer wunderschönen, durch die Klimaerwärmung vom Aussterben bedrohten Vogelart. Ah, viel besser. 10 Euro und sie stirbt nicht aus. Tag gerettet.
Die gleiche Problematik findet man im Universitäts- und Forschungssektor, der immer abhängiger von privaten Fördermitteln und somit erpress- und lenkbar wird und sich in guter Gesellschaft mit anderen, entscheidenden Bereichen befindet, denen es genau so ergeht. Schade, dass die irreversiblen Schäden, die dieses Gesellschaftsmodell anrichtet, mit dem größten Artensterben aller Zeiten einen traurigen Höhepunkt finden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konventionelle Landwirtschaft und Jagd: Die größten Feinde der Arten, 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Die Zukunft der Arten gilt als hochgradig bedroht. Viele Pflanzen- und Tierarten, die früher selbstverständlich waren, kommen gegenwärtig nur noch selten vor oder sind vollständig verschwunden.

Andere Arten hingegen wurden häufiger und neue Arten wanderten ein oder konnten sich ansiedeln, nachdem sie zuvor nur in Gärten vorgekommen waren. »Unser« Mais kommt ursprünglich aus Mexiko, die Kartoffel aus den südamerikanischen Anden, Gers­te und Hopfen stammt aus Zentralasien. »Unsere« Buche stammt aus Südosteuropa. Und unsere Rinder stammen nicht von den germanischen Ur-Rindern ab, sondern von kleinwüchsigen Arten aus Vorderasien.

Der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf, ehemals Leiter der Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München, hat über »Die Zukunft der Arten« ein aufrüttelndes Buch geschrieben - ein »Muss« für jeden ökologisch Interessierten.

Immer längere Rote Listen

Rund die Hälfte der mit­teleuropäischen Arten gilt als gefährdet. Die Roten Listen werden von Jahr zu Jahr länger. Aus ihnen geht hervor, dass der Artenschutz in den letzten 30 Jahren weitgehend erfolglos blieb - trotz der ungezählten Anstrengungen von Natur- und Tierschützern. Reichholf weist darauf hin, dass so manche dieser Bemü­hungen sogar contraproduktiv wirken - nämlich dort, wo der Mensch meint, er müsse eine Pflanzen- oder Tierart schützen, indem er andere vernichtet. Müssen wir den Wald vor den Rehen schützen, wie die Jäger behaupten? Müssen wir zum Schutz der Brutvögel in den Gärten massenhaft Rabenvögel abknallen?

Reichholf meint nein, denn »die Natur ist von Natur aus veränderlich, dynamisch«. Sie regelt sich selbst, und so schwanken die Bestände und die Arten je nach Klima oder Ver­änder­ung des Lebensraumes ganz natürlich.
Die wirklichen »Feinde« der Artenvielfalt sind zwar längst erkannt, doch wagt sich kaum jemand heran: die moderne Landwirtschaft und die Jagd.

Artenfeind Nr. 1:
Die industrielle Landwirtschaft

Der Artenschwund geht mit weitem Abstand zuerst auf das Konto der modernen Landwirtschaft: Überdüngung, Strukturverarmung und Vereinheitlichung der Lebensbedingungen (um möglichst gleichartige Produktionsverhältnisse zu schaffen) sind Arten-Killer. »Der Stickstoff wurde zum Erstick-Stoff für die Artenvielfalt. Überdüngung, speziell auch mit Gülle, belastet Böden, Grundwasser, Oberflächengewässer und die Luft.« Es fehlt an Lebensräumen wie Hecken, Gewässern, und Stellen ohne intensive landwirtschaftliche Nutzung.

Naturschützer geben sich große Mühe: Mit großem Einsatz von Helfern und mit viel Geld werden für Kröten Amphibien-Leitplanken und Tunnel zur Unterquerung von Straßen gebaut. »Doch was nützt es den Kröten, wenn ihre Teiche von der Landwirtschaft zugedüngt werden?«, fragt der Biologe.

Artenfeind Nr. 2: Die Jagd

Artenschutzerfolge zeigten sich laut Reichholf nur dort, wo die frühere Verfolgung von Arten beendet werden konnte. Als Beispiel nennt er den Biber: Seine Rückkehr verdanken wir der aktiven Wiedereinbürgerung und dem Schutz vor Verfolgung. Die Be­deutung des Schutzes vor Verfolgung für die Artenvielfalt zeigt sich in unseren Städten: Während auf dem Land immer mehr Tierarten aussterben, nimmt die Artenvielfalt von frei lebenden Säugetieren und Vögeln in den Städten zu.

»Jeder kann dies an der ungleich geringeren Scheu der in den Städten lebenden Tiere im Vergleich zum freien Land draußen direkt feststellen«, schreibt Reichholf. Und: »Bei den meisten der größeren Arten hängt die Zukunft nicht am Klimawandel oder an den Störungen durch Spaziergänger oder Naturfreunde, sondern an den Gewehrläufen der Jäger.« Die Jagd erzeuge künstlich Scheuheit und schränke damit die Lebensmöglichkeiten der bejagten Arten sehr stark ein - und das nur wegen der Verfolgung durch eine kleine Minderheit.

Gegenüber der Jagd seien die Schädigungen durch Bau- und Siedlungstätigkeit und Industrie vergleichsweise gering. Nicht einmal dem Verkehr könne eine massivere Dezimierung von Vögeln und Säugetieren angelastet werden als der Jagd. Das ergebe sich aus den Jagdstatistiken in aller Deutlichkeit.

Um die Natur zu schützen, wurden Naturschutzgebiete an­gelegt. Doch die Einschrän­kungen und Begehungsverbote brachten oft keineswegs die erhofften Besserungen. »So­lan­ge in Schutzgebieten wie `Europareservaten für Was­servögel' und `Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung' oder in so genannten, je­doch meist nicht wirklichen `Nationalparks' gejagt werden darf, werden die attraktiven Arten scheu bleiben. Und störungsanfällig.«

»Die Natur ist zu schön und zu wichtig!«

Reichholf kommt zu dem Schluss: »Es sieht nicht gut aus, gar nicht gut!« Der Mensch hat sich immer mehr von der Natur getrennt. »Dazu darf es nicht kommen. Dafür ist die Natur zu schön, zu wertvoll und auch zu wichtig für Menschen jeden Alters.«
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewissheiten geradegerückt!, 21. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Als jemand, der sich nicht täglich mit den großen ökologischen Zusammenhängen beschäftigt, fiel mir dieses Buch eher zufällig während meines letzten Urlaubs in die Hände. Entsprechend entspannt fesselten, überraschten und verunsicherten mich die erörterten Fragestellungen zutiefst:

Deuten Immer länger werdende Rote Listen auf das Scheitern des Artenschutzes hin?

Sollten Touristen und Besucher aus Naturschutzgebieten ferngehalten werden?

Ist die Einzelstammnutzung in Plenterwäldern wirklich die beste Form der Forstwirtschaft?

Damit sind nur drei von vielen Fragen des Buches benannt, deren Antworten den Leser überraschen dürften. Reichholf identifiziert und beschreibt Zeile für Zeile, Kapitel für Kapitel die großen Feinde der Artenvielfalt. Er verdeutlicht, dass ökologische Zusammenhänge größtenteils komplexer sind als bisher angenommen und alte „Naturschutzwahrheiten“ immer wieder auf den Prüfstand gehören. Er selbst praktiziert das Querdenken in nachahmenswerter Weise, lässt die jeweilige andere Seite der Medaille sichtbar werden und nimmt seine Leser dabei gekonnt mit.

Drei für mich wesentliche Zitate aus dem Buch:

„Der Artenschwund geht daher mit weitem Abstand vor allen anderen Wirkgrößen auf das Konto der modernen Landwirtschaft….Doch an zweiter Stelle nach der Landwirtschaft folgt bereits der Naturschutz selbst.“

„Wo die Mähmaschine abrasieren darf, was wächst und blüht, hat der Artenschutz offensichtlich keinen Sinn. Wo im Naturschutzgebiet Jäger jagen und Angler fischen dürfen, darf auch den anderen Besuchern keine nennenswerte Einschränkung auferlegt werden. Die Ausnahmen entwerten die Regel und verhindern das Erreichen des Ziels.“

„Es sieht nicht gut aus, gar nicht gut! Die Natur wird zunehmend tabuisiert. Nach der Trennung von Wald und Weide und Wald und Wild soll schließlich auch der Mensch nach Möglichkeit vollends von der Natur getrennt werden. Er wird umso naturverträglicher, je weniger er sich in die Natur hinausbegibt.“

Fazit:
Der große Konrad Lorenz sagte einmal in einem Interview, dass er es sich zur Gewohnheit gemacht habe, jeden Morgen nach dem Aufstehen eine Lieblingshypothese über Bord zu werfen. Reichholfs Buch ermuntert den Leser geradezu, dies genauso zu tun! Eindeutige 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökologische Überraschungen - lesenswert, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Reichholf überzeugt in diesem Buch, warum der Naturschutz so manches Mal auch kontraproduktiv sein kann.
Wenn man eine Art schützt, kann es die andere Art umso schlimmer erwischen ...

Es kommt darauf an, die Zusammenhänge zu erkennen und zu akzeptieren, dass manches aus der "unberührten Natur" sich auf die veränderten Kulturlandschaften schon lange eingestellt hat - also auch eine Art der Evolution.

Das Buch kann ich sehr empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sorgfaeltige Abhandlung der Bestellung., 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Sehr interessante Abhandlung ueber den Wert der sogenannten Neofyten !
Was das sind und wie die bewertet werden sollten.
Die Frage wann wird ein Neofyt als einheimisch bewertet wird besprochen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch!, 25. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Endlich mal jemand der die Dinge beim Namen nennt!!! Naturschutz (wie er heute oft noch immer betrieben wird) ist nich automatisch gut und macht alles richtig, das wird hoffentlich jedem der dieses Buch gelesen hat nun endlich klar sein!

Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch zur Pflichtlektüre für alle im Naturschutz engagierten ist, bis hin zu den Leuten in den unteren Naturschutzbehörden etc.!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Sicht auf Umweltschutz, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen (Taschenbuch)
Reichholf erklärt komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich und in mitreissender Art. Durch viele Beispiele, welche Auswirkung u.a. (frühere) Umweltschutzmassnahmen wie z.B. die Auflösung von Kiesgruben hatten, vermittelt er eine neue Sicht auf den Umweltschutz - Stadt/Industrie und Natur müssen keine Gegensätze sein.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas schwierig, etwas hart, aber wahr und gerecht!, 19. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch liest sich definitiv für Laien wie mich nicht einfach so runter. Aber es ist ausgesprochen fundiert und zeigt quasi alles was man braucht an. Ich kann nur den Tipp geben, es wirklich nicht zwischen Tür und Angel zu lesen und danach auch schwer nachzudenken! Klasse Buch!
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Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen
Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen von Josef H. Reichholf (Taschenbuch - 1. März 2009)
EUR 9,90
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