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25
4,6 von 5 Sternen
Das Rätsel der Menschwerdung: Die Entstehung des Menschen im Wechselspiel der Natur
Format: TaschenbuchÄndern
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Februar 2012
Autoren, die versuchen wie ein Detektiv uralte Rätsel zu lösen und dabei analytisch logisch mit einem Schuß Phantasie vorgehen haben einen Bonus verdient und so schwankte ich zwischen 4 und 5 Sternen. Warum letztlich der Abzug: Es gibt da doch ein paar Sachen, die ein Watson oder Hastings verfasst haben könnte, aber nie und nimmer ein Sherlock Holmes oder ein Hercule Poirot.
Ein Beispiel: Reichholf unterstellt, das die Eiszeit eine trockene Veranstaltung war in der der Neandertaler und seine Beute weitgehend bei schönem Wetter über nur wenig schneebedeckte Tundren jagten und davonliefen. Das ist doch zu einfach! Wenn es keine Feuchtigkeit gab, wie gelangten die riesigen Eismassen als Gletscher auf die Berge? Da ist im Gegenteil eine riesige feuchtigkeitstransportierende Wettermaschine erforderlich, bei der feuchte warme Luft abgekühlt wird und dann Schnee auf die Alpen und andere Gebiete fallen läßt, so dass diese hunderte von Meter dicken Eispanzer entstehen, die unsere Voralpenlandschaft formten und Skandinavien tieferdrückten, wie er selber schreibt. Er unterstellt eine weitgehende feuerlose Gesellschaft, da es ja keine Bäume gibt (im Permafrostboden). Gleichzeitig läßt er die Neandertaler mit Tiefkühlkost über den Winter kommen, wenn die Horde das Wild nicht verfolgen kann. Nur: womit taut die Horde die Tiefkühlkost? Er unterstellt Pelzzelte mit Knochen gestützt auf Permafrostboden (ohne Feuer keine Nahrung und mit Feuer ein matschiger getauter Zeltboden). Er läßt das Mammut aussterben, weil es in dem nach Ende der Eiszeit massiert auftretendem nasskalten Übergangswetter nicht geschützt ist (Keine Talgdrüsen - ungefettetes Fell widersteht nur trockener Kälte!) während der Neandertaler noch an Zahl zunimmt (mit welchen Fellen ist der denn bekleidet?) und schließlich durch eigene Schuld (Überjagung der Bestände) verhungert. Das erklärt meines Erachtens nur Schwankungen (zu viele Jäger - weniger Wild - viele verhungerte Jäger und sich gegenseitig totschlagende Jäger - weniger Jäger - mehr Wild usw.) aber kein völliges Aussterben.
Am Schluss ist man schon sehr am Stirnrunzeln, wenn er die Genesis als Beweis für die Vertreibung des nackten ostafrikanischen Menschen aus dem Paradies durch die Tsetsefliege durchspielt. Das ist einesteils faszinierend andererseits beim zweiten Nachdenken auch wieder nicht befriedigend: Dann hätten alle Menschen die Vertreibung wegen Nacktheit als Grund in ihren Religionen oder Sagen haben müssen, denn alle Menschen stammen aus dieser Situation - sie sind nur unterschiedlich weit gewandert. Er sagt aber selbst ,dass nur dort in der Nähe also in Sinai/Palästina diese Geschichte auftauchte.
So geht es einem öfter: da wird sehr interessant argumentiert und erstaunlich gut fundierte Logik weiterentwickelt, aber manchmal wird es mir zu spekulativ - da kommen im Buch die Momente an denen - um im Krimibild zu bleiben - Poirot gesagt hätte: "Hastings, mein Lieber da sollten wir doch noch einmal die kleinen grauen Zellen benutzen!"
Ich will die bedeutende geistige Leistung, die in diesem Buch steckt, nicht abwerten, da ich es mit großem Genuss und Erstaunen gelesen habe. Die Passagen über Lebensweise und deshalb logische Weiterentwicklung der Frühmenschen sind bestens gelungen - auch die Vergleiche mit den Lebensweisen anderer Tiere und den von den zunehmend hirngesteuerten Wesen gezogenen Schlussfolgerungen für die eigene Ernährung zeigen den Autor ganz in seinem Element. Da ich auf eine Neufassung mit Schließung der verbleibenden Logiklücken hoffe, habe ich mir einen Stern in Reserve gehalten!
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2001
Reichholfs Darstellung über die Entstehung des Menschen im Wechselspiel mit seiner sich über die Jahrtausende ändernden Umwelt liest sich spannend wie ein Krimi. Der Autor setzt wenige Vorkenntnisse voraus und schafft es seine Argumente so klar zu formulieren, dass es auch dem Laien möglich wird, darüber nachzudenken. Dabei spannt sich der Bogen von den frühsten zur Gattung Mensch zählenden Primaten und ihren Lebensbedingungen bis zur Entwicklun des Homo sapiens sapiens und seinem Aufstieg. Es sind vor allem die beinahe an einen Kriminologen erinnernten Schlüsse aus den mageren aber hinreichenden Fakten die das Buch lesenwert machen. Außerdem: Wer hätte schon einen Zusammenhang zwischen der Tsetse-Fliege und der Evolution des Menschen vermutet, oder dass die Entwicklung unseres großen Gehirns nur durch die Umstellung auf einen umfangreichen Fleischkonsum möglich war.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Josef H. Reichholf, dem Naturwissenschaftler und hervorragenden Pädagogen - nicht viele Akademiker können ihr Wissen so vermitteln, dass auch Laien Freude und Lesegenuss bei ihren Werken empfinden -, kann für dieses spannende und hochinteressante Buch nicht genug gedankt werden. Auf seine unterhaltende Art und Weise nimmt er den Leser bzw. die Leserin mit auf die Reise, das Rätsel der Menschwerdung zu lösen. Warum ist Ostafrika das Ursprungsland der Menschheit geworden? Warum haben unsere Vorfahren sich für den aufrechten Gang entschieden, warum verloren sie ihre Behaarung, wie konnte das Gehirn so sehr an Kapazität zunehmen, warum sind unsere Vorfahren aus Afrika ausgezogen, was haben die verschiedenen Eis- und Warmzeiten für einen Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit genommen... Das Buch versucht Antworten zu geben, die nicht nur plausibel und verständlich sind, sondern auch an Beispielen aus der Natur bestätigt werden können. Auch wenn in den letzten Jahren neue Erkenntnisse bezüglich ünserer Vorfahren gewonnen wurden, dieses Buch wird immer aktuell bleiben, denn an den Grundfragen hat sich nichts geändert und die sind hervorragend beantwortet worden.
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2002
Für mich so ziemlich das spannendste Sachbuch, das ich seit langem gelesen habe. Der Autor verliert sich nicht in Details und versucht einen großen Wurf, indem er die entscheidende Frage, wie es zur Menschwerdung kommen konnte, zu klären versucht. Wahrscheinlch werden seine Aussagen von seiten der Fachkollegen angreifbar sein (nehme ich als Laie zumindest an), weil sie eben wirklich einen großen Wurf versuchen und den Zusammenhang darstellen, statt vorsichtig nur ein Mikrobild zu zeichnen, bei dem die Gefahr von Fehlern geringer wäre. Für Unkundige auf diesem Gebiet aber allemal spannnender als eine Fachdiskussion.
Bemerkenswert ist auch der durchaus spannende Stil des Buches, dies um so mehr, als man nicht den Eindruck hat, billig unterhalten zu werden, sondern einen Einblick auf Höhe der Forschung zu bekommen.
Alles in allem, unbedingt lesen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2009
Habe zuerst gezögert diese Buch, dass nun doch schon etwas in die Jahre gekommen ist, zu kaufen. Schliesslich waren zum Zeitpunkt der Verfassung viele gentechnologische Methoden noch weit vom heutigen Stand und einige spektakuläre fossile Funde nch nicht gemacht oder ausgewertet. Beispiele: die "molekulare Uhr", Dawkins greift in seinen neueren Publikationen sehr oft darauf zurück, hatte nicht den aktuellen Stand oder auch das Genom des Menschen war bei der Erstauflage noch unheimlich weit weg von der Aufklärung, Hugo war noch sehr "gläsern". - Habe das Buch dann doch gekauft und unmittelbar anschliessend an Reicholfs "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends" gelesen. - Kurz, das Buch begeistert vollends. Es ist ein absolut kurzweilig geschriebener Überblick zur Menschwerdung wo alle Aspekte wie Klima, Eiszeiten, Plattentektonik, Schädlinge, Nüzlinge, Nahrungsangebot, verwandte Arten, Vorläufer, physische Möglickeiten usw. in einfachen Sätzen aber präzise und spannend beschrieben werden. Der Autor macht dabei viele Einschübe, nur um zwei Beispiele zu nennen, die Entwicklung des Pferdes und seiner Ausbreitung vor dem Hintergrund der Entwicklung des Paarhufers, des globalen Klimas usw. oder die Bedeutung der Tse-Tse-Fliege zur Besiedelung von Afrika. - Der Autor entschuldigt sich beim Leser jeweils beinahe für diese Einschübe und holt ihn wieder zum Hauptthema zurück. - Diese nicht als solche deklarierten Einschübe, heute geschrieben würde man dafür möglichwerweise eine Box, wie auch immer genannt, verwenden, sind für das Gesamtbild des Werkes unheimlich wertvoll und auf jeden Fall eine tolle Bereicherung. Mir hatte es fast zu wenige davon, jedenfall hätte ich gerne noch mehr erfahren. Dieses Buch ist jedenfalls fantastisch geschrieben, hat meine Erwartungen weit übertroffen und die Buchdeckel sind sich bei diesem Buch sehr viel zu nahe (was nicht bedeutet, dass das Papier dicker sein sollte)! Wenn jemand die Menschwerdung mit den fehlgeschlagenen und dem gelungenen Versuch gesamtheitlich, d.h. unter Berücksichtigung der klimatischen Gegebenheiten, der Geographie, der Ernährung und der entscheidenden Mitbewohner und der Vorfahren auf äussserst spannende Weise dargestellt, zudem sehr lesefreundlich aber präzise geschrieben, lesen oder besser lesend geniessen will, dann ist das der absolut richtige Titel.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auch für jemanden, der schon einiges über Evolution gelesen hat ist diese Buch einfach lesenswert! In klarem und gutem deutsch schildert Prof. Reichholf die Entstehung des Menschen. Seine Argumentation ist logisch, nachvollziehbar und klar. Sicherlich wird das eine oder andere Detail durch zukünftige Forschungen verändert werden, aber das berührt die Grundaussagen nicht.
Am Rande lernt man noch warum Zebras gestreift sind, und dass das Wetter während der Eiszeiten viel "besser" war, als heute bei uns, und viele andere interessante Details.

Einziges etwas seltsames Kapitel ist über die biblische Entstehungsgeschichte. Diese wird etwas unmotiviert (für einen Atheisten wie mich) eingeführt - aber das ändert am positiven Gesamteindruck überhaupt nicht!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wissenschaftlern sagt man gerne nach, dass sie mit der fortschreitenden Spezialisierung immer mehr über immer weniger wissen - und am Ende alles über gar nichts mehr. Tatsächlich ist es für die übliche Art von Spezialisten leicht, ein Buch über ein eng begrenztes Fachgebiet zu verfassen, das Unmengen von Detailwissen aufbietet, ohne jemals über den Tellerrand des Spezialistentums hinauszuschauen. Schwer ist das Gegenteil: Wissen aus vielen verschiedenen Fachgebieten zusammenzubringen, Themen sinnvoll zu vernetzen, unerwartete Zusammenhänge aufzuzeigen und so tatsächlich mehr Verständnis zu schaffen. Reichholf muss man bewundern, weil er das nicht nur geschafft, sondern auf diese Weise auch noch so ein hochspannendes Buch geschrieben hat.

Manche der Fragen, die das Werk behandelt, hat man sich schon mal gestellt und konnte darauf die verschiedensten Antworten bekommen - je nach gerade grassierender Theorie, und immer als isolierte Behauptung auf Basis einzelner Funde oder Schlussfolgerungen. Andere Fragen hat man sich nach der Kinderzeit vielleicht gar nicht mehr gestellt, weil man die Hoffnung auf eine überzeugende Antwort schon aufgegeben hatte: Warum gehen wir aufrecht, warum können wir schwitzen, warum haben wir kein Fell, warum aber Haare an einzelnen Körperteilen, und warum einen Blinddarm? Warum kamen wir gerade aus Afrika, und warum blieben wir nicht dort? Dem Autor gelingt es, all solche Details der Menschwerdung zu einem großartigen Gesamtbild zusammenzuführen, das den Menschen in die richtigen Perspektiven stellt: die der Biologie, der Evolution, der Erdgeschichte.

Es wird beim Lesen auch klar, warum die isolierten Antwortversuche, die man bisher schon kannte, so wenig überzeugend waren: Man kommt den Geheimnissen des Menschseins nicht auf die Spur, wenn man nur ausgegrabene Knochen betrachtet, nur Gene sequenziert oder nur die Sitten urtümlicher Völker erforscht. Es braucht das alles und noch viel mehr, zusammengesetzt zu einem Puzzle, das keiner Frage ausweicht, keine Unsicherheit verschleiert und keiner billigen Illusion nachgibt. Reichholf bringt Daten und Fakten aus vielen Gebieten zusammen: Anthropologie, Paläontologie, Botanik und Zoologie, Meteorologie und Geologie, Medizin, Ethnologie, ... und noch viele mehr. Er führt die versprengten Indizien zusammen, um dem wahrscheinlich faszinierendsten Rätsel auf die Spur zu kommen: dem unserer eigenen Entstehung.

Eigentlich müsste das eine anspruchsvolle Lektüre sein, verlangt der Autor doch dem Leser einiges ab: Er verweigert billige Antworten und oberflächliche Sensationen, er fordert Geduld und Mitdenken ein, setzt das große Bild nur ganz allmählich zusammen, akribisch ein Mosaiksteinchen ans andere passend. Dass er dabei dennoch durch solide erzählerische Mittel so viel Spannung erzeugt, dass man regelmäßig dem nächsten Themenkomplex entgegenfiebert, dem nächsten Schritt in Richtung Mensch, das ist schon eine Meisterleistung, und es macht "Das Rätsel der Menschwerdung" zu so einem ungewöhnlich gelungenen Sachbuch. Ich habe den anderen positiven Rezensionen vor der Lektüre nur zur Hälfte gelaubt, weil ich gar nicht gedacht hätte, dass man auf diese Weise Genauigkeit, breites Blickfeld und fesselnde Darstellungsweise verbinden kann. Hut ab!

Zwei Dinge haben mir daneben noch besonders gefallen. Zum einen wird beim Lesen auf beeindruckende Weise verdeutlicht, wie der Mensch während seiner Entwicklung in die gleichen Umweltbedingungen eingebunden war wie die (anderen) Tierarten, mit denen er seinen Lebensraum teilte. Darum erfährt man nebenher auch viel darüber, wie Rinder oder Pferde, Löwen oder Geier, Mammuts oder Affen mit Gefahren oder Veränderungen umgingen, denen auch der Mensch ausgesetzt war. Auch für diese Tiere musste die Evolution Lösungen finden, wenn sich Probleme ergaben, und manchmal waren es ganz andere als für den Menschen. Nach der Lektüre sehe ich Zebras, Hyänen oder Tse-Tse-Fliegen mit ganz anderen Augen, weil ich jetzt ihre Rolle im Gefüge der Natur besser verstehe. Das Buch verändert die Sicht des Lesers auf die Welt - und das ist eine große Leistung.

Der andere große Aha-Effekt ist dieser: Wir schauen auf die ausgestorbenen Neandertaler gerne herab als auf eine frühere Linie, die eben nicht so lebenstüchtig war wie wir, der grandiose Homo sapiens sapiens. Es ist richtig, dass dieser Zweig des menschlichen Stammbaums am Ende nicht mehr fähig war, sich an die wandelnden Umweltbedingungen anzupassen. Aber der Neandertaler behauptete sich sehr lange in großen Teilen der Welt - weit länger, als wir es bisher geschafft haben. Unsere Geschichte ist noch jung, und ob wir so lange durchhalten wie unser ausgestorbener Cousin, das ist noch sehr fraglich.

Reichholfs Buch ist eines der wenigen populärwissenschaftlichen Bücher, die ich rundum empfehlen würde. Dass es, gemessen an seinem inhaltlichen Wert, sehr preisgünstig ist, sei nur am Rande bemerkt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2014
Interessant sind Reichholfs Hinweise, daß nur in Afrika Übergangsformen zwischen Menschen und Affen gefunden wurden. Beim Übergang vom Australopithecus zum Menschen sei die Geschwindigkeit der Evolution höher gewesen als sonst. Was die Ursache dafür ist, daß das Gehirn größer wurde, sei unbekannt. Bemerkenswert ist auch der Hinweis auf die damit verbundenen Schmerzen bei der Geburt: Die Entwicklung des Beckens hielt mit der Entwicklung der Kopfgröße nicht Schritt (vgl. Gen 3,5.16!). Die Ursachen der Evolution können weder Anthropologen noch Genetiker angeben. Was bleibt: "Mögen die daran geknüpften Theorien auch noch so falsch sein, die Fossilien bleiben und können wieder und wieder neu studiert werden" (S. 266).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2009
Ein sehr lesenswertes und interessantes Buch mit neuen und teilweise überraschenden Einblicken in das Labor der Natur, das aus einem kletternden Primaten einen aufrechtgehenden ansatzweise intelligenten Menschen hervorgebracht hat. Eine spannende Geschichte allemal.
Reichholf versteht es verständlich zu schreiben und einen Spannungsbogen aufzubauen.
Ob aber alle seine Thesen sich verifizieren lassen, muss die zukünftige Forschung erweisen.
Fuer mich aber ein Standardwerk zu diesem Thema und absolut empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2011
Reichholf berichtet über viele spannende Beobachtungen aus dem Reich des Lebendigen und liefert interessante Ansätze, Entstehung und Weiterentwicklung biologischer Merkmale und Verhaltensweisen zu verstehen. Die große Synthese aller Beobachtungen am Ende des Buches allerdings, auf die im Verlauf der Argumentation immer wieder hingewiesen wird und aus der heraus das Geschehen um die Menschwerdung verständlich werden soll, überzeugt mich nicht. Das macht das Buch aber nicht weniger informativ oder lesenswert !
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