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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kurzweilige und spannende Lektüre für eine breite Leserschaft
Nicolas Wolz' Buch »Und wir verrosten im Hafen« ist ein spannend und kurzweilig geschriebenes Geschichtsbuch, das aus einer Perspektive von "unten" seinen Stoff erzählt. Es ist vor allem deswegen kurzweilig, weil es populärwissenschaftlich an eine breite Leserschaft gerichtet ist. Sicherlich hält nicht jede These und Bemerkung einer differenzierten...
Vor 10 Monaten von Andreas Schmidt (Media-Mania) veröffentlicht

versus
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kindle-Edition leider ohne Bildteil. . .
Während die gedruckte Ausgabe des Buches über einen Bildteil mit 43 historischen Fotos verfügt, enthält die Kindle Edition trotz der expliziten Angabe im Titel des E-Books (". . mit zahlreichen s/w Abbildungen [Kindel Edition]") diese Bilder nicht :-((
Leider erfährt der Käufer dies erst nach dem Kauf des E-Books, wo im...
Vor 12 Monaten von Andreas B. veröffentlicht


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kindle-Edition leider ohne Bildteil. . ., 13. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Während die gedruckte Ausgabe des Buches über einen Bildteil mit 43 historischen Fotos verfügt, enthält die Kindle Edition trotz der expliziten Angabe im Titel des E-Books (". . mit zahlreichen s/w Abbildungen [Kindel Edition]") diese Bilder nicht :-((
Leider erfährt der Käufer dies erst nach dem Kauf des E-Books, wo im einleitenden Text bezüglich des Bildteils auf die gedruckte Ausgabe verwiesen wird. . . (?!!)
Als Leser bin ich über das Fehlen eines den Inhalt des Buch veranschaulichenden und begleitenden, zudem auch sehr wichtigen Bildteils nicht nur im höchsten Maße enttäuscht, sondern ich fühle mich auch als Käufer getäuscht.
Für eine E-Book-Ausgabe, die annähernd den gleichen Preis hat, wie die gebundene Ausgabe erwarte ich ein VOLLSTÄNDIGES (!!) Buch, erst recht, wenn es als Lieferumfang mit ausgewiesen wird. Offenbar nehmen es deutsche Verlage mit der Ausgabe von E-Books (leider) noch immer nicht so ganz genau... ;-(
Schade!, aber dann sollte der Verlag doch lieber ganz auf die Veröffentlichung eines E-Books verzichten.

Der Inhalt des Buches steht außer Frage und befasst sich mit einem in der Literatur bisher leider eher stiefmütterlich und zu kurz gekommen Thema über die Kaiserliche Marine und dem Einsatz der deutschen Flotte während des Ersten Weltkrieges. Gut, umfassend und kurzweilig geschrieben! Dem Autor hierfür volle 4 Sterne.
Aufgrund des fehlenden Bildteils jedoch nur 2 Sterne für die vorliegende Kindle Edition.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kurzweilige und spannende Lektüre für eine breite Leserschaft, 20. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: »Und wir verrosten im Hafen«: Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918 Mit zahlreichen s/w-Abbildungen (Gebundene Ausgabe)
Nicolas Wolz' Buch »Und wir verrosten im Hafen« ist ein spannend und kurzweilig geschriebenes Geschichtsbuch, das aus einer Perspektive von "unten" seinen Stoff erzählt. Es ist vor allem deswegen kurzweilig, weil es populärwissenschaftlich an eine breite Leserschaft gerichtet ist. Sicherlich hält nicht jede These und Bemerkung einer differenzierten geschichtswissenschaftlichen Prüfung stand, dazu ist es zu anekdotenhaft geschrieben. Aber das will der Autor auch gar nicht. Er wollte ein spannendes Thema einer breiten Leserschaft zuführen, und das gelingt durchaus.

Wolz erzählt auf sehr unterhaltende Weise, wie es auf den englischen und deutschen Kriegsschiffen zuging, welche Erfahrungen die Seeleute machten und welche Probleme sie hatten. Es wird dem Leser sehr deutlich, welche Traditionen auf der englischen Seite eine Rolle spielten und welche Begeisterung für die Marine die deutsche Seite prägte. Auf beiden Seiten herrschte Enttäuschung darüber, dass der Krieg zur See nur eine zweitrangige Bedeutung einnahm.
Viele Einzelschicksale und Begebenheiten, die Wolz aus den Briefen und Tagebüchern gezogen hat, vermitteln ein lebendiges Bild der Zeit. Der Leser benötigt kein historisches Vorwissen. Die Lektüre macht einfach Freude. Sehr schön ist auch der Bildteil in der Buchmitte, der einiges visuell ergänzt. Auch das Kartenmaterial am Buchende ist sinnvoll.

Insgesamt bietet dieses Buch eine kurzweilige und spannende Lektüre für eine breite Leserschaft. Experten für das Thema sollten allerdings über den anekdotenhaften und populärwissenschaftlichen Stil beim Lesen hinwegsehen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen .......aus tagebüchern und briefen: der krieg zur see 1914 - 1918, 1. November 2013
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (bayern + berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: »Und wir verrosten im Hafen«: Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918 Mit zahlreichen s/w-Abbildungen (Gebundene Ausgabe)
Auszüge aus Tagebüchern und Briefe sind das Gerüst, der rote Faden, in Nicholas Wolz Buch UND WIR VERROSTEN IM HAFEN. Das macht es gut lesbar uns spannend. Was an diesem Buch heutige Leser überrascht: die Mehrheit des Personals bei der Marine war - nicht - zufrieden damit, die meiste Zeit über im Hafen zu liegen und nicht zu kämpfen; man beneidete die Kameraden an der Westfront. Dies zeugt von großem Unwissen, auch was die unvorstellbaren Grausamkeiten an der Westfront angeht (" Da die oberste Heeresleitung sich alle Mühe gab, nur Erfolgsmeldungen zu verbreiten und Niederlagen möglichst zu verschweigen oder zu verharmlosen, blieb vielen Seeleuten das wahre Ausmaß der deutschen Verluste jedoch ebenso verborgen wie dem restlichen Deutschland (...) ", S. 135).

Der Höhepunkt des Buchs ist das Kapitel über die Seeschlacht vor dem Skagerrak; mit sich zuspitzender Dramaturgie schildert sie Nicholas Wolz. Wolz versteht es auch, die Grausamkeit des Seekriegs herauszustellen, die furchtbaren Verletzungen, Verbrennungen, Verstümmelungen etc...... und danach der Tod im Meer für alle! Die Flagge durfte nicht "gestrichen" werden, somit wurden Schiffe beschossen, bis sie versanken - und mit ihnen alle Menschen darauf.

Die autobiographischen Texte auf die der Autor zurück greift, sind zu (ziemlich) gleichen Teilen deutsche und englische Quellen. Diese Sicht von zwei Seiten aus, ist wichtig für den Leser und für den Überblick. Und immer das Wort "Ehre", auf beiden Seiten, aber mancher überlebende Matrose mochte danach nichts mehr davon wissen. Viele der Seekriegsteilnehmer kamen traumatisiert zurück.

( J. fromholzer )
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicolas Wolz nähert sich auf der persönlich-menschlichen Ebene seinem Thema., 21. September 2013
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: »Und wir verrosten im Hafen«: Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918 Mit zahlreichen s/w-Abbildungen (Gebundene Ausgabe)
Deutschland, aber vielleicht ganz besonders der Kaiser, wollte sein Reich zur großen Seemacht werden lassen. Den Engländern wollte man in nichts nachstehen. Wie war die politische Ausgangssituation kurz vor dem I. Weltkrieg?

Der Autor führt zunächst in deutsche Träume von einer "starken Flotte" ein und führt seinen Leser dann sehr dicht an die damaligen Ereignisse heran. Plötzlich war dann während des Krieges der große Traum ausgeträumt. Deutschland brachte es nie zur großen Seemacht. Dann aber noch ein weiteres: verantwortungsbewusste Matrosen weigerten sich in den Krieg zu ziehen. Damit verhinderten sie ein Gemetzel und retteten sicher vielen Matrosen auf beiden Kriegsseiten das Leben.

Dieses Ereignis findet in der Literatur bislang keine große Beachtung. Nicolas Wolz begründet dies ganz einfach damit, dass uns aus heutiger Sicht heraus der II. Weltkrieg in der Betrachtung "buchstäblich dichter ist". Material hat der Autor genügend für sein Sachbuch gefunden. Sehr gut finde ich seine Herangehensweise. Er schaut auf einzelne Leute, nennt sie beim Namen und lässt uns die Geschehnisse von damals noch spürbarer werden.

Von Ruhm und Ehre, einem vergessenen Stück unserer Geschichte und von wahrer Größe Einzelner handelt dieses Buch. Es ist gut das sie nun mit diesem Buch ein bleibendes Denkmal bekommen haben.

Nicolas Wolz nähert sich auf der persönlich-menschlichen Ebene seinem Thema. Dies ermöglicht dem Leser einen schnellen und guten Einstieg in ein fast vergessenes Thema!
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4.0 von 5 Sternen Deutsche Hochseeflotte: Die Mutter aller Fehlinvestitionen, 8. September 2014
Rezension bezieht sich auf: »Und wir verrosten im Hafen«: Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918 Mit zahlreichen s/w-Abbildungen (Gebundene Ausgabe)
Am 21. Juni 1919 fällt der Vorhang nach einem bemerkenswerten Schauspiel der deutschen Kriegsgeschichte. An diesem Tag verschwindet der Stolz des Kaiserreiches, die mit gewaltigem Aufwand binnen weniger Jahre aus dem Boden gestampfte Hochseeflotte, unter den Wellen der britischen Marinebasis Scapa Flow in Nordschottland. Rund 500.000 BRT Kriegsschifftonnage mit einem Wert von rund 856 Millionen Mark, die dort nach den Bestimmungen des Versailler Diktats interniert" ist, wird von den eigenen Besatzungen versenkt, um sie auf diees Weise dem Zugriff der Sieger zu entziehen und damit einen letzten "Sieg" zu verbuchen.

21 Jahre vergehen bis dahin, nachdem Kaiser Wilhelm II. verkündet: Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser". Die Ironie der Geschichte: Die Überwasserflotte, die höchste politische Priorität genießt und der allseits erhebliche Bedeutung bei der Behauptung eines Platzes an der Sonne" zugemessen wird, spielt während des Krieges so gut wie keine Rolle. Daß von dieser liebevoll gehätschelten und bei der Bevölkerung überaus populären Waffengattung die Auflösung der deutschen Streitkräfte am Ende ihren Ausgang nimmt, setzt dem ganzen die Krone auf.

Der Autor beschreibt - anhand privater Niederschriften von Offizieren und Mannschaften beider Kriegsparteien - u. a. Dienstabläufe und Stimmungen an Bord der Schiffe. Der Umstand, daß - beiderseits des Ärmelkanals - gut ausgebildete und dem Einsatz entgegenfiebernde Männer jahrelang friedlich im Hafen liegen müssen, ist für diese nur schwer zu verkraften. Immerhin erfüllt die weit überlegene britische Fleet in being" ihren strategischen Auftrag vollinhaltlich, auch ohne zu schießen. Deren deutsche Gegner dagegen liegen - bis auf einige wenige, militärisch eher unbedeutende Vorstöße und ein einziges großes Seegefecht Mitte des Jahres 1916 (Skagerrakschlacht") in der Deutschen Bucht gefangen. Wenn die deutsche Marine Erfolge verbuchen kann, dann werden die von den U-Booten geliefert.

Der zwischen militärischer und politischer Führung heftig umstrittene uneingeschränkte U-Bootkrieg" ist es indes, der den für die Mittelmächte fatalen Eintritt der USA auf Seiten der Entente auslöst. Finis Germaniae", wie Reichskanzler Bethmann-Hollweg es bitter kommentiert, ist somt letztlich dem Einsatz der Flotte geschuldet...

Fazit: Sehr interessante Lektüre zu einem in der breiten Öffentlichkeit viel zu wenig beachteten Aspekt der "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Seaskimmer!, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: »Und wir verrosten im Hafen«: Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918 Mit zahlreichen s/w-Abbildungen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist gut lesbar und gefällig geschrieben. Neben einer intelligenten, konzisen Zusammenfassung der historischen Abläufe, vermittelt es einem mit der Materie "Marinegeschichte" hinläglich vertrautem Leser durchaus neue Aspekte. Ohne dieses Grundwissen wird der Blick auf die beschriebene Zeit und ihre Akteure allerdings eher noch verschleiert. Hier sind die Tagebuchzitate, welche man immer in einen persönlichen Kontext einbetten muss, eher verwirrend, da man den Menschen agierend in seiner Zeit verstehen muss. Admiral Hipper und seine Zeitgenossen waren eben keine Bundesrepublikaner, sondern unterlagen einem heute teils schwer nachvollziehbaren kategorischen Imperativ.

Weiterhin ist das hinlänglich bekannte Reduzieren der Kaiserlichen Marine zum Spielzeug Kaiser Wilhelm des 2. auch ein wenig eindimensional. Verweise auf die preussische Geschichte vom grossen Kurfürsten über den dänisch-preussischen Krieg, als die Dänen Sonderburg über die Insel Kegnaes unter der Nase der Preussen auf dem Seeweg versorgen konnten, ohne dass ein preussisches Kriegsfahrzeug zur Hand war, fehlen als Beweise einer Einsicht der damaligen Handelnden, dass Landmacht allein nicht ausreiche. Napoleon musste dies erkennen und der Begründer der Dt. Flotte, Prinz Adalbert von Preussen war sich ebenfalls der Hilflosigkeit einer Landmacht mit Küstenlinie und oder Seehandel gegenüber einem Gegner mit Seemacht bewusst. In diesem Sinne ist es leicht vorstellbar, dass die Küsten des Dt. Reiches im 1. Weltkrieg ohne die KM (Kaiserliche Marine) Opfer eines ständigen seegestützten Artillerie- und Anlandungsüberfallkrieges geworden wären, wie es das British Empire gegenüber Frankreich an dessen eigenen Küsten zu tun pflegte. Im 2. Weltkrieg erreichte die Sovietunion dann mit wenigen Battalionen Marineinfanterie, angelandet durch Seefahrzeuge, ähnliche Verwirrung an der dt. Nordmeerfront, als sie mit Landungsmanövern den Vorstoss gegen die Halbinsel Kola behindern konnte. Eine der Lehren aus der briitschen Seedominanz war für die Befürworter der dt. Flotte, dass eine paar Schiffe und Marineinfanterie durch gezielte Landungsoperatioen exponential Kräfte binden konnten, da der Gegner nicht wissen konnte, welches Ziel die gegnerischen Seestreifkräfte haben würden und man somit erhebliche, den Kern der Streitmacht schwächende Truppenansammlungen entlang seiner Küste bereitstellten musste.

Diese als "fleet in being" benannte Kräftekonstellation erscheint im Buch einzig als unerklärte Nebenbemerkung.

Der Author ist von Renomee und durch seinen Aktivitäten als Journalist durchaus bekannt; dieses Buch wird der Geschichte der Kaiserlichen Marine nach meiner Meinung leider nicht gerecht. Das mancherorts als vormals unbekannt bezeichnete Bildmaterial rührt i.d.R. auf Veröffentlichungen aus den 30er Jahren zurück. Wiederholung und Fazit: Kennt man die Materie, ergeben sich neue Einblicke, Fachfremde werden die Informationen möglicherweise nicht verstehen und werden zu Fehldeutungen neigen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich hatte mir von Nicolas Wolz mehr erwartet, 17. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Er hangelt sich an den Befindlichkeiten deutscher und britischer Marineangehöriger, meistens Offiziere, an Hand ihrer Tagebücher entlang. Gelegentlich verliert er den Faden. Die wenigen Aktivitäten der deutschen Flotte, auch den U-Boot-Krieg, die Geschehnisse im Marmara-Meer streift er nur; kann man aber auch woanders nachlesen. Die Passagen über die Revolution sind kürzer als der Wikipedia-Artikel. Gut herausgearbeitet fand ich die Geschichte der Internierung und Selbstversenkung.

Wenn er schon seinen Schwerpunkt mehr auf Soziales und Befindlichkeiten legt, wären ein paar Ergänzungen und Tabellen schön gewesen. Beispielsweise (vollständige) Tabellen von Sold und damaligem Kaufwert, Verpflegungssätze/Tag, Sozialräume und deren Zustand auf den großen Schiffen, Anteil Offz/Uffz/Mannschaften getrennt in Seemännisch/Armierung/Maschine, Durchschnittsalter, Anteil Verheiratete, Dienstdauer auf Schiffen(es hat doch gewiss auch Rotationen gegeben), Besatzungen/ Stärke der Geschwader, Beschwerdehäufigkeiten/Gründe und dergleichen. Dann erhielte der Leser ein klareres Bild.

Herr Wolz hätte das mit seinem Wissen sicher gekonnt, hat aber nicht geliefert. So bleibt es - Verzeihung - streckenweise Geschwafel. Etwa 36 % des Inhalts sind Quellangaben. Die von manchen Vorrezensenten auf Kindle vermissten Bilder finden sich im Anhang.
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