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Kundenrezensionen

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Bedauernswert, dass man sich so genannte Lebensklugheit erst im Laufe vieler Jahre, wenn überhaupt, aneignen kann. Wie erfreulich wäre es doch, wenn man die dreihundert Betrachtungen aus Gracians Handorakel gewissermaßen als Rüstzeug mit auf den Weg bekäme, den Inhalt seiner Sentenzen schon frühzeitig begreifen und danach handeln würde! Vor wie vielen Fehlern bliebe man doch bewahrt! Allzeit wäre man auf der Hut gegenüber Unhöflichen, Eigensinnigen, Anmaßlichen und Narren jeder Art,immer würde man sich in seinen Meinungen mäßigen und stets so handeln als würde man gesehen. Man würde nie mehr hastig leben, aus seinen Feinden Nutzen ziehen, seine Antipathien meistern und sich auch keiner Launenhaftigkeit mehr hingeben. Wüßte man doch per se, dass nur wer umsichtig, klug, verständig, überlegt, tapfer, redlich und wahrhaftig handelt, im Leben liebenswürdig und im Tode denkwürdig sein kann. Man ließe sich nicht mehr täuschen, denn man begriffe von Anbeginn an, dass nur und nur darin die tatsächlich erstrebenswerten Lebensziele zu erblicken sind...!

Lassen wir den Denker selbst zu Worte kommen:

"Schnell genug geschieht, was gut geschieht. Was sich auf der Stelle macht, kann auch auf der Stelle wieder zunichte gemacht werden: aber was eine Ewigkeit dauern soll, braucht eine, um zustande zu kommen. Nur die Vollkommenheit und Gründlichkeit hat Dauer. Was viel wert ist, kostet viel. Ist doch das edelste Metall das schwerste." Sentenz 57

Möge Sie dieses Büchlein Ihr ganzes Leben hindurch begleiten! Dümmer werden Sie bei der Lektüre nicht!
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Januar 2007
Es gibt eine lesenwerte und inspirierende Kultur alter Schriften, von den alten Griechen wie Epikur, Epiktet u.a. angefangen über Seneca, Marc Aurel in Rom und Ralph W. Emerson, B. Russell bis heute. (Die Vergleiche lohnen ebenso) Mit Garcián finden wir jemand, der es mit Bravour geschafft hat, die einfachen Lebensweisheiten so zu definieren, dass sie eine allgemeine Verhaltensweise sein konnten und noch heute sein können. Gespickt mit Weisheiten aus und zu allen Lebenslagen ist dieser Text seit fast 400 Jahren Ratgeber und heute interessanter Dauerbegleiter wichtiger Momente.
Diese Übersetzung Schopenhauers hat erst den Durchbruch für das Handorakel geschafft. Er sah wohl eine Übereinstimmung in Graciáns Denken mit seinem und damit einen Mitstreiter, aus den mangelnden Voraussetzungen des Menschen einen humanistischen, moralisch wertvollen Menschen zu machen, wenn man nur allzu verständlich die Dinge benennt. Auch heute mit hoher Aussagekraft. Sehr Empfehlenswert!!
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Schopenhauer hat ursprünglich Graciàns 300 "Denksprüche" aus dem spanischen Werk übersetzt. Die Texte von Baltasar Gracián sind kurz und prägnant formuliert worden und sehr einprägsam. Die einzelnen Gedanken werden eingeleitet durch eine sehr treffende Überschrift. Die alten Weisheiten können dem Leser auch eine gute Hilfe im Umgang mit andern Menschen und Situationen sein. Manche Gedanken gelten für den heutigen Zeitgeist natürlich nicht mehr. Das Buch ist eine kleine Perle.

Ein kleines Zitat aus dem Buch :

"Kenntnis seiner selbst: an Sinnesart, an Geist, an Urteil, an Neigungen.
Keiner kann Herr über sich selbst sein, wenn er sich nicht vorher begriffen hat.
Spiegel gibt es für das Antlitz, aber keinen für die Seele;
daher sei ein solcher das verständige Nachdenken über sich."
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TOP 100 REZENSENTam 11. Oktober 2011
Als das Handorakel im Jahre 1647 zum ersten Mal erschien, befand sich Spanien trotz einer Blütezeit in einer Epoche des Niedergangs. Die Vormachtstellung, welche seit den 'Katholischen Königen' (so der vom Papst im Jahre 1496 an Isabella und Ferdinand verliehene Titel) erreicht worden war, wurde in Frage gestellt. Während Baltasar Gracián an diesem Buch arbeitete, befanden sich die aufständischen niederländischen Provinzen in der Schlussphase ihres Achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieges. 1648 musste sich Spanien mit der Eigenständigkeit der niederländischen Generalstaaten abfinden. Zuvor hatte bereits Portugal im Jahr 1640 seine Unabhängigkeit erklärt, die von Spanien allerdings erst 1668 anerkannt worden war. Die spanische Armada war im Jahr 1588 von den Engländern vernichtend geschlagen worden. Deren Flotte beherrschte nunmehr den Atlantik. Nach und nach übernahmen Engländer, Franzosen und Niederländer die ehemals spanischen Kolonien.

Baltasar Gracián (1601-1658) war Jesuitenpater und Professor der Rhetorik, Metrik, Literatur, Philosophie und Theologie. Sein Lebenslauf wird leider nur in wenigen Worten skizziert. Selbst im Nachwort des emeritierten Anglistikprofessors Werner von Koppenfels erhält man nur die eine oder andere Hintergrundinformation. Von Koppenfels geht vor allem auf 'Gracians Gedankensplitter' (170) ein und beschreibt deren Darstellungsweise.

Wer glaubt hier die Anleitung zu einem rechtschaffenen, integrem Leben zu erhalten, wird jedoch enttäuscht werden. Gewiss, Gracián thematisiert auch Tugenden. Vor allem geht es jedoch darum ein angenehmes Leben zu führen, keinen Anstoss zu erregen, nicht unnötig negativ aufzufallen. 'Es dahin bringen, dass man zurückgewünscht wird.' (72; #124) Und wenn doch etwas schief geht? Auch hier weiß Gracián zu helfen:

#73 Vom Versehen Gebrauch zu machen wissen. Dadurch helfen kluge Leute sich aus Verwicklungen. Mit dem leichten Anstande einer witzigen Wendung kommen sie oft aus dem verworrensten Labyrinth. Aus dem schwierigsten Streite entschlüpfen sie artig und mit Lächeln. ...

#126 Dumm ist nicht, wer eine Dummheit begeht; sondern wer sie nachher nicht zu bedecken versteht. ...

Lug und Trug? Täuschungsmanöver? Es kommt noch besser:

#149 Das Schlimme andern aufzubürden verstehen. ...

Hier geht es darum, einen Sündenbock für Fehlschläge zu finden.

Die Sprache der 300 Lebensregeln ist ein wenig altertümlich, was nicht weiter verwundert, stammt die Übersetzung von Arthur Schopenhauer doch aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Da ist von Konkubinen die Rede, ein 'Aufputz' (143) wird erwähnt. 'Postillione des Lebens' (101). 'Der Neid übt einen niederträchtigen, frevelhaften Ostrazismus aus.' (50). In einem Zitat von Seite 86 wird ganz gut erkennbar, was ich meine, auch wenn die Aussage des Textes im klaren Widerspruch zu meiner Kritik steht: 'Auch affektiere man nicht, Worte zu kritisieren, sonst wird man für einen Grammatikus gehalten; noch weniger sei man der Fiskal der Gedanken, sonst werden alle uns ihren Umgang entziehen, und die Mitteilung teuer feil halten.' Ob es nun Erklärungen in Form von Fussnoten sind oder eine Überarbeitung der Übersetzung, man könnte diesen Text meiner Meinung nach gewiss moderner und ansprechender, einfach lesefreundlicher gestalten.

Mein Fazit:
300 pragmatische Ansätze für ein angenehmes Leben.
Ob wirklich alle Aussagen wünschenswert sind, möge ein jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Teilweise hat mich diese Sammlung an den Fürst von Niccolò Macchiavelli erinnert.
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am 17. Mai 2011
Interessantes Buch welches einige "Verhaltensvorschläge" im -nicht nur - Alltagsleben zusaamenfasst. Interessant ist auch einen Einblick in die Entwicklung der Sprache zu bekommen.
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am 20. Januar 2011
dieses Buch von Arthur Schopenhauer aus dem Portugisischen ins Deutche übersetzt ist ein
guter Leitfaden zur klugen Lebensführung. Es ist bestens geeignet als Geschenk an Freunde.
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am 3. August 2010
für eine Vorlesung an der Hochschule kaufen "müssen" und einige gute Denkansätze und Idden daraus mitgenommen! Kein allzuleichter Lesestoff, dennoch empfehlenswert!
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In dem einzigen Lehrsatz, den sich Gracian zu kommentieren enthält, weil dieser selbsterklärend oder selbstverständlich sei, rät dieser sinngemäß, dass man sich der himmlischen Mittel zu bedienen habe, als ob es keine irdischen gäbe, und der irdischen, als ob man ohne himmlische sei. Diese Aussage fasst das gesamte Werk zusammen. Es ist nämlich eine gestochen-vornehme Mischung aus christlicher Tugendlehre und weltkluger, oft auch listig bis verschlagener, Staatskunst. Im Handorakel treffen sich so die zwei Seiten der Seele und des Lebens des Autors, der ja nicht nur Höfling des spanischen Königs war, zu jener Zeit, als die Macht Spaniens noch hoch im Zenit stand (oder gerade erst im Abstieg begriffen war), sondern eben auch Mönch, wenngleich Jesuit, und Priester. Man fühlt sich an die Worte des Paulus erinnert, dass der Christ "Klug wie die Schlange und sanft wie die Taube" sein möge - ein Wort, das Gracian mit Sicherheit kannte, und an dem er sich, wenn das Handorakel denn Auskunft gibt über sein Leben, wohl auch oft genug orientierte.
Was er zu lehren versucht, jene Art von politischer Geschicklichkeit gepaart mit einem guten Schlag christlichen Edelmutes, kann durch ein Lehrbuch eigentlich nicht gelehrt werden, denn es entspringt nicht dem Wissen, sondern dem Können, der persönlichen "Kunst" eines Menschen. Über die verfügte Gracian wohl reichlich, irrte sich aber darin, sie anderen tatsächlich vermitteln zu können. Das Buch ist dennoch äußerst kurzweilig zu lesen, auch von Anfang bis Ende, ohne es als "Orakel" zu nutzen; Dazu trägt gewiss die deutsche Übersetzung aus der Feder Arthur Schopenhauers bei, der in seiner stilistischen Brillanz vergessen lässt, dass wir den Text gar nicht im Original sondern bloß in Übertragung lesen.
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am 1. März 2014
Nun, es ist nichts Neues, dass kluge Köpfe achtsam und aufmerksam sind und waren und menschliche Verhaltensweisen im philosophischen Konsens niederschreiben/niederschrieben. Nichts anderes kann man auch der Bibel unterstellen. So auch Balthasar Gracian. Seine Beobachtungen und Schlussfolgerungen decken sich nicht immer mit frommen biblischen Ansprüchen, aber sie sind realitätsnaher und machbar. Wer Schwierigkeiten hat mit der wunderbaren Übersetzung durch Arthur Schopenhauer sollte vielleicht vorab "Erkenne Dich selbst ....und erschrick nicht" von Andreas Salcher lesen. Dieser unternimmt den Versuch, einige der 300 "Handorakel und die Kunst der Weltklugheit" modern zu interpretieren.
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am 30. September 2015
Obwohl sich Graciáns Ratschläge auf die Welt von damals beziehen, sind sie auch heute sehr aktuell. Offen und klug, aber pessimistisch und irgendwie böse. Es wird einem seine eigene naive Ehrlichkeit vor die Augen geführt, und noch sonstige Schwächen. Schmerzlich. Vielleicht sollte man lieber kluge Sätze eines lebenserfahrenen Mannes lesen und sich diese merken als an so manchen Coaching-Seminaren teilnehmen…
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