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131 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diskussions-Anreiz
Professor Spitzer setzt sich in seinem Buch "Vorsicht Bildschirm" mit den negativen Auswirkungen der Bildschirmmedien auf die physische und psychische Gesundheit, die Gewaltbereitschaft und die geistige Leistungsfähigkeit auseinander. Dabei nimmt der Autor eine überaus kritische Haltung gegenüber den neuen Medien ein, insbesondere was die Nutzung durch...
Veröffentlicht am 14. März 2006 von Marion Helmgens M.A.

versus
133 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Beim Fernsehen lernt man sehr wohl
Was ist nur mit Professor Doktor Manfred Spitzer los? Da habe ich jahrelang all seine Bücher gelesen, vieles aus ihnen für mein eigenes Werk verwendet, mich über seine tollen Metaphern und seinen geschliffenen Stil gefreut, ihn sogar ein bisschen bewundert. Und jetzt das! Ein Feldzug gegen das Fernsehen, gegen Computerspiele, gegen das Internet, gegen die...
Veröffentlicht am 2. Februar 2006 von Fuchs Werner Dr


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131 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diskussions-Anreiz, 14. März 2006
Professor Spitzer setzt sich in seinem Buch "Vorsicht Bildschirm" mit den negativen Auswirkungen der Bildschirmmedien auf die physische und psychische Gesundheit, die Gewaltbereitschaft und die geistige Leistungsfähigkeit auseinander. Dabei nimmt der Autor eine überaus kritische Haltung gegenüber den neuen Medien ein, insbesondere was die Nutzung durch kleine Kinder anbelangt. Dieses negative Urteil ist jedoch gründlich recherchiert und durch empirische Studien wissenschaftlich belegt. Erfreulicherweise belässt es der Autor nicht bei einer fundierten Darstellung der negativen Auswirkungen der Bildschirmmedien, sondern zieht auch Konsequenzen und gibt Hinweise zur Abhilfe beziehungsweise Abmilderung dieser Folgen. Entgegen der gängigen Meinung, dass es in erster Linie darauf ankommt, was sich Kinder ansehen, vertritt Professor Spitzer die Ansicht, dass Bildschirmmedien auch an sich schädlich sein können. Entsprechend fordert er für kleine Kinder einen völligen Konsumverzicht und für ältere Kinder und Jugendliche eine sorgfältige Kontrolle der Inhalte und der Konsumzeit.
In sieben Kapiteln - neben der Einleitung - setzt sich der Autor mit folgenden Themen auseinander: Körperliche Gesundheit, Erfahrung und Aufmerksamkeit, Gehirnentwicklung und Werbung, Leistung in der Schule, Gewalt im Fernsehen, Computer- und Videospiele und was man gegen die Nebenwirkungen tun kann. Hintergrundinformationen zur empirischen Forschung sind bei Bedarf eingefügt und runden das Buch zu einem insgesamt sehr fundierten Werk ab.
An einigen Stellen ist die Auseinandersetzung Spitzers leider recht polemisch und provokativ ausgefallen (z.B. Powerpointkritik). Diese Passagen machen es für mich ein Stück weit nachvollziehbar, warum der Autor insbesondere bei Medienpädagog/inn/en auf große Ablehnung stößt: Statt wachzurütteln ruft er bei diesem Personenkreis Widerstand hervor. Dabei hätte Professor Spitzer es bei den angeführten Daten gar nicht nötig, zu derartigen Formulierungen zu greifen, um zum Nachdenken anzuregen.
Da der Autor in den Aussagen, die ich für wesentlich halte, gerade auch für Erziehungswissenschaftler/inn/en gute Argumente und wichtige Botschaften enthält, finde ich es sehr bedauerlich, dass das Werk pauschal verworfen wird. Ich halte das Buch unter dem Strich sowohl für die Pädagogik relevant als auch einer ganzheitlichen Perspektive dienlich - nämlich als sinnvolle Ergänzung einer sozialen Ausrichtung der Erziehungswissenschaft. Das Argument, Neurophysiologie, Naturwissenschaften und Empirie vertreten per se keine ganzheitlichen Ansätze, halte ich hier nicht für stichhaltig, um diese Ansätze im Namen der Ganzheitlichkeit gänzlich auszublenden. Hier scheinen mir teilweise ideologisch verhärtete Fronten zu herrschen, die ich bedauere und die der Wissenschaft, Fortschritt und Ganzheitlichkeit aus meiner Sicht nicht dienlich sein können, weil ich bei der aktuellen Situation der Wissenschaften gerade durch interdisziplinäre Perspektiven neue Erkenntnisse und Innovationen erwarte.
Mein Fazit für die Pädagogik lautet: Über den eigenen Schatten springen und kritisch lesen, wo Professor Spitzer über die Wissenschaft hinausschießt. Und ferner möchte ich den Leser/inne/n zu bedenken geben, dass es in verhärteten Situationen manchmal nur etwas bewegen lässt, wenn es jemand wagt, auch einmal wertend zu werden, statt sich ausschließlich brav auf sachlichen und nüchternen Pfaden zu bewegen. In diesem Sinne: Lassen Sie sich ruhig provozieren!
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133 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Beim Fernsehen lernt man sehr wohl, 2. Februar 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Was ist nur mit Professor Doktor Manfred Spitzer los? Da habe ich jahrelang all seine Bücher gelesen, vieles aus ihnen für mein eigenes Werk verwendet, mich über seine tollen Metaphern und seinen geschliffenen Stil gefreut, ihn sogar ein bisschen bewundert. Und jetzt das! Ein Feldzug gegen das Fernsehen, gegen Computerspiele, gegen das Internet, gegen die Kultur des 21. Jahrhunderts. Nicht dass mich Kampfeshandlungen und Heldentum stören. Aber wenn Feldzüge gegen den Verfall von Sitten und Moral mit unmoralischen Mitteln geführt werden, werde ich selber zum Moralisten. Was den ärztlichen Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm und Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen plötzlich dazu verleitet, Andersdenkende mit dümmlichen und rufschädigenden Verbalattacken anzugreifen, ist mir schleierhaft. Ferndiagnosen sind auch nicht mein Ding. Aber zu meinen Anliegen gehört es, Erkenntnisse der Hirnforschung einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Und zwar in einer Form, die auf Respekt und Würde basiert. Von dieser Form hält Kollege Spitzer in seinem neuen Buch so wenig, dass auch der Inhalt zerfällt. Selbst der gute.
Verlag und Autor streichen lustvoll heraus, dass Spitzers Glaubensmodell auf den neusten Erkenntnissen der Gehirnforschung beruht. Nun ist „neu" allerdings noch lange kein Qualitätssiegel, sondern heisst einfach nur „neu". Und ebenso geringe Beweiskraft hat das Wort „Studie". Die von Manfred Spitzer gerne zitierte Neuseelandstudie hat etwa so viel wissenschaftliche Gültigkeit wie die Persönlichkeitstests in Frauenmagazinen. Als neurologisch bewanderter Autor weiss Manfred Spitzer bestens, dass aus Unsinn Sinn werden kann, wenn er genügend wiederholt wird. Also reihen sich Studie an Studie, Schreckensnachrichten an Schreckensnachrichten. Und das Spiel mit der Angst wirkt immer.
Kein vernünftiger Mensch bestreitet, dass Gewaltdarstellungen in Überdosis auf Dauer nicht gut tun. Aber von einem Wissenschaftler darf man erwarten, differenzierter zu argumentieren, als dies Manfred Spitzer in seinem neusten Buch vorführt. So wie er auf 300 Seiten (1. Band!) der Welt ins Gewissen redet, wird er den Applaus der Kulturpessimisten, Lehrerschaften und Spieltherapeuten locker erhalten. Doch in mir wecken so laute Aufrufe zu Verboten eine Abwehrhaltung, die eher zu Trotzhandlungen führen. Möglich dass es ausgerechnet auch denen so geht, die Manfred Spitzer eigentlich erreichen will.
Mein Fazit: Wer mit gewaltigen Verbalattacken gegen Gewalt predigt, kommt bei mir nicht an. Und wer als Wissenschaftler so fahrig zwischen persönlichen Weltbildern und empirischen Aussagen unterscheidet, weckt gehörige Skepsis. Manfred Spitzer verwechselt in seinem Übereifer Hammer und Nagel. Medien statt Inhalte zu verdammen, hat eine lange Tradition, die der Professor aus Ulm leider wieder aufnimmt. Mal sehen, was noch kommt.
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63 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Dosis macht's, 10. August 2005
Von 
Regina Lindhoff (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Prof. Manfred Spitzer spricht es aus: Klar, deutlich und unmissverständlich warnt er vor jeder Art Bildschirm, ob Fernseher, Computer oder Gameboy. Denn bei einem Zuviel vor dem Bildschirm drohen langfristige Folgen: Aufmerksamkeits- Sprach-, Lese- und Schreibstörungen; zunehmende Gewalt in der Gesellschaft; Übergewicht und 40.000 Tote jährlich aufgrund falscher Lebensgewohnheiten allein in Deutschland.
Übertreibung? Panikmache? Graue Theorie? Keineswegs. Eine umfassende Kenntnis von Studien aus den USA und europäischen Ländern, aber auch eigene wissenschaftliche Erkenntnisse und Beobachtungen fundieren, was Prof. Spitzer zu sagen hat - glaubwürdig, kompetent und auch für den wissenschaftlichen Laien leicht nachvollziehbar. Einleuchtende Beispiele und Vergleiche zeigen, dass Eltern - wenn schon Bildschirm - auf das „Wieviel" und das „Was" unbedingt achten sollten. Denn die Dosis macht's: Weniger ist mehr.
Als billige Babysitter dürfen Fernsehen, Computer & Co. demnach keinesfalls fungieren. Alltag mit Kind(ern) ist zwar nicht immer einfach und Zeit ist häufig Mangelware. Aber schon angesichts der Erkenntnisse von Prof. Spitzer und zahlreichen seiner Kollegen kann stundenlanges Sitzen der Kinder vor dem Bildschirm nicht einfach üblich, unvermeidlich oder gar erwünscht sein.
Der Autor selbst hofft, dass er mit seinen folgerichtigen Prognosen Unrecht hat. Denn dann hätte das Buch seinen Sinn erfüllt und dazu beigetragen, die negativen Folgen übermäßigen Bildschirmkonsums zumindest abzuschwächen. Mit dem Buch startet die Schriftenreihe „Transfer ins Leben" des ZNL - Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Ulm. Die Reihe will wissenschaftlichen Erkenntnissen den Weg zur konkreten Anwendung bahnen.
Fazit: Ein wichtiges Buch, das eigentlich alle, die Kinder beim Aufwachsen begleiten, einmal gelesen haben sollten. Und Kinder können so wunderbar kreativ sein - wenn man ihnen die Gelegenheit dazu lässt.
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121 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch über u.a. "Nebenwirkungen" des Fernsehens, 25. Januar 2005
Von Ein Kunde
Wie Manfred Spitzer schon in seinem Vorwort schreibt, hatte er anfangs „nur" die Idee, ein Buch über die Auswirkungen gewalttätiger Videospiele und Fernsehsendungen zu schreiben. Nach ausgiebigerem Befassen mit dem Thema wurde ihm jedoch klar, dass es das allein nicht tut. Und so entstand ein insgesamt 284 Seiten dickes Werk, welches sich ausgiebig mit auch nur jedem kleinsten Aspekt der negativen Auswirkungen von modernen, elektronischen Medien auseinandersetzt.
Wen der Titel „Vorsicht Bildschirm!" nicht anspricht und sich darunter nur einen (wie es die lokale Zeitung einst ausdrückte) „weiteren Professor, der vergebens gegen die Medienindustrie wettert" vorstellt, der irrt. Es handelt sich bei dem Buch NICHT um eine, langatmige, trocken formulierte und sehr geradlinige, fast 300 Seiten lange Argumentation, die schließlich darauf hinausläuft, dass irgendein durchgeknallter, verbitterter (wieso nicht auch noch sexuell frustrierter?) Wissenschaftler seinen Punkt macht (oder vergebens zu machen versucht). Vielmehr führt „Vorsicht Bildschirm!", locker geschrieben und leicht verständlich, erst einmal die Komplexität des Themas vor, um später sehr eindeutig und wissenschaftlich fundiert zu zeigen, wieso die Meinung des Autors eigentlich logischerweise nur die einzige Meinung sein kann.
Diese Meinung äußert sich schon im Titel eindeutig negativ gegenüber dem Bildschirm, sonst würde das Buch vielleicht „Bildschirm -Freund oder Feind?" oder „Stupid White Men" heißen. Dies sollte jedoch den zunächst positiv gestimmten Leser gegenüber Gameboy und Co. nicht abschrecken. Gerade für die ist es Buch besonders interessant, da man ja bekanntlich seinen Feind gut kennen sollte, um ihm dann (meinetwegen in einer Diskussion) gegenüberzutreten (nebenbei tat dieses „die-Argumentation-des-Feindes-kennenlernen" auch Spitzer, welcher mehrmals aus dem Buch „The case FOR tv-violence" zitiert).
Die einzigen Mängel des Buchs liegen in dessen häufigen und zum Teil zu ausführlichen Beschreibens wissenschaftlicher Studien, welche letzten Endes eh immer nur einmal mehr die Meinung des Autors bekräftigen. Jedoch ist es auch wieder wichtig, dass der Autor seine Aussage belegen muss, sonst kommt später wieder irgendeiner dahergelaufen, der meint Manfred Spitzer würde „aus heiterem Himmel Argumentieren" und die Schlussfolgerungen seien „an den Haaren herbeigezogen", insofern kann man über diesen negativen Aspekt getrost hinweg sehen, denn er wird mit einem (anders wie bei Micheal Moore und co.) wissenschaftlich fundierten und trotzdem witzigen (siehe zum Beispiel S. 147/148) Buch mehr als nur wieder ausgeglichen.
Verstehen sie mich nicht falsch. Ich mag Micheal Moore und der Film „Bowling for Columbine" gehört meiner Meinung nach zu den besten überhaupt, jedoch störte mich an ihm, dass er mit den Worten „Ist es nicht toll, ein Amerikaner zu sein?" endet.
In „Vorsicht Bildschirm!" hingegen wird in dem letzten und auch längstem Kapitel „Was tun?" noch mal knapp zum besseren Verständnis des Lesers der vorherige Inhalt zusammengefasst, um dann auf, von dem Autor für möglich gehaltene, Lösungen des Problems, wie zum Beispiel eine Art „Gewaltsteuer", hinzuweisen.
Nach dem Lesen des Buches ist hoffent- und sicherlich jedem Leser (bzw. Zweifler) klar, wieso Horrorfilme, wie „The Ring" oder Ballerspiele, wie „Resident Evil", dessen Inhalt es in diesem Falle zum Beispiel ist, Zombies abzumezeln, langfristig gesehen schädlich sind. Wir können und dürfen nicht länger zusehen!
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27 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "wissenschaftliche" Hasspredigt, 31. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft (Taschenbuch)
In dem Buch "Vorsicht Bildschirm!" führt der Autor unter dem Anstrich der Neurowissenschaft einen Privatfeldzug gegen sämtliche Bildschirmmedien, der keineswegs "eindeutig statistisch" abgesichert ist. Dabei konstruiert er nach Belieben unhaltbare Kausalketten im Stile von: Fernsehen macht dick -> dick sein verursacht Gefäßkrankheiten = 20.000 Tote pro Jahr durch Fernsehen. Schlussfolgerungen dieser Art lassen sich auch für das Ablecken von Joghurtdeckeln oder Elektrosmog mühelos herbeizaubern.

Bereits bei der Diabolisierung von "Power Point" im Vorwort ist es offensichtlich, dass der Autor seine Aggressionen beinhahe reflexionslos in Form einer pseudowissenschaftlichen Abhandlung loslässt. Das gesamte Buch wird von dem drängenden Wunsch Spitzers getragen, den Eintritt ins ditale Zeitalter doch bitteschön wieder rückgängig machen zu können. Sämtliche Bildschirmmedien werden dabei als Quellen jeglichen Leids ohne jeden Nutzen dargestellt, zu deren Verbannung aus den Wohnzimmern und Schulen er aufruft. So etwas undifferenziertes habe ich meinen Lebtag noch nicht gelesen. Oder würde ein echter Forscher sich zu solchen Aussagen hinreißen lassen: "Bildschirmmedien machen dick, dumm und führen zu Mord und Totschlag"? Auch die Aussage, die US-Armee rekrutiere Kinder mittels Egoshootern und habe ihre Soldaten mit "Doom" trainiert, kann getrost als paranoid bezeichnet werden.

An den letztendlich entscheidenden Stellen werden dem Leser monokausale Erklärungen à la "Killerspiele führen zu Amokläufen" präsentiert, danach folgt ein Satz mit "eindeutig nachgewiesen" ohne Literaturverweis. Ich werde nie wieder eine Schrift des Autors anfassen!
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5.0 von 5 Sternen Inhalt hält, was der Titel verspricht! Ein Buch das aufrütteln soll., 28. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft (Taschenbuch)
Hier schreibt ein Wissenschaftler und mehrfacher Vater detailliert über die Gefahren von TV Konsum und Internetspielen in unserer heutigen Gesellschaft. Er führt zahlreiche Studien an, die eine gefährliche Richtung zu Gewalt, Verrohung und Hemmung der geistigen Entwicklung und Einübung bestimmter Verhaltensmuster aufzeigen. Viele internationale Beispiele und recherchierte Fakten erläutern den jetzigen leichtfertigen Umgang mit dem medialen Konsum von Kindern und Erwachsenen und die Konsequenzen für die ganze Gesellschaft, die er statistisch schon eindrucksvoll belegen kann.

Das Buch ist allerdings nicht nur eine Warnung, sondern zeigt auch Wege auf, wie jeder einzelne und die Gesellschaft für eine bewußte Nutzung der Medien eintreten kann und vor allem Kinder und junge Menschen vor der eigenen natürlichen Neugier schutzen kann und muß.

Unbedingt lesenswert für Pädagogen, Erzieher, Lehrer und Eltern, mit vielen Argumenten gegen die mediale Verführung schon im Kinderzimmer
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52 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbeding lesen!, 13. September 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Gegensatz zu so manchem anderen, auch in meinem beruflichen Umfeld, hat mir (ich bin Lehrer, in der Lehrerausbildung tätig und Medienbeauftragter an Schule und Studienseminar) dieses Buch eine Menge zu denken gegeben.
Spitzer, der in der Tat sehr populär, aber nicht populistisch (!!) schreibt (und jede Aussage durch reichlich Quellen belegt), hat hier Erkenntnisse zusammengetragen, die sicherlich von Medienpädagogen nicht gern gelesen werden (siehe Rezension "Populistische Panikmache!" vom 23. April 2005 von sstradtman). Der Medienpädagoge hätte ja keine Chance zu arbeiten und zu publizieren, gäbe es diese Medien nicht. (Übrigens: dazu nimmt Spitzer sehr wohl Stellung!)
Spitzer jedoch zeigt, was Bildschirmmedien vor allem bei (Klein-)Kindern (!) anrichten. Ein Buch, das gerade "Medienpädagogen" zum Nachdenken anregen sollte, wollen sie wirklich "pädagogisch" arbeiten!
Ich finde es schon bedenkenswert, dieses Buch herunterzumachen, obwohl reichlich Fakten und Indizien vorliegen, die zumindest (DAS sollte man von denkenden Lesern schon erwarten dürfen) zum Nachdenken anregen sollten. Wenn es um mögliche Gefahren von Atomkraftwerken geht, von Terrorgruppen oder nur offenen städtischen Brunnen, dann sind sehr viele desselben Personenkreises, der dieses Buch populistisch nennt, schnell mit Verboten bei der Hand.
Seltsam nicht?!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Macht Fernsehen dick und krank?, 29. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft (Taschenbuch)
Zitat aus: Nurtureshock

"For a long time, there's been one culprit to blame for our failed efforts: television. Dr. Elizabeth Vandewater at the University of Texas at Austin got fed up with hearing fellow scholars blame it all on television with only weak data to support their claim. 'It's treated as gospel without any evidence,' she grumbled. 'It's just bad science.' Vandewater analyzed the best large dataset available'the Panel Study of Income Dynamics, which has extensively surveyed 8,000 families since 1968. She found that obese kids watch no more television than kids who aren't obese. All the thin kids watch massive amounts of television, too. There was no statistical correlation between obesity and media use, period. 'It's just not the smoking gun we assumed it to be."
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35 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dies Buch schafft es, daß Sie den Fernseher abschaffen, 5. April 2005
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
Manfred Spitzer weist hier hieb- und stichfest anhand von Studien und mit Quellenangaben nach, was wir schon lange ahnen, aber nicht so richtig wahrhaben wollen: Zuviel Fernsehen schädigt Kinder, weil es sich negativ auf deren Gehirnentwicklung auswirkt. Es macht unseren Nachwuchs dick, dumm, unglücklich und aggressiv. Auch das Internet und Videospiele tragen nicht zur positiven Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen bei, wie manche es behaupten.
Dies schreibt jedoch kein müslimampfender Fernsehmuffel, sondern ein Neurologe, der sich auf dem neuesten technischen Stand der Wissenschaft befindet und jedes seiner Argumente durch Studien und Statistiken streng wissenschaftlich belegt. Daß ihm dabei angesichts der Gegenargumente von Lobbyisten bisweilen der Hut hochgeht, und wie er dann diesen Argumenten begegnet, machte die Lektüre seines mitunter grimmigen Buches für mich zu einem besonderen Vergnügen.
Spitzer ist sehr engagiert, und kann sowohl unterhaltsam als auch mit dem entsprechenden Biß über ein ernstes Thema schreiben. Da der Autor selbst Kinder hat und auch von eigenen Erfahrungen mit dem Fernsehen und anderen Bildschirmmedien schreibt, verleiht dies einem Buch etwas Packendes.
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38 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dringend notwendige Veröffentlichung mit kleineren Schwächen, 10. Juli 2006
Von 
Roman Werner (Lübbenau/Spreewald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft (Taschenbuch)
Der Autor, Prof.Dr.Dr. Manfred Spitzer verbindet in diesem Buch sein Wissen aus dem Bereich der Neurowissenschaften mit dem Themenbereich der Mediennutzung.

Wie der Titel des Buches dem Leser nahelegt, möchte Spitzer vor allem auf die möglichen Gefahren von Fernsehen und Internet hinweisen. Das Buch ist schon allein deshalb lesenswert, weil es gegen die in der deutschen Medienpädagogik derzeit vorherrschende, eher verharmlosende Betrachtung von Medien (und die Favorisierung von Studien, die eher zu medienbefürwortenden Ergebnissen gelangen) treffende Argumente liefert, auf die jedoch leider bis jetzt von den entsprechenden Forschern nicht in differenzierter Form eingegangen wurde. Vielmehr werden Bücher, die sich kritisch mit Medien auseinandersetzen von medienpädagogischer Seite nicht berücksichtigt, sondern diese Bücher werden vorschnell als undifferenziert und monokausal abgetan.

Die Aussagen Spitzers in diesem Buch sind allesamt anhand empirischer Studien gestützt, was Spitzers Überzeugungskraft erhöhen dürfte.

Das Buch ist sicherlich für einen breiten Leserkreis interessant, d.h. gleichermaßen für Laien (insbesondere Eltern)wie auch für Wissenschaftler unterschiedlicher Ausrichtung, z.B. Neurowissenschaftler, Erziehungswissenschaftler, Medienwissenschaftler, Mediziner oder allen Personen, die sich beruflich mit Medien befassen.

Auch unabhängig vom Medienthema bietet das Buch eine einfach verständliche Einführung in die Funktionsweise unseres Gehirns, von der aus er seine Argumentation aufbaut, ohne jedoch völlig auf der einseitigen Betrachtungsweise eines Neurowissenschaftlers zu verhaftet zu bleiben.

Im Buch wird auf folgende Themenkomplexe eingegangen: Mediennutzungsdaten, Medien und körperliche Gesundheit, Erfahrungen und Aufmerksamkeit, Gehirnentwicklung und Werbung, Leistungen in der Schule, Gewalt im Fernsehen, Computer- und Videospiele, Was tun?.

Als positiv sind die zahlreichen im Buch enthaltenen Abbildungen einzuschätzen, die zum besseren Verständnis der Hirnphysiologie, insbesondere beim interessierten Laien, beitragen dürfte.

Die vielerorts als positiv bewertete Vorgehensweise, jede Aussage mit empirischen Studien zu belegen, führt dazu, dass das Buch insgesamt Lehrbuch-Charakter hat und zuweilen ermüdend wirkt bzw. dazu einlädt, sich nicht immer den gesamten Text, sondern die zusammenfassenden Untersuchungsergebnisse in den abgedruckten Tabellen anzuschauen.
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Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft
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