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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen286
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am 23. Januar 2016
Tiefgründiger, warmherziger und fesselnder Roman. Der Sprachstil ist wunderbar. Williams ist es gelungen, die verschiedensten Situationen und inneren Zustände sprachgewaltig zu umschreiben.
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am 1. April 2014
ein besonderes Buch mit Tiefgang, insgesamt etwas schwermütig, da die Lebensgeschichte doch eher von unglücklichen Geschehnissen geprägt ist
Lektüre empfehlenswert
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am 25. Juli 2014
Der Farmerjunge Wiiliam Stoner wird von seinen Eltern auf eine höhere Schule für Landwirtschaft geschickt - um so neuere Methoden der Landwirtschaft zu erlernen. Er beendet aber sein Studium als Student der englischen Geschichte - was seine Eltern erst bei der Abschlussfeier erfahren. Er will nicht zurück ins bäuerliche Leben - er will auf der Universität bleiben und lehren.
Der Autor beschreibt das Leben auf einer Universität - die Schwierigkeiten und Freuden, die STONER dort erlebt.
Als er seine Frau fürs Leben kennenlernt, ist er zufriedener den je. Eine kleine Tochter vervollkommnet sein Glück - aber seine Frau zieht sich immer mehr von ihm zurück.
Trotz manche Hürde, die er nehmen muss, bejaht er sein Leben.
Ein unaufgeregtes, schön gelesenes Buch, das mir sehr gut gefallen hat.
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am 21. Juli 2014
Diese Lebensgeschichte ist rührend, ulkig und herausfordernd zugleich. Wer sich auf die spezielle Stimmung einlässt, wird großen Spaß beim Lesen haben.
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am 26. April 2015
William Stoner wird 1891 in Missouri als Bauernsohn geboren, der Landwirtschaft studieren soll, aber stattdessen seine Liebe zur Literatur entdeckt. Er heiratet jung, bekommt eine Tochter, der er sich liebevoll widmet, wird begeisterter und begeisternder Literaturprofessor, trifft mit 43 Jahren auf seine große Liebe, und stirbt als 65jähriger an Krebs.

Obwohl Stoner sein Leben lang unbestechlich bleibt, ist er ein Antiheld: Die Ehefrau hasst ihn, seine Tochter wird Alkoholikerin, und durch die Intrigen seines Kollegen Lomax wird sowohl sein privates Glück als auch sein beruflicher Aufstieg verhindert.

Ein fesselnder Roman über die romantische Liebe, über die Liebe zur Literatur, über Leidenschaft, Resignation und über das Sterben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
William Stoner ist Doktor der Philosophie im Fachbereich Englisch an der Universität von Missouri.
Erzählt wird in „Stoner“ seine Lebensgeschichte.

John Williams erzeugt mit einem außergewöhnlichen Schreibstil schon zu Beginn einen starken Tiefgang der Geschichte.
Stoner ist ein Charakter, der überzeugt und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Er ist nicht eine dieser schillernden, auf den ersten Blick präsenten Personen, sondern eher eine tragische Figur, die mich berührt und deren Geschichte mich auch fasziniert, obwohl sie manchmal nichtssagend wirkt.

„Stoner“ von John Williams ist ein wortgewaltiges Buch, mit vielen Facetten und einer ganz besonderen Figur in der Hauptrolle!

5 von 5 Sternen!
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TOP 1000 REZENSENTam 22. August 2015
John Williams Weltbestseller „Stoner“ hat eine lange Geschichte hinter sich, lange ward dieser Roman verborgen, ich bin froh, dass dieses Meisterwerk, bzw. einige seiner Meisterwerke, wieder in aller Munde sind und neu aufgelegt wurden. Dieses Buch macht nicht nur mit seinem Titel „Stoner“ unheimlich neugierig, sondern auch mit einem sagenhaft ansprechenden Klapptext. Mit seinem Roman "Stoner" begibt sich der Autor mutig, aber entschlossen auf eine längst vergessene Lebensgeschichte der Literatur und des Protagonisten William Stoner. John Williams hat eine wunderbar gradlinige Sprachmelodie, die lange in meinem Kopf nachklingt und einen sehr bewegenden, anmutigen und tiefgründigen Roman voller Elan einmalig untermalt.
Erschienen im dtv Verlag ([...])

Ich habe kaum ein Buch gelesen, dass mich so lange gefangen hielt und zwischen Abbruch und Weiterlesen hin und her riss! Meine Erwartungen, nach diesen großen Lobeshymnen und den sehr mitreißenden Leserstimmen auf dem Buchrücken, waren nun sehr hoch. Aber dieses Buch hat einfach das gewisse ETWAS, was dieses Werk einfach zu etwas ganz Besonderen und sehr selten dagewesenen macht. Auf jeden Fall ist "Stoner" ein ganz kostbares Stück Literatur, welches mich dennoch sehr in den Bann gezogen hat und mich nun mit allerlei neuen Eindrücken, viel Wissen und Informationen und vor allem mit vielen bewegenden Gefühlen zurücklässt! Das Weiterlesen hat sich gelohnt und bezahlt gemacht.

Inhalt / Beschreibung:
"Stoner ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird – es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ. Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen. ›Stoner‹ ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein."

"Die Vergangenheit schälte sich aus dem Dunkel, in dem sie blieb, und die Toten erhoben sich, um vor ihm zum Leben zu erwachen; beide, die Vergangenheit und die Toten, mischten sich in die Gegenwart und unter die Lebenden, wodurch Stoner einen intensiven Moment lang eine Vision von Dichtigkeit überkam, in die er fest eingefügt war und der er nicht entkommen konnte, der er auch gar nicht entkommen wollte."

Handlung:
Obwohl das Buch keine im klassischen Sinne spannende oder aufbauende Handlung mit scharfen Kern hat, und keinen üblichen Plot mit Spitzen aufweist, da es sich hier um die Erzählung / die Lebensgeschichte des William Stoner handelt, so kann ich dennoch den Inhalt und Aufbau mit einer kurzen Widergabe beschreiben:
Erzählt wird der Lebensweg des jungen Farmerssohn William Stoner, der seinen Weg zum Doktor der Philosophie an der Universität von Missouri im Fachbereich Englisch beschreibt. Das Jahr 1891 auf einer kleinen Farm im tiefsten Missouri entscheiden sich, die armen und kargen Eltern, dass ihr Sohn William Stoner es einmal besser haben soll als sie. Williams Eltern schicken ihn auf die Universität. Doch das Studium der Agrarwirtschaft bricht er kurz nach seinem ersten Semester ab. William trifft auf seinem Mentor Sonett und widmet sich fortan ausschließlich der Geisteswissenschaft. Hier entdeckt W. Stoner erstmals seine wirkliche Leidenschaft und wird sich seiner selbst bewusst.

Doch wer war William Stoner? Was auf den ersten Blick zunächst wie eine eintönige und wenig interessante Lebensgeschichte anmutet, entpuppt sich im Verlauf der Erzählung als eine sagenhaft eindringliche und von Erfolg und Niederlage, sowie Liebe und Leid geprägte Biografie, die einzig aus Lieben und Lernen besteht. Allerdings scheitert der Protagonist William Stoner in gewisser Weise bei beiden. Seine spätere Frau, Edith Elaine Bostwick, wird von jähem Moment an, kaltherzig und abweisend. Ihre Flitterwochen geraten zu einer Farce. Schon bald wird William bewusst, dass diese Ehe scheitern wird, bzw. schon gescheitert ist, bevor sie begonnen hat. Gefangen in der leeren Hülle seiner Ehe und Einsamkeit, bricht auch die Welt der Universität und des Studiums unter ihm zusammen. Was bleibt ist seine Liebe zur Literatur, die er aber nicht an andere Studenten zu lehren vermag und auch hier zum Scheitern verurteilt ist…
John Williams beschreibt eigentlich ein ganz normales Lebens, tut dies aber so überaus gekonnt, dass man sich noch lange nach Ende des Buches an William Stoner erinnern wird.

"Den Älteren bedeutet sein Name eine Erinnerung an das Ende, das sie alle erwartet, für die Jüngeren ist bloß ein Klang, der ihnen weder die Vergangenheit näherbringt noch eine Person, die sich mit ihnen oder ihrer Karriere verbinden ließe."

Meinung:
Zunächst hervorgehoben: dieses Buch ist keine leichte Kost! Wer neuartige und noch nie dagewesene Sprachmelodien liebt, der wird hier in "Stoner" reich beschenkt.
Wer aber mit John Williams Sprachbildern und Stil warm geworden ist, wird sich in seinen Bildern, Darstellungen und in seinem Talent verlieren, wer keine anspruchsvollen Lektüren mag, der wird mit diesem Roman kein Glück haben. An die Leser, die nicht genug bekommen können von poetischen Bildern, wortgewandten Dialogen, gehobener Sprache und erstaunlichen Intellekt: bitte greift zu diesem Werk und lasst euch verwöhnen mit schicksalhaften Begegnungen und einer komplexen Erzählung einer Lebensgeschichte inmitten der Gewalt des 1. Weltkriegs.

Wie zuvor schon erwähnt, waren meine Erwartungen sehr hoch, aber ich war auch vorgewarnt, dass diese Literatur von besonderer Note ist und die Geister erhitzt. Dieses Buch hat Intellekt, Anspruch und viele Farben. Das Lesen ist nicht leicht und die Seiten müssen mit Muße verarbeitet und wirken gelassen werden, dieses Niveau muss der Leser erstmal halten können. Sprachlich gekonnt, und sehr beeindruckend. Keine Frage, aber dennoch konnte ich bis fast zur Mitte nicht ausmachen, wohin mich dieses Buch leiten möchte. Der Kern dieses Buches erschließt sich erst recht spät, wenn es denn überhaupt einen eigentlichen Kern geben sollte, daher wankte ich zwischendurch mit Abbruch des Buches. Das wäre jedoch fatal gewesen, denn für die Leser, die durchhalten, offenbart der Roman noch einen ganz besonderen und sehr impulsiven und intensiven Lesegenuss. Es breitet sich ein Gefühl aus, als dass man der Handlung nicht mehr entfliehen kann, man fühlt sich als Gefangener John Williams Worte, Gefangener dieser einzigartigen Geschichte weit weg vom Mainstream und der Masse. Eine besondere Kost, die es zu genießen gilt. Zum Glück siegte meine Neugier, denn jetzt bin ich stolz, dieses Meisterwerk der hohen Schreibkunst und des großen Intellekts gelesen und aber auch genossen zu haben!
Trotz der Schwierigkeiten für mich, dem hohen Niveau Stand zu halten, bin ich sehr begeistert von dem Buch. Was vor allem an den Beschreibungen und der wortgewandten groben aber auch teils sehr leisen Sprache liegt. John Williams hat eine Poesie in seinem Schreibstil, welche unvergleichlich und unvergesslich ist. Ich kann mir vorstellen, dass der Übersetzer an seine Grenzen gestoßen sein mag um diese feinen Noten widergeben zu können.
Meine Eindrücke reichen von… absolut fasziniert, völlig begeistert, total angetan, höchst überrascht und zutiefst bewegt bis hin zu poetisch verzaubert, sprachlich angereichert und literarisch gefesselt....aber auch stark herausgefordert, zum Durchhalten animiert und zur Muße getrieben…
Hier habe ich endlich wieder einen Autor gefunden, der mit einer heutigen Novität längst vergangener Jahrzehnte glänzt und mich sehr überrascht hat. Zudem ist die Buchgestaltung und das Cover eine absolut hochwertige Rundung. Sagenhafte Charakterstudien, faszinierende Kulissen und wertvolle Botschaften. Ein Buch von Wert...

"Er lernte mit der Stille zu leben und nicht auf seiner Liebe zu beharren."

Charaktere:
Autor John Williams hat nicht nur die Macht und die Gewalt über die Worte, nein, er hat auch die Macht, die Eigenschaften und Details der einzelnen Charaktere, besonders des William Stoner, auszumachen und unglaublich genau einzufangen. Seine Beweggründe werden dem Leser jedoch erst schrittweise deutlich und klar gemacht.
William Stoner: ein sagenhaft polarisierender und einprägsamer Hauptcharakter, der lange nach Beenden des Buches noch bewegt und im Kopf herumgeistert. Stoners Lebensweg lässt den Leser einfach nicht mehr los. Seine Liebe zur Literatur, für jeden Leser absolut faszinierend. Oder ist er gar besessen?
Das überzeugende bei J. Williams Umsetzung und Darstellung der Protagonisten ist, wie er einfache kleine Handlungen der Charaktere detailliert beschreibt, bei denen man sich oft selbst ertappt fühlt. So werden diese auf den ersten Blick unbedeutsamen Taten zu großen Schlüsselelementen im Buch. Das ist auch der Grund, wieso das Buch einem so lange im Gedächtnis bleibt und man nach dem "Durchhalten" so stolz und fasziniert ist: Weil man die besonderen Botschaften des Weltautors John Williams empfängt und versteht, und seiner Phantasie folgen kann!
Die überschaubaren Rollen und Nebenrollen verkörpern diese menschlichen Züge sehr genau. Der Krieg lässt die Menschen zu Egoisten werden, kalt, skrupellos, von Gier und Lust getrieben... Aber es gibt auch die wenigen, die die Menschlichkeit nie verloren haben. Der Autor fängt das damalige Leben und die Situationen in den Kriegsjahren so gekonnt ein, dass man glaubt Teil der Handlung zu sein.

Der Autor:
"John Williams wurde 1922 in Texas geboren. Trotz seiner Begabung brach er sein Studium ab. Widerstrebend beteiligte er sich an den Kriegsvorbereitungen der Amerikaner und wurde Mitglied des Army Air Corps. Während dieser Zeit entstand die Erstfassung seines ersten Romans, der später von einem kleinen Verlag publiziert wurde. Williams erlangte an der University of Denver seinen Master. 1954 kehrte er als Dozent an diese Universität zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1985. Er veröffentlichte zwei Gedichtbände und vier Romane, von denen einer mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde.John Williams starb 1994 in Fayetteville, Arkansas."

Der Übersetzer:
„Bernhard Robben, 1955 im Emsland geboren, studierte Philosophie und Germanistik in Freiburg und Berlin. Für seine Übertragungen von Salman Rushdie, Ian McEwan, Peter Carey, John Burnside u.a. wurde er mit zahlreichen Stipendien gefördert und mehrfach nominiert. 2003 erhielt Bernhard Robben den Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW . 2013 wurde er mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet. Heute lebt Bernhard Robben als literarischer Übersetzer in der Nähe von Berlin.“

Cover / Buch:
Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover hat mich beeindruckt und ist stimmig zum besonderen Inhalt des Romans. Es könnte schöner und kunstvoller gar nicht sein.

Fazit:
Es gehört für mich ohne Zweifel zu den größten Werken der Literatur!
Voller Poesie und Atmosphäre. Wer hinter die Fassade, blickt und beim Lesen durchhält, wird mit einem kleinen Meisterwerk belohnt! Sicherlich kein Buch für Jedermann, man muss besondere Literatur lieben, und sich fallen lassen, und um all die Nuancen aufzuspüren. 4 löblich intensive Sterne!
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am 27. Oktober 2014
Inhalt:
Der Autor John William erzählt in „Stoner“ die Lebensgeschichte des William Stoner, der sich an der Universität einschreibt, um Agrarwissenschaft zu studieren. Mit den erworbenen Kenntnissen soll er der Farm seiner Familie zu neuem Aufschwung, zu mehr Erträgen verhelfen. Doch Stoner erkennt bald, dass ihm Erkenntnisse über die Bewirtschaftung des Ackerbodens nicht wirklich interessieren, dass seine Zukunft nur in der Welt der Literatur liegen kann. Mehr oder weniger heimlich „sattelt“ er um, studiert Literaturwissenschaft, sein Leben nimmt seinen Lauf:
Er studiert, verliebt sich, heiratet, promoviert, wird Professor, Nachwuchs kündigt sich an, kurzum: er führt ein Leben, das geprägt ist von Literatur, Arbeit, Familie. Ein ganz normales – und einfaches Leben, so scheint es auf den ersten Blick, wenn man seinen Lebenslauf kurz und knapp beschreiben wollte.

Meine Meinung:
Doch das will John William nicht - er lässt den Leser am Schicksal seiner –fiktiven - Figur Stoner teilhaben und zeichnet dadurch das aufrüttelndes Bild eines Professoren und Dozenten, dessen Leidenschaft zur Literatur ihm oft den Blick zur Realität zu verschließen scheint. Seine geistige Einstellung ist gutmütig, genügsam – er scheint oft fast schon lethargisch zu sein. Nur sehr selten kommt er aus sich heraus, kämpft um sich oder seine Einstellung. Und dennoch wird sein Stolz nur zu deutlich, den er sich stets bewahrt. Als Leser – und Beobachter – fragt man sich oft, wer die Schuld an der Misere trägt – er selbst, seine Frau, sein Umfeld?

Ich fand es sehr interessant und aufrüttelnd, Stoner zu begleiten, seine und auch die Entwicklung der Gesellschaft zu verfolgen, etwas über das Leben am Campus zu erfahren.

Seine Bemühungen rührten mich: seine Bemühungen zum Beispiel, seine literarische Leidenschaft an seine Studenten weiterzugeben, seine Bemühungen, die Liebe zu finden, seiner Tochter ein guter Vater zu sein, die Liebe zu leben!

Der Zeitraum dieses Roman umfasst 65 Jahre - Jahre, die Stoner sowohl den ersten als auch den zweiten Weltkrieg miterleben lassen, und in denen die Gesellschaft so manche Entwicklung mitmachte.
Ich ließ mich immer wieder von Stoner’s literarischer Begeisterung anstecken und wusste dennoch nicht so recht, ob ich ihn bewundern oder bemitleiden soll. Es ist wohl eine Mischung aus beidem…

Eines jedoch steht zweifelsfrei fest: der flüssige und dennoch oft fast schon melancholische Schreibstil unterstreicht und verstärkt die Eindrücke und Erfahrungen, die Stoner macht, überaus wirkungsvoll und gleicht oft die mir persönlich fehlende Nähe zum Protagonisten aus. Der Leser bleibt Beobachter, der Autor lässt eine allzu große Nähe zwischen Leser und Stoner nicht zu, was aber gewollt ist und seine Wirkung nicht verfehlt.
Insgesamt bleibt die Stimmung leicht melancholisch, grüblerisch, wirkt dadurch bedrückend und lässt kaum Raum für das Gefühl der Fröhlichkeit oder gar Lebensfreude. Schade fand ich, dass den positiven Zeiten und Momenten, die Stoner leicht erkennbar durchaus hatte, so wenig Raum gegeben wird …

Und so klappe ich am Ende nachdenklich gestimmt das Buch zu und sinniere über das Leben…

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Autor, der Texaner John Williams diesen Roman bereits 1965 veröffentlichte. Er wusste sehr wohl, wovon er schrieb, als er Stoner die Rolle eines Professors und Dozenten "verpasste", denn auch Williams selbst promovierte in Englischer Literatur und war Dozent an der University. Damals wurden von seinem Roman wohl nur ca. 2.000 Exemplare verkauft, es geriet in Vergessenheit, bis es vor einigen Jahren wiederentdeckt und neu aufgelegt wurde – mit überaus großem Erfolg !

Fazit:

Ein sehr emotionaler - und fast schon philosophischer - Roman über die Kraft und Leidenschaft der Literatur, der Freundschaft, Liebe, dabei unterhaltsam und bewegend. Absolut lesenswert !
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Wie ein breit und träge dahin fließender Strom - so präsentiert sich John Williams Roman Stoner. Obwohl äußerlich wenig aufregendes passiert, greift die Geschichte den Leser ans Herz, und zwar wegen der Hauptfigur, dem Universitätsdozenten Stoner, dessen Leben in dem Buch erzählt wird.

Mich berührt die beeindruckend klare und leise Sprache, die mich in das Buch hineingezogen hat. Besonders fein und nuanciert wird die Gestimmtheit und Gefühlslage der Charaktere dargestellt. Diese wird nur mit wenigen präzisen Worten angedeutet. Da ist etwa das kaum merkliche zupfende Grinsen um den Mundwinkel oder der Ausdruck vorwurfsvollen Kummers, womit die innere Seelenlage angedeutet wird. Williams ist ein Meister kurzer und variationsreicher Beschreibungen menschlicher Empfindungen, die diese oft aber nur andeuten und im Ungefähren lassen. Er beherrscht die Kunst, eine große sprachliche Variationsbreite und sprachliche Ausdruckskraft gekonnt an den richtigen Stellen und im rechten Maß einzusetzen. Dadurch entsteht eine ungeheuer intensive und verdichtete Atmosphäre. Ich wollte immer weiter lesen, um zu erfahren wie es mit Stoner nun weitergeht. Dem Leser drängt sich im Laufe der Lektüre dabei immer intensiver ein Gefühl auf: Mitgefühl und herzliche Anteilnahme an dem Leben Stoners. Man würde am liebsten ins Geschehen Eingreifen, um dem guten Menschen Stoner ein besseres Schicksal zu ermöglichen.

Denn er ist gefangen in einer unglücklichen Ehe mit einer kalten, abweisenden Ehefrau, er erzieht seine Tochter fast alleine und muss dann mit ansehen, wie seine Frau ihm plötzlich die Erziehung aus der Hand schlägt, er muss über sich ergehen lassen, dass sein geliebtes Arbeitszimmer von dieser Frau über Nacht ausgeräumt und er mit seinen Büchern in einer kalte Gartenhütte verdammt wird. Dann wird er auch noch ungewollt in üble Universitätskonflikte herein gezogen. Intrigen seiner Kollegen verhindern dann auch, dass seine schöne und heftige Liebesbeziehung zu einer jungen Doktorandin gut ausgeht. Und das hätte man dem Stoner als Leser von Herzen gewünscht.
Überhaupt ist die Beschreibung dieser Liebesbeziehung ein Höhepunkt des Romans: die Liebe als Feier des Augenblicks, als Akt der Menschwerdung, in der sich der Liebende selbst kennenlernt und sich zugleich doch völlig und ungeschützt dem anderen öffnet.

Stoner will wie jeder Mensch in Ehe und Beruf Heimat und Geborgenheit erfahren und bekommt statt dessen oft nur Kälte, Abweisung, Haß und Gleichgültigkeit zu spüren. Das meiste, was er mit guter Absicht anpackt, mißlingt. Was ihm wertvoll und wichtig ist, die Ehe, die Liebe zu einer Frau und zur Literatur entgleitet ihm wieder. Williams erzählt nicht mit großer Geste vom grandiosen Scheitern oder schweren Schicksalsschlägen. Mit leisen Tönen beschreibt er vielmehr das alltägliche Scheitern im Kleinen, die Zerstörung auch bescheidener Lebensträume, die Desillusionierung.

Stoner lässt dies alles über sich ergehen, weil er in stoischer Gelassenheit in sich selbst ruht. Dies ist es, was ihn so sympathisch macht: er kennt weder Haß, Eifersucht und Neid oder übertriebenen Ehrgeiz. Jawohl: Stoner ist ein guter Mensch. Die Welt um ihn herum dreht sich aber nun einmal um Werte, die nicht die seinen sind: Egoismus und Ehrgeiz. Wie kommt ein Mensch mit dieser fremden Welt zurecht, auch davon handelt der Roman.

Die Konflikte Stoners sind dabei oft unsere eigenen. Konflikte deshalb, weil jedes Handeln auch eine Kehrseite hat, mit unserem Leben "kaufen wir uns immer auch etwas ein", was wir nicht wollen. Da sind zunächst die Pflichten, die Stoner erfüllen musste, solange er sich erinnern konnte. Aber geben die Pflichten nicht dem Tag Struktur und eine Erfüllung? Ohne dieses Pflichtbewußtsein wäre Stoner schließlich niemals Unidozent geworden.
Da ist auch die Liebe. Stoner ist sein ganzes Leben verliebt, und zwar in die Literatur. Wer eine solche Leidenschaft hat, der kann äußere Schwierigkeiten gelassen nehmen, den treffen sie nicht im Kern. Aber diese Liebe zum Beruf muss sich eben auch im eintönigen Alltag bewähren, sie trifft auf das Immergleiche des Tages und ist nicht immer ein Himmelhochjauchzen.

Stoner zieht für sich selbst am Ende eine pessimistische, traurige Bilanz. Der Roman erinnert mich an Camus, der das Sinnlose der Existenz thematisiert. Die tragende Stimmung dieses Romans jedoch ist nicht die Sinnlosigkeit des Lebens, sondern das alles seine Bedeutung und seinen Wert hat. Ich liebe diese Figur Stoner, weil wir unser eigenes Dasein wiedergespiegelt finden. So oder ähnlich ist nun einmal das Leben. So wie Stoner geben wir alle unsere eigenen Antworten auf unser Schicksal, die doch immer Stückwerk bleiben, so wie Stoner müssen wir mit der uns gegenüber gleichgültigen Welt klar kommen, so wie bei ihm nutzen sich unsere Ideale, unsere Liebe im Einerlei des Tages ab. So wie er heben auch wir die Welt nicht aus den Angeln, sondern fügen uns in unser Schicksal.

Ein leiser und tiefer Roman über das Leben.
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am 25. Februar 2014
William Stoner, der namensgebende Titelheld von John Williams dritten Roman, wird 1891 als Sohn einfacher Farmer in das provinzielle Herz des Mittleren Westens der USA geboren. Booneville, Missouri, das bedeutet ein tristes Leben in harter Arbeit auf dem Feld, Staub, Schmutz und die unnachgiebige feste Erde, die Jahr um Jahr, Generation um Generation die Lebensgrundlage der Familie Stoner gewesen ist. Es ist ein raues, ein ärmliches Leben hier draußen und jede Saison scheinen die Ernten schlechter und schlechter zu werden. Doch mit diesem Schicksal scheint hier kaum jemand zu hadern; dafür bleibt am Ende eines harten Tages auch schlicht zu wenig Zeit. Mit dem neuen Jahrhundert wehen dann jedoch auch neue Ideen von den Städten auf das Land herüber, und so beschließt Williams Vater, den jungen und überraschten Stoner nach dessen Highschool-Abschluss auf die staatliche Universität nach Columbia zu schicken, um Landwirtschaft zu studieren und so der kleinen Farm den Weg in die Zukunft zu ebnen. Ohne Bedenken fügt sich William in sein Schicksal - ebenso, wie er es gewohnt ist. In Columbia, an der University of Missouri, begegnet Stoner dann jedoch in einem eher nebensächlichen Einführungskurs seiner großen und ewigen Liebe: der klassischen englischen Literatur, der er fortan sein Leben widmen und bis zu seinem Tod treu bleiben wird.

Und so folgt der Roman einem ganzen Leben mit all seinen großen Momenten der Wärme, aber natürlich auch der Tragik. Der Protagonist ist dabei stets alles andere als ein niedlich-trotteliger, hundertjähriger Forrest-Gump-Verschnitt, sondern vielmehr ein in sich gekehrtes und behutsames Paradebeispiel dafür, dass sich zu viel Genügsamkeit oft auf der Grenze zur Selbstaufgabe bewegen kann. "Stoner" ist nicht nur das grandiose Portrait eines Menschen, einer Ehe oder des Mikrokosmos Universität, das noch dazu eine fast unbeteiligte, jedoch auch eigenwillig traurige Perspektive auf eine der grausamsten Epochen der Menschheit, nämlich auf die erste Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts eröffnet, im Kern handelt der Roman von nicht weniger als einer unserer ganz großen Fragen: Was macht den Wert eines Lebens aus?

Es gibt Bücher, bei denen wird einem erst klar, wie unglaublich besonders sie sind, nachdem man die letzten Zeilen gelesen und den Buchdeckel wieder zugeklappt hat. "Stoner" von John Williams ist eines dieser Bücher, die für lange Zeit nachhallen. Ebenso zart wie gewaltig, und mit einer ausgesprochen treffenden und wunderbaren Sprache ausgestattet, ist diese, in den vergangenen Jahrzehnten nahezu unbeachtete, Geschichte aus dem Jahre 1965 wahrlich ein Diamant, der nun völlig zurecht seinen Weg zurück ans Tageslicht gefunden hat. Manchmal ist es also tatsächlich gar nicht so nicht verkehrt, dem Hype zu glauben, denn "Stoner" ist nicht nur mehr als lesenswert und mitreißend, der verspätete Ruhm ist auch absolut gerechtfertigt.

Auch nachzulesen auf: buchpiraten.blogspot.com
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