Kundenrezensionen

8
4,6 von 5 Sternen
Bilder erzählen Weltgeschichte
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2012
Hesse wirft anhand eines Gemäldes ein sehr kurzweiliges Schlaglicht auf die bekanntesten Ereignisse der Weltgeschichte, von den Höhlenmalereien bis zum Irakkrieg. Die Beschreibungen sind knapp, ca.jeweils 2-3 Seiten. Dabei geht es ihm nicht um die genaue Schilderung des Ablaufs oder der Hintergründe, sondern eher darum, was uns dieses Ereignis auch heute noch sagen kann. Auf die Maler der Bilder wird ebenfalls nur in ein paar Zeilen eingegangen.
Was macht das Buch dann aus? Die Schilderungen sind eine Freude zu lesen! Bei jedem Ereignis gelingt es Hesse Zusammehänge oder Besonderheiten zu schildern, die einen staunen lassen.
Natürlich ist es nicht für den Historiker gedacht, sondern für den Jugendlichen oder den Erwachsenen, der sich einfach entspannen will und dabei staunt, was er schon alles vergessen hat bzw. nie gelernt hatte. Die Ereignisse sind unanbhängig voneinander zu lesen und so kann man herausgreifen, was einen grade interessiert. Und man entdeckt, dass auch Ereignisse, mit denen man nichts anfangen konnte oder Bilder, die einem zunächst gar nicht gefallen, eine interessante Geschichte verbergen.
So ist Geschichte lehrreich und spannend!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2012
„Über Jahrtausende aber waren es gemalte oder gezeichnete Bilder, die Sichtweisen, Standpunkte und Absichten von Künstlern, die unser Bild von Geschichte prägten“.

Maler im Übrigen, die selbst noch der aktuellen modernen Zeit von Foto, Video, Digitaltechnik und Film Bilder noch als „Handwerk“ malen und damit geschichtlich entscheidendes versuchen, einzufangen und auszudrücken. Diesen wendet sich Hesse zu und schreibt damit zugleich ein Buch über die Malerei und eines über die Geschichte. Aus der Sicht der Künstler. Als eine, durchgehend farbig illustrierte, historische Betrachtung durch die Malerei hindurch, könnte man sagen.

Wobei jedes Bild im Bucheinen besonderen historischen Moment festhält. Wendepunkte der Geschichte, Umbrüche, Meilensteine, bei deren Betrachtung der der Künstler selbst natürlich ebenfalls (auch in den Erläuterungen im Buch) mit in den Blick gerät. Getreu dem Ziel, welches Hesse sich selber stellt, dass der Leser am Ende des Buches einfach „besser im Bilde“ sei. Zumindest, was die subjektive Auswahl angeht, die Hesse für das Buch getroffen hat, erreicht er dieses Ziel im Übrigen spielend. Denn informativ, hier und da auch durchaus „ganz anders“ mal gedacht, teils überschwänglich, immer aber hoch informativ und treffend beschreibend führt er die Vielzahl der Bilder vor Augen.

Von den Malereien der Chauvet Höhle angefangen. 400 Bilder eines Weltverständnisses, einer Schöpfung, Beseelung der Welt und was daraus entsteht, die weit vor der „zivilisierten“ Zeit Kunde vom Bedürfnis des Menschen nach Welterkenntnis, Weltdeutung und Weitergabe des Erkannten geben. Das „Trojanische Pferd“, „Der Tod des Sokrates“, „Kleopatra“, „Luther in Worms“, „Kopernikus im Gespräch mit Gott“, „Die alte Börse von Amsterdam“, „Treffen mit den Russen in Torgau“, „Die Befreiung von Bagdad“, all dies bildet nur eine Auswahl der 75 Bilder, Künstler und Ereignisse, denen Hesse im Buch gut lesbar und kompakt nachgeht, ohne es an nötiger Tiefe fehlen zu lassen.

Bilder wie das der „Ersten elektrischen Straßenbeleuchtung in Berlin“, die nicht unbedingt breit und allgemein bekannt sind, die aber eine ausführliche Betrachtung lohnen bei all der treffenden „Zeitatmosphäre“, die nicht nur in diesem Bild mitschwingt.

Denn Warhol gelingt es in ganz anderer „Technik“ ebenfalls präzise, die Atombombe furchtbar fühlbar in den Raum zusetzen, wie das letzte Bild, „Die Befreiung von Bagdad“ zeigt, dass die naive und propagandistische Form der „Heldenverehrung im Bild“ auch im 21. Jahrhundert noch genauso lebendig ist, wie die ehemals überlebensgroßen Bilder der Sowjetzeit und die Eitelkeiten der Fürsten des Mittelalters.

Eine wunderbar gestaltetes und hoch informativer Blick auf die Geschichte durch die Augen ihrer Künstler ist es, den Helge Hesse dem Leser in bester Weise ermöglicht und den er klug je auffächert, erläutert und begleitet.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. November 2012
Helge Hesse unternimmt den Versuch, getreu dem Buchtitel, Weltgeschichte anhand von Bildern zu erzählen. Das Buch ist übersichtlich aufgebaut: Auf den Insgesamt 334 Seiten werden 74 Gemälde, Drucke und Zeichnungen präsentiert. Das Bild ist auf der linken Buchseite in Farbe abgedruckt, für Erläuterungen zu Künstler, Inhalt, Besonderheiten und historischem Hintergrund werden jeweils drei Seiten Text in Anspruch genommen - ein gutes Maß: nicht zu knapp und nicht zu ausufernd. So weit, so gut.

Es folgt das große "aber":

Kritisieren möchte ich zum einen die Bildauswahl: Positiv: Hesse greift auf weniger bekannte Werke zurück, das notorische Portrait Ludwigs XIV. von Rigaud oder die Alpenüberquerung Napoleons von David sucht man vergebens. Negativ: Der Autor will Weltgeschichte erzählen, greift dabei aber vor allem auf Gemälde ab der Zeit der Renaissance (grob: ab 1500) zurück. Für die Vorzeit und Antike sind nur drei der besprochenen Werke "zeitgenössisch" (Malereien der Chauvet-Höhle, Sennedjem und seine Frau Pflügen und säen, Mosaik der Alexanderschlacht).

Aus diesem Sachverhalt ergibt sich der zweite Kritikpunkt: Die Gewichtung der einzelnen Epochen.
Insgesamt erzählt Hesse eine "klassische", also europäisch-westlich geprägte, Weltgeschichte: Vorzeit, Antike (Ägypter, Babylonier, Griechen, Römer), Mittelalter, Frühe Neuzeit, Neuzeit und neueste Geschichte (Sandow Birk: Die Befreiung von Baghdad aus dem Jahr 2006). Der Schwerpunkt liegt klar - und für meinen Geschmack zu stark - auf der neueren und neuesten Geschichte (ca. 50 Bilder). Besonders dreist geht er über das Mittelalter hinweg. Für eine Epoche, die etwa 1000 Jahre der europäischen Geschichte einnimmt, hält er gerade einmal sechs Bilder (Ich setze die Epochengrenze bei 1500) bereit. Damit vermittelt er, wie viele vor ihm, den falschen Eindruck, dass in dieser Zeit nichts bedeutendes passiert sei. Zudem ist es mir schleierhaft, warum er für den Bereich Antike und Mittelalter nicht auf zeitgenössische Werke (bedeutende Wandmalereien, Fresken und Buchmalereien fielen mir einige ein) zurückgreift? Man muss annehmen, dass dem studierten Betriebswirtschaftler und Philosophen Hesse die Kompetenz, solche Werke zu interpretieren, abgeht. Untermauert wird diese Vermutung auch durch die schwankende Qualität der Begleittexte.

Der letzte große Kritikpunkt betrifft die Präsentation der Bilder. Hesse erwähnt im Vorwort richtig, dass das jeweilige Werk ein Produkt seiner Zeit ist, eine gewisse Sichtweise der Dinge und einen politischen Standpunkt vertritt. Gerade unter dieser Prämisse hätte sich ein multiperspektivischer Aufbau gelohnt, der zu einer historischen Begebenheit zwei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven entgegensetzt. An mehreren Stellen fiel mir spontan ein Bild ein, das den Sachverhalt aus anderem Blickwinkel betrachtet (Etwa ein Aquarell von Karl Röchling zum Kampf bei Bezailles im Deutsch-Französischen Krieg, das den Kampf aus dem Blickwinkel der bayerischen Infanterie zeigt, gegen die die Franzosen im de Neuvilles "Les dernières cartouches" aus Hesses Buch kämpfen). Auch der Kriegsverlauf des Zweiten Weltkriegs ist mir mit den beiden heroisch-naiven Aquarellen "Follow me!" und "Meeting with the Russians at Torgau" zu lapidar und einfach dargestellt. Weitere Beispiele ließen sich problemlos anfügen.

Fazit:
Die Idee einer Weltgeschichte in Bildern ist gut, Hesses Vorhaben ambitioniert. Aber der Titel des Werkes ist ein Blender. Es sollte besser "(Neuzeitliche) Gemälde erzählen Weltgeschichte" heißen. Der Begriff "Bilder" wird dem Inhalt nicht gerecht und weckt falsche Erwartungen. Für kunstinteressierte Laien auf dem Feld der Geschichte sicher ein interessantes Buch, für den Kenner eher eine Enttäuschung.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Cover dieses Buches ist irreführend, weil es nicht klar auf den ersten Blick vermittelt um was es dem Autor in seinem Buch geht. Neben der Vermittlung von Geschichtswissen ist es das Besondere in diesem Buch, dass alle historischen Ereignisse gemalt dargestellt sind. Selten sind es sehr bekannte Gemälde, oft Gemälde die bislang noch nicht so viele Menschen sahen.

Zu Zeiten, da es noch keinen Fotoapparat gab, blieb einem halt nur das Malen bestimmter großer historischer Ereignisse. Hesse geht weit zurück in die Menschheitsgeschichte und zeigt sehr deutlich den großen Unterschied zwischen den gemalten Bild und dem geschossenen Foto. Das gemalte Bild gibt lediglich wieder was der Künstler sah, welchen Einzelheiten er Bedeutung schenkte. Das einmal geschossene Foto, hält unbestechlich alles fest was die Realität zu bieten hat. So ist dieses Buch ein sehr unterhaltsamer Spaziergang durch die gemalte Menschheitsgeschichte.

Der Philosoph Helge Hesse spaziert mit dem Leser von den frühen Höhlenmalereien Südfrankreichs über weitere interessante Geschichtsstationen und setzt damit dem gemalten Kunstwerk ein besonderes Denkmal!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2012
Eine tolle Idee und gut umgesetzt, lesen und anschauen, so wird Geschichte interessant, plastisch. Ich musste an meinen Geschichtslehrer in der 11. Klasse denken, der mir zum ersten mal zeigte, wie toll sie sein kann. Fast nebenbei wird auch noch das Interesse an Malerei geweckt oder gefüttert. Mein Dank und Empfehlung
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am 15. Februar 2015
Dieses Buch ist wirklich eine kurzweilige, spannende Reise durch unsere Weltgeschichte. Viele, eigentlich die meisten Bilder kannte ich bislang noch nicht. Die Beschreibungen sind gut geschrieben. Ein rundum gelungenes Buch.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2013
Das Buch war ein Weihnachtsgeschenk für meine Großeltern und ist sehr gut angekommen. Die Schriftgröße ist nicht zu klein. Das Buch ist übersichtlich gestaltet. Die Erklärungen zu den einzelnen Bildern erstrecken sich meistens über 1-2 Seiten.
Klare Kaufempfehlung von mir und 5 Sterne.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Februar 2013
Es ist ein ganz tolles Buch und schön auch mit den Bildern. Macht wirklich Spaß darinnen zu lesen.Und da es nicht so groß ist, kann man es auch im Bett lesen.
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