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TOP 1000 REZENSENTam 27. Januar 2008
Gefunden! Auch vom Glück, weil das Unerwartete, das nicht Gesuchte in einer positiven Überraschung sich zeigt.

Epikur wurde im Winter 342/341 v. Chr. als Sohn des Atheners Neokles geboren. Er selbst sah wie kein anderer Philosoph der Antike die Aufgabe der Philosophie so konsequent und ausschließlich in der Heilung der menschlichen Seele: "Leer ist die Rede jenes Philosophen, die nicht irgendeine Leidenschaft des Menschen heilt. Wie nämlich eine Medizin nichts nützt, die nicht die Krankheiten aus dem Körper vertreibt, so nützt auch eine Philosophie nichts, die nicht die Leidenschaften aus der Seele vertreibt."

Philosophie, Gesundheit der Seele und Glückseligkeit setzte er gleich: "Wer jung ist, soll nicht zögern zu philosophieren, und wer alt ist, soll nicht müde werden im Philosophieren. Denn für keinen ist es zu früh oder zu spät, sich um die Gesundheit der Seele zu kümmern. Wer behauptet, es sei noch nicht Zeit zu philosophieren oder die Zeit dafür sei schon vorübergegangen, der gleicht einem, der behauptet, die Zeit für die Glückseligkeit sei noch nicht oder nicht mehr da."

Epikurs Gedanken in drei Fragen/Aussagen als Übersicht:
1. Bei allen Begierden muss man sich fragen: Was geschieht, wenn mein Begehren befriedigt ist, und was, wenn es nicht befriedigt wird?
2. Aus Angst, mit Wenigem auskommen zu müssen, lässt sich der Durchschnittsmensch zu Taten hinreißen, die seine Angst erst recht vermehren.
3. Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.

Epikur hat schon vor nahezu 2500 Jahren hervorgehoben, was dem Menschen immanent gegeben ist: eigenes Potential in Geist und Kraft. Da bedarf es nicht eines Wunsches an Dritte, wenn es selbst gemeistert werden kann. Epikur verwies schon damals auf den Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Epikur ist ein Denker aller erster Güte. Einfluss auf die folgenden Generationen hatten er und seine Lehre vielfach. Gemeinsam war Epikureern und Stoikern (nahezu zeitgleich ist die Stoa entstanden) die Frage nach dem richtigen Weg zum eigenen Seelenheil. Konträr waren jedoch die jeweiligen Schlussfolgerungen. Dem Athener Epikur, der ein rational wohldosiertes Genussleben zum Leitbild für das individuelle Seelenheil und Lebensglück machte, setzte Zenon ein umfassendes Bindungsbewusstsein gegenüber, in dem das individuelle Streben aufgehen und die Seele Ruhe finden sollte. So hat Lukrez und Horaz (Carpe Diem) die Gedanken Epikurs fortgeführt, ebenso Cicero, dann Montaigne, Schopenhauer, Nietzsche, später vor allem Alain und Memmi, der es auf die einfache Formel brachte: "Emigrieren Sie nicht aus dem Leben - es hält Überraschungen für Sie bereit!"
Der ewige Epikur, so Nietzsche, sei das schwerste Gepäck, dass er (Epikur)je abgeworfen hat. Für ihn war Epikur der Inbegriff des "freien Geistes".
Überzeugen Sie sich selbst.
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Epikur( 341-v. Chr.- 306 v. Chr.) ist der Begründer einer der bekanntesten griechischen Philosophieschulen.
Grundlage seiner Philosophie war die atomistische Welterklärung Demokrits, der alle Erscheinungen als von Naturgesetzen hervorgerufen darstellt und damit den Einfluss übernatürlicher Kräfte ausschließt.
Epikur betrachtete es als seine Aufgabe den Menschen die Furcht vor dem Tod zu nehmen und sie zu einer irdischen Glückseligkeit zu führen.
Ihm geht es bei allem nicht um ein zügelloses Jagen nach Sinneslust, sondern er sieht das Ziel des Menschen im Gewinnen von Lust und im Vermeiden von Unlust - dies nämlich ist für ihn Ausdruck erstrebenswerter Glückseligkeit, wie er in seinen hier vorliegenden Texten und Sentenzen deutlich macht.
Der Philosoph weiß, dass auf Ausschweifungen jeder Art schmerzliche Rückschläge zu folgen pflegen. Insofern muss Vernunft das Streben nach Glück leiten und zügeln. Die Vernunft aber lehrt, dass das eigentliche Glück viel eher in heiterer Beschaulichkeit als in ausgeglichener Ruhe des Geistes zu finden ist.
Folgende Sentenz soll darauf verweisen, was Epikur im Sinn hatte:

An alle Begierden sollten wir die Frage stellen: Was wird mir geschehen, wenn erfüllt wird, was ich begehre und was, wenn es nicht erfüllt wird?

Epikur rät zurückgezogen zu leben und sich darüber im Klaren zu werden, dass man keine Angst vor der Gottheit zu haben brauche, dass der Tod Empfindungslosigkeit bedeute, Gutes leicht zu beschaffen und das Schlimme einfach zu ertragen sei, wenn man sich seine Philosophie zu eigen gemacht habe.

Empfehlenswert.
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Der griechische Philosoph Epikur wurde auf der Insel Samos geboren und starb in Athen (ca.342-271 v.Chr.). Er sieht das Glück des Einzelnen als entscheidend an. Glück sieht er im gemeinsamen Philosophieren (symphilosophein), in der Freundschaft (philia) und in der Lust als Schmerzlosigkeit (aponia). Unter Lust versteht Epikur dass wir nicht unter körperlichen Schmerzen leiden und seelisch nicht in Unruhe sind. Als Ursprung von all dem und das größte Gut ist für ihn die Vernunft, denn aus ihr stammen alle Tugenden.

Wie man glücklich lebt dazu gibt er kurze zeitlose Ratschläge, die man auch heute noch berücksichtigen kann:

"Der edle Mensch befasst sich hauptsächlich mit Philosophie und Freundschaft; diese ist ein vergängliches, jene aber ein unsterbliches Gut." S.65

"Wer die innere Ruhe besitzt, fällt weder sich noch einem anderen zur Last." S.40

"Naturgemäße Gerechtigkeit ist eine Übereinkunft über das Nützliche in der Absicht, einander keinen Schaden zuzufügen und selbst keinen Schaden zu erleiden." S57

"Wer den morgigen Tag am wenigsten braucht, geht mit größter Freude in ihn hinein." S.56

"Die Politik soll man meiden als Beeinträchtigung und Ruin des Glücks." S.62

"Die Grenze für seelisches Leid ist ihre Vernichtung, ihr Untergang und ihre Auflösung ins Nichts." S.53

"Denn es gibt für den, der richtig begriffen hat, dass nichts Furchtbares darin liegt, nicht zu leben, im Leben nichts Furchtbares." S.49
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