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Kundenrezensionen

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TOP 100 REZENSENTam 15. Dezember 2011
Bei den unterschiedlichen Ausgaben des Tao te king heißt es wachsam sein. Zwar werden die von Richard Wilhelm übersetzten 81 Weisheiten sowie die dazugehörigen Erläuterungen überall enthalten sein, bei den weiteren Bestandteilen bestehen jedoch ERHEBLICHE UNTERSCHIEDE. Man kann sich noch nicht einmal auf die BLICK-INS-BUCH-Funktion verlassen, da allzu oft falsche Varianten angezeigt werden. So wird zum Beispiel bei dieser Ausgabe des Anaconda Verlages (Vogel/Blüte Coverbild) das Innenleben des Beck'schen Tao te king angezeigt! Man muss hier leider auf's Kleingedruckte, also auf die Verlagsinformationen aufpassen, sonst kauft man - so wie ich - guten Glaubens eine günstige (aber unvollständige) Sonderausgabe.

Man erhält bei der Ausgabe des Anaconda-Verlages mit dem Vogel/Blüten auf dem Coverbild:
* Den ersten und den zweiten Teil des Buches vom Sinn und Leben mit seinen insgesamt 81 Weisheiten.
* Des Weiteren sind die zum Verständnis sehr hilfreichen Erläuterungen, die benutzte Literatur und Transkriptionshinweise enthalten.

Was es bei ANDEREN Ausgaben noch zusätzlich gibt: Vorwort, Einleitung, Soziologisches oder Nachwort.
(festgestellt anhand der BLICK-INS-BUCH-Informationen)

Spätestens wenn man die Erläuterungen zu den einzelnen Weisheiten studiert, fällt das Fehlen dieser Bestandteile auf. Gleich unter dem ersten Punkt, 5. Zeile, nimmt Richard Wilhelm Bezug auf die Einleitung ... wer dann blättert und sucht, wird nichts finden.

Ebenso bedauerlich ist die Tatsache, dass in den Erläuterungen auf Werke Bezug genommen wird, die man NICHT in der Literaturliste findet. Beispiel von S. 105: vgl. Kung, Gespräche VI 15 (pag.55) oder auf S. 106 Ch. Schrempf, Goethes Lebensanschauung I, pag. 179ff.

Falls Sie sich fragen, warum mir die Erläuterungen so wichtig sind, dass ich sie neben den eigentlichen Weisheiten gelesen habe: Richard Wilhelm schreibt selber unter Punkt 4 "Der Abschnitt bereitet sehr große Schwierigkeiten. Es ist anzunehmen, dass der Text verdorben ist. ..." oder unter Punkt 13 "Dieser Abschnitt ist textlich ziemlich schlimm mitgenommen. ..." Manche der Weisheiten sind nur schwer verständlich. Das liegt zum einen an der Wortwahl und zum anderen an den mitunter recht antiquierten Formulierungen. "Der Herr bei den Erdopfern" (96, W78) Damit ist der Fürst oder Kaiser gemeint. Steht in den Erläuterungen auf S. 150. "Wahre Worte sind wie umgekehrt." Das würde modern ausgedrückt bedeuten: Die Wahrheit ist oft paradox. (Ebenso S. 150) Richard Wilhelm hat sich bei seiner Übersetzung, so scheint es, Wort für Wort an den Ursprungstext gehalten, und nicht sinngemäß formuliert. Hierdurch ergeben sich des Öfteren Sätze, die man mehrfach lesen muss, um den Inhalt zu verstehen. Oder aber man schaut gleich in die Erläuterungen.

Wie auch immer, es lohnt sich sicher, wenn man sich mit dem Tao te king beschäftigt. Die Ausgabe des Anaconda Verlages kann ich jedoch nur bedingt empfehlen unter Hinweis auf die fehlenden Bestandteile. Ob ich mein Exemplar zurückschicke und statt dessen ein anderes kaufe, weiß ich noch nicht.

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Nachbemerkung 8. März 2012:
Für welche Version des Tao te king man sich am Ende entscheidet, bleibt jedem selber überlassen. Mein Tipp wäre: die Blick-ins-Buch-Möglichkeit nutzen und beim Kleingedruckten darauf achten, von welchem Verlag die gezeigte Version stammt. Nicht immer stimmt die angebotene Version mit der gezeigten Version überein!
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am 27. Januar 2005
Das Buch ist eine Sammlung von 81 poetischen Weisheiten des Taoismus. Zu der Qualität der Übersetzung kann ich nichts sagen, da ich des chinesischen nicht mächtig bin, aber die Sprache von Richard Wilhelm ist ausdrucksstark und kunstvoll, obgleich schon mit einer Patina überzogen. Wilhelm verwendet für das chinesische Tao durchweg das Wort SINN und für das De das Wort LEBEN. Die Bedeutungen dieser Worte sind in der kurzen Einleitung erklärt. Sonst enthält sich diese prächtige Ausgabe irgendwelcher Kommentare und entzückt stattdessen auf jeder Seite mit bezaubernden chinesischen Landschaftsmalereien und anmutigen kaligrafischen Schriftzeichen, die die Nummern der Weisheitssprüche auf chinesisch darstellen.
Der Inhalt der Sprüche mag kontrovers sein, und den westlichen zur Leistung und Geschäftigkeit erzogenen Leser stellenweise befremden, betont Laotse doch die Wichtigkeit von Nichtstun, Nichtlernen, Weichheit, Genügsamkeit, Wunschlosigkeit und das Nicht-glänzen-wollen in der Welt, also alles mehr oder weniger auch heute und vor allem im Westen geltende "Untugenden", wie der landläufige Spruch "Müßiggang ist aller Laster Anfang" beweist. Dagegen stellt Laotse all das, an was sich die Menschen seit Urzeiten geklammert haben, und was heute vor allem in der kapitalistischen Egoistengesellschaft hohes Ansehen genießt, wie Handeln, Schaffen, Streben, Sammeln, Erfolg, Festhalten, Härte, Durchsetzungsvermögen und Aufstellen und Befolgen von gesellschaftlichen Regeln und Normen völlig auf den Kopf. Denn Laotse meint über den nichtstuenden Menschen, dass: "Dadurch fördert er den natürlichen Lauf der Dinge und wagt nicht zu handeln.", denn schon "Des Himmels SINN ist es, was zu viel hat, zu verringern, was nicht genug hat, zu ergänzen." und damit siege das Weiche, Flexible und Lebendige immer über das Harte, Steife und Tote. In dem Spruch Nr. 78 erklärt Laotse durch einen wunderbaren Vergleich mit Wasser und Stein, warum das so ist: "Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich [...] aber niemand vermag danach zu handeln".
Eine Ahnung, was wohl Laotse mit dem SINN und dem LEBEN meint, kommt einem erst nach mehrmaligem Durchlesen des Buchs. Und jeder Leser, der den Inhalt nicht als Widersinn abtut, sondern neugierig zum Kern der Aussagen vordringt, kann gewisse Erkentnisse für sein Leben gewinnen, denn "Wahre Worte sind wie umgekehrt".
Zum Schluß zitiere ich die Nr. 63 als Kostprobe:
"Wer das Nichthandeln übt,
sich mit Beschäftigungslosigkeit beschäftigt,
Geschmack findet an dem, was nicht schmeckt:
der sieht das Große im Kleinen und das Viele im Wenigen.
Er vergilt Groll durch LEBEN.
Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist!
Tue das Große da, wo es noch klein ist!
Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.
Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.
Darum: Tut der Berufene nie etwas Großes,
so kann er seine großen Taten vollenden.
Wer leicht verspricht,
hält sicher selten Wort.
Wer vieles leicht nimmt,
hat sicher viele Schwierigkeiten.
Darum: Bedenkt der Berufene die Schwierigkeiten,
so hat er nie Schwierigkeiten."
Zum Verständnis von Tao Te King empfehle ich zusätzlich "Das wahre Buch vom südlichen Blütenland" zu kaufen (vom selben Übersetzer), denn dieses stammt von wenig später nach Laotse lebenden Dschuang Dsi, der die zentralen Gedanken des Tao Te King in überragender Sprache in Form von Gleichnissen, Geschichten, bzw. verständlichen und zum Teil sehr amüsanten Lehrmeister-Schüler-Dialogen ausgeführt hat. Dschuang Dsi's Buch gilt nach dem Tao Te King auch als das zweite Hauptbuch des Taoismus. Es ist übrigens umstritten, ob das Tao Te King nicht auch von Dschuang Dsi selber stammt, und ob man Laotse nicht vielmehr als eine legendäre Person betrachten sollte. Laotse nimmt in Dschuang Dsi's Geschichten jedenfalls eine bedeutende Stellung ein und wird häufig als dem Konfuzius überlegener Denker dargestellt, wobei sich häufig direkte Verknüpfungen mit dem Tao Te King finden.
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am 5. Dezember 2007
Während die Bibel mich immer an ein ethisches Märchenbuch erinnerte, fand ich in diesem Buch einen komplexeren aber vor allem komprimierteren Ansatzpunkt, der Regeln des menschlichen Zusammenlebens ( insbesondere das Hinter die Fassade und Maskerade schauens ) sowie der Suche zur eigenen inneren Mitte. ( WuWei ).
Die im Anhang befindlichen Interpretationsansätze sind teilweise ein toller Denkanstoß, allerdings entledigen Sie in Ihrer prägnanten Kürze nicht eines eigenen fortführens der Gedanken.
Es ist immer wieder schön scheinbar verstandene Dinge wieder zu lesen um Sie dann erweitert neu zu verstehen.

Mein absoluter Liebling ist und bleibt

Ungehemmte Wirkung

Das allerweichste auf Erden
überholt das Allerhärteste auf Erden.
Das Nichtseiende dringt auch noch ein in das,
was keinen Zwischenraum hat.
Daran erkennt man den Wert des Nicht-Handelns.
Die Belehrung ohne Worte, den Wert des Nicht-Handelns
erreichen nur wenige auf Erden.
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am 20. Januar 2004
Ich bin kein profunder Kenner asiatischer Philosophie. Genau genommen könnte man mich eher als Anfänger betrachten. Des Weiteren bin ich der chinesischen Sprache nicht mächtig und kann somit auch nicht allzuviel über die Qualität der vorliegenden Übersetzung sagen. Ich habe nur immer wieder gelesen, dass die Übersetzungen von Richard Wilhelm zu den besten gehören sollen.
Aus meinem Hintergrund heraus möchte ich dieses Buch also nicht aufgrund seines Inhaltes empfehlen, sondern weil es ein schönes Buch ist. Als typophiler Grafik-Designer mit Erfahrung in der Buchgestaltung glaube ich, dass jeder, der einen Hang zur Philosophie des fernen Ostens und zu schönen Büchern hat, an diesem Buch seine Freude haben wird.
Papierauswahl, Schrift, Farbgestaltung, Flächenaufteilung, die Auswahl der Bilder: alles ist dazu angetan einen Menschen mit Liebe an der Ästhetik zu freuen. Ach, wären doch nur mehr Bücher von vergleichbarer Qualität. Und der Preis dafür belegt für mich, dass kompetente Gestaltung nicht zwingend mehr kosten muss, als dilletantische Satzarbeit.
Sehr empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Mai 2016
Man muss die Worte immer wieder lesen und sich davon anregen lassen, denn wirklich verstehen kann man sie nicht. Die Worte des Laotse erinnern mich an den Zustand, den man versucht, beim Meditieren zu erreichen: Achtsam ganz in seiner Mitte zu sein, nicht zu werten und jenseits der Kategorien wahrzunehmen, was ist. Der Urzustand der Seele ist die Synthese aus vielem, die Verbindung von allem. Wie kann man das in Worte fassen?
Im Tao te king geschieht es doch. Doch die Worte sind so fremd, so ungewöhnlich, dass sie uns aus unserer gewohnten Bahn werfen, uns anregen, anders zu denken und anders zu fühlen. Lässt man sich auf diesen Anstoß ein, dann verfällt man diesem anderen Sein und sucht es immer wieder.
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Laotse lebte etwa zur selben Zeit wie Konfuzius. Seine Weisheiten schrieb er vor 2500 Jahren. In diesem Buch werden die beiden Themen: Der "Sinn" und das "Leben" mit kurzen und tiefsinnigen Texten erläutert, sicherlich nicht vollständig aber für einen günstigen Preis ein guter Einstieg in seine Gedankenwelt. Mir haben viele der abgedruckte Gedanken sehr gut gefallen, zum Beispiel das folgende Zitat:

"Wer andere kennt, ist klug,
Wer sich selber kennt, ist weise.

Wer andere besiegt, hat Kraft,
Wer sich selber besiegt, ist stark.

Wer sich durchsetzt, hat Willen,
Wer sich genügen läßt, ist reich.

Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt."
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am 17. Dezember 2012
Und am Ende des Buches entsteht das Gefühl diese Weisheiten bereits in sich gehabt zu haben und sich nun endlich wieder zu erinnern. Wahr- und Weisheiten bei denen einem leicht ums Herz werden kann.
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am 17. März 2007
Ich habe es mir zu meinem täglichen Ritual gemacht, über ein Kapitel aus dem Tao te king zu reflektieren. Die Lehren von Laotse sind klar, einfach, aber schwierig zu verstehen. Dabei finde ich die Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln sehr hilfreich. Jedoch sollte man diese nur als Anhaltspunkt nehmen und sich seine eigene Meinung zu dem Buch bilden.

Ich finde, dass dieses Buch in 81 Kapiteln mehr sagt als die Bibel in

ein paar tausend Seiten. Es fasziniert mich sehr und ist für mich so eine Art heilige Schrift! Für jeden, der etwas über den Tellerrand hinausschauen will, nur zu empfehlen!
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"Tao te king. Das Buch vom Sinn und Leben" des Laotse: heutzutage wären "Daodejing" und "Laozi" die gängigeren Umschreibungen. Es soll vor etwa zweieinhalb Jahrtausenden niedergeschrieben worden sein - und nebenbei damit also nicht vor "rund drei Jahrtausenden", wie der Klappentext behauptet. Übersetzt wurde es vom recht religionstoleranten Pastor Richard Wilhelm 1911. Ein aktueller Kommentar des Sinologen Roetz rundet die Ausgabe ab. Rund 90 der 140 Seiten nimmt der locker gesetzte Text ein. Zentraler Begriff ist darin der "SINN", das Dao/Tao - der sei das Ziel.
Und viele Gedanken sind sehr konzentriert, zu gerne läse ich sie im Original, wenn ich das denn könnte :-) ... Doch mehr sei nicht erzählt, denn jedem sei sein eigener Zugang vergönnt.

Die Ausgabe ist in der "Kleinen Bibliothek der Weltweisheit" erschienen und schön aufgemacht: Auf der Titelseite sind die Buchstaben tiefeneingeprägt, der Text ist mit Verstand und graphischem Auge gesetzt.
Xiei-xiei, danke!
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am 14. April 2012
Erwartet hatte ich ein paar kryptische Gedichte von Laotse, der Übersetzer hat sich aber einige Arbeit gemacht, diese auch mit Hintergrundwissen im Anhang zu erweitern und zu erklären. Von der Form her ist es auch sehr übersichtlich gestaltet. Mit den Weisheiten von Laotse kann ich inhaltlich eher wenig anfangen, deshalb ein Stern weniger, ich habe das Buch als Recherche für ein eigenes Buchprojekt benötigt.
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