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60 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bilder zwischen Kunstgeschichte und Philosophie
In loser chronologischer Abfolge stellt Umberto Eco ein kunstgeschichtliches Kapitel nach das andere, beginnend mit dem griechischen Altertum. Dieser Aufbau ermöglicht freilich einen annähernd historischen Aufbau von der Antike zur Postmoderne, um mit Fragen zu Kunst, Schönheit und Medien am Übergang zum 21. Jahrhundert abzuschließen...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2004 von WoMo

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel zu großer Abriss, der nur an der Oberfläche kratzen kann
Ich bin enttäuscht, von Eco hätte ich weit mehr erwartet. Den Leser erwartet ein ambitionierter, nein, utopischer Versuch, alles Schöne der Welt und der vorangegangenen Epochen in einem Buch zusammen zu fassen. Die Ansätze sind dabei durchaus schlüssig, er arbeitet sich von der Antike in die Neuzeit vor, geht sowohl auf Proportion und Licht ein,...
Vor 5 Monaten von Bücherhunger veröffentlicht


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60 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bilder zwischen Kunstgeschichte und Philosophie, 4. Oktober 2004
In loser chronologischer Abfolge stellt Umberto Eco ein kunstgeschichtliches Kapitel nach das andere, beginnend mit dem griechischen Altertum. Dieser Aufbau ermöglicht freilich einen annähernd historischen Aufbau von der Antike zur Postmoderne, um mit Fragen zu Kunst, Schönheit und Medien am Übergang zum 21. Jahrhundert abzuschließen. Gleichzeitig birgt sich eine Gefahr darin: vieles, was zur Antike passt, z.B. pythagoreische Zahlensymbolik, könnte genauso gut in der Mitte des Buches stehen, wo es um die Renaissance geht.
Manchmal scheinen auch naturwissenschaftlich-technische Überlegungen die Grundlage für ein Kapitel zu sein (wenn es um neue Färbematerialien geht oder um neue Abbildungsperspektiven), zuweilen ist die kunstgeschichtliche Darstellung wiederum stärker philosophisch-theologisch geprägt (z.B. bei der "schönen" Darstellung des Hässlichen, wie bei H. Bosch). Diese Durchmischung unter der Klammer der historischen Abfolge ist vielleicht nicht ideal, entspricht aber eher dem gewohnten Denken in Epochen als ein rein thematischer Aufbau (Licht - Proportion - Personendarstellung - Umgang mit Natur usw.).
Die Texte sind in Verbindung mit reichhaltiger Illustration gut lesbar und in angenehmer Weise nicht wissenschaftlich, dennoch freilich fundiert und akademischer Qualität entsprechend.
Ecos Werk über die Schönheit spiegelt auch die Vorliebe des Autors für das Mittelalter wieder und steht in guter Tradition zu vielen seiner bisherigen Schriften, zu seinen semiotischen Studien und zu Überlegungen, die beispielsweise im Namen der Rose über das Portal zur Klosterkirche angestellt werden - ohne sich direkt auf diese Bücher zu beziehen, denn nur so bleibt das neue Buch zur Geschichte der Schönheit auch für sich verständlich und empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel zu großer Abriss, der nur an der Oberfläche kratzen kann, 29. Juni 2014
Ich bin enttäuscht, von Eco hätte ich weit mehr erwartet. Den Leser erwartet ein ambitionierter, nein, utopischer Versuch, alles Schöne der Welt und der vorangegangenen Epochen in einem Buch zusammen zu fassen. Die Ansätze sind dabei durchaus schlüssig, er arbeitet sich von der Antike in die Neuzeit vor, geht sowohl auf Proportion und Licht ein, aber:
Er beschränkt sich dabei nicht auf wenige Disziplinen, wie Malerei oder Architektur oder Kunst generell, sondern versucht einen Rundumschlag - und scheitert dabei. Das Schöne, das Gute, das Tugendhafte, das Angenehme, das Erstrebenswerte, das Antlitz der Frau, die Musik, die Mathematik, die Literatur, die Vernunft, die Maschinen (!?), biblische Darstellungen werden kurz angeschnitten, dabei schweift Eco oft ab und die Kapitel enden zum Teil nach einer halben (!?) Seite nach dem Einführungsblabla genau an jenen Stelle, wo der Leser denken würde: Nun wird es interessant. Was ist denn nun eigentlich schön? Warum wandelt sich die Vorstellung, von dem, was als schön empfunden wird?
Dieses Buch kratzt leider nur an der Oberfläche, präsentiert sich wohl als Kanon im Hinblick auf ein so mächtiges Thema, das unbedingt nach einer Eingrenzung verlangt. Ich bin wirklich enttäuscht, das Buch ist weder wissenschaftlich noch sehr unterhaltsam. Die Abbildungen sind gut und es gibt auch genügend Primärtexte und Hintergrundmaterial (die allein die Dicke des Buches ausmachen, den reinen Textteil könnte man auf 20 Seiten beschränken - leider. Ich bin immernoch so schlau wie vorher und das Buch hat mir keinerlei Anregungen oder Impulse gelifert, schade. Auch das Buch "Die Geschichte der Hässlichkeit" leidet unter dem selben Mangel, wie ich finde. Vielleicht ist es auch genau das, was den Versuch so utopisch aussehen lässt: die als Dichotomie auftretende Einheit schön/hässlich voneinander getrennt zu behandeln. Was wohl dahinter steckt? Womöglich Marketing.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schöne erfreut Augen , Herz und Verstand! ( 25.11.04), 5. Januar 2007
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Schönheit (Taschenbuch)
Umberto Ecos Buch über die " Geschichte der Schönheit" ist ein trostspendender Begleiter durch düstere Spätherbst- und Wintertage, nicht zuletzt, weil Schönheit, wie man seit dem Mittelalter weiß, auch etwas mit Farben und Helligkeit und damit einhergehender Leuchtkraft zu tun hat.

Der Autor befasst sich mit dem Begriff " Schönheit" innerhalb der bildenden Künste, der Malerei, der Architektur sowie des Industriedesigns und vieler , vieler anderer Bereiche. Dabei lässt er kluge Geister der Antike , der Renaissance, der Aufklärung und anderer Epochen zu Wort kommen.

Philosophen, Schriftsteller, Dichter und Troubadoure beschreiben und besingen das Schöne, doch keiner bringt es so sehr auf den Punkt wie Salomo( 10.Jh.v.Chr.) in seinem " Hohelied"! Ganz wunderbar!

Was meinten die Vorsokratiker zu diesem Thema und was der Philosoph Platon?

Zu welchen Denkergebnissen gelangten in der Folge die nüchternen Römer?

Eco sagt es den Lesern.

Das Buch ist reich bebildert und ein Fest für die Augen!

So kann man die schöne " Lucrezia Panciatichi" und das vollendet schöne Anlitz Albrecht Dürers( Selbstbildnis mit Pelzrock) bewundern, aber auch abstrakte Formen des Schönen bestaunen.

Man wird mit dem " Goldenen Schnitt" wie auch dem harmonischen Quadrat vertraut gemacht und erhält eine Idee von der Schönheit der Zahlen. Auf Zahlen lässt sich mithin alles zurückführen und sie bilden die Grundvoraussetzung so genannter Sphärenmusik.

Was ist schön?

Kann man Schönheit überhaupt definieren oder ist sie am Ende subjektiv, wie David Hume konstatiert?

All die Paläste, die wohlgestalteten Bauten, formvollendeten Skulpturen, auch das Industriedesign sind nicht zuletzt Ergebnisse des Strebens nach dem Schönen in irgendeiner Form.

Während die Romantiker glaubten, dass aus dem Schönen das Wahre hervorgehe, stellte Hegel hochinteressante Reflexionen zur schönen Seele an und Kant meinte , dass schön sei, was ohne Interesse gefällt!

Alle bestaunten , rätselten und definierten. Dies hat sich auch in der Mediengesellschaft nicht geändert.

Im Grunde personifizieren der junge Marlon Brando und der nicht mehr ganz so junge George Clooney, wie auch die göttliche Greta Garbo gedankliche Schönheitsmodelle. Sie sind sozusagen eine überzeugende Antwort auf die immerwährende Frage: Was ist schön?

Eine himmlische Lektüre, die man überhaupt nicht mehr aus der Hand legen möchte!

Die Farben im Stundenbuch des Duc de Berry, auch die Glasfenster der Kathedrale von Chatres und die Bilder aus dem Codex Manesse, welch eine Augenweide!

Wenn schön das ist, was Auge, Herz und Verstand gleichzeitig erfreut , kann Ecos " Geschichte der Schönheit" wohl als wirklich gelungener Beitrag zu diesem Thema bezeichnet werden.

Sehr empfehlenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was schön ist..., 25. September 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Eigentlich hätte Eco auch gleich eine Kulturgeschichte schreiben können. Aber Kulturgeschichten der Menschheit gibt es ja schon so viele und auch noch so gute, so dass es schwer ist, hier etwas neues zu schaffen. Dabei würde man gerade Umberto Eco zutrauen, auf diesem Gebiet hier seine Vorgänger zu übertreffen. Schließlich gilt er nicht nur als ausgewiesener Kenner der Geschichte, sondern hat diese auch noch in einige sehr spannende und erfolgreiche Romane umgesetzt. Gerade er würde hier sicher einige neue Perspektiven liefern können. Doch wenn man etwas kann, muss man es dann auch tun? Und so lag es für Eco wohl nahe, Bewährtes diesmal anders zu machen statt einfach nur besser. Aber ist vielleicht ist es ja wirklich spannender, originell zu sein statt einfach nur gut.

Also hat es sich Eco durch die Wahl eines anderen Formats etwas einfacher gemacht. Was unser Zeitalter von anderen Epochen unterscheidet, ist vielleicht wirklich die Sucht unserer Gesellschaft nach der schönen, glatten, verkaufbaren Oberfläche, nach einem durchaus optisch geprägten Schönheitsbegriff. Warum also nicht genau darüber schreiben, die Texte dann eher kurz halten und das Ganze dann noch mit vielen Abbildungen und Zitaten garnieren? Ein Buch über Schönheit lässt sich doch viel einfacher herstellen und auch verkaufen als eine weitere Kulturgeschichte der Menschheit. Der Verlag war bestimmt glücklich über diese Idee. Und das mit der Recherche kann man dann vielleicht sogar einem Assistenten übertragen.

Das Buch, das so entstanden ist, entspricht auch genau diesem Konzept. Die Sammlung der Kunstwerke und Auszügen aus der Weltliteratur ist wirklich eindrucksvoll. Die im Vergleich dazu recht kurzen Texte von Eco gehen darin fast etwas unter. Aber natürlich gibt es auch hier einige kluge Einsichten zu finden, darunter auch die immer wieder wiederholte Tatsache, dass sich die Kriterien der Schönheit im Lauf der Zeit verwandeln. Eco sagt hier viel Kluges, wenn auch wenig Neues. Sinnvollerweise ist das ganze dann auch grob nach Epochen gegliedert - wie eine Kulturgeschichte eben. Was mich an dem Buch allerdings etwas stört ist - neben dem für viele Abbildungen etwas zu kleinen Format - der Eindruck, dass das sinnliche Erleben von Schönheit hier etwas zu kurz kommt. Das Buch wirkt oft kalt, etwas zu akademisch und verkopft. Schönheit hat für mich etwas mit Sinnlichkeit zu tun. Ich will es einmal so erklären:

"In einem Hotel sah ich eine junge Kellnerin, mit blassem Gesicht, klein, zu schlank für eine Frau, mit aschblondem Haar, das sie zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden hatte. Sie trug eine Brille, die ihre grauen Augen verbarg. Doch als sie mich sah, lächelte sie mich an, vielleicht ein Sekunde länger, als es üblich war. Und als sie das tat und sich auch von mir nicht abwandte, als unsere Blicke sich trafen, erinnerte ich mich, dass dieselbe Kellnerin vor einem Jahr beim letzten Besuch des Hotels genauso gelächelt hatte. Als sie sich schließlich doch umdrehte und den Tisch verließ, merkte ich noch, dass sie in ihren Bewegungen etwas mit der wunderbaren Studentin gemeinsam hatte, in die ich im Lauf des letzten Jahres so erfolglos verliebt war. In diesem Augenblick überwältigte mich die Schönheit und ich fand keine Worte."

Worte findet Eco dagegen immer. Leider.
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33 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen enttäuschte Erwartungen - miese Übersetzung, schlechter Text, 8. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Schönheit (Taschenbuch)
Voller Erwartungen habe ich dieses Buch in die Hände genommen. Die großartige Aufmachung, das spannende Thema, der herausragende Autor - das muss einfach ein großartiges Buch ergeben.
Aber weit gefehlt. Selten wurde ich von einem Buch derartig geschockt. Ein unerträglicher Text, eine unfassbar technokratische Übersetzung, ein unlesbares Konglomerat an Wissenschaftsfloskeln. Sätze mit sieben oder gar zehn Kommata sind keine Seltenheit. Es wimmelt an Füllworten, Plattitüden, unnötigen Adjektiven - und immer wieder (pseudo-)wissenschaftliches Gestelz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der große Literat und Feingeist Eco ein derartiges Gestammel verfasst haben könnte.

Es gibt sehr viele Fachbücher, die man mit Wissensgewinn und Genuss lesen kann. Dieses Buch gehört leider nicht dazu. Der Text ist derartig verwirkt, dass ein angenehmes Lesen nicht mehr möglich ist. Ein Buch von Eco ohne Sprachästhetik - das glaubt eigentlich kein Mensch (und die Verkaufszahlen sprechen offensichtlich auch dagegen). Der Text erweckt den Anschein einer mäßigen Magisterarbeit oder einer Dissertation von "Professors Liebling" - gewollt und nicht gekonnt. Es bereitet mir immer wieder erneut Schmerzen, das eigentlich wunderbare Buch in die Hände zu nehmen. Es bleibt ein schönes Bilderbuch - mehr nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der Antike bis zur Gegenwart, 1. November 2010
Von 
Spacetime Traveler ("Castle of Glass" behind the Milky Way) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Schönheit (Taschenbuch)
Der bekannte Erfolgsautor und Professor für Semiotik Umberto Eco gibt in seinem Werk einen Abriss über die verschiedenen Gesichter der Schönheit von der Antike bis zur Gegenwart. Eco geht von dem Prinzip aus, dass Schönheit nichts Absolutes und Unveränderliches ist. Beginnend mit dem ästhetischen Ideal Griechenlands, spannt Eco einen Bogen über zahlreiche große Werke der Bildhauerei, Malerei, Architektur, Literatur und Philosophie, bis in die Neuzeit zur Avantgarde und den provozierenden Arbeiten von Andy Warhol.

Wir beurteilen etwas als schön, wenn es wohlproportioniert ist. Pythagoras untersuchte die mathematischen Beziehungen in der Musik, die Proportionen der Intervalle und die Beziehung zwischen der Länge einer Saite und der Tonhöhe. Aber nicht nur in der Musik spielen Proportionen eine große Rolle, sondern auch in der Architektur, z.B. bei den Abständen zwischen den Säulen der Bauwerke und bei der Gliederung der verschiedenen Teile der Fassaden.

Im 15. Jahrhundert führten die Entdeckung der Perspektive in Italien, die Einführung neuer Maltechniken in Flandern, der Einfluss des Neoplatonismus und der von dem Dominikaner Savonarola ausgehende Mystizismus dazu, dass Schönheit auf zwei unterschiedliche Weisen verstanden werden kann. Man kann die Natur nachahmen oder versuchen, die übersinnliche Realität zu verstehen und künstlerisch zum Ausdruck zu bringen. Die rätselhafte Schönheit von Leonardo da Vincis Frauengesichtern findet hier ihre Erklärung.

Ist Schönheit eine Qualität des Objekts? Im 18. Jahrhundert bildete sich eine neue Auffassung vom Schönen heraus. Das Subjektive trat in den Vordergrund und der Fokus lag auf der Wahrnehmung. Das, was schön ist, definiert sich durch die Art und Weise, in der wir es erfahren. Daneben existiert etwas, vor dessen Darstellung unsere physische Natur ihrer eigenen Grenzen gewahr wird, nämlich das Erhabene. Für Kant ist es der Sternenhimmel, der das Erhabene zum Ausdruck bringt.

Was sind die Merkmale der Schönheit des 20. Jahrhunderts? Für die Beantwortung dieser Frage fehlt uns die zeitliche Distanz. Der Hang zum künstlerischen Experiment manifestiert sich im Kubismus, Expressionismus und Surrealismus. Die Kunst nimmt sich nicht mehr vor, ein Bild der natürlichen Schönheit zu liefern. Sie will lehren, die Welt mit anderen Augen zu deuten. Und genau damit reflektiert sie die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften, die längst ein Bild der Wirklichkeit zeichnen, das nicht mehr verstanden werden kann.

Das Buch ist thematisch aufgebaut und enthält reichhaltige Illustrationen. Es beinhaltet eine umfassende Beschreibung der Geschichte der Schönheit, deutlich gemacht anhand der Werke von Künstlern der Weltgeschichte. Die Beschreibungen sind gegliedert in durchgehende Texte für die Schnellübersicht sowie kleingedruckte Detailbeschreibungen. In der Summe handelt es sich um ein informatives Kompendium für eine breite Leserschaft. Der Aufbau des Werkes in siebzehn abgeschlossene Kapitel erlaubt es, einzelne Bereiche gezielt herauszugreifen.
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5.0 von 5 Sternen Ein unterhaltsamer Begleiter, der wunderbar zu einem Glas Rotwein passt., 11. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Schönheit (Taschenbuch)
Beim ersten Blättern entdeckt der Leser berühmte Gemälde, erinnert sich an vergangene Museumsbesuche und erfreut sich an der Farbenfrische der zahlreichen Bilder. Neugierig wandelt der Leser fast 440 Seiten lang auf Europas Spuren der Schönheit - in Malerei, Literatur, Architektur und sogar der Mathematik. Angefangen bei den Griechen und den Überlieferungen ihrer Philosophen, bis zum Schönheitsideal der Moderne, zeigt Eco, was einst schön war, sich bis heute seine Schönheit bewahrte oder verlor. Ecos Schreibe ist ein Genuss; aber der Leser sollte etwas anderes erwarten, als er es von ihm aus dem Roman „Der Name der Rose“ gewöhnt ist - hier schreibt der Wissenschaftler Eco. Er seziert die Schönheit aus den Werken einer Epoche und verknüpft sie über die Gattung hinaus so miteinander, dass ein Stimmungsbild jener Zeit entsteht.

Das Buch ist etwas für jeden, der sich einer kühlen und gierigen Welt, einige Stunden entziehen möchte, um das Schöngeistige zu entdecken. Wer das eine oder andere Gemälde einmal im Louvre oder den Uffizien bestaunte, wird sich dabei ertappen, gedanklich in Paris oder Florenz zu sein. Für laue Sommernächte ist „Die Geschichte der Schönheit“ ein unterhaltsamer Begleiter, der wunderbar zu einem Glas Rotwein passt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht nur für Kunstliebhaber, 28. März 2010
Umberto Eco beschreibt mit diesem (Bilder-)Buch den Begriff der Schönheit im Wandel der Zeit.
Die sich verändernden Formen der Schönheit, der Diskurs des Schönen, wird mithilfe zahlreicher farbiger Abbildungen von der klassischen Antike bis zu den Abstraktionen der Gegenwart dargestellt.
Doch Eco beschreibt nicht nur die Schönheit, die sich in den Gemälden berühmter Maler manifestiert, er legt ebenso die Schönheit von Maschinen, der Architektur, ja sogar die von bestimmten naturwissenschaftlichen Phänomenen (z.B. das sog. Apfelbrotmännchen) dar.
Auch wenn man vielleicht vom Text einen etwas fundierteren, weniger wissenschaftlich ausgerichteten Überblick erwarten würde, gibt das Buch eine interessante Einsicht über die sich stets verändernde Sichtweise der Menschen bezüglich das, was sie als "schön" bezeichnen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen hässliches schönes, 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Schönheit (Taschenbuch)
ich habe sowohl die geschichte der hässlichkeit als auch die der schönheit gekauft, gelesen und abgeschrieben. ich werde es verschenken, so ich jemanden finde der es verdient hat diese bücher lesen zu müssen.
mein erstes eco buch war die insel, dann kam die rose und dann das pendel, zwischendurch auch mal ein streichholzbrief. alles war in einer art hervorragend, die sich am besten mit anleihen aus dem hifi-bereich beschreiben lassen. referenzklasse. daran mußte und muß sich jedes andere buch messen. baudolino driftete schon ab ins ... sagen wir gezwungene.
die geschichte der häßlichkeit und die der schönheit hat mich so entäuscht wie eigentlich noch kein buch vorher. meines erachtens hat umberto eco, nach locker 2 flaschen rotwein seminararbeiten seiner studenten aneinandergeflickt und kraft seines namens ein buch daraus gezaubert. wie gesagt, eco ist fuer mich referenzklasse, einer der größten, aber die 2 bücher sind fast schon eine gemeinheit.
lieblos...
eigentlich hätte das eine wort ausgereicht, aber ich habe leider keine zeit mehr den rest zu löschen...
achja... die 3 sterne gibts für die wirklich schöne auswahl an bildern. wenn ihrs fuern 10er bekommt kaufts.
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5.0 von 5 Sternen super interessantes Buch, 27. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Schönheit (Taschenbuch)
eine faszinierende Einführung in die größte Sehnsucht der Menschheit - die vollkommene Schönheit gepaart mit der unvollkommenen Hässlichkeit im Menschsein
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Die Geschichte der Schönheit
Die Geschichte der Schönheit von Umberto Eco (Taschenbuch - 1. November 2006)
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