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am 3. September 1999
Bedenkt man, daß die Originalausgabe dieses Buches bereits 1981 erschienen ist,die deutsche allerdings erst 13 Jahre später, halte ich den Untertitel dieses Buches für einen absoluten Fehlgriff. Postuliert wird ein Modell, das Frauen eine zentrale Rolle in der Menschheitsentwicklung einräumt, ganz im Trend der Theorie von "Woman the Gatherer", der feministischen Antwort und Kritik an dem androzentrischen sog. Jagdmodell. Eine der Hauptakteurinnen war Nancy Tanner, die damals wirklich eine neue Sichtweise präsentierte, indem sie nicht die Jagd, sondern das Sammeln in den Mittelpunkt des Interesses rückte. Es wird z.B. dargelegt, daß einige der ersten Impulse zur Entwicklung einer materiellen Kultur davon ausgingen, daß Frauen Trageschlingen ö.ä. für den Transport der Kinder erfinden mußten. Denn durch evolutiven Fellverlust und inadäquaten Greifreflex der Neugeborenen, konnten sich die Kinder nicht mehr an die Mutter anklammern, wie dies bei den nichtmenschlichen Primaten üblich ist. Tanner zieht bei ihrer Theoriebildung diverse Quellen aus Paläoanthropologie, Ethnographie und Primatologie heran, und entwirft ein größtenteils nachvollziehbares Modell. Allerdings lassen sich auch hier die schon bei der Jagdhypothese kritisierten Elemente finden, nämlich, daß einem Geschlecht der Hauptanteil an der Entwicklung zugesprochen wird. Heutzutage ist man davon abgekommen, und versucht integrative Ansätze und Modelle zu entwickeln, die männliche und weibliche Sichtweisen in einer modernen Synthese vereinen. 1981 waren die hier von Tanner vertretenen Thesen schon nicht mehr ganz neu, und in den späten Neunzigern sind sie es keinesfalls mehr. Für Leser, die mit der Materie nicht vertraut sind, stellt dieses Buch aber dennoch einen guten Einstieg dar. Abschließend möchte ich noch bemerken, daß ich den Preis für ein Taschenbuch von 300+ Seiten als überhöht empfinde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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