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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das raetselhafte Heiligtum der Steinzeitjaeger
Die Entdeckung der Anlage auf dem Goebekli Tepe stellt eine Sensation in der archaeologischen Forschung dar. Eine zehnjaehrige Grabung wurde hier in diesem Paperback (gebundene Ausgabe ebenfalls vorhanden) zusammen gefasst und der Oeffentlichkeit sachlich sauber praesentiert. Mit dem Buch SIE BAUTEN DIE ERSTEN TEMPEL von Klaus Schmidt ist ein Meilenstein der Archaeologie...
Veröffentlicht am 1. Juli 2008 von Thorsten Wiedau

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Populärwissenschaftliches Werk über DEN Sensationsfundort der Archäologie in den letzten 20 Jahren.
Das Thema Göbekli Tepe beeindruckt: Da haben Menschen vor 12.000 Jahren ein Monument in der Türkei errichtet, während ihre Artgenossen in nördlicheren Gefilden noch Jagd auf Mammuts machen konnten. Noch dazu erreicht dieses Monument eine künstlerisch-technische Ausgereiftheit, dass selbst das nur grob halb so alte Stonehenge dagegen fast schwach...
Vor 21 Monaten von Aemilius Papinianus veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Populärwissenschaftliches Werk über DEN Sensationsfundort der Archäologie in den letzten 20 Jahren., 18. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger (Taschenbuch)
Das Thema Göbekli Tepe beeindruckt: Da haben Menschen vor 12.000 Jahren ein Monument in der Türkei errichtet, während ihre Artgenossen in nördlicheren Gefilden noch Jagd auf Mammuts machen konnten. Noch dazu erreicht dieses Monument eine künstlerisch-technische Ausgereiftheit, dass selbst das nur grob halb so alte Stonehenge dagegen fast schwach aussehen muss.

Dieses Buch von Klaus Schmidt ist auch mehr als 15 Jahre nach Entdeckung des Göbekli Tepe und Aufnahme der dortigen Ausgrabungsarbeiten die einzige umfassende Behandlung dieses Themas. Nur die Darstellung desselben in Wikipedia ist ähnlich umfassend. Genauso wie diese ist aber auch das Buch von Klaus Schmidt überaus problematisch, denn es ist gleichermaßen Reisebericht, Forschungsbericht und Fachpublikation. Den Anforderungen dieser drei Genres wird es in keinem Fall gerecht.

Ein Reisebericht ist es insofern, als es die Erfahrungen mit der Schönheit einer entlegenen Region beschreibt (wer einmal dort war, wird mir zustimmen!), die man heute allenfalls noch mit PKK, Grenzkonflikt und Wasserwirtschaft verbindet. Der Fokus liegt dabei besonders auf der heute kaum noch bekannten Stadt Urfa - immerhin Anlass für den 2. Kreuzzug -, in deren Umfeld der Göbekli Tepe liegt. Dazu werden mehrere archäologische (und nicht nur steinzeitliche) Fundorte in der Region vorgestellt. Doch lässt sich eine Reise anhand des Berichtes kaum nachvollziehen. Vielmehr werden dem Leser viele Fachbegriffe zugemutet, die das Lesen erheblich erschweren. Auch verliert sich das Buch stellenweise in Details, während es andere Themen schnell und grob abhandelt.

Ein Forschungsbericht ist es insofern, als es die Geschichte der Entdeckung und Erforschung eines archäologischen Fundortes darstellt. Es folgt dabei einem - für den Autor auch bisweilen in Vorträgen typischen - anekdotischen Stil. Die Kriterien für Auswahl und Umfang der Anekdoten erschließen sich dem Leser nicht. Wahrscheinlich war hierfür das subjektive Empfinden des Autors ausschlaggebend. Durchbrochen werden die erzählenden Elemente bisweilen durch langatmige Beschreibungen von Einzelfunden. Womöglich wollte der Autor sich mit diesem Buch in die Reihe der Forschungsberichte der großen Archäologen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Schliemann, Koldewey, Andrae etc.) stellen - dies ist ihm jedenfalls kaum gelungen. Auffallend ist zudem ein inhaltlicher Bruch, der sich mit dem letzten Abschnitt des Buches vollzieht. Während das Werk bis dahin zwar als verworrene, aber dennoch organisch-einheitliche Darstellung der Erinnerungen des Autors erscheint, folgt danach eine isolierte Darstellung jüngerer Funde. Ob das Buch ursprünglich 2004 erscheinen sollte und nach entsprechenden Verzögerungen dieses letzte Kapitel zur Ergänzung angefügt wurde oder ob das Buch schnellstmöglich auf den Mark geworfen werden sollte und deshalb wenig Liebe in die Darstellung der letzten beiden Jahre vor der Publikation gesteckt wurden kann dahinstehen.

Eine Fachpublikation ist es schließlich in zweierlei Hinsicht. Einerseits dient es als Medium für die Veröffentlichung von Grabungsfunden und -befunden. So wird stellenweise sehr viel Wert auf die Darstellung einzelner Stücke und der Anlage als solche gelegt. Doch fehlt es auch dieser Darstellung an der äußeren, stringenten Systematik und Struktur. Nach Lektüre der z. T. wirklich umfangreichen Beschreibungen, kann sich der Leser durchaus eine Vorstellung von den Funden und dem Gesamtaufbau der Anlage machen (dabei hilft insbesondere auch das Bildmaterial). Eine sinnvolle Verknüpfung zwischen diesen Funden und dem Aufbau der Anlage, der räumlichen Beziehung z. B. einzelner Pfeiler und Darstellungen zueinander, dürfte ihm jedoch schwer fallen.
Andererseits dient das Buch auch der wissenschaftlichen Reflexion über die Funde und der Etablierung der Theorie des Autors. So wird die Entstehung der Theorie des Autors zur Erklärung der von ihm gemachten Funde in teilweise ausufernden Darstellungen entfaltet. Eine systematische Argumentation für diese Theorie und eine Auseinandersetzung mit Gegenmeinungen vermisst man hingegen. Dem entspricht auch, dass in diesem Buch fast durchweg auf Literaturverweise verzichtet wurde.
Als besonders problematisch muss in diesem Kontext wohl gelten, dass sich Beschreibung und theoretische Reflexion stellenweise auch miteinander verbinden. Dem Laien dürfte es gerade dann schwer fallen noch zwischen dem eigentlichen, objektiv vorhandenen Grabungsbefund und der Theoriebildung über diesen zu unterscheiden. Auch ist fraglich, ob die Querverbindungen zu anderen Fundorten (aus z. T. anderen Epochen), die der Autor zur Entwicklung seiner Theorie heranzieht, in dieser Form zulässig sind. Daher eignet sich dieses Werk ausschließlich, um ihm eine Beschreibung des Fundortes zu entnehmen. Dies ist jedoch aufgrund der gewählten Darstellungsweise ebenfalls überaus schwierig.

Fazit: Wer sich für Archäologie grundsätzich interessiert und eine nette Freizeitlektüre über einen spektakulären Fundort sucht, sich dabei von den fesselnden Ausführungen des Autors mitreißen lassen möchte und neben der Darstellung des Fundortes auch Hintergrund zu den Arbeiten, den Menschen und dem Land erhalten will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Wer sich jedoch eine wissenschaftlich fundierte, systematische Beschreibung des Göbekli Tepe wünscht, der sollte lieber zum letzten Kapitel von Erste Tempel - Frühe Siedlungen: 12000 Jahre Kunst und Kultur. Ausgrabungen und Forschungen zwischen Donau und Euphrat greifen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das raetselhafte Heiligtum der Steinzeitjaeger, 1. Juli 2008
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger (Taschenbuch)
Die Entdeckung der Anlage auf dem Goebekli Tepe stellt eine Sensation in der archaeologischen Forschung dar. Eine zehnjaehrige Grabung wurde hier in diesem Paperback (gebundene Ausgabe ebenfalls vorhanden) zusammen gefasst und der Oeffentlichkeit sachlich sauber praesentiert. Mit dem Buch SIE BAUTEN DIE ERSTEN TEMPEL von Klaus Schmidt ist ein Meilenstein der Archaeologie erstmals der Oeffentlichkeit zugaenglich.

Das Buch besticht durch seinen sachlichen Aufbau, die Einfuehrung in die Thematik und die vielen Farbabbildungen, welche einem die Steine und die Ornamentik naeher bringen. Gerade die Steine sind es, welche keinen Vergleich mit Stonehenge scheuen muessen und ich bin ueberzeugt, die Ornamentik wird sich noch Weltruhm erwerben.

Die Deutungsversuche der Archaeologen sind vorsichtig und Spekulation wird sauber von Faktenwissen getrennt und kenntlich gemacht, Danke dafuer!

Als Sachbuch dem Monats ausgezeichnet zeigt das Buch auf, wie wohl der Uebergang von der Jaeger-/ und Sammlergesellschaft in den Bereich der Sesshaftigkeit vonstatten gegangen ist.

Auf dem Boden der heutigen Tuerkei in Richtung der syrischen Grenze steht ein archaeologisches Meisterwerk der Frueh-/ und Vorgeschichte der Menschheit, mit einzigartigen Reliefdarstellungen und Skulpturen.

12.000 Jahre ueberdauerte dieses Meisterwerk in der Erde, ungesehen und nicht hinterfragt - es ist nun Zeit, dass sich die Menschen auch mit diesem Erbe auseinandersetzen und ihre Wurzeln hinterfragen.

Ein spannendes Buch, dass viele Fragen aufwirft und zu begeistern versteht.

Sehr empfehlenswert!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Respekt als Motiv für künstlerische Tätigkeit, 1. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger (Taschenbuch)
Die Menschen damals vermochten viele Vorgänge in der Natur und ihrem Umfeld noch nicht verständesmässig zu erfassen.
Offenbar waren es Angst und Respekt der sie an gute und gefährliche Götter glauben liess. Wie sonst haben sie es auf sich genommen mit einfachsten Mitteln Werke wie die beschriebenen herzustellen. Glauben versetzt Berge!
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Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger
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