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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trost in schwerer Stunde - ein Klassiker der Philosophie, 14. März 2008
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Was ist Glück? Warum, so scheint es, haben immer nur die Ruchlosen Geld und Macht, während die Ehrlichen allzu oft die Dummen sind? Wieso gibt es überhaupt das Böse, wenn doch über den Wolken ein gerechter Gott die Zügel der Welt in der Hand hält? Das sind einige der zentralen Fragen, die im "Trost der Philosophie" erörtert werden. Der Titel ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Philosophie tritt hier als weise Dame auf, die einem Todgeweihten mit ihren Worten die Angst nehmen will. Im Verurteilten porträtiert der Autor sich selbst: Boethius, kometenhaft zum Berater des Gotenkönigs Theoderich aufgestiegen und danach ebenso tief gesunken, wartet in einem Kerker einige Kilometer von Ravenna auf seine Enthauptung. In dieser Situation verfasst er sein Hauptwerk, in dem er sich selbst als Figur auftreten lässt. Manche halten das Buch für das schönste in lateinischer Sprache: Prosastücke wechseln sich mit zahlreichen Gedichten unterschiedlichster Verstakte und Formen ab. Boethius, gleichzeitig „letzter Römer“ und erster Scholastiker, steht für die Verschmelzung von antiker Philosophie und mittelalterlichem Christentum.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tödliche Ausnahmesituation: Ein beeindruckendes Werk der Weltliteratur, 31. Dezember 2010
Von 
Hartmut Zimmer (Alzenau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Trost der Philosophie (Taschenbuch)
Boethius war ab 510 n.Chr. römischer Konsul und ab 522 höchster Beamter des in Ravenna residierenden Königs Theoderich. Aufgrund einer auf falschen Beschuldigungen aufbauenden Intrige fiel Boethius jedoch in Ungnade und wurde wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Während seines im Kerker zugebrachten letzten Lebensjahres verfasste er sein Werk "Trost der Philosophie".

In einem fiktiven Dialog mit der Dame "Philosophie" erarbeitet sich Boethius Hilfestellungen in einer ausweglosen und verzweifelten Situation. Er hinterfragt die in der Gesellschaft -auch heute noch- allgemein gültigen Wertvorstellungen und erarbeitet einen Wertekanon, der seiner Meinung allein "Glückseligkeit" verspricht. Obwohl Christ, steht Boethius in der Tradition der klassischen griechischen Philosophie.

Schon die Begleitumstände seiner Entstehung lassen den "Trost der Philosophie" als Werk eines ganz außerordentlichen Autors erscheinen.
Mit der Klarheit seiner Sprache und der Schärfe seiner auf den Punkt gebrachten Erkenntnisse und Einsichten würde Boethius zweifellos auch etliche der heutigen Ratgeberbücher in den Schatten stellen. Auch zwecks nüchterner und unvoreingenommener Bestandsaufnahme und Überprüfung heute gelebter Werte wäre dieses Werk zweifellos von großem Nutzen.

Es empfiehlt sich, mit der Lektüre des Nachwortes zu beginnen, um zunächst einige Hinweise auf den historischen und literarisch-philosophischen Hintergrund zu erhalten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss man gelsen haben!!!, 24. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Trost der Philosophie (Taschenbuch)
Ein tolles Buch. Ich habe es zweimal gelesen und auch beim zweiten Mal ist es einfach klar und schön. Und das obwohl ich mit religiös angehauchten Werken normalerweise meine Probleme habe. Dieses Buch ist für jeden philosophisch Interessierten ein Muss und auch sonst für jeden eine Bereicherung.
Boethius entwirft seine Gedanken klar und leicht verständlich und auch wenn man nicht immer mit ihm übereinstimmen mag, ist seine Argumentation immer nachvollziehbar.

Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen und mir hat es neuen Antrieb in einer recht aussichtslosen Lage gegeben.

Einfach ein geniales Buch, das man gelesen haben sollte!
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5.0 von 5 Sternen Alles Geschick ist von Grund auf gut., 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Trost der Philosophie (Taschenbuch)
Ein Buch, welches den Weg zur Erkenntnis, von der unberechenbaren Macht Fortunas, die sich dem Menschen gegenüber als unzuverlässige Instanz herauskristallisiert, zu den wahren, den Seelenfrieden bringenden zeitlosen Ideen führt. Der Gesinnungswandel vollzieht sich in Form eines Heilungsprozesses zwischen dem Autor und der personifizierten Philosophie. Der mit Vorkenntnissen versehene Leser wird die hohe Äquivalenz zu Platon schnell bemerken und seine Kunst der Didaktik wiederentdecken. Boethius, der des Hochverrats bezichtigt und verurteilt wurde, verfasste seine Consolatio nach vorherrschendem Konsens während der Gefangenschaft und wurde kurze Zeit später hingerichtet.
Durch seine Schicksalsschläge geprägt, scheint die Idee des Guten in dieser Welt generell in Frage zu stehen. Er fragt sich nun, ob der Mensch auf sein Schicksal Einfluss nehmen kann, oder ob die Vorsehung Gottes keinen Spielraum mehr für etwaige Willensentscheidungen offenlässt. Zunächst jedoch, ebnet die Philosophie den Weg für das Verstehen des wahren Glücks und offenbart dem Gefangenen, dass sein bisheriges Streben nach irdischen Gütern wie Reichtum, Würden und Macht nur ein Scheinweg sei, der vorgibt diesen Trugbildern nachzueifern und sie für die höchsten zu erreichenden Ziele des Menschen ausgibt. Es gilt die Blickrichtung zu wechseln und sein Leben nicht von den täglich sich materiell aufdrängenden Dingen beeinflussen zu lassen, sondern eine geistige Perspektive einzunehmen, die sich der unveränderlichen Wesensform widmet. Boethius lässt hier seine neuplatonische Prägung durchschimmern, denn auch Platon versuchte sich von der Welt des Stofflichen zu lösen und stattdessen die Quelle des Guten durch den stufenweisen Aufstieg der Seele zu erreichen. Die Reden der Philosophie bewirken nun ihren Trost und ermöglichen ein Einsehen bei Boethius, dem irdischen Streben zu entsagen und bereit für die Erkenntnis Gottes zu sein.
Doch seine gewonnenen Erkenntnisse schlagen sich schnell wieder in große Zweifel um, denn in Anbetracht all der Übel auf der Welt, scheint es sehr abwegig, die Natur durch den Plan eines höchsten Guten geleitet zu sehen. Boethius wirft hier das bekannte Theodizeeproblem auf. Die Philosophie argumentiert mit dem Verweis auf das in allen Lebewesen strebende Verlangen nach Glückseligkeit und das es dem Bösen lediglich an Sein mangelt sein Wesen zu erfüllen. Je nach Abweichung seiner eigenen Konstitution bekomme jeder den ihm zugewiesenen Lob oder Tadel.
Doch gerade diese Zuweisung sieht Boethius nach keinen nachvollziehbaren Gesetzmäßigkeiten ablaufen, stattdessen scheinen für ihn Lohn und Strafe willkürlich verteilt zu werden. Der Blick des ganzen Anliegens gleitet nun stetig in das göttliche System ab.
Die Philosophie öffnet ihm die Augen und lehrt ihn, dass alle menschlichen Abläufe, ob sie nun ihrem Wesen entsprechen oder auch nicht, von einer göttlichen Vorsehung gelenkt und korrigiert werden.
Doch wo bleibt da der Raum für freie Willensentscheidung und Zufall. Im fünften und letzten Buch versucht die Philosophie nun in Form eines recht schwierigen Gedankenganges aufzuzeigen, dass die göttliche Vorsehung noch ein Hintertürchen für die freie Wahl offenlässt.
Insgesamt besitzt das Werk ein Potential, welches unserer heutigen hektischen Gesellschaft wieder die Augen zu öffnen vermag und zu zeigen, dass das Treiben nach immer mehr Besitz und Macht, nicht für die einzigen als erstrebenswert zu haltenden Antriebe angesehen werden sollten.
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5.0 von 5 Sternen Glücklich der, der den lichten Quell alles Guten zu schauen vermag., 15. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Trost der Philosophie (Taschenbuch)
Glücklich der, der der Fesseln Last, die zur Erde ihn ketten, sprengt."

Boethius lebte etwa 480-524 n.Chr., er knüpft in seinem Werk an die Philosophie von Platon und Aristoteles an, deren Werke er übersetzt hatte. Gleichzeitig ist sein Denken von den Stoikern geprägt.

Das Buch schildert ein Zwiegespräch im Kerker zwischen den unschuldig zum Tode verurteilten Boethius und einer Frau, mit dem Namen Philosophie.
Diese erklärt Boethius z.B.: "Was also, ihr Sterblichen, sucht ihr draußen das Glück, das in euch liegt? Irrtum und Unwissenheit verwirren euch."

In dem Buch geht es also um das Glück, das Übel, die Vernunft, die Gewalt, das Gute, das Böse, die Wechselfälle des Lebens, den Zufall, die Selbstgenügsamkeit, die geordnete Natur, den Makrokosmos und Gott. Teilweise werden die Texte durch längere Gedichte abgerundet.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trost der Philosophie, ein tolles Spätwerk der Antike, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trost der Philosophie (Taschenbuch)
Trost der Philosophie ist ein neuplatonisches Spätwerk in der antiken Philosophie, dass sich mit Fragen befasst, die stets aktuell sind.
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Trost der Philosophie
Trost der Philosophie von Boethius (Taschenbuch - 1. November 2005)
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